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 ! Nachricht von: Oliver

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Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

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Nur 3 Tage Fluoxetin genommen und trotzdem Absetzerscheinung

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
Gesperrt
Iko
Beiträge: 1
Registriert: 27.11.2005 14:15

Nur 3 Tage Fluoxetin genommen und trotzdem Absetzerscheinung

Beitrag von Iko »

Hi Leute,

hab mal ne Frage, und zwar habe ich aufgrund einer depressiven Verstimmung 3 Tage lang Fluoxetin 20 mg genommen. Bereits nach der ersten Tablette hatte ich heftige Nebenwirkungen wie totale Benommenheit, extreme Müdigkeit, Schlafstörungen, nächtliches heftiges Schwitzen usw. Da das für mich einfach schrecklich war, habe ich es nach drei Tagen einfach abgesetzt! Danach gings mir zwei Wochen lang eigentlich ganz gut nur in der dritten Woche nach dem Absetzen hatte ich ganz merkwürdige Symptome. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, nicht wirklich zu leben. Ich stand total neben mir, und dachte, dass meine ganzen Freunde, Eltern und Geschwister überhaupt nicht existieren! Das war echt ein schrecklicher Zustand, mittlerweile gehts mir schon wieder ein bisschen besser (Absetzen ist jetzt ca. 5 Wochen her!) ich stehe allerdings immer noch total neben mir, nur sind die Gedanken nicht mehr so schlimm. Mein Arzt meinte, dass diese Symptome aufgrund der langen Halbwertszeit von Fluoxetin durch das Absetzen kommen können. Was meint Ihr dazu? Hat gemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Vielen Dank schon mal für Eure Antworten!!!!

LG Iko
amanda

Beitrag von amanda »

Hallo Iko
Es ist leider gut möglich dass du zu den besonders ÜBEREMPFINDLICHEN Patienten gehörst die extrem STARKE Nebenwirkungen und ABSETZSYMPTHOME haben.Wobei NEBENWIRKUNGEN in der Eindosierungsphase leider NORMAL sind. Wenn die Nebenwirkungen ZU STARK sind sollte man immer sehr sehr langsam absetzen.

Ich habe selbst auf nur 4 Tage Fluoxetin mit heftigen KÖRPERKRÄMPFEN reagiert und VERSTÄRKTER ANGST.....4 Std lang Herzrasen etc.

Auf Paroxetin habe ich nach nur 4 Tagen mit Gesichtskrämpfen und massiven DRUCKSCHMERZEN im Auge reagiert....als ich es dann absetzte wurde ich so GERÄUSCHEMPFINDLICH dass ich dachte JETZT DREHST DU GANZ DURCH !

Also ist meine Antwort JA es kann zu ABSETZSYMPTHOMEN nach so kurzer Einnahmezeit kommen !
Ausserdem bleibt Fluoxetin bis zu 15 Tagen im Körper aktiv,daher die "verspäteten Absetzsympthome"
Ich empfehle dir aus dieser MEDIKAMENTENGRUPPE kein weiteres Medikament mehr einzunehmen oder es falls es nicht anders geht ganz langsam einzudosieren und ABZUSETZEN.Zur Not mit einem Tablettenschneider die Tabletten vierteln usw.

Lies mal die Alternativmöglichkeiten als Behandlungsmöglichkeit bei DEPRESSIONEN.
In der neuen TV (Fernsehzeitung) sind auch sinnvolle Tips zur STRESSBEWÄLTIGUNG die genauso gut bei DEPRESSIONEN und ÄNGSTEN sinnvoll sind.
Besorg dir mal seber INFOMATERIAL über Depressionen!
Warst du schon mal in einer psychosomatischen Klinik oder hast eine GUTE AMBULANTE THERAPIE gemacht??
Vieleicht brauchst du gar keine MEDIKAMENTE ???
Alles Gute AMANDA
Pam
Beiträge: 23
Registriert: 28.11.2005 10:01
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Seretoninsyndrom

Beitrag von Pam »

Hallo Amanda!
Ich nehme seit ca 6Wochen Citalo. Anfangs 20mg, später sogar 60mg. Habe aber auf eigene Verantwortung die Dosis alle 3Tage gesenkt. Bin heute den ersten Tag auf 20mg, wobei ich die Tablette halbiert habe.
Da ich auch schon ein abruptes Absetzen hinter mir habe, sind mir die Absetzerscheinungen mehr als bekannt. Mir ist auch "klar", daß ich dieses Medikament wenigstens über ein halbes Jahr einnehmen muß, um nicht wieder diese Ängste und Panikattacken zu bekommen. Bei mir war der Auslöser, daß ein Mensch, den ich über alles liebte, mich verprügelt und gedemütigt hat. Das war im August diesen Jahres. Er nervt mich immer noch mit Kontrollanrufen oder vergewissert sich sogar durch vorbeifahren ob ich zu Hause bin. Das ist ein Kreislauf ohne Ende. Letztendlich habe ich nun endlich den Schritt zum Anwalt geschafft, wodurch er aufgefordert wird dieses zu unterlassen, da ich ansonsten die Einstweiligeverfügung beantrage.
Lange Rede wenig Sinn. Meine Frage: Besteht die Möglichkeit irgendwann tatsächlich ohne Medikamente wieder klar zu kommen und was ist Seretoninsyndrom?
:) Gruß Pam
mücke
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Re: Seretoninsyndrom

Beitrag von mücke »

Pam hat geschrieben: Ich nehme seit ca 6Wochen Citalo. Anfangs 20mg, später sogar 60mg. Habe aber auf eigene Verantwortung die Dosis alle 3Tage gesenkt. Bin heute den ersten Tag auf 20mg, wobei ich die Tablette halbiert habe
.
Hallo Pam
Lies bitte unter www.antidepressiva-absetzen.de
Ich glaube du bist zu schnell vorgegangen.
Mir ist auch "klar", daß ich dieses Medikament wenigstens über ein halbes Jahr einnehmen muß, um nicht wieder diese Ängste und Panikattacken zu bekommen.
Unsinn. Wenn du an diesem Gedanken festhälst wird es für dich schwer werden irgendwann ganz ohne auszukommen. Der Gedanke macht unsicher, ängstlich u. Ruckzuck ist der sog. Rückfall da.
Bei mir war der Auslöser, daß ein Mensch, den ich über alles liebte, mich verprügelt und gedemütigt hat. Das war im August diesen Jahres. Er nervt mich immer noch mit Kontrollanrufen oder vergewissert sich sogar durch vorbeifahren ob ich zu Hause bin. Das ist ein Kreislauf ohne Ende. Letztendlich habe ich nun endlich den Schritt zum Anwalt geschafft, wodurch er aufgefordert wird dieses zu unterlassen, da ich ansonsten die Einstweiligeverfügung beantrage.

Das ist eine reale Angst, kann ich gut verstehen. Es ist gut das du einen Anwalt eingeschaltet hast. Vielleicht hast du Glück u. dein Ex zieht sich zurück.
Besteht die Möglichkeit irgendwann tatsächlich ohne Medikamente wieder klar zu kommen und ?
Ja.
was ist Seretoninsyndrom
Lies: www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?t=1896
letzter Beitrag von Phil

Gruss Annette
CloneX
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Re: Seretoninsyndrom

Beitrag von CloneX »

Pam hat geschrieben:Meine Frage: Besteht die Möglichkeit irgendwann tatsächlich ohne Medikamente wieder klar zu kommen
:) Gruß Pam
Du hast doch das "Glück", dass deine Ängste sehr reale Auslöser haben. DIe Situation ist sehr belastend für dich - ein Medikament wird oft nur die Symptome dämpfen. Aber das ist kein Ersatz dafür, die real vorliegenden Probleme anzugehen und aufzuarbeiten. Hast du schon einen guten Therapeuten/in gefunden ? Will ich hoffen. Denn diese Medikamente sollten immer das letzte Mittel sein.
Pam
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Wohnort: Neumünster

Beitrag von Pam »

Hallo ConeX!
Danke für Deine beruhigenden Worte, aber damit ist mir auch nicht wirklich geholfen. Einen schnellen Termin bei einem Therapeuten zu bekommen ist verdammt schwierig.
Das Medikament hat mir zumindest die letzten Wochen geholfen. Ich hoffe, wenn der Auslöser abgeschaltet ist, daß dann auch ich wieder normal leben kann. Ich bin erst seit kurzem geschieden und habe einen knapp 10-jährigen Sohn, der mich unwahrscheinlich aufbaut. Diese Woche bin ich die 4.Woche krankgeschrieben. Mein Arbeitgeber hat wenig Verständnis für dieses alles. Das setzt mich zusätzlich unter ernormen Druck.
Was Du schreibst, daß meine Angst nachvollziehbar ist, stimmt. Aber inzwischen tauscht sich die Angst in unbeschreibliche Wut aus, die letzteres wieder in Panikattacken ausartet. Ich habe bei mir selbst gemerkt, daß ich auf keinen Fall allein sein darf. So bald dieses eintritt, fangen diese Gedanken wieder an und ein Gedanke folgt dem anderen.
Mein Hausarzt hat mich an einen Psychologen verwiesen, doch diesen werde ich nicht aufsuchen, solang ich mit Citalo klar komme. Ich möchte auf keinen Fall eines der anderen Medikamente über die ich hier im Forum schon gelesen habe.

Gruß Gabi :haha:
Seit ca 6Wochen nehme ich Citalopram ein. Anfangsdosis 20mg, zuletzt die Höchstdosis 60mg. Ein Selbstversuch es ganz wegzulassen war deprimierend und erfolglos. Mir ging es sehr viel schlechter als vor der ersten Einnahme. Vor 1Woche habe ich angefangen die Dosis eigenverantwortlich zu reduzieren. Bisher mit Erfolg. Bin jetzt den ersten Tag wieder auf 20mg, wobei ich die Tablette halbiere. Mir ist bewußt, daß ich dieses Medikament wenigstens ein halbes Jahr einnehmen muß, um nicht wieder diese Panikattacken zu bekommen. Ich möchte mich mit Gleichgesinnten austauschen, um mit deren Hilfe mein Leben wieder besser in den Griff zu bekommen.
CloneX
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Beitrag von CloneX »

Pam hat geschrieben:Mein Hausarzt hat mich an einen Psychologen verwiesen, doch diesen werde ich nicht aufsuchen, solang ich mit Citalo klar komme.
Psychologe (=Therapeut) oder Psychiater (=Arzt/Pillenverschreiber) ?
amanda

Beitrag von amanda »

Hallo Gabi EINE THERAPIE ist wirklich sehr zu enpfehlen da man SCHLIMME ERLEBNISSE richtig VERARBEITEN muss sonst holt dich später immer wieder DIE VERGANGENHEIT ein.
Man muss nicht unbedingt Medikamente nehmen um Ängste und Panikattacken ZU BEWÄLTIGEN.
Suche dir einen GUTEN THERAPEUTEN und du wirst es schaffen alles zu verarbeiten.
Alles Gute AMANDA
Gesperrt