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 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

psyab.net: wichtige Informationen für neue Teilnehmer


Die öffentlichen Beiträge auf adfd.org bleiben erhalten.

Bereits registrierte Teilnehmer können hier noch bis Ende 2022 weiter in den privaten Foren schreiben und PNs austauschen, aber es ist kein aktiver Austausch mehr vorgesehen und es gibt keine Moderation mehr.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.


Citalopram Absetzversuch Nr.3

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
Gesperrt
zoe
Beiträge: 2
Registriert: 18.11.2005 11:30

Citalopram Absetzversuch Nr.3

Beitrag von zoe »

Hallo, schreibe heute das erste mal. Ich freue mich über Eure Erfahrungsberichte. Ich nehme seit 1 Jahr Citalopram 20mg. Der Grund waren Probleme auf der Arbeit und die allgemeine Arbeitsbelastung (denke ich). Schwererziehbare Jugendliche, Schichtdienst, kaum Urlaub usw. Hörte auf kleine Zeichen nicht bis es mir sehr schlecht ging. Starke Kopf- u. Rückenschmerzen, Magenschleimhautentzündungen, Weinkrämpfe, Rückzug, Überforderung... Mein Hausarzt verschrieb mir Citalopram 20mg und ich schluckte, obwohl ich nicht richtig informiert war. Jetzt hab ich einen neuen Job, Freund, Wohnung, Pferd, super Familie und bin glücklich. Das erste Mal Absetzen von 20 mg auf null schlug völlig fehl, ich unterschätzte das Medikament total ; Sehstörungen, Angst, Weinattacken, Zittern, Selbstmordgedanken. Nahm auf Raten des Arztes dann wieder20mg und alles war innerhalb von 2-3 Tagen weg. Versuch 2: 4 Tage nahm ich je eine halbe Tablette der gewohnten Dosis. Nach 3 Tagen fing wieder das Weinen, Leere und Schwäche, Zittern an. Mein neuer Job war mir zu wichtig und ich nahm die üblichen 20mg wieder. Aber ich möchte diese doofen Dinger nicht mehr. Hab das Gefühl, dass mir kein Arzt so richtig helfen kann und das versteht. Will nächste Woche den hoffentlich letzten Versuch starten (mit neuem Hausarzt). Habt ihr nicht noch ein paar gute Tipps und könnt mir die Angst vor Absetzsymptomen etwas nehmen? Wie geht man am besten damit um? :?
amanda

Beitrag von amanda »

Hallo Zoe Ich nehme mal an dass du ausser Medikamenten KEINE Hilfe bekommen hast. Damit meine ich eine gute VERHALTENSTHERAPIE.

Wenn Du mit Hilfe der Tabletten keine ANGST oder STRESS-SYMPTHOME mehr hattest.....hast du wahrscheinlich bisher noch keinen Grund gesehen eine Therapie zu machen....ich kann es dir aber nur empfehlen.

Informationen WIE man am besten Psychopharmaka absetzt findest du reichlich hier in Forum !!!
Aufjeden Fall gaaannz Langsam !

Gleichzeitig solltest du dir mal überlegen welche ALTERNATIVEN du kennst STRESS abzubauen? Sport ,Entspannungstechniken,Ernährungsumstellung usw???!!!

Ein bischen must DU deinen Körper schon unterstützen dass er wieder ins Gleichgewicht kommt.
GUT IST dass du in deinem privaten Umfeld schon etwas geändert hast ....also für mehr ZUFRIEDENHEIT gesorgt hast.

DEIN PFERD wird dir sehr helfen die eventuellen ABSETZSYMPTHOME auszuhalten (ich habe auch ein Pferd und es war für mich der beste Psychiater )

Ich hoffe ich konnte dir schon ein bischen helfen
Gruss AMANDA
zoe
Beiträge: 2
Registriert: 18.11.2005 11:30

Ein Pferd ist ein toller Ausgleich

Beitrag von zoe »

Danke für Deine Antwort ! Ja, mein Pferd kann sicherlich helfen, denn man hat immer eine sinnvolle Beschäftigung und kommt vielleicht nicht so sehr ins Grübeln. Gibt es vielleicht homäopatische, pflanzliche Dinge, die unterstützend wirken können? Ich habe vor diesen großen Problemen vor einem Jahr bereits 2 Therapien gemacht (Raumangst, depressive Neigung). Ist aber schon ca. 7 Jahre her und ich habe damit seit ca. 4 Jahren keinerlei Probleme mehr. Ich glaube, dass ich dann mein Leben insgesamt zu stressig geführt habe und zu wenig auf mich geachtet habe. Machte mir immer zu viel unnötig Sorgen und habe mir selbst extrem Freizeitstress gemacht. Hatte da auch keinen Partner, der mich unterstützt.
CloneX
Gründer
Beiträge: 1165
Registriert: 10.10.2003 17:01
Wohnort: Deutschland :)
Danksagung erhalten: 20 Mal

Beitrag von CloneX »

Hallo zoe, schau dich ein wenig im Forum um. Deine Frage wurde schon öfters gestellt.

Auf jedenfall langsam ausschleichen - dadurch sind die Symptome weniger intensiv. Ein Kinderspiel ist es leider trotzdem meist nicht.

Hast du dir schon folgende Seite angeschaut ?

http://www.antidepressiva-absetzen.de
Gesperrt