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Wechsel: Paroxetin >>> Cipralex

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
Gesperrt
Nada
Beiträge: 163
Registriert: 14.09.2005 00:25
Wohnort: Berlin

Wechsel: Paroxetin >>> Cipralex

Beitrag von Nada »

Hallo liebe Foris,
da ich heute um 16.30 Uhreinen Arzttermin habe, hoffe ich sehr, daß mir vorher noch jemand einen Tip geben kann.

Ich bin gerade in meinem dritten Ausschleichversuch von Paroxetin, diesmal in 5mg-Schritten und die Nebenwirkungen kamen so schnell und schwer wie nie zuvor (innerhalb von ca. 3 Tagen). Jetzt habe ich endgültig die Nase voll und will versuchen auf Cipralex umzusteigen.
Ich weiß schon, daß Cipralex selbst auch nicht ohne ist, aber ich muß einfach dringend vom Paroxetin weg weil es gerade dabei ist, mein Leben komplett zu zerstören.
Nun meine Frage: Bei 30mg Paroxetin war ich so einigermaßen stabil - wie soll ich nun umsteigen? Gleich ersetzen mit 10 mg Cipralex, einschleichen, ein trizyklisches zur Unterstützung?
Für die Panikattacken habe ich Medazepam, will das aber nur in Notfällen nehmen da ich das Abhängigkeitspotential kenne.

Meine Mitbewohnerin ist gerade stabil und fast nebenwirkungsfrei auf 10mg Cipralex und 10 Tropfen Trimipramin (letzeres abends und nur nach Bedarf).

Hoffe, Ihr könnt mir helfen.

Liebe Grüße

Nada
Symptome: Apathie, Ängste, Leere, Traurigkeit (Depression)

Medikation:
1. Paroxetin 40mg seit März 2004, von Anfang an diverse Nebenwirkungen (starkes Schwitzen, Gewichtszunahme ca. 20kg, absoluter Libidoverlust, Zaps, vereinzelte Krampfanfälle, Tremor, zusätzlich zur Neurodermitis Herausbildung einer Prurigo Simplex Subacuta mit notwendiger Cortisontherapie))

2. Seit 1.11. 2005 Cipralex 10mg (später 20 mg) weil ich wegen der schweren Nebenwirkungen unbedingt vom Paroxetin wegwollte und Angst vor neuerlicher Entzugssymptomatik hatte. (Nebenwirkungen: leichte Appetitlosigkeit, Gewichtsabnahme, zu Beginn leichte Einschlafprobleme)

Bisherige Absetzversuche:

1. Paroxetin: Ab Frühjahr 2005 Reduktion in 10mg-Intervallen bis Juni, nach Panikattacken, Selbstmordgedanken, Weinkrämpfen, Müdigkeit, Depressionen wieder 1 Monat auf 40 mg, Juli-August 30mg, Ende August 20 mg, nach 2 Wochen wieder hoch auf 30 mg zur Stabilisierung, 22.10. bis 31.10. auf 25 mg mit schwersten Absetzsymptomen

2. Cipralex: Durch versehentliche unregelmäßige Einnahme Mitte Januar wieder ähnliche Symptome wie bei Paroxetin (v.a. Verschlimmerung der Hautprobleme, erhöhtes Schlafbedürfnis, Unruhe, Panikattacken). Aussschleichen ist für Frühjahr geplant.

Update Juni 2006:

Ab Anfang Februar Cipralex-Absetzversuch in 1mg-Schritten. Aufgrund immer schlimmer werdender Unverträglichkeitsreaktionen am 08. März von 6mg direkt auf 0. Darauf ca. 6 Wochen Entzugserscheinungen vom Feinsten...

Inzwischen Medikation mit L-Thyroxin wegen endlich (!) festgestellter Schilddrüsenunterfunktion.
Oliver
Gründer
Beiträge: 11072
Registriert: 10.10.2003 23:58
Hat sich bedankt: 713 Mal
Danksagung erhalten: 420 Mal

Beitrag von Oliver »

Hallo Nada.
Ich weiß schon, daß Cipralex selbst auch nicht ohne ist, aber ich muß einfach dringend vom Paroxetin weg weil es gerade dabei ist, mein Leben komplett zu zerstören.
Warum willst Du den Teufel mit dem Belzebub austreiben? Wenn Du auf ein anderes Medikament umsteigst, bedeutet das nur noch zusätzliche Risiken und Unabwägbarkeiten. Im schlimmsten Fall leidest Du dann unter den Entzugserscheinungen von Paroxetin und zusätzlich unter den Nebenwirkungen des neuen Medikamentes.

Wenn Du Paroxetin absetzen willst und die 5 mg Schritte zu unerträglichen Entzugserscheinungen geführt haben, dann ist meiner Meinung nach nicht ein Umstieg sinnvoll, sondern nur ein noch langsameres und kleinschrittigeres Absetzen angeraten (wie in unserem link:infopaket und auf www.antidepressiva-absetzen.de geschildert).

Lass Dich von Deinem erneut gescheiterten Versuch nicht entmutigen. Zunächst solltest Du Dich jetzt wieder auf einer Dosis stabilisieren und dann einen noch kleineren Schritt (z.B. 2,5 mg) machen.

Viel Erfolg beim Absetzen
Oliver
Ich sag jetzt auch einfach mal in meiner Signatur Hallo und Tschüss :)

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Nada
Beiträge: 163
Registriert: 14.09.2005 00:25
Wohnort: Berlin

Beitrag von Nada »

Vielen Dank für die schnelle Antwort :P

Der Grund für den Wechsel ist der, daß ich gerade völlig am Ende meiner Nerven bin und das Paroxetin keinen Tag mehr länger nehmen kann und will. Nach längerer Foren- und Erfahrungsberichte-Recherche scheint die Umstellung auf Cipralex doch einigen Leuten geholfen zu haben und ich bin gerade so dermaßen verzweifelt, daß ich es probiere.

Das Problem ist ja zudem, daß ein erneutes Hochdosieren von Paroxetin zur Stabilisierung die von Anfang an vorhandenen Nebenwirkungen wieder verschlimmern wird. Dann bin wieder auf 30 mg und die Panikattacken sind weg, aber ich nehme weiter zu, meine Haut wird immer schlimmer und meine Freunde verabschieden sich reihenweise weil sie der Meinung sind, seit ich das Paroxetin nehme, hätte ich eine derart gravierende Persönlichkeitsveränderung durchgemacht, daß ich kaum mehr wiederzuerkennen bin (ganz davon abgesehen, daß daran im Endeffekt auch eine langjährige Beziehung zerbrochen ist).

Wie ich es auch drehe und wende, für mich bleibt nur die Schlußfolgerung, daß ich dringend vom Paroxetin weg muß und das schnellstmöglich. Da sich das Ausschleichen sicherlich lange Zeit hinziehen würde, muß ich wechseln und dann weitersehen.

Zudem will ich jetzt auch die verschiedenen Untersuchungen anleiern die meine alte Neurologin nie für nötig hielt. Und danach muß ich weitersehen...

Ich hoffe, Du verstehst jetzt, warum ich diesen Weg gehe und hast vielleicht einen Ratschlag, wie ich den Umstieg gestalten könnte.


Viele Grüße

nada
Symptome: Apathie, Ängste, Leere, Traurigkeit (Depression)

Medikation:
1. Paroxetin 40mg seit März 2004, von Anfang an diverse Nebenwirkungen (starkes Schwitzen, Gewichtszunahme ca. 20kg, absoluter Libidoverlust, Zaps, vereinzelte Krampfanfälle, Tremor, zusätzlich zur Neurodermitis Herausbildung einer Prurigo Simplex Subacuta mit notwendiger Cortisontherapie))

2. Seit 1.11. 2005 Cipralex 10mg (später 20 mg) weil ich wegen der schweren Nebenwirkungen unbedingt vom Paroxetin wegwollte und Angst vor neuerlicher Entzugssymptomatik hatte. (Nebenwirkungen: leichte Appetitlosigkeit, Gewichtsabnahme, zu Beginn leichte Einschlafprobleme)

Bisherige Absetzversuche:

1. Paroxetin: Ab Frühjahr 2005 Reduktion in 10mg-Intervallen bis Juni, nach Panikattacken, Selbstmordgedanken, Weinkrämpfen, Müdigkeit, Depressionen wieder 1 Monat auf 40 mg, Juli-August 30mg, Ende August 20 mg, nach 2 Wochen wieder hoch auf 30 mg zur Stabilisierung, 22.10. bis 31.10. auf 25 mg mit schwersten Absetzsymptomen

2. Cipralex: Durch versehentliche unregelmäßige Einnahme Mitte Januar wieder ähnliche Symptome wie bei Paroxetin (v.a. Verschlimmerung der Hautprobleme, erhöhtes Schlafbedürfnis, Unruhe, Panikattacken). Aussschleichen ist für Frühjahr geplant.

Update Juni 2006:

Ab Anfang Februar Cipralex-Absetzversuch in 1mg-Schritten. Aufgrund immer schlimmer werdender Unverträglichkeitsreaktionen am 08. März von 6mg direkt auf 0. Darauf ca. 6 Wochen Entzugserscheinungen vom Feinsten...

Inzwischen Medikation mit L-Thyroxin wegen endlich (!) festgestellter Schilddrüsenunterfunktion.
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