Hallo ihr Lieben.
Ich habe dieses Forum vor einem halben Jahr entdeckt. Damals hatte ich - auf Anraten eines Arztes - mein Antidepressivum (Fluoxetin 20 mg) innerhalb von zwei Wochen abgesetzt und dementsprechend prima gings mir... Hier habe ich dann Hilfe gefunden. Auf euren guten Rat hin habe ich dann das Medikament in flüssiger Form genommen und langsam reduziert. Ganz langsam. Über ein halbes Jahr. Damit ging es mir sehr gut, und dann ging es mir so gut, dass ich mich auch getraut habe bzw mir zugetraut habe, gar nichts mehr zu nehmen. Psychisch ging es mir nach dem völligen Absetzen auch gut, ab und an eine leichte Depression, ja, aber nichts ernstes.
Jetzt ist folgendes passiert: Es fing im Juli an. Ich war total erschöpft. Ich habe 6 Wochen lang 16 Stunden pro Tag geschlafen und war trotzdem immer müde. Nach spätestens 3 Stunden wach sein kam eine regelrechte Schlafattacke, ich musste mich auf der Stelle hinlegen und mindestens 2 Stunden schlafen. Wenn ich wach war, war ich so schwach, dass ich mir nur mit Müh und Not etwas zu essen machen konnte.
Ich informierte mich über CFS. Leider fand ich keinen Arzt, der sich damit auskennt. Kennt hier im Forum jemand einen Arzt?
Im September wurde es besser mit der Müdigkeit. Ich konnte wieder arbeiten.
Und jetzt fängt es wieder an. Es ist nicht so schlimm, ich muss nicht schlafen, aber ich bin einfach vollkommen erschöpft, ich weiß gar nicht, wovon! Und dann gibt es noch etwas: Ich kann keinen einzigen Schritt mehr in die SOnne. Sobald ich auch nur ein paar Sekunden in der SOnne bin, fängt mein Herz an zu rasen, ich schwitze wie verrückt, der Atem wird schneller, mir wird schwindlig.
Ich kann nur noch morgens aus dem Haus, wenn die SOnne noch sehr tief steht.
Es ist furchtbar. Und kein Arzt kann helfen.
Heute war ich bei einem Arzt, und der meinte, dass es eventuel ein ABsetzsyndrom sein könnte, und er wollte sich darüber informieren.
Das klingt schon logisch - aber kann denn das überhaupt sein? Ich habe doch wirklich langsam reduziert. Und ich lese immer wieder, dass Absetzsyndrome von SSRIs "LEICHT UND VORRÜBERGEHEND" sind...hahaha...
Ach je. Weiß hier jemand Rat? Ich bin schon ganz verzweifelt...
Flora
Hilfe!
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CloneX
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Hallo Flora,
wow - ein Arzt erzählt dir von einem mögliche Absetzsyndrom ? Das ist ja fast ein Glücksgriff.
Zu deinem Problem. Keiner wird dir hier eindeutig sagen können ob das jetzt Entzugserscheinungen sind oder eine andere Krankheit. Sicher ist aber, dass Entzug auch verzögert und längerfristig auftreten kann.
Durch das langsame Reduzieren vermeidet man vor allem das auftreten von starken akuten Entzugserscheinungen/Absetzsymptomen. Es kann aber auch zu sogenanntem chronischen oder verzögertem Entzug kommen, der sich leider länger hält, auch wenn man relativ langsam ausgeschlichen hat.
Also möglich ist das! In diesem Fall würde wohl nur abwarten helfen - und möglichst wenig Stress.
Hast du dich mal komplett Durchchecken lassen ?
wow - ein Arzt erzählt dir von einem mögliche Absetzsyndrom ? Das ist ja fast ein Glücksgriff.
Zu deinem Problem. Keiner wird dir hier eindeutig sagen können ob das jetzt Entzugserscheinungen sind oder eine andere Krankheit. Sicher ist aber, dass Entzug auch verzögert und längerfristig auftreten kann.
Durch das langsame Reduzieren vermeidet man vor allem das auftreten von starken akuten Entzugserscheinungen/Absetzsymptomen. Es kann aber auch zu sogenanntem chronischen oder verzögertem Entzug kommen, der sich leider länger hält, auch wenn man relativ langsam ausgeschlichen hat.
Also möglich ist das! In diesem Fall würde wohl nur abwarten helfen - und möglichst wenig Stress.
Hast du dich mal komplett Durchchecken lassen ?
Im Prinzip ja, ich habe häufig Hörstürze, deren Ursache nicht geklärt ist. In diesem Zusammenhang hat mich meine HNO-Ärztin zu diversen Ärzten geschickt. Blutwerte alle in Ordnung, MRT unauffällig, Wirbelsäule okay, Halsschlagadern gut durchblutet, kein Zeckenbiss, etc - alles bestens...
Nächste Woche habe ich einen Termin im Immunologischen INstitut in Düsseldorf, die kennen sich da mit CFS aus. Mal sehen, was die sagen.
"Chronischer oder verzögerter Entzug" - das gibt´s? Was heißt denn dann chronisch? Das wird doch hoffentlich wieder besser, oder?? Bin ja mal gespannt, zu welchem Ergebnis der Arzt kommt. Im Internet stoße ich immer nur auf Seiten, auf denen es heißt, dass SSRIs nicht abhängig machen, und Entzugserscheinung, wenn überhaupt, nur leicht und kurzzeitig auftreten...Warum kennen sich eigentlich so wenig Ärzte damit aus? Was könnte man denn dagegen tun? Muss ich eigentlich da nicht dem Medikamentenhersteller bescheid geben, so von wegen "Nebenwirkungen, die in der Packungsbeilage nicht aufgelistet sind..."?
Nächste Woche habe ich einen Termin im Immunologischen INstitut in Düsseldorf, die kennen sich da mit CFS aus. Mal sehen, was die sagen.
"Chronischer oder verzögerter Entzug" - das gibt´s? Was heißt denn dann chronisch? Das wird doch hoffentlich wieder besser, oder?? Bin ja mal gespannt, zu welchem Ergebnis der Arzt kommt. Im Internet stoße ich immer nur auf Seiten, auf denen es heißt, dass SSRIs nicht abhängig machen, und Entzugserscheinung, wenn überhaupt, nur leicht und kurzzeitig auftreten...Warum kennen sich eigentlich so wenig Ärzte damit aus? Was könnte man denn dagegen tun? Muss ich eigentlich da nicht dem Medikamentenhersteller bescheid geben, so von wegen "Nebenwirkungen, die in der Packungsbeilage nicht aufgelistet sind..."?
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Cataplasma
- Beiträge: 2
- Registriert: 18.04.2005 16:42
Hallo Flora,
hast du auch deine Schilddrüse checken lassen? Denn das mit der schreckliche Müdigkeit könnte auf eine Unterfunktion deuten. Falls du es nicht schon gecheckt hast, würde ich auf jeden Fall machen, denn die Schilddrüse kann die komischte Symptome machen, das habe ich am eigenen Leib erfahren (habe eine Hashimoto-Thyreoiditis)
Gruss,
Elisa
hast du auch deine Schilddrüse checken lassen? Denn das mit der schreckliche Müdigkeit könnte auf eine Unterfunktion deuten. Falls du es nicht schon gecheckt hast, würde ich auf jeden Fall machen, denn die Schilddrüse kann die komischte Symptome machen, das habe ich am eigenen Leib erfahren (habe eine Hashimoto-Thyreoiditis)
Gruss,
Elisa
Symptome: (Gelegentlich Angstzustände und Panikattacken, Stimmungsschwankungen, Muskelschwäche, Atemnot); Diagnose: (Schilddrüsenunterfunktion, Angststörung)
Medikation: (Mirtazapin) >> (seit 18 Tagen 22,5 mg, vorher 30 mg, vorher 45 mg) >> ()
Zusätzlich: (L-Thyroxin 100);
Bisherige Absetzversuche: (2 Absetzversuche, die 2 Male mehrere Monate bei 15 mg. geblieben, dann wg. Verschlechterung der Symptome wieder erhöht)
Medikation: (Mirtazapin) >> (seit 18 Tagen 22,5 mg, vorher 30 mg, vorher 45 mg) >> ()
Zusätzlich: (L-Thyroxin 100);
Bisherige Absetzversuche: (2 Absetzversuche, die 2 Male mehrere Monate bei 15 mg. geblieben, dann wg. Verschlechterung der Symptome wieder erhöht)