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 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

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Trostsuche

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
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Rina
Beiträge: 21
Registriert: 22.05.2005 13:41
Wohnort: Erding

Trostsuche

Beitrag von Rina »

Hallo!
Ich bin ja so generft. Seit Wochen versuche ich Paroxetin von 15mg auf 14mg zu reduzieren. Es ist nicht zu fassen, aber es kommt Übelkeit auf und diese Adrenalinschübe, die mir die Luft nehmen. Wie wenn man sich ganz schlimm erschrocken hat, unter Schock steht, aber hier ohne wirkliches Schockereignis. Doch, eines gab es kürzlich. Ich bin durch ein schweres Gewitter geflogen und die Maschine hat es so dermaßen durchgeschüttelt ewige 5 min lang, dass ich jetzt wirklich Grund habe traumatisiert zu sein. Als ich schon gelandet war, noch eine Stund nachher hatte ich das Bedürfnis Tavor zu nehmen. Ich bin einfach nicht "runter gekommen". Ich fühle mich geistig und emotional gespalten von meinem Körper. Mein Körper lässt mich Angst empfinden, wo nichts Anlass dafür gibt. Kann mir vielleicht jemand Mut machen? Ich habe Angst von Tavor abhängig zu werden.
Ich nehme Omega 3 Kps. und Vit. B komlex und pflanzl. Präp. zur Entzugsunterstützung. Ich will nicht glauben Tryptophan nehmen zu müssen. Es würde die Serotoninmangelthese untermauern, wo ich fest glaube, meine Symptome sind ausgelöst vom Paroxetinentzug. Ich bin verzweifelt.
LG Katharina :(
Symptome: (grausame unerträgliche Übelkeit in Wellen kommend wie Hormonausschüttung-kaum wird es weniger und ich kann mich etwas besinnen kommt die nächste Welle der Übelkeit, die mir den Verstand raubt, Hyperventilation, Unruhe, Bewegungsdrang, Herzstolpern, Benommenheit, ...); Diagnose: (Angstneurose, Panikstörung)
Medikation: (Paroxetin 40mg nach dem 30mg nicht ausreichend war, Mai 04-März05) >> (seit März 05 ausschleichend)
Zusätzlich: (Tavor bei trozdem auftretender Übelkeit,Unwohlsein, Angst vor der Angst));
Bisherige Absetzversuche: (seit März 05 aller 3 Wochen 5mg reduziert. Bereits die erste Reduzierung bekam mir nicht, da abendliche Übelkeit und Angst auftrat und das zunehmend. Ich hab weiter reduziert und Symptome ,aus Unwissenheit, auf andere Erkrankungen geschoben und einem Wiederkehren der ursprünglichen Problematik zugeschrieben)
Lotus
Beiträge: 80
Registriert: 27.06.2004 18:24
Wohnort: Berlin

Beitrag von Lotus »

Hallo Rina,

hast Du schon mal daran gedacht, eine Psychotherapie zu machen?

Gruß,

Lotus
1995 Selbstwertneurose, neurotische Depression, tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, Besserung ohne Medikamente
1998 schwerer Rückfall: 20 mg Paroxetin zur Antriebssteigerung,
Absetzversuch: von 02.02.05 bis Juni 05 null, ab Juni 05 10 mg Escitalopram
Diagnose: bipolar schizo-affektive Störung. Medikation: 600 mg Seroquel, 22,5 mg Mirtazapin, 40 mg Citalopram
Rina
Beiträge: 21
Registriert: 22.05.2005 13:41
Wohnort: Erding

Beitrag von Rina »

Hi Lotus!
Ja ich bin in Therapie, auch wenn es nicht zu meiner Zufriedenheit läuft, denn ich bekomme seit 1Jahr noch immer keinen festen Therapieplatz, steh auf der Warteliste, hatte bisher 5 Sitzungen und muss immer auf einen sporadischen Anruf warten, falls jemand anderes seinen Thermin nicht wahrnehmen kann. Die Suche nach einem anderen Therapeuten ist aussichtslos, alle haben Wartezeiten. Auch die privaten Ps.th.. Ich habe einige Bücher gelesen über den Umgang mit Panik. Aber ich konnte mich nur schwer mit der dort beschriebenen Problemsituation identifizieren. Meine Panik fing an in schlimmem Stress, wo ich sehr lang auch unter Druck stand, etwas tun musste, was ich nicht wollte, unglücklich war. Doch seit März hat der Spuk ein Ende, ich genieße das Leben wie nie zuvor, bin in meiner Beziehung, meiner Arbeit zufrieden. Seelisch ging es mir nie besser. Ich habe viel gearbeitet an mir, viele Herangehensweisen an Probleme geändert, Einstellungen überdacht... . Ich habe keine Angst vor etwas bestimmten, nicht vor Menschen, nicht vorm Alleinsein. Ganz einfach ohne ersichtlichen Grund bekomm ich sie aber, wenn es mal ein bissl chaotisch ist. Und ich glaube irgendwie,dass es am Entzug liegt. Ich muss geduldig sein, ge? Ich trau mich nicht schwanger zu werden.
LG Katharina
Symptome: (grausame unerträgliche Übelkeit in Wellen kommend wie Hormonausschüttung-kaum wird es weniger und ich kann mich etwas besinnen kommt die nächste Welle der Übelkeit, die mir den Verstand raubt, Hyperventilation, Unruhe, Bewegungsdrang, Herzstolpern, Benommenheit, ...); Diagnose: (Angstneurose, Panikstörung)
Medikation: (Paroxetin 40mg nach dem 30mg nicht ausreichend war, Mai 04-März05) >> (seit März 05 ausschleichend)
Zusätzlich: (Tavor bei trozdem auftretender Übelkeit,Unwohlsein, Angst vor der Angst));
Bisherige Absetzversuche: (seit März 05 aller 3 Wochen 5mg reduziert. Bereits die erste Reduzierung bekam mir nicht, da abendliche Übelkeit und Angst auftrat und das zunehmend. Ich hab weiter reduziert und Symptome ,aus Unwissenheit, auf andere Erkrankungen geschoben und einem Wiederkehren der ursprünglichen Problematik zugeschrieben)
Lotus
Beiträge: 80
Registriert: 27.06.2004 18:24
Wohnort: Berlin

Beitrag von Lotus »

Hallo Rina,
Du hast also schon von 30 mg Paroxetin auf 15 mg reduziert. Alle Achtung!
Vielleicht schaffst Du den Rest, wenn die Psychotherapie richtig läuft. Leider ist es schwierig, die Absetzsymptome von den Symptomen der Krankheit zu unterscheiden.
Ich hatte zwar auch Angst, aber die Symptome der Depression waren weit schlimmer. Als ich jetzt das Paroxetin abgesetzt habe, bekam ich genau die Symptome, die Du als Deine Krankheit beschreibst, obwohl ich vorher nie Angstsymptome hatte.
Aber auch beim Absetzen heißt es halt Geduld haben, und wirklich erst dann weiter reduzieren, wenn Du Dich sicher fühlst.
Schwangerschaft und Paroxetin gleichzeitig ist bestimmt nicht gut für das Kind.
Gruß,

Lotus
1995 Selbstwertneurose, neurotische Depression, tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, Besserung ohne Medikamente
1998 schwerer Rückfall: 20 mg Paroxetin zur Antriebssteigerung,
Absetzversuch: von 02.02.05 bis Juni 05 null, ab Juni 05 10 mg Escitalopram
Diagnose: bipolar schizo-affektive Störung. Medikation: 600 mg Seroquel, 22,5 mg Mirtazapin, 40 mg Citalopram
CloneX
Gründer
Beiträge: 1165
Registriert: 10.10.2003 17:01
Wohnort: Deutschland :)
Danksagung erhalten: 20 Mal

Beitrag von CloneX »

Hallo Rina,

Übelkeit und Adrenalinschübe kenne ich auch vom Absetzen. Auch die erhöhte unbegründete Angst kann vom Absetzen kommen.

Vielleicht möchtest du etwas mit dem B-Vitaminen zurückfahren, denn die können einen noch unruhiger machen. Gleiches kann für Thrytophan gelten. Eigentlich alles was in den Serotoninhaushalt eingreift oder die Nerven "belebt".

Letztendlich muss natürlich jeder mit sich selbst ausmachen ob er einen Rückfall erleidet oder es Entzug ist. Solange jedenfalls noch relativ eindeutige Entzugssymptome herschen, kann man einen Rückfall nicht eindeutig bestimmen - den im Entzug ist man oft nicht sich selber.
Gesperrt