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 ! Nachricht von: Oliver

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Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

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Absetzen von Paroxetin

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
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stapla
Beiträge: 27
Registriert: 27.06.2005 16:08

Absetzen von Paroxetin

Beitrag von stapla »

Hallo,
ich bin neu hier. ich nehme paroxat seit 3 jahren und "darf" nun endlich absetzen. das mache ich seit knapp 3 wochen mittlerweile. mir gehts elendig und wie es nach den 5mg weitergeht weiß ich nicht. am meisten leide ich unter der alles umfassenden lustlosigkeit, die auch meine beziehung in einen scherbenhaufen verwandelt hat. ich frage mich, wie es einem depressiven menschen helfen soll, wenn er in völlige apathie gebracht wird.
seit der zeit des absetzens breche jeden tag in tränen aus, fühle mich matt und schwindlig, auch habe ich diese elektrischen stösse in den händen und im gesicht. ich hoffe das geht vorbei. ich möchte wieder mit lust am leben teilnehmen und nicht mir von aussen zusehen, wie ich zu einem häufchen elend werde. ich frage mich verzweifelt warum ich vor heute nie meine ärztin und das medikament in frage stellte. ich wurde nichtmal richtig informiert über meine krankheit, auch nicht wie es nach paroxat weitergehen soll. ich habe keine therapie gemacht, sollte "nur" die tabletten nehmen. seit drei jahren wie ein dummes schaf hab ich das gemacht. was hat es gebracht? ich breche nicht mehr nach dem essen. depressionen und die angst des versagens, sowie zukunftsängste habe ich nach wie vor. ich frage mich, wie man einer ess-gestörten ein mittel verschreiben kann, wo unter den häufigen nebenwirkungen gewichtszunahme aufgeführt wird.
warum ich jetzt ausschleichen darf? wegen fürcherlicher kopfschmerzen seit 9 monaten. (cct, augenarzt, blutuntersuchung hat kein ergebnis gebracht). meine ärztin war nach dem eeg der meinung, dass es spannungskopfschmerz statt migräne ist (an eine nebenwirkung des paroxat hat sich nicht gedacht). der eigentliche grund, dass ich aufhören darf ist der, dass sie mich auf saroten 75mg umstellen wollte. wie kann das sein? sie weiß noch nicht mal woher die kopfschmerzen sind und schon habe ich ein mittel in den händen, was bei chronischen schmerzen und depressionen eingesetzt wird. nebenbei soll ich ein schmerprotokoll schreiben. wie das, wenn ich schon mittel gegen die schmerzen nehmen soll???? naja ich hab das saroten, was scheinbar ähnlich schlimm im absetzen sein soll, nach 25mg zwei wochen selbstständig abgesetzt. die verschreibung meiner ärztin stelle ich doch sehr in frage. sie war mir einfach zu schnell in der gabe der mittel. im nachhinein auch beim paroxat, wenn ich überlege, wie bedenklich das mittel ist nach dem was ich hier lesen konnte.
meine depressionen habe ich noch und nun auch noch zusätzlich die angst, dass ich vom medikament nicht loskomme.
ich habe eine mir sehr wichtige frage hinsichtlich der nebenwirkung der eingeschränkten libido/impotenz. hat jemand erfahrung, ob nach dem absetzen von paroxat die libido "wiederkommt"? meine allgemeine lustlosigkeit schließt auch den sex mit ein. neben den täglichen unerträglichen kopfschmerzen ist das für mein privatleben die schlimmste nebenwirkung bei mir.
ich bin fix und fertig. kann mir jemand weiterhelfen, bitte?
liebe grüße,
anne
Symptome: Bulimie damals seit 6 Jahren, Weinkrämpfe, Selbstmordgedanken, Traurigkeit, Zukunftsängste, Einsamkeitsgefühl; Diagnose: Essstörung, Depression (welche usw. hab ich nicht erfahren)
Medikation: Paroxetin 20mg, 3 Jahre
Bisherige Absetzversuche: ein Versuch ohne Ausschleichen, gescheitert nach nur sechs Tagen wegen der Absetzungssymptome
Absetzverlauf: ab 02.062005, 10mg,
ab 16.06.2005, 5mg. (nach 2 Wochen 10mg sollte ich aufhören, weil ich mit Amitriptylin anfangen sollte, wegen starker Kopfschmerzen. Amitriptylin hab ich 2 Wo/ 25mg genommen und dann einfach aufgehört, weil ich nicht das eine durch etwas anderes ersetzen wollte.)
ab 28.06.2005 wieder 10mg Paroxetin (auf Anraten von Hannes es langsamer anzugehen)
ab 08.07.2005, 7,5mg
ab 25.07.2005, 5mg
ab 30.07.2005, wieder 7,5mg (es ging einfach nicht)
ab 17.08.2005, 5mg

zusätzlich dazu:
seit Juni täglich 400mg L-Tryptophaan
seit Anfang August Rosenrot
stapla
Beiträge: 27
Registriert: 27.06.2005 16:08

Beitrag von stapla »

noch ein nachtrag:
ich habe in dem text von david healy (ssri-hilfe) gelesen : "um den Nebenwirkungen der SSRI zum Beispiel dem Verlust der Libido, medikamentös entgegenzuwirken."
kennt sich damit jemand aus, einige erfahrungen? wie ihr merkt ist das ein großes problem für mich... :?
gibt es da etwas wirksames?
ich danke euch,
anne

ich merke, dass ich mich ganz schön ausgelassen habe heute hier. ups, aber ich bin froh, dass ich jetzt weiß, dass ich nicht allein bin und auch andere diese schlimmen erfahrungen mit paroxetin haben. ich danke euch allen sehr dafür. seitdem geht es mir ein bißchen besser und ich habe auch meinem freund die seite gezeigt. vielleicht hilft es ihm auch ein wenig besser mit mir klar zu kommen. liebe grüße nochmals.
Symptome: Bulimie damals seit 6 Jahren, Weinkrämpfe, Selbstmordgedanken, Traurigkeit, Zukunftsängste, Einsamkeitsgefühl; Diagnose: Essstörung, Depression (welche usw. hab ich nicht erfahren)
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Bisherige Absetzversuche: ein Versuch ohne Ausschleichen, gescheitert nach nur sechs Tagen wegen der Absetzungssymptome
Absetzverlauf: ab 02.062005, 10mg,
ab 16.06.2005, 5mg. (nach 2 Wochen 10mg sollte ich aufhören, weil ich mit Amitriptylin anfangen sollte, wegen starker Kopfschmerzen. Amitriptylin hab ich 2 Wo/ 25mg genommen und dann einfach aufgehört, weil ich nicht das eine durch etwas anderes ersetzen wollte.)
ab 28.06.2005 wieder 10mg Paroxetin (auf Anraten von Hannes es langsamer anzugehen)
ab 08.07.2005, 7,5mg
ab 25.07.2005, 5mg
ab 30.07.2005, wieder 7,5mg (es ging einfach nicht)
ab 17.08.2005, 5mg

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Oliver
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Beitrag von Oliver »

Hallo Anne.

Willkommen im Forum :)

Sorry ich bin jetzt nicht mehr so aufnahmefähig (müde, Bett ruft :P), aber Du hast hier schon so fleißig geschrieben - da wollte ich doch nur mal kurz antworten ...

Sehe ich das richtig, dass Du jetzt gerade noch auf 5mg bist, nachdem in Du in 2 mal 2 Wochenschrittn von 20 auf 10 und dann auf 5mg gegangen bist? Wenn ja: wie geht es Dir den im Moment? Schau Dir mal auf www.antidepressiva-absetzen,de die Vorversion unseres 5-Stufenplans an, wie würdest Du denn anhand der Checkliste die Schwere Deiner momentanen Absetzsymptome einschätzen? Auch wenn es Dir momentan relativ gut geht und Du die Schwere nur auf leicht bis mittel einschätzt, würde ich mit dem nächsten Schrit auf alle Fälle noch ca. 2 Wochen warten und schauen ob Dich die schnellen ersten Schritte vielleicht noch einholen. Wenn es Dir dann noch o.k. geht kannst Du auf 0mg gehen und dan weiterschauen.

Gute Nacht
Oliver
Ich sag jetzt auch einfach mal in meiner Signatur Hallo und Tschüss :)

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Hannes Wien
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Das bekommen wir schon wieder hin .....!!!

Beitrag von Hannes Wien »

Servus Anne, willkommen im Forum! :)

ich bin neu hier. ich nehme paroxat seit 3 jahren und "darf" nun endlich absetzen. das mache ich seit knapp 3 wochen mittlerweile. mir gehts elendig und wie es nach den 5mg weitergeht weiß ich nicht. am meisten leide ich unter der alles umfassenden lustlosigkeit, die auch meine beziehung in einen scherbenhaufen verwandelt hat.
Also in deiner Signatur ist mir sofort aufgefallen du reduzierst viel zu schnell!

Du solltest über einige Monate langsam ausschleichen und nicht alle 14 Tage gleich 5mg oder mehr, überhaupt wenn du das Medikament schon 3 Jahre genommen hast!
seit der zeit des absetzens breche jeden tag in tränen aus, fühle mich matt und schwindlig, auch habe ich diese elektrischen stösse in den händen und im gesicht. ich hoffe das geht vorbei. ich möchte wieder mit lust am leben teilnehmen und nicht mir von aussen zusehen, wie ich zu einem häufchen elend werde



Gehe doch zurück auf 10mg Paroxetin, warte bis du wieder ganz stabil bist und dann langsam runter.

Du könntest dir zB. Paroxetin flüssig besorgen und mit einer Insulinspritze auf 1mg genau dosieren ......... immer wenn es dir gut geht setzt du nur 1mg ab, das dauert zwar lange aber so bekommt dein Körper die Möglichkeit sich an die neue Dosis zu gewöhnen!
ich frage mich verzweifelt warum ich vor heute nie meine ärztin und das medikament in frage stellte.
Das frage ich mich auch oft meine Meinung zu beiden ist aber :censored: !
warum ich jetzt ausschleichen darf? wegen fürcherlicher kopfschmerzen seit 9 monaten. (cct, augenarzt, blutuntersuchung hat kein ergebnis gebracht). meine ärztin war nach dem eeg der meinung, dass es spannungskopfschmerz statt migräne ist (an eine nebenwirkung des paroxat hat sich nicht gedacht).
Ich hatte unter Sertralin (Zoloft) auch oftmals furchtbare Kopfschmerzen und meine Ärztin (Oberarzt Dr.Dr.) meinte es ist wohl vom Wetter. :twisted:

meine allgemeine lustlosigkeit schließt auch den sex mit ein. neben den täglichen unerträglichen kopfschmerzen ist das für mein privatleben die schlimmste nebenwirkung bei mir
Das wird schon wieder nach dem Absetzen ......... mach das aber wie besprochen sehr langsam!


Liebe Grüsse

Hannes
stapla
Beiträge: 27
Registriert: 27.06.2005 16:08

ein bißchen mut schöpfen

Beitrag von stapla »

Nachricht eigentlich 03.15 uhr, aber konnte die website nicht erreichen :( panik machte sich sofort breit, ob ich euch, kaum gefunden, nicht mehr aufrufen kann... aber siehe da.. da seid ihr wieder :)

lieber hannes und lieber oliver,
ihr habt recht denke ich, vielleicht war das alles doch zu schnell. aber ich wollte möglichst sehr schnell von allem weg, gerade auch wegen meiner beziehung, wenn man das noch so nennen kann...
meinen absetzungsplan habe ich von meiner ärztin. bin glaub ich einer dieser fälle, wo die ärztin nur ihre medikamente loswerden wollte ohne alles. die möglichkeit mit flüssigem paroxetin hat sie mir nicht gesagt. ich wusste nicht, dass es das gibt. wie so vieles nicht. fühle mich wie ein dummes schaf :wacko: ah nee ich fühlTE mich wie ein schaf :) nun bin ich schlauer und werde eure tips annehmen.
auf deine frage, oliver, wie es mir geht: ich fühle mich so wie vor der behandlung. depressiv, zutiefst traurig, einsam, von den körperlichen symptomen brauche ich wohl nicht zu sprechen. aber ich glaube, ich habe einen sehr wichtigen schritt getan, nämlich meinen freund eingeweiht. wir haben bis jetzt die ganze nacht geredet und ich hoffe alles wird gut. er zeigt sehr viel verständnis und das baut mich ungemein auf. ich gebe den rat wärmstens an alle weiter. auch wenn hier bittere erfahrungen mit vermeintlichen freunden beschrieben werden, was mich sehr traurig macht, ist es das wichtigste, dass man sich jemandem anvertraut, möglichst jemandem sehr nahe stehendem.
ich hatte heute sehr intensive erfahrungen für die ich euch allen sehr dankbar bin. ich will kurz berichten darüber: mein freund hat mich heute mittag gedrängt mal im internet zu gucken nach paroxetin, weil es mir sehr schlecht ging. dann fand ich ziemlich schnell eure seite. die erste empfindung war angst "was hab ich da drei jahre lang genommen?". die nächste war freude. freude darüber, dass ich mir das alles nicht einbilde, sondern es viele andere gibt, die genau das gleiche durchleben. freude auch darüber, dass ich mich nun mit gleich betroffenen austauschen kann und nicht mehr allein dastehe. das nächste gefühl kam nachdem ich mehr und mehr gelesen habe und lässt sich am besten beschreiben, wenn ich sage, dass ich heulkrämpfe hatte. mir taten all die leute leid und dann habe ich erst richtig kapiert, dass ich dazugehöre und ab jetzt der kampf beginnt. ich tat mir selber leid so blöd das auch immer klingt. aber nach all den tränen kam das wichtigste gefühl: OPTIMISMUS!!!!
ich weiß, dass der weg noch nicht gegangen ist, aber der erste und wichtigste schritt: nämlich das BEGREIFEN. für diese erfahrung bin ich euch sehr dankbar. ich denke ich hätte in den nächsten tage meine beziehung den bach runter gehen lassen, aber nach heute kämpfen wir beide, so hoffe ich zumindest und bin guter dinge. wenn es danach nicht klappt, hat es eben nicht sein sollen, aber dann weiß ich zumindest, dass wir alles versucht haben und kann mir später in die augen gucken.

nach heute habe ich auch begriffen, dass ich mich blind in die hände meiner ärztin begeben habe. ich war so sehr stolz darauf, dass ich nach sechs jahren einsamer bulimie und starken depressionen es endlich mir eingestanden hatte und zur neurologin gegangen bin. es war ein riesiger schritt für mich. aber durch den stolz auf meinen "mut" habe ich nichts hinterfragt. mir ist bewusst geworden, dass ich nicht mal eine diagnose erhalten habe. in der ersten sitzung von 30 min. habe ich paroxat verschrieben bekommen. am anfang war mal die rede gewesen, dass die tabletten nur begleitend zu einer gesprächstherapie wären. aber ich war so stolz und trotzdem ängstlich, dass ich mich niemals um einen platz gekümmert hätte bis auf einen kläglichen versuch. einen anruf habe ich in einer praxis getan und war so geschockt von der schroffen art, dass ich dachte nie wieder. meine ärztin wollte sich eigentlich kümmern, aber es kam nie wieder zur sprache und ich dachte "na vielleicht ist es alles nicht so schlimm und ich bilde mir das alles nur ein". (das gefühl habe ich immer bei ärzten und gehe nur im absoluten notfall zu eben solchen. fühle mich immer wie ein simulant.) schwerer fehler das weiß ich jetzt. ich hätte dringend gespräche gebraucht, zumal ich von meinen eltern ziemlich im stich gelassen wurde. egal nun bin ich schlauer, werde noch ein einziges mal zu meiner ärztin gehen und ihr die meinung sagen. danach nie wieder. das kapitel ist abgeschlossen dank euch.

so das wars erstmal, ich werd mal schlafen gehen. noch mal einen großen dank für diese tolle und mut machende seite! ihr habt mir alle sehr geholfen und werdet es weiter tun. einen ganz lieben gruß an alle und ein dickes: haltet durch!! ein leben wartet auf uns. :wink:

anne
Zuletzt geändert von stapla am 28.06.2005 08:55, insgesamt 1-mal geändert.
Symptome: Bulimie damals seit 6 Jahren, Weinkrämpfe, Selbstmordgedanken, Traurigkeit, Zukunftsängste, Einsamkeitsgefühl; Diagnose: Essstörung, Depression (welche usw. hab ich nicht erfahren)
Medikation: Paroxetin 20mg, 3 Jahre
Bisherige Absetzversuche: ein Versuch ohne Ausschleichen, gescheitert nach nur sechs Tagen wegen der Absetzungssymptome
Absetzverlauf: ab 02.062005, 10mg,
ab 16.06.2005, 5mg. (nach 2 Wochen 10mg sollte ich aufhören, weil ich mit Amitriptylin anfangen sollte, wegen starker Kopfschmerzen. Amitriptylin hab ich 2 Wo/ 25mg genommen und dann einfach aufgehört, weil ich nicht das eine durch etwas anderes ersetzen wollte.)
ab 28.06.2005 wieder 10mg Paroxetin (auf Anraten von Hannes es langsamer anzugehen)
ab 08.07.2005, 7,5mg
ab 25.07.2005, 5mg
ab 30.07.2005, wieder 7,5mg (es ging einfach nicht)
ab 17.08.2005, 5mg

zusätzlich dazu:
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Registriert: 27.06.2005 16:08

Beitrag von stapla »

ganz schön früh am morgen, aber ich bin so guter dinge, dass ich einfach wach geblieben bin. ich wollte das optimistische gefühl nicht an den schlaf abgeben, der eh nur wieder schrecklich verwirrende und voll gepackte träume enthält über die ich dann wieder nicht weg komme. also bin ich immernoch munter. mein gott ist der text von der letzten nacht optimistisch. hab ich das geschrieben? wow und das habt ihr angestellt mit mir. ich weiß nicht mehr, wann ich das letzte mal aus tiefer seele sowas geäußert habe.
der eigentlich grund, warum ich nochmal schreibe ist, dass ich habe ganz vergessen habe auf deine frage, oliver, nach der schwere meiner entzugserscheinungen zu antworten. am schwersten sind die symptome aus der gruppe der "... die den Symptomen einer Depression ähneln", hierbei vor allem: Weinerlichkeit, Weinkrämpfe, Stimmungsverschlechterung (bis hin zu unausstehlich, deshalb verhindere ich grad zu telefonieren...), am schlimmsten hierbei: Kraftlosigkeit (Müdigkeit, Lethargie, Unwohlsein). außerdem weiß ich jetzt endlich warum mir ständig die nase läuft :lol: also anders gesagt, habe ich viele grippeartige symptome, wobei am schlimmsten der schüttelfrost ist.
ich muss, bevor ich weiter sinnlos irgendwie alle punkte aufzähle, bis auf "...Halluzinationen" (das bleibt mir bis jetzt ersparrt), erwähnen, dass ich bis gestern mittag meine stimmungsschwankungen auf meine beziehungsprobleme und die grippeähnlichen symptome auf einen möglichen heuschnupfen geschoben habe (wer kann ahnen, dass mir die nase läuft, weil ich ad's absetze :twisted: ) und eigentlich nicht wirklich an absetzungserscheinungen gedacht habe. ich muss das mal beobachten die nächsten tage. die anderen symptome kannte ich schon von meinen 6 tagen selbsttherapie, die in einem tränenüberströmten besuch bei meiner ärztin geendet haben und ich bin drauf eingestellt.
im allgemeinen gesprochen ist alles aushaltbar, bis auf die wahnsinnigen kopfschmerzen, die scheinbar immer doller werden, obwohl deshalb ja das paroxat absetzen "durfte". schwer sind zwar auch die heulkrämpfe, aber das ist alles nicht so richtig auseinanderhaltbar mit meinen beziehungsproblemen, die ja beinahe in einem "schluss" geendet hätten (bin ein sehr emotionaler mensch und weine schnell, schon wenn einer "gemein" zu mir war). da wir letzte nacht uns ausgesprochen haben, mein freund endlich bescheid weiß, sind diese probleme erstmal gebannt :lol: jipieh... also ich werde mal in den nächsten tagen gucken wie sich die symptome entwickeln. ich bin ganz fest der überzeugung, dass ich alles aushalten werde, um nur ja weg von dem mist zu sein. also momentan bin ich noch so optimistisch wie beim vorigen text :roll:
aber ich hab auch nach äußerst optimistischen zwei wochen mit dem rauchen wieder angefangen. mehrererereee versuche und mit meiner bulimie wars ja ähnlich. wenigstens DAS haben die tabletten gebannt - davor habe ich im übrigen am meisten angst... wieder in das schema F "ich bin zu dick, essen muss raus bla bla" reinzurutschen, denn wenn ich hier in den erfahrungsberichten lese, muss ich mich wahrscheinlich auf noch größere unruhe und depressionen einstellen, als ich vorher überhaupt hatte und das macht mir angst, denn meine depressiven anfälle waren meiner meinung nach der auslöser für die essstörung. naja nu hab ich hier ja hilfe gefunden, werde alles, auch wenn es schwer fällt, etwas langsamer angehen, sprich auf 10mg zurückgehen schweren herzens.
so das wars jetzt aber wirklich... langsam kriegt mich auch die müdigkeit ein, mist... muss ich wohl doch schlafen gehen, will aber nicht :evil:

also ich glaube ich habe jetzt alle fragen ausführlichst beantwortet (tschuldigung) und ziehe mich jetzt erstmal zurück.
nochmal liebe grüße,
anne

@hannes: danke für den titel deiner antwort!! tschaka!! wir alle schaffen das ;) :sports:
Symptome: Bulimie damals seit 6 Jahren, Weinkrämpfe, Selbstmordgedanken, Traurigkeit, Zukunftsängste, Einsamkeitsgefühl; Diagnose: Essstörung, Depression (welche usw. hab ich nicht erfahren)
Medikation: Paroxetin 20mg, 3 Jahre
Bisherige Absetzversuche: ein Versuch ohne Ausschleichen, gescheitert nach nur sechs Tagen wegen der Absetzungssymptome
Absetzverlauf: ab 02.062005, 10mg,
ab 16.06.2005, 5mg. (nach 2 Wochen 10mg sollte ich aufhören, weil ich mit Amitriptylin anfangen sollte, wegen starker Kopfschmerzen. Amitriptylin hab ich 2 Wo/ 25mg genommen und dann einfach aufgehört, weil ich nicht das eine durch etwas anderes ersetzen wollte.)
ab 28.06.2005 wieder 10mg Paroxetin (auf Anraten von Hannes es langsamer anzugehen)
ab 08.07.2005, 7,5mg
ab 25.07.2005, 5mg
ab 30.07.2005, wieder 7,5mg (es ging einfach nicht)
ab 17.08.2005, 5mg

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Beitrag von stapla »

hallo,
ich nehme jetzt seit 2 tagen wieder 10mg und mir gehts wieder besser (klar), obwohl ich deprimiert bin, dass es doch alles nich so schnell geht, wie ich dachte.
naja wird schon werden.
grüße, anne
Symptome: Bulimie damals seit 6 Jahren, Weinkrämpfe, Selbstmordgedanken, Traurigkeit, Zukunftsängste, Einsamkeitsgefühl; Diagnose: Essstörung, Depression (welche usw. hab ich nicht erfahren)
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Bisherige Absetzversuche: ein Versuch ohne Ausschleichen, gescheitert nach nur sechs Tagen wegen der Absetzungssymptome
Absetzverlauf: ab 02.062005, 10mg,
ab 16.06.2005, 5mg. (nach 2 Wochen 10mg sollte ich aufhören, weil ich mit Amitriptylin anfangen sollte, wegen starker Kopfschmerzen. Amitriptylin hab ich 2 Wo/ 25mg genommen und dann einfach aufgehört, weil ich nicht das eine durch etwas anderes ersetzen wollte.)
ab 28.06.2005 wieder 10mg Paroxetin (auf Anraten von Hannes es langsamer anzugehen)
ab 08.07.2005, 7,5mg
ab 25.07.2005, 5mg
ab 30.07.2005, wieder 7,5mg (es ging einfach nicht)
ab 17.08.2005, 5mg

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