auf dem Blog (http://my-free-mind.at) der Psychologin Monika Szelag bin ich über einen Artikel zu zwei Phasen im Langzeitentzug gestolpert. Diese zwei Phasen hat sie im Gespräch mit einer Langzeitbetroffenen (mittlerweile hat diese Person den leider langjährigen heftigen Enzug soweit überstanden und führt ein beschwerdefreies Leben) erarbeitet und definiert.
Kurzer Einblick:
Die erste Phase würde aus dem reinen Aushalten bestehen. Die körperlichen Symptome seien überwältigend gewesen, viele Personen seien bettlägerig und würden einfach irgendwie durchhalten – Tag für Tag. Die Symptome würden in sogenannten „Wellen“ auftreten und viele Personen würden zwischendurch auch „Fenster“ erleben (damit sind kurze beschwerdefreie Zeiträume gemeint).
Es sei entscheiden, die Hoffnung auf eine positive und gesunde Zukunft nicht aufzugeben (auch wenn die Phase lange andauert), von Angehörigen/Freunden unterstützt und ermutigt zu werden (auch mehrmals am Tag), sich zu schonen und nicht zu viel von sich zu verlangen, die Situation (soweit wie möglich) zu akzeptieren und nicht dagegen anzukämpfen
http://my-free-mind.at/protrahiertes-absetzsyndrom/Danach würde die zweite, ebenso schwierige Phase folgen – die des Wiederaufbauens. In der zweiten Phase hat man die Chance zu wachsen, sich weiter zu entwickeln und sich viele Kompetenzen und Coping- Strategien anzueignen, denn es geht um den Wiederaufbau des eigenen Selbstbewusstseins, der sozialen Kontakte (bzw. den Aufbau neuer Kontakte), der Arbeit (im Sinne einer Berufstätigkeit, Hausarbeit oder sonstiger “sinnvoller Tätigkeiten”) und des Vertrauens in den eigenen Körper.
Ich finde das interessant und würde mich über Eure Meinungen freuen.
Grüße Murmeline