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veränderte Schilddrüsenwerte beim Absetzen von Psychopharmaka / Schilddrüsenunterfunktion Thyroxin

Verfasst: 09.03.2017 17:12
von Monalinde
Hallo,

ich lese manchmal auch in anderen (guten) Foren mit, in denen es im großen und ganzen nicht um Antidepressiva geht.

Ich habe dort mal die Frage gestellt, weshalb beim Absetzen von Psychopharmaka mitunter auch die Schilddrüsenwerte verändert sein können.

Die Expertenantwort lautete:

"Weil durch die Koppelung im hypophysär- hypotalamischen Übergang auch die Transmitterveränderung beim Absetzen betroffen sein kann ".

Klingt eigentlich ganz plausibel. Es würde mir jedenfalls erklären, weshalb hier viele Betroffene auch Schilddrüsenprobleme haben. Aber vielleicht wisst ihr das auch schon . :)

LIebe Grüße, Mona

Re: Schilddrüsenwerte

Verfasst: 19.03.2017 12:51
von Maus 66
Hallo,
ich habe es nicht gewusst, aber mir gedacht, da sich auch bei mir bez. der Thyroxin Dosis was geändert hat, seit ich das Opipramol abgesetzt habe.
Ich habe auch meinen Neurologen darauf angesprochen, der hat es bestritten.
Da ich jetzt aber auch noch natürliches Progesteron zu mir nehme, ist das Ganze noch etwas komplizierter geworden.
Ich konnte von 112mg Thyroxin auf 75mg senken und es ist gut so!
Unglaublich wie ignorant Ärzte sein können.
Werde dein eigener Facharzt.. :lol:
LG Maus

Re: Schilddrüsenwerte

Verfasst: 19.03.2017 16:33
von diane
Hallo..

Meine Werte schwanken auch seitdem ich vor knapp 1j venlafaxin abgesetzt habe. Ich nehme aber keine Medis ... Hatte vorher auch nie Probleme damit.

Lg

Re: Schilddrüsenwerte

Verfasst: 18.04.2017 18:13
von padma
hallo,

hier ein Beitrag von Annanass:
Daß die SD während der AD-Einnahme bzw während des Absetzens mit funktionellen Störungen reagieren
kann, ist bekannt.
AD greifen massiv in den Hormonstoffwechsel ein, dadurch, daß sie im ZNS wirken.
Der Hypothalamus u. die Hypophyse im Gehirn sind unsere Schaltzentralen, die über Steuerhormone Regelkreise steuern - für alle endokrinen
Drüsen im Körper (SD, Nebenniere, Eierstöcke bzw Hoden).
Die SD-Hormone T3, T4, Calcitonin u. das Parathormon der Nebenschilddrüsen spielen als Taktgeber für Regelkreisläufe im Körper
eine wichtige Rolle u.a. bei der Körpertemperaturregelung, Herzfrequenz, Blutdruckregelung, Sauerstoffaufnahme, Knochenstoffwechsel
und und und!

Durch die AD-Einnahme bzw den -entzug kann es zu Fehlfunktionen der SD kommen, aus dem o.g. Grund, daß die Wirkstoffe
der Psychopharmaka, wie oben geschrieben, in unsere Steuerzentrale eingreifen.
Auch dadurch kommt es zu vielen NW bzw Absetzsymptomen.

Dh. im Umkehrschluß, daß nicht das Organ an sich erkrankt ist, sondern daß es sich um eine medikamenteninduzierte
Fehlsteuerung handelt.
Dabei wäre es fatal, mit SD-Medikamenten/Mitteln einzugreifen. Man wird im Absetzprozeß und auch noch einige Zeit
danach keine Konstanz bei den SD-Hormonen erreichen können.

Aus eigener Erfahrung (mir wird alle 3 Monate Blut abgenommen u die SD-Werte bestimmt) kann ich sagen, daß meine Werte
enorm schwanken, von Unterfunktion, normal bis Überfunktion.
Ich bin mir aber sicher, daß ich keine Hashimoto-Erkrankung habe, sondern, daß dieses dem Absetzen geschuldet ist.
Wenn vor der AD-Einnahme und jetzt des Absetzens keine SD-Erkrankung bestand u. schon behandelt wurde , ist es unter den Umständen
des Absetzens nahezu unmöglich, eine "echte" SD-Erkrankung zu diagnostizieren bzw zu behandeln.
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php ... 96#p188396

Re: veränderte Schilddrüsenwerte beim Absetzen von Psychopharmaka

Verfasst: 20.12.2017 11:36
von StefanKremer377
Was hatte ich da schon für Diskussionen mit Ärzten. Als ich letztes Jahr in der TK Medikinet nehmen musste ging mein T3 immer extrem runter. Auch dieses Jahr bei erneutem Versuch mit Medikinet in der Psychiatrie Lohr

Mein Körper dankte es mir mit extremem Herzstolpern. Jeder dritte Schlag eine Extrasystole. Was das für die Angststörung tat muss ich ja nicht sagen...

Nachdem ich vor sechs Wochen alles absetzten verschwanden diese großen Probleme. Herzrasen etc blieb
Meine SD Werte pendeln sich wohl langsam ein.

Re: veränderte Schilddrüsenwerte beim Absetzen von Psychopharmaka

Verfasst: 20.12.2017 13:44
von Eva
Hallo,

ich habe die massivsten ungünstigen Veränderungen nicht während des Entzugs, sondern während der Einnahme von Benzos, müde machenden AH und L-Tryptophan erlebt.

Was war nun wirklich der Auslöser - eines davon? Alles zusammen? Jedes einzelne? Die Kombi? Leider werden sich diese Fragen nie ganz schlüssig beantworten lassen.

Jedenfalls haben sich Teile der SD-Werte seit dem Entzug der genannten Mittel (im Benzobereich ja immer noch stattfindenden Entzug) verbessert - und auch das subjektive Empfinden der SD. Mir scheint das ein ausreichender Beweis dafür zu sein, dass all diese Medikamente und auch NEMS in den SD-Stoffwechsel eingreifen (können).

LG Eva

Re: veränderte Schilddrüsenwerte beim Absetzen von Psychopharmaka

Verfasst: 08.01.2018 09:53
von Eva
Hallo Ihr Beiden!

Clarissa hat Recht, das sollte ohne weiteres der Hausarzt machen, wenn begründeter Bedarf dafür besteht, und natürlich: die KK bezahlen das. Man muss nur selbst am Ball bleiben und darauf bestehen, die Werte eine Weile engmaschig zu erhalten - zumindest in den ersten Wochen bzw. Monaten der Hormongaben.

Ich hole mir die SD-Werte übrigens zwischendurch auch schon mal von einem Labor am Ort, das bezahle ich dann alleerdings selbst, aber so teuer ist das nicht. (Bei mir liegt es am "Stechen", da gibts beim Arzt immer Probleme, die Laborantin kriegt das viel besser hin.)

Liebe Grüße, Eva

Re: veränderte Schilddrüsenwerte beim Absetzen von Psychopharmaka

Verfasst: 08.01.2018 19:44
von evelinchen
Hallo Katharina und Eva ,

bei meiner Szintigraphie im vergangenen Sommer wurden drei heiße Knoten festgestellt ,
die jetzt im März wieder von meinem Hausarzt kontrolliert werden sollen.
Blutwerte waren im normalen Bereich , wie ich aber gelesen habe , ist das nicht immer
aussagekräftig.

Meine derzeitigen Symptome können ja vom Absetzen wie auch von der Schilddrüse sein.
Auf mein Drängen hat mein Hausarzt letzte Woche den TSH Wert bestimmt und der war wieder im
normalen Bereich.

Soll ich vielleicht doch einen Spezialisten aufsuchen?

LG von evelinchen

Re: veränderte Schilddrüsenwerte beim Absetzen von Psychopharmaka

Verfasst: 08.01.2018 20:52
von Eva
Hallo Evelinchen,
Soll ich vielleicht doch einen Spezialisten aufsuchen?
Solange Du keine Beschwerden hast, würde ich es nicht als notwendig ansehen, da genügt eigentlich die Blutkontrolle.

Was hat man Dir bei der letzten Szinti gesagt - sollst Du sie mal wiederholen lassen?
Und hat man Dir etwas verschrieben?

Liebe Grüße,
Eva

Re: veränderte Schilddrüsenwerte beim Absetzen von Psychopharmaka

Verfasst: 08.01.2018 21:04
von evelinchen
Hallo Eva ,

nach der Szintigraphie selber gab es kein Arztgespräch.
Der Befund wurde zu meinem Hausarzt geschickt , der mich
auch weiter behandelt.
Medikamente wären noch nicht erforderlich.

Liebe Grüße evelinchen

Re: veränderte Schilddrüsenwerte beim Absetzen von Psychopharmaka

Verfasst: 31.01.2018 16:15
von Eva
Hallo Katharina,

es tut mir Leid, dass es Dir plötzlich schlechter gehtl.

Ich könnte mir auch vorstellen, dass die SD-Hormon-Dosis zu hoch war; wie bei den PP kann es jeweils etwas dauern, bis eine Veränderung greift. Ich würde wie Du in der Dosierung zurückgehen, vielleicht aber nicht gleich in einem Schritt, sondern in zwei, drei abgestuften - falls das geht?

Ob sich der Entzug der PP allein noch so auswirkt - ich denke wie Du, eher nicht, aber auch das kann man leider nicht genau wissen.

Alles Gute, und gib auf Dich acht.

Liebe Grüße, Eva

Re: veränderte Schilddrüsenwerte beim Absetzen von Psychopharmaka

Verfasst: 08.11.2018 12:41
von Flummi
Hallo,

ohne etwas messen zu lassen, kann ich nur dazu beitragen, dass seit Beginn meiner Absetzpause einige Symptome auftragen: tiefere Stimme, Kloß im Hals, Herzrasen.
Aber irgendwie hatte ich diesen Thread (zumindest in der Überschrift) im Kopf und dachte mir schon: Schilddrüse ist bestimmt vom Absetzen etwas nervös.
Nun geht das langsam alles wieder weg. Warten und Nichtstun hat sich gelont! :)

Viele Grüße,
Claudia

Claudie: Escitalopram absetzen und Schilddrüsenprobleme

Verfasst: 20.09.2019 17:13
von Claudie
Hallo! Bin neu hier und möchte mich zu Thema Schilddrüse mal mit einbringen, da das mein eigentliches Thema ist. Dadurch kam es bei mir zu schlimmen Depressionen, weshalb ich hier im Forum landete.

Anfang 2018 wurde bei mir Hashimoto diagnostiziert. Schilddrüsenunterfunktion habe ich schon ewig, hat mir aber nie Probleme gemacht.
Hatte immer eine Thyroxindosis von 100 Mikrogramm. Nachdem mein derzeitiger Hausarzt dann einen zu hohen TSH wert festgestellt hatte, erhöhte er die Dosis auf 150. Das hatte fatale Folgen, denn er schoss mich damit in eine Überfunktion. Was ich zu dem Zeitpunkt aber noch nicht wusste, da ich keine Ahnung von der Schildkröte hatte. Ich war psychisch völlig durchgeknallt. Die körperlichen Symptome lasse ich mal aussen vor, da es ja hier um Psyche geht.

Ich hatte schlimmste Angstzustände, aber dauerhafte - keine Wellenartigen - und Panikattacken.
Ich war 4 Monate lang unfähig, mich um IRGENDWAS zu kümmern und suchte schließlich eine Psychiaterin auf, weil mein Arzt immer wieder behauptete, "Das kann nicht sein", als ich feststellte, dass die Probleme eine halbe Stunde nach Tabletteneinnahme anfingen.

Ich bekam Opipramol gegen die Ängste verschrieben, 4 x 50 mg am Tag. Half aber nix. Eine Arztodyssee sondergleichen folgte, immer wieder das gleiche: Sie haben psychische Probleme. Gehen Sie zum Therapeuten.
Das tat ich dann irgendwann, weil ich diesen Zustand nicht mehr aushielt. Mittlerweile hatte dann aber ein "Schilddrüsenspezialist" meine Tablette für 4 Wochen ganz abgesetzt, womit ich dann in einer Unterfunktion mit Depressionen landete. Also das genaue Gegenteil.
Nach den 4 Wochen stieg er mit einer Dosis von 50 Mikrogramm wieder ein, und ich habe bis heute gebraucht, um meine alte von 100 wieder zu erreichen.

In dieser Zeit fing ich an, mich über meine Krankheit selber zu informieren und siehe da: alle Symptome - körperlich wie auch psychisch - passten wie Ar :censored: auf Eimer.

Anfang diesen Jahres befand ich mich wieder in ÜF, da ich zu schnell und zu hoch gesteigert hatte.
Wieder ein neuer Arzt, wieder: Sie haben psychische Probleme... verschrieb mir Escitalopram 10 mg.

Nebenbei bemerkt: die Therapeutin hat von Anfang an gesagt, dass meine Symptome nicht typisch sind für eine psychische Erkrankung, sondern tippte direkt auf Hormone. Womit sie Recht behalten sollte.

Mit der Escitalopram hoffte ich dann auf Besserung. Die schlug aber auch nicht an. Im Gegenteil. Es ging mir immer schlechter.
Ich fing fürchterlich an zu schwitzen, nahm noch mehr zu. Ständig Kopfschmerzen. Müde. Kurzatmig und bis zur totalen Erschöpfung.

Bis ich an meine jetzige Hausärztin geriet. Die deutete die geschilderten Symptome als Nebenwirkungen der Escitalopram und sagte: das Zeug muss weg. Seitdem setze ich mit euren Tipps ab, denn die ersten 2 Versuche scheiterten. Absetzsymptome vom Feinsten.
Mittlerweile bin ich von 10 mg auf seit ein paar Tagen 2,5 und bin ganz stolz drauf. Die Opipramol bei einer halben pro Tag. Also 25
Und mir geht es immer besser!

Was ich aber bei mir feststelle, und mich würde mal interessieren, ob es dazu Erfahrungen gibt ( ich finde nämlich nichts im Netz darüber. Und auch der Neurologe sagt, ADs blockieren nicht die Schilddrüse):
Nach jeder Reduzierung des Escitaloprams brauche ich eine kleine Dosiserhöhung an SD Hormonen. Ich habe das Gefühl, dass erst JETZT die Steigerung gelingt.

Liebe Grüße, Claudia

Re: veränderte Schilddrüsenwerte beim Absetzen von Psychopharmaka

Verfasst: 10.11.2019 10:47
von Luisa1974
Ihr Lieben,
Dankeschön für die ausführliche Info zum Thema Schilddrüse. Ich habe seit einigen Jahren einen erhöhten TSH Wert, er stieg an seitdem ich das Citalopram nahm. Dieses habe ich zwar absetzen können, aber ich nehmen immer noch Mirtazapin. Mein neuer Internist hat mir 50 Mikrogramm L Thyroxin verschrieben, aber ich nehme nur 25 weil ich so einen Antrieb spüre, das reicht.. der Tinnitus ist seitdem wieder stärker geworden.
Abends war ich manchmal aggressiv, ein wenig erinnert mich das SD Medikament an die antriebsteigernde Wirkung von Citalopram, die ich allerdings immer nur beim Einschleichen hatte, später war ich dann auch mit Citalopram nur müde und ohne Antrieb. Im Moment schaffe ich es aber so weiterzugehen, nach dem Tod meiner Mutti ging es mir sehr schlecht und ich hatte einen Nervenzusammenbruch usw... aber wenn ich das Mirtazapin reduziert habe, dann setze ich auch das SD wieder ab. Die Schilddrüse ist so komplex. Mein Hund hat auch eine subklinische SDU, der eine Tierarzt sagt das, der andere das... :( aber was die Hormone für Auswirkungen auf den Rest des Körpers hat, weiß irgendwie niemand.

liebe Grüße
Luisa

Schilddrüsenunterfunktion Thyroxin

Verfasst: 03.12.2019 13:48
von Hope19
Hallo,
Viele von uns haben ja Probleme mit der Schilddrüse und es gibt Statistiken das ca. 30 % der Patienten in Psychiatrien Die Symptome von der Schilddrüse haben und nicht psychisch krank sind.

Nun meine Frage an alle die Thyroxin nehmen. Wie hoch ist Eure Dosis. Habt ihr sie verändert im Entzug ? Ich habe so abgenommen und denke ich bin überdosiert.....meine Werte sind aber eher niedrig.

Verändert der Entzug die Werte und Wirkung der Hormone ? Die Symptome gleichen sich so sehr das ich oft nicht weiß ob es eine unpassende Thyroxindosis ist oder der Entzug.........

Welches Präparat nehmt Ihr ? Ich vertrage kaum noch etwas.....Henning nicht, Hexal nicht.......habe heute eine alte Euthyrox genommen von meinem Vorrat und nun zuckt mein Augenlid, habe Herzklopfen und Kopfschmerzen. Die Dosis ist 88 Mikrogramm bei 49 kg Gewicht.

Bin ganz ratlos und heute sehr verzweifelt......noch so ein länger Weg und wird es je besser ? Wie umgehen mit Krisen ? Ich habe auch eine HIT und viele Allergien.

Ich würde mich über viele Erfahrungen freuen !

LG von Hope

Re: Schilddrüsenunterfunktion Thyroxin

Verfasst: 04.12.2019 22:48
von carlotta
Hallo Hope,
Hope19 hat geschrieben: 03.12.2019 13:48 Verändert der Entzug die Werte und Wirkung der Hormone ?
Klares Ja. Sowohl PP als auch deren Entzug haben enormen Einfluss aufs endokrine System. Im Entzug können die Werte ordentlich schwanken, sodass es oft nicht ganz einfach ist, die SD-Dosis anzupassen.
Hope19 hat geschrieben: 03.12.2019 13:48 Viele von uns haben ja Probleme mit der Schilddrüse und es gibt Statistiken das ca. 30 % der Patienten in Psychiatrien Die Symptome von der Schilddrüse haben und nicht psychisch krank sind.
Das ist bestimmt so, dass nicht wenige da fehldiagnostiziert sind. Es kommt aber genauso vor, dass Menschen SD-Unregelmäßigkeiten überhaupt erst erwerben durch PP und deren Entzug, eben weil sie so stark ins Hormonsystem eingreifen. In letzterem Fall kann eine Substitution problematisch sein, speziell wenn sie während des Entzugs begonnen wird, da die Hormongaben triggern können und der Zusammenhang mit dem Entzug Behandlern meist entgeht.

Vermutlich hängt Deine Unverträglichkeit auch mit dem durch PP und Entzug hormonell beeinflussten ZNS zusammen.

Liebe Grüße
Carlotta

Re: Schilddrüsenunterfunktion Thyroxin

Verfasst: 05.12.2019 13:19
von Hope19
Hallo Charlotta,
Ich nehme schon 20 Jahre Thyroxin und war lange sehr hoch mit der Dosis eingestellt, weil mein Arzt das so wollte.....dadurch bin ich auf die Benzos gekommen, durch die Unruhezustände......ich hab's nur nicht geschnallt....

Schon durch die Wechseljahre begannen mehr Probleme......ich konnte das T3 nicht mehr vertragen, bekam Herzrasen davon, meine Werte gingen über die Norm, der TSH war schon Jahre nicht mehr messbar.....meine Dosis wurde dann stark reduziert, und ich begann mit dem Entzug.
Mein fT3 ist jetzt so niedrig...gerade so in der Norm und ich soll wieder T3 nehmen, auch weil ich viele Symptome einer Unterfunktion habe, oder ist es Entzug ? Verstopfung, Blähungen...sehr heftig, die HIT ist schlimmer geworden.......mein Bauch krampft sich bei jeder kleinen Anstrengung zusammen, ich habe keinen Appetit mehr......ich habe in der letzten Zeit viel rumprobiert, heute eine kleine Dosis T3 2,5 Mikrogramm dazugenommen und mein Herz Rast, ich zittere und habe einen ganz schlimmen Tag. Mein Bauch ist so verkrampft, ich mag gar nichts machen......alles verschlimmert......oft fühle ich den Darm als dicke Wulst und dann ist da Luft.....kurz darauf ist es wieder weg......mir ist so schwindelig und meine Augen brennen.

Sollte ich jetzt im Entzug nichts ändern an der Thyroxindosis ? Wie macht ihr das ? Letzte Woche habe ich ein Achtel Bromazanil 6 reduziert, das spielt sicher auch noch mit rein.

Ich habe gerade gar keine Kraft mehr und immer wieder Angst das ich etwas mit dem Bauch habe, aber es tut nicht weh, die Muskel krampfen einfach nur zusammen, besonders auch wenn ich rausgehe in die Kälte....das haben anscheinend viele hier.

Was soll ich nur machen ?

Liebe Grüße von Hope

Re: Schilddrüsenunterfunktion Thyroxin

Verfasst: 15.01.2020 17:53
von Hope19
Hallo,

Wie habt Ihr es im Entzug gemacht wenn das Thyroxin nicht passt ? Ich hänge in der Unterfunktion , kann aber nicht erhöhen ohne das es triggert, außerdem vertrage ich die Tabletten nicht so gut....oder die ewigen Blähungen sind vom Entzug.....
Wenn das Thyroxin morgens beginnt zu wirken beginnt meine Unruhephase......mein Herz schlägt heftig so um 90, der Blutdruck bleibt normal bis niedrig. Ich fange an zu schwitzen, zittere bin ganz kopflos......Mittags ist es dann ganz schlimm und jetzt um 18 Uhr ist der Puls bei 65 , auch die Temperatur sinkt .....ich bin platt....
Verteilt Ihr Eure Thyroxindosis damit man nicht so eine Anflutung hat ?
Was wovon kommt weiß ich nicht mehr, Entzug oder Schilddrüse......jedes Symptom passt auf beides.....
Liebe Grüße von Hope