Hallo zusammen,
ich habe noch eine Frage, die ich wegen der Verlinkungsmöglichkeiten jetzt doch auch nochmal hier in dem "alten" Forum stelle
Warum können psychische u./o. körperliche AbsetzSymptome z.T. erst Wochen- o. Monate später auftreten?
Liegt es an den unterschiedlichen Anpassungsfähigkeiten/ -Schnelligkeit des ZNS des einzelnen Patienten?
Bei manchen treten die AbsetzSymptome ja recht schnell auf nach ein paar Tagen, max. wenigen Wochen auf.
Und ist es richtig, daß die Mediziner genau das dann als Ursprungserkrankung deuten, eben weil es erst Wochen-, bzw. Monate später
auftritt?
Wenn es nur wenige Tage nach Reduzieren/ Absetzen auftritt, dann sind es deren Meinung nach eher psychische AbsetzSymptome, eben
diese ReboundPhänomene?
Ich hoffe, meine Frage ist verständlich, bin extrem übernächtigt u. dementsprechend wenig Konzentration...
Viele Grüße,
imFor
Grund für Zeit-verzögertes Auftreten von AbsetzSymptomen
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Straycat
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Re: Grund für Zeit-verzögertes Auftreten von AbsetzSymptomen
Hallo imFor,
ich fürchte so exakt lässt sich das nicht beantworten, weil man ja nicht direkt sehen kann, was im Gehirn beim Absetzen vorgeht.
Aber ich vermute auch, dass es daran liegt, dass jeder Betroffene individuell auf das Absetzen reagiert.
Von dem was man in Betroffenenforen liest und auch von meinen eigenen Erfahrungen kann ich sagen, dass von manchen Medizinern alles als Wiederauftreten der Grunderkrankung fehldiagnostiziert wird. Da ist der zeitliche Zusammenhang fast egal und auch, ob man die Symptome schon vor dem Absetzen hatte oder ob sie neu sind. Ich vermute je nach Informiertheit des Behandlers differenzieren diese da besser oder schlechter.
Hier gibt es auch die Übersetzung eines Artikels zum Thema "Klassifizierung der Symptome": viewtopic.php?f=6&t=12480
Darin wird zwischen Absetzsymptomen, Reboundsymptomen und protrahiertem Entzug unterschieden.
Ich verschiebe den Thread noch in den Bereich "Diskussion" - da passt er besser hin.
Liebe Grüße,
Cat
ich fürchte so exakt lässt sich das nicht beantworten, weil man ja nicht direkt sehen kann, was im Gehirn beim Absetzen vorgeht.
Aber ich vermute auch, dass es daran liegt, dass jeder Betroffene individuell auf das Absetzen reagiert.
Von dem was man in Betroffenenforen liest und auch von meinen eigenen Erfahrungen kann ich sagen, dass von manchen Medizinern alles als Wiederauftreten der Grunderkrankung fehldiagnostiziert wird. Da ist der zeitliche Zusammenhang fast egal und auch, ob man die Symptome schon vor dem Absetzen hatte oder ob sie neu sind. Ich vermute je nach Informiertheit des Behandlers differenzieren diese da besser oder schlechter.
Hier gibt es auch die Übersetzung eines Artikels zum Thema "Klassifizierung der Symptome": viewtopic.php?f=6&t=12480
Darin wird zwischen Absetzsymptomen, Reboundsymptomen und protrahiertem Entzug unterschieden.
Ich verschiebe den Thread noch in den Bereich "Diskussion" - da passt er besser hin.
Liebe Grüße,
Cat
Meine Geschichte und mein Absetzweg:
Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.
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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.
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Felia
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Re: Grund für Zeit-verzögertes Auftreten von AbsetzSymptomen
Hallo ihr,
Ich frage mich ob zeitverzögerter Entzug vorallem dann eintritt wenn man Psychopharmaka sehr lange eingenommen hat.
Als ich nach 11 oder 12 Jahren escitalopram abgesetzt habe kamen Entzugssymptome sehr zeitverzögert. Nach 0 aber auch schon vorher bei Dosisreduktion, was ich damals noch nicht in als Entzug erkannt habe. Jetzt nach Wiedereinnahme dosiere ich zwei ADS ab, unter anderem wieder escitalopram und jetzt fangen Absetzsymptome bereits nach ein paar Tagen an, steigern sich von Woche zu Woche aber der Beginn ist recht unmittelbar. LG Felia
Ich frage mich ob zeitverzögerter Entzug vorallem dann eintritt wenn man Psychopharmaka sehr lange eingenommen hat.
Als ich nach 11 oder 12 Jahren escitalopram abgesetzt habe kamen Entzugssymptome sehr zeitverzögert. Nach 0 aber auch schon vorher bei Dosisreduktion, was ich damals noch nicht in als Entzug erkannt habe. Jetzt nach Wiedereinnahme dosiere ich zwei ADS ab, unter anderem wieder escitalopram und jetzt fangen Absetzsymptome bereits nach ein paar Tagen an, steigern sich von Woche zu Woche aber der Beginn ist recht unmittelbar. LG Felia
Diagnose: Rezidivierende Depression nun auch Angststörung , die aber dem unwissentlichen Kaltentzug geschuldet war. Seid mehr als 10 Jahren ssri. Erste Jahre Citalopram, dann Escitalopram. Teilweise bis 20 mg. Meiste Zeit 15 mg. März 2018 auf 0 gesetzt. Ab Ende Februar 2019 Wiedereinnahme Escitalopram 10 mg und zusätzlich Mirtazipin 15 mg.
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Dietrich
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Re: Grund für Zeit-verzögertes Auftreten von AbsetzSymptomen
Hey Felia!
Ich hätte 16 Tage Prozac. Davor nie ein AD. 3 Monate später begannen extreme Angst- und Panikattacken aus dem Nichts. Soviel zu deiner Frage.
Grüße
Ich hätte 16 Tage Prozac. Davor nie ein AD. 3 Monate später begannen extreme Angst- und Panikattacken aus dem Nichts. Soviel zu deiner Frage.
Grüße
09/2018 Psychiatrie
DIAGNOSE 1: Somatoforme Funktionsstörung
Quetiapin 100 mg
10/2018 zuhause Versuch Prozac 20 mg
2 Wochen
Beginn zusätzlicher Symptome PSSD
11/2018 Experimente mit NEM auch Joha, nochmal
kurz Quetiapin, dann medifrei
05/2019 Privatklinik für Somatoforme
Funktionsstörung
DIAGNOSE 2: Somatizierung mit Wahnanteilen und
Depression
2.5 mg Abilify 5 Monate wegen
Angst- und Panikattacken , heute weiß
ich; dies war immer noch Prozacentzug
10/2019 Absetzen von Abilify mit totalen Crash
Pssd, DP/DR, Anhedonie, Aphaty,
Herzprobleme, Schlaflosigkeit, Durchfall
12/2019- 03/2020
Uniklinik Mainz/Psychiatrie wegen
Suizidgedanken
Versuche mit Moclo 600 mg,
Lithium 1125 mg, Ketamin 8 Injektionen
DIAGNOSE 3: Schwere Depressionen mit
psychotischen Anteilen
Spätestens jetzt war klar, dass längst nicht mehr meine Grunderkrankung das Problem war; sondern die Medis
seit 04/2020 PP-frei
06/2020 Versuch mit B3 doof gelaufen
07/2020 Verzicht auf weitere NEM-Versuche. Heilung kommt hoffentlich auf natürlichem Weg. Zwischendurch immer mal wieder Fenster und Hoffnung. Seit 11/2020 pensioniert
12/2020 nachdem ich 4 Wochen nochmal geraucht hab kompletter Setback mit Symptomverschlimmerung
= absolute Hölle
04/2021 langsame Erholung vom Crash
DIAGNOSE 1: Somatoforme Funktionsstörung
Quetiapin 100 mg
10/2018 zuhause Versuch Prozac 20 mg
2 Wochen
Beginn zusätzlicher Symptome PSSD
11/2018 Experimente mit NEM auch Joha, nochmal
kurz Quetiapin, dann medifrei
05/2019 Privatklinik für Somatoforme
Funktionsstörung
DIAGNOSE 2: Somatizierung mit Wahnanteilen und
Depression
2.5 mg Abilify 5 Monate wegen
Angst- und Panikattacken , heute weiß
ich; dies war immer noch Prozacentzug
10/2019 Absetzen von Abilify mit totalen Crash
Pssd, DP/DR, Anhedonie, Aphaty,
Herzprobleme, Schlaflosigkeit, Durchfall
12/2019- 03/2020
Uniklinik Mainz/Psychiatrie wegen
Suizidgedanken
Versuche mit Moclo 600 mg,
Lithium 1125 mg, Ketamin 8 Injektionen
DIAGNOSE 3: Schwere Depressionen mit
psychotischen Anteilen
Spätestens jetzt war klar, dass längst nicht mehr meine Grunderkrankung das Problem war; sondern die Medis
seit 04/2020 PP-frei
06/2020 Versuch mit B3 doof gelaufen
07/2020 Verzicht auf weitere NEM-Versuche. Heilung kommt hoffentlich auf natürlichem Weg. Zwischendurch immer mal wieder Fenster und Hoffnung. Seit 11/2020 pensioniert
12/2020 nachdem ich 4 Wochen nochmal geraucht hab kompletter Setback mit Symptomverschlimmerung
= absolute Hölle
04/2021 langsame Erholung vom Crash
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padma
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Re: Grund für Zeit-verzögertes Auftreten von AbsetzSymptomen
hallo zusammen,
ein Faktor, wann Entzugssymptome auftreten, ist die HWZ. So ist es bei Fluoxetin (lange HWZ) sehr häufig so, dass Entzugssymptome sehr zeitverzögert auftreten, während z.B. bei Venlafaxin (kurze HWZ) sie teilweise schon beim Vergessen einer Einnahme auftreten.
Aber die HWZ ist dabei nur ein Faktor.
liebe Grüsse,
padma
ein Faktor, wann Entzugssymptome auftreten, ist die HWZ. So ist es bei Fluoxetin (lange HWZ) sehr häufig so, dass Entzugssymptome sehr zeitverzögert auftreten, während z.B. bei Venlafaxin (kurze HWZ) sie teilweise schon beim Vergessen einer Einnahme auftreten.
Aber die HWZ ist dabei nur ein Faktor.
liebe Grüsse,
padma
Fluoxetin nach über 10 jähriger Einnahme zur Schmerztherapie abgesetzt
Was finde ich wo im Forum
Das neue Forum "PsyAb" (von Psychopharmaka absetzen) hat nun auch für neue Teilnehmer eröffnet: www.psyab.net
Hier findet ihr die wichtigen ersten Informationen für neue Teilnehmer
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imFor
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Re: Grund für Zeit-verzögertes Auftreten von AbsetzSymptomen
Hallo nochmal,
könnte dieser thread wohl in den Bereich "Hintergrundinformationen zu Psychopharmaka" u. damit in den
zukünftig öffentlich lesbaren Bereich verschoben werden?
viele Grüße
imFor
könnte dieser thread wohl in den Bereich "Hintergrundinformationen zu Psychopharmaka" u. damit in den
zukünftig öffentlich lesbaren Bereich verschoben werden?
viele Grüße
imFor
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