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Selbsthilfegruppe in München

Verfasst: Dienstag, 08.01.19, 20:01
von Jodie13
Hallo,

ich suche jemanden, der/die ernsthaftes Interesse hat, mit mir eine Selbsthilfegruppe in München zum Thema Antidepressiva-Absetzsyndrom zu gründen.

Mir fehlt so ein persönlicher Austausch total, ich wünsche ihn mir, habe aber schon eher gemischte Erfahrungen mit SHGs gemacht. Daher würde ich das ganze gerne in die eigene Hand nehmen, gleichzeitig traue ich mir das ganz alleine nicht zu.

Wenn sich jemand findet der/die 1. aus München (oder naher Umgebung) kommt und 2. sich mit dem identifizieren kann, was ich im Folgenden schreibe, würde ich mich über eine Nachricht sehr freuen. Wer nicht "Gründungsverantwortung" übernehmen sondern nur mitmachen will ist, sollte das ganze klappen, natürlich auch später herzlich willkommen.

Was mir wichtig ist:

1. Verlässlichkeit und Verbindlichkeit ist mir sehr wichtig. Es ist völlig klar, dass man im Entzug manchmal einfach nicht kann, aber ich brauche grundsätzlich die Bereitschaft, mit mir zusammen Verantwortung zu übernehmen und die Arbeit auf mehreren Schultern zu verteilen. Wenn jemand weiss, dass er dazu neigt, Termine zu versäumen, nicht abzusagen, wochenlang nicht auf Nachrichten zu reagieren etc. dann passt das nicht mit uns.

2. Längerfristige Planung. Ich gehe davon aus dass mich das Thema noch Jahre beschäftigen wird, dementsprechend plane ich. Die SHG muss nicht sofort starten, aber sie sollte auch nicht nach 6 Monaten wieder auseinanderfallen.

3. Konzept. Ich möchte ungern eine "wir treffen uns und reden halt" Gruppe machen, sondern mir gerne sehr gut überlegen: Wie sollen die Treffen aussehen, wer passt in so eine Gruppe, was erhoffen wir uns davon, wie bleiben wir auf Kurs, Umgang mit Krisen etc. So ein Konzept kann glaube ich in einem Austausch gut entstehen.

4. Pharmakritische/ärztekritische Haltung. Ich nehme selbst noch Medikamente und gehe regelmäßig zum Arzt, weil ich es muss. Aber mir ist ganz wichtig, dass die Grundhaltung die eines "Expertentums in eigener Sache", Suche nach alternativen Lösungn und letztlich Ablehnung des psychiatrischen Systems ist. Aufgrund des extremen Leides, dass ich durch den Entzug erfahre kann und will ich niemanden ermutigen, (mehr) Psychopharmaka zu nehmen, blind auf Psychiater zu vertrauen etc.

Das klingt jetzt vielleicht ein wenig forsch und anspruchsvoll. :whistle: Ich bin eigentlich ganz nett :D habe aber einfach schon zu viele negative Erfahrungen gemacht, um mich auf etwas einzulassen, wo die Grundvoraussetzungen nicht stimmen. Gleichzeitig weiss ich, wie unglaublich wohltuend der Austausch mit Gleichgesinnten sein kann und bin motiviert, gemeinsam einem Raum dafür zu schaffen.

Also, wer mag und traut sich? Schreibt mir!

Lg Jodie :group:

Re: Selbsthilfegruppe in München

Verfasst: Mittwoch, 09.01.19, 19:15
von crazy
Hallo Jodie,

ich hab gesehen, dass es in München eine Selbsthilfe Gruppe "Psychopharmaka absetzen" gibt:
https://www.shz-muenchen.de/gruppeninit ... ffe7c46da1

Vielleicht findest du da auch Leute für deine Gruppe?

LG Veronika

Re: Selbsthilfegruppe in München

Verfasst: Mittwoch, 09.01.19, 22:05
von Jodie13
Hallo Veronika,

vielen Dank für den Hinweis! Hatte auch schon ans SHZ gedacht und auch die Datenbank durchsucht, aber die Gruppe ist mir wohl durchgerutscht :? . Vielleicht gibt es ja Anknüpfungspunkte, wobei deren Thema ja noch etwas weiter zu sein scheint.

Lg Jodie