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Lehrstuhlinhaber für Psychiatrie u. Einfluss Pharmaindustrie

Verfasst: 02.09.2014 21:49
von edgar
Hallo allerseits,

die Lehrstuhlinhaber für Psychiatrie unterhalten fast alle (bis auf 2) Verbindungen zur Pharmaindustrie. 35 von 37 haben Verbindungen zur Pharmaindustrie.

Und die Lehrstuhlinhaber bilden die Psychiater aus. Wenn wundert dann das Verhalten (Psychopharmaka werden so gut wie immer verharmlost, Patienten oft mit Beschwerden nicht ernst genommen )und die inflationäre Verschreibungspraxis von Psychiatern ?

http://www.ardmediathek.de/tv/3nach9/J% ... tId=967542

LG
edgar

Re: Lehrstuhlinhaber für Psychiatrie u. Einfluss Pharmaindus

Verfasst: 03.09.2014 21:49
von Lisamarie
Ohne Worte. Weicht man nur einen Millimeter von der Norm ab , muss man gleich zum Psyologen , wenn man nichts hat auch, der findet dann schon was. :twisted: :frust: :twisted:
Grüße LisaMarie

Re: Lehrstuhlinhaber für Psychiatrie u. Einfluss Pharmaindus

Verfasst: 12.01.2015 15:50
von Kaulquappe 411
Interessanter Beitrag ... erinnert mich an zwei Fälle in meiner Schulklasse. Ein Junge war schon als ADHSler diagnostiziert, und eingeschult worden. Sein Verhalten war sowas von assozial, dass ich immer gesagt habe damals, das kann kein ADHS sein. Mir glaubt keiner. Später hat sich rausgestellt, dass er zu Hause Horrorfilme schauen durfte, die Mutter berufstätig war UND gleichzeitig ihre Schwiegermutter zu Hause pflegen musste, also sehr viele Stressfaktoren. Da muss ein Kind ja auffällig werden. Das interessierte niemand, und alles wurde mit ADHS erklärt und entschuldigt. Und mit Pillen behandelt.
Ein anderer Junge hatte Leserechtsschreibschwäche, und irgendwann bekam er Pillen, weil er angeblich ADHS hätte, was ich so in seinem Verhalten nirgends wiedererkennen konnte. Nun, der Arzt hatte es gesagt, und was da so eine dumme Lehrerin wahrnimmt, kann ja keiner ernst nehmen. Mein Bild war, dass der Junge sich einfach nur scheute, sich Anstrengungen zu stellen, was bei seiner Geburtsgeschichte keine Wunder war. Aber auch das interessierte niemand.

:frust: :frust: :frust:

In einer Klinik wurde mir am Ende die Diagnose Borderline und Histrionische Persönlichkeitsakzentuierung zugeschrieben :D Hintergrund war, dass ich mir als mündige und therapieerfahrene Patientin (ich bin zudem ausgebildete Gesttaltherapeutin) das unprofessionelle und falsche Verhalten der Oberärztin nicht gefallen ließ und habe sie mit ihren Fehlern konfrontiert. Wie so oft wurde mir dann der schwarze Peter zugeschoben, anstatt selbst Verantwortung zu übernehmen und aus der Kritik zu lernen. Das habe ich an einer anderen sehr bekannten Klinik so auch erlebt. Schlimm ist das, so als könne man als Psychisch erkrankter Mensch nicht mehr normal denken ... :evil: