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GSK: Paroxetin macht vielleicht abhängig

Verfasst: 05.07.2004 13:51
von Oliver
http://paxil-medication.info/additional ... paxil.html

Nachdem die Hersteller jahrelang steif und fest behauptet haben, dass ihre Mittel nicht abhängig machen, knicken sie jetzt unter dem großen Druck von allen Seiten langsam ein und formulieren ihre Infos so um, dass sie weniger angreifbar sind. Auf der offiziellen Paxil- Infoseite von GSK steht z.b. folgender Abschnitt:
Dependence & Withdrawl: Paxil (paroxetine hydrochloride) is not a controlled substance. Paxil has not been systematically studied in animals or humans for its potential for abuse, tolerance or physical dependence. While the clinical trials did not reveal any tendency for any drug-seeking behavior, these observations were not systematic and it is not possible to predict on the basis of this limited experience the extent to which a CNS-active drug will be misused, diverted and/or abused once marketed. Consequently, patients should be evaluated carefully for history of drug abuse, and such patients should be observed closely for signs of Paxil misuse or abuse (e.g., development of tolerance, incrementations of dose drug-seeking behavior).
Dies bedeutet, dass überhaupt keine Studien bezüglich des Abhängigkeitspotentials durchgeführt wurden, und somit die einzige Informationsquelle die Patienten sind, die sich jetzt damit rumschlagen müssen ... denen aber in den meisten Fällen von Ihren Ärzten nicht geglaubt wird, weil die Hersteller vorher immer behauptet haben, dass SSRI nicht abhängig machen - ist das nicht wundervoll?

Oliver

Verfasst: 05.07.2004 14:19
von Uschi
Hallo Oliver,

Es macht mich wütend wenn ich das lese, am Ende sind die Patienten die Leidtragenden, wir können nun sehen wie wir von dem Zeug runter kommen. Ich habe nun nur wenige mg über ein paar Wochen reduziert, und selbst die merke ich mittlerweile. Dieses Paroxetin ist ein Teufelszeug. Für mich steht einwandfrei fest, dass ich abhängig bin. Aber ich werde das Zeug wegkriegen, und wenn ich lange dafür brauche.

Gruß an Dich und Danke für die Info
Uschi

Verfasst: 05.07.2004 15:55
von Oliver
Moin Uschi.

Es wird auf jeden Fall für einige Menschen zum Teufelsszeug durch die verantwortungslose Informationspolitik der Pharmakonzerne und die Unfähigkeit vieler Ärzte zuzuhören und ihren Patienten Glauben zu schenken. Diese Medikamente werden weitaus mehr Patienten verschrieben als es sinnvoll wäre, und die Risiken werden stark unterschätzt.
Wenn die Abhängigkeitsproblematik - wie mittlerweile bei den Benzodiazepinen - endlich offiziell anerkannt wird, kann man damit ja dementsprechend anders umgehen und den betroffenen Patienten effektiv helfen ... und viele Ärzte/Patienten überlegen sich vor der Verschreibung/Einnahme dementsprechend gründlicher, ob sie dieses Risiko wirklich eingehen wollen.

Oliver