Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->


 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

psyab.net: wichtige Informationen für neue Teilnehmer


Die öffentlichen Beiträge auf adfd.org bleiben erhalten.

Bereits registrierte Teilnehmer können hier noch bis Ende 2022 weiter in den privaten Foren schreiben und PNs austauschen, aber es ist kein aktiver Austausch mehr vorgesehen und es gibt keine Moderation mehr.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.


SSRI/SNRI-Entzugssyndrom: seit <2000 feststehend

Eine Sammlung von Artikeln, die über wissenschaftliche, politische und wirtschaftliche Hintergründe der Behandlung von seelischen Leiden mit Psychopharmaka berichten.
Antworten
PhilRS
Beiträge: 1071
Registriert: 07.04.2005 10:16
Wohnort: FI-Joensuu / DE-Berlin
Danksagung erhalten: 48 Mal
Kontaktdaten:

SSRI/SNRI-Entzugssyndrom: seit <2000 feststehend

Beitrag von PhilRS »

Hi Leute,

da die Frage im Zusammenhang mit uninformierten Ärzten immer wieder auftaucht, hab ich mal genauer in den Journals gesucht:

Seit spätestens 2000 steht das SSRI/SNRI-Entzugssyndrom außer Frage.

Quelle

Seit 1994/95 gab es Berichte - darum nehme ich stark an, dass Eli Lilly (PROZAC) &Co. schon deutlich früher Bescheid wussten.

Die Fälle häuften sich über 1996, 1997 kam der Begriff "discontinuation syndrome" auf und wurde in der Folge heiß diskutiert... wie a.a.O. schon mehrfach gesagt, ist das bei vielen dt. Psychiatern immer noch nicht klar.

Spätestens 2000 waren dann nur noch die genauen Diagnosekriterien in der Diskussion, die Tatsache aber nicht mehr (Link oben + "related Links" dort).

Entscheidendes Merkmal ist und bleibt die Behebbarkeit der Symptome durch erneute Zufuhr des Antidepressivums. Wenn das innerhalb von 48(-72) Stunden "hilft", handelt es sich um einen Entzug und de facto um eine physische Abhängigkeit (lt. American Journal of Psychiatry, May 2006).

Das ist also die Wissensbasis.

Da sieht man mal wieder, wieviel Kompetenz in dem besagten -netz steckt: Nullwissen.

Grüße
-PhilRS.
Antworten