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Atemnot

Verfasst: Dienstag, 30.05.17, 21:26
von padma
hallo,

da Atemnot im Entzug auftreten kann und wir einige Beiträge dazu haben, kopiere ich die hier rein:
Emmale schrieb:
Ich habe in den Wellen immer wieder starke Atemnot. Da ich allergisches Asthma habe dachte ich anfangs es würde von der Allergie kommen. Da ich aber täglich meinen Peakflow messen muß (Luftwert der Lungen beim ausatmen) und der super ist, bin ich mir sicher dass es Absetzreaktionen sind.
http://psychopharmaka-absetzen.de/austa ... 4d#p194155
Annanass schrieb
Oje, das kenne ich, habe ich bei manchen Reduktionen auch u. empfinde es als eines der schlimmeren
Symptome :cry: !

emmale hat geschrieben:
Da ich allergisches Asthma habe dachte ich anfangs es würde von der Allergie kommen. Da ich aber täglich meinen Peakflow messen muß (Luftwert der Lungen beim ausatmen) und der super ist, bin ich mir sicher dass es Absetzreaktionen sind.


Das ist schon mal gut, daß du nachmessen kannst u. somit die Allergie als Ursache ausschließen. Wahrscheinlich hilft
deshalb auch dein Spray nicht - ich denke auch nicht, daß sich hierbei die Bronchien verengen, wie beim Asthma, sondern daß es eher die Brustkorbmuskeln sind, die das alles zusammendrücken.

emmale hat geschrieben:
Gibt es Erfahrungen wie ich damit umgehen kann dass es nicht so krass ist. Die Atemnot macht ziemlich Angst.


Als Wichtigstes empfinde ich immer, die Angst nicht so hochkommen zu lassen, die verschlimmert dieses
häßliche Symptom immens, ist meine Erfahrung.

Also versuche ich ruhig zu bleiben, mir immer wieder zu sagen, daß es ein Absetzsymptom ist - es ist eine Reaktion des vegetativen
Nervensystems (was u.a. die Atmung steuert bzw auch den Muskeltonus) auf den Entzug. Es ist zwar beunruhigend, aber ich bekomme
genug Luft. Das bete ich mir dann teilweise richtiggehend vor.

Atemübungen helfen mir auch: siehe hier unseren Thread dazu:
Atemübungen bei Unruhe/Angst u. zum Entspannen

Oder ich trinke etwas Kaltes (warum mir das hilft, kann ich auch nicht so genau sagen) oder auch einen Beruhigungstee (den allerdings
ziemlich heiß, in kleinen Schlucken) u. versuche mich abzulenken, mit Sachen, die
mir guttun oder wobei ich irgendwie überlegen muß - dann ist man nicht mehr so fixiert auf den Atem.

Ein warmes Bad oder eine heiße Dusche haben mir auch schon geholfen - teilweise verbunden mit einer Bürstenmassage - ich
denke, dabei entspannen sich die Muskeln u. dieses Gefühl der Atemnot verschwindet dann meistens.
http://psychopharmaka-absetzen.de/austa ... 4d#p194168

Weg schrieb
es geht mir gleich wie dir. ich habe auch allergisches asthma und mein peak flow ist gut. diese atemnot kommt bei mir von den muskeln. ich habe den eindruck, dass mein zwerchfell oder meine lunge zu wenig platz haben und muss auch aufpassen, dass ich nicht hyperventiliere. als asthmatikerin hat man ja so eine typische haltung, so die schultern ein wenig hochgezogen. beim entzug bauen sich nun die muskeln um. vor allem ändert sich mein körpergefühl von innen und aussen. ich denke es ist ein zusammenspiel von den muskeln und überreizten nerven.

ich verändere darum meine asthma medikamente dosierung nicht. wenn es mir derart eng wird, laufe ich ein wenig herum und mache entspannungsübungen und warte einfach bis es wieder vorbei ist. ich lass mich gar nicht mehr darauf ein. ich bin sehr zuversichtlich, dass diese art von atemnot wieder verschwindet auch bei dir.
http://psychopharmaka-absetzen.de/austa ... 4d#p194172

Re: Atemnot

Verfasst: Freitag, 02.06.17, 23:42
von dragon4277
Ja kenn ich die Atemnot dabei.

Wobei in den ganzen kommentaren zwar auf die Muskelatur eingegangen wird (stimmt auch) Aber der Roemheld-Syndrom. ausser acht gelassen wurde. Guckste link https://de.wikipedia.org/wiki/Roemheld-Syndrom

Was ist den Roemheld syndrom. Nun es ist eine Gasanssammlung im Magendarm trackt. Da wird der Bauch dick. Und die ganzen gedärme drücken dann von unten aufs zwerchfell, weshalb sich das zwerchfell beim einatmen nicht mehr richtig ausdehnen kann und man luft aua bekommt. Warum man jetzt Luft angesammelt bekommt hab ich keine Ahnung (bin zu faul darüber nachzudenken).

Warum jetzt die Hyperventilation und Panikatacken kommen. Nun das Herz liegt direkt am Zwerchfell an. Und wenn die Darmchen aufs zwerchfell drücken schiebn di ja auch nicht nur die Lunge weg sondern drücken auch am Herzen. Was der körper mit Panki antwortet (ist auch richtig so).

Googlet bitte roemheldsyndrom. Ist ziemlich unbekannt die erkrankung. Hat aber weitreichende konsequenzen für uns und ich bin gerade nicht im arbeiter Modus um hier ne abhandlung zu verfassen. :)

Sollte man auch im hinterkopfbehalten. Minzölhilft ziemlich gut dagegen.

LG Dragon

Re: Atemnot

Verfasst: Montag, 21.08.17, 10:17
von Poti
Hallo,

ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube, dass ich das Symptom Atemnot jetzt auch seit 4 Tagen hab und es macht mir verdammt Angst :(

Es kam von einem Tag auf den andren und fängt meinst gegen Abend um 16-17 Uhr an und wird dann immer heftiger, vor allem wenn ich im Bett liege..
Ich hab das Gefühl, dass mein Brustkorb plötzlich entweder kaum noch vorhanden, oder zu eng ist. Jedenfalls fühlt er sich nicht normal an. Und mein Atem wird ganz flach, sodass ich denke ich bekomm zu wenig Luft. Aber eigentlich müsste ich genug Luft bekommen, weil mir nicht schwindelig oder sonst was wird. Jedenfalls hab ich das Gefühl, dass ich meine Atmung extrem kontrollieren muss, als ob es von alleine nicht funktionieren würde. Und das macht soo Angst, weil ich dann natürlich auch nicht schlafen kann, weil ich denke ich werde im Schlaf ersticken..

Gleichzeitig zu der komischen und unangenehmen Atmung schlägt auch mein Herz immer anders. Ich hab kein Herzrasen oder so, der Puls bleibt zwischen 70 und 90, aber mein Herz schlägt viel heftiger. Es pocht und drückt regelrecht gegen meinen Brustkorb und es fühlt sich so an als hätte es zu wenig Platz. Und außerdem schlägt es auch sehr unregelmäßig..

Ach und Brustschmerzen hab ich auch auf einmal ständig..

Ich weiß nicht, wie ich mit den Symptomen umgehen soll, ob es wieder was Neues im Entzug ist oder nicht.
Es geht hier um Herz und Lunge, das find ich alles andre als witzig ehrlich gesagt...
Ich weiß, dass mein Arzt mich nur wieder mit einem bemitleidenden und genervten Blick anschauen und sagen wird: Sie sind eine junge Frau, ihr Körper ist gesund.

Aber ich hab so Angst, dass ich was gefährliches hab :cry:

liebe Grüße,
Poti

Re: Atemnot

Verfasst: Montag, 21.08.17, 10:36
von lakeSonne1
hallo Poti,

wenn du das jetzt nicht geschrieben hättest, hätte ich es schreiben müssen :-)
Mir geht es seit 3-4 Tagen genauso und ich finde das auch sehr beängstigend.
Was mir hilft bisher: Ablenkung, Ablenkung Ablenkung, d.h stramm spazierengehen, Wii spielen etc...

lg aus dem Schwarzwald,
lake

Re: Atemnot

Verfasst: Montag, 21.08.17, 12:48
von Poti
Hallo lakesonne, danke für deine Antwort! :)

Also denkst du auch, dass wir uns darüber nicht so viele Gedanken machen müssen und einfach ablenken, bis die Symptome wieder verschwinden?

Ich hab echt so Angst, bisher hatte ich nie irgendwas in meinem Brustkorb und ich bin schon echt lange im protrahierten Entzug.. Außer Herzrasen bei Panikattacken, aber das kennt man ja.

Ablenkung hilft mir auch. So wie du auch sagst: Am besten spazieren gehen, irgendwas mit Bewegung, damit es nicht so ruhig ist und der Fokus nicht zu stark auf das Innere gelenkt wird.

lg, Poti

Re: Atemnot

Verfasst: Montag, 21.08.17, 15:36
von dragon4277
Hallo ihr lieben,

erst einmal das stichwort ist wie schon gesagt das Roemheld-syndrom. Ich werd dazu einfach meine Geschichte erzählen.

Abends ging es dann mit der Luftnot los und gegen mitternacht begann dann die Atemnot. Als ob die Brust zu eng wäre und das Herz schlägt dann wie bescheuert.

Nachdem ich Pantoprazol eingenommen hatte fing bei mir die Laktoseinteloranz an. Ich ass und trank sehr gerne Milchprodukte. Was dann zu Blähungen führte und mein Bauch ganz angespannt wurde. Diese drückte dann gegen die Brust und verengte sie. Weshalb ich nicht genug Luft bekam und das ganze dann auch auf das herz drückte. Indem ich Milchprodukte auslies ging es mir dann besser. Heute hab ich Pantoprazol asuschlecihen könne und vertrag auch wieder Milchprodukte.

So jetzt zu euch. Es ist typisch das ihr das abends bekommt. Weil die Ursache im Magen Darm trakt ist. Ihr est und trinkt tagsüber. Füllt den Magen und Darm. Und der wiederum drückt dann gegen das Zwerchell und die Brust und macht Atemnot und Herz"rasen".

Ich kenne den genauen zusammen hang beim reduzieren von medikamenten nicht. Kann sein das die Darmmuskeln nicht richtig arbeiten. Kann sein das die verdaueng nicht richtig funktionieren. Kann sein das Enzyme zur Verdauung nicht freigesetzt werden oder zu viel freigesetzt werden. Kann sein das die Darmflora aus dem ruder gerät. Kann auch alles zusammen sein. kann auch sein das der Magenausgang sich einfach nicht öffnet und der volle magen dann aufs Zwerchfell drückt.

Die Lösung für euer Problem liegt allerdings nicht in der Brust. Sondern im Magendarmtrakt.

Was mir geholfen hat ist DIÄT. Und minzöl.

Ihr müst einfach zusehen das ihr beim reduzieren weniger und das richtige eßt. Welches essen jetzt das richtige ist kann ich euch nicht sagen. Bei mir waren es die Milchprodukte. Aber bei euch kann es auch irgendwas anderes sein. Ihr müst euch einfach mal selber beobachten.

LG Dragon.

Re: Atemnot

Verfasst: Montag, 21.08.17, 18:30
von lakeSonne1
hallo,

ich kann mir das sehr gut vorstellen, daß das Römfelddingens die Atem/Herzbeschwerden (mit)verursacht.
ich habe in dem Zusammenhang sehr gute Erfahrungen mit dem Wirkstoff Simenticon (z.B in Lefax) gemacht.

Von der Lefax Website:
Wie funktioniert der Wirkstoff Simeticon?
Bei Blähungen sind Gasbläschen im Darm gebunden – sie bilden mit dem Nahrungsbrei feine Schaumblasen, die für die quälenden Beschwerden sorgen. Der Wirkstoff Simeticon hat die Funktion eines Entschäumers und Schaumverhinderers: Er vermischt sich schon im Magen gründlich mit dem Speisebrei und verhindert dort die Schaumbildung. Im Darm entfaltet Simeticon seine Wirkung, indem es die Oberflächeneigenschaften der Gasbläschen verändert. Es verwandelt den Schaum in freies Gas, das dann vom Körper ausgeschieden wird. Die Folge: Blähungen, Völlegefühl, schmerzhafte Krämpfe sowie Druck im Bauch werden gelindert.
Hat Simeticon Nebenwirkungen?
Simeticon ist ein sogenanntes Makromolekül und wirkt nur vor Ort, also rein physikalisch. Das heißt, der Wirkstoff wird nicht vom Körper in die Blutbahn aufgenommen, sondern unverändert mit dem Stuhl ausgeschieden. Natürlich erst, nachdem er seine wohltuende Wirkung entfaltet und seine Funktion erfüllt hat.

Da Simeticon den Körper unverändert verlässt, ist der Wirkstoff sicher und sehr gut verträglich. Für Simeticon liegen derzeit keine nennenswerten Nebenwirkungen vor.
https://www.lefax.de/

Gruß lake.

Lorazepam-Entzug Atembeschwerden

Verfasst: Dienstag, 12.06.18, 11:50
von anmae23
Hallo ihr Lieben,

Ich habe schon viel über Entzugserscheinungen gelesen, meine tauchen da aber nicht auf.
Ich bin nur low-dose abhängig, bin psychisch stabiler denn je und habe mit Tavor nur wegen Panikattacken aufgrund Schilddrüsenunterfunktion angefangen. Meine Schilddrüse ist schon wieder gut eingestellt und ich bin mir sicher, dass die Symptome vom Entzug kommen.

Ich habe kaum psychische Beschwerden vom Entzug. Wie gesagt, bin stabil und hatte vorher auch keine Panikattacken mehr. Die kamen wohl früher auch schon von den Schilddrüsenproblemen.

Mein größtes Leid sind Atemprobleme. Als würde mir jemand die Kehle abdrücken oder auf dem Brustkorb sitzen. Als bekäme mein Körper nicht genug Sauerstoff, obwohl ich ruhig und normal atme. Je tiefer ich atme, desto schlimmer wird es. Es gibt Phasen in denen ich es kaum merke, dann kommen Phasen in denen ich Angst bekomme keine Luft mehr zu bekommen (da muss es aber schon echt schlimm sein). Dazu habe ich wenig Appetit, versuche aber genug zu essen, habe aber schon einige Kilo abgenommen.

Tavor nahm ich immer gegen 17 Uhr, damit ich die Nacht schlafen kann. Gestern war der erste Tag komplett ohne, vorher 3 Tage 0,15 davor 3 Tage 0,25 davor 3 Tage 0,3 usw. Bis dahin war alles erträglich, solange ich zuhause war und keinen Stress hatte. Konnte sogar mit den Hunden spazieren gehen.
Kann es wirklich sein, dass dieses bisschen, 0,15 mg, noch so viel ausmacht? Habe jetzt Angst vor den nächsten Tagen bzw Nächten, da es tendenziell ja erstmal immer schlimmer wird.

Kennt jemand diese Symptome? Dieses körperliche zehrt an mir. Kenne sowas nicht, war nie Drogen oder Alkoholabhängig.

Danke schonmal im Voraus für eure Einschätzungen und Erfahrungen.

Liebe Grüße,
anmae23

Re: Lorazepam-Entzug Atembeschwerden

Verfasst: Dienstag, 12.06.18, 14:06
von Clarissa
Hallo anmae.

Mein Benzoentzug ging/geht mit teils abstrusen körperlichen Symptomen einher.

Atembeschwerden, wie Du sie beschreibst, gehörten auch dazu. Die empfand ich als sehr unangenehm und beängstigend.
Generell habe ich viele Körperempfindungsstörungen.

Psychische Symptome habe ich dagegen auch nicht bzw. kaum. Keine Rückkehr der Grunderkrankung, die wahrscheinlich zum Schluß v.a. durch die NW der PP unterhalten wurde.

Durchhalten, das wird besser.

VG von Clarissa

Re: Lorazepam-Entzug Atembeschwerden

Verfasst: Mittwoch, 13.06.18, 10:56
von anmae23
Danke dir für deine Erfahrungen.

Mir geht es leider gerade sehr schlecht. Es ist der 2. Tag ohne Tavor (vorher nur 0,15). Ich habe keine Panik, bin aber die ganze Nacht immer wieder aufgeschreckt und hab nach Luft geschnappt, als hätte die Atmung ausgesetzt. Heute früh ist es gefühlt noch schlimmer und ich hab wirklich Angst, dass es noch schlimmer wird und ich wieder zu Tavor greifen muss.

Muss permanent dran denken selbst zu atmen. Das ist so unglaublich anstregend. Ablenken funktioniert nicht, Sport wird glaub ich auch nicht drin sein. Bin grad etwas verzweifelt. So schnell wird das ja bestimmt nicht besser :'(

Re: Lorazepam-Entzug Atembeschwerden

Verfasst: Mittwoch, 13.06.18, 12:41
von Clarissa
Hallo, ich finde gar keine Signatur von Dir?

So eine Quälerei geht natürlich nicht, da wirst Du sicher eine Minimenge Tavor wieder eindosieren und Dich damit stabilisieren müssen.

Ich bin zweimal davon aufgewacht, weil ich nicht mehr geatmet habe, und das war richtig furchtbar.
Sport und Ablenkung funktionieren natürlich nicht, wenn es Dir so grottig geht.

Mitfühlende Grüße von Clarissa.

Re: Lorazepam-Entzug Atembeschwerden

Verfasst: Mittwoch, 13.06.18, 13:58
von anmae23
Hey Clarissa,

Ich habe mal eine Signatur erstellt. Komm mir so doof vor, weil ich wirklich nur so wenig und es so eine kurze Zeit genommen hatte. Wenn ich hier höre, dass manche 7 mg oder mehr genommen haben.

Danke für dein Mitgefühl. Ich versuche es jetzt auszuhalten. Falls es nicht mehr geht, versuche ich wieder mit der letzten Dosierung einzusteigen, danach zu halbieren und hoffentlich besser abzusetzen zu können. Unglaublich was so eine winzige Menge auslösen kann.
Ich kann nichtmal zum Arzt zur Kontrolle der Schilddrüse gehen.. Zum Glück wurde das in der Notaufnahme gemacht.

Liebe Grüße,
anmae23

Re: Atemnot

Verfasst: Montag, 06.08.18, 7:11
von LinLina
Threads zusammengelegt :fly: