Cipralex Absetzen Erfahrungsbericht
Verfasst: 22.06.2015 07:47
Hallo zusammen
Da ich während der Einnahme von Cipralex, immer wider in Foren nach Erfahrungsberichten suchte und leider meistens negative Erfahrungen gelesen habe, möchte ich jetzt meine Erfahrungen mit euch teilen.
Im April 2014 musste ich (nicht unbedingt freiwillig, eher unter Druck wegen meinen Loebsten) in psychologische Behandlung begeben.
Ich litt an einer Depression mit einer Angsttörung und merkte bald, dass das doch der richtige Weg für mich war.
Mein Psychologe fragte mich, ob ich nicht Medikamente nehmen möchte, da es mir so schlecht ging. Das habe ich verweigert. Ich hatte Vorurteile gegen AD und war der Meinung, dass ich das ohne Medikamente schaffen würde.
Es ging mir länger wieder schlechter, ich war nicht therapierbar. Vor einem Jahr flehte ich meinen Arzt an, mit etwas zu geben. Ich hielt den Zustand nicht mehr aus. (Ich möchte hier nicht näher auf die Depression / Angststörung eingehen, ihr wisst was das bedeutet und wie es sich anfühlt)
Ich erhielt Cipralex und fing mit 2,5 mg an und steigerte die Dosis auf 10 mg. Ich fühlte keine Mebenwirkungen aber es ging mir natürlich auch nicht schlagartig besser. Das nahm ich 2 Monate so ein. Es ging mir etwas besser, ich war therapierbar, aber gut ging es mir nicht wirklich. Wir entschlossen uns dann das Cipralex auf 20 mg zu erhöhen. Auch das verursachte keine Nebenwirkungen. Bis im Januar 2015 machte ich eine Schematherapie, wo ich stark an mir gearbeitet habe. Es war eine schlimme / anstrengende Zeit. Im Januar war ich stabil und beendete die Therapie, da ich weggezogen bin. Mein Arzt und ich besprachen, dass ich die Medikamente bis im Sommer weiternehmen soll und dann langsam ausschleichen soll.
Im April verringerte ich die Dosis auf 10 mg. Ich hatte starke Kopfschmerzen,mir war übel und schwindlig. Dies pendelte sich nach 1-2 Wochen wieder ein. Im Mai reduzierte ich die Menge auf mg mit denselben Absetzerscheinungen. Auch diese liessen nach 1-2 Wochen nach. Jedoch fühlte ich mich bei diesem Schritt etwas verändert. Ich nahm Gefühle viel intensiver wahr. Ob positive oder negative. Das machte mich nervös und ich hatte Angst wieder in alte Muster zurückzufallen und dass ich auf einmal alles nochmals durchleben muss. Ich rief meinen damaligen Psychologen an und habe ihm das erzählt. Er meinte, diese Absetzerscheinungen seien bekannt, und ich solle die Cipralex jetzt (4Wochen nach der letzten Runterdosierung) ganz weg lassen, damit wir sehen, ob es mir wegen den Absetzerscheinungen schlechter geht oder ob es mit wirklich psychisch schlechter geht. Mit dieser Antwort habe ich nicht gerechnet und erhlich gesagt, machte mir das Angst. Da ich meinem Psychologen vertraue und er ja wissen muss, wie sich Medikamente verhalten habe ich das Cipralex vor 1 Woche von 5 mg auf 0 abgesetzt.
Ich fühle mich abundzu noch etwas schwindlig aber sonst geht es mir wunderbar.
Ich möchte den Betroffenen einfach mitteilen, dass Absetzerscheinungen möglich sind. Aber versteift euch nicht darauf. Ihr habt Cipralex nicht ohne Grund genommen und ich hoffe es hat euch so gut unterstützt, wie es mich unterstützt hat. Die Absetzerscheinungen waren für mich durchaus erträglich. Und jetzt geht es mir gut. Für diejenigen, die mehr Probleme beim absetzen hatten als ich, tut es mir Leid. Und ich hoffe, ihr schafft den harten Weg. Für diejenigen, die das Absetzen noch vor sich haben sage ich: versteift euch nich auf die Aussagen anderer. Jeder Körper geht mit solchen Sachen anders um. Ich wünsche euch viel Erfolg!
Liebe Grüsse
Da ich während der Einnahme von Cipralex, immer wider in Foren nach Erfahrungsberichten suchte und leider meistens negative Erfahrungen gelesen habe, möchte ich jetzt meine Erfahrungen mit euch teilen.
Im April 2014 musste ich (nicht unbedingt freiwillig, eher unter Druck wegen meinen Loebsten) in psychologische Behandlung begeben.
Ich litt an einer Depression mit einer Angsttörung und merkte bald, dass das doch der richtige Weg für mich war.
Mein Psychologe fragte mich, ob ich nicht Medikamente nehmen möchte, da es mir so schlecht ging. Das habe ich verweigert. Ich hatte Vorurteile gegen AD und war der Meinung, dass ich das ohne Medikamente schaffen würde.
Es ging mir länger wieder schlechter, ich war nicht therapierbar. Vor einem Jahr flehte ich meinen Arzt an, mit etwas zu geben. Ich hielt den Zustand nicht mehr aus. (Ich möchte hier nicht näher auf die Depression / Angststörung eingehen, ihr wisst was das bedeutet und wie es sich anfühlt)
Ich erhielt Cipralex und fing mit 2,5 mg an und steigerte die Dosis auf 10 mg. Ich fühlte keine Mebenwirkungen aber es ging mir natürlich auch nicht schlagartig besser. Das nahm ich 2 Monate so ein. Es ging mir etwas besser, ich war therapierbar, aber gut ging es mir nicht wirklich. Wir entschlossen uns dann das Cipralex auf 20 mg zu erhöhen. Auch das verursachte keine Nebenwirkungen. Bis im Januar 2015 machte ich eine Schematherapie, wo ich stark an mir gearbeitet habe. Es war eine schlimme / anstrengende Zeit. Im Januar war ich stabil und beendete die Therapie, da ich weggezogen bin. Mein Arzt und ich besprachen, dass ich die Medikamente bis im Sommer weiternehmen soll und dann langsam ausschleichen soll.
Im April verringerte ich die Dosis auf 10 mg. Ich hatte starke Kopfschmerzen,mir war übel und schwindlig. Dies pendelte sich nach 1-2 Wochen wieder ein. Im Mai reduzierte ich die Menge auf mg mit denselben Absetzerscheinungen. Auch diese liessen nach 1-2 Wochen nach. Jedoch fühlte ich mich bei diesem Schritt etwas verändert. Ich nahm Gefühle viel intensiver wahr. Ob positive oder negative. Das machte mich nervös und ich hatte Angst wieder in alte Muster zurückzufallen und dass ich auf einmal alles nochmals durchleben muss. Ich rief meinen damaligen Psychologen an und habe ihm das erzählt. Er meinte, diese Absetzerscheinungen seien bekannt, und ich solle die Cipralex jetzt (4Wochen nach der letzten Runterdosierung) ganz weg lassen, damit wir sehen, ob es mir wegen den Absetzerscheinungen schlechter geht oder ob es mit wirklich psychisch schlechter geht. Mit dieser Antwort habe ich nicht gerechnet und erhlich gesagt, machte mir das Angst. Da ich meinem Psychologen vertraue und er ja wissen muss, wie sich Medikamente verhalten habe ich das Cipralex vor 1 Woche von 5 mg auf 0 abgesetzt.
Ich fühle mich abundzu noch etwas schwindlig aber sonst geht es mir wunderbar.
Ich möchte den Betroffenen einfach mitteilen, dass Absetzerscheinungen möglich sind. Aber versteift euch nicht darauf. Ihr habt Cipralex nicht ohne Grund genommen und ich hoffe es hat euch so gut unterstützt, wie es mich unterstützt hat. Die Absetzerscheinungen waren für mich durchaus erträglich. Und jetzt geht es mir gut. Für diejenigen, die mehr Probleme beim absetzen hatten als ich, tut es mir Leid. Und ich hoffe, ihr schafft den harten Weg. Für diejenigen, die das Absetzen noch vor sich haben sage ich: versteift euch nich auf die Aussagen anderer. Jeder Körper geht mit solchen Sachen anders um. Ich wünsche euch viel Erfolg!
Liebe Grüsse