Seit zwei Monaten ohne, aber immer noch total neben der Spur
Verfasst: 08.10.2008 15:48
hallo
ich bin eine weibliche 27jährige, und dank der informationen dieses forums seit anfang august "clean".
zu meiner geschichte: nach einem durch völlige emotionale überlastung ausgelösten nervenzusammenbruch, der sich in panikattacken (hatte ich früher schon mal aber allein ohne medis sehr gut in den griff gekriegt) und denkstörungen bzw. krassen konzentrationsstörungen und schlafproblemen äußerte, verschrieb ein psychiater mir im januar 2008 citalopram. im nachhinein heißt es dies sei damals aufgrund meines depressions-scores absolut angezeigt gewesen. ich bin überhaupt nicht dieser meinung! ich war damals höchstens leicht depressiv, gab mir aber die verantwortung mich dieser emotionalen belastung ausgesetzt und mich selbst nicht hinreichend geschützt zu haben. natürlich kreuzt man dann "ja" an wenn man gefragt wird, ob man sich selbst vorwürfe macht...
wie auch immer, das citalopram zeigte schon nach wenigen tagen wirkung, und zwar derart, dass ich regelrecht manische zustände hatte. ich erlag zb. einem kaufrausch, bei dem ich (als alg-II-empfänger!!) für 50 euro accessoires kaufte. und das, obwohl mich sowas vorher nie groß interessiert hat, ich bin nicht der typ der schmuck trägt! nach ca. zwei wochen fühlte ich mich dann plötzlich merkwürdig gedämpft. ich fühlte weder negative noch positive gefühle richtig. hinzu kamen körperliche nebenwirkungen wie ständige magen-darm-probleme. ich konnte keine orgasmen mehr haben, und konnte mich auch nicht mehr verlieben! während der kompletten zeit die ich antidepressiva nahm, war mein gefühlsleben auf eis gelegt. die panikattacken haben sich übrigens dadurch kaum gebessert, die bekam ich nur mit tavor wirklich in den griff. ich war krankheitsbedingt vor dem nervenzusammenbruch sehr abgemagert gewesen, und schaffte es nicht wieder gewicht zuzulegen. lediglich auf die schlafstörungen und die konzentrationsstörungen hat sich citalopram recht positiv ausgewirkt. allerdings habe ich mittlerweile durch therapeutische maßnahmen nachvollzogen warum es überhaupt zu diesem zusammenbruch kam, und bin der meinung, dass eine gezielte therapie mir auch ohne medikamente geholfen hätte, und mir die hölle des absetzens erspart geblieben wäre.
ich hatte einige wochen nach beginn der einnahme einen termin bei selbigem psychiater und fragte ob die dosis (20mg) vielleicht etwas zu hoch für mich sei, und ob ich sie etwas runtersetzen könne. er meinte jedoch weniger als 20mg hätten keinen therapeutischen nutzen, und sagte ich solle fortfahren wie bisher.
als ich somit im april aufgrund besagter nebenwirkungen beschloss das ad vorsichtig auszuschleichen tat ich dies auf eigene faust, da von seiten des psychiaters keine hilfe zu erwarten war. die empfehlung des beipackzettels lautete von 20mg auf 10mg, nach 2 Wochen dann auf 0mg. *großes gelächter*
ich dachte also mit der reduktion von 20 auf 15mg läge ich auf der sicheren seite. direkt in den ersten tagen fühlte ich mich emotional besser, befreiter, aber nach ca. 5 tagen brach die hölle los: übelkeit, durchfall, panikattacken wie ich vorher noch nie welche hatte, das gefühl in einem horrorfilm zu sein usw. usf. ich wäre fast aus dem fenster gesprungen! sowas kann keiner verstehen, der es nicht selbst erlebt hat! nachdem ich es geschafft hatte zu realisieren was da überhaupt gerade mit mir passiert, warf ich mir eine kräftige dosis tavor ein, die zum glück recht schnell etwas linderung brachte. ich setzte mich an den pc, googlete nach "antidepressiva absetzen" und stieß auf dieses forum. nach ausgiebiger lektüre war mir die sache klar. ich setzte die dosis bei der nächsten einnahme wieder auf 20mg hoch, und einen halben tag später schon waren sämtliche symptome verschwunden! dafür bekam ich einen erneuten manischen kaufrausch, bei dem ich für 100 euro heimtextilien kaufte! (die ikea-familiy-kreditkarte machts möglich) es war faszinierend: ich beobachtete mich selbst bei dem was ich da tat, mir war auch völlig bewusst, dass ich mir das alles gar nicht leisten konnte und auch nicht unbedingt brauchte, aber es war ein so geiles gefühl diese sachen zu kaufen, dass ich einfach nicht aufhören konnte!
entsprechend den empfehlungen die ich gelesen hatte wandte ich mich an meinen hausarzt (um einen termin bei einem psychiater zu bekommen muss man hier monatelang warten!). der war recht ungläubig, meinte er hätte schon des öfteren ad verschrieben und nie hätte jemand solche probleme gehabt. *nochmal großes gelächter* aber er half mir, indem er mir fluoxetin verschrieb. der wechsel von citalopram auf fluoxetin klappte ohne probleme, und schon einige tage später konnte ich mit dem absetzen beginnen. zunächst ging ich dabei so vor, dass ich einmal pro woche die dosis um 0,2ml verringern wollte (ausgangsdosis 5ml = 20mg). das habe ich 3-4 wochen so gemacht, hatte allerdings immer genau 8 tage nach der reduzierung merkwürdige symptome. diese waren oft emotionaler natur, manchmal aber auch regelrecht wie auf irgendwelchen drogen sein. ich erinnere mich an einen frühlingstag, wo ich plötzlich jedes einzelne blatt der mich umgebenden bäume gleichzeitig in seiner vollen intensität wahr nahm. das überforderte mein gehirn völlig, und erforderte mal wieder tavor um damit klarzukommen.
ich fand dann aber heraus, dass es viel besser funktionierte wenn ich jeden tag die dosis um 0,05ml verringerte. das ging einige wochen lang relativ gut ohne nennenswerte probleme. nachdem ich einige wochen so gut wie gar keine absetzsymptome hatte, versuchte ich die reduktion auf 0,1ml pro tag zu erhöhen, was aber ein schwerer fehler war. ich bekam wieder ganz schlimme zustände, so schlimm, dass ich die dosis wieder auf den stand von anderthalb wochen vorher heraufsetzen musste. das war ein herber rückschlag für mich, denn ich wollte ja schnellstmöglich davon runter um wieder ich selber zu werden.
schließlich hatte ich es fast geschafft. eine woche vor dem tag X fing mein körper an merkwürdige dinge zu tun. das merkwürdige gefühl, als wenn irgendwie zuviel strom durch meine muskeln fließt (was ich vorher schon immer wieder gehabt hatte) wurde zeitweise immer stärker, bis ich schließlich zuckungen bekam. ich hatte seitdem bis vor wenige wochen immer diese anfallsartigen beschwerden: zunächst wurden meine emotionen merkwürdig (soll heißen ich hatte gefühlswallungen, die zur aktuellen situation gar nicht passten), dann fing ich an zu zucken, mal mit kleineren mal mit größeren abständen. dabei zuckt der ganze körper ruckartig zusammen, als hätte man einen elektrischen schlag erhalten. meist dauerte solch ein zustand ca. 3-4 stunden.
zum glück bin ich diese körperlichen symptome wie gesagt seit einige zeit im großen und ganzen los, allerdings habe ich in den letzten wochen nun das problem, dass ich depressive anfälle habe. das äußert sich so, dass es mir immer 2-4 tage gut geht (ich fühle mich fit, energetisch, ausgeglichen), und ich dann plötzlich einen tag habe, wo ich komplett durchhänge. kaum die kraft habe mir etwas zu essen zu machen, die ganze zeit nur heulen könnte etc. gefühlsmäßig unterscheidet sich diese art von depression aber sehr stark von meinen früheren problemen mit depression. ich weiß genau, wie depression sich bei mir normalerweise anfühlt. dieses ist anders. nichtsdestotrotz bin ich momentan ziemlich neben der spur, und weiß mir keinen rat mehr. gestern nacht saß ich stundenlang heulend im bett, während mein armer freund mich getröstet und mit mir zusammen überlegt hat wo ich mir hilfe holen könnte. wenn es mir so geht fühle ich mich kaum lebensfähig, kann mich kaum allein versorgen. und mein freund muss tagsüber arbeiten, er kann mir dann nicht helfen. außerdem belastet es ihn natürlich auch sehr mich so leiden zu sehen.
in meiner verzweiflung habe ich vorhin die psychiatrische institutsambulanz in ludwigsburg angerufen (es war deren psychiater dr. lukas der damals das ad verschrieben hatte), weil ich wissen wollte wo ich rasche hilfe bekomme. die frau am telefon war sehr unfreundlich! warum ich mir damals keinen psychiater gesucht hätte? (monatelange wartezeiten, deshalb an hausarzt gewandt, danach nicht mehr das gefühl gehabt einen zu brauchen) warum ich das antidepressivum abgesetzt hätte? (weil ich damit nicht ich selbst war und das meine probleme nicht gelöst hat?!) nun würde ich ja sehen, was ich davon hätte! ich könne ja gar nicht beurteilen ob ich das brauche und ob mir das gut tut. in meinem zustand sei ich schließlich gar nicht in der lage das zu entscheiden! ich solle sofort zum hausarzt gehen und mir das wieder verschreiben lassen! GEHTS NOCH?!? ich geh doch nicht monatelang durch die hölle um von der scheiße runterzukommen, um dann wieder damit anzufangen?! außerdem bin ich ziemlich sicher, dass meine jetzige situation 1. noch immer mit den entzugserscheinungen zu tun hat 2. meine medikamentös noch nicht richtig eingestellte schilddrüsenunterfunktion (der nächste freie termin bei einem endokrinologen ist im märz!
) und 3. das gerade aktuelle bearbeiten meiner ursächlichen probleme (die, wie soll es anders sein, in meiner kindheit liegen) eine rolle bei der jetzigen problematik spielen. das schlimmste was mir gerade passieren könnte, wäre zu alldem schon wieder die charakter- und gefühlsveränderung durch ad zu erfahren! es tut mir nämlich zufällig auch wahnsinnig gut die liebe zu meinem freund erfahren zu können, wie soll es mir besser gehen wenn ein ad diese gefühle dämpft?!
ich bin gerade ziemlich ratlos! ich merke, dass ich hilfe brauche, weiß aber nicht wohin ich mich wenden kann ohne gleich wieder mit ärztlich für gut befundenen drogen vollgestopft zu werden.
tavor nehme ich noch ganz gelegentlich (die panikattacken bin ich noch nicht vollständig los), aber das versuche ich wirklich so selten wie möglich zu nehmen. schließlich hat es auch nebenwirkungen, vor allem bei langzeiteinnahme.
hat jemand einen rat wohin ich mich wenden kann, wo ich hilfe bekomme? nachdem ich bei dieser psychiatrischen institutsambulanz angerufen habe (was mich einiges an überwindung gekostet hatte) war ich völlig fertig.
ich hoffe ich kann mit der schilderung meiner probleme auch anderen dabei helfen herauszufinden was mit ihnen los ist. denn sämtliche von mir konsultierten ärzte haben sich was die absetzproblematik angeht als völlig unfähig erwiesen. und ich weiß ja selber wie sehr es hilft, wenn man sieht man wird nicht verrückt und andere machen das auch durch.
für mich ist diese leichtfertige verschreibung von psychopharmaka fahrlässige körperverletzung!!!
ich bin eine weibliche 27jährige, und dank der informationen dieses forums seit anfang august "clean".
zu meiner geschichte: nach einem durch völlige emotionale überlastung ausgelösten nervenzusammenbruch, der sich in panikattacken (hatte ich früher schon mal aber allein ohne medis sehr gut in den griff gekriegt) und denkstörungen bzw. krassen konzentrationsstörungen und schlafproblemen äußerte, verschrieb ein psychiater mir im januar 2008 citalopram. im nachhinein heißt es dies sei damals aufgrund meines depressions-scores absolut angezeigt gewesen. ich bin überhaupt nicht dieser meinung! ich war damals höchstens leicht depressiv, gab mir aber die verantwortung mich dieser emotionalen belastung ausgesetzt und mich selbst nicht hinreichend geschützt zu haben. natürlich kreuzt man dann "ja" an wenn man gefragt wird, ob man sich selbst vorwürfe macht...
wie auch immer, das citalopram zeigte schon nach wenigen tagen wirkung, und zwar derart, dass ich regelrecht manische zustände hatte. ich erlag zb. einem kaufrausch, bei dem ich (als alg-II-empfänger!!) für 50 euro accessoires kaufte. und das, obwohl mich sowas vorher nie groß interessiert hat, ich bin nicht der typ der schmuck trägt! nach ca. zwei wochen fühlte ich mich dann plötzlich merkwürdig gedämpft. ich fühlte weder negative noch positive gefühle richtig. hinzu kamen körperliche nebenwirkungen wie ständige magen-darm-probleme. ich konnte keine orgasmen mehr haben, und konnte mich auch nicht mehr verlieben! während der kompletten zeit die ich antidepressiva nahm, war mein gefühlsleben auf eis gelegt. die panikattacken haben sich übrigens dadurch kaum gebessert, die bekam ich nur mit tavor wirklich in den griff. ich war krankheitsbedingt vor dem nervenzusammenbruch sehr abgemagert gewesen, und schaffte es nicht wieder gewicht zuzulegen. lediglich auf die schlafstörungen und die konzentrationsstörungen hat sich citalopram recht positiv ausgewirkt. allerdings habe ich mittlerweile durch therapeutische maßnahmen nachvollzogen warum es überhaupt zu diesem zusammenbruch kam, und bin der meinung, dass eine gezielte therapie mir auch ohne medikamente geholfen hätte, und mir die hölle des absetzens erspart geblieben wäre.
ich hatte einige wochen nach beginn der einnahme einen termin bei selbigem psychiater und fragte ob die dosis (20mg) vielleicht etwas zu hoch für mich sei, und ob ich sie etwas runtersetzen könne. er meinte jedoch weniger als 20mg hätten keinen therapeutischen nutzen, und sagte ich solle fortfahren wie bisher.
als ich somit im april aufgrund besagter nebenwirkungen beschloss das ad vorsichtig auszuschleichen tat ich dies auf eigene faust, da von seiten des psychiaters keine hilfe zu erwarten war. die empfehlung des beipackzettels lautete von 20mg auf 10mg, nach 2 Wochen dann auf 0mg. *großes gelächter*
ich dachte also mit der reduktion von 20 auf 15mg läge ich auf der sicheren seite. direkt in den ersten tagen fühlte ich mich emotional besser, befreiter, aber nach ca. 5 tagen brach die hölle los: übelkeit, durchfall, panikattacken wie ich vorher noch nie welche hatte, das gefühl in einem horrorfilm zu sein usw. usf. ich wäre fast aus dem fenster gesprungen! sowas kann keiner verstehen, der es nicht selbst erlebt hat! nachdem ich es geschafft hatte zu realisieren was da überhaupt gerade mit mir passiert, warf ich mir eine kräftige dosis tavor ein, die zum glück recht schnell etwas linderung brachte. ich setzte mich an den pc, googlete nach "antidepressiva absetzen" und stieß auf dieses forum. nach ausgiebiger lektüre war mir die sache klar. ich setzte die dosis bei der nächsten einnahme wieder auf 20mg hoch, und einen halben tag später schon waren sämtliche symptome verschwunden! dafür bekam ich einen erneuten manischen kaufrausch, bei dem ich für 100 euro heimtextilien kaufte! (die ikea-familiy-kreditkarte machts möglich) es war faszinierend: ich beobachtete mich selbst bei dem was ich da tat, mir war auch völlig bewusst, dass ich mir das alles gar nicht leisten konnte und auch nicht unbedingt brauchte, aber es war ein so geiles gefühl diese sachen zu kaufen, dass ich einfach nicht aufhören konnte!
entsprechend den empfehlungen die ich gelesen hatte wandte ich mich an meinen hausarzt (um einen termin bei einem psychiater zu bekommen muss man hier monatelang warten!). der war recht ungläubig, meinte er hätte schon des öfteren ad verschrieben und nie hätte jemand solche probleme gehabt. *nochmal großes gelächter* aber er half mir, indem er mir fluoxetin verschrieb. der wechsel von citalopram auf fluoxetin klappte ohne probleme, und schon einige tage später konnte ich mit dem absetzen beginnen. zunächst ging ich dabei so vor, dass ich einmal pro woche die dosis um 0,2ml verringern wollte (ausgangsdosis 5ml = 20mg). das habe ich 3-4 wochen so gemacht, hatte allerdings immer genau 8 tage nach der reduzierung merkwürdige symptome. diese waren oft emotionaler natur, manchmal aber auch regelrecht wie auf irgendwelchen drogen sein. ich erinnere mich an einen frühlingstag, wo ich plötzlich jedes einzelne blatt der mich umgebenden bäume gleichzeitig in seiner vollen intensität wahr nahm. das überforderte mein gehirn völlig, und erforderte mal wieder tavor um damit klarzukommen.
ich fand dann aber heraus, dass es viel besser funktionierte wenn ich jeden tag die dosis um 0,05ml verringerte. das ging einige wochen lang relativ gut ohne nennenswerte probleme. nachdem ich einige wochen so gut wie gar keine absetzsymptome hatte, versuchte ich die reduktion auf 0,1ml pro tag zu erhöhen, was aber ein schwerer fehler war. ich bekam wieder ganz schlimme zustände, so schlimm, dass ich die dosis wieder auf den stand von anderthalb wochen vorher heraufsetzen musste. das war ein herber rückschlag für mich, denn ich wollte ja schnellstmöglich davon runter um wieder ich selber zu werden.
schließlich hatte ich es fast geschafft. eine woche vor dem tag X fing mein körper an merkwürdige dinge zu tun. das merkwürdige gefühl, als wenn irgendwie zuviel strom durch meine muskeln fließt (was ich vorher schon immer wieder gehabt hatte) wurde zeitweise immer stärker, bis ich schließlich zuckungen bekam. ich hatte seitdem bis vor wenige wochen immer diese anfallsartigen beschwerden: zunächst wurden meine emotionen merkwürdig (soll heißen ich hatte gefühlswallungen, die zur aktuellen situation gar nicht passten), dann fing ich an zu zucken, mal mit kleineren mal mit größeren abständen. dabei zuckt der ganze körper ruckartig zusammen, als hätte man einen elektrischen schlag erhalten. meist dauerte solch ein zustand ca. 3-4 stunden.
zum glück bin ich diese körperlichen symptome wie gesagt seit einige zeit im großen und ganzen los, allerdings habe ich in den letzten wochen nun das problem, dass ich depressive anfälle habe. das äußert sich so, dass es mir immer 2-4 tage gut geht (ich fühle mich fit, energetisch, ausgeglichen), und ich dann plötzlich einen tag habe, wo ich komplett durchhänge. kaum die kraft habe mir etwas zu essen zu machen, die ganze zeit nur heulen könnte etc. gefühlsmäßig unterscheidet sich diese art von depression aber sehr stark von meinen früheren problemen mit depression. ich weiß genau, wie depression sich bei mir normalerweise anfühlt. dieses ist anders. nichtsdestotrotz bin ich momentan ziemlich neben der spur, und weiß mir keinen rat mehr. gestern nacht saß ich stundenlang heulend im bett, während mein armer freund mich getröstet und mit mir zusammen überlegt hat wo ich mir hilfe holen könnte. wenn es mir so geht fühle ich mich kaum lebensfähig, kann mich kaum allein versorgen. und mein freund muss tagsüber arbeiten, er kann mir dann nicht helfen. außerdem belastet es ihn natürlich auch sehr mich so leiden zu sehen.
in meiner verzweiflung habe ich vorhin die psychiatrische institutsambulanz in ludwigsburg angerufen (es war deren psychiater dr. lukas der damals das ad verschrieben hatte), weil ich wissen wollte wo ich rasche hilfe bekomme. die frau am telefon war sehr unfreundlich! warum ich mir damals keinen psychiater gesucht hätte? (monatelange wartezeiten, deshalb an hausarzt gewandt, danach nicht mehr das gefühl gehabt einen zu brauchen) warum ich das antidepressivum abgesetzt hätte? (weil ich damit nicht ich selbst war und das meine probleme nicht gelöst hat?!) nun würde ich ja sehen, was ich davon hätte! ich könne ja gar nicht beurteilen ob ich das brauche und ob mir das gut tut. in meinem zustand sei ich schließlich gar nicht in der lage das zu entscheiden! ich solle sofort zum hausarzt gehen und mir das wieder verschreiben lassen! GEHTS NOCH?!? ich geh doch nicht monatelang durch die hölle um von der scheiße runterzukommen, um dann wieder damit anzufangen?! außerdem bin ich ziemlich sicher, dass meine jetzige situation 1. noch immer mit den entzugserscheinungen zu tun hat 2. meine medikamentös noch nicht richtig eingestellte schilddrüsenunterfunktion (der nächste freie termin bei einem endokrinologen ist im märz!
ich bin gerade ziemlich ratlos! ich merke, dass ich hilfe brauche, weiß aber nicht wohin ich mich wenden kann ohne gleich wieder mit ärztlich für gut befundenen drogen vollgestopft zu werden.
tavor nehme ich noch ganz gelegentlich (die panikattacken bin ich noch nicht vollständig los), aber das versuche ich wirklich so selten wie möglich zu nehmen. schließlich hat es auch nebenwirkungen, vor allem bei langzeiteinnahme.
hat jemand einen rat wohin ich mich wenden kann, wo ich hilfe bekomme? nachdem ich bei dieser psychiatrischen institutsambulanz angerufen habe (was mich einiges an überwindung gekostet hatte) war ich völlig fertig.
ich hoffe ich kann mit der schilderung meiner probleme auch anderen dabei helfen herauszufinden was mit ihnen los ist. denn sämtliche von mir konsultierten ärzte haben sich was die absetzproblematik angeht als völlig unfähig erwiesen. und ich weiß ja selber wie sehr es hilft, wenn man sieht man wird nicht verrückt und andere machen das auch durch.
für mich ist diese leichtfertige verschreibung von psychopharmaka fahrlässige körperverletzung!!!