Seite 1 von 1

Schlafrückkehr

Verfasst: 15.11.2017 09:24
von Manja
Hallo ihr Lieben,

ich leide seit dreieinhalb Monaten unter Schlafstörungen. Ich leider sehr darunter. Kann mich damit nicht abfinden. :cry:

Gibt es denn hier Betroffene, bei denen der Schlaf vollständig zurück gekehrt ist? Ich habe Angst, dass ich mein Leben lang damit zu tun haben werde. Ich will nichts künstliches nehmen müssen, damit ich schlafen kann.

Danke schonmal für eure Rückmeldungen

Liebe Grüße und viel Kraft an alle
Manja

Re: Schlafrückkehr

Verfasst: 15.11.2017 10:05
von Clarissa
Hallo, liebe Manja.

Ich kann berichten, dass mein lebenslang gestörter Schlaf sich inzwischen wieder etwa auf dem Niveau von vor den Medikamenten eingependelt hat. Darüber bin ich sehr froh.
Ich kann wieder, zwar unruhig und meist erschwert einschlafend, bis zu sechs, selten sieben Stunden schlafen. Ich komme früh gut aus dem Bett und bin ausreichend erholt, also nicht ganztags vollkommen "breit".

Ich helfe überhaupt nicht nach, auch nicht mit pflanzlichen oder NEM. Allerdings trinke ich keinen Kaffee mehr.

Und: es hat lange gedauert und es gab viele Rückschläge. Noch immer gibt es schlechte Nächte, die mir zu schaffen machen.

Aber es trat eine deutliche Verbesserung ein im Laufe der Zeit.

Ich bin allerdings nicht mehr berufstätig und muss nicht tags knallhart funktionieren.

Viel Geduld und Erfolg!

VG von sleepless.

Re: Schlafrückkehr

Verfasst: 15.11.2017 10:06
von Eva
Hallo Manja,

ich habe leider auch kein Rezept, das eine Schlaftablette ersetzt, aber ich verstehe Dich total, denn auch für mich wächst sich der permanente Schlafverlust im Entzug zur gravierendsten Belastung aus.

Hast Du es schon mit Tee versucht? Ein wirksamer Schlaftee lässt sich aus Melisse, Hopfen, Passionsblüte und eventuell Baldrian zubereiten. Ich selbst habe den gegen Grünen Hafer ausgetauscht, da ich auf Baldrian paradox reagiere. Manchmal hilft er mir tatsächlich einzuschlafen, wenigstens für zwei Stunden; er muss nur ausreichend stark zubereitet werden. Ich trinke ihn allerdings inzwischen seltener, da ich nicht davon abhängig werden will.

Daneben ist eine sog. Schlafhygiene wichtig, und man kann auch mal versuchen, den Schlaf für ein, zwei Nächte ganz bewusst zu vermeiden; auch das kann gelegentlich helfen, mal wieder eine Nacht tief zu schlafen, ist aber natürlich an sich eine harte Methode.

LG Pons

Re: Schlafrückkehr

Verfasst: 15.11.2017 10:19
von Luisa1974
Hallo Manja,
du Arme, ich kann das total verstehen.. ich habe durch das Citalopram die Schlafstörungen bekommen und nehme deshalb Mirtazapin. Sei froh, dass du es bisher aushalten kannst, so wie es ist. Lass dich lieber krank schreiben wenn du nicht schlafen kannst, als andere Medikamente zu nehmen.
Bei mir war es leider nötig, da ich begonnen hatte, Alkohol Abends zum Einschlafen zu trinken.
Nicht schlafen zu können finde ich nicht so schlimm, bei mir ist es so, dass ich die Gedanken nicht aushalte, die dann kommen und ich manchmal so verzweifelt war, dass ich Angst hatte, ich renne nachts auf die Straße und werfe mich vor ein Auto.. deshalb nehme ich das Mirtazapin.
Du schaffst das bestimmt ohne, vorher hattest du doch auch keine Schlafstörungen. Du hast jetzt eine schwierige Phase im Leben, da hat jeder Gesunde auch Schlafprobleme.
Ich habe übrigens auch Probleme mit dem Wechsel der Präparate von unterschiedlichen Herstellern. AbisZ und AL , irgendwie sind die unterschiedlich.

Ich wünsche dir viel Kraft.
liebe Grüße
Luisa

Re: Schlafrückkehr

Verfasst: 15.11.2017 10:20
von Manja
Danke Pons und Sleepless für eure Rückmeldungen. Ich hatte nie Schlafprobleme in meinem Leben, konnte immer gut schlafen. Der Schlaf war zwar leicht und manchmal dauerte das Einschlafen etwas länger aber es war einfach gut. Schlafprobleme kenne ich erst im Zusammenhang mit Citalopram. Das erste Mal 2015 beim Einschleichen, was sich aber nach vier Wochen wieder einpegelte. Und nun hänge ich seit dreineinhalb Monaten in den Seilen. Ende September dachte ich, es wird besser, hatte mehr Schlafphasen von manchmal fünf Stunden, was mir gut tat. Vor ca. vier Wochen nach zwei Tagen Einnahme von Rosenwurz hatte ich nochmal zwei wunderbare Nächte. Danach schlug es aber um mit heftigen Panikattacken (Atemnot) Seitdem ist der Schlaf wieder massiv gestört. Das Rosenwurz hatte da sicher getriggert. Aber da der Schlaf schonmal besser wurde, kann er es doch auch wieder oder. Mir würden auch sieben Stunden Schlaf am Stück reichen. Ich nahm Citalopram ja schon öfter, da hatte ich nie Probleme.

Liebe Grüße
Manja

Re: Schlafrückkehr

Verfasst: 15.11.2017 10:29
von Manja
Danke Luisa,
ja das Mirtazapin habe ich auch zu Hause. Nahm hin und wieder mal nur ein kleines Stück aus Verzweiflung, vielleicht eine Achtel Tablette. Manche sagen, es ist kein Bedarfsmedikament, andere meinen, man kann es bei Bedarf nehmen. Ich möchte das Mirta nicht dauerhaft nehme, will überhaupt nichts mehr nehmen will einfach nur wieder wie vorher sein. Ich habe aber auch keine so schlimmen Gedanken im Bett, ich sorge mich auch nicht. Es gibt keinen Grund, nicht schlafen zu können, außer vielleicht die Hirnchemie, die durch das Citalpram durcheinander gebracht wurde. Vielleicht werde ich in ein paar Monaten an diese schreckliche Zeit zurück denken und so glücklich, dass es vorbei ist und alles wieder gut ist. Daran denke ich jeden Tag. Ich sehe mich 2018 wieder fröhlich und glücklich mit meinem guten alten Schlaf.

LIebe Grüße
Manja

Re: Schlafrückkehr

Verfasst: 15.11.2017 17:31
von Eva
Hallo Manja,

dass Du Dich schlafend in der Zukunft siehst, ist eine gute Programmierung. Ich denke auch, das wird klappen. Was unseren Zustand auch so schwierig macht, ist das meist lange Warten ins Ungewisse. Aber ich orientiere mich an denjenigen, die es geschafft haben. Das wird schon.

Lieber Gruß, alles Gute,
Eva