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Leinad: Duloxetin Absetzsymptome - was tun?

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Re: Leinad: Duloxetin Absetzsymptome - was tun?

Beitrag von padma »

hallo Daniel, :)

du sprichst ein wichtiges Thema an.
Das Forum beinhaltet eine ausführliche Sammlung von Problemen, die auftreten können aber nicht müssen. Das ist für viele hilfreich, um einzuordnen, dass andere genau die gleichen Symptome haben, sie also keine Angst vor einer schweren Erkrankung haben müssen.

Für andere jedoch ist das, wie auch für dich, sehr ängstigend. Da ist es wichtig, gut zu schauen, was du liest und was dann besser nicht.

Es gibt keine wirklich gute Lösung für dieses Dilemma, da muss jede/r für sich selbst einen Weg finden, wie er mit den Informationen gut umzugehen kann.

liebe Grüsse,
padma
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Was finde ich wo im Forum
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Re: Leinad: Duloxetin Absetzsymptome - was tun?

Beitrag von Leinad »

Hallo,

ich danke Euch allen sehr für die Mitteilungen. Deshalb sehts mir bitte nach, wenn ich über Symptome/Nebenwirkungen/Umgang Fragen habe und die hier in meinem Thread stelle, anstatt im Forum zu recherchieren. Es ist nämlich wirklich ein zu großes Risiko für mich nach einer Information zu suchen und dabei über für mich entstehende starke „Negativinformationen“ zu stolpern, wodurch ich eher ängstlicher werde, als wie wenn mir hier jemand konstrukiv antwortet.
Danke.

Liebe Grüße
Daniel
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Leinad
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Re: Leinad: Duloxetin Absetzsymptome - was tun?

Beitrag von Leinad »

Hallo und guten Morgen,

hat jemand Erfahrung mit dem Thema Erschöpfung? Das war schon immer eine NW meiner Medikamente, und jetzt beim Absetzen kommt es verstärkt. Ich merke das im Bauchraum/Solarplexus als „Verspannung/wie ein Block“ und im Kopf so eine Mattheit und Schwere. Kennt Ihr da Möglichkeiten zur Linderung oder auch alternative Naturheilmittel zur Unterstützung? Weil will und kann nicht den ganzen Tag rumlungern und muss ja auch arbeiten. Bis Mittags 15 Uhr etwa ist das ganz stark bei mir, danach lässt es nach. Aber ja, der Arbeitsalltag findet vorher statt und ich hab kein Bock ein Burnout zu kriegen weil ich erschöpft von ADs bin und dann mich zwingen muss beim Arbeiten. Teufelskreis einfach.

Liebe Grüße
Daniel
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Re: Leinad: Duloxetin Absetzsymptome - was tun?

Beitrag von padma »

hallo Daniel, :)

Erschöpfung ist im Entzug leider ein häufiges Problem, ich leide da auch darunter. Ich habe leider noch nichts gefunden, was mir wirklich helfen könnte. Ich arbeite nicht und kann daher auch tagsüber ausruhen.

Zu Solarplexus haben wir einen thread mit Erfahrungen und Tipps, aber ich weiss nicht, ob du rein lesen möchtest. viewtopic.php?f=50&t=17543

liebe Grüsse,
padma
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Re: Leinad: Duloxetin Absetzsymptome - was tun?

Beitrag von Ajnevs »

Hey Leinad,

Kannst du deine Arbeitszeit nach hinten schieben?

Ich habe das auch als Nebenwirkung...oft auch morgens/mittags....ich fange jetzt oft erst dann um 10 Uhr an zu arbeiten...dann kann ich etwas länger schlafen, was mir entgegen kommt. Und ich hab quasi mehr "aufgeweckte" Arbeitszeit....

Außer Ausruhen wüsste ich nichts hilfreiches....und natürlich ganz viel Akzeptanz.

LG
Diagnose: Wochenbettdepression (Juli 2015)

Einnahme von Duloxetin und Fluanxol ab Aug 2015
ab Januar 2016 insgesamt 120 mg Duloxetin, 2mg Fluanxol

Reduktion ab Frühjahr 2017: Duloxetin jeweils um 30 mg alle 3 Wochen nach Absprache mit der Ärztin, Fluanxol um je 0.5 mg

im Juni 17 Duloxetin auf 30 mg reduziert und Fluanxol auf 0 mg; heftige Absetzsymptome ; Klinikaufenthalt erforderlich

Dortige Aufdosierung auf 120 mg Duloxetin und 1 mg Fluanxol

Nach Absprache mit meiner Ärztin zunächst Fluanxol erfolgreich abgesetzt zum Ende 2017

Beginn der Reduktion des Duloxetin Ende 17
- 3 Monate 105 mg
- 3 Monate 90 mg
- 3 Monate 75 mg
- 3 Monate 60 mg

ab Dez 18 Reduktion auf 45 mg - stärkere Entzugssymptome als vorher

19.12.18 Erhöhung auf 46 mg Duloxetin

30.12.18 Erhöhung auf 48 mg Duloxetin - Einschlafprobleme, Reizbarkeit, Ohrgeräusche

08.01.2019 Erhöhung auf 50 mg

01.03.2019 Reduktion auf 47.5 mg
14.04.2019 Reduktion auf 45 mg
02.06.2019 Reduktion auf 40 mg
08.07.2019 Reduktion auf 35 mg
05.08.2019 Reduktion auf 31 mg
23.09.2019 Reduktion auf 28 mg
10.10.2019 Erhöhung auf 28.5 mg

November 2019 Absetzen der Anti-Baby-Pille

27.03.2020 Reduktion auf 27 mg
Seit Woche 5 verstärkt Entzugssymptome; neu dabei: Kopfschmerzen, Nackenverspannungen

Ab Mai über 3 Wochen 0.5 mg reduziert (3 Kügelchen, wöchentlich eins weggelassen) - 26.5 mg
Entzugssymptome vorhanden, aushaltbarer, kürzere und mildere Wellen bekannter Symptome, getriggert durch den Hormonstatus (Tage über den Eisprung waren furchtbar!)

07.07.2020 26 mg
09.09.2020 26.5 mg
25.02.2020 25.8 mg
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Re: Leinad: Duloxetin Absetzsymptome - was tun?

Beitrag von Leinad »

Ajnevs hat geschrieben: 26.02.2021 21:10 Hey Leinad,

Kannst du deine Arbeitszeit nach hinten schieben?

Ich habe das auch als Nebenwirkung...oft auch morgens/mittags....ich fange jetzt oft erst dann um 10 Uhr an zu arbeiten...dann kann ich etwas länger schlafen, was mir entgegen kommt. Und ich hab quasi mehr "aufgeweckte" Arbeitszeit....

Außer Ausruhen wüsste ich nichts hilfreiches....und natürlich ganz viel Akzeptanz.

LG
Hallo und danke für die Rückmeldung,

ich bin aktuell noch krank geschrieben. Aber ja, ich muss schauen was ich da tun kann. Ist ein dummes Dilemma.

Liebe Grüße
Daniel
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Leinad
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Re: Leinad: Duloxetin Absetzsymptome - was tun?

Beitrag von Leinad »

Guten Morgen,

es ist wirklich zum Davonlaufen. Seit ich ausgeschlichen habe und wieder eindosiert ist diese Erschöpfung so stark. Ich habe zudem so schwache, schwabbelige Beine. Ich könnte echt durchdrehen. Diese :censored: AD's machen alles kaputt. Klar steht hier überall man erholt sich davon, aber diese Erschöpfung und so eine Zustandsverschlechterung, wenn ich das alles gewusst hätte... ich hätte viel langsamer Ausschleichen müssen bzw. wieder reingehen müssen :cry: . Aber ich will jetzt nicht nochmal an der Dosis was ändern, hoffe diese (immense) Erschöpfung und Schwachheit in den Beinen wird besser. Könnte mir nur Vorwürfe machen, aber wusste es ja nicht besser. Hoffe habe durch die unwissentliche Vorgehensweise nicht alles "kaputt" gemacht in meinem System...

Liebe Grüße
Daniel
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Annanas
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Re: Leinad: Duloxetin Absetzsymptome - was tun?

Beitrag von Annanas »

Hallo Daniel :) ,
Leinad hat geschrieben: 28.02.2021 09:44 aber diese Erschöpfung und so eine Zustandsverschlechterung, wenn ich das alles gewusst hätte... ich hätte viel langsamer Ausschleichen müssen bzw. wieder reingehen müssen .
Dieses Hadern und Zurückschauen hilft jetzt nicht mehr, eher im Gegenteil: es zieht noch mehr runter.
Ist auch eine eigene Erfahrung.
Hätte ich vorher gewußt, daß diese Medikamente zumindestens physisch abhängig machen, hätte ich die nie angerührt, aber so geht es den meisten von uns.
Jetzt müssen wir sehen, daß wir das beste aus der Situation machen.
Leinad hat geschrieben: 28.02.2021 09:44 Seit ich ausgeschlichen habe und wieder eindosiert ist diese Erschöpfung so stark. Ich habe zudem so schwache, schwabbelige Beine.
Ich kenne diese Muskelschwäche bzw das Gefühl davon auch, genauso wie das, was du vorher geschrieben hattest.
Diesen Block im Solarplexusbereich hast du gut beschrieben, ich denke der kommt von Muskelverspannungen bzw einem erhöhten Muskeltonus, damit können die Muskeln nur schwer ihre Aufgabe erfüllen.

Mir helfen nur Muskelentspannungsübungen, was sich erstmal seltsam anhört, weil man meint, es handelt sich eh schon um eine Muskelschwäche - bei mir zumindestens sind es wirklich eher Verspannungen u Muskelstarre.
Auch diese Benommenheit ist mir bekannt.
Leinad hat geschrieben: 28.02.2021 09:44 Aber ich will jetzt nicht nochmal an der Dosis was ändern, hoffe diese (immense) Erschöpfung und Schwachheit in den Beinen wird besser.
Ich würde jetzt auch eine längere Zeit die Dosis halten, auch eine Aufdosierung braucht Zeit, um entsprechend zu wirken u zudem reizt ein schnelles Hochdosieren zusätzlich das ZNS.

Auch wenn es beim Aufdosieren nach einem anfänglichen Verschwinden wieder zu Symptomen kommt, heißt das nicht zwingend, daß die Dosis noch zu niedrig ist, um sich zu stabilisieren.
14 Tage sind für eine Stabilisierung wirklich noch kein Zeitraum, das dauert mitunter etwas länger.

Deshalb habe bitte Geduld u ändere erstmal nichts mehr - ich weiß, es ist schwer, aber letztendlich wird sich dieses "Ruhe ins System bringen" auszahlen.
Leinad hat geschrieben: 28.02.2021 09:44 Hoffe habe durch die unwissentliche Vorgehensweise nicht alles "kaputt" gemacht in meinem System...
Hast du mit Sicherheit nicht, sonst würde sich hier niemand
mehr erholen. Wir wußten es vorher ja alle nicht besser, weil wir dem geglaubt haben, was die Ärzteaussagen zu den Medikamenten waren.
Bei mir klang das damals so: nehmen sie das mal, hat kaum NW u macht nicht abhängig! :evil:

Das Gehirn ist ,Gott sei Dank, neuroplastisch u wird sich regenerieren, es kann nur eben einige Zeit dauern, aber eben hier auch sehr individuell - bei dem einen passiert es schneller, beim anderen dauert es länger (auch abhängig von vielen anderen Faktoren außerhalb der Medikamenteneinnahme).

Alles Gute, Daniel, es wird wieder besser werden - wenn man so drinsteckt, glaubt man es meist nicht (geht mir auch u immer noch so), aber sowie sich kleine Fenster/Verbesserungen zeigen, wird man wieder optimistischer.

Liebe Grüße von Anna
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016 (1999 - 2007 Paroxetin 20 mg)
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Mein Thread: viewtopic.php?p=409341#p409341

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Re: Leinad: Duloxetin Absetzsymptome - was tun?

Beitrag von Leinad »

Hallo Anna,

vielen Dank. Der Schlüssel ist die Akzeptanz, und das ist das Schwerste...
Vor allem ist für mich das Schwierigste einzuschätzen, wann zuviel Belastung war und wann nicht, weil (Erschöpfungs-)Auswirkungen mitunter erst Tage später auftreten können. Gleichzeitig will ich mich ja nicht von der Welt "abnabeln" und garnichts mehr tun. Das ist so ein Dilemma.

Liebe Grüße
Daniel
Zuletzt geändert von Leinad am 28.02.2021 10:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Ajnevs
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Re: Leinad: Duloxetin Absetzsymptome - was tun?

Beitrag von Ajnevs »

Hey Leinad,

gib deinem Körper Zeit...

Bei mir dauert es hin und wieder 3-4 Monate, bis ich stabiler wurde...und das heißt nicht, dass es dann perfekt war.

LG
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Einnahme von Duloxetin und Fluanxol ab Aug 2015
ab Januar 2016 insgesamt 120 mg Duloxetin, 2mg Fluanxol

Reduktion ab Frühjahr 2017: Duloxetin jeweils um 30 mg alle 3 Wochen nach Absprache mit der Ärztin, Fluanxol um je 0.5 mg

im Juni 17 Duloxetin auf 30 mg reduziert und Fluanxol auf 0 mg; heftige Absetzsymptome ; Klinikaufenthalt erforderlich

Dortige Aufdosierung auf 120 mg Duloxetin und 1 mg Fluanxol

Nach Absprache mit meiner Ärztin zunächst Fluanxol erfolgreich abgesetzt zum Ende 2017

Beginn der Reduktion des Duloxetin Ende 17
- 3 Monate 105 mg
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- 3 Monate 75 mg
- 3 Monate 60 mg

ab Dez 18 Reduktion auf 45 mg - stärkere Entzugssymptome als vorher

19.12.18 Erhöhung auf 46 mg Duloxetin

30.12.18 Erhöhung auf 48 mg Duloxetin - Einschlafprobleme, Reizbarkeit, Ohrgeräusche

08.01.2019 Erhöhung auf 50 mg

01.03.2019 Reduktion auf 47.5 mg
14.04.2019 Reduktion auf 45 mg
02.06.2019 Reduktion auf 40 mg
08.07.2019 Reduktion auf 35 mg
05.08.2019 Reduktion auf 31 mg
23.09.2019 Reduktion auf 28 mg
10.10.2019 Erhöhung auf 28.5 mg

November 2019 Absetzen der Anti-Baby-Pille

27.03.2020 Reduktion auf 27 mg
Seit Woche 5 verstärkt Entzugssymptome; neu dabei: Kopfschmerzen, Nackenverspannungen

Ab Mai über 3 Wochen 0.5 mg reduziert (3 Kügelchen, wöchentlich eins weggelassen) - 26.5 mg
Entzugssymptome vorhanden, aushaltbarer, kürzere und mildere Wellen bekannter Symptome, getriggert durch den Hormonstatus (Tage über den Eisprung waren furchtbar!)

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Re: Leinad: Duloxetin Absetzsymptome - was tun?

Beitrag von Annanas »

Hallo Daniel :) ,
Leinad hat geschrieben: 28.02.2021 10:39 Vor allem ist für mich das Schwierigste einzuschätzen, wann zuviel Belastung war und wann nicht, weil (Erschöpfungs-)Auswirkungen mitunter erst Tage später auftreten können. Gleichzeitig will ich mich ja nicht von der Welt "abnabeln" und garnichts mehr tun. Das ist so ein
Ich glaube, das ist ein Lernprozeß - anfangs ging es mir auch so, wie du beschreibst.
Mittlerweile merke ich eher (nicht immer), wenn mir etwas zuviel wird - ich bekomme dann so ein komisches Bauchgefühl, das manifestiert sich letztendlich im Solarplexusbereich u dann ist spätestens "stopp" angesagt u Ruhe.

Das Schlimme ist dabei, daß auch Dinge, die Spaß machen, die man gern tut, zur Überforderung des ZNS führen können - da hilft wirklich nur, sehr achtsam mit sich umzugehen.

Aber, wie geschrieben, mit der Zeit findet man seine derzeitigen Grenzen so einigermaßen heraus.

Liebe Grüße von Anna
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Re: Leinad: Duloxetin Absetzsymptome - was tun?

Beitrag von Leinad »

Annanas hat geschrieben: 28.02.2021 11:11 Das Schlimme ist dabei, daß auch Dinge, die Spaß machen, die man gern tut, zur Überforderung des ZNS führen können - da hilft wirklich nur, sehr achtsam mit sich umzugehen.
Hallo Anna,

genau das ist das schlimmste.

Liebe Grüße
Daniel
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Leinad
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Re: Leinad: Duloxetin Absetzsymptome - was tun?

Beitrag von Leinad »

Hallo :),

kennt jemand das Phänomen, dass das Herz anfängt zu Rasen wenn man sich hinlegt und/oder am einschlafen/dösen ist? Das hatte ich auch schon generell vor dem Ausschleichen und während der Einnahme der Medikamente, nur das lässt mich dann nicht zur Ruhe kommen. Der Körper denkt es geht ums Überleben. Paradox, weil genau dann wenn wirklich Ruhe ist dreht der Körper durch. Ich bekomme da auch keinen Zugriff drauf, das läuft vollkommen autonom. Egal wie langsam oder bewusst ich atme...kann dann nicht ausruhen. Das ist dann ein Puls zw. 100-120 Schläge und richtig hart und kann locker 45-60 Minuten so gehen.
Kennt das jemand? Ursache? Mögliche Maßnahmen?

Liebe Grüße
Daniel
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Re: Leinad: Duloxetin Absetzsymptome - was tun?

Beitrag von Straycat »

Hallo Daniel,

vielleicht liegt es am "enthemmten Alarmsystem" - hier findest du einen Thread dazu: viewtopic.php?f=6&t=10373

Vom Aufschrecken beim Einschlafen berichten viele Betroffene. Gib in die Suchfunktion mal "Aufschrecken" ein, dann findest du viele Ergebnisse.

Liebe Grüße,
Cat
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Re: Leinad: Duloxetin Absetzsymptome - was tun?

Beitrag von Leinad »

Hallo zusammen,

kennt jemand POTS (Posturales orthostatisches Tachykardiesyndrom) als Begleiterscheinung DURCH die Medikamente oder DURCH das Absetzen? Also nicht als Grunderkrankung, sondern wirklich durch Medikamente verursacht?

Liebe Grüße
Daniel
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Leinad
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Re: Leinad: Duloxetin Absetzsymptome - was tun?

Beitrag von Leinad »

Hallo zusammen,

kennt jemand das Symptom im Zusammenhang mit den Medikamenten, dass es sich anfühlt als wenn der Gaumen pulsiert? Beziehungsweise als wenn von oben ein Druck auf den Gaumen kommt, ich kann es nicht anders beschreiben, ganz komisch. Und zusätzlich so ein generelles Ziehen im Kiefer.

Liebe Grüße
Daniel
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Ajnevs
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Re: Leinad: Duloxetin Absetzsymptome - was tun?

Beitrag von Ajnevs »

Hey,

Also, dass mit dem Gaumen kenne ich nicht....aber fiese Zahnschmerzen habe ich immer im Entzug. Und offene Stellen im Mund.

Scheint bei jedem was anderes zu geben.

Liebe Grüße
Diagnose: Wochenbettdepression (Juli 2015)

Einnahme von Duloxetin und Fluanxol ab Aug 2015
ab Januar 2016 insgesamt 120 mg Duloxetin, 2mg Fluanxol

Reduktion ab Frühjahr 2017: Duloxetin jeweils um 30 mg alle 3 Wochen nach Absprache mit der Ärztin, Fluanxol um je 0.5 mg

im Juni 17 Duloxetin auf 30 mg reduziert und Fluanxol auf 0 mg; heftige Absetzsymptome ; Klinikaufenthalt erforderlich

Dortige Aufdosierung auf 120 mg Duloxetin und 1 mg Fluanxol

Nach Absprache mit meiner Ärztin zunächst Fluanxol erfolgreich abgesetzt zum Ende 2017

Beginn der Reduktion des Duloxetin Ende 17
- 3 Monate 105 mg
- 3 Monate 90 mg
- 3 Monate 75 mg
- 3 Monate 60 mg

ab Dez 18 Reduktion auf 45 mg - stärkere Entzugssymptome als vorher

19.12.18 Erhöhung auf 46 mg Duloxetin

30.12.18 Erhöhung auf 48 mg Duloxetin - Einschlafprobleme, Reizbarkeit, Ohrgeräusche

08.01.2019 Erhöhung auf 50 mg

01.03.2019 Reduktion auf 47.5 mg
14.04.2019 Reduktion auf 45 mg
02.06.2019 Reduktion auf 40 mg
08.07.2019 Reduktion auf 35 mg
05.08.2019 Reduktion auf 31 mg
23.09.2019 Reduktion auf 28 mg
10.10.2019 Erhöhung auf 28.5 mg

November 2019 Absetzen der Anti-Baby-Pille

27.03.2020 Reduktion auf 27 mg
Seit Woche 5 verstärkt Entzugssymptome; neu dabei: Kopfschmerzen, Nackenverspannungen

Ab Mai über 3 Wochen 0.5 mg reduziert (3 Kügelchen, wöchentlich eins weggelassen) - 26.5 mg
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09.09.2020 26.5 mg
25.02.2020 25.8 mg
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Re: Leinad: Duloxetin Absetzsymptome - was tun?

Beitrag von Leinad »

Hallo und danke für die Rückmeldung,

kennt auch jemand Zungenbrennen/Taubheit/ und trockener Mund?

LG
Daniel
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Re: Leinad: Duloxetin Absetzsymptome - was tun?

Beitrag von padma »

hallo Daniel, :)

wir haben einen extra thread zu Mundproblemen aller Art.
Du findest ihn unter M in der Themenübersicht "Was finde ich wo im Forum", die ist oben angepinnt.

Hilfreich ist bei solchen Fragen auch immer ein Blick in die Entzugssymptomliste oder du benutzt die Suche.

liebe Grüsse,
padma
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