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Yuki76: Pregabalin abgesetzt ohne zu wissen, was ich tue - schlimme Entzugserscheinungen

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padma
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Re: Yuki76: Pregabalin abgesetzt ohne zu wissen, was ich tue - schlimme Entzugserscheinungen

Beitrag von padma »

hallo Yuki, :)

ja,es gibt diverse "Wechselwirkungen" zwischen Entzug und Schmerzen.

Der Entzug führt oft zu Muskelverspannungen, was zu Schmerzen führen kann. Dann ist es so, dass sich Entzugssymptome gerne an die Schwachstellen des Körpers setzen und bereits bestehend gesundheitliche Probleme, wie auch eine Schmerzsymptomatik, verstärken.
Aber weiß jemand ganz konkret, ob im Entzug Vorgänge im Gehirn die Schmerzempfindlichkeit beeinflussen? Logisch wäre es ja, wenn man überlegt, was das Nervensystem da alles zu regulieren hat.
Davon ist zumindest bei den Substanzen, die auch zur Schmerztherapie eingesetzt werden auszugehen. Pregabalin gehört da ja auch dazu.

Und last not least reagiert man im Entzug auf vieles empfindlicher, weil, wie du ja auch schreibst, das ZNS sehr gefordert ist, mit der ganzen Remodulation.

liebe Grüsse,
padma
Fluoxetin nach über 10 jähriger Einnahme zur Schmerztherapie abgesetzt

Nach Quasi - Kaltentzug Wiedereindosierung und im :schnecke: Tempo ausgeschlichen; seit 1.1.2020 auf 0 :party2:
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Yuki76
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Re: Yuki76: Pregabalin abgesetzt ohne zu wissen, was ich tue - schlimme Entzugserscheinungen

Beitrag von Yuki76 »

Liebe padma,

okay, Verspannungen kann ich gut :lol:

Und dann ist es natürlich ein Teufelskreis, na super. Damit hab ich ja sowieso schon zu tun, weil die Muskulatur gegen die instabile HWS arbeitet.
Nachts den Kiefer aufeinanderpressen ist auch eins meiner Probleme, wo ich jetzt den Eindruck habe, es hat sich nochmal verstärkt. Hab zwar eine Aufbiss-Schiene, aber die ändert auch nix an der Spannung, die dabei entsteht.

Wie ist das denn mit den "milden" Muskelrelaxanzien, sollte man die auch lieber meiden? Ich hatte letztes Jahr mal länger Tizanidin, bin aber unsicher, ob das nicht auch wieder irgendwas durcheinanderbringt.

Liebe Grüße

Yuki
Diagnosen: rezidivierende Erschöpfungsdepression sei 2009, chronische Schmerzerkrankung (HWS-Schädigung) seit 2017, Migräne (isolierte Aura) seit Jugendalter

Seit 2009 in Behandlung wg. Erschöpfungsdepression, seit 2019 zusätzlich wg. chronischer Schmerzen (Spondylarthrose, Bandscheibenvorfall und Steilstellung der HWS)
Erstmedikation nach Tagesklinik Citalopram 40mg bis 2013, Opipramol phasenweise für abends, stationäre Therapie in der Psychosomatik 2014, danach Wechsel zu Venlaflaxin 75mg
Zwischenzeitlich hoch auf 150mg Venlaflaxin, keine Verbesserung, deshalb langfristig auf 75mg bis 2019
Sommer 2018 stationäre Therapie in der Schmerzklinik, Novalgin 4x1000mg tägl., versuchsweise Venlaflaxin auf 210mg, da keine Verbesserung bzgl. Schmerzen wieder runter auf 75mg, Herbst 2018 Novalgin abgesetzt
Venlaflaxin abgesetzt nach langer guter Phase Ende 2019 schrittweise über 5 Monate, 2 Monate Medikationsfrei, Frühjahr 2020 schwerer Rückfall in die Erschöpfungsdepression plus Ängste und Schlafstörungen
Seit Sommer 2020 Fluoxetin 30mg, 5 Tage lang Tavor zum Schlafen, danach abgesetzt (problemlos), Opipramol zum Schlafen nach Bedarf, deutliche Verbesserung der Depressionssymptomatik, Opipramol inzwischen abgesetzt (problemlos)
Seit November 2020 ambulante Therapie in der Schmerzambulanz und dauerhaft Novalgin 4x1000mg tägl.
Zur Schmerzbehandlung versuchsweise Pregabalin, Dosissteigerung bis 2x100mg tägl., da keinerlei Auswirkung auf Schmerzsymptomatik wieder abgesetzt in 50mg-Schritten bis auf 0

22.1.21 Pregabalin von 50g auf 0 - eine Woche später heftige Entzugserscheinungen

Entzugssymptome:
extreme Abgeschlagenheit, "Pudding"beine, Schwächegefühl beim Gehen, Schwindel, Gefühl wie Watte im Kopf, Konzentrationsschwierigkeiten, stark verlangsamtes Denken, hin und wieder auch Wortfindungsstörungen, Schlafprobleme (kein erholsamer Schlaf), Nase dicht ohne Schnupfen, Druck auf Stirnbereich, leichte, aber spürbare Wassereinlagerungen in den Augenlidern und den Händen, überfordert mit kleinsten Anforderungen an die Aufmerksamkeit

4.2. Wiedereindosierung auf 12,5mg
nachlassende Entzugssymptome

seit. 22.3. 10mg


Medikation aktuell: Fluoxetin morgens 20mg, Pregabalin morgens 10mg
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Re: Yuki76: Pregabalin abgesetzt ohne zu wissen, was ich tue - schlimme Entzugserscheinungen

Beitrag von padma »

liebe Yuki, :)

ich habe jetzt schnell Tizadinin nachgeschaut, als mild würde ich das nicht betrachten. Es ist zentral wirksam und die NW sind auch nicht ohne.
https://imedikament.de/tizanidin-teva-4 ... nformation

Und natürlich hast du auch da den Effekt, dass der Körper sich daran gewöhnt und dagegen anarbeitet und die Wirkung irgendwann wahrscheinlich nachlässt.

Es hat ein körperliches Abhängigkeitspotential und sollte nach längerer Einnahme ausgeschlichen werden.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Yuki76: Pregabalin abgesetzt ohne zu wissen, was ich tue - schlimme Entzugserscheinungen

Beitrag von Yuki76 »

Liebe padma,

vielen Dank für's Recherchieren!
Ich bin eigentlich die Königin der Recherche :wink: , aber gerade bei den Medikamenten hab ich in den letzten Jahren irgendwann aufgehört, die möglichen Nebenwirkungen zu lesen :roll:

Okay, dann habe ich das unterschätzt!
Und wieder mal von den Ärzten nur Bullshit zu hören bekommen (sorry).
Ich hab das natürlich nie ausgeschlichen oder langsam aufdosiert...

Aber gut, ich nehme es schon seit letztem Jahr nicht mehr, dann lasse ich das jetzt auch schön bleiben und bringe lieber wieder etwas mehr lockernde Bewegung in den Oberkörper, um den Verspannungen entgegenzuwirken.
Ist ja nicht so, dass ich dahingehend in der Schmerzklinik nicht geschult worden wäre, aber ohne Fitness-Studio und nur zu Hause ist es für mich ein Kraftakt, das in den Alltag einzubauen *seufz*

Liebe Grüße

Yuki
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Zwischenzeitlich hoch auf 150mg Venlaflaxin, keine Verbesserung, deshalb langfristig auf 75mg bis 2019
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Re: Yuki76: Pregabalin abgesetzt ohne zu wissen, was ich tue - schlimme Entzugserscheinungen

Beitrag von Straycat »

Hallo Yuki,

ich leide auch unter starken Verspannungen und Schmerzen seit meinem zu raschen Entzug von Escitalopram.
Auch ich habe es einige Zeit mit Muskelrelaxantien probiert, allerdings haben die nie den erwünschten Effekt gebracht. Und wie padma :) schon schrieb, sind es ZNS-gängige Medikamente und können bei längerer Einnahme ebenfalls einen Gewöhnungseffekt mitsichbringen.

Liebe Grüße,
Cat
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Re: Yuki76: Pregabalin abgesetzt ohne zu wissen, was ich tue - schlimme Entzugserscheinungen

Beitrag von Yuki76 »

Liebe Cat,

danke dir, ich hab den Gedanken eh schon verworfen und werde anders rangehen an die Verspannungen, es hilft ja nichts.
Auf keinen Fall möchte momentan das ZNS noch weiter aus dem Lot bringen.

Und es stimmt, auch bei mir haben die Muskelrelaxantien eigentlich nie DEN Effekt gehabt, war wohl eher die Sache mit dem "Strohhalm"... Aber ich gewöhne mich langsam dran, dass es den einen, rettenden Strohhalm so nicht geben wird, und wenn, dann nur durch mich selbst und was ich damit mache und nicht durch ein Medikament oder einen Arzt...

Liebe Grüße

Yuki
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Re: Yuki76: Pregabalin abgesetzt ohne zu wissen, was ich tue - schlimme Entzugserscheinungen

Beitrag von Yuki76 »

Ihr Lieben,

nachdem ich ja eine Weile entzugstechnisch recht gute Tage hatte, hat mich am Freitag ein schwerer Migräne-Anfall komplett umgenietet.

Ich hab das zum Glück nur 3-4mal im Jahr, aber eine ganz fiese Form von Migräne, die meistens nicht mal mit Kopfschmerzen einhergeht, dafür aber mit allen Arten von neurologischen Ausfällen.
Diesmal hatte ich die volle Palette mit Sehstörungen, Doppelbildern, taube Körperstellen, Erbrechen und dann diesmal sogar auch noch bohrenden Schmerzen in der Schläfe und den Augenhöhlen. Ich lag dann den ganzen Tag quasi im Delirium.
Ich bin immer noch nicht ganz wieder normal im Kopf, aber das bin ich inzwischen ja schon gewöhnt vom Entzug :roll:

Eine Frage hat sich mir da bzgl. Schmerzmittel gestellt - ich nehme normalerweise durchgehend Novalgin, hatte es aber an dem Tag und am Tag davor nur abends genommen, ich möchte es reduzieren und versuchen, mit anderen schmerztherapeutischen Methoden zu arbeiten.
Wirkt sich ein Schmerzmittel wie Novalgin ebenfalls auf das ZNS und dementsprechend auf den Entzug aus?
Und wie ist es mit Aspirin, was das einzige Schmerzmittel ist, das bei mir einen Migräneanfall stoppen oder abmildern kann?

Mit den Schmerzmitteln in Kombi mit Psychopharmaka hab ich mich noch nicht so wirklich beschäftigt, vielleicht kann mir jemand was dazu sagen

Liebe Grüße

Yuki
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Re: Yuki76: Pregabalin abgesetzt ohne zu wissen, was ich tue - schlimme Entzugserscheinungen

Beitrag von Annanas »

Hallo yuki :) ,
wie Schmerzmittel im Entzug vertragen werden, ist sehr unterschiedlich, bei einigen Mitgliedern können sie Absetzsymptome triggern, das ist auch wirkstoffunabhängig - manche kommen besser mit Paracetamol zurecht, andere mit NSAR, wie bspw Ibuprofen - das kann man dann nur ausprobieren.
Evtl auch vorher auf Wechselwirkungen mit dem Psychopharmakon (o auch noch andere Medikamente), welches man einnimmt, prüfen.
Yuki76 hat geschrieben: 14.03.2021 18:34 ich nehme normalerweise durchgehend Novalgin, hatte es aber an dem Tag und am Tag davor nur abends genommen, ich möchte es reduzieren und versuchen, mit anderen schmerztherapeutischen Methoden zu arbeiten.
Wirkt sich ein Schmerzmittel wie Novalgin ebenfalls auf das ZNS und dementsprechend auf den Entzug aus?
Es wäre gut, wenn du andere, evtl nichtmedikamentöse Methoden finden könntest, weniger wegen der Unverträglichkeit während des Entzuges, sondern wegen der NW bzw Folgen.

Gerade bei dauerhafter Einnahme von Novalgin (Metamizol) müßte bspw das Blutbild überwacht werden.
Der Wirkstoff kann die Bildung der weißen Blutkörperchen, einen wichtigen Bestandteil des Immunsystems, zum Erliegen bringen - es besteht die Gefahr einer Agranulozytose.
Dann können selbst, ansonsten relativ harmlose, Entzündungen nicht mehr abgewehrt werden - das kann uU sehr böse enden.
Yuki76 hat geschrieben: 14.03.2021 18:34 Und wie ist es mit Aspirin, was das einzige Schmerzmittel ist, das bei mir einen Migräneanfall stoppen oder abmildern kann?
Ich weiß, daß Migräne wahnsinnig schlimm sein kann u wenn dir Aspirin hilft u du es verträgst, spricht mMn nichts dagegen, es in diesem Fall zu nehmen.

Ich wünsche dir noch eine gute Erholung von dieser Attacke,
liebe Grüße von Anna

Nachtrag: Yuki, ich habe jetzt erst gelesen, daß du eine Schmerzerkrankung hast :cry: - da wird es wahrscheinlich sehr schwer sein, ohne Schmerzmittel auszukommen, aber vllt schaffst du es mit anderen Methoden, das Novalgin ggf zu reduzieren - das wäre ja auch schon ein Gewinn!
Vorgeschichte:
► Text zeigen

Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016 (1999 - 2007 Paroxetin 20 mg)
► Text zeigen
06.05.21 10 Kügelchen (ca. 3,0 mg)
Mein Thread: viewtopic.php?p=409341#p409341

Hinweis:
Meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und gründen sich auf Erfahrungswerten - meinen eigenen und denen anderer Betroffener sowie den wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.
padma
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Re: Yuki76: Pregabalin abgesetzt ohne zu wissen, was ich tue - schlimme Entzugserscheinungen

Beitrag von padma »

hallo Yuki, :)

Fluoxetin darf nicht mit Aspirin kombiniert werden!

Es wurden schwerwiegende Wechselwirkungen gefunden. Die Arzneimittel dürfen nicht gleichzeitig angewendet werden. Sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt oder Apotheker.


Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen vermehrt auftreten. Das Risiko für Blutungen, vor allem im oberen Magen-Darm-Trakt (erkennbar beispielsweise an schwarzem Stuhl), aber auch für Blutergüsse und Nasenbluten könnte dadurch erhöht werden.

Was ist zu tun?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, da bei der Kombination dieser Arzneimittel verstärkte Kontrollen oder weitere Maßnahmen (zum Beispiel Gabe eines alternativen Arzneimittels) nötig sein können.
https://www.apotheken-umschau.de/medika ... ungscheck/

Inwieweit eine gelegentliche Einnahme vertetbar ist, müsstest du mit deinem Arzt besprechen.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Yuki76: Pregabalin abgesetzt ohne zu wissen, was ich tue - schlimme Entzugserscheinungen

Beitrag von Yuki76 »

Liebe Annanas,

danke dir! :)

Die Problematik mit Novalgin in Dauermedikation ist mir bekannt und ich lasse auch regelmäßig die Blutwerte checken - und ja, ich nehme es wegen einer chronischen Schmerzerkrankung, will es aber trotzdem reduzieren auf nur noch zum Schlafen, ich habe es jetzt seit November durchgehend in der Tageshöchstdosis genommen und will das so nicht länger beibehalten.

Liebe padma,

dir auch Danke! :)
Das ist allerdings sehr ungünstig, weil bei einem Migräneanfall wirklich nichts anderes wirkt bei mir :(
Ich werde das beim nächsten Arztbesuch mal ansprechen, fürs erste würde ich aber mal davon ausgehen, dass bei einmaliger Einnahme hoffentlich noch kein Problem entsteht. Wir gesagt habe ich solche Attacken sehr selten und nehme das Aspirin dann auch wirklich nur an diesem einen Tag 1-2x.
Blöd ist es trotzdem, aber gut, dass ich jetzt Bescheid weiß!


Liebe Grüße

Yuki
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Re: Yuki76: Pregabalin abgesetzt ohne zu wissen, was ich tue - schlimme Entzugserscheinungen

Beitrag von Straycat »

Hallo Yuki,

ich nehme bei Bedarf auch Metamizol bei starken Schmerzen. Alle NSAR und Paracetamol haben bei mir nie wirklich gewirkt bzw. habe ich davon gröbere Magen-Darm-Probleme bekommen, wenn ich sie längere Zeit oder höher dosiert eingenommen habe.

Soweit ich weiß ist die Wirkweise bei Metamizol nicht gänzlich geklärt. Daher nimmt es auch eine gewisse Sonderstellung unter den Schmerzmitteln ein, weil es kein NSAR ist, aber auch kein Opioid. Letztere sind ja ZNS-gängig und können daher nach längerer Einnahme auch Absetzsymptome bewirken, soweit ich weiß (sie können auch eine Abhängigkeit bewirken).

Schmerzen sind echt das Letzte :(

Liebe Grüße,
Cat
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Yuki76
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Re: Yuki76: Pregabalin abgesetzt ohne zu wissen, was ich tue - schlimme Entzugserscheinungen

Beitrag von Yuki76 »

Liebe Straycat,

ja, Schmerzen sind das Letzte, v.a. wenn es Dauerschmerzen sind :(

Ich versuche es jetzt mal mit Enzymen - und wenn es nur der Placebo-Effekt sein sollte, isses mir grad auch egal.
Ich will nicht zusätzlich zu der Psychopharmaka-Problematik nicht andauernd die Schmerzmittel nehmen. Hab ich jetzt lange getan und SO hilfreich sind sie dann auch nicht, der Schmerz ist nämlich auch nur gedämpft und nicht komplett weg.

Außerdem hab ich mir Literatur zur psychologischen Schmerzbewältigung und zur Akzeptanz- und Commitment-Therapie besorgt und versuche mich mal da reinzufinden.
Ich hatte letztes Jahr so auf die Schmerzambulanz gesetzt - und die haben mir dann den Pregabalin-Entzug eingebrockt.
Ich mag mich grad nicht mehr auf irgendwen verlassen, als auf mich selbst...

Liebe Grüße

Yuki
Diagnosen: rezidivierende Erschöpfungsdepression sei 2009, chronische Schmerzerkrankung (HWS-Schädigung) seit 2017, Migräne (isolierte Aura) seit Jugendalter

Seit 2009 in Behandlung wg. Erschöpfungsdepression, seit 2019 zusätzlich wg. chronischer Schmerzen (Spondylarthrose, Bandscheibenvorfall und Steilstellung der HWS)
Erstmedikation nach Tagesklinik Citalopram 40mg bis 2013, Opipramol phasenweise für abends, stationäre Therapie in der Psychosomatik 2014, danach Wechsel zu Venlaflaxin 75mg
Zwischenzeitlich hoch auf 150mg Venlaflaxin, keine Verbesserung, deshalb langfristig auf 75mg bis 2019
Sommer 2018 stationäre Therapie in der Schmerzklinik, Novalgin 4x1000mg tägl., versuchsweise Venlaflaxin auf 210mg, da keine Verbesserung bzgl. Schmerzen wieder runter auf 75mg, Herbst 2018 Novalgin abgesetzt
Venlaflaxin abgesetzt nach langer guter Phase Ende 2019 schrittweise über 5 Monate, 2 Monate Medikationsfrei, Frühjahr 2020 schwerer Rückfall in die Erschöpfungsdepression plus Ängste und Schlafstörungen
Seit Sommer 2020 Fluoxetin 30mg, 5 Tage lang Tavor zum Schlafen, danach abgesetzt (problemlos), Opipramol zum Schlafen nach Bedarf, deutliche Verbesserung der Depressionssymptomatik, Opipramol inzwischen abgesetzt (problemlos)
Seit November 2020 ambulante Therapie in der Schmerzambulanz und dauerhaft Novalgin 4x1000mg tägl.
Zur Schmerzbehandlung versuchsweise Pregabalin, Dosissteigerung bis 2x100mg tägl., da keinerlei Auswirkung auf Schmerzsymptomatik wieder abgesetzt in 50mg-Schritten bis auf 0

22.1.21 Pregabalin von 50g auf 0 - eine Woche später heftige Entzugserscheinungen

Entzugssymptome:
extreme Abgeschlagenheit, "Pudding"beine, Schwächegefühl beim Gehen, Schwindel, Gefühl wie Watte im Kopf, Konzentrationsschwierigkeiten, stark verlangsamtes Denken, hin und wieder auch Wortfindungsstörungen, Schlafprobleme (kein erholsamer Schlaf), Nase dicht ohne Schnupfen, Druck auf Stirnbereich, leichte, aber spürbare Wassereinlagerungen in den Augenlidern und den Händen, überfordert mit kleinsten Anforderungen an die Aufmerksamkeit

4.2. Wiedereindosierung auf 12,5mg
nachlassende Entzugssymptome

seit. 22.3. 10mg


Medikation aktuell: Fluoxetin morgens 20mg, Pregabalin morgens 10mg
NEM: Mönchspfeffer 4mg, Allegra (Antihistaminikum) 1x tägl., Vitamin D-Tropfen, Floradix-Eisen-Tabletten, Optizym
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Re: Yuki76: Pregabalin abgesetzt ohne zu wissen, was ich tue - schlimme Entzugserscheinungen

Beitrag von Straycat »

Hallo Yuki,

mir wollten sie auch unbedingt Pregabalin wegen der chronischen Schmerzen verschreiben :( Ich habe mich da aber standhaft gewehrt, weil ich schon wusste, was es mit Entzug und ZNS usw. auf sich hat.

Metamizol nehme ich jetzt auch nur noch gelegentlich. Dann hilft es auch manchmal die Schmerzen etwas zu lindern, aber Beschwerdefreiheit kann ich dadurch auch leider nicht erreichen.

Mir hilft im Moment ein Buch ganz gut. Es ist ein Meditationsbuch zum Thema Heilung und Schmerzen. Dieses hier: https://www.thalia.at/shop/home/artikel ... D=11010473

Auch die Meditationen darin (sind auch auf einer CD und als Online-Stream dabei) sind sehr gut, finde ich, und helfen mir. Manchmal klappt es auch nicht so gut, vor allem wenn die Akathisie bei mir sehr stark ist, aber alles in allem denke ich, dass es keinesfalls schaden kann :)

Liebe Grüße,
Cat
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Re: Yuki76: Pregabalin abgesetzt ohne zu wissen, was ich tue - schlimme Entzugserscheinungen

Beitrag von Yuki76 »

Ihr Lieben,

ich melde mich auch mal wieder, nachdem ich das Pregabalin inzwischen erfolgreich auf 10mg reduzieren konnte und es mir damit bisher sehr gut geht - allerdings kamen heute meine Blutwerte und die Leberwerte sind stark erhöht: GOT 52 U/l (Normwert 5-34 U/l), GGT 328 U/l (Normwert 9-36 U/l), GPT 103 U/l (Normwert 0-55 U/l).

Zur Abklärung kann ich erst übernächste Woche, Hausarzt hat ab morgen Urlaub.
Da ich bisher unter Medikamenteneinnahme zwar immer leicht erhöhte Werte hatte, jetzt plötzlich aber deutlich zu hoch, nehme ich mal an, das könnte mit dem Pregabalin zusammenhängen...?
Bedeutet das jetzt evtl. eine Schädigung der Leber oder ist das eine vorübergehende Nebenwirkung? :(

Liebe Grüße

Yuki
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Re: Yuki76: Pregabalin abgesetzt ohne zu wissen, was ich tue - schlimme Entzugserscheinungen

Beitrag von Ululu »

Hallo Yuki,

unsere Leber hält einiges aus.

Deine Werte sind aber natürlich stark erhöht, das kann dauerhaft natürlich so nicht bleiben.
Es ist gut möglich, dass das Pregabalin dafür verantwortlich ist.
Dann würde dir wahrscheinlich nichts andres übrig bleiben, als es schneller abzusetzen.
:(
Manchmal geht es nicht anders und auf Dauer kann deine Leber bei diesen Werten Schaden nehmen.

LG Ute
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Yuki76
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Re: Yuki76: Pregabalin abgesetzt ohne zu wissen, was ich tue - schlimme Entzugserscheinungen

Beitrag von Yuki76 »

Liebe Ute,

Danke dir für deine Antwort.

Mir macht das schon echt Angst. Ich weiß ja nicht, wie lange die Werte schon so sind, vielleicht auch schon seit Einnahmebeginn Ende November (letzte Blutkontrolle war im Sommer irgendwann)... Was bedeutet das dann...?

Und heißt das dann, ein Absetzen müsste eigentlich sofort erfolgen?

Ich werde versuchen, am Montag möglichst schnell einen Termin beim Internisten zu bekommen, vorher ändere ich mal nichts, außer vielleicht mir ein Mariendistelpräparat besorgen.
Aber wenn das Pregabalin dafür verantwortlich ist, wäre das echt großer Mist.
Ich war so froh, dass das Wiedereindosieren geklappt hat und auch die erste Reduzierung keine Probleme gemacht hat :(

Liebe Grüße

Yuki
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Re: Yuki76: Pregabalin abgesetzt ohne zu wissen, was ich tue - schlimme Entzugserscheinungen

Beitrag von Straycat »

Hallo Yuki,

Ich würde es an deiner Stelle mit dem Internisten besprechen, ob es von Pregabalin kommen könnte und wie er es einschätzt, ob du (falls es dafür verantwortlich ist) das Pregabalin sofort oder nur "zügiger" loswerden solltest.
Einen Kaltentzug würde ich nach Möglichkeit vermeiden, wenn es ausreichend ist, dass du einfach etwas rascher absetzt. Aber das würde ich wie gesagt mit dem Internisten besprechen. Ich kann nicht einschätzen wie problematisch und riskant diese erhöhten Leberwerte sind.

Alles Gute,
Cat
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Re: Yuki76: Pregabalin abgesetzt ohne zu wissen, was ich tue - schlimme Entzugserscheinungen

Beitrag von Yuki76 »

Liebe Cat,

ja, so werde ich es machen.

Hab noch ein bisschen gegrübelt und bin drauf gekommen, dass ja genauso gut das Fluoxetin dafür verantwortlich sein könnte. Das nehme ich auch erst seit letztem Sommer und das letzte Blutbild war davor.
Eine Bekannte, die Ärztin ist, meinte auch, bei der Minimaldosis Pregabalin hält sie es für eher unwahrscheinlich, dass dadurch die Leberwerte so stark beeinflusst werden.

Nach meinen bisherigen Erfahrungen bezweifle ich nur leider stark, dass der Arzt (falls sonst nix weiter auffällig ist) irgendwas anderes sagen wird, als: einfach absetzen :roll:
Ich kann das halt leider auch null einschätzen, was diese Leberwerte konkret bedeuten und wie lange das tolerabel ist.

Liebe Grüße

Yuki
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Re: Yuki76: Pregabalin abgesetzt ohne zu wissen, was ich tue - schlimme Entzugserscheinungen

Beitrag von Jamie »

Hallo Yuki, :)

ich habe zu beiden Präparaten die Fachinfo und Auswirkungen auf die Leber gegoogelt.
Beides kann die Leber stören, Fluoxetin kann eine seltene idiosynkratische Hepatitis auslösen, Pregabalin an sich Leberenzyme erhöhen, wobei laut Angabe der Fachinformation eher andere Werte erhöht sein müssten; bei dir sticht ja massiv das Gamma GT (GGT) hervor und auch der GPT ist schon einigermaßen hoch.

Der Arzt wird auf jeden Fall weitere Untersuchungen anordnen müssen (zB Leberultraschall), auch, um andere Ursachen auszuschließen, aber wenn man dann nichts findet, dann kommen die Psychopharmaka in Betracht.

Bei manchen Personen reicht es schon, "einfach" (ja ich weiß es ist nicht einfach) die Dosis zu senken und nicht komplett abzusetzen,sodass sich die Leber regenerieren kann und die Werte sinken; andere wiederum müssen komplett runter.
Leider ist bei deinem Fall auch nicht klar, welches von beiden Präparaten die Leberwerterhöhung auslöst oder ob es gar beide sind; da ist ein wenig Bauchgefühl gefragt, welches du eher für den Verdächtigen hältst.

Im Zweifel würde ich mich auch zum Gastroenterologen überweisen lassen, deren täglich Brot hohe Leberwerte sind. Sie kennen sicher mehr Fälle, wo so etwas auch durch Medikamente ausgelöst wird und haben evtl. noch einen größere Erfahrungsschatz.
Wenn dein hausarzt bereit wäre dir einen Dringlichkeitscode auf die Überweiseung zu drucken, muss dir der Terminservice der Krankenkasse innerhalb von 14 Tagen, spät. 3 Wochen einen Dringlichkeitstermin bei einem Facharzt (Gastroenterologen) anbieten; nur hast du da dann eben keine freie Arztwahl. Wäre, wenn man in Not ist, aber besser als nichts, wie ich finde :roll:

Viele Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


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Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis. Bei dringenden Problemen / Anfragen das Forum betreffend bitte an forenmaster@adfd.org wenden

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Re: Yuki76: Pregabalin abgesetzt ohne zu wissen, was ich tue - schlimme Entzugserscheinungen

Beitrag von Yuki76 »

Liebe Jamie,

danke dir!
Ich wohne in Österreich, da ist das eh anders mit den Ärzten, bisher lief das immer recht flott und reibungslos mit Terminen - ich ruf morgen einfach mal bei einem Internisten an und gucke, was ich erreiche.

Liebe Grüße

Yuki
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