Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->

 ! Nachricht von: Oliver
Es findet momentan eine Online Befragung statt (auf Englisch), wenn ihr könnt: bitte überlegt Euch, ob ihr teilnehmen wollt: Online-Befragung von Mitgliedern von Peer-Selbsthilfegruppen Erfahrungen beim Entzug von Antidepressiva


Dieses Forum ist rein privat und ehrenamtlich betrieben. Um unsere Unabhängigkeit zu gewährleisten, nehmen wir auch keine Spenden an.

Die meisten Beiträge sind für nicht angemeldete Besucher nicht einsehbar. Der Erfahrungsaustausch über das Ausschleichen von Psychopharmaka ist nur registrierten Mitgliedern zugänglich.

Wir sind ein Selbsthilfeforum. Wer sich registriert, um einen eigenen Thread zu eröffnen, entscheidet sich auch dafür, sich aktiv mit den bereitgestellten Informationen auseinanderzusetzen. Neue Mitglieder bitten wir daher, sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten, die Grundlagentexte durchzulesen und anzueignen. Wer nach der Registrierung nur still mitlesen will, ist auch willkommen.

Wenn Du am Austausch teilnehmen möchtest, lies bitte bevor Du Dich registrierst, die Info für Neue und Interessierte:

Wenn Du Nebenwirkungen von den Medikamenten oder vom Absetzen hast, dann melde sie auf jeden Fall den öffentlichen Stellen.

Manati: Venlafaxin viel zu schnell abgesetzt

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
:schnecke: Bitte lies unsere Forenregeln, bevor Du Dich registrierst.
Annanas
Moderatorenteam
Beiträge: 7670
Registriert: 25.01.2016 19:41
Hat sich bedankt: 2588 Mal
Danksagung erhalten: 2488 Mal

Re: Manati: Venlafaxin viel zu schnell abgesetzt

Beitrag von Annanas »

Hallo Manati :) ,
ich verstehe deine Verzweiflung, aber es ist jetzt ganz schwierig, einzuschätzen, was wovon kommt.

Wir raten daher immer von einer Deckelung der Entzugssymptome durch ein anderes Medikament ab.
In deinem Fall kann es sich durchaus um einen Mix aus Venlafaxinentzugssymptomen u NW vom Pregabalin handeln.

Schlaflosigkeit, Unruhe uvm sind als NW bei Letzterem genannt u du hattest das Pregabalin zwischenzeitlich nochmal aufdosiert, wenn ich das gerade richtig behalten habe.

Im Prinzip sehe ich 2 Möglichkeiten, erstens, du dosierst das Pregabalin zügig ab - ich glaube, du bist jetzt damit an der Grenze, wo es noch einigermaßen machbar wäre.
Da muß man schauen, ob nach der ersten Reduktion von evtl 2mg verstärkt Symptome auftreten (dann ggf langsamer/kleinschrittiger absetzen).

Oder zweitens, du hältst die jetzigen Dosierungen beider Medikamente noch eine zeitlang so durch, ohne etwas zu verändern.

Man könnte mit dem Venlafaxin noch etwas höher gehen, aber du hast so schon sehr agitiert auf die derzeitige Dosis reagiert, daß ich das nicht so sinnvoll finden würde - zumal man eben nicht weiß, welche Rolle das Pregabalin spielt.

Eine ziemlich verzwickte Situation :cry: .

Das sind so meine Gedanken dazu, liebe Grüße von Anna
Vorgeschichte:
► Text zeigen

Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016 (1999 - 2007 Paroxetin 20 mg)
► Text zeigen
06.05.21 10 Kügelchen (ca. 3,0 mg)
Mein Thread: viewtopic.php?p=409341#p409341

Hinweis:
Meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und gründen sich auf Erfahrungswerten - meinen eigenen und denen anderer Betroffener sowie den wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.
Manati
Beiträge: 60
Registriert: 01.01.2021 22:14
Hat sich bedankt: 53 Mal
Danksagung erhalten: 68 Mal

Re: Manati: Venlafaxin viel zu schnell abgesetzt

Beitrag von Manati »

Liebe Anna,

vielen Dank für Deine Nachricht und Einschätzung!
Ja - mit dem Venlafaxin nochmal höher zu gehen, traue ich mich nicht, dafür habe ich zu agitiert reagiet beim letzten Mal..
Die genannten Symptome hatte ich alle schon vor dem Einschleichen von Pregabalin - letzteres hat aber durchaus auch unangenehme Nebenwirkungen, weshalb ich es gerade tatsächlich ganz langsam runterfahre. Dabei werde ich natürlich auch wieder unruhiger und kann nicht mehr schlafen - so wie vor der Einnahme.
Ja, es ist in der Tat eine Zwickmühle... So ganz ohne Schlaf kann mein Hirn doch kaum regenerieren! Und mit Melatonin, Ahswagandha etc. bekomme ich mein enthemmtes Erregungssystem nicht gezähmt - das lässt mich bei aller Erschöpfung nicht einschlafen (krieg dann solche 'Schocks' im Schlaf oder Erstickungssymptome..).

Bin echt am Ende mit den Nerven...
Fluoxetine (25mg?) Dezember 2002 - November 2005 wegen Angst/Depression

Venlafaxine (Retard, 75mg) wegen Panikattacken November 2005 bis ca. Mai 2020, dann langsam con 75mg zu etwa 33mg im September runterdosiert. Versehentlich Einnahme versäumt, aber ok gefühlt und daraufhin naiverweise von 33mg auf 0 abgesetzt am 26. September 2020. Gegen die ersten Absetzerscheinungen habe ich CBD Öl und 5htp genommen, aber irgendwann aufgehöft.

Momentan nehme ich abends 1 Kapsel Fischöl Omega 3 (1400mg) und Magnesium (400mg).

25. Dezembe 2020: Venlafaxine mit einem Kügelchen (0.3/0.4mg) abends wieder eingeschlichen, seitdem 2 Kügelchen (0.7/0.8mg) pro Tag gegen Mittag. Da ich das Magnesium am gleichen Tag einzunehmen begonnen habe, kann ich einen 'Maskierungseffekt' nicht ganz ausschließen.

1. Januar 2021: Auf 3 Kügelchen (etwa 1mg) Venlafaxin aufdosiert

2. Januar: Wieder auf 2 Kügelchen runter. 1/4 Diazepam als Notfallmaßnahme vormittags. 12mg Pregabalin abends

3. Januar: 3 Kügelchen und 12mg Pregabalin abends

4. Januar: 3 Kügelchen und 12 mg Pregabalin abends

3. - 15. Januar 2021: 3 Kügelchen (etwa 1mg Venlafaxin) täglich und sonst nichts außer Omega 3 Fischöl und Magnesium

15. 17. Januar: 4 Kügelchen

18. Januar: Wieder auf 3 Kügelchen runter wegen extremer Agitiertheit

19. - 22. Januar: 3 Kügelchen (etwa 1mg Venlafaxin) täglich, außerdem Omega 2 Fischöl, Magnesium und Ashwagandha-Pulver (etwa 2g), letzteres scheint mir tatsächlich bei den Cortisol-Spikes zu helfen

23. Januar: 3 Kügelchen und ca 6mg Pregabalin abends, + Omega3, Magnesium und Ashwagandha

24. Januar: 3 Kügelchen und ca. 2mg Pregabalin abends, + Omega3, Magnesium und Ashwagandha

05. Februar: 3 Kügelchen und mittlerweile 8mg Pregabalin abends + Omega3, Magnesium und Ashwagandha

27.Februar: 2,5 Kügelchen und ca. 6mg Pregabalin + Omega3, Magnesium, 500mg Ashwagandha, 500mg Baldrian

Seit 30.März: Circardin Melatonin 2mg abends

Seit etwa Mitte April: 2 Kügelchen Venlafaxin

Seit Ende März Absetzen von Pregabalin,derzeit bei 2,5mg.
Sabs
Beiträge: 995
Registriert: 10.01.2020 09:42
Hat sich bedankt: 29 Mal
Danksagung erhalten: 413 Mal

Re: Manati: Venlafaxin viel zu schnell abgesetzt

Beitrag von Sabs »

Hey :-)
Also ich würde sagen, dass diese Schocks als erstes weniger werden - die sind sehr typisch für den akutentzug und sollten in der Intensität nachlassen.
Als ich aufhörte weiter das Venla aufzudosieren, wurde diese Schocks allmählich besser - kann dir nicht mehr sagen wie lange es genau gedauert hat..

Gruß Sabs
► Text zeigen
Manati
Beiträge: 60
Registriert: 01.01.2021 22:14
Hat sich bedankt: 53 Mal
Danksagung erhalten: 68 Mal

Re: Manati: Venlafaxin viel zu schnell abgesetzt

Beitrag von Manati »

Vielen lieben Dank, Sabs!!

Ach, das wäre ein Traum, wenn diese Schockzustände nachließen. Nebenbei hab ich auch ständig Atemnot, die Kehle zugeschnürt (bin aber sicher, dass das nicht psychisch bedingt ist, sondern irgendwie durch das Nervensystem entsteht..) - das verursacht solche Panik bei mir!! Gleichzeitig kann ich die Panik nicht wirklich 'spüren' - fühle mich komplett empfindungslos. Das ist mit am schlimmsten für mich: meine Emotionen nicht mehr zu spüren!! Kennt das hier jemand??! Ich habe keine Ahnung, ob das durch das Pregabalin verursacht ist, durch das Wiedereindosieren der paar Kügelchen (die ja auch meine Angst betäuben), oder schlicht durch den Entzug??! Ich bin so überfordert gerade!!

Danke nochmal für Deinen geduldigen Input, Sabs!!
Fluoxetine (25mg?) Dezember 2002 - November 2005 wegen Angst/Depression

Venlafaxine (Retard, 75mg) wegen Panikattacken November 2005 bis ca. Mai 2020, dann langsam con 75mg zu etwa 33mg im September runterdosiert. Versehentlich Einnahme versäumt, aber ok gefühlt und daraufhin naiverweise von 33mg auf 0 abgesetzt am 26. September 2020. Gegen die ersten Absetzerscheinungen habe ich CBD Öl und 5htp genommen, aber irgendwann aufgehöft.

Momentan nehme ich abends 1 Kapsel Fischöl Omega 3 (1400mg) und Magnesium (400mg).

25. Dezembe 2020: Venlafaxine mit einem Kügelchen (0.3/0.4mg) abends wieder eingeschlichen, seitdem 2 Kügelchen (0.7/0.8mg) pro Tag gegen Mittag. Da ich das Magnesium am gleichen Tag einzunehmen begonnen habe, kann ich einen 'Maskierungseffekt' nicht ganz ausschließen.

1. Januar 2021: Auf 3 Kügelchen (etwa 1mg) Venlafaxin aufdosiert

2. Januar: Wieder auf 2 Kügelchen runter. 1/4 Diazepam als Notfallmaßnahme vormittags. 12mg Pregabalin abends

3. Januar: 3 Kügelchen und 12mg Pregabalin abends

4. Januar: 3 Kügelchen und 12 mg Pregabalin abends

3. - 15. Januar 2021: 3 Kügelchen (etwa 1mg Venlafaxin) täglich und sonst nichts außer Omega 3 Fischöl und Magnesium

15. 17. Januar: 4 Kügelchen

18. Januar: Wieder auf 3 Kügelchen runter wegen extremer Agitiertheit

19. - 22. Januar: 3 Kügelchen (etwa 1mg Venlafaxin) täglich, außerdem Omega 2 Fischöl, Magnesium und Ashwagandha-Pulver (etwa 2g), letzteres scheint mir tatsächlich bei den Cortisol-Spikes zu helfen

23. Januar: 3 Kügelchen und ca 6mg Pregabalin abends, + Omega3, Magnesium und Ashwagandha

24. Januar: 3 Kügelchen und ca. 2mg Pregabalin abends, + Omega3, Magnesium und Ashwagandha

05. Februar: 3 Kügelchen und mittlerweile 8mg Pregabalin abends + Omega3, Magnesium und Ashwagandha

27.Februar: 2,5 Kügelchen und ca. 6mg Pregabalin + Omega3, Magnesium, 500mg Ashwagandha, 500mg Baldrian

Seit 30.März: Circardin Melatonin 2mg abends

Seit etwa Mitte April: 2 Kügelchen Venlafaxin

Seit Ende März Absetzen von Pregabalin,derzeit bei 2,5mg.
Straycat
Moderatorenteam
Beiträge: 6401
Registriert: 10.10.2016 16:51
Hat sich bedankt: 4883 Mal
Danksagung erhalten: 3241 Mal

Re: Manati: Venlafaxin viel zu schnell abgesetzt

Beitrag von Straycat »

Hallo Manati,

Ich hatte im Akutentzug von Escitalopram einige Symptome, die mittlerweile gar nicht mehr auftreten. Also manches geht auch weg und kommt nicht wieder - meiner Erfahrung nach.

Wie Anna :) schon schrieb, kann man ganz schwer sagen, was wovon kommt. Diese Emotionsverflachung berichtigen einige als NW von PP, andere haben das im Entzug. Es kann also beides sein.

In jedem Fall ist ein gereiztes ZNS häufig die Ursache für viele Symptome. Die Reizung kann dann sowohl von zu raschem Reduzieren, zu starkem Hochdosieren, vorhergegangenen Dosisänderungen usw. kommen.
Ruhe ins System zu bringen ist also in jedem Fall oberstes Gebot.

Alles Gute,
Cat
Meine Geschichte und mein Absetzweg:
► Text zeigen
Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.
Manati
Beiträge: 60
Registriert: 01.01.2021 22:14
Hat sich bedankt: 53 Mal
Danksagung erhalten: 68 Mal

Re: Manati: Venlafaxin viel zu schnell abgesetzt

Beitrag von Manati »

Liebe Cat,

vielen tausend Dank für Deine Antwort. Ja - diese Empfindungslosigkeit finde ich mit am schlimmsten, dieses Zombiedasein! Ich bin mir nicht sicher, ob es vom Pregabalin oder doch den 3 Kügelchen Venlafaxin kommt.. Manchmal bin ich versucht, die mit aus dem Grund doch schon auszuschleichen..
Und diese eeewigen Kopfschmerzen - wird es jeh ein Leben ohne diese quälenden, fiebrig-heißen Kopfschmerzen geben?? Habt ihr da Erfahrungen zu??
Ich bin wirklich im Verzweiflungsmodus und kann mir gar nicht mehr vorstellen, dass es je aufhört.

Hoffnungslose Grüße...

Straycat hat geschrieben: 28.02.2021 18:52 Hallo Manati,

Ich hatte im Akutentzug von Escitalopram einige Symptome, die mittlerweile gar nicht mehr auftreten. Also manches geht auch weg und kommt nicht wieder - meiner Erfahrung nach.

Wie Anna :) schon schrieb, kann man ganz schwer sagen, was wovon kommt. Diese Emotionsverflachung berichtigen einige als NW von PP, andere haben das im Entzug. Es kann also beides sein.

In jedem Fall ist ein gereiztes ZNS häufig die Ursache für viele Symptome. Die Reizung kann dann sowohl von zu raschem Reduzieren, zu starkem Hochdosieren, vorhergegangenen Dosisänderungen usw. kommen.
Ruhe ins System zu bringen ist also in jedem Fall oberstes Gebot.

Alles Gute,
Cat
Fluoxetine (25mg?) Dezember 2002 - November 2005 wegen Angst/Depression

Venlafaxine (Retard, 75mg) wegen Panikattacken November 2005 bis ca. Mai 2020, dann langsam con 75mg zu etwa 33mg im September runterdosiert. Versehentlich Einnahme versäumt, aber ok gefühlt und daraufhin naiverweise von 33mg auf 0 abgesetzt am 26. September 2020. Gegen die ersten Absetzerscheinungen habe ich CBD Öl und 5htp genommen, aber irgendwann aufgehöft.

Momentan nehme ich abends 1 Kapsel Fischöl Omega 3 (1400mg) und Magnesium (400mg).

25. Dezembe 2020: Venlafaxine mit einem Kügelchen (0.3/0.4mg) abends wieder eingeschlichen, seitdem 2 Kügelchen (0.7/0.8mg) pro Tag gegen Mittag. Da ich das Magnesium am gleichen Tag einzunehmen begonnen habe, kann ich einen 'Maskierungseffekt' nicht ganz ausschließen.

1. Januar 2021: Auf 3 Kügelchen (etwa 1mg) Venlafaxin aufdosiert

2. Januar: Wieder auf 2 Kügelchen runter. 1/4 Diazepam als Notfallmaßnahme vormittags. 12mg Pregabalin abends

3. Januar: 3 Kügelchen und 12mg Pregabalin abends

4. Januar: 3 Kügelchen und 12 mg Pregabalin abends

3. - 15. Januar 2021: 3 Kügelchen (etwa 1mg Venlafaxin) täglich und sonst nichts außer Omega 3 Fischöl und Magnesium

15. 17. Januar: 4 Kügelchen

18. Januar: Wieder auf 3 Kügelchen runter wegen extremer Agitiertheit

19. - 22. Januar: 3 Kügelchen (etwa 1mg Venlafaxin) täglich, außerdem Omega 2 Fischöl, Magnesium und Ashwagandha-Pulver (etwa 2g), letzteres scheint mir tatsächlich bei den Cortisol-Spikes zu helfen

23. Januar: 3 Kügelchen und ca 6mg Pregabalin abends, + Omega3, Magnesium und Ashwagandha

24. Januar: 3 Kügelchen und ca. 2mg Pregabalin abends, + Omega3, Magnesium und Ashwagandha

05. Februar: 3 Kügelchen und mittlerweile 8mg Pregabalin abends + Omega3, Magnesium und Ashwagandha

27.Februar: 2,5 Kügelchen und ca. 6mg Pregabalin + Omega3, Magnesium, 500mg Ashwagandha, 500mg Baldrian

Seit 30.März: Circardin Melatonin 2mg abends

Seit etwa Mitte April: 2 Kügelchen Venlafaxin

Seit Ende März Absetzen von Pregabalin,derzeit bei 2,5mg.
Manati
Beiträge: 60
Registriert: 01.01.2021 22:14
Hat sich bedankt: 53 Mal
Danksagung erhalten: 68 Mal

Re: Manati: Venlafaxin viel zu schnell abgesetzt

Beitrag von Manati »

..sorry Cat und Alle - ich mal wieder.

Diesmal mit der Frage, wie lange denn bei vielen die Schlaflosigkeit anhält? Die ist so ein zentrales Problem, und ihretwegen habe ich auch das Pregabalin dazugenommen. Wie sind da Deine/eure Erfahrungen bzw. Beobachtungen?

Lieben Dank für jegliche Antorten



Straycat hat geschrieben: 28.02.2021 18:52 Hallo Manati,

Ich hatte im Akutentzug von Escitalopram einige Symptome, die mittlerweile gar nicht mehr auftreten. Also manches geht auch weg und kommt nicht wieder - meiner Erfahrung nach.

Wie Anna :) schon schrieb, kann man ganz schwer sagen, was wovon kommt. Diese Emotionsverflachung berichtigen einige als NW von PP, andere haben das im Entzug. Es kann also beides sein.

In jedem Fall ist ein gereiztes ZNS häufig die Ursache für viele Symptome. Die Reizung kann dann sowohl von zu raschem Reduzieren, zu starkem Hochdosieren, vorhergegangenen Dosisänderungen usw. kommen.
Ruhe ins System zu bringen ist also in jedem Fall oberstes Gebot.

Alles Gute,
Cat
Zuletzt geändert von Straycat am 03.03.2021 13:52, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitat repariert
Fluoxetine (25mg?) Dezember 2002 - November 2005 wegen Angst/Depression

Venlafaxine (Retard, 75mg) wegen Panikattacken November 2005 bis ca. Mai 2020, dann langsam con 75mg zu etwa 33mg im September runterdosiert. Versehentlich Einnahme versäumt, aber ok gefühlt und daraufhin naiverweise von 33mg auf 0 abgesetzt am 26. September 2020. Gegen die ersten Absetzerscheinungen habe ich CBD Öl und 5htp genommen, aber irgendwann aufgehöft.

Momentan nehme ich abends 1 Kapsel Fischöl Omega 3 (1400mg) und Magnesium (400mg).

25. Dezembe 2020: Venlafaxine mit einem Kügelchen (0.3/0.4mg) abends wieder eingeschlichen, seitdem 2 Kügelchen (0.7/0.8mg) pro Tag gegen Mittag. Da ich das Magnesium am gleichen Tag einzunehmen begonnen habe, kann ich einen 'Maskierungseffekt' nicht ganz ausschließen.

1. Januar 2021: Auf 3 Kügelchen (etwa 1mg) Venlafaxin aufdosiert

2. Januar: Wieder auf 2 Kügelchen runter. 1/4 Diazepam als Notfallmaßnahme vormittags. 12mg Pregabalin abends

3. Januar: 3 Kügelchen und 12mg Pregabalin abends

4. Januar: 3 Kügelchen und 12 mg Pregabalin abends

3. - 15. Januar 2021: 3 Kügelchen (etwa 1mg Venlafaxin) täglich und sonst nichts außer Omega 3 Fischöl und Magnesium

15. 17. Januar: 4 Kügelchen

18. Januar: Wieder auf 3 Kügelchen runter wegen extremer Agitiertheit

19. - 22. Januar: 3 Kügelchen (etwa 1mg Venlafaxin) täglich, außerdem Omega 2 Fischöl, Magnesium und Ashwagandha-Pulver (etwa 2g), letzteres scheint mir tatsächlich bei den Cortisol-Spikes zu helfen

23. Januar: 3 Kügelchen und ca 6mg Pregabalin abends, + Omega3, Magnesium und Ashwagandha

24. Januar: 3 Kügelchen und ca. 2mg Pregabalin abends, + Omega3, Magnesium und Ashwagandha

05. Februar: 3 Kügelchen und mittlerweile 8mg Pregabalin abends + Omega3, Magnesium und Ashwagandha

27.Februar: 2,5 Kügelchen und ca. 6mg Pregabalin + Omega3, Magnesium, 500mg Ashwagandha, 500mg Baldrian

Seit 30.März: Circardin Melatonin 2mg abends

Seit etwa Mitte April: 2 Kügelchen Venlafaxin

Seit Ende März Absetzen von Pregabalin,derzeit bei 2,5mg.
ViN
Beiträge: 33
Registriert: 16.02.2021 09:31
Danksagung erhalten: 48 Mal

Re: Manati: Venlafaxin viel zu schnell abgesetzt

Beitrag von ViN »

Hallo Manati,

ich habe ebenfalls seit November nach Absetzen von Venla. (37,5 mg auf direkt Null) mit extremen Kopfschmerzen und Schwindel zu kämpfen. Leider bin auch ich viel zu spät auf dieses Forum gestoßen.
Nach 4 Monaten auf Null dosiere ich nun seit ca einer Woche 1 mg wieder ein. Bisher sind die Kopfschmerzen leider nicht eklatant besser geworden und auch ich frage mich, wie lange ich durchbeißen muss, bzw ob überhaupt eine Verbesserung stattfindet. Der Faktor der Unsicherheit wiegt für mich am Schlimmsten.
Ich kann zwar einigermaßen schlafen, aber dennoch sind die Symptome tagsüber unglaublich kräftezehrend. Ich hab seit einigen Wochen meinen Stresspegel runtergefahren und das hilft mir wenigstens einigermaßen Ruhe zu finden. Achtsamkeitsübungen, Joggen, etc... Ich versuche nicht mehr auf 120% zu fahren wie die letzten Jahre zuvor und gönne mir wieder Zeit für mich und bewusste Ablenkung.
Ich wünsche Dir, bzw uns baldige Besserung und ganz viel Kraft!

Kopf hoch, ist einfach eine riesen Sch...

LG ViN
Tinnitus, Ängste:
6 Jahre Venlafaxin 75mg,
nach Absetzen (September 2020) innerhalb von 6 Wochen von 37,5 mg auf 0 mg (Mitte Oktober 2020),
schwere Symptome über Monate, Kopfschmerzen, Schwindel, Kopf wie in Watte, große Sorgen, Gedankenkreisen

19.2. 1/4 Pellet (3,125 mg) wieder eindosiert, sehr unruhig, schlechter Schlaf

22.4. Pause 2 Tage

24.2. Beginn Einnahme 3 Kügelchen (ca. 0,9 mg), auf Rat des Forums

25.2. - 03.03. Dosis: 3 Kügelchen (0,9 mg)
keine große symptomatische Veränderung, nicht negativ, Unruhe gut auszuhalten

Ab 04.03. Erhöhung auf 4 Kügelchen (1,2 mg)
Krass!!! Sehr starke Unruhe, Sorgen, Gefühl von Depersonalisierung, Kopfschmerzen/Schwindel gleich, Schlaflosigkeit

07.03. Reduzierung auf 3 Kügelchen. Sehr starke Unruhe, sehr schlecht geschlafen.

08.03. 3 Kügelchen, Unruhe sehr stark, extreme Sorgen, nicht geschlafen. Komplett depressiv

09.03. Venlafaxin weggelassen, Schlaflosigkeit. Depressiv, Hoffnungslosigkeit

10.03. Promethazin 3x3mg tagsüber, 10mg nachts. Sehr verzweifelt. Wieder nicht geschlafen. Angst etwas gedämpft.

11.03-15.03. Promethazin ab heute 3x5mg tagsüber, nachts 25mg. Wieder nicht geschlafen

16.03. 30mg Promethazin nachts. Das erste Mal geschlafen! Angst, Depression tagsüber

17.03. Tagsüber nichts eingenommen. Sehr depressiv, Depersonalisierung
Abends 50mg Quetiapin

18.03. Gut geschlafen. Tagsüber keine Einnahme. Abends 50mg Quetiapin

19.03. Relativ gut geschlafen. Tagsüber sehr depressiv, ängstlich, Derealisation
Manati
Beiträge: 60
Registriert: 01.01.2021 22:14
Hat sich bedankt: 53 Mal
Danksagung erhalten: 68 Mal

Re: Manati: Venlafaxin viel zu schnell abgesetzt

Beitrag von Manati »

Hallo ViN!

Lieben Dank für Deinen Post! Ich habe mich mal durch Deinen Thread gelesen - oh Mann, da haben wir ja eine ziemlich ähnliche Ausgangssituation. Das tut mir echt leid, dass Du gerade den gleichen Mist durchmachen musst!! Dann bist Du von den dauernden Kopfschmerzen vermutlich schon ebenso zermürbt... Tinnitus habe ich auch, aber keinen Schwindel - stattdessen Schlaflosigkeit bzw. fieseste 'Schocksymptome', die mich am Einschlafen hindern. Quälend! Dass Du schlafen kannst, ist doch schon mal super - so kann Dein Körper regenerieren.

Ich weiß genau, was Du meinst, wenn Du schreibst, dass die Unsicherheit Dich am meisten belastet. Das geht mir ganz genauso. Wenn ich wenigstens wüsste, DASS es irgendwann mal besser wird, wäre mir mental schon sehr geholfen. Stattdessen kann man nicht aufhören, zu recherchieren, und stößt dabei auf lauter schlimme Erfahrungsberichte, die einen nur noch weiter beunruhigen! Aus diesem Grund kann ich auch kaum aufhören, die armen Moderatoren hier mit Fragen zu löchern.

Sicher war es richtig, Deinen Stresspegel zu minimieren - noch mehr Cortisol im Blut würde die Sache sicher nicht verbessern. Aber vermutlich fällt es Dir ähnlich schwer wie mir, zu akzeptieren, aus einem ganz 'normalen' Leben in diesen Alptraum gefallen zu sein!? Es kommt mir immer noch unwirklich vor. Wie bei Alice im Wunderland - plötzlich fällt man durch das 'rabbit hole' in diese schräge Realität, und findet sich dann in diesem Forum!

Und als Papa von 3 Kleinen ist das bestimmt noch einmal besonders belastend. Ich wünsche Dir auf jeden Fall, dass Du schon ganz bald eine Besserung erfährst! Wie klappt es denn mit Deiner Wiedereindosierung? Meine Erfahrung ist da einigermaßen gemischt: mit der Angst/Panik hat sie geholfen, meine körperlichen Symptome aber nicht verbessert bzw. meine Unruhe gar verschlimmert.

Tausend Dank für Deine guten Wünsche!!

LG Manati

ViN hat geschrieben: 03.03.2021 14:55 Hallo Manati,

ich habe ebenfalls seit November nach Absetzen von Venla. (37,5 mg auf direkt Null) mit extremen Kopfschmerzen und Schwindel zu kämpfen. Leider bin auch ich viel zu spät auf dieses Forum gestoßen.
Nach 4 Monaten auf Null dosiere ich nun seit ca einer Woche 1 mg wieder ein. Bisher sind die Kopfschmerzen leider nicht eklatant besser geworden und auch ich frage mich, wie lange ich durchbeißen muss, bzw ob überhaupt eine Verbesserung stattfindet. Der Faktor der Unsicherheit wiegt für mich am Schlimmsten.
Ich kann zwar einigermaßen schlafen, aber dennoch sind die Symptome tagsüber unglaublich kräftezehrend. Ich hab seit einigen Wochen meinen Stresspegel runtergefahren und das hilft mir wenigstens einigermaßen Ruhe zu finden. Achtsamkeitsübungen, Joggen, etc... Ich versuche nicht mehr auf 120% zu fahren wie die letzten Jahre zuvor und gönne mir wieder Zeit für mich und bewusste Ablenkung.
Ich wünsche Dir, bzw uns baldige Besserung und ganz viel Kraft!

Kopf hoch, ist einfach eine riesen Sch...

LG ViN
Fluoxetine (25mg?) Dezember 2002 - November 2005 wegen Angst/Depression

Venlafaxine (Retard, 75mg) wegen Panikattacken November 2005 bis ca. Mai 2020, dann langsam con 75mg zu etwa 33mg im September runterdosiert. Versehentlich Einnahme versäumt, aber ok gefühlt und daraufhin naiverweise von 33mg auf 0 abgesetzt am 26. September 2020. Gegen die ersten Absetzerscheinungen habe ich CBD Öl und 5htp genommen, aber irgendwann aufgehöft.

Momentan nehme ich abends 1 Kapsel Fischöl Omega 3 (1400mg) und Magnesium (400mg).

25. Dezembe 2020: Venlafaxine mit einem Kügelchen (0.3/0.4mg) abends wieder eingeschlichen, seitdem 2 Kügelchen (0.7/0.8mg) pro Tag gegen Mittag. Da ich das Magnesium am gleichen Tag einzunehmen begonnen habe, kann ich einen 'Maskierungseffekt' nicht ganz ausschließen.

1. Januar 2021: Auf 3 Kügelchen (etwa 1mg) Venlafaxin aufdosiert

2. Januar: Wieder auf 2 Kügelchen runter. 1/4 Diazepam als Notfallmaßnahme vormittags. 12mg Pregabalin abends

3. Januar: 3 Kügelchen und 12mg Pregabalin abends

4. Januar: 3 Kügelchen und 12 mg Pregabalin abends

3. - 15. Januar 2021: 3 Kügelchen (etwa 1mg Venlafaxin) täglich und sonst nichts außer Omega 3 Fischöl und Magnesium

15. 17. Januar: 4 Kügelchen

18. Januar: Wieder auf 3 Kügelchen runter wegen extremer Agitiertheit

19. - 22. Januar: 3 Kügelchen (etwa 1mg Venlafaxin) täglich, außerdem Omega 2 Fischöl, Magnesium und Ashwagandha-Pulver (etwa 2g), letzteres scheint mir tatsächlich bei den Cortisol-Spikes zu helfen

23. Januar: 3 Kügelchen und ca 6mg Pregabalin abends, + Omega3, Magnesium und Ashwagandha

24. Januar: 3 Kügelchen und ca. 2mg Pregabalin abends, + Omega3, Magnesium und Ashwagandha

05. Februar: 3 Kügelchen und mittlerweile 8mg Pregabalin abends + Omega3, Magnesium und Ashwagandha

27.Februar: 2,5 Kügelchen und ca. 6mg Pregabalin + Omega3, Magnesium, 500mg Ashwagandha, 500mg Baldrian

Seit 30.März: Circardin Melatonin 2mg abends

Seit etwa Mitte April: 2 Kügelchen Venlafaxin

Seit Ende März Absetzen von Pregabalin,derzeit bei 2,5mg.
ViN
Beiträge: 33
Registriert: 16.02.2021 09:31
Danksagung erhalten: 48 Mal

Re: Manati: Venlafaxin viel zu schnell abgesetzt

Beitrag von ViN »

Hallo Manati,

danke für deine Nachricht. Es ist genau wie du sagst!!! Ich habe Venlafaxin abgesetzt, weil es mir gut ging. Hätte niemals gedacht, dass man in ein derartiges Loch fallen kann und sich binnen weniger Monate alle ändert. Wohlgemerkt, ich hätte von Anfang an deutlich besser mit allem umgehen können, wenn ich über die Auswirkungen informiert gewesen wäre. Probably my fault!!! Selbstverständlich hätte ich auch niemals so abrupt abgesetzt, das nur am Rande...
Monatelang Ärztemarathon ohne Befund macht einen schon sehr mürbe. Und wie du richtig bemerkst, sind meine drei Stöpsel natürlich auch anstrengend ;-) Die kinder haben einen "gut funktionierenden" Papa verdient. Gerade in der letzten Zeit der Einschränkungen ohne Kindergarten sind sie besonders auf uns Erwachsene angewiesen.

Die Frage nach dem Erfolg des Wiedereindosierens kann ich dir noch nicht beantworten. Tatsächlich habe ich etwas weniger Ängste, jedoch bis dato keine prägnante Symptomlinderung. Etwas mehr Unruhe, was mich aber nicht beunruhigt ;-)
Man kennt das ja vom Therapiebeginn mit Venlafaxin. Ich hatte damals über Wochen das Gefühl von innerer Unruhe, danach wurde es viel besser.

Desweiteren weiß ich nicht, wie nach einigen Wochen mit dieser geringen Dosis zu Verfahren ist. Wenn tatsächlich nach einiger Zeit Linderung eintritt werde ich wohl aus dem Bauch raus entscheiden müssen, ob das so klar geht und ich damit bis auf Weiteres leben kann.
Wenn nicht habe ich noch keine Strategie. Man weiß eben nicht, ob eine höhere Dosierung greifen würde. Eigentlich möchte man das Zeug ja wieder loswerden und den Prozess nicht wieder durch höheres Eindosieren von vorne beginnen. Aber diese Gewissheit gibt es wohl nicht und ich fühle mich ein bisschen wie in einem Experiment gefangen, auf welches ich so gar keine Lust habe. Das nervt mich extrem und genau das kostet Kraft. Wenn man wüsste in 6 Monaten ist der Spuk um, könnte man damit viel besser umgehen. So aber ist es verdammt schwer.

LG...
und einen erfolgreichen Tag

ViN
Tinnitus, Ängste:
6 Jahre Venlafaxin 75mg,
nach Absetzen (September 2020) innerhalb von 6 Wochen von 37,5 mg auf 0 mg (Mitte Oktober 2020),
schwere Symptome über Monate, Kopfschmerzen, Schwindel, Kopf wie in Watte, große Sorgen, Gedankenkreisen

19.2. 1/4 Pellet (3,125 mg) wieder eindosiert, sehr unruhig, schlechter Schlaf

22.4. Pause 2 Tage

24.2. Beginn Einnahme 3 Kügelchen (ca. 0,9 mg), auf Rat des Forums

25.2. - 03.03. Dosis: 3 Kügelchen (0,9 mg)
keine große symptomatische Veränderung, nicht negativ, Unruhe gut auszuhalten

Ab 04.03. Erhöhung auf 4 Kügelchen (1,2 mg)
Krass!!! Sehr starke Unruhe, Sorgen, Gefühl von Depersonalisierung, Kopfschmerzen/Schwindel gleich, Schlaflosigkeit

07.03. Reduzierung auf 3 Kügelchen. Sehr starke Unruhe, sehr schlecht geschlafen.

08.03. 3 Kügelchen, Unruhe sehr stark, extreme Sorgen, nicht geschlafen. Komplett depressiv

09.03. Venlafaxin weggelassen, Schlaflosigkeit. Depressiv, Hoffnungslosigkeit

10.03. Promethazin 3x3mg tagsüber, 10mg nachts. Sehr verzweifelt. Wieder nicht geschlafen. Angst etwas gedämpft.

11.03-15.03. Promethazin ab heute 3x5mg tagsüber, nachts 25mg. Wieder nicht geschlafen

16.03. 30mg Promethazin nachts. Das erste Mal geschlafen! Angst, Depression tagsüber

17.03. Tagsüber nichts eingenommen. Sehr depressiv, Depersonalisierung
Abends 50mg Quetiapin

18.03. Gut geschlafen. Tagsüber keine Einnahme. Abends 50mg Quetiapin

19.03. Relativ gut geschlafen. Tagsüber sehr depressiv, ängstlich, Derealisation
Manati
Beiträge: 60
Registriert: 01.01.2021 22:14
Hat sich bedankt: 53 Mal
Danksagung erhalten: 68 Mal

Re: Manati: Venlafaxin viel zu schnell abgesetzt

Beitrag von Manati »

Hallo ViN,

ich weiß genau, wie es Dir geht. Da hält man sich für einen vernunftbegabten Menschen, und dann passiert einem aus Unwissenheit eine so folgenschwere Sache. Damit habe ich ganz schön gehadert.
Ich habe bislang erst 2 hilflose Neurologen und meinen Hausarzt 'verschlissen' - aber tatsächlich helfen konnte mir niemand.

Sicher bist Du Deinen Kids auch in dieser Lage ein toller Papa, setz Dich da mal nicht unter Druck. Ich glaube, für die musst Du auch nicht perfekt 'funktionieren' - die sind einfach froh, wenn Du da bist. Ich glaube, da macht man sich schnell unnötig verrückt.

Ähnlich war es bei mir mit dem Wiedereindosieren auch - habe nach ca. 8 Wochen auf 3 Kügelchen (!) jetzt mal ein halbes runtergefahren. Bisher merke ich davon keine Auswirkungen. Ich drücke Dir die Daumen, dass Du noch einen positiven Effekt des Eindosierens verspürst! Am besten, Du führst genau Buch über Deine Symptome - mir geht es so, dass ich kleinere Änderungen sonst kaum objektiv nachverfolgen kann (z.B. wie die Unruhe sich verändert, das Schlafverhalten etc.).

Ja, wie in einem saublöden Experiment fühle ich mich auch - als unwilliges 'guinea pig', dass da zufällig reingeraten ist. Und die Ungewissheit ist übel. Wenn man sich die Forenberichte hier durchliest, hat man ja noch richtig Glück, wenn man nach 6 Monaten mit der Sache durch ist!
Aber dass Du schlafen kannst, ist doch schon mal ein gutes Zeichen - ich denke, dass das für Deinen Regenerationsprozess viel ausmachen wird.

Und zu den Kopfschmerzen wollte ich Dir einen ganz trivialen Tip geben: eine Minidosis (so 100mg) Aspirin! (wenn Du es sonst auch verträgst)
Ich habe mich die ganze Zeit nicht getraut, welches zu nehmen, und erst nach Recherche im amerikanischen Äquivalent dieses Forums mal rangetraut. Und schau an - es hat mir wirklich sehr geholfen mit den Kopfschmerzen, und auch dem fiebrig-heißen Kopfgefühl, das mich so beunruhigt hat.
Vielleicht hast Du es ja schon probiert. Aber falls nicht, ist es vielleicht einen Versuch wert.

Liebe Grüße und einen schmerzfreien Abend wünsche ich Dir!!

ViN hat geschrieben: 04.03.2021 09:42 Hallo Manati,

danke für deine Nachricht. Es ist genau wie du sagst!!! Ich habe Venlafaxin abgesetzt, weil es mir gut ging. Hätte niemals gedacht, dass man in ein derartiges Loch fallen kann und sich binnen weniger Monate alle ändert. Wohlgemerkt, ich hätte von Anfang an deutlich besser mit allem umgehen können, wenn ich über die Auswirkungen informiert gewesen wäre. Probably my fault!!! Selbstverständlich hätte ich auch niemals so abrupt abgesetzt, das nur am Rande...
Monatelang Ärztemarathon ohne Befund macht einen schon sehr mürbe. Und wie du richtig bemerkst, sind meine drei Stöpsel natürlich auch anstrengend ;-) Die kinder haben einen "gut funktionierenden" Papa verdient. Gerade in der letzten Zeit der Einschränkungen ohne Kindergarten sind sie besonders auf uns Erwachsene angewiesen.

Die Frage nach dem Erfolg des Wiedereindosierens kann ich dir noch nicht beantworten. Tatsächlich habe ich etwas weniger Ängste, jedoch bis dato keine prägnante Symptomlinderung. Etwas mehr Unruhe, was mich aber nicht beunruhigt ;-)
Man kennt das ja vom Therapiebeginn mit Venlafaxin. Ich hatte damals über Wochen das Gefühl von innerer Unruhe, danach wurde es viel besser.

Desweiteren weiß ich nicht, wie nach einigen Wochen mit dieser geringen Dosis zu Verfahren ist. Wenn tatsächlich nach einiger Zeit Linderung eintritt werde ich wohl aus dem Bauch raus entscheiden müssen, ob das so klar geht und ich damit bis auf Weiteres leben kann.
Wenn nicht habe ich noch keine Strategie. Man weiß eben nicht, ob eine höhere Dosierung greifen würde. Eigentlich möchte man das Zeug ja wieder loswerden und den Prozess nicht wieder durch höheres Eindosieren von vorne beginnen. Aber diese Gewissheit gibt es wohl nicht und ich fühle mich ein bisschen wie in einem Experiment gefangen, auf welches ich so gar keine Lust habe. Das nervt mich extrem und genau das kostet Kraft. Wenn man wüsste in 6 Monaten ist der Spuk um, könnte man damit viel besser umgehen. So aber ist es verdammt schwer.

LG...
und einen erfolgreichen Tag

ViN
Fluoxetine (25mg?) Dezember 2002 - November 2005 wegen Angst/Depression

Venlafaxine (Retard, 75mg) wegen Panikattacken November 2005 bis ca. Mai 2020, dann langsam con 75mg zu etwa 33mg im September runterdosiert. Versehentlich Einnahme versäumt, aber ok gefühlt und daraufhin naiverweise von 33mg auf 0 abgesetzt am 26. September 2020. Gegen die ersten Absetzerscheinungen habe ich CBD Öl und 5htp genommen, aber irgendwann aufgehöft.

Momentan nehme ich abends 1 Kapsel Fischöl Omega 3 (1400mg) und Magnesium (400mg).

25. Dezembe 2020: Venlafaxine mit einem Kügelchen (0.3/0.4mg) abends wieder eingeschlichen, seitdem 2 Kügelchen (0.7/0.8mg) pro Tag gegen Mittag. Da ich das Magnesium am gleichen Tag einzunehmen begonnen habe, kann ich einen 'Maskierungseffekt' nicht ganz ausschließen.

1. Januar 2021: Auf 3 Kügelchen (etwa 1mg) Venlafaxin aufdosiert

2. Januar: Wieder auf 2 Kügelchen runter. 1/4 Diazepam als Notfallmaßnahme vormittags. 12mg Pregabalin abends

3. Januar: 3 Kügelchen und 12mg Pregabalin abends

4. Januar: 3 Kügelchen und 12 mg Pregabalin abends

3. - 15. Januar 2021: 3 Kügelchen (etwa 1mg Venlafaxin) täglich und sonst nichts außer Omega 3 Fischöl und Magnesium

15. 17. Januar: 4 Kügelchen

18. Januar: Wieder auf 3 Kügelchen runter wegen extremer Agitiertheit

19. - 22. Januar: 3 Kügelchen (etwa 1mg Venlafaxin) täglich, außerdem Omega 2 Fischöl, Magnesium und Ashwagandha-Pulver (etwa 2g), letzteres scheint mir tatsächlich bei den Cortisol-Spikes zu helfen

23. Januar: 3 Kügelchen und ca 6mg Pregabalin abends, + Omega3, Magnesium und Ashwagandha

24. Januar: 3 Kügelchen und ca. 2mg Pregabalin abends, + Omega3, Magnesium und Ashwagandha

05. Februar: 3 Kügelchen und mittlerweile 8mg Pregabalin abends + Omega3, Magnesium und Ashwagandha

27.Februar: 2,5 Kügelchen und ca. 6mg Pregabalin + Omega3, Magnesium, 500mg Ashwagandha, 500mg Baldrian

Seit 30.März: Circardin Melatonin 2mg abends

Seit etwa Mitte April: 2 Kügelchen Venlafaxin

Seit Ende März Absetzen von Pregabalin,derzeit bei 2,5mg.
padma
Moderatorenteam
Beiträge: 23972
Registriert: 06.01.2013 17:04
Hat sich bedankt: 13773 Mal
Danksagung erhalten: 8609 Mal

Re: Manati: Venlafaxin viel zu schnell abgesetzt

Beitrag von padma »

hallo Manati, :)
habe nach ca. 8 Wochen auf 3 Kügelchen (!) jetzt mal ein halbes runtergefahren
Wie machst du das denn?

Schreibst du das auch bitte noch in deine Signatur?

liebe Grüsse,
padma
Fluoxetin nach über 10 jähriger Einnahme zur Schmerztherapie abgesetzt

Nach Quasi - Kaltentzug Wiedereindosierung und im :schnecke: Tempo ausgeschlichen; seit 1.1.2020 auf 0 :party2:
Absetzverlauf:
► Text zeigen


Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Manati
Beiträge: 60
Registriert: 01.01.2021 22:14
Hat sich bedankt: 53 Mal
Danksagung erhalten: 68 Mal

Re: Manati: Venlafaxin viel zu schnell abgesetzt

Beitrag von Manati »

Hallo Padma :)

Lieben Dank für Deinen Post.

Ich mach das ganz stümperhaft so, dass ich ein Kügelchen per Skalpell halbiere. Ich weiß, dass man das wegen der Retardierung eigentlich nicht soll, aber ein ganzes Kügelchen abzusetzen, hab ich mich nicht getraut.. Meinst Du, es wäre besser, gleich ein ganzes wegzulassen?
Ich bin total verunsichert..

Liebe Grüße, Manati

padma hat geschrieben: 05.03.2021 12:10 hallo Manati, :)
habe nach ca. 8 Wochen auf 3 Kügelchen (!) jetzt mal ein halbes runtergefahren
Wie machst du das denn?

Schreibst du das auch bitte noch in deine Signatur?

liebe Grüsse,
padma
Fluoxetine (25mg?) Dezember 2002 - November 2005 wegen Angst/Depression

Venlafaxine (Retard, 75mg) wegen Panikattacken November 2005 bis ca. Mai 2020, dann langsam con 75mg zu etwa 33mg im September runterdosiert. Versehentlich Einnahme versäumt, aber ok gefühlt und daraufhin naiverweise von 33mg auf 0 abgesetzt am 26. September 2020. Gegen die ersten Absetzerscheinungen habe ich CBD Öl und 5htp genommen, aber irgendwann aufgehöft.

Momentan nehme ich abends 1 Kapsel Fischöl Omega 3 (1400mg) und Magnesium (400mg).

25. Dezembe 2020: Venlafaxine mit einem Kügelchen (0.3/0.4mg) abends wieder eingeschlichen, seitdem 2 Kügelchen (0.7/0.8mg) pro Tag gegen Mittag. Da ich das Magnesium am gleichen Tag einzunehmen begonnen habe, kann ich einen 'Maskierungseffekt' nicht ganz ausschließen.

1. Januar 2021: Auf 3 Kügelchen (etwa 1mg) Venlafaxin aufdosiert

2. Januar: Wieder auf 2 Kügelchen runter. 1/4 Diazepam als Notfallmaßnahme vormittags. 12mg Pregabalin abends

3. Januar: 3 Kügelchen und 12mg Pregabalin abends

4. Januar: 3 Kügelchen und 12 mg Pregabalin abends

3. - 15. Januar 2021: 3 Kügelchen (etwa 1mg Venlafaxin) täglich und sonst nichts außer Omega 3 Fischöl und Magnesium

15. 17. Januar: 4 Kügelchen

18. Januar: Wieder auf 3 Kügelchen runter wegen extremer Agitiertheit

19. - 22. Januar: 3 Kügelchen (etwa 1mg Venlafaxin) täglich, außerdem Omega 2 Fischöl, Magnesium und Ashwagandha-Pulver (etwa 2g), letzteres scheint mir tatsächlich bei den Cortisol-Spikes zu helfen

23. Januar: 3 Kügelchen und ca 6mg Pregabalin abends, + Omega3, Magnesium und Ashwagandha

24. Januar: 3 Kügelchen und ca. 2mg Pregabalin abends, + Omega3, Magnesium und Ashwagandha

05. Februar: 3 Kügelchen und mittlerweile 8mg Pregabalin abends + Omega3, Magnesium und Ashwagandha

27.Februar: 2,5 Kügelchen und ca. 6mg Pregabalin + Omega3, Magnesium, 500mg Ashwagandha, 500mg Baldrian

Seit 30.März: Circardin Melatonin 2mg abends

Seit etwa Mitte April: 2 Kügelchen Venlafaxin

Seit Ende März Absetzen von Pregabalin,derzeit bei 2,5mg.
padma
Moderatorenteam
Beiträge: 23972
Registriert: 06.01.2013 17:04
Hat sich bedankt: 13773 Mal
Danksagung erhalten: 8609 Mal

Re: Manati: Venlafaxin viel zu schnell abgesetzt

Beitrag von padma »

hallo Manati, :)

der Wirkstoff ist auf die Kügelchen aufgebracht, die Retadierung auch.
Ich glaube nicht, dass es sinnvoll ist ein Kügelchen zu halbieren. Ich würde das Kügelchen ganz weglassen und dann lieber die Dosis länger halten.

liebe Grüsse,
padma
Fluoxetin nach über 10 jähriger Einnahme zur Schmerztherapie abgesetzt

Nach Quasi - Kaltentzug Wiedereindosierung und im :schnecke: Tempo ausgeschlichen; seit 1.1.2020 auf 0 :party2:
Absetzverlauf:
► Text zeigen


Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Manati
Beiträge: 60
Registriert: 01.01.2021 22:14
Hat sich bedankt: 53 Mal
Danksagung erhalten: 68 Mal

Re: Manati: Venlafaxin viel zu schnell abgesetzt

Beitrag von Manati »

Liebe Padma,

ganz lieben Dank für Deinen Ratschlag - dann mache ich es mal einfach so, ein Kügelchen wegzulassen. Ich hab mich nicht getraut, weil es ja im Prinzp ganze 30% meiner Dosis sind.. Im amerikanischen Forum habe ich in diesem Thread https://www.survivingantidepressants.or ... -weighing/ einen Beitrag gefunden, wo eine Frau sich 2 Jahre Zeit für das Abdosieren von 4 Kügelchen genommen hat! Ich meine, das will ich nun auch nicht, aber gleichzeitig kam mir ein ganzes Kügelchen so viel vor..

liebe Grüße, Manati

padma hat geschrieben: 05.03.2021 17:49 hallo Manati, :)

der Wirkstoff ist auf die Kügelchen aufgebracht, die Retadierung auch.
Ich glaube nicht, dass es sinnvoll ist ein Kügelchen zu halbieren. Ich würde das Kügelchen ganz weglassen und dann lieber die Dosis länger halten.

liebe Grüsse,
padma
Fluoxetine (25mg?) Dezember 2002 - November 2005 wegen Angst/Depression

Venlafaxine (Retard, 75mg) wegen Panikattacken November 2005 bis ca. Mai 2020, dann langsam con 75mg zu etwa 33mg im September runterdosiert. Versehentlich Einnahme versäumt, aber ok gefühlt und daraufhin naiverweise von 33mg auf 0 abgesetzt am 26. September 2020. Gegen die ersten Absetzerscheinungen habe ich CBD Öl und 5htp genommen, aber irgendwann aufgehöft.

Momentan nehme ich abends 1 Kapsel Fischöl Omega 3 (1400mg) und Magnesium (400mg).

25. Dezembe 2020: Venlafaxine mit einem Kügelchen (0.3/0.4mg) abends wieder eingeschlichen, seitdem 2 Kügelchen (0.7/0.8mg) pro Tag gegen Mittag. Da ich das Magnesium am gleichen Tag einzunehmen begonnen habe, kann ich einen 'Maskierungseffekt' nicht ganz ausschließen.

1. Januar 2021: Auf 3 Kügelchen (etwa 1mg) Venlafaxin aufdosiert

2. Januar: Wieder auf 2 Kügelchen runter. 1/4 Diazepam als Notfallmaßnahme vormittags. 12mg Pregabalin abends

3. Januar: 3 Kügelchen und 12mg Pregabalin abends

4. Januar: 3 Kügelchen und 12 mg Pregabalin abends

3. - 15. Januar 2021: 3 Kügelchen (etwa 1mg Venlafaxin) täglich und sonst nichts außer Omega 3 Fischöl und Magnesium

15. 17. Januar: 4 Kügelchen

18. Januar: Wieder auf 3 Kügelchen runter wegen extremer Agitiertheit

19. - 22. Januar: 3 Kügelchen (etwa 1mg Venlafaxin) täglich, außerdem Omega 2 Fischöl, Magnesium und Ashwagandha-Pulver (etwa 2g), letzteres scheint mir tatsächlich bei den Cortisol-Spikes zu helfen

23. Januar: 3 Kügelchen und ca 6mg Pregabalin abends, + Omega3, Magnesium und Ashwagandha

24. Januar: 3 Kügelchen und ca. 2mg Pregabalin abends, + Omega3, Magnesium und Ashwagandha

05. Februar: 3 Kügelchen und mittlerweile 8mg Pregabalin abends + Omega3, Magnesium und Ashwagandha

27.Februar: 2,5 Kügelchen und ca. 6mg Pregabalin + Omega3, Magnesium, 500mg Ashwagandha, 500mg Baldrian

Seit 30.März: Circardin Melatonin 2mg abends

Seit etwa Mitte April: 2 Kügelchen Venlafaxin

Seit Ende März Absetzen von Pregabalin,derzeit bei 2,5mg.
Manati
Beiträge: 60
Registriert: 01.01.2021 22:14
Hat sich bedankt: 53 Mal
Danksagung erhalten: 68 Mal

Re: Manati: Venlafaxin viel zu schnell abgesetzt

Beitrag von Manati »

Liebe ModeratorInnen, liebe Alle,

gibt es hier im Forum einen Absetzleitfaden für Pregabalin/Lyrica? Ich hab die Suchfunktion benutzt, aber keinen gefunden..? Es wäre super lieb, wenn mir ihn jemand verlinken könnte..

Ich nehme das Pregabalin 'erst' 7 Wochen, will es aber 'schnellstmöglich' wieder loswerden. Aber natürlich auf vernünftige Weise, um möglichst nicht doppelt zu 'entziehen..
Derzeit mache ich die Kapseln auf und wiege 21mg des insgesamt 99mg enthaltenen Pulvers ab. Eine Kapsel soll 25mg Wirkstoff enthalten, also dürfte ich derzeit bei etwa 5mg Wirkstoff sein. Habe bisher immer ca. 1mg Pulver pro Tag runtergefahren, stehe nun aber vor der Frage, ob ich den Absetzprozess unnötig in die Länge ziehe/den Körper den Wirkstoff unnötig länger zur Verfügung stelle, wenn ich so langsam reduziere??
Sollte ich besser die nächsten Absetzschritte (etwa zu 15mg und dann 10mg) etwas schneller vornehmen, um dann länger auf noch niedrigeren Dosen zu verbleiben?
Oder doch besser länger und langsam absetzen, also 1mg pro Tag??
Ich wäre für jeden Rat super dankbar, denn ich bin ziemlich verzweifelt, da ich schon mit dem Venla Entzug so wahnsinnig zu kämpfen habe!!
Fluoxetine (25mg?) Dezember 2002 - November 2005 wegen Angst/Depression

Venlafaxine (Retard, 75mg) wegen Panikattacken November 2005 bis ca. Mai 2020, dann langsam con 75mg zu etwa 33mg im September runterdosiert. Versehentlich Einnahme versäumt, aber ok gefühlt und daraufhin naiverweise von 33mg auf 0 abgesetzt am 26. September 2020. Gegen die ersten Absetzerscheinungen habe ich CBD Öl und 5htp genommen, aber irgendwann aufgehöft.

Momentan nehme ich abends 1 Kapsel Fischöl Omega 3 (1400mg) und Magnesium (400mg).

25. Dezembe 2020: Venlafaxine mit einem Kügelchen (0.3/0.4mg) abends wieder eingeschlichen, seitdem 2 Kügelchen (0.7/0.8mg) pro Tag gegen Mittag. Da ich das Magnesium am gleichen Tag einzunehmen begonnen habe, kann ich einen 'Maskierungseffekt' nicht ganz ausschließen.

1. Januar 2021: Auf 3 Kügelchen (etwa 1mg) Venlafaxin aufdosiert

2. Januar: Wieder auf 2 Kügelchen runter. 1/4 Diazepam als Notfallmaßnahme vormittags. 12mg Pregabalin abends

3. Januar: 3 Kügelchen und 12mg Pregabalin abends

4. Januar: 3 Kügelchen und 12 mg Pregabalin abends

3. - 15. Januar 2021: 3 Kügelchen (etwa 1mg Venlafaxin) täglich und sonst nichts außer Omega 3 Fischöl und Magnesium

15. 17. Januar: 4 Kügelchen

18. Januar: Wieder auf 3 Kügelchen runter wegen extremer Agitiertheit

19. - 22. Januar: 3 Kügelchen (etwa 1mg Venlafaxin) täglich, außerdem Omega 2 Fischöl, Magnesium und Ashwagandha-Pulver (etwa 2g), letzteres scheint mir tatsächlich bei den Cortisol-Spikes zu helfen

23. Januar: 3 Kügelchen und ca 6mg Pregabalin abends, + Omega3, Magnesium und Ashwagandha

24. Januar: 3 Kügelchen und ca. 2mg Pregabalin abends, + Omega3, Magnesium und Ashwagandha

05. Februar: 3 Kügelchen und mittlerweile 8mg Pregabalin abends + Omega3, Magnesium und Ashwagandha

27.Februar: 2,5 Kügelchen und ca. 6mg Pregabalin + Omega3, Magnesium, 500mg Ashwagandha, 500mg Baldrian

Seit 30.März: Circardin Melatonin 2mg abends

Seit etwa Mitte April: 2 Kügelchen Venlafaxin

Seit Ende März Absetzen von Pregabalin,derzeit bei 2,5mg.
Straycat
Moderatorenteam
Beiträge: 6401
Registriert: 10.10.2016 16:51
Hat sich bedankt: 4883 Mal
Danksagung erhalten: 3241 Mal

Re: Manati: Venlafaxin viel zu schnell abgesetzt

Beitrag von Straycat »

Hallo Manati,

ich würde auch Pregabalin genau so absetzen, wie andere PP. Also würde ich mich da ebenso an den gleichen Grundsätzen orientieren: viewtopic.php?p=257721#p257721
Nach 7 Wochen dauerhafter Einnahme ist das PP meist schon in den Gehirnstoffwechsel eingebaut. Dann ist ein zu rasches Absetzen ein Risiko.

Liebe Grüße,
Cat
Meine Geschichte und mein Absetzweg:
► Text zeigen
Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.
Manati
Beiträge: 60
Registriert: 01.01.2021 22:14
Hat sich bedankt: 53 Mal
Danksagung erhalten: 68 Mal

Re: Manati: Venlafaxin viel zu schnell abgesetzt

Beitrag von Manati »

Liebe Cat,

ganz herzlichen Dank für Deine Antwort. Ja, ein Risisko möchte ich natürlich nicht eingehen, also mache ich mal langsam mit dem Absetzen, auch wenn ich ja nur eine kleine Dosis einnehme.

Neben der Schlaflosigkeit machen mir gerade auch Depressionen zu schaffen. Das Wieder-Eindosieren der Kügelchen damals hat zwar die Panikzustände psychisch gedeckelt, aber auch alle anderen Emotionen sind komplett eingefroren. Fühle mich wie lebendig begraben, ganz furchtbar. Ich würde die Kügelchen so gerne los werden, um meine Emotionen nochmal zu fühlen - gleichzeitig spüre ich, dass darunter immer noch die Angstzustände brodeln.. Das merke ich daran, dass mein Körper täglich zu bestimmten Zeiten (morgens und am frühen Abend) Panikreaktionen zeigt.
Gehen diese von Körper erzeugten Angstattacken denn erfahrungsgemäß irgendwann mal von alleine weg? Vorher trau ich mich kaum, die Eindosierung abzusetzen, denn die Angstzustände waren grauenhaft!
Und die durch das Absetzen verursachten Depressionen? Vergehen die erfahrungsgemäß auch irgendwann?
Sicher gibt es keine allgemeingültige Antwort, aber vielleicht gibt es ja einen allgemeinen Trend?

Lieben Dank!!
Fluoxetine (25mg?) Dezember 2002 - November 2005 wegen Angst/Depression

Venlafaxine (Retard, 75mg) wegen Panikattacken November 2005 bis ca. Mai 2020, dann langsam con 75mg zu etwa 33mg im September runterdosiert. Versehentlich Einnahme versäumt, aber ok gefühlt und daraufhin naiverweise von 33mg auf 0 abgesetzt am 26. September 2020. Gegen die ersten Absetzerscheinungen habe ich CBD Öl und 5htp genommen, aber irgendwann aufgehöft.

Momentan nehme ich abends 1 Kapsel Fischöl Omega 3 (1400mg) und Magnesium (400mg).

25. Dezembe 2020: Venlafaxine mit einem Kügelchen (0.3/0.4mg) abends wieder eingeschlichen, seitdem 2 Kügelchen (0.7/0.8mg) pro Tag gegen Mittag. Da ich das Magnesium am gleichen Tag einzunehmen begonnen habe, kann ich einen 'Maskierungseffekt' nicht ganz ausschließen.

1. Januar 2021: Auf 3 Kügelchen (etwa 1mg) Venlafaxin aufdosiert

2. Januar: Wieder auf 2 Kügelchen runter. 1/4 Diazepam als Notfallmaßnahme vormittags. 12mg Pregabalin abends

3. Januar: 3 Kügelchen und 12mg Pregabalin abends

4. Januar: 3 Kügelchen und 12 mg Pregabalin abends

3. - 15. Januar 2021: 3 Kügelchen (etwa 1mg Venlafaxin) täglich und sonst nichts außer Omega 3 Fischöl und Magnesium

15. 17. Januar: 4 Kügelchen

18. Januar: Wieder auf 3 Kügelchen runter wegen extremer Agitiertheit

19. - 22. Januar: 3 Kügelchen (etwa 1mg Venlafaxin) täglich, außerdem Omega 2 Fischöl, Magnesium und Ashwagandha-Pulver (etwa 2g), letzteres scheint mir tatsächlich bei den Cortisol-Spikes zu helfen

23. Januar: 3 Kügelchen und ca 6mg Pregabalin abends, + Omega3, Magnesium und Ashwagandha

24. Januar: 3 Kügelchen und ca. 2mg Pregabalin abends, + Omega3, Magnesium und Ashwagandha

05. Februar: 3 Kügelchen und mittlerweile 8mg Pregabalin abends + Omega3, Magnesium und Ashwagandha

27.Februar: 2,5 Kügelchen und ca. 6mg Pregabalin + Omega3, Magnesium, 500mg Ashwagandha, 500mg Baldrian

Seit 30.März: Circardin Melatonin 2mg abends

Seit etwa Mitte April: 2 Kügelchen Venlafaxin

Seit Ende März Absetzen von Pregabalin,derzeit bei 2,5mg.
Straycat
Moderatorenteam
Beiträge: 6401
Registriert: 10.10.2016 16:51
Hat sich bedankt: 4883 Mal
Danksagung erhalten: 3241 Mal

Re: Manati: Venlafaxin viel zu schnell abgesetzt

Beitrag von Straycat »

Hallo Manati,

Das kann man pauschal schwer beantworten.
Ich tendiere dazu davon auszugehen, dass alles, was durch das Absetzen ausgelöst wurde, auch wieder weggehen wird.

Liebe Grüße,
Cat
Meine Geschichte und mein Absetzweg:
► Text zeigen
Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.
Manati
Beiträge: 60
Registriert: 01.01.2021 22:14
Hat sich bedankt: 53 Mal
Danksagung erhalten: 68 Mal

Re: Manati: Venlafaxin viel zu schnell abgesetzt

Beitrag von Manati »

Ganz lieben Dank, Cat!!
ich hoffe, mit Depressionen verhält es sich auch so..? Ich bin mittlerweile (vermutlich durch den dauerhaften Schlafentzug, den Stress, das Trauma..) so down, dass sich mir den ganzen Tag die düstersten Gedanken aufdrängen. Sehe keinen Ausweg mehr aus dem Kuddelmuddel aus dem Entzug zweier Medikamente, all den Symptomen und der kompletten Emotionslosigkeit. Hab das Gefühl, mich komplett und für immer verloren zu haben. Kann nicht mehr richtig denken, und nicht mehr FÜHLEN. Wie lebendig begraben. Ich habe vergessen, wie sich 'normal' anfühlt, wer 'ich' eigentich bin!! Hab ständig das Gefühl, das nicht mehr auszuhalten. Totale Leere, Freudlosigkeit, Hoffnungslosigkeit.
Fluoxetine (25mg?) Dezember 2002 - November 2005 wegen Angst/Depression

Venlafaxine (Retard, 75mg) wegen Panikattacken November 2005 bis ca. Mai 2020, dann langsam con 75mg zu etwa 33mg im September runterdosiert. Versehentlich Einnahme versäumt, aber ok gefühlt und daraufhin naiverweise von 33mg auf 0 abgesetzt am 26. September 2020. Gegen die ersten Absetzerscheinungen habe ich CBD Öl und 5htp genommen, aber irgendwann aufgehöft.

Momentan nehme ich abends 1 Kapsel Fischöl Omega 3 (1400mg) und Magnesium (400mg).

25. Dezembe 2020: Venlafaxine mit einem Kügelchen (0.3/0.4mg) abends wieder eingeschlichen, seitdem 2 Kügelchen (0.7/0.8mg) pro Tag gegen Mittag. Da ich das Magnesium am gleichen Tag einzunehmen begonnen habe, kann ich einen 'Maskierungseffekt' nicht ganz ausschließen.

1. Januar 2021: Auf 3 Kügelchen (etwa 1mg) Venlafaxin aufdosiert

2. Januar: Wieder auf 2 Kügelchen runter. 1/4 Diazepam als Notfallmaßnahme vormittags. 12mg Pregabalin abends

3. Januar: 3 Kügelchen und 12mg Pregabalin abends

4. Januar: 3 Kügelchen und 12 mg Pregabalin abends

3. - 15. Januar 2021: 3 Kügelchen (etwa 1mg Venlafaxin) täglich und sonst nichts außer Omega 3 Fischöl und Magnesium

15. 17. Januar: 4 Kügelchen

18. Januar: Wieder auf 3 Kügelchen runter wegen extremer Agitiertheit

19. - 22. Januar: 3 Kügelchen (etwa 1mg Venlafaxin) täglich, außerdem Omega 2 Fischöl, Magnesium und Ashwagandha-Pulver (etwa 2g), letzteres scheint mir tatsächlich bei den Cortisol-Spikes zu helfen

23. Januar: 3 Kügelchen und ca 6mg Pregabalin abends, + Omega3, Magnesium und Ashwagandha

24. Januar: 3 Kügelchen und ca. 2mg Pregabalin abends, + Omega3, Magnesium und Ashwagandha

05. Februar: 3 Kügelchen und mittlerweile 8mg Pregabalin abends + Omega3, Magnesium und Ashwagandha

27.Februar: 2,5 Kügelchen und ca. 6mg Pregabalin + Omega3, Magnesium, 500mg Ashwagandha, 500mg Baldrian

Seit 30.März: Circardin Melatonin 2mg abends

Seit etwa Mitte April: 2 Kügelchen Venlafaxin

Seit Ende März Absetzen von Pregabalin,derzeit bei 2,5mg.
Antworten