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Mina23: Immer wiederkehrendes Serotonin Syndrom (Quetiapin, Johanniskraut, Tryptophan)

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Mina23
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Mina23: Immer wiederkehrendes Serotonin Syndrom (Quetiapin, Johanniskraut, Tryptophan)

Beitrag von Mina23 » Sonntag, 22.03.20, 9:57

Hallo, hat jemand Tipps, zum endgültigen absetzen von 200 mg seroquel am Abend ?

Ist es möglich 1 Monat durchzubeißen, mit dem Entzug zu leben, nicht schlafen zu können, Durchfall, zu haben etc...

und dann endlich frei zu sein, von diesem Bomber Seroquel?? und einen normalen Schlafrythmus zu entwickeln? ?

Bitte sagt mir, dass es jemand von euch geschafft hat, ich bin so verzweifelt.

Vor Jahren war die Dosis bei 800 mg, das absetzen von 800 auf 200 ist mir leicht gefallen, doch jetzt komme ich an meine Grenzen weil ich nicht schlafen kann mir schlecht ist und düstere ängstliche Gedankenschleifen stellen sich ein.

Gestern Abend habe ich die Seropquel Tablette mit 500 mg L-Tryptophan ersetzt. Nach einer halben Stunde, ging es wir, wie nach einer fetten line k*ks. Ich habe mein Leben nicht gepackt, der Zustand kam mir aber durchaus bekannt vor. L-Tryptophanist eine Aminosäuren, die ebenfalls in den serotininhaushalt eingreift und auch am Melatonin andocken soll und dadurch schlaffördernd wirken soll.

Das Gegenteil ist passiert, ich hatte herzrasen, mir war unglaublich heiss, und schlecht, musste mich begegnen, dann kam noch das extreme zittern und Atemnot hinzu. Mein Herz Kreislauf System war wieder einmal komplett hinüber. Ich kann mir den furchtbaren Zustand nur durch ein Serotonin Symptom erklären.... was mich nicht wundert, da ich vor ca. 3 Monaten fluctine komplett abgesetzt habe, dieses aber blöderweise mit Johanniskraut ersetzt habe, welches ebenso in den serotoninhaushalt eingreift.

Kein Wunder also, das es mir geht, wie es mir geht, wenn man eins und eins zusammenzählt, ist das nur logisch. und braucht von keinem Arzt diagnostiziert werden.

Seit ca. 10 Jahren bin ich zwangsweise auf Psychopharmaka, ich glaube, es gibt kein Medikament welches mir noch nicht verschrieben wurde. Ich habe es aber geschafft diverses wieder abzusetzen.
Zusätzlich habe ich mich natürlich über die Jahre immer auch selbst therapiert, da so gut wie alle einem raten, nicht abzusetzen oder langsam. Das war ein Riesen Fehler, ich rate jedem davon ab, irgendwelche Substanzen mit anderen ersetzen zu wollen, am besten nie damit anfangen und wenn es nicht anders geht, so schnell wie möglich wieder aufhören...

Warum? Die massiven Nebenwirkungen des seroquels machen mich komplett kaputt, antidepressiva, fluctine etc. machen ebenso die Serotonin Rezeptoren im Gehirn kaputt.
Durch die vielen starken Substanzen die ich über die Jahre genommen habe, kommt es bei mir immer wieder zu einem Serotonin Syndrom, welches sich in unglaublicher Unruhe, herzrasen, zittern, Ängstlichkeit, schwitzen, Kältegefühl äußert. lebensbedrohliche Situation, die man nicht unterschätzen sollte.

Aus diesem Grund muss endlich Schluss sein, mit ALLEN Psychopharmaka ...

Nach diversen Psychatrieaufenthalten, (von den abnormal hohen Dosen, die dort Standard sind!)
habe ich immer im Alleingang die Mediakmente sofort wieder abgesetzt. Gut war es. Trotzdem haben sie meine ganzen Rezeptoren komplett auseinander genommen. Zusätzlich habe ich auch jahrelang intensiven Drogenmissbrauch betrieben. Mit Substanzen die ebenfalls massiv in den Serotoninhaushalt eingegriffen haben. Kokain, ecstasy, lsd ... wirkt alles auf die Serotonin Rezeptoren...und zerstört sie... lasst Einfach die Finger davon, irgendwann rächt sich der Körper und natürlich muss die Gesundheit dafür büßen. Das müssen wir uns doch wirklich nicht antun!!!

Ich wollte mir die Tragweite nie eingestehen, aber Seroquel ist der absolute hämmer, ich habe mir gestern wieder einmal die Nebenwirkungen dieses Medikaments durchgelesen und festgestellt, das diese bei mir fast alle zu treffen... zusätzlich fördert Seroquel das Thrombose Risiko, was bei mir auch ein Thema ist.

Aus diesem Grund sollte man wirklich niemals Psychopharmaka nehmen, ich wünsche jedem hier von Herzen alles Kraft dieser Welt, von diesen schei :censored: Medikamenten weg zukommen.

Mit 15 Jahren hat es begonnen und heute bin ich 25 und bete, dass ich es schaffe, endlich loszukommen und meinen Körper nicht mehr unnötig zu belasten... Medikamte helfen uns nicht ein gesundes Selbstwertgefühl aufzubauen oder im Alltag... im Gegenteil sie machen abhängig und unseren Körper kaputt...
unser Körper kann sich ganz gut von selbst regulieren, er ist eigentlich ein Wunder... und wir zerstören ihn, weil wir glauben, diverse gefühlsszustände einfach mal weg zu kok*en wie es bei mir zum Glück nicht mehr der Fall ist, oder einfach schlaftabletten wie eben Seroquel jahrelang zu,fressen, und zu glauben diese Substanzen zu brauchen... mittlerweile weiß ich, dass mir diese medikamte nicht helfen sondern schaden!! Sie schaden dem ganzen Herz Kreislauf System und unseren Serotonin dopamin Rezeptoren im Gehirn...
bei Wechselwirkungen wenn man mehrere verschieden Medikamente nimmt, sowie ich, kommt es unweigerlich zu den oben beschriebenen Symptomen....

Herzrasen, massive Unruhe, massives schwitzen, dann wieder enormes Kältegefühl und zittern , Atemnot etc..

Lassen wir das einfach nicht mehr zu, unseren Körper in so eine schlimme Lage zu bringen, weil wir Tabletten fressen... von denen wir uns einbilden sie würden helfen... sie zerstören uns... ich wünsche mir und allen, die dieselben Probleme/ Gedanken haben sehr viel Kraft den Tatsachen ins Auge zu blicken... das man Gefühle nicht mit Substanzen regeln kann. Der wille zu lernen mit seinen Gefühlen umzugehen und auch einmal depressive Phasen anzunehmen und zu überstehen... so ist das Leben.. das Leben ist nicht schön und leicht... man muss sich alles schöne erst hart erkämpfen...
Ich bin seit 4 Jahren in guten Händen bei einer Psychotherapeutin, endlich! Nach x Jahren der Enttäuschungen von div. Therapeuten...

Psychotherapie hilft! Aber auch das ist ein langer, harter Weg... Tabletten fressen nicht... Tabletten fressen bedeutet Abhängigkeit, und man wird wirklich krank, der Körper wird krank und somit auch die Psyche!!!

Ich wünsche allen viel viel Kraft, ihr, wir, werden es schaffen von den Bombern wegzukommen, bitte gebt mir Bescheid, wenn ihr es geschafft habt, vom Seroquel endgültig loszukommen, ich freue mich über jede zuversichtliche Nachricht :D
Zuletzt geändert von Jamie am Sonntag, 22.03.20, 10:33, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: kritische Ausdrücke editiert, Titel ergänzt

Jamie
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Re: Mina23: Immer wiederkehrendes Serotonin Syndrom (Quetiapin, Johanniskraut, Tryptophan)

Beitrag von Jamie » Sonntag, 22.03.20, 10:38

Guten Morgen Mina,

willkommen im Forum :).

Es liest sich sehr schlimm, in welchem Zustand du bist.
Ich möchte darum nur kurz, aber dafür sofort reagieren.

Das Quetiapin ist serotonerg gesehen nur ein Teil des Problems, viel kritischer ist, dass du bereits Johanniskraut nimmst (wie viel mg und seit wann?) und dann noch Tryptophan genommen hast.
Diese Kombination kann in der Tat ein Serotoninsyndrom auslösen und du musst sofort das Tryptophan weglassen.

Bist du ko*sfrei? Das wäre nämlich ein weiterer Stoff, der ein Serotoninsyndrom begünstigt.
Alkohol wäre auch schlecht.
Nimmst du andere Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel? Wenn ja, bitte auflisten.

Auf wieviel mg Quetiapin bist du denn aktuell? Bitte nicht einfach die Tablette weglassen und versuchen durch L-Tryptophan zu ersetzen!
Keine kopflosen und überhasteten Aktionen bitte, bis auf das sofortige Weglassen des Tryptophans.

Viele Grüße
Jamie
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Re: Mina23: Immer wiederkehrendes Serotonin Syndrom (Quetiapin, Johanniskraut, Tryptophan)

Beitrag von Towanda » Sonntag, 22.03.20, 11:24

Hallo Mina,

willkommen im ADFD.

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Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

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Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
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Dein Thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik Antidepressiva absetzen/ Benzodiazepine absetzen/ Neuroleptika absetzen verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüße,

Towanda
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12.03.20 - 0,75 mg Mirtazapin
12.04.20 - 0,65 mg Mirtazapin
13.05.20 - 0,65 mg Mirtazapin


Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
1 x wöchentlich Mirtazapin C30 5 Globuli
3 x tgl. Thyreoidea comp. 3 Globuli


Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben etwas mehr Spiel.

Mina23
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Re: Mina23: Immer wiederkehrendes Serotonin Syndrom (Quetiapin, Johanniskraut, Tryptophan)

Beitrag von Mina23 » Sonntag, 22.03.20, 14:35

Vielen Dank für die rasche Antwort...
:D
Mittlerweile kenne ich meinen Körper, und je mehr Substanzen ich weglasse, desto klarer wird auch mein Bewusstsein und umso erschreckender ist, dass es gestern sicher nicht mein erstes Serotonin Syndrom war... aber hoffentlich das letzte...

Ja ich bin schon länger k... frei und ich habe der Substanz wirklich nichts mehr abzugewinnen, ebenso ist Alkohol kein Thema bei mir, allerdings rauche ich jeden Tag w...

Johanniskraut, nehme ich noch nicht sehr lange, ein bisschen über ein Monat, werde ich aber auch wieder weg lassen. Glücklicherweise geht es mir jetzt ein bisschen besser als gestern und die Symptome sind weniger geworden. ich werdemebenso das l-thryphtophan weglassen... danke, du hast meinen Verdacht bestätigt...

Nahrungsergänzungsmittel nehme ich ansonsten noch Mönchspfeffer, aufgrund von PMS, bin mir da aber auch nicht sicher ob ich das weiter nehmen soll, denke nicht. Calcium und Magnesium, folsäure, Eisen und Vitamin d

Ich bin derzeit und endlich auf 200 mg Seroquel, werde heute mit 100 schlafen gehen und morgen telefonisch mit einer Psychiaterin sprechen...

Ich habe schon sehr viele Psychopharmaka selbstständig und erfolgreich abgesetzt..

Seroquel ist der letzte Schritt und der schlimmste und aufwändigste für mich weil ich das Medikament schon über Jahre hinweg genommen habe. Ich habe Gott sei Dank mittlerweile ein Umfeld, welches mich unterstützt, auch bei der Absetzung, meine Frage ist nur, wie lange dauert es bis der Wirkstoff nach ca 7 Jahren Dauer Einnahme (in den 7 Jahren selbstständig von 900 mg auf 200 mg reduziert) aus dem Organismus draußen ist ? ! Wie lange braucht es bis dem Körper das Seroquel nicht mehr fehlt?

Und wieso wird von jedem ein „kalter entzug“ abgeraten? Mir wäre lieber 2, oder 4 Wochen nicht schlafen können, Unruhe etc. und danach das Thema Seroquel abzuhaken.

Wenn man sich die Nebenwirkungen des Medikaments durchliest wird einem ja im Grunde schon schwindlig... man sagt zwar, dass das Medikament nicht abhängig macht, sowie z.b. Praxiten..... ich habe praxiten nicht über einen so langen Zeitraum eingenommen wie Seroquel, konnte diese aber mit wesentlich weniger Nebenwirkungen und wesentlich weniger Unruhe absetzen... wie gibt es das ?
Also Seroquel macht sehrwohl abhängig, und ich glaube es fällt wirklich niemandem leicht, dieses Medikament abzusetzen, manche bleiben ein Leben lang drauf hängen :(

Straycat
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Re: Mina23: Immer wiederkehrendes Serotonin Syndrom (Quetiapin, Johanniskraut, Tryptophan)

Beitrag von Straycat » Sonntag, 22.03.20, 14:53

Hallo Mina,

bitte lies dir unbedingt die von Towanda :) verlinkten Basisinformationen durch. Dort findest du bereits sehr viele Antworten und Erklärungen auf einige deiner Fragen.

Für mich liest sich deine ganze Geschichte nach einer Menge Substanzen, die du bereits eingenommen hast.
Du schreibst, du hast vieles erfolgreich abgesetzt. Allerdings bist du offensichtlich immer wieder zu den Medikamenten zurückgekommen. Das könnte auch daran liegen, dass du sie zu rasch und in zu großen Schritten abgesetzt hast und dann unter Absetzsymptomen gelitten hast, was sehr oft als "Wiederauftreten der Grunderkrankung" fehldiagnostitiziert wird.
Um hierauf besser eingehen zu können, brauchen wir noch mehr Infos von wann bis wann du welche Medikamente in welcher Dosis eingenommen hast.
Mina23 hat geschrieben:
Sonntag, 22.03.20, 14:35
Johanniskraut, nehme ich noch nicht sehr lange, ein bisschen über ein Monat, werde ich aber auch wieder weg lassen.
Nach einem Monat kann man davon ausgehen, dass der Wirkstoff schon fest in deinen Gehirnstoffwechsel "eingebaut" wurde. Einfach weglassen wäre wohl nicht das beste. Eher ein zügiges Ausschleichen. Auch dazu kann man erst mehr schreiben, wenn wir wissen in welcher Dosis du es einnimmst.
Mina23 hat geschrieben:
Sonntag, 22.03.20, 14:35
Ich bin derzeit und endlich auf 200 mg Seroquel, werde heute mit 100 schlafen gehen und morgen telefonisch mit einer Psychiaterin sprechen...
Eine Reduktion um 50% ist meiner Ansicht nach viel zu groß! Wir empfehlen hier maximal 10% der Dosis alle 4-6 Wochen zu reduzieren (siehe Grundlageninfos). Um hier eine bessere Einschätzung geben zu können, brauchen wir mehr Infos von dir.
Bitte lege dir zu diesem Zweck eine Signatur an (wie das geht und was unbedingt in der Signatur enthalten sein sollte, hat dir Towanda verlinkt).
Es ist übrigens nicht ungewöhnlich, dass Reduktionen bis zu einer gewissen Dosis noch relativ einfach gehen, aber im unteren Dosisbereich wird es dann häufig schwieriger.
Mina23 hat geschrieben:
Sonntag, 22.03.20, 14:35
Seroquel ist der letzte Schritt und der schlimmste und aufwändigste für mich weil ich das Medikament schon über Jahre hinweg genommen habe. Ich habe Gott sei Dank mittlerweile ein Umfeld, welches mich unterstützt, auch bei der Absetzung, meine Frage ist nur, wie lange dauert es bis der Wirkstoff nach ca 7 Jahren Dauer Einnahme (in den 7 Jahren selbstständig von 900 mg auf 200 mg reduziert) aus dem Organismus draußen ist ? ! Wie lange braucht es bis dem Körper das Seroquel nicht mehr fehlt?
Es ist weniger ausschlaggebend, wann der Wirkstoff nicht mehr im Körper nachweisbar ist, sondern wann das Gehirn sämtliche Anpassungen, die es aufgrund der jahrelangen Einnahme von Seroquel vorgenommen hat, zurückgebaut hat. Das kann sehr lange dauern (bis zu Jahre).
Absetzsymptome können sich je nach Schwere zwischen Wochen, Monaten und Jahren halten. Dafür ist auch die Ausschleichmethode ausschlaggebend. Bei einer Reduktion von maximal 10% der letzten Dosis alle 4-6 Wochen ist das Risiko geringer, dass sich Absetzsymptome entwickeln und länger halten.
Mina23 hat geschrieben:
Sonntag, 22.03.20, 14:35
Und wieso wird von jedem ein „kalter entzug“ abgeraten? Mir wäre lieber 2, oder 4 Wochen nicht schlafen können, Unruhe etc. und danach das Thema Seroquel abzuhaken.
Dazu meine Erklärungen oben: Auch wenn der Wirkstoff aus dem Körper ist, braucht er noch Zeit die Anpassungen wieder rückgängig zu machen. Bei einem Kaltentzug riskiert man ein protrahiertes Entzugssyndrom. Dieses kann bis zu Jahre anhalten. Und auch auf 0mg ist das sehr häufig noch lange nicht zu Ende. Erst recht, wenn man kalt absetzt.

Liebe Grüße,
Cat
rezidivierende Depression (seit 2006)/ Bipolar II (2008 - Fehldiagnose?)
Erfahrungen mit Escitalopram (9 Jahre) und kurzfristig auch Lamotrigin , Aripiprazol , Trazodon, Bupropion, Alprazolam - alles wieder abgesetzt
protrahiertes Entzugssyndrom: wiederkehrende Muskelschmerzen, gelegentlich Panikattacken
Aktuelles Absetzen von Venlafaxin seit 04/2018
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Mina23
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Re: Mina23: Immer wiederkehrendes Serotonin Syndrom (Quetiapin, Johanniskraut, Tryptophan)

Beitrag von Mina23 » Sonntag, 22.03.20, 17:05

Ja, wenigstens versuchen muss ich es, auch wenn es auf 0 mg immer noch nicht zu Ende sein wird...
Finde das ja eine ganz nette Vorstellung wenn man im minimal Bereich zu reduzieren versucht, können vielleicht Leute machen, die beginnen von 200mg und nicht von 900 mg zu reduzieren. Bei 900 mg ging gar nichts mehr. Leiche. Mir blieb also gar nichts anderes übrig als einfach massiv abzusetzen, aufgrund von Arbeit Familie etc.
Bei 900 mg Seroquel funktioniert niemand mehr.
Leute die auf heftige Dosen eingestellt wurden, können nicht im 10% Bereich reduzieren, weil das ganze ja ewig dauert und sie trotzdem irgendwie weiter machen wollen Und die heftigen Nebenwirkungen soll man dann einfach ignorieren? ? In meinem Fall wäre das womöglich eine Thrombose...
Also ich setzte die Nebenwirkungenen mit den Entzugserscheinungen gleich, ein protrahiertes Entzugssyndrom kenne ich selbst nur zu gut, aber das ist kopfsache. habe es wie gesagt im Alleingang geschafft, schaffen müssen ! diverse psychatrie Medikationen sofort abzusetzen, was hätte ich auch machen sollen? Eine ewig lange Liste von Medikamenten weiternehmen und eingehen?
Genauso sehe ich das jetzt auch. Seroquel nicht mehr im Körper haben ist mir wichtiger als Entzugssymptome, die ich sowieso schon dauerhaft habe ...

In jedem Fall, danke für diese Austauschmöglichkeit und Informationsquelle hier😀

Ich finde auch, dass man Menschen durchaus zutrauen kann, dass sie die Medikamente die ihnen eben mehr Probleme bereiten als sie helfen, einfach absetzen. Aufgrund von Willenskraft und Durchhaltevermögen!

jugin1992
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Registriert: Montag, 17.02.20, 16:04

Re: Mina23: Immer wiederkehrendes Serotonin Syndrom (Quetiapin, Johanniskraut, Tryptophan)

Beitrag von jugin1992 » Sonntag, 22.03.20, 20:07

Hallo Mina,
es tut mir leid zu hören, dass es dir so schlecht geht und du unbedingt absetzen möchtest. Ich kenne es auch selber von mir, dass ich bei schlechten Tagen am liebsten alles loswerden möchte, damit es vorbei ist und ich endliche symptomfrei bin. Leider funktioniert das Ganze nicht so, was ich schon schmerzhaft lernen musste.
Vor Jahren war die Dosis bei 800 mg, das absetzen von 800 auf 200 ist mir leicht gefallen, doch jetzt komme ich an meine Grenzen weil ich nicht schlafen kann mir schlecht ist und düstere ängstliche Gedankenschleifen stellen sich ein.
Das freut mich wirklich für dich. 800 mg ist wirklich eine hohe Dosis und das höchste was ich bekommen habe war 600 mg. Du kannst also sehr stolz auf dich sein, was du die letzten Jahre geschafft hast. Aber wie du selber schreibst, du kommst jetzt an deine Grenze und der Körper versucht dir das mitzuteilen. Es kann sehr gut sein, dass deine Schlafprobleme und Gedankenschleifen von einem Entzug kommen. Leider schreibst du nicht genau, in welchen Zeiträumen du wie schnell reduziert hast. Daraus kann man dann meistens einen Rückschluss ziehen, ob es sich um Entzugssymptome handelt.
Ich finde auch, dass man Menschen durchaus zutrauen kann, dass sie die Medikamente die ihnen eben mehr Probleme bereiten als sie helfen, einfach absetzen. Aufgrund von Willenskraft und Durchhaltevermögen!
Ich verstehe dich komplett, dass du absetzen möchtest. Jeder hier im Forum wünschst sich das. Leider ist es mit "einfach absetzen" zu 99% nicht gemacht, wie man leider an den vielen leidenden Berichten hier lesen kann.
Das Gegenteil ist passiert, ich hatte herzrasen, mir war unglaublich heiss, und schlecht, musste mich begegnen, dann kam noch das extreme zittern und Atemnot hinzu. Mein Herz Kreislauf System war wieder einmal komplett hinüber.
Das sollte für dich ein Zeichen sein, dass dein ZNS(Zentralnervensystem) das Seroquel noch immer braucht. Was auch vollkommen normal ist, weil es seine Zeit braucht bis sich das ZNS stabilisiert. Wenn du jetzt einfach die Hälfte deiner Dosis weglässt ist es sehr wahrscheinlich, dass das Herzrasen und die anderen Beschwerden wiederkommen werden. Dann wäre dein ZNS noch weiter gestresst und du kommst in eine Zwickmühle von Symptomen.

Aus Erfahrung ratet man hier im Forum dazu in 10% Schritten alle 4-6 Wochen runter zu gehen. Das wäre in deinem Fall von 200mg auf 180mg. Dann könntest du schauen, ob es dir nicht zu schlecht geht und notfalls wieder ein wenig höher gehen.

Hast du vielleicht schonmal im Forum ein wenig quer gelesen? Hier gibt es viele Fälle wo es Leuten, nach zu schneller Reduzieren sehr schlecht geht und man dann nicht mehr viel von außen machen kann. :(

Viele Grüße
Jugin
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Marille1985
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Registriert: Montag, 03.12.18, 20:58

Re: Mina23: Immer wiederkehrendes Serotonin Syndrom (Quetiapin, Johanniskraut, Tryptophan)

Beitrag von Marille1985 » Sonntag, 22.03.20, 21:12

Hallo!
Nimmst du quetiapin (also seroquel) in der Retardform oder unretadiert?
Das wäre wichtig fürs Absetzen.
Liebe Grüße
Diagnose: komplexe PTBS, Bulimie, Selbstverletzendes Verhalten
Psychische und Physische Misshandlung durch meine Eltern
Sexueller Missbrauch durch meinen Onkel
Übergriffe durch meinen ehemaligen Therapeuten

Jänner 2012: 100mg Trazodon
April 2012: 10mg Escitalopram und 100mg Trazodon
Juni 2012: 10mg Escitalopram und 75mg Trazodon
September 2012: 10mg Escitalopram und 50mg Trazodon
Februar 2013: 10mg Escitalopram und 25mg Trazodon
Juni 2013: 10mg Escitalopram und 0mg Trazodon
Jänner 2015: 7,5mg Escitalopram
Mai 2015: 5mg Escitalopram
Juli 2015: 2,5mg Escitalopram
September 2015: 0mg Escitalopram
September 2015: Übergriffe durch den ehemaligen Therapeuten
Oktober 2015: Diagnose Endometriose, Hormongabe
November 2015: es geht mir etwas schlechter
Dezember 2015: absoluter Zusammenbruch, stationär in der Psychiatrie, durchgehende Flashbacks, werde wieder auf Escitalopram 15mg und Trazodon 75mg eingestellt.
Jänner 2016: Werde ambulant in der Psychiatrie weiterbehandelt und bekomme zur Augmentation Quetiapin retard 200mg dazu, sehr große Verbesserung, kann wieder arbeiten
Sommer 2016: Quetiapin wird in 50er Schritten ohne Probleme ausgeschlichen.
November 2016: 12,5mg Escitalopram und 75mg Trazodon
Jänner 2017: 10mg Escitalopram und 75mg Trazodon
April 2017: Gebärmutterentfernung
Mai 2017: 10mg Escitalopram und 50mg Trazodon
Juli 2017: 10mg Escitalopram und 25mg Trazodon
Oktober 2017: 10mg Escitalopram und 0mg Trazodon
Oktober 2017 - März 2019: 10 mg Escitalopram und Beschwerdefrei
März 2019: OP am Sprunggelenk nach 3 fachen Bänderriss
April 2019: neues Tief mit Flashbacks, neue Dosierung 10mg Escitalopram und 75mg Trazodon
April 2019 - November 2019: Beschwerdefrei bis auf ein paar schlechte Tage
1.11.2019: 10mg Escitalopram und 67mg Trazodon
15.11.2019: 10mg Escitalopram und 59mg Trazodon: bis auf Schwitzen in der Nacht (3 Nächte) keine Veränderungen.
1.12.2019: 10mg Escitalopram und 50mg Trazodon
24.12.2019: 10mg Escitalopram und 42mg Trazodon
6.1.2020: 10mg Escitalopram und 75mg Trazodon (schwere Flashbacks, Angst nicht arbeiten gehen zu können, deshalb Aufdosierung)
20.1.2020: 10mg Escitalopram und 67mg Trazodon
10.2.2020: 10mg Escitalopram und 59mg Trazodon
20.2.2020: 10mg Escitalopram und 50mg Trazodon - ein paar unruhige Nächte, sonst keine Beschwerden
17.3.2020: 10mg Escitalopram und 25mg Trazodon - ein paar unruhige Nächte inklusive Schweißausbrüche
10.4.2020: 10mg Escitalopram und 0mg Trazodon - 5 extrem unruhige und schlaflose Nächte, sonst keine Beschwerden
25.5.2020: 9,5mg Escitalopram

Mina23
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Re: Mina23: Immer wiederkehrendes Serotonin Syndrom (Quetiapin, Johanniskraut, Tryptophan)

Beitrag von Mina23 » Sonntag, 22.03.20, 22:14

Liebe Marille, deine Diagnosen kommen mir sehr bekannt vor, danke für deine Antwort!

Ich nehme „normale“ Seroquel also keine retard Tabletten.... wo ist eigentlich der Unterschied? Ich habe hier gelesen, dass man retard Tabletten nicht teilen darf...

Lg Mina

Mina23
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Re: Mina23: Immer wiederkehrendes Serotonin Syndrom (Quetiapin, Johanniskraut, Tryptophan)

Beitrag von Mina23 » Sonntag, 22.03.20, 22:24

Lieber Jugin, danke auch dir für deine einfühlsame Meinung! Du hast vollkommen recht...ja ich habe mich schon sehr eingelesen hier..Geduld ist wirklich nicht meine Stärke, aber ich werde, es mit den 180 mg versuchen! Ich habe noch keine Angaben über die genauen Substanzen machen können, die ich bis dato eingenommen/ abgesetzt habe, weil ich mich nicht an alle Substanzen und Mengen erinnern kann, da es so viele waren, und ich zuerst in meiner Krankengeschichte nachschauen muss,

vielen Dank und lg Mina

Marille1985
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Re: Mina23: Immer wiederkehrendes Serotonin Syndrom (Quetiapin, Johanniskraut, Tryptophan)

Beitrag von Marille1985 » Montag, 23.03.20, 6:25

Hallo!
Retard Tabletten geben den Wirkstoff über einen längeren Zeitraum (z.b.24 Stunden) gleichmäßig ab, die normalen Tabletten wirken "sofort".
Nein, Retardtabletten darf man nicht zerteilen, sonst kann die Retardwirkung verloren gehen.
Zum Absetzen sind die normalen besser, weil man sie auf jede beliebige Dosis bringen kann.
Liebe Grüße
Diagnose: komplexe PTBS, Bulimie, Selbstverletzendes Verhalten
Psychische und Physische Misshandlung durch meine Eltern
Sexueller Missbrauch durch meinen Onkel
Übergriffe durch meinen ehemaligen Therapeuten

Jänner 2012: 100mg Trazodon
April 2012: 10mg Escitalopram und 100mg Trazodon
Juni 2012: 10mg Escitalopram und 75mg Trazodon
September 2012: 10mg Escitalopram und 50mg Trazodon
Februar 2013: 10mg Escitalopram und 25mg Trazodon
Juni 2013: 10mg Escitalopram und 0mg Trazodon
Jänner 2015: 7,5mg Escitalopram
Mai 2015: 5mg Escitalopram
Juli 2015: 2,5mg Escitalopram
September 2015: 0mg Escitalopram
September 2015: Übergriffe durch den ehemaligen Therapeuten
Oktober 2015: Diagnose Endometriose, Hormongabe
November 2015: es geht mir etwas schlechter
Dezember 2015: absoluter Zusammenbruch, stationär in der Psychiatrie, durchgehende Flashbacks, werde wieder auf Escitalopram 15mg und Trazodon 75mg eingestellt.
Jänner 2016: Werde ambulant in der Psychiatrie weiterbehandelt und bekomme zur Augmentation Quetiapin retard 200mg dazu, sehr große Verbesserung, kann wieder arbeiten
Sommer 2016: Quetiapin wird in 50er Schritten ohne Probleme ausgeschlichen.
November 2016: 12,5mg Escitalopram und 75mg Trazodon
Jänner 2017: 10mg Escitalopram und 75mg Trazodon
April 2017: Gebärmutterentfernung
Mai 2017: 10mg Escitalopram und 50mg Trazodon
Juli 2017: 10mg Escitalopram und 25mg Trazodon
Oktober 2017: 10mg Escitalopram und 0mg Trazodon
Oktober 2017 - März 2019: 10 mg Escitalopram und Beschwerdefrei
März 2019: OP am Sprunggelenk nach 3 fachen Bänderriss
April 2019: neues Tief mit Flashbacks, neue Dosierung 10mg Escitalopram und 75mg Trazodon
April 2019 - November 2019: Beschwerdefrei bis auf ein paar schlechte Tage
1.11.2019: 10mg Escitalopram und 67mg Trazodon
15.11.2019: 10mg Escitalopram und 59mg Trazodon: bis auf Schwitzen in der Nacht (3 Nächte) keine Veränderungen.
1.12.2019: 10mg Escitalopram und 50mg Trazodon
24.12.2019: 10mg Escitalopram und 42mg Trazodon
6.1.2020: 10mg Escitalopram und 75mg Trazodon (schwere Flashbacks, Angst nicht arbeiten gehen zu können, deshalb Aufdosierung)
20.1.2020: 10mg Escitalopram und 67mg Trazodon
10.2.2020: 10mg Escitalopram und 59mg Trazodon
20.2.2020: 10mg Escitalopram und 50mg Trazodon - ein paar unruhige Nächte, sonst keine Beschwerden
17.3.2020: 10mg Escitalopram und 25mg Trazodon - ein paar unruhige Nächte inklusive Schweißausbrüche
10.4.2020: 10mg Escitalopram und 0mg Trazodon - 5 extrem unruhige und schlaflose Nächte, sonst keine Beschwerden
25.5.2020: 9,5mg Escitalopram

Straycat
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Re: Mina23: Immer wiederkehrendes Serotonin Syndrom (Quetiapin, Johanniskraut, Tryptophan)

Beitrag von Straycat » Montag, 23.03.20, 9:15

Hallo Mina,
Mina23 hat geschrieben:
Sonntag, 22.03.20, 22:24
Ich habe noch keine Angaben über die genauen Substanzen machen können, die ich bis dato eingenommen/ abgesetzt habe, weil ich mich nicht an alle Substanzen und Mengen erinnern kann, da es so viele waren, und ich zuerst in meiner Krankengeschichte nachschauen muss,
Wenn du es nicht mehr genau weißt, reichen auch ungefähre Angaben. Aber vor allem die Reduktionsschritte von Quetiapin und die Einnahme von Johanniskraut wäre wichtig.
Mit der Signatur ist es dann einfacher, dir Feedback zu geben. Sonst müsste man immer den gesamten Thread lesen, um sich einen ungefähren Überblick zu verschaffen. Und das ist bei so vielen Forum-Mitgliedern einfach nicht machbar...

Alles Liebe,
Cat
rezidivierende Depression (seit 2006)/ Bipolar II (2008 - Fehldiagnose?)
Erfahrungen mit Escitalopram (9 Jahre) und kurzfristig auch Lamotrigin , Aripiprazol , Trazodon, Bupropion, Alprazolam - alles wieder abgesetzt
protrahiertes Entzugssyndrom: wiederkehrende Muskelschmerzen, gelegentlich Panikattacken
Aktuelles Absetzen von Venlafaxin seit 04/2018
für detaillierte Infos: auf "Text zeigen" klicken
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Jamie
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Re: Mina23: Immer wiederkehrendes Serotonin Syndrom (Quetiapin, Johanniskraut, Tryptophan)

Beitrag von Jamie » Dienstag, 24.03.20, 9:11

Hallo Mina, :)

ich freue mich, dass dir das mit den Serotoninsyndrom klarer geworden ist.
Deiner Beschreibung nach glaube ich, dass du tatsächlich schon häufiger ein Serotoninsyndrom hattest, ohne es genau als dieses verifizieren zu können.
Da du nun weißt, wie es sich anfühlt, bist du sensibilisiert und kannst künftig gut auf dich achten - ist ja auch von Vorteil bei all dem Schlamassel ;).

Allerdings sage ich ehrlich, dass ich keine Ahnung habe, was Cann*bis, das meinstest du doch (oder?), bei täglichem Konsum mit dir und dem Serotonin macht. Pass bitte einfach auf dich auf.

Ich picke mir jetzt nur noch mal einen Satz raus
Und wieso wird von jedem ein „kalter entzug“ abgeraten? Mir wäre lieber 2, oder 4 Wochen nicht schlafen können, Unruhe etc. und danach das Thema Seroquel abzuhaken.
Ein kalter Entzug kann bei Substanzen wie Benzodiazepinen zu lebensgefährlichen epileptischen Anfällen führen und bei Neuroleptika, besonders bei Prädispositon, zu akuten Halluzinationen, Wahn, Psychosen etc führen.
Das will doch nun wirklich keiner riskieren.
Dann ist die Psychiatrie mit doppelt so vielen und starken Medikamenten doch nur vorprogrammiert.

Ferner ist es nicht so, dass man eben nur zwei, vier oder sechs Wochen leidet und dann ist das Thema durch - wäre das so, würden wir jeden hier empfehlen, sich 2 Monate krankzuschreiben und es durchzuziehen und dann wäre es gut und das Forum könnte sich auflösen.
Sondern es ist meist eben so, gerade bei jahrelanger Einnahme, dass man dann möglicherweise auf Jahre hin Probleme und Symptome hat; dies nennt man protrahiertes Entzugssyndrom (es wurde schon genannt).
Grund ist, dass sich das Gehirn / ZNS mit seinen Rezeptoren und Signalwegen und Neurotransmitterkonzentrationen - und konstellationen völlig umgebaut hat und es muss sich sanft und ohne zeitdruck rückumbauen können und das geht nicht mit der Brechstange und auch nicht in ein paar Wochen.

Ich wünsche dir alles Gute
Jamie
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Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



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