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zoe somia: kalter entzug

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zoe somia
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zoe somia: kalter entzug

Beitrag von zoe somia »

Hallo :) ich bin Zoe 56 und nehme seit 2000 Psychopharmaka .
Ich leide unter einer generalisierten Angststörung mit Agoraphobie.
Angefangen habe ich mit 100 mg Opripramol die ich dann bis 2005 nahm.
Ich wurde dann auf Cipralex umgestellt damit ging es mir das erste mal richtig gut.
Mein Zustand stabelisierte sich,es hielt sich alles soweit ruhig.
Dann wechselte ich innerhalb von 2 Wochen wieder auf Opripramol .

Nach ca. 4 Monaten gings es mir wieder so schlecht das ich mich auf ein Eindosieren von Fluvoxamin einließ.
Diese nahm ich nun bis August 2019,weil sie nicht mehr vorhanden waren.
Ich ging wieder auf Opripramol 150mg wo ich jetzt noch stehe .

Ich habe auch noch Promathezin als Notfall Medi,aber es hilft mkir nicht anständig.
Ich bin durch einen Kalten Tavor Entzug vor 3 Jahren unwissend gegangen daher kein Tavor mehr.
Ich habe symptome wie überempfindlich extreme Angst ,
wenn ich mal Ängstlich bin dann dauert das stundenlang oder Tage .
ich habe heftigste Angst kaum auszuhalten.
stundenlanges Herzklopfen nervös usw.
Z.Z komme ich überhaupt nicht zurecht mit diesen Coronavirus.
Dauerangst und Verzeiflung wecheln sich ab.
An ruhe ist kaum zu denken.
Ich versuche Achtsamkeit doch ich fliege da wieder raus.
Ich gehe nicht mehr raus usw.
Ich weiß nicht mehr weiter .
Neu eindosieren nach 6 Monaten möchte ich nicht.
ich bin wie im Wahn deswegen.
Nun weiß ich nicht ob das noch Entzug von SSRI oder ob ich das bin.
Ich reagiere immer schon mit heftiger Angst.
Ich weiß nicht weiter mit mir.
ich weiß jetzt nicht genau ob ich das hier jetzt richtig reingestellt habe

LG Zoe
Zuletzt geändert von Annanas am 08.03.2020 13:50, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Nutzername im Titel ergänzt, Absätze eingefügt
Annanas
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Re: zoe somia: kalter entzug

Beitrag von Annanas »

Hallo zoe somia :) ,

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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016 (1999 - 2007 Paroxetin 20 mg)
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04.06.21 9 Kügelchen (ca. 2,7 mg)
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Re: zoe somia: kalter entzug

Beitrag von padma »

hallo Zoe, :)

auch von mir willkommen.
Es tut mir leid, dass du so unter Angst leidest. Das ist bestimmt sehr quälend.
ich weiß jetzt nicht genau ob ich das hier jetzt richtig reingestellt habe
Ja, alles richtig gemacht. :D
Dann wechselte ich innerhalb von 2 Wochen wieder auf Opripramol .

Nach ca. 4 Monaten gings es mir wieder so schlecht das ich mich auf ein Eindosieren von Fluvoxamin einließ.
Das war ein Quasi Kaltentzug von Cipralex. Es ist durchaus möglich, dass es dir deswegen 4 Monate später so schlecht ging.
Diese nahm ich nun bis August 2019,weil sie nicht mehr vorhanden waren.
Ich ging wieder auf Opripramol 150mg wo ich jetzt noch stehe .
Vermutlich noch ein sehr abrupter Wechsel.

Dazu der Kaltentzug von Tavor vor 3 Jahren, da hast du dein Nervensystem schon sehr gereizt.
Nun weiß ich nicht ob das noch Entzug von SSRI oder ob ich das bin.
Ich reagiere immer schon mit heftiger Angst.
Das können wir dir hier auch nicht wirklich beantworten. Hast du denn an deiner Angst therapeutisch gearbeitet? Das wäre schon wichtig, Psychopharmaka lösen das Problem ja nicht, sondern können bestenfalls Symptome deckeln.

Zu schnelle Entzüge können jedoch auch solche Symptome machen. Und es kann natürlich eine Kombination aus beidem sein.
Sind deine Angstsymptome jetzt denn die selben, wie die vor Beginn der Medikation?
Neu eindosieren nach 6 Monaten möchte ich nicht.
Das würde ich jetzt auch nicht mehr tun.

Hier findest du unter "Angst" zwei threads, die vielleicht hilfreich für dich sind viewtopic.php?p=312990#p312990

liebe Grüsse,
padma
Fluoxetin nach über 10 jähriger Einnahme zur Schmerztherapie abgesetzt

Nach Quasi - Kaltentzug Wiedereindosierung und im :schnecke: Tempo ausgeschlichen; seit 1.1.2020 auf 0 :party2:
Absetzverlauf:
► Text zeigen


Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
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Re: zoe somia: kalter entzug

Beitrag von li-la »

Liebe Zoe,

Auch ich leide an einer Angststörung ( Krankheitsängste) und ich habe einen kalten Entzug von Opium vor 2 Jahren hinter mir.

Meine Ängste waren danach komplett anders, viel schlimmer und intensiver... und sie dauerte ewig ehe sie nachlässt.

Es ähnelt sehr dem was du schreibst. Wie Padma schon geschrieben hat ist dein Nervensystem durch den Tavor Entzug noch gut überreizt und reagiert bei der kleinsten Änderung oder eben auch bei stress. Wenn du unter dauerangst stehst ist das ja stress.

Ich würde jetzt nach 6 Monaten auch nicht mehr eindosieren. Versuche dich nun erstmal zu stabilisieren.
Aktuell nimmst du noch 150mg opi?

Was mir für die Entspannung sehr gut geholfen hat war progressive muskelentspannung, traumreisen, ein schönes Bad oder lesen, spazieren gehen. Vielleicht ist da auch was für dich dabei?!

Wichtig ist gerade bei einer Angststörung das du nichts vermeidest!!! Vielleicht ist es dir möglich mal mit Freunden oder Familie raus zu gehen? Bummeln, spazieren oder einfach nur ein Eis essen?!

Bist du wegen deiner Ängste in Therapeutischer Behandlung?

Nimmst du noch andere Medi oder Nahrungsergänzungsmittel ein?

Es wäre super wenn du eine Signatur anlegen könntest!

Liebe Grüße
Lila
Zuletzt geändert von li-la am 09.03.2020 14:08, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Rechtschreibung geändert
Diagnose Schlafstörungen / Angststörung / Panikattacken

2016 5mg Escitalopram kurzzeitig 10mg - diese jedoch wieder auf 5mg reduziert wegen unruhiger Beine
März 2017 - Dezember 2017 100mg Opipramol

bis 23.12.2017 = 100mg Opipramol
ab 24.12.2017 = 50mg Opipramol
ab 31.12.2017 = 0mg Opipramol
Absetzplan vom Arzt bekommen!


ab 02.01.2018 extreme Unruhe, Angstzuständige, Herrasen / Herzstolpern

ab 12.01.2018 50mg Opipramol ( Rücksprache Arzt)

30.01.2018 mein Hausarzt geht in Rente
12.02.2018 aufsuchen des neuen Hauarztes wegen inneren vibrieren
lt Hausarzt psychisch bedingt, sollte sofort Opipramol absetzen und 5mg Escitalopram beginnen

folgende Symptome : Unruhe, innerliches zittern/vibrieren, Muskelzucken, Schüttelfrost, Angst und Panik, Ohrenrauschen, starke Verspannungen

15.02.2018 lt neuen Arzt Aufdosierung auf 10mg Escitalopram da Symptome so schlimm waren
19.02.2018 lt Arzt vertrage ich Escitalopram nicht , da Symptome immer schlimmer werden, sofort Absetzen

Fazit :
12.02.2018 Kalt Opipramol entzogen
19.02.2018 sofort Absetzen von Esticalopram nach 1 Wöchiger Einnahme

Arzt erkannte Entzug nicht! Seine Kollegin und sein Chef allerdings schon. lt Aussage sollte der Entzug nach 6 Wochen vorbei sein

Im Entzug : 2 x Notaufnahme
Blutbild ohne Befund
EKG ohne Befund

Vom Arzt verordnet:
Kopf MRT ohne Befund
HWS und LWS MRT ohne Befund
Blutbild ohne Befund
Stulhprobe ohne Befund
Schilddrüsenwerden i.O, kein Eisenmangel, kein Vitaminmangel

Symptome im Entzug
- Schüttelfrost
- inneres Zittern /Vibrieren
- extreme Angst / Panik
- Angst verrückt zu werden oder Psychose zu bekommen
- Angst vor der Angst
- starkes Muskelzucken
- starke Verspannungen
- Appettitlosigkeit
- Abnahme Gewicht 10kg in 14 Tagen
- Durchfall
- Unruhe im Kopf / Stromgefühl im Kopf
- Herzrasen / Herzstolpern
- Ohrenrauschen
- anfällig für Infekte
- Neuroemotionen - Neuroangst
- Unruhe
- extreme Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit

Seit 2 3/4 0mg Opipramol :party2:
Seit 2 3/4 Jahren 0mg Escitalopram :party2:



Befinden aktuell ( 06.06.2020)
- Angst vor der Angst, manchmal noch Angst vor psychose und verrückt zu werden
- ab und an Zwangsgedanken und die Angst davor das sie wieder auftreten.
Antworten