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Danson: Vorstellung ! Escitalopram Entzug

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Danson
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Danson: Vorstellung ! Escitalopram Entzug

Beitrag von Danson » Sonntag, 18.08.19, 14:25

Hallo zusammen,

ich kenne das Forum seit kurzem, und ich finde es toll, dass es diese Plattform gibt.
Ich nehme seit 20 Jahren AD's, seit 15 SSRI, und bei mir zeigen sie nun ihr wahres Gesicht
in Gestalt von Escitalopram, wo ich niemals dachte, was auf mich zukommt, wenn ich in Erwägung ziehe,
es zu reduzieren oder gar abzusetzen.

Nun, ich habe es nach 6 Jahren Dauerbehandlung letzten Oktober in Erwägung gezogen und über 6 Monate ausgeschlichen,
was ich mit einem 8-wöchigen Psychiatrieaufenthalt, Arbeitsunfähigkeit erstmal auf unbestimmt
und einer endgültig kaputten Ehe bezahlt habe- ach ja...ich hab aßerdem damit bezahlt, dass ich in der Psychiatrie erneut
auf 20mg gesetzt wurde.

Nun, ich werde nicht abrücken von dem Vorhaben, davon loszukommen. Mit 40 Jahren blicke ich auf 20 Jahre AD's zurück, sie
haben in bestimmten Situationen bestimmt ihren Zweck erfüllt, und man ist als Patient ja auch hörig und gewissenhaft und somit habe
ich auch die Dauermedikation nie in Frage gestellt, sondern akzeptiert, wie ein Diabetiker sein Insulin, ein Schlaganfallpatient sein Marcumar, wie
ein ... . Der Unterschied zu Insulin, Marcumar etc. ist aber, dass niemand auf der Welt weiß, wie diese SSRI's denn genau wirken.
Dass ein Mangel an Serotonin hinter der Depression steckt, ist ja wenn überhaupt nur ein Bruchteil der Wahrheit, so viel weiß man zumindest mittlerweile.

Psychiater und Neurologen greifen in einen Pool von zweifelhaften Werkzeugen und wenden diese auf willkürliche Weise an- wahrscheinlich
mal mehr und mal weniger mit der Pharmalobby verbandelt.

Das kann vielleicht Leben retten, ist aber für sehr viele Patienten und für mich NICHT zufriedenstellend.
In vielen Fällen muss diese Dauermdikation sicher nicht sein, doch einmal in der Falle......
kein Arzt und kein Psychologe erkennt die Qual des Entzugs an bzw. führt diese Qual auf den Entzug zurück. Genauso wenig anerkannt werden die Nebenwirkungen, die eine anhaltende Medikation mit sich bringen !

Wie kann ich denn als Langzeitpatient wissen, welches Potential in meinem Hirn in wirklichkeit steckt, was ich könnte, nicht könnte und wer ich eigentlich wäre aufgrund meiner Natürlichkeit ??

Über Jahre kennt man sich nun als jemand, der nahezu impotent ist, der nicht klar denken kann, der glücklich und unglücklich zugleich ist.
Für was ?? Man weiß es nicht. Aber es liegt nahe, hier mal einen Schlußstrich zu versuchen.
Und ich werde es nochmal angehen, und wenn es am Ende um's nackte Überleben geht.

Ich glaube ich bin hiermit genug qualifiziert, um hier mitlesen und abundzu mal was dazuschreiben zu dürfen.
Danke Euch !!

Liebe Grüße
Daniel
Zuletzt geändert von FineFinchen am Sonntag, 18.08.19, 14:30, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel ergänzt, Absätze eingefügt
18 bis 35 Jahre (1997-2014)
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Seit mitte 2015 nur noch Escitalopram, + 200mg Lamotrigin seit mitte 2018
2014-2016 20mg, dann innerhalb 5 Monaten auf 10mg reduziert in 2 Schritten (Neurologin macht 5er-Schritte)
an die Symptome kann ich mich leider nicht mehr erinnern. Weiß aber, dass ich Ende 2016 mal einen kurzen, stark depressiven Schub hatte, der ging nur 1 Woche. Hab da nur ein paarmal Tavor eingeworfen.
2017-2018 10mg, dann kurze schwere Episode, in 2 Wochen auf 20mg aufdosiert + erstmalig Einschleichen von 200mg Lamotrigin (neuer Versuch Phasenprophylaxe)
10.2018-03.2019 Absetzversuch, in 5 Monaten "ausgeschlichen" von 20mg auf 0mg, Aggression, Reizbarkeit über die ganze Zeit, kein rationelles Denken mehr möglich, Taubheitsgefühl im Kopf prefrontal, dann starke Unruhe, Überforderung mit allem, Angst und Panik, Kontrollverlust, Tavor, Akutklinik.
(40 Jahre, happy birthday)
05.2019: von 0 auf 10mg, Tavor nach Bedarf, taubes Gefühl und Kribbeln hinter der Stirn
06.2019: von 10mg auf 20mg (in der Klinik), nach diesem schlagartigen Aufdosieren starkes Pulsieren im Kopf, Taubheitsgefühl. Das ging ca. 1 Woche. Dann wieder langsam immer mehr Gefühlsverflachung, Antrieb, Tatendrang, Zombie, Entlassung
08.2019: von 20mg auf 15mg Müdigkeit, starker Antrieb lässt nach. Tatendrang und Ideen gehen wieder zurück und es fühlt sich besser an. Kognitiv funktioniert einigermaßen. Wenig Energie. Tagesform schwankt oft zw. Reizbarkeit und Harmoniebedürfnis. Selbsteinschätzung geht täglich hin und her zw. "Packen wir's wieder an" und "nein, Arbeiten geht so nicht bzw. will ich auch nicht, weil es auf Pump als halber Zombie weitergehen wird, wie all die letzten Jahre", mit dem Unterschied, dass mir inzwischen alle Nerven fehlen und ich mich bei geringstem Stressaufkommen wahrscheinlich gleich wieder einweisen lassen kann. Mit den 15mg ansonsten bisher Feeling recht stabil
seit 23.11.19: häufiges Weinen, Melancholie, wenig Antrieb/Motivation. Abwarten, Dosis 15mg beibehalten.

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Re: Danson: Vorstellung ! Escitalopram Entzug

Beitrag von FineFinchen » Sonntag, 18.08.19, 16:19

Hallo Daniel, :-)

willkommen im ADFD.

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander. Mit der Anmeldung hast du dich für gelebte Selbsthilfe und aktiven Austausch auf der Basis der bereitgestellten Informationen entschieden.

Bitte beachte, dass im Forum keine medizinischen Ratschläge gegeben werden. Du entscheidest dich selbstverantwortlich, ob du etwas von den Erfahrungen anderer Betroffener umsetzen möchtest.

Auch Teammitglieder sind keine medizinischen oder psychologischen "Berater", "Profis", "Fachleute" oder "Experten"! Wie alle anderen Teilnehmer auch, sind sie selbst Betroffene oder Angehörige und beteiligen sich, soweit es ihre Kräfte zulassen, am Austausch und geben Erfahrungen weiter.


Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva ein: Infoartikel: Ausschleichen von Antidepressiva und Erste Hilfe - Antidepressiva absetzen


Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.


Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen


Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen Umgang mit dem Entzug und Gesundheit. Eine Übersicht über ausgewählte Themen findest du unter Was finde ich wo im Forum? Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruß zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag clicken.

Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln.

Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe dann etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Dein thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik Antidepressiva absetzen/ Benzodiazepine absetzen/ Neuroleptika absetzen verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüße
Finchen
Wer das Ziel kennt, kann entscheiden. Wer entscheidet, findet Ruhe.
Wer Ruhe findet, ist sicher. Wer sicher ist, kann überlegen. Wer überlegt, kann verbessern.

- Konfuzius -
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Jamie
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Re: Danson: Vorstellung ! Escitalopram Entzug

Beitrag von Jamie » Sonntag, 18.08.19, 21:18

Hallo Danson, :)
Ich glaube ich bin hiermit genug qualifiziert, um hier mitlesen und abundzu mal was dazuschreiben zu dürfen.
Danke Euch !!
du wärst auch mit einem Bruchteil an Leid "qualifiziert" hier im Forum zu partizipieren.
Und schreiben darfst du immer.
Es tut mir leid, was du alles durchmachen musstest und musst :(.

Wir bitten hier um Vorstellung, damit wir hier keine Trolle reinlassen oder Leute mit zweifelhaftem Ansinnen, das ist alles ;).

Du hast sicher Verständnis dafür, dass wir Menschen mit psychischen Problemen bestmöglich schützen wollen; die haben im Rest ihres Lebens und Alltag ja bereits mit genug anderen Problemen, Ausgrenzung und dummen Kommentaren zu tun. "Die" sind übrigens auch "wir"; Aktive, Teamies, Unterstützer. Uns eint alle das gleiche Schicksal.

Schreib, wir wir dich unterstützen können (?) Von der 10% Ausschleichmethode hast du schon gehört?

Grüße und willkommen im Forum :)
Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



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Danson
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Re: Danson: Vorstellung ! Escitalopram Entzug

Beitrag von Danson » Donnerstag, 14.11.19, 22:18

Hallo,
sorry für meine späte Reaktion. Weiß nicht, ob das hier noch jemand liest. Ich kam Ende 07.2019 gerade aus der Klinik und musste mir Luft machen.
Möchte mich nachträglich für die nette Aufnahme und die direkten Reaktionen bedanken.
Habe soeben die anderen aktiven Cipralex/Escitalopram-Threads durchflogen und wusste jetzt nicht richtig, wo es Sinn macht, zu kommentieren, deshalb schreibe ich mal was in meinen angefangenen Thread hier.

In der Klinik hatte man mich ja anfang 06.2019 wieder auf 20mg "eingestellt", so konnte man mich nach 8 Wochen entlassen.
War insg. 10 Wochen bei 20mg. Da ich eh AU-geschrieben bin auf unbestimmt und somit "Experimente" eher möglich sind als während man "funktionieren" muss, hab ich diesmal in Absprache mit meiner Neurologin dann auf 15mg reduziert. (Ich weiß, dass das 25% und nicht 10% Reduktion sind). Das ist jetzt 12 Wochen her. Noch bis vor 3 Wochen hatte ich das Kloßgefühl. Bis vor 5 Wochen hatte ich noch diese gefühlte Rastlosigkeit, diesen quälenden Antrieb. 20mg ist ja auch die empfohlene Höchstdosis, ich habe hier in keinem Thread gelesen, dass jemand 20mg Escitalopram über Monate oder gar Jahre eingenommen hat bzw. einer Dosis von mind. 10 mg über mind. 4 Jahre. Wenn es doch jemanden gibt, würde ich mich gerne mit der Person ausführlicher unterhalten.

Egal ob Klinikarzt oder Psychologe, Neurologe oder sonst jemand, keiner glaubt mir mit meiner Überzeugung, die ist, dass das ganze Befinden und das ganze Leistungsvermögen direkt am Excitalopramspiegel hängen, solange man das Medikament nimmt. Gefühlte Stabilität ist erstmal dahin, sobald man nur eine Kleinigkeit an der Dosis ändert. Und dann pendelt sich alles erstmal auf einen neuen Daseinszustand ein. Vielmehr versucht man mir beizubringen, dass es nur eine Unterstützung ist, man aber in der Lage sei, trotzdem selbst über sein Befinden und seinen Fortschritt zu bestimmen. Man sei stets der Herr im Haus. Das ich nicht lache. Die Persönlichkeit verändert sich, je länger man es nimmt, desto länger darf man sich als jemand anderen kennenlernen. Als jemand anderen kennenlernen, obwohl man sich selbst noch nicht richtig kennengelernt hat, weil man SSRI nimmt, seitdem man 18 ist. Und wenn man es irgendwann nach vielen Jahren los hat, welcher Mensch ist man dann, zu wem wird man dann "wieder". Es wird mir gesagt, dass man schon die ganze Zeit man selbst ist, und das alles was man denkt, fühlt und wie man handelt mind. 80% durch eigene Ressourcen zustandekommt. Man entwickelt sich zu jemandem, ja, aber zu einem Zombie. Wenn man es dann los hat, darf man sich zu einem Lebenden entwickeln, den man bisher nicht kennt. Und dieser Weg scheint mir nach 20 Jahren SSRI zusammen mir den Erfahrungen, die ich in den letzten Jahren gemacht habe, unmöglich, ich wünsche mir, dass ich unrecht habe. Die Psychologin meint, ich habe mir da ein falsches "Modell" konstruiert. Ich müsse es so sehen, dass bei mir im Hirnstoffwechsel wahrscheinlich veranlagungsbedingt schon immer ein Ungleichgewicht da war, und ich solle endlich akzeptieren, dass ich nunmal was nehmen muss, so wie der Diabetiker sein Insulin usw. . Hab ich ja, aber bitte evtl. wieder was anderes, und vor allem WENIGER ! Dass ich eigentlich vorhabe, auf lange Sicht nichts mehr zu nehmen, traue ich mich schon gar nicht mehr zu sagen. Nun, dass es sinnlos ist, mit dem Psychologen über Psychopharmaka zu reden, ist mir klar, aber man sollte doch über Dinge reden, die einen beschäftigen, oder nicht ?

Nun, ich glaube ich habe den Schritt von 20 auf 15mg bewältigt, aber ich weiß, dass ich noch eine lange Reise vor mir habe.
Nicht ganz so geduldig sind die Leistungsträger und der Arbeitgeber, die wissen wollen, wie es weitergeht, da sonst der Geldhahn irgendwann zu ist und/oder der Job weg (Frau ist ja schon weg, jetzt gehts ans nächste).
Wenn ich schon "Reha" höre, wird mir anders. Ich habe in 20 Jahren schon mehrere Kliniken durch. Klar, wenn ich mit 15mg eine Reha durchmache, dann kann ich vielleicht Teilerwerbsrente beantragen, weil mit 15mg und ohne Stress scheint erstmal plausibel. Dass ich mich als Zombie schon gar nicht mehr in einem ungeschützen Arbeitsumfeld bewegen kann und will, selbst wenn mein Hirn sich noch etwas konzentrieren und sich ein paar Sachen merken kann, muss ich dann erstmal noch jemandem beibringen. Mit 20, 15 und teilweise auch mit 10mg gelang mir arbeiten gerade so die letzten 5 Jahre, manchmal besser, manchmal schlechter, aber immer irgendwie am nervlichen Limit.... und ich bin jetzt gerade mal 40. Falscher Job ? Vielleicht. Aber es sieht mit meinem Energiehaushalt generell nicht gut aus, egal welcher Job, auch wenn es mein Traumjob wäre, das weiß ich einfach. So, mein Ziel sind aber nicht 15mg, sondern weniger als 10. Idealerweise auf ganz lange Sicht, wenn ich 50 oder so werden darf natürlich 0mg. Und als 15mg-Zombie schaffe ich vielleicht 1 Jahr im Teilerwerb, und dann bin ich endgültig durch.
Ich habe ja bereits seit 5 Jahren einen Schwerbehindertenausweis. Kündigungsschutz ok, bringt mir aber nix, weil der Arbeitgeber hat keinen "geschützten" Bereich. Wie kann man in so einer Misere als bisheriger Angestellter einen Broterwerb halten, der einen nicht überfordert und man gaaanz langsam absetzen und dann vielleicht irgendwann mal heilen kann ?
Wenn es nach mir ginge, hätte ich gerne einfach 2 Jahre Zeit, in denen ich in Ruhe von dem Medikament loskommen kann und das wäre nicht mal üppig Zeit für dieses Vorhaben. Klar, der Sinn darf nicht fehlen, teilhaben an der Gesellschaft in Form von einem Ehrenamt oder mehreren. Achtsam sein. Einfach nicht das Risiko haben, noch ein weiteres Mal einen Zusammenbruch bei der Arbeit erleben zu müssen mit 12 Monaten AU hinterher.
Wenn ich volle EU-Rente beantrage, dann lassen die nicht locker von Reha über Reha bis zur Umschulung, dabei will ich einfach erstmal nur meine Ruhe.
Würde mich freuen, wenn der/die eine oder der/die andere seine/ihre Gedanken dazu hierlassen würde.
Vielleicht ein Tip durch gemachte Erfahrungen ? Danke schonmal.
Gruß
Danson
18 bis 35 Jahre (1997-2014)
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Seit mitte 2015 nur noch Escitalopram, + 200mg Lamotrigin seit mitte 2018
2014-2016 20mg, dann innerhalb 5 Monaten auf 10mg reduziert in 2 Schritten (Neurologin macht 5er-Schritte)
an die Symptome kann ich mich leider nicht mehr erinnern. Weiß aber, dass ich Ende 2016 mal einen kurzen, stark depressiven Schub hatte, der ging nur 1 Woche. Hab da nur ein paarmal Tavor eingeworfen.
2017-2018 10mg, dann kurze schwere Episode, in 2 Wochen auf 20mg aufdosiert + erstmalig Einschleichen von 200mg Lamotrigin (neuer Versuch Phasenprophylaxe)
10.2018-03.2019 Absetzversuch, in 5 Monaten "ausgeschlichen" von 20mg auf 0mg, Aggression, Reizbarkeit über die ganze Zeit, kein rationelles Denken mehr möglich, Taubheitsgefühl im Kopf prefrontal, dann starke Unruhe, Überforderung mit allem, Angst und Panik, Kontrollverlust, Tavor, Akutklinik.
(40 Jahre, happy birthday)
05.2019: von 0 auf 10mg, Tavor nach Bedarf, taubes Gefühl und Kribbeln hinter der Stirn
06.2019: von 10mg auf 20mg (in der Klinik), nach diesem schlagartigen Aufdosieren starkes Pulsieren im Kopf, Taubheitsgefühl. Das ging ca. 1 Woche. Dann wieder langsam immer mehr Gefühlsverflachung, Antrieb, Tatendrang, Zombie, Entlassung
08.2019: von 20mg auf 15mg Müdigkeit, starker Antrieb lässt nach. Tatendrang und Ideen gehen wieder zurück und es fühlt sich besser an. Kognitiv funktioniert einigermaßen. Wenig Energie. Tagesform schwankt oft zw. Reizbarkeit und Harmoniebedürfnis. Selbsteinschätzung geht täglich hin und her zw. "Packen wir's wieder an" und "nein, Arbeiten geht so nicht bzw. will ich auch nicht, weil es auf Pump als halber Zombie weitergehen wird, wie all die letzten Jahre", mit dem Unterschied, dass mir inzwischen alle Nerven fehlen und ich mich bei geringstem Stressaufkommen wahrscheinlich gleich wieder einweisen lassen kann. Mit den 15mg ansonsten bisher Feeling recht stabil
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Re: Danson: Vorstellung ! Escitalopram Entzug

Beitrag von Straycat » Donnerstag, 14.11.19, 22:34

Hallo Danson,

willkommen im Forum. Tut mir sehr leid, was du schon durchmachen musstest :(

Ich kann mich hier mal outen, als jemand der 20mg Escitalopram längere Zeit bekommen hat. Auch ich habe es in jungen Jahren (mit 19) verschrieben bekommen und bei mir hat es maximal in der Anfangszeit gewirkt (könnte auch ein Placeboeffekt gewesen sein).
Auch mir hat man die Theorie vom "aus dem Gleichgewicht geratenen Gehirnstoffwechsel" erzählt und ich habe sie geglaubt und brav meine AD genommen.
Langer Rede kurzer Sinn: Mir hat es keinen meine rezidive Depression nicht geholfen, sondern beim Absetzen massive Probleme bereitet. Ich habe es 2016 zu schnell ausgeschlichen und davon massive Absetzsymptome entwickelt. manche habe ich immer noch (massive Muskelschmerzen), andere kamen 3 Monate verspätet und bescherten mir auch mal einen 6-monatigen Krankenstand. Und daraufhin bekam ich gleich das nächste SSRI (Venlafaxin) verpasst, das ich seit April 2018 nun ausschleiche (nach der 10% Regel und meistens noch langsamer, weil ich immer wieder Absetzpausen einlegen muss).

Ich kann dich nur bestärken in deinem Vorhaben, das Escitalopram loszuwerden.

Könntest du dir bitte noch eine Signatur anlegen? Finchen :) Hat dir dazu einen Link in ihrer Antwort geschrieben.
Damit können wir dir leichter helfen beim Reduzieren und müssen nicht immer den ganzen Thread lesen, um aktuelle Dosierungen etc. herauszufinden.

Wenn ich das richtig lese bist du nun seit 12 Wochen auf deiner Dosis von 15mg. Wie geht es dir damit? Hast du Absetzsymptome?
Für deinen nächsten Reduktionsschritt möchte ich dir dringend raten, nicht mehr als 10% zu reduzieren. Auch wenn größere Sprünge kurzzeitig gut vertragen werden, können Absetzsymptome auch verspätet noch auftreten. Glaube mir, das ist es nicht wert (ich spreche wie viele hier aus Erfahrung).
In welcher Darreichungsform nimmst du die 15mg? Tropfen oder Tabletten? zum Ausschleichen würden sich die Tropfen besser eignen. Falls du noch keine Tropfen nimmst, würde ich auf diese umsteigen und dann mal schauen, wie du den Umstieg verträgst (auch der gleiche Wirkstoff von einem anderen Hersteller wirkt bei manchen Menschen unterschiedlich, also sollte man da erst mal schauen, wie man den Umstieg verträgt).

Ich wünsche dir jedenfalls weiterhin alles Gute,
Cat
ursprüngliche Symptome ca. 2004: Weinen ohne Grund, grundlose Hoffnungslosigkeit, keine Motivation für irgendwas
neue Symptome (seit Frühling 2017): Panikattacken, Muskelschmerzen und chronische Verspannungen (vermutlich protrahierte Entzugssymptome vom zu schnellen Absetzen von Escitalopram)
Diagnose: rezidive Depression (2006)
Psychotherapie (verschiedene Typen) seit 2004
Escitalopram 2007-2016 zu schnell abgesetzt, danach immer wieder Panikattacken, Unruhezustände und starke Muskelschmerzen/Verspannungen (orthopädisch abgeklärt und o.B.)
vorübergehend auch Lamotrigin , Aripiprazol , Trazodon, Bupropion - alles wieder abgesetzt
Venlafaxin - aktuelles Absetzen seit 04/2018 (wurde aufgrund von Panikattacken - die ich aber mittlerweile eher als protrahiertes Entzugssymptom von Escitalopram sehe - verschrieben)
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Link zu meinem Thread

Danson
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Registriert: Sonntag, 18.08.19, 11:44

Re: Danson: Vorstellung ! Escitalopram Entzug

Beitrag von Danson » Sonntag, 17.11.19, 18:28

Hallo Straycat,

danke für Deine Antwort.
Könntest du dir bitte noch eine Signatur anlegen? Finchen :) Hat dir dazu einen Link in ihrer Antwort geschrieben.
Damit können wir dir leichter helfen beim Reduzieren und müssen nicht immer den ganzen Thread lesen, um aktuelle Dosierungen etc. herauszufinden
erledigt :)
Wenn ich das richtig lese bist du nun seit 12 Wochen auf deiner Dosis von 15mg. Wie geht es dir damit? Hast du Absetzsymptome?
Ja, in der 2. Woche ging es los mit leichtem Taubheitsgefühl hinter der Stirn. Dann kam so ein Kloßgefühl an der Gurgel dazu und vermehrte Speichelbildung. Nach der 6. Woche merkte ich, dass ich teilweise wieder so leicht reizbar bin, so aggressiv. Seit ca. 3 Wochen nehme ich jetzt nichts mehr akut unangenehmes wahr.
Dieser quälende Antrieb, d.h. die vielen Ideen und der Tatendrang, ist sukzessive zurückgegangen, es fühlt sich nicht mehr ganz so zombimäßig an.
Für deinen nächsten Reduktionsschritt möchte ich dir dringend raten, nicht mehr als 10% zu reduzieren
Ich wollte nur so schnell es geht von der hohen Dosis weg, gleich mit etwas Abstand. 20mg sind für eine Akutbehandlung gut, aber das Zombiegefühl wird mir damit zu penetrant, und dieser Antrieb ist so erschöpfend mit der Zeit.
Vielleicht warte ich noch einige Wochen mit dem nächsten Schritt. Mit meiner langen Historie muss ich - wenn es überhaupt irgendwie möglich ist, ohne diese SSRI zu leben- wahrscheinlich ein 2-4 Jahres-Projekt oder so draus machen. Das war eine absolute Dummheit, das innerhalb von 5 Monaten zu versuchen- und das, obwohl ich dieses Forum schon kannte. Ich dachte nicht, dass die Folgen doch so schrecklich sind.

Was Generelles zum Escitalopram: In anderen Berichten hier lese ich teilweise von homöopathischen Dosen, die entweder konstant oder im Rahmen des Ausschleichens genommen werden, als Tropfen dann. Sowas wie 1,5mg und dann ein Runter- oder Raufdosieren im 0,1mg-Bereich. Laut Beipack beginnt es doch bei 5mg. Macht sowas wirklich Sinn ? Könnte das nicht eher kontraproduktiv sein ? Die Aufnahme- und Verstoffwechslungsfähigkeit des Körpers variiert doch auch ständig leicht. Irgendwie kitzelt man das System, manchmal bekommt der Körper von der Dosis quasi nichts mit, manchmal schon. Vielleicht kommen durch so eine für den Körper unregelmäßige Gabe ja die Probleme erst zustande ? Entzug, dann wieder kein Entzug, dann wieder Entzug usw... Vielleicht wäre es besser, den letzten Schritt eben von 5 oder meinetwegen 2,5mg direkt auf 0 dann vollends zu machen.
18 bis 35 Jahre (1997-2014)
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Seit mitte 2015 nur noch Escitalopram, + 200mg Lamotrigin seit mitte 2018
2014-2016 20mg, dann innerhalb 5 Monaten auf 10mg reduziert in 2 Schritten (Neurologin macht 5er-Schritte)
an die Symptome kann ich mich leider nicht mehr erinnern. Weiß aber, dass ich Ende 2016 mal einen kurzen, stark depressiven Schub hatte, der ging nur 1 Woche. Hab da nur ein paarmal Tavor eingeworfen.
2017-2018 10mg, dann kurze schwere Episode, in 2 Wochen auf 20mg aufdosiert + erstmalig Einschleichen von 200mg Lamotrigin (neuer Versuch Phasenprophylaxe)
10.2018-03.2019 Absetzversuch, in 5 Monaten "ausgeschlichen" von 20mg auf 0mg, Aggression, Reizbarkeit über die ganze Zeit, kein rationelles Denken mehr möglich, Taubheitsgefühl im Kopf prefrontal, dann starke Unruhe, Überforderung mit allem, Angst und Panik, Kontrollverlust, Tavor, Akutklinik.
(40 Jahre, happy birthday)
05.2019: von 0 auf 10mg, Tavor nach Bedarf, taubes Gefühl und Kribbeln hinter der Stirn
06.2019: von 10mg auf 20mg (in der Klinik), nach diesem schlagartigen Aufdosieren starkes Pulsieren im Kopf, Taubheitsgefühl. Das ging ca. 1 Woche. Dann wieder langsam immer mehr Gefühlsverflachung, Antrieb, Tatendrang, Zombie, Entlassung
08.2019: von 20mg auf 15mg Müdigkeit, starker Antrieb lässt nach. Tatendrang und Ideen gehen wieder zurück und es fühlt sich besser an. Kognitiv funktioniert einigermaßen. Wenig Energie. Tagesform schwankt oft zw. Reizbarkeit und Harmoniebedürfnis. Selbsteinschätzung geht täglich hin und her zw. "Packen wir's wieder an" und "nein, Arbeiten geht so nicht bzw. will ich auch nicht, weil es auf Pump als halber Zombie weitergehen wird, wie all die letzten Jahre", mit dem Unterschied, dass mir inzwischen alle Nerven fehlen und ich mich bei geringstem Stressaufkommen wahrscheinlich gleich wieder einweisen lassen kann. Mit den 15mg ansonsten bisher Feeling recht stabil
seit 23.11.19: häufiges Weinen, Melancholie, wenig Antrieb/Motivation. Abwarten, Dosis 15mg beibehalten.

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Re: Danson: Vorstellung ! Escitalopram Entzug

Beitrag von Murmeline » Sonntag, 17.11.19, 18:57

Hallo Danson,

Bittchen könntest du noch kontaktieren, sie hat auch lange Zeit eine hohe Dosis genommen aber sie inzwischen abgesetzt. Schreib sie einfach in ihrem thread an.

https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?t=14014

Zu deinen letzten Fragen: lies dir gerne mal die ganzen verlinkten Infos im Begrüßungsbeitrag oben durch. Dann kriegst du bestimmt eine Vorstellung davon, warum hier ein kleinteiliges ausschleichen nahegelegt wird. Da sind ein Haufen Grundlagentexte verlinkt, die zur Information erstellt wurden.

https://adfd.org/austausch/viewtopic.ph ... 91#p319191

Grüße, Murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

Straycat
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Re: Danson: Vorstellung ! Escitalopram Entzug

Beitrag von Straycat » Montag, 18.11.19, 13:07

Hallo Daniel,

ja das Absetzen ist ein längeres Projekt - und es zahlt sich definitiv aus, sich dafür länger Zeit zu nehmen.
Wie du selbst schon erlebt hast, bekommt man die Rechnung für zu schnelles Reduzieren oft im Nachhinein präsentiert.

Murmeline :) hat dir schon Infos verlinkt - lies dir die mal durch, dann versteht man vieles auch besser. Mir hat das immer geholfen, mehr zu verstehen. Dann wusste ich besser warum was in meinem Körper vorgeht.

Liebe Grüße,
Cat
ursprüngliche Symptome ca. 2004: Weinen ohne Grund, grundlose Hoffnungslosigkeit, keine Motivation für irgendwas
neue Symptome (seit Frühling 2017): Panikattacken, Muskelschmerzen und chronische Verspannungen (vermutlich protrahierte Entzugssymptome vom zu schnellen Absetzen von Escitalopram)
Diagnose: rezidive Depression (2006)
Psychotherapie (verschiedene Typen) seit 2004
Escitalopram 2007-2016 zu schnell abgesetzt, danach immer wieder Panikattacken, Unruhezustände und starke Muskelschmerzen/Verspannungen (orthopädisch abgeklärt und o.B.)
vorübergehend auch Lamotrigin , Aripiprazol , Trazodon, Bupropion - alles wieder abgesetzt
Venlafaxin - aktuelles Absetzen seit 04/2018 (wurde aufgrund von Panikattacken - die ich aber mittlerweile eher als protrahiertes Entzugssymptom von Escitalopram sehe - verschrieben)
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Melina 17
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Re: Danson: Vorstellung ! Escitalopram Entzug

Beitrag von Melina 17 » Montag, 18.11.19, 13:50

Danson hat geschrieben:
Donnerstag, 14.11.19, 22:18
ich habe hier in keinem Thread gelesen, dass jemand 20mg Escitalopram über Monate oder gar Jahre eingenommen hat bzw. einer Dosis von mind. 10 mg über mind. 4 Jahre. Wenn es doch jemanden gibt, würde ich mich gerne mit der Person ausführlicher unterhalten.

HI Danson,

ich bin so jemand.....ich hab 2005, mit 38 Jahren, mit Citalopram angefangen (Escitalopram ist quasi das gleiche , nur doppelt so potent, 20mg Escita. entsprechen also 40 mg Citalopram) und seitdem nehm ich es durchgehend. In wechselnden Dosierungen, und ich weiß (nicht mehr genau wann), daß auch 40 mg lange Zeit dabei waren.

Ich glaub, ich bin auch mal so hoch gegangen, weil seinerzeit sogar mal 60 mg zur Behandlung von Ängsten empfohlen wurden (ist mittlerweile verboten, soweit ich weiß).

Ich hab anfangs von der Wirkung überaus profitiert, so ca 4 Jahre hat es super gewirkt und ich war total dankbar. Dann begannen Nebenwirkungen, nach weiteren Jahren flachte die Wirkung merklich ab um irgendwann völlig zu verebben und schlußendlich sogar ins negative zu kippen; heute finde ich mich auch in dem von dir so schön erwähnten "Zombie"-Dasein wieder. Die Gefühle sind fast völlig weg und ich fühl mich mehr tot als lebendig.

Ich bin seinerzeit übrigens auch von 40 direkt auf 30 mg (was ja deinen 20 zu 15 mg entspricht), ohne Probleme. Bin auch rasch über 20 mg, dann 15, dann 12,5, dann 10. Diese Schritte gingen easy über jeweils 4 Wochen. Ab dann wird`s aber wirklich haarig, bin dann über 10% alle 4 Wochen bis auf 7, mußt aber wieder rauf.

Seitdem mach ich 5% alle 4 bis 6 Wochen und damit fahr ich bis jetzt sehr gut. Ich bin jetzt auf unglaublichen 3,6 mg, was ich noch für wenigen Jahren für völlig undenkbar gehalten hätte!

Und damit möcht ich dir auch Mut machen. Es kommt gar nicht so sehr darauf an, wie lange du in welcher Dosierung es gernommen hast, sondern es ist mehr individuell, wie man drauf reagiert. Es gibt hier welche, die es nur kurz genommen haben und trotzdem unglaubliche Schwierigkeiten haben es wieder loszuwerden, wahnsinnige Entzugserscheinungen haben und andere, wie halt ich, es viele Jahre genommen haben, zwar auch langsam machen müssen, insgesamt aber kaum Entzug haben.

Es kann jetzt sein, daß ich länger warten muß, bis die Gefühle zurückkommen (andere merken das in dieser Dosierung), weil ich es sooo lange genommen hab, aber was soll`s.

Bei dir ist es natürlich, wie du richtig erkennst, etwas problematisch, weil du es schon in so jungern Jahren genommen hast und damit während wichtiger Entwicklungsjahre. Du hast es da vielleicht versäumt, dich "normal" zu entwickeln, dennoch soltest du das nicht zu negativ bewerten. Du wirst trotzdem gelernt haben und das eine oder andere kannst du auch jetzt noch locker nachholen. Man lernt nie aus im Leben und ich kenne Menschen, die noch mit 70 ihr Leben nochmal komplett umgestellt haben!

Von daher brauchst du dich da nicht entmutigen lassen.

So, jetzt ist es doch schon wieder länger als geplant geworden....wenn du noch was wissen willst, frag gerne :)

Wünsch dir erst mal was!
liebe Grüße

Melina
1994 erste Einnahme Doxepin ca 5mg zum Schlafen
1996-1997 Doxepin 20mg, Absetzen problemlos, jedoch ein Jahr gedauert, bis ich mich wieder wie "ich selbst" fühlte
Herbst 2004 erneute Einnahme von Doxepin wegen schwerer depri, raufdosiert auf 100mg
Frühling 2005 Abdosieren von Doxepin, Einschleichen von Citalopram ca 30mg
Frühling 2006 abruptes Absetzen von Citalopram, nach 4 Wochen extreme Depri, wieder Einnnahme; paar Wochen später Ausschleichen über ca 4 Wochen, nach drei Monaten schwere Depri
immer mal wieder Reduktion versucht, kam auch mal bis ca 7,5 mg, aber immer wieder depri, im Lauf der jahre Einnahme zwischen 10 und 40 mg (auch zwischendurch escitalopram)
ca Mai 2018 nach wasserlösmethode in 10% über 4 Wochen von 15 auf 7 mg reduziert, dann instabil geworden, wieder auf 10 mg hochgegangen
09.09.18 auf 9 mg Citalopram reduziert
17.09. zusätzlich 6 bzw 12 mg Doxepin abends zum schlafen (brauch ich oft im Herbst)
ca Anfang Oktober 2018 gleichmäßige Einnahme Doxepin 12,5 mg
24.10.18 8mg Citalopram
24.11.18 ca 7,5 mg
22.12.18 7 mg Citalopram, Doxepin nur noch bei Bedarf (entweder 6,25 oder 12,5 mg)
18.01.19 ca 6,5 mg Citalopram
11.02. 6,4 mg Citalopram
18.02. 6,3 mg
20.02. 6,0 mg
23.03. 5,7 mg
18.04. 5,3 mg
17.05. 5,7 mg (wegen Urlaub. erhoffte bessere Laune)
23.05. 6,0 mg (wegen Ängste im Urlaub)
29.05.5,7 mg (erhoffte positive Wirkung nicht stattgefunden, stattdessen eher weniger Genußfähigkeit)
zwischen 21.05 und 13.06 abends 6,25 bzw 12,5 mg Doxepin, einmal auch wegen starker Ängste 2 mg Tavor und ca 30 mg Doxepin
16.06. 5,3 mg
21.06. 5 mg
19.07. 4,7 mg
20.08. 4,3 mg
11. bis 15.09 12,5 bis 18,75 mg Doxepin (verreist)
16.09. 4,2 mg Citalopram
20.09. 4,0 m
ab ca Anfang Oktober sehr unregelmäßig 12,5 mg Doxepin zum schlafen
10.10.3,8 mg Citalopram
01.11. 3,6 mg
13. 11. erstmalig 25 mg Doxepin zum schlafen (Dosiserhöhung wegen Wirkverflachung)
22.11. 3,4 mg Citalopram

Danson
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Re: Danson: Vorstellung ! Escitalopram Entzug

Beitrag von Danson » Dienstag, 19.11.19, 16:37

Hallo Melina,

vielen Dank für deine ausführliche Antwort !
Ich würde dir gerne folgende Fragen stellen:
- In deiner Signatur steht nach 2006 "auch zwischendurch Escitalopram". Wie genau hast du da auf Escitalopram gewechselt,
und warum dann wieder zurück auf Citalopram ?
- ca. Mai 2018 wie hast du konkret die Wasserlösemethode angewandt ?
(Ich weiß hier gibts ein Tutorial, trotzdem kurz und knapp wie machst du das?)
- sind das Tropfen, die du seit ca. 1 Jahr bis heute nimmst, oder nach wie vor Wasserlösemethode ?
- das mit dem Doxepin zusätzlich klingt interessant. nimmst du die Dämpfung auch am Tag wahr, und fühlst du dich dadurch irgendwie
eingeschränkt?
- Kannst du so arbeiten und wenn ja, ist das ein Job, der dich kognitiv sehr fordert ?
... dennoch soltest du das nicht zu negativ bewerten. Du wirst trotzdem gelernt haben und das eine oder andere kannst du auch jetzt noch locker nachholen. Man lernt nie aus im Leben und ich kenne Menschen, die noch mit 70 ihr Leben nochmal komplett umgestellt haben!
Von daher brauchst du dich da nicht entmutigen lassen.
Ich wünschte so du hast recht, da kullern mir schon etwas die Tränen jetzt-trotz Zombie. Ich hoffe ich schaffe irgendwann den Ausstieg aus dem Escitalopram, finde einen Weg, mit dem ich leben kann, und die Depression braucht dann vielleicht auch nicht mehr so zuhauen.
Danke dir !

Gruß Daniel
18 bis 35 Jahre (1997-2014)
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Seit mitte 2015 nur noch Escitalopram, + 200mg Lamotrigin seit mitte 2018
2014-2016 20mg, dann innerhalb 5 Monaten auf 10mg reduziert in 2 Schritten (Neurologin macht 5er-Schritte)
an die Symptome kann ich mich leider nicht mehr erinnern. Weiß aber, dass ich Ende 2016 mal einen kurzen, stark depressiven Schub hatte, der ging nur 1 Woche. Hab da nur ein paarmal Tavor eingeworfen.
2017-2018 10mg, dann kurze schwere Episode, in 2 Wochen auf 20mg aufdosiert + erstmalig Einschleichen von 200mg Lamotrigin (neuer Versuch Phasenprophylaxe)
10.2018-03.2019 Absetzversuch, in 5 Monaten "ausgeschlichen" von 20mg auf 0mg, Aggression, Reizbarkeit über die ganze Zeit, kein rationelles Denken mehr möglich, Taubheitsgefühl im Kopf prefrontal, dann starke Unruhe, Überforderung mit allem, Angst und Panik, Kontrollverlust, Tavor, Akutklinik.
(40 Jahre, happy birthday)
05.2019: von 0 auf 10mg, Tavor nach Bedarf, taubes Gefühl und Kribbeln hinter der Stirn
06.2019: von 10mg auf 20mg (in der Klinik), nach diesem schlagartigen Aufdosieren starkes Pulsieren im Kopf, Taubheitsgefühl. Das ging ca. 1 Woche. Dann wieder langsam immer mehr Gefühlsverflachung, Antrieb, Tatendrang, Zombie, Entlassung
08.2019: von 20mg auf 15mg Müdigkeit, starker Antrieb lässt nach. Tatendrang und Ideen gehen wieder zurück und es fühlt sich besser an. Kognitiv funktioniert einigermaßen. Wenig Energie. Tagesform schwankt oft zw. Reizbarkeit und Harmoniebedürfnis. Selbsteinschätzung geht täglich hin und her zw. "Packen wir's wieder an" und "nein, Arbeiten geht so nicht bzw. will ich auch nicht, weil es auf Pump als halber Zombie weitergehen wird, wie all die letzten Jahre", mit dem Unterschied, dass mir inzwischen alle Nerven fehlen und ich mich bei geringstem Stressaufkommen wahrscheinlich gleich wieder einweisen lassen kann. Mit den 15mg ansonsten bisher Feeling recht stabil
seit 23.11.19: häufiges Weinen, Melancholie, wenig Antrieb/Motivation. Abwarten, Dosis 15mg beibehalten.

Melina 17
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Re: Danson: Vorstellung ! Escitalopram Entzug

Beitrag von Melina 17 » Dienstag, 19.11.19, 20:46

Hi Daniel,

hui, das sind ja ganz viel Fragen auf einmal....

also, Escitalopram hab ich mal genommen, weil der Doc sagte, das wirke noch besser, weil es "rechtsdrehend" sei (subjektiv war das auch erst besser, aber später nicht mehr). Umgeschwenkt auf Citalo. hab ich dann wieder, weil ich neuen Doc hatte (Alter ging in Rente) und dem das zu teuer war. (und mir war das zu dem Zeitpunkt egal). Und irgendwann hab ich Tropfen gekriegt, als ich noch nach ärztlicher Manier absetzen wollte.

Naja, das mit dem Doxepin ist eigentlich nicht so toll, es wird hier auch nicht empfohlen, sowas zu machen, grad die Kombi ist umstritten, aber da das bei mir offensichtlich funktioniert (also ich merk nix negatives), gönn ich mir halt den Luxus es mir da etwas leichter zu machen. Ich nehm es aber nur zum schlafen, früher hatt ich da tagsüber manchmal hangover (aber nur wenige Stunden), jetzt nicht mehr, weil es vor kurzem ebenfalls in der Wirkung insgesamt nachgelassen hat.

Arbeiten mach ich nur als Minijob, bin schon lange wegen der Psyche berentet, und mehr würde auch nicht gehen. Manchmal mach ich viel Überstunden, da merk ich immer sofort, daß das eigentlich zuviel für mich ist. Und nicht wegen Entzug, sondern auch so. Daß ich eine labile Psyche habe, wird mich mein Leben lang begleiten, aber mir macht das nix mehr, man kann sich trotzdem ein schönes Leben aufbauen.

Die Wasserlösmethode hab ich anfangs so gemacht, daß ich mir das für fünf Tage angesetzt hab, aber da das hier nicht empfohlen wird und ich das mittlerweile auch zu eklig finde (der Geschmack.....würg), erläuter ich das nicht näher.

Mittlerweile setz ich immer für 2 Tage an, in meinem Fall löse ich also eine 10mg-Tablette in 100 ml Wasser auf. 2 mal 3,6 macht 7,2, also verwerfe ich 28 ml und nehme jeden Tag 36 ml der Lösung. Das ist wirklich ganz simpel, hast du schnell gelernt .

Es freut mich für dich, daß du etwas weinen konntest, das ist gut. Wie ist es denn, bist du zuversichtlich, daß du das hinkriegen wirst? h^Hast du gutes Umfeld, was dich unterstützt, hast du sonst Hobbies oder irgendwas, was dir hilft?

Wünsch dir erst mal was,

liebe GrÜße

Melina

PS: Muß noch korrigieren, ich nehm 5 % alle 3 bis 4 Wochen weniger (weil 10% alle 6 Wochen grundsätzlich funktioniert, ich da aber zwischendurcg nen Absacker habe, kleinere abdosierungen wirken bei mir sanfter, aber das muß man ausprobieren).

Mich wollten sie damals bei dem Rentenantrag auch immer zur Reha schicken, aber ich konnte wahrheitsgemäß sagen, daß ich unmöglich verreisen konnte, auch nicht mit Begleitperson, so mußte ich da nie was machen. Vielleicht schummelst du da einfach bißchen? Okay, nicht die feine englische, aber das sind die Ärzte ja auch nicht. Und es spart Kosten; wenn man keine Reha machen will, macht das ja eh keinen Sinn und beim Entzug hilft dir das eh nicht.
1994 erste Einnahme Doxepin ca 5mg zum Schlafen
1996-1997 Doxepin 20mg, Absetzen problemlos, jedoch ein Jahr gedauert, bis ich mich wieder wie "ich selbst" fühlte
Herbst 2004 erneute Einnahme von Doxepin wegen schwerer depri, raufdosiert auf 100mg
Frühling 2005 Abdosieren von Doxepin, Einschleichen von Citalopram ca 30mg
Frühling 2006 abruptes Absetzen von Citalopram, nach 4 Wochen extreme Depri, wieder Einnnahme; paar Wochen später Ausschleichen über ca 4 Wochen, nach drei Monaten schwere Depri
immer mal wieder Reduktion versucht, kam auch mal bis ca 7,5 mg, aber immer wieder depri, im Lauf der jahre Einnahme zwischen 10 und 40 mg (auch zwischendurch escitalopram)
ca Mai 2018 nach wasserlösmethode in 10% über 4 Wochen von 15 auf 7 mg reduziert, dann instabil geworden, wieder auf 10 mg hochgegangen
09.09.18 auf 9 mg Citalopram reduziert
17.09. zusätzlich 6 bzw 12 mg Doxepin abends zum schlafen (brauch ich oft im Herbst)
ca Anfang Oktober 2018 gleichmäßige Einnahme Doxepin 12,5 mg
24.10.18 8mg Citalopram
24.11.18 ca 7,5 mg
22.12.18 7 mg Citalopram, Doxepin nur noch bei Bedarf (entweder 6,25 oder 12,5 mg)
18.01.19 ca 6,5 mg Citalopram
11.02. 6,4 mg Citalopram
18.02. 6,3 mg
20.02. 6,0 mg
23.03. 5,7 mg
18.04. 5,3 mg
17.05. 5,7 mg (wegen Urlaub. erhoffte bessere Laune)
23.05. 6,0 mg (wegen Ängste im Urlaub)
29.05.5,7 mg (erhoffte positive Wirkung nicht stattgefunden, stattdessen eher weniger Genußfähigkeit)
zwischen 21.05 und 13.06 abends 6,25 bzw 12,5 mg Doxepin, einmal auch wegen starker Ängste 2 mg Tavor und ca 30 mg Doxepin
16.06. 5,3 mg
21.06. 5 mg
19.07. 4,7 mg
20.08. 4,3 mg
11. bis 15.09 12,5 bis 18,75 mg Doxepin (verreist)
16.09. 4,2 mg Citalopram
20.09. 4,0 m
ab ca Anfang Oktober sehr unregelmäßig 12,5 mg Doxepin zum schlafen
10.10.3,8 mg Citalopram
01.11. 3,6 mg
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22.11. 3,4 mg Citalopram

Danson
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Re: Danson: Vorstellung ! Escitalopram Entzug

Beitrag von Danson » Montag, 25.11.19, 13:48

Hallo zusammen,

Melina nochmal danke für deine Antworten ! Auf das was ich jetzt schreibe, wäre mir eine Antwort von Dir auch wieder viel Wert, vielleicht hat noch jemand Impulse für mein weiteres Problem, dem inneren Kampf mit der Beantragung der Rente- auch wenn das am Thema des Forums, wo es eigenlich um das Absetzen geht, vorbeigeht (Admins bitte eingreifen, wenn das so nicht ok ist)

Zunächst zum Absetzen:
Seit der letzten Woche merke ich, dass ich öfter weinen muss,

- es ist das Gefühlschaos um den Verlust der Beziehung nach 17 Jahren, weil meine Frau meine Depressionen nicht mehr erträgt. Sie wohnt ja noch hier, es geht darum, dass sie in ihre Heimat ziehen will, dort braucht sie Arbeit und Wohnung. Dass sie noch hier wohnt und es keine Lösung im Zusammenbleiben geben soll, macht mich fertig. Sie kann es selbst oft noch nicht wahrhaben und ist komplett am Ende. Sie zwingt sie sich in die Arbeit, es ist alles nicht schön -

Körperlich merke ich vor allem morgends bevor ich aufstehe wieder dieses Taubheitsgefühl hinter der Stirn (ich glaub das nennt man den prefrontalen Kortex, wo das ist). Dazu kommt ein ziemlich ekelhaftes depressives Gefühl. Ich kenne das von Akutphasen. Es verschwindet aber schnell beim ersten Kaffe, und sobald ich irgendwas tue. Kann es sein, dass das eine Welle ist, die 14 Wochen nach meinem Schritt von 20mg auf 15mg nun stattfindet ? Vielleicht keine Welle, sondern eher eine Anpassung, gar ein Zeichen von Heilung ? Ich hoffe, es geht wieder aufwärts. Vielleicht sind es all die Unsicherheiten und die gefühlte Machtlosigkeit, die gerade wieder schwierig sind. Es ist halt manchmal fast unmöglich denke ich, die Auswirkung des Absetzens isoliert auf dem Tablett serviert zu bekommen- die Lebenslage lässt die Effekte verschwimmen.

Jetzt zur Rente:
Ich bin mir mit der Beantragung von EU-Rente sowas von im inneren Kampf, das gibt's gar nicht.
Oft fühlt es sich richtig an, und als der einzig logische Weg momentan. Frisch eingestellt und frohen Mutes ging es nach jeder Krise irgendwie weiter- bis zur nächsten Krise. Dieser Kreislauf muss durchbrochen werden. Ich möchte manchmal schon wissen, ob ich wirklich nichtmehr arbeiten kann.
Vielleicht könnte ich es unter entsprechenden Umständen. Aber wie ich mich schon gefühlt habe und welche Schicksale ich in meinen Psychiatrieaufenthalten schon gesehen und erlebt habe, bzw. welche liebe Menschen ich auch schon kennengelernt habe, ich habe einen Horizont in eine Richtung entwickelt, wo man ums Überleben ringt in der Depression, und was die wirklich wichtigen Dinge im Leben sein könnten. Das Wachstum, der Wohlstand, die Industrie 4.0, das Streben all dieser "gesunden" Menschen nach immer mehr. Falsche Ideale, Gier, Neid, emotionale Verrohung.
Diese Hightechprodukte, diese ständige Optimierung aller Abläufe durch diese gnadenlose Marktwirtschaft.
Ich will es irgendwie alles nicht mehr, macht alles keinen Sinn meiner Meinung nach, obwohl Technik eigentlich zu meinen Interessen gehört und ich auch Fähigkeiten und Begabungen mitbringe/mitbrachte. Aber ich hab keine Nerven mehr, zu viele Zusammenbrüche, ich habe auch so einen Nebel im Kopf, der nicht mehr weggehen will, und der mich irgendwie einschränkt, im ganzen Kognitiven.
Die Psychologin redet mir bei jeder Sitzung ins Gewissen, es doch nochmal zu versuchen. Arbeit bringt einen Sinn durch all ihre Aspekte. Ich habe ja noch ein Beschäftigungsverhältnis, und da ich einen 50%-Schwerbehindertenausweis seit meiner letzten Reha vor 5 Jahren habe, kann man mich auch nicht ohne weites kündigen. Von einer Eigenkündigung rät einem jeder ab. Zu viele Köche einen beraten lassen ? Oder zurecht viel Beratung, damit man nicht die größte Dummheit seines Lebens macht ? Es nochmal unter "gesunden" versuchen, eine andere Stelle finden und dann kündigen ? Klar, wenn ich allen Mut zusammennehme, könnte ich zu einem Vorstellungsgespräch kommen und auch einen anderen Job kriegen, weil ich mich bestimmt in dieser 1 Stunde gut verkauft bekomme.
Dann zurück zur Realität: 15mg Escitalopram sorgen momentan mitunter dafür, dass die Hoffnung zuletzt stirbt. Das ist zumindest meine Überzeugung, die man mir mit aller Kraft auszureden versucht. Dieser Zusammenhang sei zu einfach gedacht. Ja, verstehe schon, dass es nicht so einfach ist. Trotzdem: Dann lieber den nächsten 10%-Schritt machen und abwarten, d.h. die Krankenkasse hinhalten ? Ein "Aussitzen", bis man weit genug abgesetzt hat und dem Frieden trauen kann, kann kontraproduktiv sein, weil um so länger man ohne Beschäftigung ist, desto mehr ist man für seinen Sinn selbst verantwortlich, man möchte ja die Depression in Schach halten.... !! Ich bin recht unorganisiert und fühle mich irgendwie auf eine Struktur angewiesen. Andererseits wäre eine Vollberentung -vorausgesetzt man bekommt sie überhaupt- für 2 Jahre die Herausforderung schlechthin, indem man sich besser organisieren und selbstwahrnehmen lernen kann, Sinn z.B. durch ein Ehrenamt ohne Druck, mit Dankbarkeit als Lohn, und nebenbei kann man Medikamente reduzieren, ohne auf einen weiteren Zusammenbruch auf der Arbeit durch unvorhersehbare Wellen zusteuern zu müssen. Ich bewundere jeden hier, der EU-Rente bekommt aufgrund einer eigenen bewussten Entscheidung ! Dafür braucht man auch ganz schön viel eigene Mitte meiner Meinung nach.

Es sind viele Gedanken, innere Konflikte, ich weiß nicht was richtig ist. Vielleicht erkennt sich jemand in solchen Gedanken wieder, vielleicht kann mir jemand den Horizont etwas erweitern oder hat Impulse ?

Vielen Dank
Gruß Daniel
18 bis 35 Jahre (1997-2014)
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Seit mitte 2015 nur noch Escitalopram, + 200mg Lamotrigin seit mitte 2018
2014-2016 20mg, dann innerhalb 5 Monaten auf 10mg reduziert in 2 Schritten (Neurologin macht 5er-Schritte)
an die Symptome kann ich mich leider nicht mehr erinnern. Weiß aber, dass ich Ende 2016 mal einen kurzen, stark depressiven Schub hatte, der ging nur 1 Woche. Hab da nur ein paarmal Tavor eingeworfen.
2017-2018 10mg, dann kurze schwere Episode, in 2 Wochen auf 20mg aufdosiert + erstmalig Einschleichen von 200mg Lamotrigin (neuer Versuch Phasenprophylaxe)
10.2018-03.2019 Absetzversuch, in 5 Monaten "ausgeschlichen" von 20mg auf 0mg, Aggression, Reizbarkeit über die ganze Zeit, kein rationelles Denken mehr möglich, Taubheitsgefühl im Kopf prefrontal, dann starke Unruhe, Überforderung mit allem, Angst und Panik, Kontrollverlust, Tavor, Akutklinik.
(40 Jahre, happy birthday)
05.2019: von 0 auf 10mg, Tavor nach Bedarf, taubes Gefühl und Kribbeln hinter der Stirn
06.2019: von 10mg auf 20mg (in der Klinik), nach diesem schlagartigen Aufdosieren starkes Pulsieren im Kopf, Taubheitsgefühl. Das ging ca. 1 Woche. Dann wieder langsam immer mehr Gefühlsverflachung, Antrieb, Tatendrang, Zombie, Entlassung
08.2019: von 20mg auf 15mg Müdigkeit, starker Antrieb lässt nach. Tatendrang und Ideen gehen wieder zurück und es fühlt sich besser an. Kognitiv funktioniert einigermaßen. Wenig Energie. Tagesform schwankt oft zw. Reizbarkeit und Harmoniebedürfnis. Selbsteinschätzung geht täglich hin und her zw. "Packen wir's wieder an" und "nein, Arbeiten geht so nicht bzw. will ich auch nicht, weil es auf Pump als halber Zombie weitergehen wird, wie all die letzten Jahre", mit dem Unterschied, dass mir inzwischen alle Nerven fehlen und ich mich bei geringstem Stressaufkommen wahrscheinlich gleich wieder einweisen lassen kann. Mit den 15mg ansonsten bisher Feeling recht stabil
seit 23.11.19: häufiges Weinen, Melancholie, wenig Antrieb/Motivation. Abwarten, Dosis 15mg beibehalten.

Rosenrot
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Re: Danson: Vorstellung ! Escitalopram Entzug

Beitrag von Rosenrot » Montag, 25.11.19, 18:38

Hallo Daniel, :)

es tut mir leid, dass du zur Zeit unter Absetzbeschwerden leidest.

14 Wochen nach so einem großen Absetzschritt Probleme zu bekommen, ist nicht ungewöhnlich. Ich habe es selbst mit Escitalopram so erlebt. Da ist leider so tückisch.

Eventuell macht es Sinn, eine kleine Menge (vielleicht 0,2 mg?) wieder aufzudosieren. Falls die Symptome zu arg sind. Aber Vorsicht: Jedes Auf- oder Abdosieren belastet das Zentrale Nervensystem zusätzlich und verlängert u.U. die gesamte Absetzdauer.

Heilung findet in jedem Moment statt, unabhängig von Wellen/Symptomen. Es ist sogar so, dass Symptome als Bemühungen des Systems, sich zu regulieren, anzusehen sind.

Leider ist es auch so, dass sich der wirksame Bereich in der unteren mg-Dosis befindet. Dadurch kann das Absetzen zum Ende hin schwierig werden. Dies im Hinblick auf eine mögliche Arbeits(-un)fähigkeit.

Ich finde es schön, dass du den Sinn des Lebens von einer Erwerbsarbeit abkoppelst. Sie kann sinnstiftend sein, muss es aber nicht in jedem Fall. Ich würde auch gerne ehrenamtlich arbeiten, es geht zur Zeit leider nicht.

Ich wünsche dir gute Besserung!
LG Rosenrot
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Straycat
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Re: Danson: Vorstellung ! Escitalopram Entzug

Beitrag von Straycat » Montag, 25.11.19, 19:01

Hallo Daniel,

ob du dich berenten lassen willst oder nicht, ist eine sehr persönliche Entscheidung. Deswegen will ich dir da gar nicht zu irgendetwas "raten".
Ich kann dir nur berichten, dass ich nach einem halbjährigen Krankenstand (nachdem ich durch das zu schnelle Reduzieren von Escitalopram in den protrahierten Entzug gerutscht war) wieder in meine Arbeit zurückgekehrt bin. Meine Arbeit ist für mich definitiv nicht die sinnerfüllende Tätigkeit schlechthin - aber sie bringt Routine in mein Leben, die mir sehr gut tut (Und außerdem lässt sie mich meine Rechnungen bezahlen ;-))
Ich denke man kann Sinn auch überall anders finden und muss das nicht unbedingt in der Arbeit haben. Die wenigsten Menschen finden in der Arbeit wirklich den Sinn, den sie suchen - aber ich glaube, vielen denken, dass es so ist und leben dann quasi nur noch für die Arbeit.
Mit deinen Ausführungen zu unserer Gesellschaft im Allgemeinen gebe ich dir vollkommen recht. Mich befremdet dieser allgegenwärtige Leistungsgedanke auch oft.

Die Entscheidung, wie du weiter vorgehst, liegt natürlich nur bei dir allein. Aber einen gewissen geregelten Alltag zu haben kann - insbesondere bei wiederkehrenden Depressionen - schon auch sinnvoll sein (das ist jetzt nur meine Betrachtung aus meiner persönlichen Situation heraus). Wichtig ist dabei nur, dass du dir, wenn es dir wirklich schlecht geht, eine Auszeit in Form von Krankenstand nehmen kannst.

Liebe Grüße,
Cat
ursprüngliche Symptome ca. 2004: Weinen ohne Grund, grundlose Hoffnungslosigkeit, keine Motivation für irgendwas
neue Symptome (seit Frühling 2017): Panikattacken, Muskelschmerzen und chronische Verspannungen (vermutlich protrahierte Entzugssymptome vom zu schnellen Absetzen von Escitalopram)
Diagnose: rezidive Depression (2006)
Psychotherapie (verschiedene Typen) seit 2004
Escitalopram 2007-2016 zu schnell abgesetzt, danach immer wieder Panikattacken, Unruhezustände und starke Muskelschmerzen/Verspannungen (orthopädisch abgeklärt und o.B.)
vorübergehend auch Lamotrigin , Aripiprazol , Trazodon, Bupropion - alles wieder abgesetzt
Venlafaxin - aktuelles Absetzen seit 04/2018 (wurde aufgrund von Panikattacken - die ich aber mittlerweile eher als protrahiertes Entzugssymptom von Escitalopram sehe - verschrieben)
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Re: Danson: Vorstellung ! Escitalopram Entzug

Beitrag von Melina 17 » Dienstag, 26.11.19, 15:37

Hi Daniel,

also ich kann dir nur aus meiner Erfahrung sagen, daß für mich damals die Rente absolut erlösend war. Wobei ich auch Angst vor diesem Schritt wie du hatte. Ich war damals sehr mit Arbeit beschäftigt, obwohl sie durch den Streß und der Kontakt mit Giftstoffen sehr zu meinem schlechten Befinden beitrugen..

Ich hatte Angst, in ein Loch zu fallen, und was macht man denn dann den ganzen Tag??? Ich lernte damals aber eine Freundin kennen, die schon in Rente war und anders als befürchtet, ging es mir von Anfang an der Rente super. Ich hab mich unglaublich entlastet gefühlt und hab es einfach nur genossen, einfach im Cafe zu sitzen oder spazierenzugehen. Ich muß aber dazu sagen, daß ich noch nie besondere Erfüllung in Arbeit gesehen habe, in jungen Jahren war ich in der Punkszene, da hält man von sowas gar nix und irgendwie hab ich auch immer noch diese Einstellung.

Eine "Aufgabe" zu haben ist aber für die Seele wohl sehr förderlich, und meine kam direkt damals, weil die Hündin von mir und meinem Exfreund schwanger war, ich befaßte mich also die nächsten Wochen und Monate damit die kleinen zu betreuen und 8 Monate später "erbte" ich Mutter samt einem Kind, weil mein Ex sich umbrachte. Und da die junge Hündin eher schwierig war, hatte ich damit auch genug zu tun. (nebenbei bin ich sofort, nachdem die Rente unbefristet war auf 400 Euro-Basis arbeiten gegangen, was ich bis heute tue)

Ob und wie du diesen Schritt jetzt gehst, ist aber natürlich allein deine Entscheidung (und die der Ärzte und Gutachter, das soll heute nicht mehr so leicht sein wie damals). Zurück in die Berufswelt kannst aber auch allemal, von daher ist da kein Risiko.

Was ich bei dir aber am meisten raushöre, ist eine gewisse Unsicherheit. Du scheinst dir selbst und deinen Entscheidungen (noch) nicht so richtig zu vertrauen. Das solltest du aber, das ist wichtig. Und es gibt im Leben keine "falschen" Entscheidungen....klar sagt man sich manchmal später, hm, das würd ich heute vielleicht anders machen, aber meistens macht es irgendeinen Sinn, wenn man erstmal den Weg geht, für den man sich erst mal entschieden hat (das erschließt sich einem oft erst rückblickend). Und die wenigsten Entscheidungen sind komplett irreversibel, von daher nur Mut! Und auch "Fehler" gehören im Leben absolut dazu, aus ihnen lernen wir oft mehr als aus unseren Erfolgen, also eigentlich gibt es keine "Fehler", letztens ist alles nur Erfahrung, und jede Erfahrung ist etwas wert.

Wenn ich dir also was "raten" sollte, dann solltest du gucken, daß du irgendwas findest, was dich selbstsicherer macht. Ich halte viel davon, Entscheidungen aus dem Bauch zu treffen, hoch einfach in dich hinein, was sich momentan für dich stimmiger anfühlt und wie gesagt, Entscheidungen müssen auch nicht für die Ewigkeit sein.

Darf ich dich mal fragen, wie du so den Kontakt zu dir selber einschätzt? Magst du dich selber?

Und der Entzug gestaltet sich wie gesagt sehr individuell, du kannst da jetzt Symptome haben, die können morgen aber auch schon wieder weg sein. Auch da solltest du ein "Bauchgefühl" entwickeln, wie du weiter vorgehst.

Ich wünsch dir erstmal was, ich höre bei dir viele gute Anlagen heraus, du scheinst intelligent und sehr sensibel zu sein, das wird dir helfen!

Lieeb grüße

Melina
1994 erste Einnahme Doxepin ca 5mg zum Schlafen
1996-1997 Doxepin 20mg, Absetzen problemlos, jedoch ein Jahr gedauert, bis ich mich wieder wie "ich selbst" fühlte
Herbst 2004 erneute Einnahme von Doxepin wegen schwerer depri, raufdosiert auf 100mg
Frühling 2005 Abdosieren von Doxepin, Einschleichen von Citalopram ca 30mg
Frühling 2006 abruptes Absetzen von Citalopram, nach 4 Wochen extreme Depri, wieder Einnnahme; paar Wochen später Ausschleichen über ca 4 Wochen, nach drei Monaten schwere Depri
immer mal wieder Reduktion versucht, kam auch mal bis ca 7,5 mg, aber immer wieder depri, im Lauf der jahre Einnahme zwischen 10 und 40 mg (auch zwischendurch escitalopram)
ca Mai 2018 nach wasserlösmethode in 10% über 4 Wochen von 15 auf 7 mg reduziert, dann instabil geworden, wieder auf 10 mg hochgegangen
09.09.18 auf 9 mg Citalopram reduziert
17.09. zusätzlich 6 bzw 12 mg Doxepin abends zum schlafen (brauch ich oft im Herbst)
ca Anfang Oktober 2018 gleichmäßige Einnahme Doxepin 12,5 mg
24.10.18 8mg Citalopram
24.11.18 ca 7,5 mg
22.12.18 7 mg Citalopram, Doxepin nur noch bei Bedarf (entweder 6,25 oder 12,5 mg)
18.01.19 ca 6,5 mg Citalopram
11.02. 6,4 mg Citalopram
18.02. 6,3 mg
20.02. 6,0 mg
23.03. 5,7 mg
18.04. 5,3 mg
17.05. 5,7 mg (wegen Urlaub. erhoffte bessere Laune)
23.05. 6,0 mg (wegen Ängste im Urlaub)
29.05.5,7 mg (erhoffte positive Wirkung nicht stattgefunden, stattdessen eher weniger Genußfähigkeit)
zwischen 21.05 und 13.06 abends 6,25 bzw 12,5 mg Doxepin, einmal auch wegen starker Ängste 2 mg Tavor und ca 30 mg Doxepin
16.06. 5,3 mg
21.06. 5 mg
19.07. 4,7 mg
20.08. 4,3 mg
11. bis 15.09 12,5 bis 18,75 mg Doxepin (verreist)
16.09. 4,2 mg Citalopram
20.09. 4,0 m
ab ca Anfang Oktober sehr unregelmäßig 12,5 mg Doxepin zum schlafen
10.10.3,8 mg Citalopram
01.11. 3,6 mg
13. 11. erstmalig 25 mg Doxepin zum schlafen (Dosiserhöhung wegen Wirkverflachung)
22.11. 3,4 mg Citalopram

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