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Nesch: Paroxetin ausschleichen

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Nesch
Beiträge: 0
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Nesch: Paroxetin ausschleichen

Beitrag von Nesch »

Hallo Zusammen,

ich schleiche mittlerweile Paroxetin seit weit über einem Jahr langsam aus.
Insgesamt nehme ich das Medikament nun fast 10 Jahre :? Leider, denn hätte ich es damals schon herausgefunden, dass man es ganz langsam ausschleichen muss und mir nicht alle Ärzte gesagt man könne es einfach absetzen, wäre ich wahrscheinlich schon viele Jahre davon weg :/

Meine ursprüngliche Erkrankung (Panikattacken, Angststörung) hat man damals in Zusammenhang mit meiner starken Unterfunktion der Schilddrüse gebracht. Jedoch sind mir nach und nach noch weitere Faktoren aufgefallen die es damals bei mir begünstigt haben könnten: lange Diät mit sehr niedriger Kalorienaufnahme und Vitamin B12 Mangel. Schlussendlich werde ich es wohl nie wissen, aber was ich irgendwann begriff, die Symptome die beim Absetzen bekam hatten so gar nichts mit meiner Grunderkrankung zu tun
:
Herzstechen, Bluthochdruck, erhöhter Puls, Magen-Darm-Probleme, Zittern, Übelkeit, Muskelschwäche, Stimmungsschwankungen, Gefühl von Sinnlosigkeit, Sorgen, Schlafstörungen, intensive Träume, Hyperaktivität des Gehirns, Sehstörungen, Schwanken/Geichgewichtsstörungen, Aussetzer und vieles mehr was ich schon gar nicht mehr zusammenbekomme. Manchmal war sogar tageweise das Sprachzentrum betroffen mit Wortfindungsstörung, verwechseln von Begrifflichkeiten die sich ähneln (zb reimen wie zb Schwert und Pferd).

Mittlerweile bin ich bei 2,5mg (Paroxetin Tropfen mit Wasser vermischt und über den Dreisatz dosiert).
Ich hoffe, dass ich auch noch die letzten 2,5mg in diesem Jahr schaffe. Bisher hatte sich nach jedem Absetzschritt mein Körper/Psyche langsam wieder eingependelt und nach dem Schritt von 4 auf 3mg habe ich mir auch mal eine Pause gegönnt, da es auf Dauer doch sehr zermürbend und anstrengend ist.

Ich hoffe hier einfach auf ein bisschen Austausch, Erfahrungsberichte und Tipps :) Natürlich hoffe ich auch, dass ich viell irgendwann an dem Punkt bin, und mit meinen eigenem Erfahrungsbericht anderen Mut machen kann :)

LG
Nesch
Zuletzt geändert von Jamie am 21.03.2019 13:47, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Absätze zur besseren Lesbarkeit eingefügt, Titel ergänzt
-2009 Sommer von jetzt auf gleich Panikattacken, Angststörung
-2009 Herbst Diagnose Schilddrüsenunterfunktion TSH von 14
-2009 Winter Einschleichen L-Thyroxin (Schilddrüsenhormon) brachte nur sehr langsame Besserung, Verschreibung Paroxetin 20mg
- längere Zeit Paroxetin 20mg genommen, irgendwann auf 10mg runtergegangen
- zwei Absetzversuche von 10mg auf 0mg (laut Arzt kein Problem) Vollkatastrophe: Magen-Darm durchgedreht, binnen zwei Wochen starke Angststörung, wieder begonnen mit Einnahme, laut Arzt soll ich es einfach weiter nehmen
- 2017 Sommer Versuch des Wechsels von Paroxetin auf Citalopram - wieder dreht Magen-Darm durch, Essen sowie Trinken blieb nicht im Körper, binnen 3 Tagen dehydriert, 7kg abgenommen, Versuch abgebrochen, wieder 10mg
- Januar 2018 abseits von meiner Ärztin informiert und für das langsame Ausschleichen entschieden: 7,5mg kaum Symptome
- Juli 2018 Herabsetzung auf 5mg,starke Symptome für 2 Monate, aber keine Angststörung o Panikattacken
- September 2018 4mg leichte Symptome
- November 2018 3mg, starke Symptome, Schritt war zu groß aber durchgehalten, langsame Besserung
- März 2019 Symptome komplett abgeklungen, ca 1 Monat Pause gemacht, nun 2,5mg und nur geringfügige, ertragbare Symptome


Sonstige Medikamente, NEM:
- L-Thyroxin 125mg, TSH 0,4 stabil
- Vitamin D und K2
- Magnesium tägl. mind. 300mg
- Vitamin B Komplex

Sonstige Veränderungen zur Unterstützung:
- kein Schichtdienst mehr
- regelmäßiger Alltag (Sport, Chor, Freunde treffen)
- tägliche Spaziergängen mit dem Hund
- einmal die Woche Sport
- weniger Zucker, mehr Gemüse
- tägliches Meditieren seit Februar 2019
- ausreichender Schlaf von mind 7 Std täglich
- Einschränkung digitaler Konsum, Fernsehen und Co
Bruno
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Re: Nesch: Paroxetin ausschleichen

Beitrag von Bruno »

Hallo Nesch
Herzlich willkommen hier im Forum.
Im unterem Dosisbereich sollte mann besonders vorsichtig und langsam vorgehen.
Aus eigener Erfahrung empfehle ich Dir ab jetzt noch kleinschrittiger zu dosieren.
Lass Dir ruhig zwei Jahre Zeit oder länger.
Ich wünsche Dir fiel Kraft und Durchhaltevermögen.
Mit freundlichen Grüßen

Bruno
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Baesle von baden
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Re: Nesch: Paroxetin ausschleichen

Beitrag von Baesle von baden »

hallo nesch

herzlich willkommen bei den paroxetinern
wow wieweit unten du bist der hammer
glückwunsch

lg beate
Alles weg , ganze signatur weil ich es einfach nicht geblickt habe

wollte weiterschreiben absenden und wusch weg

werde wieder eine anlegen leider werde ich nicht von vorne anfangen
da ich mir sowas nicht bis ins detail merken kann
lg
-------------------------------
seit august 2003 Angst panikprobleme durch sehr viele todesfälle in der familie

alles weitere folgt................


seit 23.3.19 25mg Paroxetin blutabnahme am 1.4., paroxetinspiegel 89 juhuu grüner bereich
5.04.19 schlaftag nur müde kaputt....tasta kaputt seit14.4 wieder 30mg


mir gehts ganz schlecht 30.4 19 einschläfern beider hunde
----------------------------
18.4.20 hatte schon 2 mal wieder dieses ohnmachtsgefühl ,wie blitz im kopf ,muss dann kopf ablegen und augen zu,kein schönes gefühl deswegen wieder hier immer noch mit 30mg

22.6.21 die letzten monate recht stabil aber immer noch auf 30 mg , solangsam will ich runter ...........
Jamie
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Re: Nesch: Paroxetin ausschleichen

Beitrag von Jamie »

Hallo Nesch,

willkommen im Forum :)

Du bist richtig hier mit deinem Anliegen und dem Lust auf Austausch.
Beteilige dich auch gerne bei den anderen, indem du mal ein gutes Wort da lässt oder einfach mal reinliest. Man merkt schnell, dass man mit all seinen Problemen nicht alleine ist :)

Ich beglückwünsche dich dazu, dass du es bereits so weit runter geschafft hast. :party2:
Das ist wirklich eine Leistung.

Allerdings sind die niedrigen Dosierungen die heikelsten, weil SSRI hier am potentesten wirken.
Das heißt jetzt auf den Schlussmetern ( bzw. -milligramm :roll: :roll: ) solltest du besonders achtsam und auch langsam vorgehen.
Mittlerweile bin ich bei 2,5mg (Paroxetin Tropfen mit Wasser vermischt und über den Dreisatz dosiert).
Ich hoffe, dass ich auch noch die letzten 2,5mg in diesem Jahr schaffe.
Das wird nicht realistisch sein, eher 1,5 - 2 Jahre noch.
Mach dir deinen bisherigen Erfolg nicht zunichte, indem du jetzt am Ende anfängst zu hetzen.
Du würdest dir, wenn das dann schief geht, wirklich locker gesprochen in den Allerwertesten beißen und dir Vorwürfe machen, warum du am Ende so gedrängelt hast, wider alle Vernunft.

Viele Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


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