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doctorxxx: Langzeitfolgen von AD

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doctorxxx
Beiträge: 0
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doctorxxx: Langzeitfolgen von AD

Beitrag von doctorxxx » Samstag, 12.01.19, 9:37

Liebe Community,

Via Signaturanhang habe ich meine Geschichte kurz zusammengefasst. Das letze halbe Jahr war für mich wirklich die Hölle. Vom einen Arzt zum Anderen, die alle nicht helfen können, Untersuchungen, Psychotherapeuten, die meine Geschichte mit den ADs nicht so ganz ernst nehmen wollen und Hypotherapeuten, die auch nichts anderes können als Quasseln. Im Prinzip stimmt es ja, man muss seine Symptome akzeptieren und damit leben, allerdings sind sehr viele Gefühle in mir, die das einfach nicht wahrhaben und nicht so weitermachen wollen. In der Uni zu sitzen und zu lernen fällt mir extrem schwer, der Gedanke, für immer den Magenschmerz (seit 1 Jahr vorhanden und unverändert) aushalten zu müssen bzw. durch Tinnitus, Knopfdruck, Augenbrennen ständig an dieses Medikament erinnert zu werden, ist für mich Folter. Vor allem, da sich kein Stück Verbesserung diesbezüglich einstellt. Schlafen ist sehr problematisch bis gar nicht möglich. Ich habe also diese körperlichen Symptome, welche allerdings massive psychische Probleme auslösen (Gedankenschleifen den ganzen Tag, Hass auf Psychiater und meine Naivität, Angst, mein Leben damit zerstört zu haben, kein Interesse mehr an nichts, halte es kaum aus, mal für längere Zeit Still zu sitzen und sich auf etwas zu konzentrieren, Aggressivität im Umgang mit anderen). Im Nachhinein schäme ich mich oft für mein befremdliches Verhalten, da ich sonst die Fassade eines glücklichen Jungen Mannes immer gut aufrechterhalten konnte aber nun sind meine Gedanken mehr als chaotisch und ich kann kaum zuhören, wenn wer mit mir spricht, weil ich nur auf mein Leid denken kann.


Vielleicht habt Ihr diesbezüglich Tipps oder könnt euch mit gewissen psychischen bzw. somatischen Symptomen ebenfalls identifizieren?!

Lots of Love,
doctorxxx
Zuletzt geändert von padma am Samstag, 12.01.19, 13:18, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel um Benutzername ergänzt und aussagekräftiger gestaltet
Oktober 2017: Depressionen: Umzug in eine neue Stadt, keine Bekannten, soziale Phobie, Probleme mit der Liebe

Dezember 2017: 3 Wochen Cipralex: massive Ängste, Taubheitsgefühl, Panickattacke, innere Leere, Antriebslosigkeit

Jänner und Februar 2018: fliegender Wechsel Sertralin 50mg plus später Trittico (zuerst 75 dann 150mg): Gewichtszunahme, Tinnitus, Stechen in Magen, Antriebslosigkeit

März 2018: fliegender Wechsel Cymbalta 30mg: Feindseligkeit, soziale Ängste, massive Müdigkeit, Interessenlosigkeit

Seit 1.April 2018: Medikamentenfrei: schlapp, müde, augenbrennen, Kopfdruck, Tinnitus, Magenstechen

Bis Anfang Juli: gutes Coping mit den Symptomen, Schafen, Essen/Trinken, Lernen alles normal möglich, nie einen Gedanken mehr an Antidepressiva verschwendet BIS

Juli 2018: Diagnose Tinnitus (wollte ihn nun weghaben) plus Magenstechen UNVERÄNDERT => Ängste, es ein Leben lang ertragen zu müssen => Schlafprobleme, Lernprobleme, Angst vor Sozialisation (das man als verrückt gilt bzw. nur an Symptome denkt und einem alles andere egal ist)

September 2018: Erneuter Sertralinversuch (erhoffte Linderung des Magenstechens) => Erfolglos

Jänner 2019: tagelange schlaflose Nächte, Ängste um die Zukunft, massive Lernbeeinträchtigung , Tinnitus, Kopfdruck, Augenbrennen, Magenstechen

padma
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Re: doctorxxx: Langzeitfolgen von AD

Beitrag von padma » Samstag, 12.01.19, 18:11

hallo Doctorxxx, :)

willkommen im ADFD.

Du hattest ursprünglich eine Depression und all die psychischen und körperlichen Symptome unter denen du jetzt leidest, sind erst unter/nach der Einnahme von Antidepressiva aufgetreten, richtig?

Hier im Forum sind viele Leidensgenossen, die das gleiche im unterschiedlichem Ausmaß durchmachen. Alle diese Symptome sind uns bekannt.

Es tut mir sehr leid, dass du auch davon betroffen bist.

Die Erfahrung, dass Ärzte nicht helfen und man oft nicht ernst genommen wird, machen sehr viele Betroffene hier.

Du hattest diverse AD, alle nicht vertragen und noch dazu "fliegende Wechsel". Du leidest jetzt unter dem, was wir ein gereiztes Nervensystem nennen.

Leider gibt es kein Wundermittel. Die gute Nachricht ist, dass das Gehirn aufgrund der Neuroplastizität in der Lage ist sich selbst zu heilen.
Es braucht Zeit und viel Geduld.

Bei den einzelnen Symptomen kann man schauen, was Linderung verschafft. Tipps sind in dem folgenden Einführungstext verlinkt:



Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander.

Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Bitte lies dich aber zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva ein: Infoartikel: Ausschleichen von Antidepressiva


Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen "Umgang mit dem Entzug" und "Gesundheit". Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruss zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag clicken.

Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln.

Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe dann etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüsse
padma
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor padma für den Beitrag (Insgesamt 2):
mückeUlulu 69
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.01.2019: 0,1 mg :D



Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

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