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Liebe Mitglieder des ADFD-Forums, liebe Interessierte,

Update: wir sind bisher noch nicht zu einer tragfähigen Lösung gekommen und müssen unseren Aufnahmestopp daher leider länger als geplant aufrecht erhalten.

wir mussten uns heute, am 31.03.2019, zu einem gleichermaßen ungewöhnlichen wie einschneidenden Schritt entscheiden.
Wir werden das Forum für ca. 4 Wochen für Neuanmeldungen schließen und damit einen Anmeldestopp verhängen.
Bislang freigeschaltete Mitglieder können das Forum natürlich wie gewohnt nutzen und dort schreiben.

Es tut uns leid für diejenigen, die sich nun gerne anmelden möchten und nicht können, aber aufgrund einer völligen Überlastungssituation sind wir nicht mehr in der Lage noch mehr Mitglieder zu betreuen.
Wir müssen uns in den kommenden Wochen auch überlegen, wie das Forum künftig organisiert werden kann, so dass es fortbestehen kann.
Das Forum wurde in den letzten Wochen geradezu mit Neuanmeldungen geflutet und es ist uns nicht mehr möglich, diese Massen an Anfragen auf Basis unseres ehrenamtlichen Engagements zu bewältigen.

Trotzdem wollen wir keinen von Euch hängen lassen.
Zum einen steht in diesem Forum wirklich alles Relevante, was Ihr wissen müsst, wenn Ihr Eure Psychopharmaka verantwortungsvoll, schonend und nachhaltig absetzen wollt und zum anderen haben wir auch extra noch mal die allerwichtigsten Artikel und Tipps für Euch zusammengestellt.
Nehmt Euren Wunsch, Eure Medikamente auszuschleichen aktiv in die Hand, lest die Infoartikel, wühlt Euch durch die Threads der anderen Betroffenen und erlebt, dass alle im gleichen Boot sitzen, benutzt gerne auch die Suchfunktion... Ihr werdet sehen, so gut wie keine Frage wird unbeantwortet bleiben.

=> Hier sind nochmal häufige Fragen von Neuankömmlingen für Euch beantwortet. <=

Für unsere Bestandsmitglieder und natürlich auch für diejenigen, die an den tiefer gehenden Gründen interessiert sind, weswegen wir den Anmeldestopp verhängt haben, haben wir eine genauere Erklärung verfasst.

Wir danken für Euer Verständnis und erbitten zahlreiches und konstruktives Mitwirken
Das Team des ADFD

Harry29: Absetzsymptome von Quetiapin und Wiedereindosierung nach Monaten

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
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Anikke
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Re: Harry29: zu mir - Kann das Parkinson sein? Hatte jemand ähnliche Symptome, die keine garvierende Krankheit war?

Beitrag von Anikke » Freitag, 19.10.18, 16:18

oh, arianhod, das ist interessant. das wusste ich noch nicht :)
danke.
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Harry29
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Re: Harry29: zu mir - Kann das Parkinson sein? Hatte jemand ähnliche Symptome, die keine garvierende Krankheit war?

Beitrag von Harry29 » Sonntag, 21.10.18, 15:43

Hallo zusammen,

habe in den letzten beiden Nächten Quetiapin gemörsert und jeweils 3 bis 4 mg eingenommen.
Habe keine Nebenwirkungen von der Wiedereinnahme (nach 8 Wochen) verspürt. Ich glaube die Nervenschmerzen sind minimal besser - Vor allem aber die kalten Füße und die Zerfahrenheit im Kopf ist noch da.

In einigen Threads steht, langsames Wiedereinschleichen - genauso wie beim Ausschleichen.
Da ich aber keine Nebenwirkungen von der Wiedereinnahme verspüre und Quetiapin "eh immer nur" gering im Blut bei mir feststellbar war, überlege ich einen Sprung auf 8-10 mg täglich zu machen.

Gibt es hier Erfahrungen, bei denen derartige Sprünge überhaupt nicht empfehlenswert waren oder sogar gefruchtet haben?

(Der Hausarzt meinte natürlich volle 25mg einnehmen - ist ja die kleinste Dosis - Quatsch.... Termin beim Neurologen dauert eben noch an).

Viele Grüße & Dankeschön
Wiedereindosierung + Ausschleichen
19.10.2018: 3mg Quetiapin
20.10.2018: 4mg Quetiapin
21.10.2018: 5mg Quetiapin (+1000 i.E Vitamin D3 alle 2 Tage)
11.11.2018: 7,5mg Quetiapin
30.11.2018: 10mg Quetiapin
25.12.2018: 10mg Quetiapin (+2.000 i.E. Vitamin D3 + Vitamin K2 200 qg + Omega 3 Fettsäuren in Form von Fischöl).
24.03.2019: 10mg Quetiapin (+8.000 i.E. Vitamin D3 + Vitamin K2 200 qg + Omega 3 Fettsäuren in Form von Fischöl+200mg Magnesium).
19.04.2019: 8mg Quetiapin (+~5.000 i.E. Vitamin D3 + Vitamin K2 200 qg + Omega 3 Fettsäuren in Form von Fischöl+ ~200mg Magnesium).
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padma
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Re: Harry29: zu mir - Kann das Parkinson sein? Hatte jemand ähnliche Symptome, die keine garvierende Krankheit war?

Beitrag von padma » Montag, 22.10.18, 18:53

hallo Harry, :)

das ist sehr erfreulich, dass du es noch zu vertragen scheinst. Ich würde noch ein paar Tagen bei den drei bis 4 mg bleiben. Es kann sein, dass sich die positive Wirkung noch verstärkt, auch eine Wiedereindosierung braucht etwas Zeit.

Wobei eine täglich gleiche Dosis wirklich wichtig ist. Wenn du weiterhin zermösern möchtest, benötigst du eine Feinwaage.

Zudem wäre es besser, das Pulver in eine Kapsel zu füllen und dann mit der Kapsel einzunehmen. ( Bei empfindlichen Personen kann es möglicherweise zu Schleimhautreizungen kommen, wenn man zermörserte Tabletten pur einnimmt)

Alternativ kannst du die Wasserlösemethode verwenden.
Gibt es hier Erfahrungen, bei denen derartige Sprünge überhaupt nicht empfehlenswert waren oder sogar gefruchtet haben?
Das ist individuell verschieden. Es kann gut gehen oder auch nicht. Wir raten hier daher lieber immer zu vorsichtigem hochdosieren.
Zudem dosiert man bei grösseren Sprüngen evtl. auf eine zu hohe Dosis, die man gar nicht benötigt.

liebe Grüsse,
padma
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20.4.2019: 0,07 mg



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: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


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Re: Harry29: zu mir - Kann das Parkinson sein? Hatte jemand ähnliche Symptome, die keine garvierende Krankheit war?

Beitrag von Harry29 » Dienstag, 23.10.18, 13:15

padma hat geschrieben:
Montag, 22.10.18, 18:53

das ist sehr erfreulich, dass du es noch zu vertragen scheinst. Ich würde noch ein paar Tagen bei den drei bis 4 mg bleiben. Es kann sein, dass sich die positive Wirkung noch verstärkt, auch eine Wiedereindosierung braucht etwas Zeit.

Wobei eine täglich gleiche Dosis wirklich wichtig ist. Wenn du weiterhin zermösern möchtest, benötigst du eine Feinwaage.

Zudem wäre es besser, das Pulver in eine Kapsel zu füllen und dann mit der Kapsel einzunehmen. ( Bei empfindlichen Personen kann es möglicherweise zu Schleimhautreizungen kommen, wenn man zermörserte Tabletten pur einnimmt)

Alternativ kannst du die Wasserlösemethode verwenden.
Gibt es hier Erfahrungen, bei denen derartige Sprünge überhaupt nicht empfehlenswert waren oder sogar gefruchtet haben?
Das ist individuell verschieden. Es kann gut gehen oder auch nicht. Wir raten hier daher lieber immer zu vorsichtigem hochdosieren.
Zudem dosiert man bei grösseren Sprüngen evtl. auf eine zu hohe Dosis, die man gar nicht benötigt.

liebe Grüsse,
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Hallo padma,

vielen Dank für deine hilfreichen Tipps.

Ich habe folgende Dosierungen in den letzten 4 Nächten durch mörsern und dann über die Wasserlösemethode (wie von Jamie beschrieben) zu mir genommen:

(gemörserte Filmtabletten 25mg, von AbZ - der Hersteller meinte mörsern sei nicht gut. Aber es klang so, als wäre es nur wegen dem Geschmack)

1. Tag 3mg Quetiapin
2. Tag 4mg Quetiapin
3. Tag 6mg Quetiapin
4. Tag 5mg Quetiapin

Ich habe das Gefühl, dass die Nervenschmerzen besser sind. Die Krux ist, ich glaube sie sind auch kurz vor dem Wiedereindosieren nach (8 bis 12 Wochen) rückläufig gewesen - so denke ich es zumindest.

Unverträglichkeiten spüre ich keine vom Quetiapin. Nur diese Zerstreutheit - möchte ich es mal beschreiben - geht nicht weg (früh nach dem Aufstehen ist sie erst einmal beseitigt, wenn ich mich tagsüber manchmal eine halbe Stunde hinlege auch, dann kommt sie aber wieder). Soweit ich mich recht erinnere, begann diese ein paar Tage vor der Wiedereindosierung, weshalb ich eine Nebenwirkung von Quetiapin ausschließe.

Seit heute führe ich ein Tagebuch über meine Beschwerden mit Intensität, damit ich auch sichere Erkenntnisse gewinne. Diese Kopfsache macht mir Angst - Angst, dass ich eine nie dagewesene Psychose bekommen könnte. Deswegen fällt es mir auch schwer, die Füße still zu halten, bezüglich Überlegungen, nicht einfach den Sprung auf 25mg Quetiapin zu machen... :evil:

Leider wird mir klar, dass auch leichte Absetzsymptome bereits von 50mg Quetiapin auf 25mg Quetiapin (in Form von Alpträumen, Schreckhaftigkeit und einmal pro Nacht aufwachen) vorhanden waren. Dieser Schritt ist aber schon 2017 oder Anfang 2018 gewesen - leider habe ich keine Notierungen über meine Medikamenteneinnahme.

Mein Termin beim Neurologen ist jetzt am 26.10.2018 - außer 25mg Quetiapin wird er mir vermutlich auch nichts empfehlen können...

Da ich selbst mittlerweile Parkinson ausschließen kann, wäre es schön, wenn man die Thread-Überschrift auf "Absetzsymptome von Quetiapin und Wiedereindosierung nach Monaten" umändern könnte.

Vielen Dank

Ich möchte an dieser Stelle ein großes Lob vom Herzen an alle Aktiven im adfd-Forum aussprechen. Ihr leistet wirklich eine tolle Arbeit, und das alles in eurer Freizeit. Wenn es dieses Forum nicht gebe, wäre ich schon verzweifelt. Wie einige andere auch. DANKESCHÖN! :)
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Re: Harry29: Absetzsymptome von Quetiapin und Wiedereindosierung nach Monaten

Beitrag von padma » Dienstag, 23.10.18, 18:29

hallo Harry, :)

danke dir für dein Lob fürs Forum. :D

Es wäre wichtig, dass du jetzt auf einer Dosis für mindestens eine Woche, besser zwei, bleibst. Vielleicht auf den 5 mg.

Gut, dass du ein Symptomtagebuch führst.
Diese Kopfsache macht mir Angst - Angst, dass ich eine nie dagewesene Psychose bekommen könnte.
Dass du jetzt eine Psychose bekommst, ist sehr unwahrscheinlich. "Kopfsymptome" sind ein häufiges Absetzsymptom.

liebe Grüsse,
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Re: Harry29: Absetzsymptome von Quetiapin und Wiedereindosierung nach Monaten

Beitrag von Harry29 » Sonntag, 28.10.18, 11:47

Hallo zusammen,

Wiedereindosierung & (Absetz)symptome

ich nehme nun seit 9 Tagen (ab dem 3ten Tag) wieder 5mg Quetiapin über die Wasserlösemethode. Nebenwirkungen spüre ich keine.
Die Nervenschmerzen sind noch vereinzelt vorhanden (waren aber wenige Tage auch vor Medikamenteneinnahme schon abflachend).
Das Gefühl der Zerstreutheit und Matschigkeit im Kopf ist nicht mehr so oft, wenn auch noch täglich mehrere Stunden.
Hatte in letzter Zeit auch öfters so ein Kalt/Heiß laufen im Brust/Kopfbereich, was mir auch aus früheren Tagen gut bekannt ist.

Da ich im November wieder voll ins Studium einsteigen möchte (muss), wollte ich in dieser Woche eine weitere Erhöhung der Dosierung vornehmen – macht hier eine Erhöhung auf 10 mg Sinn oder lieber kleinere Schritte wie 7,5 mg?

Bin derzeit erkältet – spielt das eine wesentliche Rolle für die Erhöhung der Dosierung, wegen evtl. Mehrbelastung des ZNS?

Status quo beim Arzt

Mein Bluttest: B12 Spiegel ist bei 700 (Sollwert mehr als 200 pg/ml)
Vitamin D ist bei 18 (Normwert 20-100) - nehme derzeit Vitamin D in Tropfenform seit wenigen Tagen, alle 2 Tage 2 Tropfen 1000'

Termin beim Neurologen:
Mein Neurologe meinte, ich solle das Quetiapin einfach weglassen, wenn ich es jetzt schon seit 2 bis3 Monaten nicht mehr nehme. Die Absetzsymptome „hat er gehört“ sollen bei Quetiapin sehr hartnäckig sein. Er sprach an, später andere Medikamente als Alternative zu sehen, Lithium etc. :evil: . Leider hat er keine Erfahrungen von Patienten beim Absetzen – na super! :frust:
Derzeit mache ich Gespräche bei einer Psychotherapeutin – es sind derzeit Einschätzungsgespräche, ob Sitzungen (Psychotherapie) bei mir Sinn machen. Ich denke ja, würde aber eine richtige Behandlung erst beginnen, wenn alle Nebenwirkungen wieder weg sind und der Stress an der Uni vertretbar ist, um nicht noch mehrere Baustellen aufzumachen.

Liebe Grüße und einen erholsamen Sonntag wünsche ich allen
Harry

P.S: Bin mittlerweile schon wieder optimistisch (auch wenn sich das ganze ziehen mag) :)
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Harry29
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Re: Harry29: Absetzsymptome von Quetiapin und Wiedereindosierung nach Monaten

Beitrag von Harry29 » Donnerstag, 08.11.18, 18:27

Status Quo & evtl. Dosiserhöhung

Status Quo:
Ich nehme jetzt seit knapp 3 Wochen wieder 5mg Quetiapin ein. Nebenwirkungen verspüre ich dadurch keine. (Evtl. sehr leichtes Zittern/Unruhe – fraglich ob durch Quetiapin)

Nervenschmerzen sind nur noch vereinzelt – waren aber schon vor dem Wiedereindosieren rückläufig.
Die starken kognitiven Probleme sind nach wie vor vorhanden. Vor allem in der Uni, gibt es viele Stunden, bei denen ich mir richtig schwertue, mich zu konzentrieren bzw. zu folgen. Komisch, dass ich früh nach dem Aufstehen und abends kurz vor dem Einschlafen i.d.R. fitter bin – könnte das am Quetiapin liegen?

Ich war knapp 2 Wochen erkältet. Während dieser Zeit gab es einige Tage, an denen ich mich kopfmäßig besser gefühlt habe. Ich kann es mir nicht erklären – vielleicht habe ich mich geistig weniger angestrengt.
Auch wenn ich mich zurzeit gerne öfters zurückziehe, tut es mir gut, viel mit Freunden zu unternehmen (Bergwandertouren, Kino, telefonieren, etc.) auch im Kino oder in der Uni verspüre ich bisher keine Reizüberlastung.

Kalte Füße und Hitzewallungen, welche zwischenzeitlich zurückgingen, sind im Moment wieder etwas vermehrt. Aber noch vertretbar.

Die Vitamin-D-Einnahme (alle 2 Tage 1.000 i.E.) scheint bisher die Symptome nicht zu triggern.

Frage:

Da es im Studium langsam ans Eingemachte geht. Stellt sich die Frage: „Ist es einen Versuch wert, das Quetiapin von 5mg auf 10mg zu erhöhen?“ Außer langsames ausschleichen gibt es keine Nachteile, die daraus entstehen können? (Meine Ansicht)
Die Wahrscheinlichkeit, dass es wie bei Buffy2018 nach der Wiedereinnahme schlechter wird, sehe ich eher gering an, da ich ja schon 3 Wochen wieder 5mg nehme und ich keine Verschlechterung spüre.

Liebe Grüße
Harry
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Harry29
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Re: Harry29: Absetzsymptome von Quetiapin und Wiedereindosierung nach Monaten

Beitrag von Harry29 » Freitag, 09.11.18, 17:34

Aktuell Lage

Irgendwie werde ich diese lästigen kognitiven Einbußen und das komische Gefühl im Kopf nicht los - das ist grausam. :vomit:
Habe eher das Gefühl, dass es sich noch leicht verschlechtert, während die Nervenschmerzen mittlerweile minimal geworden sind.

Kann es sein, dass ich durch die 5mg Quetiapin, weder Verbesserungen noch Verschlechterungen erfahre? Ist es der Versuch wert, das Quetiapin auf 10mg zu erhöhen? :?

Weiß mir momentan nicht zu helfen und werde wieder unruhiger, da sich nichts tut. :(

Danke und liebe Grüße
Harry
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Re: Harry29: Absetzsymptome von Quetiapin und Wiedereindosierung nach Monaten

Beitrag von Ululu 69 » Samstag, 10.11.18, 11:42

Hallo Harry,

du könntest versuchen weiter aufzudosieren.

Auf 10 mg würde ich aber auf keinen Fall gleich gehen. Das entspräche einer Verdoppelung deiner aktuellen Dosis und wäre größer Stress für dein Zentrales Nervensystem.
Ich würde es mit 1 mg mehr versuchen.

Schritt für Schritt, irgendwann greift es sicher und dann hast du eine möglichst geringe Dosis an der Backe.
:)

LG Ute
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Re: Harry29: Absetzsymptome von Quetiapin und Wiedereindosierung nach Monaten

Beitrag von Harry29 » Sonntag, 11.11.18, 18:07

Hallo Ute und vielen lieben Dank für deine Antwort.
Ululu 69 hat geschrieben:
Samstag, 10.11.18, 11:42
Auf 10 mg würde ich aber auf keinen Fall gleich gehen. Das entspräche einer Verdoppelung deiner aktuellen Dosis und wäre größer Stress für dein Zentrales Nervensystem.
Ich würde es mit 1 mg mehr versuchen.

Schritt für Schritt, irgendwann greift es sicher und dann hast du eine möglichst geringe Dosis an der Backe.
:)
Das stimmt. Ich habe zwar an diesem Abend 10 mg Quetiapin genommen, bin aber seit gestern auf 7mg, und möchte auf dieser Dosis nun 7 bis 10 Tage bleiben. Eine Verdopplung ist wirklich ganz schön haarig. Mein ZNS ist im Moment eh noch leicht durch die Erkältung gedrosselt. Werde nun versuchen alle 7 bis 10 Tage um weitere 2mg zu steigern.
1mg wäre vielleicht besser, aber dadurch, dass ich meinen Geist schnellstmöglich zurück brauche, versuche ich es etwas schneller.

Wie ich sehe, nimmst Du auch Quetiapin - du kennst ja die Prozedur, schön langsam. Ich kann nur für Quetiapin sprechen, aber nach so einer langen Einnahme ist das Zeugs echt nicht ohne. :vomit:

Liebe Grüße Harry
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Re: Harry29: Absetzsymptome von Quetiapin und Wiedereindosierung nach Monaten

Beitrag von Quietscheentchen » Sonntag, 11.11.18, 21:24

Hallo Harry,

ich selbst habe keine Erfahrung mit Quetiapin. Aber auch ich dosiere mein AD, Escitalopram, nach drei Monaten ohne wieder ein.

Ich möchte dir sagen, was ich selbst auch gerade lernen muss: Du brauchst Geduld bei der Sache.

Die Dosis schnell zu steigern, wird dich nicht unbedingt schneller von deinen Beschwerden befreien.
Das habe ich am Anfang auch erwartet, geglaubt und gehofft.

Das Medikament bei bestehenden Entzugserscheinungen wieder einzudosieren, vor allem nach längerer Zeit, ist allerdings eine ganz andere Nummer, als einfach "nur" zum ersten mal ein AD zu nehmen

Dein Nervensystem ist durch den Entzug empfindlich und gereizt. Das muss möglichst schonend abgefangen werden und die Zeit solltest du dir auch geben.

Ich denke, es ist sehr verständlich, dass du schnell wieder funktionieren willst. Dein Körper zeigt dir aber, dass das derzeit nicht geht.

Wenn du dir Druck machst, bedeutet das mehr Stress für dein ZNS und das ist für die Stabilisierung kontraproduktiv.

Deshalb kann ich dir nur raten, mach langsam, bleib mal eine ganze Weile auf einer Dosis und gib dem ZNS die Chance, sich daran anzupassen.

Alles Gute und liebe Grüße!
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Harry29
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Re: Harry29: Absetzsymptome von Quetiapin und Wiedereindosierung nach Monaten

Beitrag von Harry29 » Sonntag, 11.11.18, 22:51

Hallo Quietscheentchen,

vielen Dank für die aufmunternden Worte. Da hast Du Recht, wir brauchen Geduld, auch wenn es manchmal schwer ist. :) Die Erfahrenen hier im Forum zeigen es uns - Schritt für Schritt. Ich versuche es, etwas besser in mich hineinzuhorchen und dementsprechend bei geringen Dosissteigerungen mit einem kühlen Kopf zu handeln.

So kleine Erlebnisse in diesen Tagen wie Unwohlsein (sich komisch fühlen) in der Öffentlichkeit, welche ich vor der Medikamenteneinnahme bereits hatte, bringen einen eben zum Nachdenken (Rebound oder nicht, etc. und dementsprechend evtl. doch schneller aufdosieren).

Ich habe soeben in deinem Thread gelesen und wünsche Dir schoneinmal eine Gute Nacht. Dass Du gut schlafen kannst und hoffe, Du kannst die Ängste und Panik bald überwinden.

Mein Gefühl sagt mir, dass du es schaffen kannst und wenn auch die Ziele etwas später erreicht werden, aber auch eine :schnecke: kommt an ihr Ziel. :hug:

Liebe Grüße
Harry
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Quietscheentchen
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Re: Harry29: Absetzsymptome von Quetiapin und Wiedereindosierung nach Monaten

Beitrag von Quietscheentchen » Montag, 12.11.18, 16:54

Hallo Harry,

das ist ja lieb, dass du hier mir noch Mut zusprichst. :hug: Ich predige Geduld und habe sie einfach selbst nicht... :?

Ich kann dir aber ziemlich sicher sagen, dass deine Symptome kein Rückfall sind. Wir zweifeln das alle irgendwann an, aber das ist ganz typisch so im Entzug.

Liebe Grüße
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Re: Harry29: Absetzsymptome von Quetiapin und Wiedereindosierung nach Monaten

Beitrag von Harry29 » Sonntag, 25.11.18, 21:16

Hallo zusammen,
mein aktueller Stand nach Wiedereindosierung:

Verbesserungen:
- Kopfmäßig geht es mir mittlerweile gottseidank wieder besser, wenn auch nicht einwandfrei. Die Wellen bezüglich der Kopfsache sind deutlich kürzer geworden.
- Die Nervenschmerzen sind nahezu verschwunden –selten zwickt es noch.

Verschlechterungen oder noch vorhandene Symptome:
- Eiskalte Füße (auch mit 3 Sockenschichten)
- Geschwächtes Immunsystem: Ich war in den letzten 3 bis 4 Wochen ständig erkältet oder aber an der Grenze zu einer Erkältung.
- Verspannter Nacken seit Monaten (hatte ich gar nicht erwähnt)
- Sehr antriebslos/motivationslos (denke etwas depressiv)
- Teilweise noch sozialer Rückzug (wobei ich mit Freunden gerne etwas unternehme und es mir sehr gut tut)

Das Vitamin D muss ich genauer beobachten – möglicherweise triggert es meine Symptome doch etwas mit Verzug.
Auch habe ich meine Ernährung wie vor Monaten wieder aufgenommen. Darin sind viele gesunde Fette, wie Leinöl, Quinoa etc. enthalten – möglicherweise verhilft mir das Gewohnte auch zur Verbesserung der Symptomatik.

Ich überdenke derzeit eine weitere Erhöhung von aktuell 7,5mg Quetiapin auf 10mg. Wären nochmal 2,5mg wie bei der letzten Erhöhung aber prozentual schon weniger.

Liebe Grüße
Harry
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11.11.2018: 7,5mg Quetiapin
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Re: Harry29: Absetzsymptome von Quetiapin und Wiedereindosierung nach Monaten

Beitrag von Harry29 » Samstag, 08.12.18, 12:04

Hallo zusammen,

nach 2 Wochen gebe ich wieder einen aktuellen Stand zur Wiedereindosierung. Mittlerweile bin ich bei 10 mg Quetiapin angekommen, siehe auch Fußnote. Ich möchte nun nicht weiter steigern.

Verbesserungen/Status quo: :party2:
- Eiskalte Füße sind weniger geworden
- Nervenschmerzen nach wie vor so gut wie verschwunden
- Kopfmäßig geht es nach wie vor noch gut - nicht optimal, aber ich kann damit was anfangen

Symptome die noch im stärkeren Ausmaß vorhanden sind: :vomit:
- Geschwächtes Immunsystem:
habe meine Erkältung etwas verschleppt, weshalb ich derzeit noch auskuriere. (Nehme Wick zum Einreiben, viel Tee und habe auch mal Wick MediNait genommen) - hoffe, dass die Nebenhöhlen nicht noch dazukommen, da ich Medikamente vermeiden möchte, wegen Triggern. Einmal habe ich eine Vitaminmischung genommen, aber die bekam mir anscheinend nicht so gut.
- Verspannter Nacken wird leider noch nicht besser
- Weiterhin sehr antriebs-/motivationslos
- Noch immer sozial etwas zurückgezogen, außer mit Freunden und Familie

Fragen:
Die Antriebslosigkeit/Motivationslosigkeit könnte aus meiner Sicht von dem Wiedereindosieren kommen, sieht das jemand genauso?
Habt ihr Tipps, wie ich wieder zu mehr Motivation kommen kann? Da ich sie für die Uni aktuell dringend gebrauchen könnte, zwecks Abschlussarbeit etc. und nichts geht voran, echt so gut wie nichts...

Habe Einführungstermine bei einer Psychologin gehabt, möchte aber sobald eine Verhaltenstherapie von ihr beantragt und von der Krankenkasse genehmigt wurde, den Therapeut wechseln, da aus meiner Sicht die Chemie nicht stimmt und das für den Erfolg hinderlich ist. Geht das problemlos? Sie meinte, dass das gehen würde. Ich denke, dann muss ich aber sehr lange Wartezeiten in Kauf nehmen? Macht es Sinn ein paar Sitzungen bei Ihr zu machen und zu wechseln, sobald es wo anders frei ist? Welche Tipps habt ihr? Ich kann ja i.d.R. bei Therapeuten nur anrufen... Ob die Chemie stimmt erfahre ich nur in persönlichen Gesprächen, wie finde ich den passenden Therapeuten (ohne 3 bis 4 verschiedene Therapeuten "testen" zu müssen und dementsprechend Zeit zu verlieren)?


Liebe Grüße,
Harry29
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Re: Harry29: Absetzsymptome von Quetiapin und Wiedereindosierung nach Monaten

Beitrag von Ululu 69 » Sonntag, 09.12.18, 15:59

Hallo Harry,

du hast ziemlich schnell eindosiert.
:shock:
Wir empfehlen ein langsameres Vorgehen, weil auch Dosiserhöhungen Stress für dein ZNS sind.
Die Motovations- und Antriebslosigkeit sind in meinen Augen sehr sicher auf die Eindosierung zurückzuführen.
Das sind ja leider auch sehr typische Nebenwirkungen des Quetiapins. Ich kenne das leider auch zur Genüge.
:vomit:
Ich habe leider noch nichts gefunden, was mir da hilft.

Du darfst deinen Therapeuten wechseln, wenn die Chemie nicht stimmt. Es ist nur leider meist sehr schwierig, jemanden zu finden, der zeitnah Termine frei hat.
Ob sichvdeon momentane Therapeutin darauf einlässt, Gespräche mit dir zu führen, bis du jemand neues gefunden hast, weiß ich natürlich nicht, stelle ich mir aber sehr schwierig vor.

LG Ute
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Re: Harry29: Absetzsymptome von Quetiapin und Wiedereindosierung nach Monaten

Beitrag von Harry29 » Sonntag, 09.12.18, 18:33

Hallo Ute,

vielen lieben Dank für deine Antwort.

Ich glaubte, dass 1mg Schritte nicht so viel bewirken, es dauert ja leider oft 2 bis 3 Wochen bis sich kleine Verbesserungen einstellen und noch etwas länger bis sich weitere Verbesserungen hinzugesellen. Da ich jetzt schon 10 Tage auf 10mg bin, ist eine Reduzierung auf die letzte Dosis von 7,5mg vermutlich einfach nur Chaos für mein ZNS ist, weshalb ich jetzt auf 10mg bleiben werde. Leider bin ich schneller als die Empfehlungen vorgegangen. :(

Nach und nach im Laufe der Jahre besserte sich die Motivation bei mir wieder. Aber jetzt ist es quasi, wie als wenn ich das Medikament neu nehmen würde, schon heftig... :vomit: :vomit:

Werde mir nach Möglichkeit kleine Routinen wieder einbauen, immer zur gleichen Zeit aufstehen, früh an der frischen Luft erst einmal eine halbe Stunde laufen und ein paar mal die Woche Sport machen. Am Anfang wird das sehr anstrengend werden, führt aber kein Weg dran vorbei, wenn ich alles über die Bühne bringen möchte und dabei möglichst wenig Stress/Druck für mich aufbauen will.

Meine momentane Therapeutin würde sich darauf einlassen, die ersten Termine mit mir zu machen, weil ich sagte, wenn ich beruflich "demnächst nach meinem Studium" umziehen möchte, wie wäre es dann. Hier stimmt sie zu - aber sie würde sicher erfahren, falls ich in der gleichen Stadt einen Therapeuten nehmen würde? :( Sie hält weder von kompletten Ausschleichen etwas und auch so passt die Chemie überhaupt nicht, weshalb ich vermutlich nicht über alles reden würde. Das ist wieder ein Abwägen, entweder gleich Termine und mit Ihr vorlieb nehmen oder Monate warten bis ich beimrichtigen lande..

Liebe Grüße
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Re: Harry29: Absetzsymptome von Quetiapin und Wiedereindosierung nach Monaten

Beitrag von Jamie » Sonntag, 09.12.18, 18:57

Hallo, :)

ich möchte kurz ergänzen, dass es mein Wissensstand ist, dass man den Therapeuten nur wechseln darf direkt im Anschluss an die probatorischen Sitzungen.
Also diese 5 Probestunden, die man hat, um sich zu beschnuppern und wo evtl klar wird, ob man miteinander kann oder nicht.

Meines Erachtens ist es nicht möglich, dann weiterzumachen und dann sozusagen darauf zu warten, dass jemand anderes frei wird und erneut zu wechseln.
Es kann sein, dass das als Abbruch der Therapie gedeutet wird und dann kann es auch passieren, dass man eine neue Wartefrist auferlegt bekommt, ehe man wieder eine Therapie beantragen darf.

Man möge mich bitte korrigieren, wenn das nicht stimmt.
Ich würde da mal die Krankenkasse anrufen und nachfragen; nicht, dass du dir was verbaust.

Grüße
Jamie
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Re: Harry29: Absetzsymptome von Quetiapin und Wiedereindosierung nach Monaten

Beitrag von Harry29 » Dienstag, 11.12.18, 0:45

Hallo Jamie,

vielen Dank für den Hinweis, ich werde das ganze abklären. Wäre heftig und unnötig, wegen eines solchen Fehlers keine Therapie machen zu können.

Liebe Grüße
Harry
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Re: Harry29: Absetzsymptome von Quetiapin und Wiedereindosierung nach Monaten

Beitrag von Harry29 » Samstag, 22.12.18, 22:09

Hallo zusammen,

wieder ein aktueller Stand zur Wiedereindosierung. Ich bin weiter auf 10 mg Quetiapin.

Status quo:
- Nervenschmerzen nach wie vor so gut wie verschwunden
- Kopfmäßig geht es - nicht optimal, aber ich kann damit was anfangen, wobei ich für die Uni nur langsam vorankomme...

Symptome die noch im stärkeren Ausmaß vorhanden sind:
- Geschwächtes Immunsystem: habe immer noch mit meiner Erkältung (seit über 6 Wochen) zu kämpfen, weshalb ich mich körperlich schone.
- Weiterhin Verspannter Nacken
- Weiterhin sehr antriebs-/motivationslos
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Verschlechterungen:
- Eiskalte Füße sind wieder mehr geworden (ich schiebe das aber erst einmal darauf, dass es mit der Erkältung zu tun hat, weshalb ich natürlich nicht steigern werde)

Für die Uni steht bei mir in den nächsten Monaten sehr viel an. Hier werde ich wohl oder übel versuchen, das "maximale" herauszuholen und hoffe darauf, dass mein Kopf halbwegs mitspielt. Wenn möglich, versuche ich mir auch Auszeiten zu nehmen - was demnächst eben nur beschränkt möglich ist.. :? :)


Liebe Jamie,
ich möchte kurz ergänzen, dass es mein Wissensstand ist, dass man den Therapeuten nur wechseln darf direkt im Anschluss an die probatorischen Sitzungen.
Also diese 5 Probestunden, die man hat, um sich zu beschnuppern und wo evtl klar wird, ob man miteinander kann oder nicht.
auch meine Therapeutin meinte, dass es keinen Sinn machen würde, weshalb ich bei Ihr die Therapie nach den probatorischen Sitzungen beendet habe und mich im neuen Jahr nach einem neuen Therapeuten umschauen werde.


Ich bin über die Feiertage auch aktiv und lese in anderen Threads, werde aber in meinem Thread vermutlich nichts posten, weshalb ich allen hiermit eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Beschluss wünsche und dass das neue Jahr möglichst symptomarm verläuft. :)

Liebe Grüße,
Harry
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