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KarlHeinzUwe2018: Vorstellung und Mirtazapin problem

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Re: KarlHeinzUwe2018: Vorstellung und Mirtazapin problem

Beitrag von Anke13 » Samstag, 20.10.18, 9:31

Hallo, lieber Leidensgenosse,

mir geht es genauso wie Dir und habe Blähbauch und heftige Übelkeit, Brechreiz und stark an Gewicht verloren (Skelett auf 2 Beinen). Kann kaum noch was essen, bin seit langem bettlägerig, meine Beine tragen mich nicht mehr. Habe auch Sozialphobie bekommen. Ich nehme Benzo und AD und ist die Hölle pur. (siehe meine Signatur)

Beschäftige mich schon seit langem mit diesem Problem und habe vieles gelesen auf den englischen Seiten /Foren und dort ist die Problematik bekannt und vielleicht finden wir gemeinsam einen Weg aus diesem :censored:

Möchte Dir Einiges dazu schreiben aber im Moment sitze ich hier mit heftiger Übelkeit (kennst Du ja) und heftigen Darmkrämpfen. :( Ich hoffe, daß es sich im laufe des Tages bessert und werde Dir dann ausführlicher schreiben oder spätestens Morgen. Entschuldige, wenn ich jetzt etwas wirr schreibe aber vielleicht geht es Dir manchmal auch so.

Liebe Grüsse
Anke
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Diagnosen 2014: Endstadium Burnout/Panikattacken /Angstzustände/diverse Traumata

1.Tablette Alprazolam genommen Juni 2014 sofort abhängig nach 1.Tablette !!! (Suchtgedächtnis s.unten)
Warnung: Alprazolam Entzug laut Experten härter als Heroin Entzug !!!
Hochdosisabhängigkeit Alprazolam /Diazepam

Juli-Sept 2014 = Alprazolam 1/2 bis 2 Tabl. täglich (je nach Belastung).
Okt.-Dez.2014 STEIGERUNG auf 2-6 Tabl.täglich.
Januar 2015= 4-7 Tabl täglich!! Seit Febr.2015 Absetzplan nach Ashton Methode.
Febr-Dez.2015 Alprazolam runterdosiert und Substitution Diazepam.
Fehler 1) Entzug zu sehr in die Länge gezogen
Fehler 2) Dosis ständig verändert von 3 Tabl./nächsten Tag 7 Tabl./nächsten Tag 4 Tabl., etc.

2016 Jan-Dez weiter runterdosiert Alprazolam, dafür Diazepam gesteigert FEHLER !

4. Mai 2017 Alprazolam auf 0 alleine geschafft !!!

Dafür leider hängengeblieben auf 40 mg Diazepam/täglich.

Reduziere jetzt Diazepam in 2,5 mg Schritten:
5. Mai 2017 =Diazepam 40 mg
3.August 2017 =37,5 mg
1.September 2017 = 35 mg
6. Oktober 2017 = 32,5 mg
4. November 2017 = 30 mg
4.Dezember 2017 = 27,5 mg
5.März 2018 = 25 mg (Angststörung wird stärker, Reizdarm heftiger, seit Monaten bettlägerig)
13. April 2018 = 22,5 mg
16. Mai 2018 = 20,0 mg (Etappenziel erreicht ! Endlich im Niedrigdosisbereich)
16. Juni 2018 = 18,0 mg - 20 mg (geht mir sehr schlecht, körperlich und psychisch)
18. Sept.2018 = 18 mg
07.Okt.2018 = 16 mg
04.Nov.2018 = 14 mg
Agoraphopie und Sozialphobie neu dazu
Übelkeit und Darmkrämpfe werden heftiger
Neu dazu: Zahnfleisch überall entzündet und Zähne schmerzen (typisches Absetzsymptom)

Grunderkrankung (Angststörung) tritt wieder auf (Panikattacken)
massive Krankheitsängste /diverse Trigger verursachen Angst

03.12.2018 Aufdosierung 0,5 mg (hilft kaum, da in Toleranz) Schreibfehler !
Aufdosiert mit 5 mg Diaz./ Januar 2019 weiter aufdosiert mit 5 mg (also 10 mg insgesamt)
derzeitige Dosis = leider wieder 24 mg Diaz. :( (Ängste jetzt aushaltbar)

Erkrankungen verursacht durch Benzos:
Gallensteine
Magen/Darm Probleme: Übelkeit/Brechreiz/Darmkrämpfe, Gewichtsverlust 12 kg./Diagnose: Reizdarm
diverse Nahrungsunverträglichkeiten
Hautausschlag
Panikstörung: Panikattacke/Hyperventilation jeden Morgen 4 Uhr durch Absetzen

Zusatzmedikation seit 15 Jahren: Amitriptylin (Antidepressiva) 50 mg abends zum Schlafen.
Suchtgedächtnis: 1992-1994 starke Alkoholabhängigkeit und Diazepam bis zu 60 mg pro Tag !
1994 erfolgreicher Entzug in Privatklinik. War seit 20 Jahren clean ! Rückfall Benzo (Alprazolam) 2014.
Trinke keinerlei Alkohol seit 1994 .
"Es ist nicht schlimm, in die falsche Richtung gegangen zu sein, man muss nur den Mut haben umzudrehen" (unbekannt)

Clarissa
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Re: KarlHeinzUwe2018: Vorstellung und Mirtazapin problem

Beitrag von Clarissa » Samstag, 20.10.18, 9:59

Nee, Du, KHU,

das Sammelsurium an Symptomen ist nicht nur in Deinem Kopf!

Mir hat das auch nie einer geglaubt, weder die Ärzte noch mein Umfeld, was für Probleme ich mit den (allen!) Medikamenten hatte.
Die Medikamente wurden mehr und mehr Teil der Probleme, nicht die Lösung.

Zum Trost kann ich nur beitragen, daß sich bei mir nach Null vieles wieder eingehängt hat. Z.B. "Magen-Darm" oder "Herz-Kreislauf". Ich bin Ü60 und lebe ohne alle Medikamente, auch wenn es mir mal nicht 100 % gut geht auf irgendeinem Gebiet. Ich erinnere mich noch genau daran, wie mich z.B. Pantoprazol (einmal eine einzige genommen) oder MCP völlig umgehauen haben - und keiner hat's, wie gesagt, geglaubt.

Alles Gute und VG von Clarissa
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früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:

seit Mai 2015 EU-Rentnerin letztlich wegen der Entzugs/PP-Problematik

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Kaltabsetzen; Erfahrungen auch mit Psychotherapien

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen über 4 Jahre frei von Medikamenten.
NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

Leider nicht symptomfrei.

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Re: KarlHeinzUwe2018: Vorstellung und Mirtazapin problem

Beitrag von KarlHeinzUwe2018 » Samstag, 20.10.18, 11:37

Hallo Anke,

es tut gut das zu hören, das ich nicht alleine bin. DAs war auch der Grund warum ich mich hier angemeldet habe. In meiner schlimmsten Zeit (das war april dieses Jahr) hatte ich nur noch 46kg gewogen und wäre fast gestorben. Aber ich habe gekämpft wie ein Geisteskranker. Ich habe von Mai bis Heute immer mehr zugenommen und bin jetzt bei 58kg (bin 1,84m groß). Aber dank der AD gehts nicht weiter. Immer wenn ich genug esse um zuzunehmen ist der nächste Tag die Hölle, sodass ich immer am schwanken bin zwischen 57 und 58kg. Das ist sehr ermüdend. Aber dann sehe ich meine Mutter und meine Schwester an und denke mir, verdammt, ich darf niemals aufgeben. UNd auch du darfst niemals aufgeben. Ja, es ist grausam. Man kann keine filme mehr anschauen weil alles triggert. Selbst lesen ist hart. Ist ja klar, wenn man den ganzen tag lang übelkeit hat. Aber vor meiner Krankheit war ich stark und da will ich wieder hin. Wir werden das schaffen. Nur wird es halt leider sehr lange dauern, das ist das heimtückische an der krankheit.

DAs schlimme ist, das die Ärzte von Magersucht sprechen. Meine fresse, ich will FETT sein. Nen richtiger Muskelprotz wie vorher. Ich will nicht mager sein. Das hat mir immer am meisten weh getan. Magersucht. Esstörung lass ich mir als begriff gefallen, aber nicth magersucht. Diese ärzte sollen mal versuchen einen Tag so zu leben wie wir, dann würden sie es besser verstehen. Ich danke dir Anke, für deine Worte, das bedeutet mir ne menge. es gibt zwar viele leute mit AD problemen, aber esstörung ist noch mal nen anderes kaliber, wo man sich so allein fühlt.

mfg KHU
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Re: KarlHeinzUwe2018: Vorstellung und Mirtazapin problem

Beitrag von KarlHeinzUwe2018 » Samstag, 20.10.18, 11:44

Hallo Clarissa,

ich bin beeindruckt, mit 60 Jahren noch mal nen zweiten Frühling erarbeitet. Ich bin ja gerade mal 34 und fühl mich wie ein, pardon, alter knacker. Aber ich will natürlich wieder gesund werden und hab auch das gefühl das die medikamente alles chronisch gemacht haben und ja, paradoxe wirkung manchmal auf die medis. den einen tag vertrag ich omeprazol (hab ja leider nen reflux und muss die dinger nehmen) und am nächsten tag kommts mir vor als würde ich sterben. Und der Körper gewöhnt sich einfach an die medis. Heute bin ich 5uhr aufgewacht, dann war die nacht zu ende, trotz mirtazapin. Da fühlt man sich schon etwas getäuscht von den ärzten. Und ja, symptome.......mein lieblingsthema^^. Ich versuche jetzt noch einige tage durchzuhalten, und wenn es dann immernoch nicht besser geworden ist, kann ich wohl davon ausgehen das mirta bei mir nicht mehr wirken und nur noch nebenwirkungen haben. Für den fall hab ich mir schon mal ne Feinwaage und ne nagelpfeile bestellt. Es kommt mir generell so vor als würde ich mich täglich vergiften. Morgens kann ich oft gar nicth aufstehen ohne mir erstmal ne Domperidon reinzuklatschen. Aber auch die verlieren langsam ihre wirkung und die verdauung ist nen krampf (wortwitz beabsichtigt) dank mirta und omeprazol. Immerhin hab ich es geschafft bei omeprazol auf die 10mg dinger auszuweichen. Naja, ich versuchs einfach weiter. muss ja weitergehen.

mfg KHU
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Re: KarlHeinzUwe2018: Vorstellung und Mirtazapin problem

Beitrag von Clarissa » Samstag, 20.10.18, 12:07

Hi, KHU.

Na, Du bist ja (noch?) ordentlich medikamentengläubig!

Ich möchte Dir raten, Dich zu Deinem eigenen Schutz umfassender zu informieren und nicht zu rasch den Medikamenten, gleich welcher Art, auf den Leim zu gehen.

Von Säureblockern halte ich inzwischen gar nichts mehr Lies z.B. hier mal:

https://www.zentrum-der-gesundheit.de/s ... er-ia.html

Wenn Du Dir schon mit 35 J. so viel "reinklatschen" :shock: mußt: wie soll das weiter gehen? Gesund alt wirst Du damit bestimmt nicht. Kleine Warnung von mir. Übernimm Eigenverantwortung :sports: !

VG von Clarissa :wink:
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Re: KarlHeinzUwe2018: Vorstellung und Mirtazapin problem

Beitrag von Towanda1 » Samstag, 20.10.18, 12:18

Hallo KHU,

hier auch noch ein interessanter Artikel zu Säurehemmer: https://www.yamedo.de/blog/antazida-bedenklich-2013/

LG Towanda
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13.12.18 - 7,50 mg Mirtazapin
16.01.19 - 6,70 mg Mirtazapin
15.02.19 - 6,00 mg Mirtazapin
13.03.19 - 5,40 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
1 x wöchentlich Ciprofloxacin C30 5 Globuli
1 x wöchentlich Mirtazapin C30 5 Globuli
3 x tgl. Thyreoidea comp. 3 Globuli


Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere mich haben wollen

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Re: KarlHeinzUwe2018: Vorstellung und Mirtazapin problem

Beitrag von KarlHeinzUwe2018 » Samstag, 20.10.18, 12:25

Hallo Clarissa,

das kam vielleicht missverständlich von mir rüber. Ich kann dir versichern das ich medikamente verabscheue. Mehr als du dir vorstellen kannst. Aber erstens hab ich einen Reflux und zweitens ständige Übelkeit. Ich kämpfe mich so durch den tag und es halt leider so das ich abhängig von dem müll bin. Würde ich von heute auf morgen alles weglassen würde ich keinen bissen runterkriegen. Aber das ziel ist natürlich weg von dem zeug zu kommen. Es mag komisch klingen für dich, aber leider kann omeprazol genauso abhängig machen wie drogen. Und die natürlichen tipps gegen reflux helfen bei mir nicht. Selbst staatlich fachingen hat kaum wirkung. Und Kamillentee vertrage ich nicht mehr. Aber mir ist klar das der reflux nicht das hauptproblem ist, sondern die nebenwirkungen von mirtazapin und omeprazol, daher will ich das zeug auch loswerden. Aber nicht jeder ist so stark wie du einfach mit dem ausschleichen zu beginnen. ES wäre einfacher wenn ich eine eigene wohnung hätte, aber ich wohne noch zuhause. Würde ich zu schnell reduzieren würde meine mutter das mit ansehen müssen. Und das kann ich ihr nicht antun. Aber wenn die 15mg dosis selbst die kommende woche nur nebenwirkungen hat und es nicth besser wird, dann wird ausgeschlichen. die körperliche abhängigkeit von medis ist mit das ekeleregenste was es gibt für mich und ich hatte davor jahrelang NULL medis und war glücklich. Ich weiß also das es möglich ist. Aber mit extremen reizmagen sind halt alle nebenwirkungen noch mal ne andere liga. nichts für ungut, ich weiß ja das du es nicht böse gemeint hast und du hast ja auch wesentlich mehr lebenserfahrung als ich und willst mir jahre des leidens ersparen. Und ja, das weiß ich. wenn ich das zeug nicht loswerde, werde ich nie gesund. ich hatte meinen ärzten zu sehr vertraut. diesen fehler mache ich kein zweites mal.

mfg KHU
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Re: KarlHeinzUwe2018: Vorstellung und Mirtazapin problem

Beitrag von KarlHeinzUwe2018 » Samstag, 20.10.18, 12:37

Hallo Towanda,

danke für den Link. Das säureblocker ungesund weiß ich leider schon. und antazida hab ich sowieso nicht vertragen. Omeprazol hatte ich früher vertragen. mittlerweile nicht mehr, daher versuch ich auch kontinuierlich runterzugehen. Ich habe in der vergangenheit ein paar fehler gemacht, die leider große auswirkungn hatten auf meine gesundheit. da ich die zeit leider nicht zurückdrehen kann, muss ich nach vorne schauen und woche für woche weniger "müll" schlucken. Aber da ich hardgainer bin, muss ich natürlich auch weiterhin versuchen kalorien zusammenzubekommen und das ist schwierig. Die einzigen lebensmittel von denen ich zunehme sind ungesunde lebensmittel die den reflux befeuern...gesunde lebensmittel sind bei mir so als ob da ein loch wäre wo einfach alles reinfällt und verschwindet, es hat null wirkung. ich müsste eigentlich 4000-6000 kalorien pro tag essen um zuzunehmen, aber wer bitteschön frisst soviel am tag? und bei meiner übelkeit würden diese kalorien sowieso nicht lange da bleiben wo sie eigentlich hinsollen...

mfg KHU
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Re: KarlHeinzUwe2018: Vorstellung und Mirtazapin problem

Beitrag von Clarissa » Samstag, 20.10.18, 12:43

Huhu, KHU.

Mit Reflux einschl. dessen Behandlung habe ich mich nicht eingehend befaßt, bin aber überzeugt, daß Reflux als auch Reizmagen lediglich SYMPTOME sind, welche aufmerksam machen wollen: irgendwas im Körper ist nicht im Gleichgewicht. Und dort muß man ansetzen.

Ich glaube Dir, daß Du Medikamente verabscheust, aber nun hast Du sie an der Backe und niemand außer Du selbst kann sie wieder loswerden.

Ich weiß, wie abhängig PPI machen!

Das Absetzen ist nie einfach. Meins auch nicht, im Gegenteil.

Auch hier gilt: Wer etwas will, findet Wege, wer nicht, findet Gründe.

Keinerlei Vorwurf an Dich! Ist ja Dein Leben. Ich meine weder irgendwas böse noch will ich Dich missionieren.

Viel Erfolg und alles Gute!

Clarissa
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Re: KarlHeinzUwe2018: Vorstellung und Mirtazapin problem

Beitrag von KarlHeinzUwe2018 » Samstag, 20.10.18, 12:57

Hallo Clarissa,

Reflux bedeutet das es keinen magenverschluss mehr gibt. Das ist leider kaum zu behandeln. Wenn das Essen drin bleiben soll, hat man nicht viele Möglichkeiten. Die Säure bleibt ohne behandlung nicht im magen, wo sie hingehört, sondern steigt auf. Essen ist dann nicht möglich und krebs kann entstehen. Man hat also nur die Wahl zwischen Pest und Cholera. Allerdings hatte ich es schon mal geschafft ohne PPI auszukommen. Das sind bei mir immer Phasen gewesen wo es besonders schlimm war. Und glaub mir, wenn man wie ich jung ist und alles in ordnung ist und von einem auf den anderen tag ist man in der hölle. da greift man erstmal jeden Strohhalm. Mein Ziel ist, weg von den AD, wenn dann die Übelkeit weg ist auch weg von Domperidon. Und Omeprazol nur noch 2 mal pro Woche. So wäre das Leben wieder lebenswert Aber das geht nicht von heute auf morgen. Aber wenn es losgeht werde ich es natürlich hier reinschreiben. ICh schätze dieser Thread wird in einem Jahr etwas mehr Seiten haben als jetzt.^^

mfg KHU
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Re: KarlHeinzUwe2018: Vorstellung und Mirtazapin problem

Beitrag von Clarissa » Samstag, 20.10.18, 13:13

Na dann: leg los!

Clarissa :wink:

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Re: KarlHeinzUwe2018: Vorstellung und Mirtazapin problem

Beitrag von Anke13 » Samstag, 20.10.18, 13:43

Hallo KHU,

ich danke Dir für Deine Nachricht und kann Dich gut verstehen. Ich kämpfe jeden Tag und manchmal bin ich kurz vor dem Aufgeben, die Schmerzen sind einfach unerträglich und dazu noch der Entzug und kaum Schlaf (alte chinesische Foltermethode). Danke, daß Du mir Mut machst nicht aufzugeben. :group: Du hast recht, alles Mögliche triggert und schlägt mir sozusagen auf den Magen.

Ich hatte von meiner Ärztin Pantoprazol = Omeprazol bekommen und nach der 1.Tablette ging es mir schon grottenschlecht, gleich weg damit. Ich habe viele spezielle Tests machen lassen auf Norovirus,etc. = alles o.k. Dann aufwendige Stuhlprobe in Speziallabor in Herborn (Privatleistung) und kam Reizdarm als Diagnose heraus. Reizdarm gibt es im medizinischen Sinne nicht, ist keine Diagnose. Habe über 20 Jahre lang im Krankenhaus gearbeitet und nun ist meine größte Angst, daß ich ins Krankenhaus muß zur künstlichen Ernährung (paradox oder ?) aber das ist durch meine Sozialphobie und Platzangst. Schaffe gerade mal 800-900 Kalorien am Tag und dadurch bin ich natürlich so geschwächt und bettlägerig.

Habe auch Listen mit histaminarmen Lebensmitteln und vertrage nichts davon ! Liste mit Lebensmitteln bei Reizdarm und vertrage nichts davon. Ich mache mich nicht mehr verrückt mit diesen Listen, ist wie Horoskop, soll auf Alle zutreffen ? Dafür sind wir zu unterschiedlich als Mensch.

Habe Allergien bekommen: Weizen, Fructose, Lactose,etc. und wie Prof. Ashton auch schreibt, sind dies Pseudo -Allergien, die nach dem Entzug wieder verschwinden. Kamillentee soll man tatsächlich nicht trinken also wundere Dich nicht.

Was mir neuerdings etwas hilft bei Übelkeit sind Basilikumblätter aus dem Supermarkt (aber nicht zuviele, gibt Durchfall). Bei Reflux und Magenbrennen mache ich mir eine Paste: Fa.K….Haferflocken Instant Balance. Sie lösen sich sofort im Wasser auf und mache eine dicke Paste daraus und ganz langsam schluckweise trinken oder löffeln.

Für das Zunehmen habe ich einige Kalorienbomben gefunden im Reformhaus aber würde Dir das unter Private Nachricht (PN) schreiben falls Du Interesse hast. Sonst gibt es wieder einen Aufschrei, das soll man nicht essen,etc.

Kann ich im Moment Trigger nicht vertragen psychisch und bin sehr dünnhäutig geworden und S.gefährdet. :cry:

Wollte Dir auf jeden Fall auch schreiben, wir sind nicht alleine und in den großen, englischsprachigen Foren ist das ein häufiges Thema und viele haben so viel Gewicht verloren wie Du und sind wieder gesund geworden.

Ich hatte voher ein schönes Leben, einen gut bezahlten Job und habe alles verloren nur weil ich diese erste Tablette genommen habe im Juni 2014. Und es war meine Entscheidung, kein Arzt hat mir diese Tablette verschrieben und ich muß die Verantwortung dafür tragen und könnte mich jeden Tag ohrfeigen. Nun muß ich das auslöffeln, was ich mir selber eingebrockt habe….

Irgendwie kämpfe ich mich durch Tag für Tag. Was Morgen ist, weiß keiner….

Vielleicht hast Du auch noch Vorschläge für das Zunehmen ?

Liebe Grüsse
Anke
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1.Tablette Alprazolam genommen Juni 2014 sofort abhängig nach 1.Tablette !!! (Suchtgedächtnis s.unten)
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Hochdosisabhängigkeit Alprazolam /Diazepam

Juli-Sept 2014 = Alprazolam 1/2 bis 2 Tabl. täglich (je nach Belastung).
Okt.-Dez.2014 STEIGERUNG auf 2-6 Tabl.täglich.
Januar 2015= 4-7 Tabl täglich!! Seit Febr.2015 Absetzplan nach Ashton Methode.
Febr-Dez.2015 Alprazolam runterdosiert und Substitution Diazepam.
Fehler 1) Entzug zu sehr in die Länge gezogen
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2016 Jan-Dez weiter runterdosiert Alprazolam, dafür Diazepam gesteigert FEHLER !

4. Mai 2017 Alprazolam auf 0 alleine geschafft !!!

Dafür leider hängengeblieben auf 40 mg Diazepam/täglich.

Reduziere jetzt Diazepam in 2,5 mg Schritten:
5. Mai 2017 =Diazepam 40 mg
3.August 2017 =37,5 mg
1.September 2017 = 35 mg
6. Oktober 2017 = 32,5 mg
4. November 2017 = 30 mg
4.Dezember 2017 = 27,5 mg
5.März 2018 = 25 mg (Angststörung wird stärker, Reizdarm heftiger, seit Monaten bettlägerig)
13. April 2018 = 22,5 mg
16. Mai 2018 = 20,0 mg (Etappenziel erreicht ! Endlich im Niedrigdosisbereich)
16. Juni 2018 = 18,0 mg - 20 mg (geht mir sehr schlecht, körperlich und psychisch)
18. Sept.2018 = 18 mg
07.Okt.2018 = 16 mg
04.Nov.2018 = 14 mg
Agoraphopie und Sozialphobie neu dazu
Übelkeit und Darmkrämpfe werden heftiger
Neu dazu: Zahnfleisch überall entzündet und Zähne schmerzen (typisches Absetzsymptom)

Grunderkrankung (Angststörung) tritt wieder auf (Panikattacken)
massive Krankheitsängste /diverse Trigger verursachen Angst

03.12.2018 Aufdosierung 0,5 mg (hilft kaum, da in Toleranz) Schreibfehler !
Aufdosiert mit 5 mg Diaz./ Januar 2019 weiter aufdosiert mit 5 mg (also 10 mg insgesamt)
derzeitige Dosis = leider wieder 24 mg Diaz. :( (Ängste jetzt aushaltbar)

Erkrankungen verursacht durch Benzos:
Gallensteine
Magen/Darm Probleme: Übelkeit/Brechreiz/Darmkrämpfe, Gewichtsverlust 12 kg./Diagnose: Reizdarm
diverse Nahrungsunverträglichkeiten
Hautausschlag
Panikstörung: Panikattacke/Hyperventilation jeden Morgen 4 Uhr durch Absetzen

Zusatzmedikation seit 15 Jahren: Amitriptylin (Antidepressiva) 50 mg abends zum Schlafen.
Suchtgedächtnis: 1992-1994 starke Alkoholabhängigkeit und Diazepam bis zu 60 mg pro Tag !
1994 erfolgreicher Entzug in Privatklinik. War seit 20 Jahren clean ! Rückfall Benzo (Alprazolam) 2014.
Trinke keinerlei Alkohol seit 1994 .
"Es ist nicht schlimm, in die falsche Richtung gegangen zu sein, man muss nur den Mut haben umzudrehen" (unbekannt)

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Re: KarlHeinzUwe2018: Vorstellung und Mirtazapin problem

Beitrag von KarlHeinzUwe2018 » Samstag, 20.10.18, 14:10

Hallo Anke,

das ist echt heftig. Ich hatte mal kurz in den Thread von dir geschaut und gelesen das du SChokolade verträgst. Ich liebe Schokolade und vertrage sie nicht mehr richtig (wird nicth richtig verdaut). Und das mit den Kalorien. Also ich hatte monate gebraucht um meinen Kalorienumsatz zu erhöhen. Was ich festgestellt habe, ist das manchmal blähende sachen sogar helfen. Ich hatte es eine zeit nicht geschafft die 1000 kalorien marke zu übersteigen. Hab dann Spinat mit Kartoffelbrei gegessen und dachte ich hätte ne bowlingkugel verschlucht. Glücklicherweise hat spinat viel kalium wodurch ich es rechtzeitig verdauen konnte. Am nächsten Tag konnte ich dann über 1000 kalorien essen. Der Bauch hat es halt verlernt viel Nahrung zu haben. Ist ein Teufelskreis. ich hänge zur Zeit zwischen 1500 und 2100 kalorien. Immer am schwanken. Ich hoffe das ich bald wenigtens weg komme von den Omeprazol. Die lähmen ja die Verdauung komplett weil die Säure zerstört wird dadurch. Aber das mirtazpin sorgt bei mir für übersäuerung, hat mir natürlich kein arzt vorher gesagt. Und ich war auch mal ein Skelett, sah richtig schlimm aus. Man kommt da wieder raus. Aber der Kampf ist leider unfassbar brutal. Es macht keinen Spaß und ich hab etwas festgestellt. Wenn man zu wenig ist wird einem noch übler, das war ein guter Anreiz für mich weiterzukämpfen.

Also haferflocken hab ich überhaupt nicht vertragen, keine ahnung wieso. Und das mit den Kalorienbomben ist halt so eine Sache. Ich brauch dann immer unfassbar lange zum verdauen. Nahezu alle Kalorienbomben sind gift für den körper. Gerade eben hab ich ne Pizza gegessen. Das wird mir nachher bestimmt wieder leid tun. Aber wenn man so schwer zunimmt ist man einfach am verzweifeln. Klar kannste mir ne PM schicken wegen der Kalorienbombe. Vielleicht ist das ja was, was ich schon getestet habe. Ich hatte ja auch mal astronautenkost getestet, um gottes willen. Mein magen fand das nicht komisch. So ein Reizmagen ist etwas. also das kann man eigentlich niemanden erklären der es nicht selbst hat so wie wir. Aber es muss weitergehen.

Das mit den triggern kenn ich. Ich kann nur noch dokus oder bares für rares im fernsehen anschauen. Alles andere macht mich kaputt, dabei bin ich künstler und liebe filme. Das tut weh. Aber ein weiterer grund weiterzukämpfen. Es ist möglich diesen Kampf zu gewinnen! Du darfst eins nicht vergessen, wenn du ans aufgeben denkst, das bist nicht du die da denkt, sondern die Medikamente. DU willst leben. Wir alle wollen leben. Haben aber halt den fehler gemacht medikamente zu nehmen anstatt die probleme direkt anzugehen. Wir müssen durchhalten.

mfg KHU
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Re: KarlHeinzUwe2018: Vorstellung und Mirtazapin problem

Beitrag von KarlHeinzUwe2018 » Sonntag, 21.10.18, 11:17

Hallo Leute,

heute ist es exakt 2 wochen her, das ich wieder mit 15mg angefangen hab (nachdem ich dummerweise auf ärzte rat auf 30mg hochdosiert habe). Die seit 2 wochen neu aufgetretenen unverträglichkeiten und jeden zweiten tag extreme übelkeit, zusätzlich zu der sowieso schon vorhandenen übelkeit sind immer noch vorhanden. Mir kommt es so vor als ob ich nur noch paradox reagiere auf das mirta. ich fühle mich nach der einnahme auch meist nicht besser. Sofort nach einnahme erhöht sich der bauchdruck. Ich glaube das ich das mirta nicht mehr vertrage. die einen sagen lieber stabilisieren und dann erst ausschleichen und die anderen sagen sofort runterschleichen. Nur wie soll ich mich stabilisieren wenn ich den kalorienumsatz, dank der kaum vorhandenen verdauung dank mirta, nicht erhöhen kann. es ist ja schon seit über einem monat so, das ich zwischen 57 und 58kg schwanke. jedes mal wenn ich einen tag 2000kalorien geschafft habe, dauert die verdauung dessen 2 tage. so kann das ja gar nicht weitergehen. naja. schaun wa mal...

mfg KHU
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Re: KarlHeinzUwe2018: Vorstellung und Mirtazapin problem

Beitrag von lunetta » Sonntag, 21.10.18, 19:34

Hallo!

Was angeblich sehr gut vertragen wird, auch bei HIT und Glutenunverträglichkeit etc. sind Kichererbsen. Haben Kalorien, Ballaststoffe und sind auch noch superlecker.

Man kann sie auch pürieren und als Mus löffeln.

Liebe Anke, hast du dich schon mal bzgl. Stuhltransplantation wegen dem Reizdarm informiert? Ich habe 2 Bekannte, die dadurch von jahrelangem Leid erlöst wurden. 1 hatte morbus crohn, die andere schweres Reizdarnsyndrom.

Ich wünsche euch beiden gute Besserung! LG
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Re: KarlHeinzUwe2018: Vorstellung und Mirtazapin problem

Beitrag von Anke13 » Montag, 22.10.18, 6:10

Liebe Lunetta,

danke Dir für Deine Info mit der Stuhltransplantation. Ich hatte mal im Fernsehen einen Bericht darüber gesehen und würde es auch ggf. machen obwohl der Gedanke doch etwas „komisch“ ist von Jemand anderem…..

Ich führe jeden Tag ein sehr exakten Plan (Muster von Heilpraktikerin bekommen) mit Entzugssymptomen morgens, wie war der Schlaf, wie der Stuhlgang (sehr wichtig) und wann kommen die Darmkrämpfe, gibt es Trigger an dem Tag und wie reagiert der Reizdarm darauf. Was esse ich und wie reagiert der Reizmagen und Reizdarm. Ist zwar sehr mühsam aber es zeigt sich dann ein Muster.

Je weiter ich abdosiere, desto schlimmer wird der Reizdarm und jede Kleinigkeit triggert ihn auch. Deshalb ist meine große Hoffnung, daß ich es schaffe von den Benzos wegzukommen und der Darm sich langsam wieder normalisiert. In Studien, die Prof.Ashton mit Patienten durchgeführt hat nach Ende der Einnahme hat sich bei vielen der Reizdarm gebessert (GABA Rezeptoren Darm) und auch die Nahrungsunverträglichkeiten besserten sich.

Danke für Deine guten Wünsche und auch für Dich alles Gute.
Liebe Grüsse
Anke
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Diagnosen 2014: Endstadium Burnout/Panikattacken /Angstzustände/diverse Traumata

1.Tablette Alprazolam genommen Juni 2014 sofort abhängig nach 1.Tablette !!! (Suchtgedächtnis s.unten)
Warnung: Alprazolam Entzug laut Experten härter als Heroin Entzug !!!
Hochdosisabhängigkeit Alprazolam /Diazepam

Juli-Sept 2014 = Alprazolam 1/2 bis 2 Tabl. täglich (je nach Belastung).
Okt.-Dez.2014 STEIGERUNG auf 2-6 Tabl.täglich.
Januar 2015= 4-7 Tabl täglich!! Seit Febr.2015 Absetzplan nach Ashton Methode.
Febr-Dez.2015 Alprazolam runterdosiert und Substitution Diazepam.
Fehler 1) Entzug zu sehr in die Länge gezogen
Fehler 2) Dosis ständig verändert von 3 Tabl./nächsten Tag 7 Tabl./nächsten Tag 4 Tabl., etc.

2016 Jan-Dez weiter runterdosiert Alprazolam, dafür Diazepam gesteigert FEHLER !

4. Mai 2017 Alprazolam auf 0 alleine geschafft !!!

Dafür leider hängengeblieben auf 40 mg Diazepam/täglich.

Reduziere jetzt Diazepam in 2,5 mg Schritten:
5. Mai 2017 =Diazepam 40 mg
3.August 2017 =37,5 mg
1.September 2017 = 35 mg
6. Oktober 2017 = 32,5 mg
4. November 2017 = 30 mg
4.Dezember 2017 = 27,5 mg
5.März 2018 = 25 mg (Angststörung wird stärker, Reizdarm heftiger, seit Monaten bettlägerig)
13. April 2018 = 22,5 mg
16. Mai 2018 = 20,0 mg (Etappenziel erreicht ! Endlich im Niedrigdosisbereich)
16. Juni 2018 = 18,0 mg - 20 mg (geht mir sehr schlecht, körperlich und psychisch)
18. Sept.2018 = 18 mg
07.Okt.2018 = 16 mg
04.Nov.2018 = 14 mg
Agoraphopie und Sozialphobie neu dazu
Übelkeit und Darmkrämpfe werden heftiger
Neu dazu: Zahnfleisch überall entzündet und Zähne schmerzen (typisches Absetzsymptom)

Grunderkrankung (Angststörung) tritt wieder auf (Panikattacken)
massive Krankheitsängste /diverse Trigger verursachen Angst

03.12.2018 Aufdosierung 0,5 mg (hilft kaum, da in Toleranz) Schreibfehler !
Aufdosiert mit 5 mg Diaz./ Januar 2019 weiter aufdosiert mit 5 mg (also 10 mg insgesamt)
derzeitige Dosis = leider wieder 24 mg Diaz. :( (Ängste jetzt aushaltbar)

Erkrankungen verursacht durch Benzos:
Gallensteine
Magen/Darm Probleme: Übelkeit/Brechreiz/Darmkrämpfe, Gewichtsverlust 12 kg./Diagnose: Reizdarm
diverse Nahrungsunverträglichkeiten
Hautausschlag
Panikstörung: Panikattacke/Hyperventilation jeden Morgen 4 Uhr durch Absetzen

Zusatzmedikation seit 15 Jahren: Amitriptylin (Antidepressiva) 50 mg abends zum Schlafen.
Suchtgedächtnis: 1992-1994 starke Alkoholabhängigkeit und Diazepam bis zu 60 mg pro Tag !
1994 erfolgreicher Entzug in Privatklinik. War seit 20 Jahren clean ! Rückfall Benzo (Alprazolam) 2014.
Trinke keinerlei Alkohol seit 1994 .
"Es ist nicht schlimm, in die falsche Richtung gegangen zu sein, man muss nur den Mut haben umzudrehen" (unbekannt)

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Re: KarlHeinzUwe2018: Vorstellung und Mirtazapin problem

Beitrag von Clarissa » Montag, 22.10.18, 6:26

Hallo, Anke und KHU.

Huch: Stuhltransplantation :vomit: .

Ich bin ebenso wie Anke der Meinung, die Magen-Darm-Probleme sind erst richtig in den Griff zu bekommen, wenn die PP weg sind und der Körper in Ruhe heilen kann.
Also bei mir war das so. Magen-Darm-Probleme mit Gewichtsverlust hatte ich auch, wenn auch nicht so dramatisch wie ihr. Die sind bei mir vollkommen weg. Allerdings achte ich noch immer auf die Ernährung, aber das schränkt mich kaum ein.

Leider scheint jeder seine "Schwachstelle" zu haben - anderes ist bei mir ja noch weiter vorhanden, zum Glück nicht so lebenseinschränkend.

Ein Satz noch zu den Kichererbsen: Ich bekomme von denen, hust, mega Blähungen, richtig schmerzhaft!

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seit Mai 2015 EU-Rentnerin letztlich wegen der Entzugs/PP-Problematik

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Kaltabsetzen; Erfahrungen auch mit Psychotherapien

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen über 4 Jahre frei von Medikamenten.
NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

Leider nicht symptomfrei.

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Re: KarlHeinzUwe2018: Vorstellung und Mirtazapin problem

Beitrag von Luna » Montag, 22.10.18, 7:13

Hallo zusammen
Ich möchte gerne wegen der Kichererbsen widersprechen. Man sollte hier ganz vorsichtig antesten, weil diese nicht immer gut vertragen werden. Wahrscheinlich wegen der Ballaststoffe. In der Fodmaps Liste sind sie in der Roten Liste ab 5 Stück. Hülsenfrüchte werden nicht immer vertragen mit Histaminintoleranz.

Bezüglich der Stuhltransplantation...
Ich habe von einigen gelesen und kenne selbst drei mit Reizdarmsyndrom bei dem das überhaupt nichts gebracht hat. Alle drei hatten danach noch viel mehr Symptome.

Ohne PP und mit schonender und verträglicher Kost, kann man Magen Darm heilen aber auch das kann dauern und durch pp gibt es noch viele andere Baustellen.

Liebe Grüße luna
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(© Franz Schmidberger (*1942)

Die wirksamste Medizin ist die natürliche Heilkraft, die im Inneren eines jeden von uns liegt.
(Hippokrates)

Seit dem 23.7.2015 absolut Medikamentenfrei.
Etwas über 6 Jahre Venlafaxin.Seid 16.7.2014 auf 0
15 Jahre Schlafmittel.Erst Zopiclon 5 Jahre dann Zolpidem 10 Jahre. Seid 23.7.15 auf 0
Ca 3 bis 4 Jahre Pantoprazol eingenommen und im März 2014 kalt abgesetzt.
Kurzzeitig auch andere Medikamente genommen in den 15 Jahren.

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Re: KarlHeinzUwe2018: Vorstellung und Mirtazapin problem

Beitrag von KarlHeinzUwe2018 » Montag, 22.10.18, 8:39

Hallo,

wollte nur mal kurz mitteilen das ich seit der zurückdoiserung auf 15mg (nach der kurzen aufdosierung auf 30mg) vor zwei wochen keinen kamillentee mehr vertrage. Das ist doch wahnsinn. kann mir auch keiner damit kommen das das HI ist. Ich meine, kamillentee. Das ist das beste für den magen, regt die verdauung an und desinfiziert. Wie kann das mirta denn bitteschön sowas hinbekommen? Mein zweiter Vorname ist jetzt wohl "paradox". hab auch noch was anderes rausgefunden. Ich hatte am wochenende mal das omeprazol weggelassen am tag. Mit dem ergebnis das ich magenkrämpfe hatte, was ja auch logisch ist durch den rebound effekt. Aber es war auszuhalten. Aber jetzt kommts. nach einnahme der mirta brauchte ich dann doch omeprazol. Das ansich zeigt ja schon mal in welchem ausmaß das mirta für übersäuerung sorgt. das ist gerade zu lächerlich was die ärzte einem verschreiben und natürlich steht nichts in der packungsbeilage davon. ich kann also omeprazol erst ausschleichen wenn ich vom mirta runter bin. beim mirta muss ich aber wegen der absetzersscheinungen erst mal einigermaßen stabil sein um weiter zu mininmieren. Teufelskreis beschreibt es nicht mal im ansatz. wünsch euch trotzdem einen guten start in die woche. :)

mfg KHU
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Re: KarlHeinzUwe2018: Vorstellung und Mirtazapin problem

Beitrag von Luna » Montag, 22.10.18, 8:58

Hallo KHU

Wenn Kamillentee nicht geht dann kann das auf ein Problem mit Salicylsäure deuten. Diese kommt gerne mit Hi zusammen. Triggert Hi an. Oft wenn zu viel Hi vorhanden.

Bzgl weglassen von Magensäurehemmer...ja der Magen versucht dann wieder Magensäure zu produzieren, weil diese sehr wichtig ist. (Durch Magensäurehemmer kommt es zu einem Mangel und das ist schädlich).
Dabei wird auch Histamin usw stimuliert und wenn schon viel Mastzellen vorhanden dann auch zu viel Histaminausschüttung im Magen möglich. Wenn du dann wieder Mirta nimmst dann spürst du quasi die Abwehr im Magen.
Ja das omep solltest du tatsächlich erst nach Mirtazapin ausschleichen.

Liebe Grüße und alles Gute wünsche ich Dir
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Kurzzeitig auch andere Medikamente genommen in den 15 Jahren.

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