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Update: Die Wiedereröffnung für neue Teilnehmer verzögert sich noch ein wenig. Geplanter Termin ist der 1.8. Das neue Konzept steht aber mittlerweile und wir arbeiten im Hintergrund an der Umsetzung.

Erste Veränderungen in Form zweier neuen Rubriken sind nun eingestellt, Erläuterungen siehe den Artikel über die geplanten Änderungen.


Seit dem 31.03.2019 Ist das Forum für Neuanmeldungen geschlossen. Bislang freigeschaltete Mitglieder können das Forum natürlich wie gewohnt nutzen und dort schreiben.

Es tut uns leid für diejenigen, die sich nun gerne anmelden möchten und nicht können, aber aufgrund einer völligen Überlastungssituation sind wir nicht mehr in der Lage noch mehr Mitglieder zu betreuen. Wir müssen uns in den kommenden Wochen auch überlegen, wie das Forum künftig organisiert werden kann, so dass es fortbestehen kann. Das Forum wurde in den letzten Wochen geradezu mit Neuanmeldungen geflutet und es ist uns nicht mehr möglich, diese Massen an Anfragen auf Basis unseres ehrenamtlichen Engagements zu bewältigen.

Trotzdem wollen wir keinen von Euch hängen lassen.
Zum einen steht in diesem Forum wirklich alles Relevante, was Ihr wissen müsst, wenn Ihr Eure Psychopharmaka verantwortungsvoll, schonend und nachhaltig absetzen wollt und zum anderen haben wir auch extra noch mal die allerwichtigsten Artikel und Tipps für Euch zusammengestellt.
Nehmt Euren Wunsch, Eure Medikamente auszuschleichen aktiv in die Hand, lest die Infoartikel, wühlt Euch durch die Threads der anderen Betroffenen und erlebt, dass alle im gleichen Boot sitzen, benutzt gerne auch die Suchfunktion... Ihr werdet sehen, so gut wie keine Frage wird unbeantwortet bleiben.

=> Hier sind nochmal häufige Fragen von Neuankömmlingen für Euch beantwortet. <=

Für unsere Bestandsmitglieder und natürlich auch für diejenigen, die an den tiefer gehenden Gründen interessiert sind, weswegen wir den Anmeldestopp verhängt haben, haben wir eine genauere Erklärung verfasst.

Wir danken für Euer Verständnis und erbitten zahlreiches und konstruktives Mitwirken
Das Team des ADFD

0816: Zolpidem Entzug mit Diazepan nach 15 Jahren Einnahme

Benzodiazepine können schon nach wenigen Wochen abhängig machen. Der Entzug dieser Medikamente sollte dann langsam und vorsichtig stattfinden.
0816
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Re: 0816: Zolpidem Entzug mit Diazepan nach 15 Jahren Einnahme

Beitrag von 0816 » Mittwoch, 09.01.19, 4:50

Hallo Clarissa,
danke für deine mutmachenden Worte...leider habe ich derzeit keinerlei Idee wie ich mit den Nächten fertigwerden soll. Ich habe eine richtige Angst vor dem Versuch des Einschlafens. Ich kann momentan mein Leben nur aushalten wenn ich mich maximal ablenke mit Dingen, die mich nicht triggern und das sind leider wenige.
Ich werde jetzt wieder versuchen, den Schlafrhytmus so lange nach hinten zu ziehen wie möglich. Heute habe ich den Tag trotz nur 4 Stunden Schlaf zwischen 12 und 16 Uhr halbwegs durchgehalten.
Jetzt versuche ich den Schlaf von Tag zu Tag ein paar Stunden nach hinten zu schieben. Beim letzten Mal hat das funktioniert aber ich merke das mich jeder Reduktionsschritt mehr Mühe kostet und der Schlaf immer schwerer wird.
Wenn das so weitergeht muss ich mich entscheiden, ob es nicht besser ist die 0 jetzt zu erzwingen um die Sache schneller hinter mich zu bringen - jedenfalls benzotechnisch.
Aber ich warte erstmal ab, wie die Rhytmusverschiebung diesmal funktioniert. Das letzte Mal hat es ein-zwei Wochen halbwegs funktioniert.
Ich brauche einfach die absolute Übermüdung um eine Chance zu haben einzuschlafen ohne in meine Gedankenketten zu rutschen. Und die bekomme ich nur wenn ich mindestens 20 Stunden wach war.

Solche Nächte wie die letzt halte ich dauerhaft nicht durch ohne komplett durchzudrehen. Wenn meine Ohrprobleme nicht wären, würde ich wohl versuchen die 0 jetzt zu erzwingen aber das würde Wochen mit sehr wenig Schlaf bedeuten, was sicher zum nächsten Hörsturz führt.

MFG
0816
Psychische Probleme seid Kindesalter mit unterschiedlicher Manifestation. Verschiedene Diagnose wobei ich eigentlich nur eine Angststörung als wirklich treffend ansehe.

Einnahme von Zolpidem als Schlafmittel seit 18. Lebensjahr. Zunächst 5 mg, später 10 mg.
2004 psychischer Zusammenbruch mit traumatischer Psychatrieerfahrung. In Psychatrie hohe Dosen Lorazepam erhalten. Mehrere Jahre Psychotherapie und Versuche mit etlichen Antidepressiva. Antidepressiva haben bei mir weder wirkliche Wirkung gezeigt noch Absetzprobleme bereitet. Letzte Einnahme ca. 2010
Erst ab 2007 wieder halbwegs geregeltes Leben.
Seit 2008 sich verstärkende gesundheitliche Probleme (starke Schleimbildung, starker Tinnitus, Hörsturz, allergische Reaktionen bei Sport bis hin zu allergischem Schock).
2012 im Rahmen von Studienabschluss vom Hausarzt Atosil als weitere Einschlafhilfe erhalten (15 Tropfen).
Seit 2014 deutliche Verschlimmerung des Gesundheitszustandes mit mehreren Hörstürzen und Verschlimmerung der Verschleimungsproblematik.
Seit 2015 Zusammenbruch des geregelten Lebens.
Seit 2016 massive Probleme mit Zolpidemeinnahme nach einmaliger Einnahme einer hohen Dosis (Tagesmüdigkeit, trockene Augen, häufig nur Augenschlitze, verzögertes Wahrnehmungsvermögen, Kopfschmerzen, paradoxe Reaktion auf Zolpidem)
Absetzversuch Zolpidem mit Substitution mit Oxazepam gescheitert, ebenso kalter Entzug aufgrund erneuter Hörstürze in Zusammenhang mit fehlendem Schlaf.

Seit August 2018 Versuch der ambulanten Entzugs über Diazepam. Deutlich bessere Entzugssymptomatik im Gegensatz zu Zolpidem und Oxazepam.

August 2018: 6 mg Diazepam, 10 Tropfen Atosil
September 2018: 5 mg Diazepam, 6 Tropfen Atosil
zur Zeit: 4 mg Diazepam, 3 Tropfen Atosil
seit 9.10.18: 4 mg Diazepam 2 Tropfen Atosil
seit 13.10.18: 4 mg Diazepam, 3 Tropfen Atosil aufgrund neuerlichem Hörsturz und massiven Schlafproblemen.
18.10.18 Aufgrund zwei Nächte kompletter Schlaflosigkeit und extremer Ohrprobleme wieder zurück zu 4 mg Diazepam und 10 Tropfen Atosil
30.10.18 3,5 mg Diazepam, 7 Tropefen Atosil + 3 Bedarf
19.11.18 3,0 mg Diazepam, 7 Tropfen Atosil + 3 Bedarf extreme und Ohrprobrobleme
04.12.18 2,5 mg Diazepam 7 Tropen Atosil
26.12.18 2,0 mg Diazepam 7 Tropfen Atosil
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30.03.19 1,5 mg Diazepam 3 Tropfen Atosil
12.04.19 1,0 mg Diazepam 2 Tropfen Atosil
31.04.19 0,5 mg Diazepam 2 Tropfen Atosil
20.05.19 0 Diazepam 2 Tropfen Atosil --> Ich bin gespannt ob ich es durchhalte

Clarissa
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Re: 0816: Zolpidem Entzug mit Diazepan nach 15 Jahren Einnahme

Beitrag von Clarissa » Mittwoch, 09.01.19, 6:43

Guten Morgen, 0816.

Ich habe viele solcher Nächte hinter mir und bin nicht "komplett durchgedreht". Mir war nichtmal ein Tagesschlaf vergönnt. Komplett durchgedreht bedeutet für mich: geschlossene Psychiatrie. Das ist keine Lösung.

Nach Überfliegen Deines Threads halte ich es für möglich, daß viele Deiner gesundheitlichen Probleme medikamentenbedingt sind. Medikamente als Teil des Problems.

Ich hoffe, Du findest einen akzeptablen Weg für Dich.

Alles Gute und VG von Clarissa.

0816
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Re: 0816: Zolpidem Entzug mit Diazepan nach 15 Jahren Einnahme

Beitrag von 0816 » Sonntag, 13.01.19, 0:18

Hallo,
ich bin momentan absolut im Tagesschlafrhytmus gefangen, weil es mir momentan nicht gelingt morgens lange genug aufzubleiben. Seltsamerweise schlafe ich Vormittags sehr viel besser ein als wenn ich versuche früh aufzustehen und nachts zu schlafen.

Heute habe ich sogar eine seltsame Erfahrung gemacht....ich nehme die Diazepamdosis regelmäßig spätabends (22-24 Uhr) und dann Atosil vorm schlafengehen. Atosil nehme ich gelöst in einem Schlaftee. Heute Vormittag bin ich allerdings tatsächlich eingeschlafen ohne den noch heißen Tee mit Atosil überhaupt getrunken zu haben. Trotzdem habe ich für mich sehr gute 7 Stunden geschlafen.
Das macht einerseits Hoffnung, weil die schlaffördernde Wirkung von Atosil offensichtlich mehr psychosomatisch ist und nicht wirklich organisch.
Andererseits frage ich mich wieder ob ich Atosil einfach so rausschmeißen sollte, ohne weiter auszuschleichen, weil ich keine besonderen Entzugserscheinungen in Bezug auf das Medikament bemerke, aber hoffe, dass einige meiner gesundheitlichen Probleme unter Umständen mit dem Atosil zutun haben können, weil ein zeitlicher Zusammenhang zwischen der Atosileinnahme und der Verstärkung der Hör- und Verschleimungsproblematik besthet. Ich werde es wohl trotzdem weiternehmen bis die Diazepam draußen sind um mögliche Nebenwirkungen isolieren zu können obwohl ich emotional dazu tendieren würde die einmalige Erfahrung dazu zu nutzen das Atosil kalt rauszuwerfen.

Leider sind meine Gedankenschleifen die letzten Tage wieder ganz schlimm und mir fehlen mögliche Gesprächspartner sehr. Bis zum Beginn des ambulanten betreuten Wohnens dauert es ja noch mindestens bis März. Ich habe momentan kein Mittel schädliche Gedankenketten zu unterbinden. Mein Leben bietet einfach keinen Anhaltspunkt um Hoffnung zu fassen. Ich weiß, dass ich selbst bei einem erfolgreichen Entzug keine Zukunft habe und mein Leben von vorne bis hinten verpfuscht ist ohne eine realistische Chance zu haben jemals soetwas wie Zufriedenheit zu empfinden. Ich kann rational einfach nicht fassen wie mein Leben sich so entwickeln konnte. Ich habe das Gefühl, dass ich dauerhaft immer falsche Entscheidungen getroffen habe und trauere der Zeit nach als ich allein aufgrund von psychischen Problemen Jahre verschwendet habe, obwohl ich körperlich noch alles konnte und etwas aus meinem Leben hätte machen konnt, aber die traumatische Psychatrieerfahrung hat mich einfach zu sehr gelähmt.
Heute sehe ich aufgrund meiner körperlichen Symptome keinerlei Perspektive mehr und keine Chance meine Perspektive noch durch eigene Handlungen zu verbessern. Ich habe wieder vermehrt das Gefühl, dass ein Suizid irgentwann unausweichlich ist und ich das unvermeindliche nur vor mir herschiebe und den Entzug letztlich ein sinnloses Unterfangen einer notorischen Verlierers ist, der an den Realitäten der eigenen Existenz nichts mehr ändern kann und von allem abgeschnitten ist, was dem Leben Sinn geben kann. Um jeglichem Missverständnis vorzubeugen: Ich bin derzeit nicht akut suizidal und möchte den psychopharmakafreien Leben nochmal eine Chance geben. Trotzdem könnte ich keinem neuen Psychologen oder Sozialarbeiter solche Gedanken ungefiltert mitteilen, weil meine Angst vor einer erneuten Zwangseinweisung viel zu groß werden. Denn eins steht für mich fest: Nichts ist so schlimm wie ein erzwungener Psychatrieaufenthalt. Diese Erfahrung werde ich kein zweites Mal machen.
Sorry das ich die negativen Gedanken niederschreiben muss obwohl sie nur am Rand mit dem Entzug zu tun haben, aber ich habe keinen Gesprächspartner im normalen Leben. Die Unterhaltungen mit meiner Mutter sind absolut ritualisiert und bringen nur noch mehr Trauer, da sie sich seit Jahren im Kreis drehen. Eine Psychotherapie zu suchen macht parralel zum ambulanten betreuten Wohnen wohl wenig Sinn, da der Sinn der abW ja der Wegzug aus meiner Heimatstadt ist und eine Psychotherapie langfristiger angelegt sein sollte. Das selbe gilt auch Selbsthilfegruppen.

Das Wetter verhindert momentan auch, dass ich Nachtspaziergänge mache, die mir allgemein gut tun.
Ein dunkler Park ohne Menschen mit klarer Winterluft war in den letzten zwei Jahren der Ort außerdem unseres Hauses in dem ich mich auf wohlsten fühle. Aber der Dauerregen der letzten Tage macht aus dem Park eine reine Matschlandschaft.
Ich beneide diejenigen, die statt Regen Schnee abbekommen.

Jetzt versuche ich mich aufs Schauen von Footballspielen zu konzentrieren. Ich verfolge den Sport seit 20 jahren und er hat mir immer viel Spass bereitet aber selbst dabei fällt mir Konzentration und gedanklicher Fokus schwer.

MFG
0816
Psychische Probleme seid Kindesalter mit unterschiedlicher Manifestation. Verschiedene Diagnose wobei ich eigentlich nur eine Angststörung als wirklich treffend ansehe.

Einnahme von Zolpidem als Schlafmittel seit 18. Lebensjahr. Zunächst 5 mg, später 10 mg.
2004 psychischer Zusammenbruch mit traumatischer Psychatrieerfahrung. In Psychatrie hohe Dosen Lorazepam erhalten. Mehrere Jahre Psychotherapie und Versuche mit etlichen Antidepressiva. Antidepressiva haben bei mir weder wirkliche Wirkung gezeigt noch Absetzprobleme bereitet. Letzte Einnahme ca. 2010
Erst ab 2007 wieder halbwegs geregeltes Leben.
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2012 im Rahmen von Studienabschluss vom Hausarzt Atosil als weitere Einschlafhilfe erhalten (15 Tropfen).
Seit 2014 deutliche Verschlimmerung des Gesundheitszustandes mit mehreren Hörstürzen und Verschlimmerung der Verschleimungsproblematik.
Seit 2015 Zusammenbruch des geregelten Lebens.
Seit 2016 massive Probleme mit Zolpidemeinnahme nach einmaliger Einnahme einer hohen Dosis (Tagesmüdigkeit, trockene Augen, häufig nur Augenschlitze, verzögertes Wahrnehmungsvermögen, Kopfschmerzen, paradoxe Reaktion auf Zolpidem)
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Seit August 2018 Versuch der ambulanten Entzugs über Diazepam. Deutlich bessere Entzugssymptomatik im Gegensatz zu Zolpidem und Oxazepam.

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September 2018: 5 mg Diazepam, 6 Tropfen Atosil
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Clarissa
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Re: 0816: Zolpidem Entzug mit Diazepan nach 15 Jahren Einnahme

Beitrag von Clarissa » Sonntag, 13.01.19, 6:35

Guten Morgen, 0816.

Das liest sich für mich nicht gut.

Medikamentenfreiheit macht ja nicht per se alles besser und schöner. Sie bietet allerdings die Möglichkeit, bewußt und mit klarem Kopf aus dem Rest des Lebens das Beste rauszuholen. Dazu ist es nach meiner Erfahrung nie zu spät.

Mir haben tatsächlich einige wenige Stunden bei einer guten Therapeutin zu diesen Erkenntnissen verholfen. Sie hat mich auf diese Spur gebracht und ich bin dann allein "weitergewackelt".

Ich habe eine Bekannte, der es nicht gelungen ist, sich mit ihrem Leben auszusöhnen und Schwierigkeiten ohne Diazepam anzunehmen, sie taumelt von Rückfall zu Rückfall und unterliegt dem Kindling Effekt.

Vielleicht solltest Du Dir nochmals therapeutische Hilfe versuchen zu holen?

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seit Mai 2015 EU-berentet letztlich wegen der Entzugs/PP-Problematik, auch wenn die offiziellen Diagnosen anders lauteten :wink:

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Kaltabsetzen; reichlich Erfahrungen auch mit Psychotherapien

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen über 4 Jahre frei von Medikamenten.
NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

Leider nicht symptomfrei :( .

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Re: 0816: Zolpidem Entzug mit Diazepan nach 15 Jahren Einnahme

Beitrag von 0816 » Sonntag, 13.01.19, 7:42

Guten Morgen Clarissa,
therapeutische Hilfe ist aufjedenfall in der Planung. Die Frage ist nur der Zeitpunkt weil ja auch die räumliche Veränderung geplant ist und die beim ambulanten betreuten Wohnen auf einem Timer sitzt. Und als gesetzlich versicherter fliegen einem Therapieplätze ja nicht wirklich zu ;)
Bei meiner letzten Psychotherapie war ich noch privat versichert....da war die Auswahl größer. und Termine kurzfristig zu haben...leider spielt das in unserem Gesundheitssystem ja eine große Rolle - gerade im psychischen Bereich.

Ich denke, dass ich eigentlich nicht besonders rückfallgefährdet bin, wenn ich die PP erstmal raus habe, weil ich eigentlich kein Suchttyp bin, was komisch klingt bei einer Tablettenabhängigkeit die aber mehr mit einem Unterschätzen der Tabletten zu tun hatte.
Ich hatte aus Kindestagen eine Nasensprayabhängigkeit, die ich auch viel zu spät hinterfragt habe und auf die ich meine heutigen Verschleimungsprobleme zurückführe. Seit dem Entzug habe ich selbst Erkältungen ohne das Zeug durchgestanden. Nun sind PP sicherlich inversiver und mit höherem Suchtpotential ausgestattet, aber ich glaube, wenn ich erstmal den Entzug durch habe werde ich allein aus Angst vor der Folgen einer erneuten Einnahme jedenfalls von Benzos und Neuroleptika fern bleiben.

Die andere Frage ist, ob es mir gelingt dieses Leben auf halbwegs lebbare Beine zu stellen. Da bin ich weniger zuversichtlich, weil es mir nie gelungen ist mir selbst eine selbstständige Lebensfähigkeit wirklich nachzuweisen und ich ein sehr starkes und unkontrolliertes Rückzugverhalten habe, was mich sehr schnell aus schweren Situationen fliehen lässt und Dinge komplett einreißt, die ich mir zuvor über Jahre aufgebaut habe. Das Ganze kombiniert mit den ständigen Hörstürzen lässt so wenig an realistischen Zukunftsperspektiven zu.
Deshalb wird wohl eine längere Therapie nochmal notwendig sein, wenn ich wirklich dauerhaft weiterleben möchte, denn irgentwann werde ich den Rückzugsort zu Hause in der Form nicht mehr haben. Die Frage ist eher ob ich eine Therapie parrelel zum ambulanten betreuten Wohnen angehen kann oder erst den Schritt des Auszugs vollziehen muss.

Erstmal muss ich irgentwie den Schlafrhytmus wieder so hinbiegen, dass ich fähig bin tagsüber Termine wahrzunehmen. Das dauert leider schon länger als beim letzten Mal aber noch gibt immerhin mein Ohr halbwegs Ruhe. Leider gelingt es mir einfach nicht meinen Körper dauerhaft dazu zu bringen nachts zu schlafen ohne in psychische Gedankenkreisel zu rutschen. ich darf erst dann versuchen zu schlafen, wenn ich völlig erschöpft bin. Wenn ich mich hinlegen und noch genug Energie dazu habe meine Gedanken ins Rollen zu bringen wird es häufig die ganze Nacht nichts, weil die Erschöpfung von meinem Gedankenkreisel völlig verdrängt wird und nicht mehr künstliche da ist was den Kreisel unterbrechen kann.

MFG
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30.10.18 3,5 mg Diazepam, 7 Tropefen Atosil + 3 Bedarf
19.11.18 3,0 mg Diazepam, 7 Tropfen Atosil + 3 Bedarf extreme und Ohrprobrobleme
04.12.18 2,5 mg Diazepam 7 Tropen Atosil
26.12.18 2,0 mg Diazepam 7 Tropfen Atosil
17.01.18 1,5 mg Diazepam 7 Tropfen Atosil
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Re: 0816: Zolpidem Entzug mit Diazepan nach 15 Jahren Einnahme

Beitrag von Clarissa » Sonntag, 13.01.19, 10:31

Hallo nochmals, 0816.

Leider kann man bei Psychotherapie auch arg danebengreifen. Mir war nur eine einzige Therapeutin hilfreich, und dazu brauchte es gerade mal ein bis drei Stunden.

Ich will Dich nicht beunruhigen, aber auch nach Null können solche, hm, belastende Erscheinungen (körperliche Abhängigkeit?) auftreten, die viel Kraft, Durchhaltevermögen und Strategie erfordern, um nicht wieder zum vorübergehend lindernden Benzo zu greifen. Da ist es von großem Vorteil, mit sich und seinem Leben einigermaßen im Reinen zu sein.

Wenn ich Dich so lese, drängt sich mir der Gedanke auf: hängst Du die Meßlatte für Dein aktuelles Leben zu hoch?
Es ist, wie es gerade ist, mehr geht eben im Moment nicht. Aber dieser Zustand ist nicht in Stein gemeißelt. Gesundheit ist Voraussetzung für weitere Verbesserungen, nicht umgekehrt, denke ich.

Ich habe einen sozialen Abstieg vom Feinsten hingelegt/hinlegen müssen und bin trotzdem zufriedener als je in meinem Leben. Ich habe zuletzt meine Funktionsfähigkeit nur noch mit Hilfe von PP aufrechterhalten können, das war, rückblickend, ein ganz übles Leben.
Jetzt mache ich das, was eben gerade geht, und bin es zufrieden. Ich beziehe eine kleine Rente und habe ein paar Rücklagen, sodaß ich bescheiden ganz gut um die Runden komme.
Es ist gesundheitlich vieles besser geworden, aber nur mit Geduld und Demut.

Den Tag-Nacht-Rhythmus finde ich einigermaßen wichtig. Ich halte den strikt ein, das hilft mir viel bezüglich Alltagstauglichkeit. Auch wenn ich mal wenig/schlecht nachts schlafe, so habe ich dennoch tags einen klaren Kopf und keinerlei Medikamenten-Hangover.

Mit der Akzeptanz meiner Lage ist es mir gelungen, die quälenden Gedankenkreisel, die mich natürlich mit am Schlafen hinderten, in ihre Schranken zu weisen.

Ich denke, wenn ich, mit meiner Vorgeschichte und in meinem Alter, das schaffen konnte, dann kann es jeder!

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leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Kaltabsetzen; reichlich Erfahrungen auch mit Psychotherapien

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

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Re: 0816: Zolpidem Entzug mit Diazepan nach 15 Jahren Einnahme

Beitrag von 0816 » Mittwoch, 16.01.19, 10:19

Hallo,
dank der Brexit Debatte gestern ist es mir gelungen endlich mal wieder halbwegs wie ein normaler Mensch zu schlafen (22 Uhr - 6Uhr). Es war diesmal verdamt anstrengend den Schlafrhytmus zu korrigieren.
Diesmal muss ich versuchen trotz ständiger Verzweiflung den Schlafrhytmus irgentwie zu halten. Ich werde mir jetzt den Wecken konsequent auf 8 Uhr stellen und versuchen diesen Rhytmus auch dann durchzuhalten wenn ich Nachts kaum schlafe. Ob es mir gelingt wird sich zeigen und ein gewisses Risiko ist dabei, weil die Tage so unglaublich lang sind wenn man früh aufsteht und nur Leere vor sich hat. Wenn ich mich allerdings der kompletten Verschiebung des Tag/Nachtrhytmus hingebe, dann ist auf kurz oder lang meine Alltagstauglichkeit entgültig dauerhaft hinüber. Deshalb versuche ich jetzt nochmal krampfhaft einen normalen Lebensrhytmus für länger als ein paar Wochen stabil zu halten.

Eigentlich müsste ich auch weiter reduzieren aber ich denke ich werde noch eine Woche warten bevor der nächste Schritt kommt. Die letzten Wochen waren einfach zu schlecht um im Plan zu bleiben.
Aber es ist zumindestnes beruhigend, dass ich keine 0-Schlaf Nächte benötigt habe um den Rhytmus zu verschieben. Wenn ich mehr als 20 Stunden wach bin und erst dann versuche einzuschlafen klappt das recht gut. Die Probleme werden dann gravierend wenn ich versuche früher zu schlafen und dann in Gedankenschleifen rutsche. Leider komme ich aber auch nicht dauerhaft mit 4 Stunden Schlaf klar.
Heute Nachmittag werde ich mich mal aufs Rad schwingen und den trockenen Tag nutzen, wobei mir Bewegung und körperliche Anstrengung leider nicht beim Schlafen hilft, aber sie vertreibt die schlechte Stimmung etwas.

Mir fehlt sportliche Betätigung, die leider aufgrund der Verschleimung nicht mehr machbar ist. Meine Atemwege sind nach 10 Minuten wirklicher Anstrengung staubtrocken, sodass es einfach nichts bringt.
Heute Nacht habe ich leider mal wieder einen sehr lebendige Traum aus meiner Jugend gehabt bezüglich meines damaligen Lieblingssports gehabt, der mir mal wieder deutlich aufgezeigt hat, was ich alles verloren habe.
Um ehrlich zu sein, sind mir zünftige Albträume deutlich lieber als Träume von Dingen, die ich früher mal konnte aber heute nichtmehr kann. Das Gefühl die 26 gesunden Jahre, die ich hatte so unzulänglich genutzt zu haben, weil ich seit der Pubertät mit meinem Leben nicht mehr klarkam ist niederschmetternd.
Alpträume finde ich im nachhinein meist eher amüsant, da die Horrorvisionen des eigenen Verstandes in der Nacht oft so absurd sind, dass sie mich tagsüber wenig belasten.

MFG
0816
Psychische Probleme seid Kindesalter mit unterschiedlicher Manifestation. Verschiedene Diagnose wobei ich eigentlich nur eine Angststörung als wirklich treffend ansehe.

Einnahme von Zolpidem als Schlafmittel seit 18. Lebensjahr. Zunächst 5 mg, später 10 mg.
2004 psychischer Zusammenbruch mit traumatischer Psychatrieerfahrung. In Psychatrie hohe Dosen Lorazepam erhalten. Mehrere Jahre Psychotherapie und Versuche mit etlichen Antidepressiva. Antidepressiva haben bei mir weder wirkliche Wirkung gezeigt noch Absetzprobleme bereitet. Letzte Einnahme ca. 2010
Erst ab 2007 wieder halbwegs geregeltes Leben.
Seit 2008 sich verstärkende gesundheitliche Probleme (starke Schleimbildung, starker Tinnitus, Hörsturz, allergische Reaktionen bei Sport bis hin zu allergischem Schock).
2012 im Rahmen von Studienabschluss vom Hausarzt Atosil als weitere Einschlafhilfe erhalten (15 Tropfen).
Seit 2014 deutliche Verschlimmerung des Gesundheitszustandes mit mehreren Hörstürzen und Verschlimmerung der Verschleimungsproblematik.
Seit 2015 Zusammenbruch des geregelten Lebens.
Seit 2016 massive Probleme mit Zolpidemeinnahme nach einmaliger Einnahme einer hohen Dosis (Tagesmüdigkeit, trockene Augen, häufig nur Augenschlitze, verzögertes Wahrnehmungsvermögen, Kopfschmerzen, paradoxe Reaktion auf Zolpidem)
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Seit August 2018 Versuch der ambulanten Entzugs über Diazepam. Deutlich bessere Entzugssymptomatik im Gegensatz zu Zolpidem und Oxazepam.

August 2018: 6 mg Diazepam, 10 Tropfen Atosil
September 2018: 5 mg Diazepam, 6 Tropfen Atosil
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seit 9.10.18: 4 mg Diazepam 2 Tropfen Atosil
seit 13.10.18: 4 mg Diazepam, 3 Tropfen Atosil aufgrund neuerlichem Hörsturz und massiven Schlafproblemen.
18.10.18 Aufgrund zwei Nächte kompletter Schlaflosigkeit und extremer Ohrprobleme wieder zurück zu 4 mg Diazepam und 10 Tropfen Atosil
30.10.18 3,5 mg Diazepam, 7 Tropefen Atosil + 3 Bedarf
19.11.18 3,0 mg Diazepam, 7 Tropfen Atosil + 3 Bedarf extreme und Ohrprobrobleme
04.12.18 2,5 mg Diazepam 7 Tropen Atosil
26.12.18 2,0 mg Diazepam 7 Tropfen Atosil
17.01.18 1,5 mg Diazepam 7 Tropfen Atosil
xx.02.19 1,5 mg Diazepem 5 Tropfen Atosil
30.03.19 1,5 mg Diazepam 3 Tropfen Atosil
12.04.19 1,0 mg Diazepam 2 Tropfen Atosil
31.04.19 0,5 mg Diazepam 2 Tropfen Atosil
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Clarissa
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Re: 0816: Zolpidem Entzug mit Diazepan nach 15 Jahren Einnahme

Beitrag von Clarissa » Mittwoch, 16.01.19, 10:30

Hallo, 0816.

Finde ich gut, wenn Du einen Tag-Nacht-Rhythmus hinbekommst. Mir hilft das viel.

Ich hatte letzte Nacht leider auch wieder nur 3 Stunden Schlaf, wenn das ab und an vorkommt, stecke ich es einigermaßen weg.

Mir verhilft übrigens mein Hund zu Tagesstruktur, der muß mindestens dreimal Gassi, das ersten Mal morgens zwischen 7 und 8 Uhr - egal, wie meine Nacht war :wink: .

Alles Gute und VG von Clarissa.

0816
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Re: 0816: Zolpidem Entzug mit Diazepan nach 15 Jahren Einnahme

Beitrag von 0816 » Samstag, 19.01.19, 6:24

Hallo,
bei mir gibt es momentan ein paar positive Dinge zu berichten.
Momentan passt mein Schlafrhytmus halbwegs gut - die letzten beiden Tage 22 Uhr - ca 5 Uhr. Nicht optimal aber besser als sich die Nächte um die Ohren zu schlagen.
Ich habe den mometan frühen Schlafrhytmus genutzt um von 2 mg Diazempam auf 1,5 mg zu gehen - die ersten zwei Tage hat mein Körper das recht gut akzeptiert. Die Ziellinie ist bezüglich des Diazepams in Sicht.
Außerdem habe ich nächste Woche ein Gespräch bezüglich der beantragung des ambulanten betreuten Wohnens - also auch in der Richtung gibt es etwas Bewegung.

Leider hat meine Radtour am Mittwoch nicht wirklich gut geendet. Bin eine gute Stunde gefahren - nicht besonders schnell aber mit Spziergang dazwischen, sodass ich ca 2,5 Stunden unterwegs war. Mein Körper hat mir wieder mal gezeigt, dass er auf selbst leichten Sport nicht positiv reagiert. Am Abend war meine Verschleimung,Zähflüssigkeit des Schleims, und die gefühlte Trockenheit der gesamten Atemwege ziemlich schlimm und ich habe nach der Ankunft erstmal eine halbe Stunde lang gehustet - und niemand weiß wirklich woher dieses Phänomen kommt. Von den Medikamtenten kanns eigentlich nur das Atosil sein aber bereits vor dem Atosil waren die Symtome vorhanden, wenn auch ohne die starke Triggerung durch Alkohol und Sport. Ich muss wohl davon ausgehen, dass es sich um einen lebenslangen Zustand handelt, wenn nicht irgenteine seltsame Form von Nahrungsmittelreaktion dahinter steckt. Eine normale Allergie wurde bereits mehrfach untersucht und ausgeschlossen.
Sport wird für mich also genau wie Alkohol als Trigger dieser Symptome tabu bleiben. Keine schöne Aussicht mit Mitte 30...

Aber ich will nicht meckern, solang ich schlafe und mein Ohr ruhig bleibt. Immerhin bleiben mir Spaziergänge als Aktivität draußen und das Wetter lässt sie auch wieder zu, was meinem Schlaf und Allgemeinbefinden gut tut. Ich mag sonnige Wintertage.

MFG
0816
Psychische Probleme seid Kindesalter mit unterschiedlicher Manifestation. Verschiedene Diagnose wobei ich eigentlich nur eine Angststörung als wirklich treffend ansehe.

Einnahme von Zolpidem als Schlafmittel seit 18. Lebensjahr. Zunächst 5 mg, später 10 mg.
2004 psychischer Zusammenbruch mit traumatischer Psychatrieerfahrung. In Psychatrie hohe Dosen Lorazepam erhalten. Mehrere Jahre Psychotherapie und Versuche mit etlichen Antidepressiva. Antidepressiva haben bei mir weder wirkliche Wirkung gezeigt noch Absetzprobleme bereitet. Letzte Einnahme ca. 2010
Erst ab 2007 wieder halbwegs geregeltes Leben.
Seit 2008 sich verstärkende gesundheitliche Probleme (starke Schleimbildung, starker Tinnitus, Hörsturz, allergische Reaktionen bei Sport bis hin zu allergischem Schock).
2012 im Rahmen von Studienabschluss vom Hausarzt Atosil als weitere Einschlafhilfe erhalten (15 Tropfen).
Seit 2014 deutliche Verschlimmerung des Gesundheitszustandes mit mehreren Hörstürzen und Verschlimmerung der Verschleimungsproblematik.
Seit 2015 Zusammenbruch des geregelten Lebens.
Seit 2016 massive Probleme mit Zolpidemeinnahme nach einmaliger Einnahme einer hohen Dosis (Tagesmüdigkeit, trockene Augen, häufig nur Augenschlitze, verzögertes Wahrnehmungsvermögen, Kopfschmerzen, paradoxe Reaktion auf Zolpidem)
Absetzversuch Zolpidem mit Substitution mit Oxazepam gescheitert, ebenso kalter Entzug aufgrund erneuter Hörstürze in Zusammenhang mit fehlendem Schlaf.

Seit August 2018 Versuch der ambulanten Entzugs über Diazepam. Deutlich bessere Entzugssymptomatik im Gegensatz zu Zolpidem und Oxazepam.

August 2018: 6 mg Diazepam, 10 Tropfen Atosil
September 2018: 5 mg Diazepam, 6 Tropfen Atosil
zur Zeit: 4 mg Diazepam, 3 Tropfen Atosil
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seit 13.10.18: 4 mg Diazepam, 3 Tropfen Atosil aufgrund neuerlichem Hörsturz und massiven Schlafproblemen.
18.10.18 Aufgrund zwei Nächte kompletter Schlaflosigkeit und extremer Ohrprobleme wieder zurück zu 4 mg Diazepam und 10 Tropfen Atosil
30.10.18 3,5 mg Diazepam, 7 Tropefen Atosil + 3 Bedarf
19.11.18 3,0 mg Diazepam, 7 Tropfen Atosil + 3 Bedarf extreme und Ohrprobrobleme
04.12.18 2,5 mg Diazepam 7 Tropen Atosil
26.12.18 2,0 mg Diazepam 7 Tropfen Atosil
17.01.18 1,5 mg Diazepam 7 Tropfen Atosil
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12.04.19 1,0 mg Diazepam 2 Tropfen Atosil
31.04.19 0,5 mg Diazepam 2 Tropfen Atosil
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Re: 0816: Zolpidem Entzug mit Diazepan nach 15 Jahren Einnahme

Beitrag von Clarissa » Samstag, 19.01.19, 6:32

Guten Morgen, 0816.

Was ist denn an sieben Stunden Schlaf nicht optimal :shock: ??? Mancher von uns wäre dafür dankbar :wink: .

Die Medikamente und der Entzug können die absonderlichsten Reaktionen des Körpers hervorrufen.
Da kann sich manches wieder einhängen.
Erstmal würde ich nichts erzwingen, aber weiter die Hoffnung auf spätere Normalisierung behalten.

Alles Gute und VG von Clarissa.
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früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:

seit Mai 2015 EU-berentet letztlich wegen der Entzugs/PP-Problematik, auch wenn die offiziellen Diagnosen anders lauteten :wink:

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Kaltabsetzen; reichlich Erfahrungen auch mit Psychotherapien

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen über 4 Jahre frei von Medikamenten.
NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

Leider nicht symptomfrei :( .

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Re: 0816: Zolpidem Entzug mit Diazepan nach 15 Jahren Einnahme

Beitrag von 0816 » Samstag, 19.01.19, 6:57

Clarissa hat geschrieben:
Samstag, 19.01.19, 6:32
Guten Morgen, 0816.

Was ist denn an sieben Stunden Schlaf nicht optimal :shock: ??? Mancher von uns wäre dafür dankbar :wink: .

Die Medikamente und der Entzug können die absonderlichsten Reaktionen des Körpers hervorrufen.
Da kann sich manches wieder einhängen.
Erstmal würde ich nichts erzwingen, aber weiter die Hoffnung auf spätere Normalisierung behalten.

Alles Gute und VG von Clarissa.
Hallo Clarissa,
das nicht optimal war eher auf die Schlafverteilung bezoge als auf die Nettoschlafzeit - gegen 5 Uhr aufstehen ist halt doch sehr früh und dauerhaft ab 21 kaputt zu sein ist auch nicht so toll. Außerdem war ich immer jemand, der viel schlaf benötigte. Richtig fit war ich immer erst nach 8/9 Stunden Schlaf.
Deshalb nicht optimal aber solange es so stabil bleibt ist es tatsächlich ein Grund zur Freude :). Ich neige eben eher zum Perfektionismus ;)

MFG
0816
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30.10.18 3,5 mg Diazepam, 7 Tropefen Atosil + 3 Bedarf
19.11.18 3,0 mg Diazepam, 7 Tropfen Atosil + 3 Bedarf extreme und Ohrprobrobleme
04.12.18 2,5 mg Diazepam 7 Tropen Atosil
26.12.18 2,0 mg Diazepam 7 Tropfen Atosil
17.01.18 1,5 mg Diazepam 7 Tropfen Atosil
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12.04.19 1,0 mg Diazepam 2 Tropfen Atosil
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Re: 0816: Zolpidem Entzug mit Diazepan nach 15 Jahren Einnahme

Beitrag von Clarissa » Samstag, 19.01.19, 7:08

Hallo.

Ich bin froh, wenn der Tag so früh beginnt - nach sieben Stunden Schlaf, jippie!

Ich weiß mich immer zu beschäftigen, wenn es mir EINIGERMAßEN gut geht :) .

Und jetzt stehe ich auf und lauf mit dem Hund eine Runde :D .

Einen angenehmen Tag wünscht mit VG Clarissa.

0816
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Re: 0816: Zolpidem Entzug mit Diazepan nach 15 Jahren Einnahme

Beitrag von 0816 » Samstag, 02.02.19, 14:29

Hallo,
bei mir geht es leider in der letzten Woche stramm bergab. Mein Schlaf ist momentan völlig kaputt. Ich hatte in der ganzen Woche keine Nacht mit mehr als 4 Stunden, wobei der Schlaf erst in den frühen Morgenstunden kommt. Im Gegensatz zu den letzten Monaten unter Diazepam kann ich aber wenn ich zwischen 8 und 9 Uhr morgens einschlafe nur 3-4 Stunden schlafe, sodass es mir nicht möglich ist den Schlafrhytmus nach hinten zu verschieben.
Hinzu kommt ein sehr negatives Grübeln über Tag, dass jeden positiven Gedanken vertreibt und die fehlende Möglichkeit mich in irgenteiner Form abzulenken. So macht das Leben für mich keinen Sinn. Ich habe den ganzen Tag über die Katastrophe vor Augen, die mein Leben war und sein wird. Jeglicher Optimismus ist momentan weg. Es ist nur noch ein quälendes aushalten Tag für Tag.

Hinzu kommt, dass ich die ersten beiden Termine im ambulanten betreuten Wohnen hinter mir habe, die Maßnahme in dieser Situation aber eigentlich falsch ist. Ohne Schlaf würde ich in einer eigenen Wohnung komplett durchdrehen innerhalb kürzester Zeit. Ich weiß außerdem momentan überhaupt nicht wann ich meinen wenigen Schlaf bekomme.

Die Situation ähnelt momentan meinem Versuch des Kaltentzug vor 1,5 Jahren. Deshalb habe ich nun wohl zwei Optionen. Entweder ich dosiere wieder auf, dass mein Schlaf wenigstens etwas stabiler wird oder ich wage den Sprung von meinen 1,5 mg direkt auf Null zu gehen. Da sich der Entzug bei mir primär durch Schlafmangel bemerkbar macht, kann ein Sprung auf Null eigentlich wenig schlimmer machen. Ich glaube nicht wirklich daran, dass ich mich nach längerer Zeit auf 1,5 mg stabilisieren kann.
Der andere Weg wäre zu versuche eine Diazepamdosis zu finden, die mich besser schlafen lässt uns die Tage ertragen lässt, bis sich meine Lebenssituation verbessert hat. Das ist aber aufgrund der Toleranz gefährlich.

Deshalb frage ich nochmal um Tipps: Aufdosieren, wenn ja in welchen Schritten und Abständen? Den Sprung auf Null wagen in der Hoffnung, dass es nicht schlimmer wird und dann irgentwann besser (mir ist bewusst, dass ich mich dann auf Wochen ähnlicher Zustände einstellen muss und es vielleicht auch dauerhaft so bleibt aber wenigstens stünde dann die Null) oder doch noch eine oder zwei Wochen auf 1,5 mg abwarten in der Hoffnung, dass sich mein befinden stabilisiert und ich wenigstens ein paar 6 Stunden-Nächte bekomme....

Ich bin ziemlich ratlos und extrem depremiert und frage mich vermehrt warum ich mir ein solches Leben noch weiter antue.
Hinzu kommt, dass es auch meiner Mutter momentan weniger gut geht und ich einfach nur Angst vor der Zukunft habe und mir momentan nur Katastrophen für die Zukunft aufmalen kann von denen der Suizid die geringste Katastrophe ist. Mir fehlt einfach die Fäghigkeit meine Vergangenheit abzuhaken und mich damit abzufinden, dass ich praktisch nichts mehr machen kann in Zukunft.

MFG
0816
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2004 psychischer Zusammenbruch mit traumatischer Psychatrieerfahrung. In Psychatrie hohe Dosen Lorazepam erhalten. Mehrere Jahre Psychotherapie und Versuche mit etlichen Antidepressiva. Antidepressiva haben bei mir weder wirkliche Wirkung gezeigt noch Absetzprobleme bereitet. Letzte Einnahme ca. 2010
Erst ab 2007 wieder halbwegs geregeltes Leben.
Seit 2008 sich verstärkende gesundheitliche Probleme (starke Schleimbildung, starker Tinnitus, Hörsturz, allergische Reaktionen bei Sport bis hin zu allergischem Schock).
2012 im Rahmen von Studienabschluss vom Hausarzt Atosil als weitere Einschlafhilfe erhalten (15 Tropfen).
Seit 2014 deutliche Verschlimmerung des Gesundheitszustandes mit mehreren Hörstürzen und Verschlimmerung der Verschleimungsproblematik.
Seit 2015 Zusammenbruch des geregelten Lebens.
Seit 2016 massive Probleme mit Zolpidemeinnahme nach einmaliger Einnahme einer hohen Dosis (Tagesmüdigkeit, trockene Augen, häufig nur Augenschlitze, verzögertes Wahrnehmungsvermögen, Kopfschmerzen, paradoxe Reaktion auf Zolpidem)
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Seit August 2018 Versuch der ambulanten Entzugs über Diazepam. Deutlich bessere Entzugssymptomatik im Gegensatz zu Zolpidem und Oxazepam.

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zur Zeit: 4 mg Diazepam, 3 Tropfen Atosil
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30.10.18 3,5 mg Diazepam, 7 Tropefen Atosil + 3 Bedarf
19.11.18 3,0 mg Diazepam, 7 Tropfen Atosil + 3 Bedarf extreme und Ohrprobrobleme
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26.12.18 2,0 mg Diazepam 7 Tropfen Atosil
17.01.18 1,5 mg Diazepam 7 Tropfen Atosil
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12.04.19 1,0 mg Diazepam 2 Tropfen Atosil
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Re: 0816: Zolpidem Entzug mit Diazepan nach 15 Jahren Einnahme

Beitrag von Clarissa » Samstag, 02.02.19, 15:06

Hallo, 0816.

Zugegeben, Deine Situation ist schwierig.

Aber wieso kommst Du darauf, in Zukunft praktisch nichts mehr machen zu können? Allerdings: Ohne Gesundheit ist alles nichts!

VG von Clarissa
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Re: 0816: Zolpidem Entzug mit Diazepan nach 15 Jahren Einnahme

Beitrag von lunetta » Samstag, 02.02.19, 15:16

Hallo!

Ich halte dzt. ein Auf- und Abdosieren für fragwürdig. Aufdosieren bringt meist wenig, denn Lebenssituationen wie unsere im Entzug ändern sich bei den wenigsten.

Ein Kaltentzug birgt die Gefahr dass dein ZNS vollkommen austickt und du außer zuwenig Schlaf noch andere unangenehme Entzugssymptome bekommst.

Du schreibst dass du ca. 4 Stunden Schlaf pro Nacht bekommst.... davon können viele von hier nur träumen, ich auch....

Ich weiß, dass einem Schlaf immer wie das Ziel aller TRäume vorkommt, wenn es einem den ganzen Tag über schlecht geht und man sich dieses Wegbeamen so sehr wünscht.
Ich glaube aber dass man es annehmen muß dass man so wenig schläft, und 4 Stunden sind nicht so wenig.

Bei dir spielt sicher die allgemeine Situation eine große Rolle, du machst dir viele Sorgen um deine Zukunft und die deiner Mama.
Aber glaub mir, das Leben macht was es will, egal ob du dir Sorgen machst oder nicht, es läßt sich dadurch nicht beeindrucken. Will heißen es geht alles seinen Lauf vollkommen unabhängig ob du dich sorgst oder nicht.
Wenn man das einmal verstanden hat, dann lebt es sich besser.

In deinem Fall würde ich relativ zügig abdosieren, aber keinesfalls einen Kaltentzug machen, denn das Dia. scheint bei dir eher depressiv zu wirken, und wirklich schlafanstoßend wäre es nur in höheren Dosen, wenn ich richtig bei dir gelesen habe.
Deshalb mach dir einen zügigen Plan, beiße die Zähne zusammen und schau dass du auf Null kommst, dann kannst du heilen und es wird vielleicht ein wenig besser.

Alles Liebe und Gute! LG
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Re: 0816: Zolpidem Entzug mit Diazepan nach 15 Jahren Einnahme

Beitrag von Clarissa » Samstag, 02.02.19, 15:38

Ergänzung: Dann wird es garantiert besser!

VG Clarissa

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Re: 0816: Zolpidem Entzug mit Diazepan nach 15 Jahren Einnahme

Beitrag von 0816 » Samstag, 02.02.19, 16:21

Hallo ihr beiden,
Clarissa hat geschrieben:
Samstag, 02.02.19, 15:06
Hallo, 0816.

Zugegeben, Deine Situation ist schwierig.

Aber wieso kommst Du darauf, in Zukunft praktisch nichts mehr machen zu können? Allerdings: Ohne Gesundheit ist alles nichts!

VG von Clarissa
Das Problem ist ja genau die Tatsache, dass meine Gesundheit jetzt schon kaum was zulassen. ich würde mir so wünschen zu Sport in der Lage zu sein aber durch meine Verschleimungsproblematik ist mehr als Spazierengehen nicht drin. Und ich sehe seit Jahren, dass sich meine gesundheitlichen Probleme weiter verschärfen. Der Nichtschlaf macht mir in Bezug auf mein Ohr unheimliche Angst, weil er so of Hörstürze ausgelöst hat. Ich lebe seit ich Mitte 20 bin ein gesundheitlich eingeschränktes Leben und befürchte, dass die Einschränkungen immerweiter zunehmen und ich habe nichts auf das ich mich fokissieren kann. Das Ohr ist graduell von Hörsturz zu Hörsturz schlimmer geworden. Vor 4-5 Jahren konnte ich trotz Verschleimungsproblematik noch moderat Sport machen und ab und an Alkohol trinken - beides nicht mehr möglich. Ich frage mich was mein Körper noch alles für mich im Köcher hat, weil ich nicht glaube, dass viele meiner Probleme mit den PP zusammenhängen. Es gibt so wenige Dinge in meiner Zukunft auf die ich mich noch freuen kann, weil so wenig realisitsch ist.


Es gibt so wenige Dinge in meiner Zukunft auf die ich mich noch freuen kann, weil so wenig realisitsch ist.
lunetta hat geschrieben:
Samstag, 02.02.19, 15:16
Du schreibst dass du ca. 4 Stunden Schlaf pro Nacht bekommst.... davon können viele von hier nur träumen, ich auch....

Ich weiß, dass einem Schlaf immer wie das Ziel aller TRäume vorkommt, wenn es einem den ganzen Tag über schlecht geht und man sich dieses Wegbeamen so sehr wünscht.
Ich glaube aber dass man es annehmen muß dass man so wenig schläft, und 4 Stunden sind nicht so wenig.
Wenn es 4 Stunden in der Nacht wären, könnte ich es vielleicht noch annehmen aber die 4 Stunden kommen am frühen morgen (heute gegen 9) und ich habe nichts womit ich mich tagsüber ablenken kann wenn ich vollkommen übermüdet bin. Hätte ich ein halbwegs normales Leben mit Familie und Zukunftsperspektiven, wäre der wenige Schlaf eher zu verkraften. In meiner Situation nimmt er mir die wenigen Ablenkungen, die noch möglich sind.
Außerdem ist mir klar, dass ich momentan bei einer Berufstätigkeit sogar Nullschlaf akzeptieren müsste, weil sich der Schlaf nicht konstant in der Nacht halten lässt.
lunetta hat geschrieben:
Samstag, 02.02.19, 15:16
Bei dir spielt sicher die allgemeine Situation eine große Rolle, du machst dir viele Sorgen um deine Zukunft und die deiner Mama.
Aber glaub mir, das Leben macht was es will, egal ob du dir Sorgen machst oder nicht, es läßt sich dadurch nicht beeindrucken. Will heißen es geht alles seinen Lauf vollkommen unabhängig ob du dich sorgst oder nicht.
Wenn man das einmal verstanden hat, dann lebt es sich besser.
Ich glaube nicht, dass es in meiner Situation möglich ist sich nicht um die Zukunft zu sorgen, weil die Gegenwart so wie sie ist für mich nur die Schlussfolgerung Suizid zulässt. Ich brauche positive Zukunftshoffnungen um die jetzige Situation auszuhalten aber diese Gedanken kann ich momentan nicht visualisieren.
lunetta hat geschrieben:
Samstag, 02.02.19, 15:16
In deinem Fall würde ich relativ zügig abdosieren, aber keinesfalls einen Kaltentzug machen, denn das Dia. scheint bei dir eher depressiv zu wirken, und wirklich schlafanstoßend wäre es nur in höheren Dosen, wenn ich richtig bei dir gelesen habe.
Deshalb mach dir einen zügigen Plan, beiße die Zähne zusammen und schau dass du auf Null kommst, dann kannst du heilen und es wird vielleicht ein wenig besser
Ich glaube nicht, dass das Diazepam mich depressiv macht. Ich bin immer depressiver, wenn ich zu wenig schlafe und die Allgemeinsituation schiebt sich schon lange ständig vor mein inneres Auge. Der einzige Unterschied momentan ist, dass mir jede Ablenkung abhanden kommt, wenn ich so übermüdet bin und meine latente Verzweifelung und Todessehnsucht sich dann stark in den Vordergrund drängt, weil ich keine wirksamen Vermeidungsstrategien habe.

Wie würdest du jetzt mit der Reduktion weiter verfahren? Ich bin jetzt ca. 2 Wochen auf den 1,5 mg. Wie lange sollte ich noch warten bis zur nächsten Reduktion? Wäre es wirklich ein Kaltentzug von einer so geringen Dosis direkt auf Null zu gehen? Ich habe ja schon mehr als 10 mg weg. Ich habe momentan das Gefühl, dass die jetzige Dosis gar nicht mehr hilft und kein Unterschied zum Nullzustand besteht. Ich glaube wenn ich warte, bis ich wieder stabiler bin, kann ich ewig warten. Am Montag habe ich nochmal einen Hausarzttermin. Solange warte ich mit weiteren Maßnahmen.

Jedenfalls bedanke ich mich für eure Antworten.

MFG
0816
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Einnahme von Zolpidem als Schlafmittel seit 18. Lebensjahr. Zunächst 5 mg, später 10 mg.
2004 psychischer Zusammenbruch mit traumatischer Psychatrieerfahrung. In Psychatrie hohe Dosen Lorazepam erhalten. Mehrere Jahre Psychotherapie und Versuche mit etlichen Antidepressiva. Antidepressiva haben bei mir weder wirkliche Wirkung gezeigt noch Absetzprobleme bereitet. Letzte Einnahme ca. 2010
Erst ab 2007 wieder halbwegs geregeltes Leben.
Seit 2008 sich verstärkende gesundheitliche Probleme (starke Schleimbildung, starker Tinnitus, Hörsturz, allergische Reaktionen bei Sport bis hin zu allergischem Schock).
2012 im Rahmen von Studienabschluss vom Hausarzt Atosil als weitere Einschlafhilfe erhalten (15 Tropfen).
Seit 2014 deutliche Verschlimmerung des Gesundheitszustandes mit mehreren Hörstürzen und Verschlimmerung der Verschleimungsproblematik.
Seit 2015 Zusammenbruch des geregelten Lebens.
Seit 2016 massive Probleme mit Zolpidemeinnahme nach einmaliger Einnahme einer hohen Dosis (Tagesmüdigkeit, trockene Augen, häufig nur Augenschlitze, verzögertes Wahrnehmungsvermögen, Kopfschmerzen, paradoxe Reaktion auf Zolpidem)
Absetzversuch Zolpidem mit Substitution mit Oxazepam gescheitert, ebenso kalter Entzug aufgrund erneuter Hörstürze in Zusammenhang mit fehlendem Schlaf.

Seit August 2018 Versuch der ambulanten Entzugs über Diazepam. Deutlich bessere Entzugssymptomatik im Gegensatz zu Zolpidem und Oxazepam.

August 2018: 6 mg Diazepam, 10 Tropfen Atosil
September 2018: 5 mg Diazepam, 6 Tropfen Atosil
zur Zeit: 4 mg Diazepam, 3 Tropfen Atosil
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18.10.18 Aufgrund zwei Nächte kompletter Schlaflosigkeit und extremer Ohrprobleme wieder zurück zu 4 mg Diazepam und 10 Tropfen Atosil
30.10.18 3,5 mg Diazepam, 7 Tropefen Atosil + 3 Bedarf
19.11.18 3,0 mg Diazepam, 7 Tropfen Atosil + 3 Bedarf extreme und Ohrprobrobleme
04.12.18 2,5 mg Diazepam 7 Tropen Atosil
26.12.18 2,0 mg Diazepam 7 Tropfen Atosil
17.01.18 1,5 mg Diazepam 7 Tropfen Atosil
xx.02.19 1,5 mg Diazepem 5 Tropfen Atosil
30.03.19 1,5 mg Diazepam 3 Tropfen Atosil
12.04.19 1,0 mg Diazepam 2 Tropfen Atosil
31.04.19 0,5 mg Diazepam 2 Tropfen Atosil
20.05.19 0 Diazepam 2 Tropfen Atosil --> Ich bin gespannt ob ich es durchhalte

Kaenguru
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Re: 0816: Zolpidem Entzug mit Diazepan nach 15 Jahren Einnahme

Beitrag von Kaenguru » Samstag, 02.02.19, 17:33

Hallo 0816,

Ich nehme nur Stellung zu deiner Frage bzgl Diazepam und Abdosieren.
Ich habe ähnliche Erfahrungen wie du gemacht, als ich mich den unteren Dosierungen näherte.
Es half nicht mehr, ich war stündig entzügig und es schien paradox zu wirken. Ich habe dann zügig abdosiert und würde sagen, die Entscheidung war richtig.
Eine Stabilisierung habe ich nie erlebt im Abdosieren.

Was hälst du von dem Vorschlag jede Woche 0,5 mg runterzugehen.
Es kann aber auch nochmal härter werden, das darf man nicht verschweigen. Es gibt aber auch Menschen, da kommt nach Null keine Verschlechterung.
Ich habe damals das Forum um Rat gebeten, habe zwei entgegengesetzt Ratschläge bekommen und letztlich auf eigene Verantwortung abgesetzt.

Es ging mir erst schlechter, aber nach und nach auch besser, da NW und Zwischenentzüge wegfielen. Tatsächlich hatte ich den Eindruck, dass mein Körper sich ganz ohne das Medikament anfing langsam zu stabilisieren.

Gesundheit ist für meine Begriffe nicht nur, wenn alles perfekt ist, sondern wenn man mit Einschränkungen welcher Art auch immer Zufriedenheit entwickeln kann.
Ein Diabetiker wäre sicherlich auch lieber völlig ohne Insulinspritzen, es gibt ja nicht nur psychische Einschränkungen.

An deiner Stelle würde ich diesen schwarzen Gedanken nicht so nachhängen. Es gibt eine Form der Entzugsdepression und das Dia wirkt auch depressiv.
Komm bitte nicht auf dumme Ideen, dein Leben ist wertvoll.
Es wird wieder besser werden und mit den Monaten nach Null stellen sich nach und nach Verbesserungen ein.

Ich konnte im letzten Sommer nicht mehr in die Sonne gehen, sie verschlimmerte die Symptome. Ich habe große Angst, dass es im nächsten Sommer genauso sein könnte.
Man würde fragen, was wäre das für ein Leben ohne Sonne.
Dies wäre zugegebener Maßen sehr schwierig und ich wäre sehr frustriert, aber das Leben wäre trotzdem noch lebenswert.

Ich glaube aber an Verbesserungen, weil ich erlebe sie gerade bei anderen Symptomen.
Glaub bitte auch dran.

Viele Grüße
Sarah
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Re: 0816: Zolpidem Entzug mit Diazepan nach 15 Jahren Einnahme

Beitrag von Clarissa » Samstag, 02.02.19, 19:35

Hallo, 0816.

Ich finde es wirklich schwierig, Dir etwas Trost und Zuversicht zu vermitteln.

Ich bin der Meinung, jedes Leben ist wertvoll und kann lebenswert gestaltet werden.
Natürlich darf man zeitweilig die Meßlatte nicht zu hoch legen und auch nicht neidvoll nach rechts und links schauen.

Ich z.B. habe mir einen Hund zugelegt, als ich das Allerschlimmste überstanden hatte - und das war, trotz Kaltentzug, immerhin nach etwa sechs Monaten!
Der gab mir Tagesstruktur, zwang mich dreimal tgl. an die Luft und in Bewegung - die erste Runde bereits recht früh -, verschaffte mir Kontakte. Der Hund ist absolut loyal, fragt nicht nach meiner Vergangenheit oder meiner Funktionsfähigkeit in der Gesellschaft. Er liebt und akzeptiert mich so, wie ich eben bin.

Mit zunehmender Genesung finde ich mein Leben immer erfreulicher und bin sehr froh, daß es nicht zu Ende gegangen ist.

Ich wage mir auch zu behaupten, daß ich ohne PP viel klarer im Kopf und reflektierter bin.
Du hast doch auch ewig keine PP-freie Zeit mehr erlebt!
Ich war mit PP irgendwie dauerverbimmelt, das habe ich erst im Nachhinein so richtig bemerkt, und mein Leben erschien mir vollkommen hoffnungslos - was gar nicht stimmte.
Genauso wenig ist Deines hoffnungslos!
Du wirst gesundheitlich stabiler werden, wenn Du die PP los bist und das durchhältst.
Bei mir ist selbst der Schlaf viel besser geworden.

VG von Clarissa
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Smilla
früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:

seit Mai 2015 EU-berentet letztlich wegen der Entzugs/PP-Problematik, auch wenn die offiziellen Diagnosen anders lauteten :wink:

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Kaltabsetzen; reichlich Erfahrungen auch mit Psychotherapien

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen über 4 Jahre frei von Medikamenten.
NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

Leider nicht symptomfrei :( .

0816
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Re: 0816: Zolpidem Entzug mit Diazepan nach 15 Jahren Einnahme

Beitrag von 0816 » Montag, 04.02.19, 17:30

Hallo,
nachdem der Schlaf von Samstag auf Sonntag mal einmal gut war, war die letzte Nacht wieder der Horror. Ich liege stundenlang wach, drehe mich alle paar Sekunden und verzweifele von Minute zu Minute mehr. Am Ende waren es wiedermal nur 3 Stunden Schlaf und ich fühle mich absolut schrecklich. An wirkliches Leben ist nicht zu denken.
Ich hatte gerade meinen Hausarzttermin und die Laborwerte haben einen Vitamin B12 Mangel festgestellt. Ich bin ja hinsichtlich die Zunahme von Vitaminen eher skeptisch aber werde jetzt die vorgeschlagene Zunahme von Vitamin B 12 ausprobieren. Ein teurer Versuch, weil die Vitaminkur von der Krankenkasse nicht übernommen wird aber ich klammere mich momentan an Strohhalme.
Kaenguru70 hat geschrieben:
Samstag, 02.02.19, 17:33
ch nehme nur Stellung zu deiner Frage bzgl Diazepam und Abdosieren.
Ich habe ähnliche Erfahrungen wie du gemacht, als ich mich den unteren Dosierungen näherte.
Es half nicht mehr, ich war stündig entzügig und es schien paradox zu wirken. Ich habe dann zügig abdosiert und würde sagen, die Entscheidung war richtig.
Eine Stabilisierung habe ich nie erlebt im Abdosieren.

Was hälst du von dem Vorschlag jede Woche 0,5 mg runterzugehen.
Es kann aber auch nochmal härter werden, das darf man nicht verschweigen. Es gibt aber auch Menschen, da kommt nach Null keine Verschlechterung.
Ich habe damals das Forum um Rat gebeten, habe zwei entgegengesetzt Ratschläge bekommen und letztlich auf eigene Verantwortung abgesetzt.
Ich habe den Vorschlag mit meinem Hausarzt besprochen und werde wohl so vorgehen, wenn die Vitamineinnahme keine Verbesserung bringt. Er ist ebenfalls eher gegen Hochdosieren zur Stabilisierung und gegen einen kompletten Kaltentzug.
Eine paradoxe Wirkung habe ich im Gegensatz zu den vorher eingenommenen Zolpidem bei Diazepam nicht feststellen können. Ich fühle mich eher so als würde ich nichts nehmen. Die Liegeunruhe war auch da als ich einen Kaltentzug versucht habe.
Ich glaube schon, dass mir eine Aufdosierung Stabilität geben würde aber leider ist das bei Benzos ja nur eine kurzfristige Lösung, weil die Toleranz ständig droht. Leider sehne ich mich sehr nach der Zeit als ich 6 mg genommen habe und die beste gesundheitliche Situation seit zwei Jahren hatte. Diese Stabilität werde ich wohl nie wieder erreichen und ich weiß nicht wie lange meine Kraft noch reicht.
Kaenguru70 hat geschrieben:
Samstag, 02.02.19, 17:33
An deiner Stelle würde ich diesen schwarzen Gedanken nicht so nachhängen. Es gibt eine Form der Entzugsdepression und das Dia wirkt auch depressiv.
Komm bitte nicht auf dumme Ideen, dein Leben ist wertvoll.
Es wird wieder besser werden und mit den Monaten nach Null stellen sich nach und nach Verbesserungen ein.

Ich konnte im letzten Sommer nicht mehr in die Sonne gehen, sie verschlimmerte die Symptome. Ich habe große Angst, dass es im nächsten Sommer genauso sein könnte.
Man würde fragen, was wäre das für ein Leben ohne Sonne.
Dies wäre zugegebener Maßen sehr schwierig und ich wäre sehr frustriert, aber das Leben wäre trotzdem noch lebenswert.
Bei mir ist es weniger eine Entzugsdepression sondern ein genereller Verzweiflungszustand, der schon seit mehr als 5 Jahren anhält. Ein Suizidwunsch ist Konstant immer da, seit mich meine Gesundheit immer mehr im Stich gelassen hat.
Sonne genießen kann ich leider auch nicht mehr wirklich, dank der sich ausbreitenden Vitiligo, die bei verstärkter Bräune immer sichtbarer wird und bei der Sonneneinstrahlung auch sehr gefährlich ist, da schnell starker Sonnenbrand entsteht.
Ich versuche mich an den wenigen Dingen festzuhalten, die mir noch lebensfreunde geben aber dafür brauche ich halbwegs stabilen Schlaf ansonsten ist nichts mehr da was mir Freunde bereitet und sowohl Tage und Nächte sind eine einzige Qual.
Clarissa hat geschrieben:
Samstag, 02.02.19, 19:35
Ich z.B. habe mir einen Hund zugelegt, als ich das Allerschlimmste überstanden hatte - und das war, trotz Kaltentzug, immerhin nach etwa sechs Monaten!
Der gab mir Tagesstruktur, zwang mich dreimal tgl. an die Luft und in Bewegung - die erste Runde bereits recht früh -, verschaffte mir Kontakte. Der Hund ist absolut loyal, fragt nicht nach meiner Vergangenheit oder meiner Funktionsfähigkeit in der Gesellschaft. Er liebt und akzeptiert mich so, wie ich eben bin
Ein Hund ist ja bei mir auch einer der wenigen Träume, die ich noch habe aber ob der verwirklicht werden kann ist leider fraglich, da ich nicht sehe wie ich eine ausreichend stabile Situation für einen Hund schaffen soll, die mir sowohl finanziell als auch zeitlich die Hundehaltung ermöglicht.
Wie alle meine Träume bleibt der Traum wohl lebenslang eine Utopie und die Zukunft sieht einfach nur dunkel aus.

Ich danke euch beide trotzdem für die Aufmunterungsversuche.

leider ziemlich verzweifelte Grüße
0816
Psychische Probleme seid Kindesalter mit unterschiedlicher Manifestation. Verschiedene Diagnose wobei ich eigentlich nur eine Angststörung als wirklich treffend ansehe.

Einnahme von Zolpidem als Schlafmittel seit 18. Lebensjahr. Zunächst 5 mg, später 10 mg.
2004 psychischer Zusammenbruch mit traumatischer Psychatrieerfahrung. In Psychatrie hohe Dosen Lorazepam erhalten. Mehrere Jahre Psychotherapie und Versuche mit etlichen Antidepressiva. Antidepressiva haben bei mir weder wirkliche Wirkung gezeigt noch Absetzprobleme bereitet. Letzte Einnahme ca. 2010
Erst ab 2007 wieder halbwegs geregeltes Leben.
Seit 2008 sich verstärkende gesundheitliche Probleme (starke Schleimbildung, starker Tinnitus, Hörsturz, allergische Reaktionen bei Sport bis hin zu allergischem Schock).
2012 im Rahmen von Studienabschluss vom Hausarzt Atosil als weitere Einschlafhilfe erhalten (15 Tropfen).
Seit 2014 deutliche Verschlimmerung des Gesundheitszustandes mit mehreren Hörstürzen und Verschlimmerung der Verschleimungsproblematik.
Seit 2015 Zusammenbruch des geregelten Lebens.
Seit 2016 massive Probleme mit Zolpidemeinnahme nach einmaliger Einnahme einer hohen Dosis (Tagesmüdigkeit, trockene Augen, häufig nur Augenschlitze, verzögertes Wahrnehmungsvermögen, Kopfschmerzen, paradoxe Reaktion auf Zolpidem)
Absetzversuch Zolpidem mit Substitution mit Oxazepam gescheitert, ebenso kalter Entzug aufgrund erneuter Hörstürze in Zusammenhang mit fehlendem Schlaf.

Seit August 2018 Versuch der ambulanten Entzugs über Diazepam. Deutlich bessere Entzugssymptomatik im Gegensatz zu Zolpidem und Oxazepam.

August 2018: 6 mg Diazepam, 10 Tropfen Atosil
September 2018: 5 mg Diazepam, 6 Tropfen Atosil
zur Zeit: 4 mg Diazepam, 3 Tropfen Atosil
seit 9.10.18: 4 mg Diazepam 2 Tropfen Atosil
seit 13.10.18: 4 mg Diazepam, 3 Tropfen Atosil aufgrund neuerlichem Hörsturz und massiven Schlafproblemen.
18.10.18 Aufgrund zwei Nächte kompletter Schlaflosigkeit und extremer Ohrprobleme wieder zurück zu 4 mg Diazepam und 10 Tropfen Atosil
30.10.18 3,5 mg Diazepam, 7 Tropefen Atosil + 3 Bedarf
19.11.18 3,0 mg Diazepam, 7 Tropfen Atosil + 3 Bedarf extreme und Ohrprobrobleme
04.12.18 2,5 mg Diazepam 7 Tropen Atosil
26.12.18 2,0 mg Diazepam 7 Tropfen Atosil
17.01.18 1,5 mg Diazepam 7 Tropfen Atosil
xx.02.19 1,5 mg Diazepem 5 Tropfen Atosil
30.03.19 1,5 mg Diazepam 3 Tropfen Atosil
12.04.19 1,0 mg Diazepam 2 Tropfen Atosil
31.04.19 0,5 mg Diazepam 2 Tropfen Atosil
20.05.19 0 Diazepam 2 Tropfen Atosil --> Ich bin gespannt ob ich es durchhalte

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