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0816: Zolpidem Entzug mit Diazepan nach 15 Jahren Einnahme

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0816
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Re: 0816: Zolpidem Entzug mit Diazepan nach 15 Jahren Einnahme

Beitrag von 0816 » Mittwoch, 09.01.19, 4:50

Hallo Clarissa,
danke für deine mutmachenden Worte...leider habe ich derzeit keinerlei Idee wie ich mit den Nächten fertigwerden soll. Ich habe eine richtige Angst vor dem Versuch des Einschlafens. Ich kann momentan mein Leben nur aushalten wenn ich mich maximal ablenke mit Dingen, die mich nicht triggern und das sind leider wenige.
Ich werde jetzt wieder versuchen, den Schlafrhytmus so lange nach hinten zu ziehen wie möglich. Heute habe ich den Tag trotz nur 4 Stunden Schlaf zwischen 12 und 16 Uhr halbwegs durchgehalten.
Jetzt versuche ich den Schlaf von Tag zu Tag ein paar Stunden nach hinten zu schieben. Beim letzten Mal hat das funktioniert aber ich merke das mich jeder Reduktionsschritt mehr Mühe kostet und der Schlaf immer schwerer wird.
Wenn das so weitergeht muss ich mich entscheiden, ob es nicht besser ist die 0 jetzt zu erzwingen um die Sache schneller hinter mich zu bringen - jedenfalls benzotechnisch.
Aber ich warte erstmal ab, wie die Rhytmusverschiebung diesmal funktioniert. Das letzte Mal hat es ein-zwei Wochen halbwegs funktioniert.
Ich brauche einfach die absolute Übermüdung um eine Chance zu haben einzuschlafen ohne in meine Gedankenketten zu rutschen. Und die bekomme ich nur wenn ich mindestens 20 Stunden wach war.

Solche Nächte wie die letzt halte ich dauerhaft nicht durch ohne komplett durchzudrehen. Wenn meine Ohrprobleme nicht wären, würde ich wohl versuchen die 0 jetzt zu erzwingen aber das würde Wochen mit sehr wenig Schlaf bedeuten, was sicher zum nächsten Hörsturz führt.

MFG
0816
Psychische Probleme seid Kindesalter mit unterschiedlicher Manifestation. Verschiedene Diagnose wobei ich eigentlich nur eine Angststörung als wirklich treffend ansehe.

Einnahme von Zolpidem als Schlafmittel seit 18. Lebensjahr. Zunächst 5 mg, später 10 mg.
2004 psychischer Zusammenbruch mit traumatischer Psychatrieerfahrung. In Psychatrie hohe Dosen Lorazepam erhalten. Mehrere Jahre Psychotherapie und Versuche mit etlichen Antidepressiva. Antidepressiva haben bei mir weder wirkliche Wirkung gezeigt noch Absetzprobleme bereitet. Letzte Einnahme ca. 2010
Erst ab 2007 wieder halbwegs geregeltes Leben.
Seit 2008 sich verstärkende gesundheitliche Probleme (starke Schleimbildung, starker Tinnitus, Hörsturz, allergische Reaktionen bei Sport bis hin zu allergischem Schock).
2012 im Rahmen von Studienabschluss vom Hausarzt Atosil als weitere Einschlafhilfe erhalten (15 Tropfen).
Seit 2014 deutliche Verschlimmerung des Gesundheitszustandes mit mehreren Hörstürzen und Verschlimmerung der Verschleimungsproblematik.
Seit 2015 Zusammenbruch des geregelten Lebens.
Seit 2016 massive Probleme mit Zolpidemeinnahme nach einmaliger Einnahme einer hohen Dosis (Tagesmüdigkeit, trockene Augen, häufig nur Augenschlitze, verzögertes Wahrnehmungsvermögen, Kopfschmerzen, paradoxe Reaktion auf Zolpidem)
Absetzversuch Zolpidem mit Substitution mit Oxazepam gescheitert, ebenso kalter Entzug aufgrund erneuter Hörstürze in Zusammenhang mit fehlendem Schlaf.

Seit August 2018 Versuch der ambulanten Entzugs über Diazepam. Deutlich bessere Entzugssymptomatik im Gegensatz zu Zolpidem und Oxazepam.

August 2018: 6 mg Diazepam, 10 Tropfen Atosil
September 2018: 5 Tropfen Diazepam, 6 Tropfen Atosil
zur Zeit: 4 mg Diazepam, 3 Tropfen Atosil
seit 9.10.18: 4 mg Diazepam 2 Tropfen Atosil
seit 13.10.18: 4 mg Diazepam, 3 Tropfen Atosil aufgrund neuerlichem Hörsturz und massiven Schlafproblemen.
18.10.18 Aufgrund zwei Nächte kompletter Schlaflosigkeit und extremer Ohrprobleme wieder zurück zu 4 mg Diazepam und 10 Tropfen Atosil
30.10.18 3,5 mg Diazepam, 7 Tropefen Atosil + 3 Bedarf
19.11.18 3,0 mg Diazepam, 7 Tropfen Atosil + 3 Bedarf extreme und Ohrprobrobleme
04.12.18 2,5 mg Diazepam 7 Tropen Atosil
26.12.18 2,0 mg Diazepam 7 Tropfen Atosil
17.01.18 1,5 mg Diazepam 7 Tropfen Atosil

Clarissa
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Re: 0816: Zolpidem Entzug mit Diazepan nach 15 Jahren Einnahme

Beitrag von Clarissa » Mittwoch, 09.01.19, 6:43

Guten Morgen, 0816.

Ich habe viele solcher Nächte hinter mir und bin nicht "komplett durchgedreht". Mir war nichtmal ein Tagesschlaf vergönnt. Komplett durchgedreht bedeutet für mich: geschlossene Psychiatrie. Das ist keine Lösung.

Nach Überfliegen Deines Threads halte ich es für möglich, daß viele Deiner gesundheitlichen Probleme medikamentenbedingt sind. Medikamente als Teil des Problems.

Ich hoffe, Du findest einen akzeptablen Weg für Dich.

Alles Gute und VG von Clarissa.

0816
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Re: 0816: Zolpidem Entzug mit Diazepan nach 15 Jahren Einnahme

Beitrag von 0816 » Sonntag, 13.01.19, 0:18

Hallo,
ich bin momentan absolut im Tagesschlafrhytmus gefangen, weil es mir momentan nicht gelingt morgens lange genug aufzubleiben. Seltsamerweise schlafe ich Vormittags sehr viel besser ein als wenn ich versuche früh aufzustehen und nachts zu schlafen.

Heute habe ich sogar eine seltsame Erfahrung gemacht....ich nehme die Diazepamdosis regelmäßig spätabends (22-24 Uhr) und dann Atosil vorm schlafengehen. Atosil nehme ich gelöst in einem Schlaftee. Heute Vormittag bin ich allerdings tatsächlich eingeschlafen ohne den noch heißen Tee mit Atosil überhaupt getrunken zu haben. Trotzdem habe ich für mich sehr gute 7 Stunden geschlafen.
Das macht einerseits Hoffnung, weil die schlaffördernde Wirkung von Atosil offensichtlich mehr psychosomatisch ist und nicht wirklich organisch.
Andererseits frage ich mich wieder ob ich Atosil einfach so rausschmeißen sollte, ohne weiter auszuschleichen, weil ich keine besonderen Entzugserscheinungen in Bezug auf das Medikament bemerke, aber hoffe, dass einige meiner gesundheitlichen Probleme unter Umständen mit dem Atosil zutun haben können, weil ein zeitlicher Zusammenhang zwischen der Atosileinnahme und der Verstärkung der Hör- und Verschleimungsproblematik besthet. Ich werde es wohl trotzdem weiternehmen bis die Diazepam draußen sind um mögliche Nebenwirkungen isolieren zu können obwohl ich emotional dazu tendieren würde die einmalige Erfahrung dazu zu nutzen das Atosil kalt rauszuwerfen.

Leider sind meine Gedankenschleifen die letzten Tage wieder ganz schlimm und mir fehlen mögliche Gesprächspartner sehr. Bis zum Beginn des ambulanten betreuten Wohnens dauert es ja noch mindestens bis März. Ich habe momentan kein Mittel schädliche Gedankenketten zu unterbinden. Mein Leben bietet einfach keinen Anhaltspunkt um Hoffnung zu fassen. Ich weiß, dass ich selbst bei einem erfolgreichen Entzug keine Zukunft habe und mein Leben von vorne bis hinten verpfuscht ist ohne eine realistische Chance zu haben jemals soetwas wie Zufriedenheit zu empfinden. Ich kann rational einfach nicht fassen wie mein Leben sich so entwickeln konnte. Ich habe das Gefühl, dass ich dauerhaft immer falsche Entscheidungen getroffen habe und trauere der Zeit nach als ich allein aufgrund von psychischen Problemen Jahre verschwendet habe, obwohl ich körperlich noch alles konnte und etwas aus meinem Leben hätte machen konnt, aber die traumatische Psychatrieerfahrung hat mich einfach zu sehr gelähmt.
Heute sehe ich aufgrund meiner körperlichen Symptome keinerlei Perspektive mehr und keine Chance meine Perspektive noch durch eigene Handlungen zu verbessern. Ich habe wieder vermehrt das Gefühl, dass ein Suizid irgentwann unausweichlich ist und ich das unvermeindliche nur vor mir herschiebe und den Entzug letztlich ein sinnloses Unterfangen einer notorischen Verlierers ist, der an den Realitäten der eigenen Existenz nichts mehr ändern kann und von allem abgeschnitten ist, was dem Leben Sinn geben kann. Um jeglichem Missverständnis vorzubeugen: Ich bin derzeit nicht akut suizidal und möchte den psychopharmakafreien Leben nochmal eine Chance geben. Trotzdem könnte ich keinem neuen Psychologen oder Sozialarbeiter solche Gedanken ungefiltert mitteilen, weil meine Angst vor einer erneuten Zwangseinweisung viel zu groß werden. Denn eins steht für mich fest: Nichts ist so schlimm wie ein erzwungener Psychatrieaufenthalt. Diese Erfahrung werde ich kein zweites Mal machen.
Sorry das ich die negativen Gedanken niederschreiben muss obwohl sie nur am Rand mit dem Entzug zu tun haben, aber ich habe keinen Gesprächspartner im normalen Leben. Die Unterhaltungen mit meiner Mutter sind absolut ritualisiert und bringen nur noch mehr Trauer, da sie sich seit Jahren im Kreis drehen. Eine Psychotherapie zu suchen macht parralel zum ambulanten betreuten Wohnen wohl wenig Sinn, da der Sinn der abW ja der Wegzug aus meiner Heimatstadt ist und eine Psychotherapie langfristiger angelegt sein sollte. Das selbe gilt auch Selbsthilfegruppen.

Das Wetter verhindert momentan auch, dass ich Nachtspaziergänge mache, die mir allgemein gut tun.
Ein dunkler Park ohne Menschen mit klarer Winterluft war in den letzten zwei Jahren der Ort außerdem unseres Hauses in dem ich mich auf wohlsten fühle. Aber der Dauerregen der letzten Tage macht aus dem Park eine reine Matschlandschaft.
Ich beneide diejenigen, die statt Regen Schnee abbekommen.

Jetzt versuche ich mich aufs Schauen von Footballspielen zu konzentrieren. Ich verfolge den Sport seit 20 jahren und er hat mir immer viel Spass bereitet aber selbst dabei fällt mir Konzentration und gedanklicher Fokus schwer.

MFG
0816
Psychische Probleme seid Kindesalter mit unterschiedlicher Manifestation. Verschiedene Diagnose wobei ich eigentlich nur eine Angststörung als wirklich treffend ansehe.

Einnahme von Zolpidem als Schlafmittel seit 18. Lebensjahr. Zunächst 5 mg, später 10 mg.
2004 psychischer Zusammenbruch mit traumatischer Psychatrieerfahrung. In Psychatrie hohe Dosen Lorazepam erhalten. Mehrere Jahre Psychotherapie und Versuche mit etlichen Antidepressiva. Antidepressiva haben bei mir weder wirkliche Wirkung gezeigt noch Absetzprobleme bereitet. Letzte Einnahme ca. 2010
Erst ab 2007 wieder halbwegs geregeltes Leben.
Seit 2008 sich verstärkende gesundheitliche Probleme (starke Schleimbildung, starker Tinnitus, Hörsturz, allergische Reaktionen bei Sport bis hin zu allergischem Schock).
2012 im Rahmen von Studienabschluss vom Hausarzt Atosil als weitere Einschlafhilfe erhalten (15 Tropfen).
Seit 2014 deutliche Verschlimmerung des Gesundheitszustandes mit mehreren Hörstürzen und Verschlimmerung der Verschleimungsproblematik.
Seit 2015 Zusammenbruch des geregelten Lebens.
Seit 2016 massive Probleme mit Zolpidemeinnahme nach einmaliger Einnahme einer hohen Dosis (Tagesmüdigkeit, trockene Augen, häufig nur Augenschlitze, verzögertes Wahrnehmungsvermögen, Kopfschmerzen, paradoxe Reaktion auf Zolpidem)
Absetzversuch Zolpidem mit Substitution mit Oxazepam gescheitert, ebenso kalter Entzug aufgrund erneuter Hörstürze in Zusammenhang mit fehlendem Schlaf.

Seit August 2018 Versuch der ambulanten Entzugs über Diazepam. Deutlich bessere Entzugssymptomatik im Gegensatz zu Zolpidem und Oxazepam.

August 2018: 6 mg Diazepam, 10 Tropfen Atosil
September 2018: 5 Tropfen Diazepam, 6 Tropfen Atosil
zur Zeit: 4 mg Diazepam, 3 Tropfen Atosil
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seit 13.10.18: 4 mg Diazepam, 3 Tropfen Atosil aufgrund neuerlichem Hörsturz und massiven Schlafproblemen.
18.10.18 Aufgrund zwei Nächte kompletter Schlaflosigkeit und extremer Ohrprobleme wieder zurück zu 4 mg Diazepam und 10 Tropfen Atosil
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Clarissa
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Re: 0816: Zolpidem Entzug mit Diazepan nach 15 Jahren Einnahme

Beitrag von Clarissa » Sonntag, 13.01.19, 6:35

Guten Morgen, 0816.

Das liest sich für mich nicht gut.

Medikamentenfreiheit macht ja nicht per se alles besser und schöner. Sie bietet allerdings die Möglichkeit, bewußt und mit klarem Kopf aus dem Rest des Lebens das Beste rauszuholen. Dazu ist es nach meiner Erfahrung nie zu spät.

Mir haben tatsächlich einige wenige Stunden bei einer guten Therapeutin zu diesen Erkenntnissen verholfen. Sie hat mich auf diese Spur gebracht und ich bin dann allein "weitergewackelt".

Ich habe eine Bekannte, der es nicht gelungen ist, sich mit ihrem Leben auszusöhnen und Schwierigkeiten ohne Diazepam anzunehmen, sie taumelt von Rückfall zu Rückfall und unterliegt dem Kindling Effekt.

Vielleicht solltest Du Dir nochmals therapeutische Hilfe versuchen zu holen?

Alles Gute und VG von Clarissa.
früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:

seit Mai 2015 EU-Rentnerin letztlich wegen der Entzugs/PP-Problematik

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Kaltabsetzen; Erfahrungen auch mit Psychotherapien

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen über 4 Jahre frei von Medikamenten.
NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

Leider nicht symptomfrei.

0816
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Re: 0816: Zolpidem Entzug mit Diazepan nach 15 Jahren Einnahme

Beitrag von 0816 » Sonntag, 13.01.19, 7:42

Guten Morgen Clarissa,
therapeutische Hilfe ist aufjedenfall in der Planung. Die Frage ist nur der Zeitpunkt weil ja auch die räumliche Veränderung geplant ist und die beim ambulanten betreuten Wohnen auf einem Timer sitzt. Und als gesetzlich versicherter fliegen einem Therapieplätze ja nicht wirklich zu ;)
Bei meiner letzten Psychotherapie war ich noch privat versichert....da war die Auswahl größer. und Termine kurzfristig zu haben...leider spielt das in unserem Gesundheitssystem ja eine große Rolle - gerade im psychischen Bereich.

Ich denke, dass ich eigentlich nicht besonders rückfallgefährdet bin, wenn ich die PP erstmal raus habe, weil ich eigentlich kein Suchttyp bin, was komisch klingt bei einer Tablettenabhängigkeit die aber mehr mit einem Unterschätzen der Tabletten zu tun hatte.
Ich hatte aus Kindestagen eine Nasensprayabhängigkeit, die ich auch viel zu spät hinterfragt habe und auf die ich meine heutigen Verschleimungsprobleme zurückführe. Seit dem Entzug habe ich selbst Erkältungen ohne das Zeug durchgestanden. Nun sind PP sicherlich inversiver und mit höherem Suchtpotential ausgestattet, aber ich glaube, wenn ich erstmal den Entzug durch habe werde ich allein aus Angst vor der Folgen einer erneuten Einnahme jedenfalls von Benzos und Neuroleptika fern bleiben.

Die andere Frage ist, ob es mir gelingt dieses Leben auf halbwegs lebbare Beine zu stellen. Da bin ich weniger zuversichtlich, weil es mir nie gelungen ist mir selbst eine selbstständige Lebensfähigkeit wirklich nachzuweisen und ich ein sehr starkes und unkontrolliertes Rückzugverhalten habe, was mich sehr schnell aus schweren Situationen fliehen lässt und Dinge komplett einreißt, die ich mir zuvor über Jahre aufgebaut habe. Das Ganze kombiniert mit den ständigen Hörstürzen lässt so wenig an realistischen Zukunftsperspektiven zu.
Deshalb wird wohl eine längere Therapie nochmal notwendig sein, wenn ich wirklich dauerhaft weiterleben möchte, denn irgentwann werde ich den Rückzugsort zu Hause in der Form nicht mehr haben. Die Frage ist eher ob ich eine Therapie parrelel zum ambulanten betreuten Wohnen angehen kann oder erst den Schritt des Auszugs vollziehen muss.

Erstmal muss ich irgentwie den Schlafrhytmus wieder so hinbiegen, dass ich fähig bin tagsüber Termine wahrzunehmen. Das dauert leider schon länger als beim letzten Mal aber noch gibt immerhin mein Ohr halbwegs Ruhe. Leider gelingt es mir einfach nicht meinen Körper dauerhaft dazu zu bringen nachts zu schlafen ohne in psychische Gedankenkreisel zu rutschen. ich darf erst dann versuchen zu schlafen, wenn ich völlig erschöpft bin. Wenn ich mich hinlegen und noch genug Energie dazu habe meine Gedanken ins Rollen zu bringen wird es häufig die ganze Nacht nichts, weil die Erschöpfung von meinem Gedankenkreisel völlig verdrängt wird und nicht mehr künstliche da ist was den Kreisel unterbrechen kann.

MFG
0816
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2004 psychischer Zusammenbruch mit traumatischer Psychatrieerfahrung. In Psychatrie hohe Dosen Lorazepam erhalten. Mehrere Jahre Psychotherapie und Versuche mit etlichen Antidepressiva. Antidepressiva haben bei mir weder wirkliche Wirkung gezeigt noch Absetzprobleme bereitet. Letzte Einnahme ca. 2010
Erst ab 2007 wieder halbwegs geregeltes Leben.
Seit 2008 sich verstärkende gesundheitliche Probleme (starke Schleimbildung, starker Tinnitus, Hörsturz, allergische Reaktionen bei Sport bis hin zu allergischem Schock).
2012 im Rahmen von Studienabschluss vom Hausarzt Atosil als weitere Einschlafhilfe erhalten (15 Tropfen).
Seit 2014 deutliche Verschlimmerung des Gesundheitszustandes mit mehreren Hörstürzen und Verschlimmerung der Verschleimungsproblematik.
Seit 2015 Zusammenbruch des geregelten Lebens.
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Absetzversuch Zolpidem mit Substitution mit Oxazepam gescheitert, ebenso kalter Entzug aufgrund erneuter Hörstürze in Zusammenhang mit fehlendem Schlaf.

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August 2018: 6 mg Diazepam, 10 Tropfen Atosil
September 2018: 5 Tropfen Diazepam, 6 Tropfen Atosil
zur Zeit: 4 mg Diazepam, 3 Tropfen Atosil
seit 9.10.18: 4 mg Diazepam 2 Tropfen Atosil
seit 13.10.18: 4 mg Diazepam, 3 Tropfen Atosil aufgrund neuerlichem Hörsturz und massiven Schlafproblemen.
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17.01.18 1,5 mg Diazepam 7 Tropfen Atosil

Clarissa
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Re: 0816: Zolpidem Entzug mit Diazepan nach 15 Jahren Einnahme

Beitrag von Clarissa » Sonntag, 13.01.19, 10:31

Hallo nochmals, 0816.

Leider kann man bei Psychotherapie auch arg danebengreifen. Mir war nur eine einzige Therapeutin hilfreich, und dazu brauchte es gerade mal ein bis drei Stunden.

Ich will Dich nicht beunruhigen, aber auch nach Null können solche, hm, belastende Erscheinungen (körperliche Abhängigkeit?) auftreten, die viel Kraft, Durchhaltevermögen und Strategie erfordern, um nicht wieder zum vorübergehend lindernden Benzo zu greifen. Da ist es von großem Vorteil, mit sich und seinem Leben einigermaßen im Reinen zu sein.

Wenn ich Dich so lese, drängt sich mir der Gedanke auf: hängst Du die Meßlatte für Dein aktuelles Leben zu hoch?
Es ist, wie es gerade ist, mehr geht eben im Moment nicht. Aber dieser Zustand ist nicht in Stein gemeißelt. Gesundheit ist Voraussetzung für weitere Verbesserungen, nicht umgekehrt, denke ich.

Ich habe einen sozialen Abstieg vom Feinsten hingelegt/hinlegen müssen und bin trotzdem zufriedener als je in meinem Leben. Ich habe zuletzt meine Funktionsfähigkeit nur noch mit Hilfe von PP aufrechterhalten können, das war, rückblickend, ein ganz übles Leben.
Jetzt mache ich das, was eben gerade geht, und bin es zufrieden. Ich beziehe eine kleine Rente und habe ein paar Rücklagen, sodaß ich bescheiden ganz gut um die Runden komme.
Es ist gesundheitlich vieles besser geworden, aber nur mit Geduld und Demut.

Den Tag-Nacht-Rhythmus finde ich einigermaßen wichtig. Ich halte den strikt ein, das hilft mir viel bezüglich Alltagstauglichkeit. Auch wenn ich mal wenig/schlecht nachts schlafe, so habe ich dennoch tags einen klaren Kopf und keinerlei Medikamenten-Hangover.

Mit der Akzeptanz meiner Lage ist es mir gelungen, die quälenden Gedankenkreisel, die mich natürlich mit am Schlafen hinderten, in ihre Schranken zu weisen.

Ich denke, wenn ich, mit meiner Vorgeschichte und in meinem Alter, das schaffen konnte, dann kann es jeder!

Alles Gute und VG von Clarissa.
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los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Kaltabsetzen; Erfahrungen auch mit Psychotherapien

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

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Leider nicht symptomfrei.

0816
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Re: 0816: Zolpidem Entzug mit Diazepan nach 15 Jahren Einnahme

Beitrag von 0816 » Mittwoch, 16.01.19, 10:19

Hallo,
dank der Brexit Debatte gestern ist es mir gelungen endlich mal wieder halbwegs wie ein normaler Mensch zu schlafen (22 Uhr - 6Uhr). Es war diesmal verdamt anstrengend den Schlafrhytmus zu korrigieren.
Diesmal muss ich versuchen trotz ständiger Verzweiflung den Schlafrhytmus irgentwie zu halten. Ich werde mir jetzt den Wecken konsequent auf 8 Uhr stellen und versuchen diesen Rhytmus auch dann durchzuhalten wenn ich Nachts kaum schlafe. Ob es mir gelingt wird sich zeigen und ein gewisses Risiko ist dabei, weil die Tage so unglaublich lang sind wenn man früh aufsteht und nur Leere vor sich hat. Wenn ich mich allerdings der kompletten Verschiebung des Tag/Nachtrhytmus hingebe, dann ist auf kurz oder lang meine Alltagstauglichkeit entgültig dauerhaft hinüber. Deshalb versuche ich jetzt nochmal krampfhaft einen normalen Lebensrhytmus für länger als ein paar Wochen stabil zu halten.

Eigentlich müsste ich auch weiter reduzieren aber ich denke ich werde noch eine Woche warten bevor der nächste Schritt kommt. Die letzten Wochen waren einfach zu schlecht um im Plan zu bleiben.
Aber es ist zumindestnes beruhigend, dass ich keine 0-Schlaf Nächte benötigt habe um den Rhytmus zu verschieben. Wenn ich mehr als 20 Stunden wach bin und erst dann versuche einzuschlafen klappt das recht gut. Die Probleme werden dann gravierend wenn ich versuche früher zu schlafen und dann in Gedankenschleifen rutsche. Leider komme ich aber auch nicht dauerhaft mit 4 Stunden Schlaf klar.
Heute Nachmittag werde ich mich mal aufs Rad schwingen und den trockenen Tag nutzen, wobei mir Bewegung und körperliche Anstrengung leider nicht beim Schlafen hilft, aber sie vertreibt die schlechte Stimmung etwas.

Mir fehlt sportliche Betätigung, die leider aufgrund der Verschleimung nicht mehr machbar ist. Meine Atemwege sind nach 10 Minuten wirklicher Anstrengung staubtrocken, sodass es einfach nichts bringt.
Heute Nacht habe ich leider mal wieder einen sehr lebendige Traum aus meiner Jugend gehabt bezüglich meines damaligen Lieblingssports gehabt, der mir mal wieder deutlich aufgezeigt hat, was ich alles verloren habe.
Um ehrlich zu sein, sind mir zünftige Albträume deutlich lieber als Träume von Dingen, die ich früher mal konnte aber heute nichtmehr kann. Das Gefühl die 26 gesunden Jahre, die ich hatte so unzulänglich genutzt zu haben, weil ich seit der Pubertät mit meinem Leben nicht mehr klarkam ist niederschmetternd.
Alpträume finde ich im nachhinein meist eher amüsant, da die Horrorvisionen des eigenen Verstandes in der Nacht oft so absurd sind, dass sie mich tagsüber wenig belasten.

MFG
0816
Psychische Probleme seid Kindesalter mit unterschiedlicher Manifestation. Verschiedene Diagnose wobei ich eigentlich nur eine Angststörung als wirklich treffend ansehe.

Einnahme von Zolpidem als Schlafmittel seit 18. Lebensjahr. Zunächst 5 mg, später 10 mg.
2004 psychischer Zusammenbruch mit traumatischer Psychatrieerfahrung. In Psychatrie hohe Dosen Lorazepam erhalten. Mehrere Jahre Psychotherapie und Versuche mit etlichen Antidepressiva. Antidepressiva haben bei mir weder wirkliche Wirkung gezeigt noch Absetzprobleme bereitet. Letzte Einnahme ca. 2010
Erst ab 2007 wieder halbwegs geregeltes Leben.
Seit 2008 sich verstärkende gesundheitliche Probleme (starke Schleimbildung, starker Tinnitus, Hörsturz, allergische Reaktionen bei Sport bis hin zu allergischem Schock).
2012 im Rahmen von Studienabschluss vom Hausarzt Atosil als weitere Einschlafhilfe erhalten (15 Tropfen).
Seit 2014 deutliche Verschlimmerung des Gesundheitszustandes mit mehreren Hörstürzen und Verschlimmerung der Verschleimungsproblematik.
Seit 2015 Zusammenbruch des geregelten Lebens.
Seit 2016 massive Probleme mit Zolpidemeinnahme nach einmaliger Einnahme einer hohen Dosis (Tagesmüdigkeit, trockene Augen, häufig nur Augenschlitze, verzögertes Wahrnehmungsvermögen, Kopfschmerzen, paradoxe Reaktion auf Zolpidem)
Absetzversuch Zolpidem mit Substitution mit Oxazepam gescheitert, ebenso kalter Entzug aufgrund erneuter Hörstürze in Zusammenhang mit fehlendem Schlaf.

Seit August 2018 Versuch der ambulanten Entzugs über Diazepam. Deutlich bessere Entzugssymptomatik im Gegensatz zu Zolpidem und Oxazepam.

August 2018: 6 mg Diazepam, 10 Tropfen Atosil
September 2018: 5 Tropfen Diazepam, 6 Tropfen Atosil
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19.11.18 3,0 mg Diazepam, 7 Tropfen Atosil + 3 Bedarf extreme und Ohrprobrobleme
04.12.18 2,5 mg Diazepam 7 Tropen Atosil
26.12.18 2,0 mg Diazepam 7 Tropfen Atosil
17.01.18 1,5 mg Diazepam 7 Tropfen Atosil

Clarissa
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Re: 0816: Zolpidem Entzug mit Diazepan nach 15 Jahren Einnahme

Beitrag von Clarissa » Mittwoch, 16.01.19, 10:30

Hallo, 0816.

Finde ich gut, wenn Du einen Tag-Nacht-Rhythmus hinbekommst. Mir hilft das viel.

Ich hatte letzte Nacht leider auch wieder nur 3 Stunden Schlaf, wenn das ab und an vorkommt, stecke ich es einigermaßen weg.

Mir verhilft übrigens mein Hund zu Tagesstruktur, der muß mindestens dreimal Gassi, das ersten Mal morgens zwischen 7 und 8 Uhr - egal, wie meine Nacht war :wink: .

Alles Gute und VG von Clarissa.

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Re: 0816: Zolpidem Entzug mit Diazepan nach 15 Jahren Einnahme

Beitrag von 0816 » Samstag, 19.01.19, 6:24

Hallo,
bei mir gibt es momentan ein paar positive Dinge zu berichten.
Momentan passt mein Schlafrhytmus halbwegs gut - die letzten beiden Tage 22 Uhr - ca 5 Uhr. Nicht optimal aber besser als sich die Nächte um die Ohren zu schlagen.
Ich habe den mometan frühen Schlafrhytmus genutzt um von 2 mg Diazempam auf 1,5 mg zu gehen - die ersten zwei Tage hat mein Körper das recht gut akzeptiert. Die Ziellinie ist bezüglich des Diazepams in Sicht.
Außerdem habe ich nächste Woche ein Gespräch bezüglich der beantragung des ambulanten betreuten Wohnens - also auch in der Richtung gibt es etwas Bewegung.

Leider hat meine Radtour am Mittwoch nicht wirklich gut geendet. Bin eine gute Stunde gefahren - nicht besonders schnell aber mit Spziergang dazwischen, sodass ich ca 2,5 Stunden unterwegs war. Mein Körper hat mir wieder mal gezeigt, dass er auf selbst leichten Sport nicht positiv reagiert. Am Abend war meine Verschleimung,Zähflüssigkeit des Schleims, und die gefühlte Trockenheit der gesamten Atemwege ziemlich schlimm und ich habe nach der Ankunft erstmal eine halbe Stunde lang gehustet - und niemand weiß wirklich woher dieses Phänomen kommt. Von den Medikamtenten kanns eigentlich nur das Atosil sein aber bereits vor dem Atosil waren die Symtome vorhanden, wenn auch ohne die starke Triggerung durch Alkohol und Sport. Ich muss wohl davon ausgehen, dass es sich um einen lebenslangen Zustand handelt, wenn nicht irgenteine seltsame Form von Nahrungsmittelreaktion dahinter steckt. Eine normale Allergie wurde bereits mehrfach untersucht und ausgeschlossen.
Sport wird für mich also genau wie Alkohol als Trigger dieser Symptome tabu bleiben. Keine schöne Aussicht mit Mitte 30...

Aber ich will nicht meckern, solang ich schlafe und mein Ohr ruhig bleibt. Immerhin bleiben mir Spaziergänge als Aktivität draußen und das Wetter lässt sie auch wieder zu, was meinem Schlaf und Allgemeinbefinden gut tut. Ich mag sonnige Wintertage.

MFG
0816
Psychische Probleme seid Kindesalter mit unterschiedlicher Manifestation. Verschiedene Diagnose wobei ich eigentlich nur eine Angststörung als wirklich treffend ansehe.

Einnahme von Zolpidem als Schlafmittel seit 18. Lebensjahr. Zunächst 5 mg, später 10 mg.
2004 psychischer Zusammenbruch mit traumatischer Psychatrieerfahrung. In Psychatrie hohe Dosen Lorazepam erhalten. Mehrere Jahre Psychotherapie und Versuche mit etlichen Antidepressiva. Antidepressiva haben bei mir weder wirkliche Wirkung gezeigt noch Absetzprobleme bereitet. Letzte Einnahme ca. 2010
Erst ab 2007 wieder halbwegs geregeltes Leben.
Seit 2008 sich verstärkende gesundheitliche Probleme (starke Schleimbildung, starker Tinnitus, Hörsturz, allergische Reaktionen bei Sport bis hin zu allergischem Schock).
2012 im Rahmen von Studienabschluss vom Hausarzt Atosil als weitere Einschlafhilfe erhalten (15 Tropfen).
Seit 2014 deutliche Verschlimmerung des Gesundheitszustandes mit mehreren Hörstürzen und Verschlimmerung der Verschleimungsproblematik.
Seit 2015 Zusammenbruch des geregelten Lebens.
Seit 2016 massive Probleme mit Zolpidemeinnahme nach einmaliger Einnahme einer hohen Dosis (Tagesmüdigkeit, trockene Augen, häufig nur Augenschlitze, verzögertes Wahrnehmungsvermögen, Kopfschmerzen, paradoxe Reaktion auf Zolpidem)
Absetzversuch Zolpidem mit Substitution mit Oxazepam gescheitert, ebenso kalter Entzug aufgrund erneuter Hörstürze in Zusammenhang mit fehlendem Schlaf.

Seit August 2018 Versuch der ambulanten Entzugs über Diazepam. Deutlich bessere Entzugssymptomatik im Gegensatz zu Zolpidem und Oxazepam.

August 2018: 6 mg Diazepam, 10 Tropfen Atosil
September 2018: 5 Tropfen Diazepam, 6 Tropfen Atosil
zur Zeit: 4 mg Diazepam, 3 Tropfen Atosil
seit 9.10.18: 4 mg Diazepam 2 Tropfen Atosil
seit 13.10.18: 4 mg Diazepam, 3 Tropfen Atosil aufgrund neuerlichem Hörsturz und massiven Schlafproblemen.
18.10.18 Aufgrund zwei Nächte kompletter Schlaflosigkeit und extremer Ohrprobleme wieder zurück zu 4 mg Diazepam und 10 Tropfen Atosil
30.10.18 3,5 mg Diazepam, 7 Tropefen Atosil + 3 Bedarf
19.11.18 3,0 mg Diazepam, 7 Tropfen Atosil + 3 Bedarf extreme und Ohrprobrobleme
04.12.18 2,5 mg Diazepam 7 Tropen Atosil
26.12.18 2,0 mg Diazepam 7 Tropfen Atosil
17.01.18 1,5 mg Diazepam 7 Tropfen Atosil

Clarissa
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Re: 0816: Zolpidem Entzug mit Diazepan nach 15 Jahren Einnahme

Beitrag von Clarissa » Samstag, 19.01.19, 6:32

Guten Morgen, 0816.

Was ist denn an sieben Stunden Schlaf nicht optimal :shock: ??? Mancher von uns wäre dafür dankbar :wink: .

Die Medikamente und der Entzug können die absonderlichsten Reaktionen des Körpers hervorrufen.
Da kann sich manches wieder einhängen.
Erstmal würde ich nichts erzwingen, aber weiter die Hoffnung auf spätere Normalisierung behalten.

Alles Gute und VG von Clarissa.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Clarissa für den Beitrag (Insgesamt 2):
Towanda1Kaenguru70
früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:

seit Mai 2015 EU-Rentnerin letztlich wegen der Entzugs/PP-Problematik

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Kaltabsetzen; Erfahrungen auch mit Psychotherapien

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen über 4 Jahre frei von Medikamenten.
NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

Leider nicht symptomfrei.

0816
Beiträge: 47
Registriert: Sonntag, 02.10.16, 1:03

Re: 0816: Zolpidem Entzug mit Diazepan nach 15 Jahren Einnahme

Beitrag von 0816 » Samstag, 19.01.19, 6:57

Clarissa hat geschrieben:
Samstag, 19.01.19, 6:32
Guten Morgen, 0816.

Was ist denn an sieben Stunden Schlaf nicht optimal :shock: ??? Mancher von uns wäre dafür dankbar :wink: .

Die Medikamente und der Entzug können die absonderlichsten Reaktionen des Körpers hervorrufen.
Da kann sich manches wieder einhängen.
Erstmal würde ich nichts erzwingen, aber weiter die Hoffnung auf spätere Normalisierung behalten.

Alles Gute und VG von Clarissa.
Hallo Clarissa,
das nicht optimal war eher auf die Schlafverteilung bezoge als auf die Nettoschlafzeit - gegen 5 Uhr aufstehen ist halt doch sehr früh und dauerhaft ab 21 kaputt zu sein ist auch nicht so toll. Außerdem war ich immer jemand, der viel schlaf benötigte. Richtig fit war ich immer erst nach 8/9 Stunden Schlaf.
Deshalb nicht optimal aber solange es so stabil bleibt ist es tatsächlich ein Grund zur Freude :). Ich neige eben eher zum Perfektionismus ;)

MFG
0816
Psychische Probleme seid Kindesalter mit unterschiedlicher Manifestation. Verschiedene Diagnose wobei ich eigentlich nur eine Angststörung als wirklich treffend ansehe.

Einnahme von Zolpidem als Schlafmittel seit 18. Lebensjahr. Zunächst 5 mg, später 10 mg.
2004 psychischer Zusammenbruch mit traumatischer Psychatrieerfahrung. In Psychatrie hohe Dosen Lorazepam erhalten. Mehrere Jahre Psychotherapie und Versuche mit etlichen Antidepressiva. Antidepressiva haben bei mir weder wirkliche Wirkung gezeigt noch Absetzprobleme bereitet. Letzte Einnahme ca. 2010
Erst ab 2007 wieder halbwegs geregeltes Leben.
Seit 2008 sich verstärkende gesundheitliche Probleme (starke Schleimbildung, starker Tinnitus, Hörsturz, allergische Reaktionen bei Sport bis hin zu allergischem Schock).
2012 im Rahmen von Studienabschluss vom Hausarzt Atosil als weitere Einschlafhilfe erhalten (15 Tropfen).
Seit 2014 deutliche Verschlimmerung des Gesundheitszustandes mit mehreren Hörstürzen und Verschlimmerung der Verschleimungsproblematik.
Seit 2015 Zusammenbruch des geregelten Lebens.
Seit 2016 massive Probleme mit Zolpidemeinnahme nach einmaliger Einnahme einer hohen Dosis (Tagesmüdigkeit, trockene Augen, häufig nur Augenschlitze, verzögertes Wahrnehmungsvermögen, Kopfschmerzen, paradoxe Reaktion auf Zolpidem)
Absetzversuch Zolpidem mit Substitution mit Oxazepam gescheitert, ebenso kalter Entzug aufgrund erneuter Hörstürze in Zusammenhang mit fehlendem Schlaf.

Seit August 2018 Versuch der ambulanten Entzugs über Diazepam. Deutlich bessere Entzugssymptomatik im Gegensatz zu Zolpidem und Oxazepam.

August 2018: 6 mg Diazepam, 10 Tropfen Atosil
September 2018: 5 Tropfen Diazepam, 6 Tropfen Atosil
zur Zeit: 4 mg Diazepam, 3 Tropfen Atosil
seit 9.10.18: 4 mg Diazepam 2 Tropfen Atosil
seit 13.10.18: 4 mg Diazepam, 3 Tropfen Atosil aufgrund neuerlichem Hörsturz und massiven Schlafproblemen.
18.10.18 Aufgrund zwei Nächte kompletter Schlaflosigkeit und extremer Ohrprobleme wieder zurück zu 4 mg Diazepam und 10 Tropfen Atosil
30.10.18 3,5 mg Diazepam, 7 Tropefen Atosil + 3 Bedarf
19.11.18 3,0 mg Diazepam, 7 Tropfen Atosil + 3 Bedarf extreme und Ohrprobrobleme
04.12.18 2,5 mg Diazepam 7 Tropen Atosil
26.12.18 2,0 mg Diazepam 7 Tropfen Atosil
17.01.18 1,5 mg Diazepam 7 Tropfen Atosil

Clarissa
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Registriert: Sonntag, 24.08.14, 18:37

Re: 0816: Zolpidem Entzug mit Diazepan nach 15 Jahren Einnahme

Beitrag von Clarissa » Samstag, 19.01.19, 7:08

Hallo.

Ich bin froh, wenn der Tag so früh beginnt - nach sieben Stunden Schlaf, jippie!

Ich weiß mich immer zu beschäftigen, wenn es mir EINIGERMAßEN gut geht :) .

Und jetzt stehe ich auf und lauf mit dem Hund eine Runde :D .

Einen angenehmen Tag wünscht mit VG Clarissa.

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