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Quietscheentchen: Kinderwunsch, Escitalopram bereits ausgeschlichen, Absetzsymptomatik

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Juna
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Re: Quietscheentchen: Kinderwunsch, Escitalopram bereits ausgeschlichen, Absetzsymptomatik

Beitrag von Juna » Dienstag, 08.01.19, 11:50

Huhu Entchen,

ja kann es, bestimmt, mir fällt da gerade Diane ein, ihr ging es auch unheimlich schlecht und sie ist - gefühlt- in ihren Symptomen untergegangen, sie war oft zu nichts in der Lage, mehr im RTW, der Notaufnahme und den Ärzten unterwegs als was anderes (also sehr krass ausgedrückt) und ihr geht es auch wieder besser, sie hat iwann mal geschrieben, dass sie jetzt wesentlich besser klar kommt, ihren Weg geht und nimmer so schlecht drauf ist.

Sie war selber erschrocken, als sie ihren Thread nachgelesen hat.

Das ist nur ein Beispiel, welches mir gerade einfällt, jammern ist übrigens nicht schlimm, das darf man.

Alles Gute,
Juna
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Re: Quietscheentchen: Kinderwunsch, Escitalopram bereits ausgeschlichen, Absetzsymptomatik

Beitrag von Quietscheentchen » Dienstag, 08.01.19, 20:24

Danke Juna,

mein Tag entwickelte sich doch noch zum Fenster, obwohl ich meist liegen musste.

Keine so miese Stimmung, essen ging und ich hab kurz mit meinem Mann langsam getanzt. Mehr ging nicht...

Und tatsächlich habe ich mehr oder weniger dianes ganzen Thread gelesen. Puh, und besonders im Nicht aushalten können finde ich mich wieder.

Ich schätze, ich brauche immer ganz dringend die Bestätigung, dass es auch wirklich besser wird.

Denn in den Wellen kommen auch die Erinnerungen vom Entzugsbeginn und wollen mir weismachen, dass ich genau da wieder lande.

Dabei ist bei mir keine Welle so schlimm wie die vorige.
Das werd ich aber in der Welle dann bestreiten. :D

Derzeit ist es ja dann diese Hoffnungslosigkeit.
Ich denke dann wirklich, es geht nicht mehr weg, bzw nicht innerhalb eines Zeitrahmens, der für mich noch "schaffbar" wäre, was auch immer das heißt. Ich fühle mich dann wie eine Ertrinkende.

Schlimm ist, dass ich einfach noch weg bin. Dadurch fühl ich mich abgeschnitten. Wahrnehmung, Stimmung, alles ist anders. Aber es bessert sich.

Und im nächsten Moment bin ich sicher, es bessert sich doch nicht und das ist nur Wunschdenken. :roll:

Ich habe wohl auch schon seit einigen Wochen leichte Agoraphobie, weil mir die Welt so gefährlich groß und weit vorkommt. Da mein Mann erst nachmittags mit mir rausgehen kann, sehe ich nie Tageslicht. Zuletzt an Silvester, davor Anfang oder Mitte November...

Aber um es nochmal zu betonen, ich habe die Angst und Zwangsgedanken zum Thema Suizid nicht mehr.

Jetzt ist da "nur noch" Angst, mich ewig quälen zu müssen. Weil ich mir irgendwie nicht zutraue, was ihr hier alle schafft. Aushalten, akzeptieren...
Ich sitze hier oft beim Lesen und denke, wie macht ihr das bloß alle...

Seit sechs Wochen halte ich jetzt die Dosis. Wie mache ich mich seitdem?

Und ich hab noch ne Frage. Mein Mann meint, das klingt bescheuert und ergibt keinen Sinn. ^^

Kann man so in der Angst vor dem Entzug drin hängen, dass man gar nicht merkt, dass es besser wird, oder gar vorbei ist?

So wie eine Cartoonfigur, die sich mit geschlossenen Augen im Sturm an einen Laternenmast klammert und erst viel später die Augen wieder öffnet, dabei ist der Sturm schon längst vorbei...?

:group: Liebe Grüße
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Re: Quietscheentchen: Kinderwunsch, Escitalopram bereits ausgeschlichen, Absetzsymptomatik

Beitrag von Li-la022 » Dienstag, 08.01.19, 21:32

Liebe Ente☺,

Ich freue mich das es dir besser geht und diese zwangsgedanken los bist!

Zu deiner Frage, ja ich glaube schon das man in der Angst festhängen kann... ich denke man vertraut sich selbst nicht mehr und entwickelt schon recht schnell die Angst vor der angst.

Ich fragte mich auch oft wie ich denn merke das der Entzug endlich vorbei ist da es mit ja zwischendurch wochenlang richtig gut ging und mich dann wieder eiskalt erwischte... jeder sagt man merkt es wenn keine Wellen mehr kommen... klar... aber weiß ich was zu in ein paar Wochen ist... manchmal wollte ich Klarheit und einfach nur hören das dauert x lange und dann bist du durch... aber das kann dir keiner sagen... und diese Ungewissheit was noch kommt, wird es noch schlimmer, wie lange dauert es ect macht es so unerträglich.

Alles liebe für dich.
Lila
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Diagnose Schlafstörungen / Pannikattacken

März 2017 - Dezember 2017 Opipramol 100mg verschrieben wegen der Schlafstörung
25.12 - 30.12 Reduzieren von 100mg auf 0mg ( wollte der Arzt)
ab 02.01.18 innere Unruhe, Angst, Nervosität, brennende Haut
11.01.18 wieder eindosieren von 50mg ( wollte der Arzt)
Mitte Januar Kopf MRT
zum 01.02.18 Arztwechsel da mein Hausarzt in Rente ging
03.02.18 inneres vibrieren links neben der Wirbelsäule. das vibrieren zog in die Po-Packe und in den Oberschenkel
12.02.18 neuen Arzt aufgesucht, er meint Symptome sind Psychisch Opipramol sofort auf 0mg ab 13.02.18 Escitalopram 5mg
Symprome: starkes Muskelzucken, innerliches Zittern, Schüttelfrost, Kälteschauer, Apettilosigkeit 10kg in 2 Wochen abgenommen,
16.0218 lt Arzt Escitalopram 10mg Symptome wurde immer schlimmer ab 18.02.18 wieder 5mg und ab 21.02.18 Esctialopram 0mg


Symptome : starke Angst und Panik ( vorallem wenn ich allein sein musste) inneres zittern, muskelzucken, frieren, schüttelfrost, brennende Haut, Mandelentzündung, 2x Notaufnahme o.B.
Blutbild o.B.
Schilddrüse o.B
Vitaminemangel oder Nährstoffmangel liegt nicht vor
Borreliose o.B.
MRT HWS und BWS o.B

Irgendwann sagte mir dann der Chef und die Kollegin meines Hausarztes das ich wohl in einem Entzug stecke. Dieser könnte 6-8 Wochen dauern war die Aussage!


Heute : 45 Wochen opipramol 0 , 44 Wochen ohne Escitalopram


26.12.18 Aktuelle Symptome :
Ab und an inneres zittern, Verspannungen im nackenbereich ( darauß kopfschmerzen/schwindel)
Angst vor der Angst

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Re: Quietscheentchen: Kinderwunsch, Escitalopram bereits ausgeschlichen, Absetzsymptomatik

Beitrag von Quietscheentchen » Dienstag, 08.01.19, 21:51

Huhu Lila!

Ja, danke, ich kann auf die Zwangsgedanken gut verzichten. Hoffen wir, es bleibt so.

Ja, diese Unsicherheit. Aber man merkt trotzdem, dass es besser wird, oder? Man hängt nicht so in der Angst, dass man da hängen bleibt, sondern trotzdem wird es besser?

Ich glaube, ich hab da echt Angst, den Besserungen nicht trauen zu dürfen. Oder ich sie mir nur einbilde...

Ich hab noch das Sicherheitsnetz des Eindosierens. Zwar denke ich nicht, dass es mich ruck zuck stabil machen kann. Aber habe zumindest den Eindruck, dass es, trotz Wellen, aufwärts geht und ich nicht Wellen bekomme, die sich anfühlen wie am Anfang. Also ich falle zumindest nicht ins bodenlose, so mein Gefühl. Oder Wunschdenken...

Das ist sicher noch schwieriger, wenn es einen so umhaut, womit man schon gar nicht mehr gerechnet hat...

Dafür muss ich dann noch irgendwann ausschleichen...

Oh, aber das frag ich mich auch so oft, woher man es weiß. Dass einfach nichts mehr kommt.

Dir auch alles Liebe!
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Re: Quietscheentchen: Kinderwunsch, Escitalopram bereits ausgeschlichen, Absetzsymptomatik

Beitrag von Towanda1 » Dienstag, 08.01.19, 22:16

Quietscheentchen hat geschrieben:
Dienstag, 08.01.19, 21:51

Ja, diese Unsicherheit. Aber man merkt trotzdem, dass es besser wird, oder? Man hängt nicht so in der Angst, dass man da hängen bleibt, sondern trotzdem wird es besser?

Ich glaube, ich hab da echt Angst, den Besserungen nicht trauen zu dürfen. Oder ich sie mir nur einbilde...
Hallo Quietscheentchen,

ich habe in der schlimmsten Zeit angefangen, ein Befindlichkeitstagebuch zu schreiben. Jeden Tag nur ein paar Stichpunkte, wie es mir geht, was sich verändert hat, was neu ist ect.

Wenn ich denke, es verändert sich nichts, kann ich nachlesen und bin erstaunt, was sich alles schon verändert hat. Vielleicht auch eine Möglichkeit für Dich?

LG Towanda
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1 x wöchentlich Ciprofloxacin C30 5 Globuli
1 x wöchentlich Mirtazapin C30 5 Globuli
3 x tgl. Thyreoidea comp. 3 Globuli


Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere mich haben wollen

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Re: Quietscheentchen: Kinderwunsch, Escitalopram bereits ausgeschlichen, Absetzsymptomatik

Beitrag von Li-la022 » Dienstag, 08.01.19, 22:17

Ich glaube liebes Entchen, das du deine situation gut reflektieren kannst.
Damit möchte ich sagen das wenn du in der Angst festhängen würdest das positive nicht merken würdest. Und das ist gut... denn aus den Fenstern kannst du Kraft ziehen, dich in Wellen daran erinnern das es besser wird... ich glaube du bist auf einen guten weg. Versuche nicht ständig darüber zu grübeln oder dich zu beobachten.

Liebe Grüße lila
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Re: Quietscheentchen: Kinderwunsch, Escitalopram bereits ausgeschlichen, Absetzsymptomatik

Beitrag von Quietscheentchen » Dienstag, 08.01.19, 22:33

Danke Towanda, das mach ich jetzt glatt mal. Hatte es ca Anfang Dezember mal versucht mit Papier und Stift, das klappte alles nicht so gut. Das war aber nach der zu hohen Dosis.
Jetzt nehm ich mal ne App.

Lila, danke!
Ja, das liebe Grübeln. Immer wieder schwer Dank meines Ablenkungsproblems.
Zumindest zieh ich hier im Forum die Notbremse, wenn ich in den Wellen nicht mehr aufhöre zu schreiben. Dann brauche ich ein wenig Forenpause.

Schlaft gut!
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Re: Quietscheentchen: Kinderwunsch, Escitalopram bereits ausgeschlichen, Absetzsymptomatik

Beitrag von Quietscheentchen » Mittwoch, 09.01.19, 13:03

Hallo,

es ist zum Schreien. Jamie hat natürlich recht. Ich wechsle ständig zwischen Fenstern und Wellen.

Es zerdrückt mich so! Hoffnungslos, interessenlos, freudlos, schwach. Übelkeit fast zum Erbrechen heute.

Alle schreiben immer, dass sie sich ihr Leben zurück holen. Ich kann gar nichts holen. Bleib ich dann so...
Ich bin so abgeschnitten... Habe Angst.

LG
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Re: Quietscheentchen: Kinderwunsch, Escitalopram bereits ausgeschlichen, Absetzsymptomatik

Beitrag von Ululu 69 » Mittwoch, 09.01.19, 13:14

Hallo Quietscheentchen,

nein, du bleibst nicht so.
Das fühlt sich nur in schlechten Zeiten so an.

Das Gefühl, abgeschnitten zu sein kennen Viele. Ich selbst auch.
Das wird wieder vergehen und auch du wirst dir dein Leben zurück holen.
Es braucht eben nur etwas Zeit.

:hug:

LG Ute
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Re: Quietscheentchen: Kinderwunsch, Escitalopram bereits ausgeschlichen, Absetzsymptomatik

Beitrag von Annanas » Mittwoch, 09.01.19, 13:36

Hallo Quietscheentchen :) ,
du steckst wieder in einer üblen Welle - leider ist es so, daß man sich dann kaum die Fensterzeit zurückholen kann - das kennen die meisten Foris (ich auch).

Man wird buchstäblich von der Welle überrollt u das gereizte Gehirn gaukelt einem vor, daß sich nie was ändern wird.

Mir hilft momentan nicht mal mein Absetztagebuch, in dem die Verbesserungen zu lesen sind.
Ich lese es zwar - kann es aber nicht fühlen, ebensogut könnte da stehen, der Rasen ist blau - würde mich auch nicht anheben... :o .

Das Einzige, was mir z.Zt in diesen Phasen hilft, ist, wenn eine vertraute Person mir sagt, es geht vorbei, das u das hat sich verbessert, die guten Phasen einfach aufzählt u das alles mehrmals in einer Welle. Mein armer Mann kann das wahrscheinlich schon singen.

Irgendwie scheint das Gehirn diese Äußerungen glaubhafter zu finden, als das Selbstgesagte... :shock: .

Ein verständnisvoller Arzt wäre dann das Optimum, aber diese Begleitung hat ja kaum einer von uns- eher das Gegenteil, leider.

Vllt hast du Jemanden in deinem Umkreis, dem du vertraust, so daß man das mal ausprobieren könnte.

Liebe Grüße von Anna
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Blutdrucksenker abgesetzt (seit Mai 2018 - BD seitdem stabil u gut)

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Re: Quietscheentchen: Kinderwunsch, Escitalopram bereits ausgeschlichen, Absetzsymptomatik

Beitrag von Quietscheentchen » Mittwoch, 09.01.19, 15:38

Ihr seid so lieb, danke!

Ute, ich hab immer das Gefühl, ich müsste was tun gegen diese Abgeschnittenheit. Kann ich aber nicht.

Ich glaube, ich denke oft, ich kann nicht mehr zurück finden, weil sich im Entzug Verhaltensmuster entwickelt haben. Mein Mann und ich leben anders miteinander. Alles ist anders. Die Wohnung fühlt sich anders an.
Und ich stelle mir vor, unglücklich bleiben zu müssen, weil ich diese Muster habe und nicht merke, wenn es vorbei ist.
Ach, ich kann nie gut beschreiben, was ich meine.

Anna, das machen wir ganz oft. Mein Mann kann das am besten. Aber auch meine ganze Familie macht das. Manchmal hilft es, manchmal nicht.

Da ist immer noch hier und da ein Gefühl von Lebensgefahr. Aber ohne Zwangsgedanken...

Und ich traue mich kaum, das zu schreiben, weil ich weiß , wie viel länger und schlimmer es bei vielen ist...

Aber ich habe mich seit Beginn nicht einmal wohl gefühlt. Nicht in Sicherheit. Keine normale Wahrnehmung. Auch in Fenstern nicht...

Danke euch!
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Re: Quietscheentchen: Kinderwunsch, Escitalopram bereits ausgeschlichen, Absetzsymptomatik

Beitrag von Quietscheentchen » Samstag, 12.01.19, 17:36

Hallo ihr Lieben,

jeden Nachmittag merke ich jetzt irgendeine Veränderung im Kopf.
Trotzdem verharre ich. Verstecke mich. Körperlich zu schwach. Und psychisch zu verängstigt vom Entzug. Ich probiere nichts aus. Jeder Tag ist so gut wie gleich. Hoffe immer auf die Nacht. Auf mehr Heilung. Auf einen besseren Tag.

Ich bin gerade in einem Fenster und trotzdem fühle ich so.
Zu meinem Mann meinte ich, ich habe über drei Monate in eine Würfelform gepresst überlebt. Was ist, wenn ich rauskomme und würfelförmig bleibe?
Er sagt, mit der Zeit löst sich die Würfelform wieder.

Jah... Ich hab einfach so Angst vor der Angst. Wenn ich nun so in diesem aufgezwungenen Lebensstil drin bleibe...? Wenn die Stimmung sich nicht bessert?

Vorgestern hab ich mit meinem Therapeuten telefoniert.
Im Grunde sagt er auch, lernen, mit dem Entzug zu leben... Ich kann mich melden. Auch wenn ich dann mal soweit bin, zu ihm zu fahren.
Er meinte, er kennt sich nicht aus, findet es aber unsinnig, dass Ärzte Entzug einfach nicht anerkennen wollen.

Werde ich wieder zuversichtlich sein können? Der Entzug hat mich eingesperrt und ich will nicht da drin bleiben, wenn es endlich vorbei ist.

Ihr merkt, meine Angst ist, dass irgendwas bleibt. Dass ich es nicht hinkriege. Dass ich nicht erkenne, wenn es vorbei ist. Dass ich traumatisiert zurück bleibe. Ohne wirklich raus zu können, am Leben teilzunehmen. Weil es körperlich so schlimm geworden ist...

Ich wünsche mir, uns allen, dass man es sehr deutlich merkt, wenn es vorbei ist. Dass wir zuversichtlich und froh sein können. Dass alles wirklich nur der Entzug war...

Liebe Grüße
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Re: Quietscheentchen: Kinderwunsch, Escitalopram bereits ausgeschlichen, Absetzsymptomatik

Beitrag von padma » Samstag, 12.01.19, 22:34

liebe Quietscheentchen, :)

du wirst nicht eingesperrt bleiben und auch nicht in Würfelform. :hug: Dein Mann hat recht.
Du kannst zuversichtlich sein, irgendwann ist das alles vorbei und du kannst dein Leben wieder geniessen.

liebe Grüsse,
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Re: Quietscheentchen: Kinderwunsch, Escitalopram bereits ausgeschlichen, Absetzsymptomatik

Beitrag von escargot » Sonntag, 13.01.19, 7:32

Liebes Entchen,

ich finde es sehr schade, dass du wartest bis es (der Entzug) vorbei ist.

Es gibt auch ein Leben MIT dem Entzug, mit all seinen Schwierigkeiten. Und das ist natürlich verflucht schwer, aber hat auch seine schönen Augenblickchen. Die mögen winzig klein sein.

Aber ich wünsche dir, dass du diese erkennen und dankbar sein kannst dafür und sie auch ein Stück weit genießen. Es wird dir nicht helfen, einem „alten Zustand“ hinterherzutrauern. Ich will dir nicht die Hoffnung nehmen, uns nicht die Hoffnung nehmen. Aber es kann sein, dass wir diesen in unserer Erinnerung als okayen und zufriedenen Zustand abgespeichert, nicht mehr erreichen können und daher bleibt uns wirklich nur das Annehmen von all dem, was gerade ist und die Wertschätzung des schönen gegenwärtigen Augenblicks, wenn er mal da ist.

Ich drück dich lieb!
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02.2014-12.2016 Paranoid-halluzinatorische Schizophrenie
01.2017-heute schizoaffektive Störung
05.2017-Schizophrenes Residuum

MEDIKATION
=> Bedarf max. 2 mg Tavor! (selten)

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Olanzapin 0,8 mg, Risperdal 1,5 mg, Tavor 1 mg
800 mg Magnesium
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44 mg CBD-Öl
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01.12. 0,8 mg Olanzapin, 2 mg R, 1 mg T
Schlafprobleme, Geräuschkulissen, Angst
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22.-26.12. Schatten!, starke Dissoziationen (DP/DR)
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Quietscheentchen
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Re: Quietscheentchen: Kinderwunsch, Escitalopram bereits ausgeschlichen, Absetzsymptomatik

Beitrag von Quietscheentchen » Sonntag, 13.01.19, 11:14

Hallo,

danke padma und escargot!

Aber siehst du, escargot, das ist doch genau das, wovor ich solche Angst habe.
Das nicht Erreichen eines akzeptablen Zustandes.
Dass etwas bleibt.

So, wie es jetzt ist, kann ich nicht viel tun und meide auch etwas. Da ist nicht viel Inhalt. Und ich müsste verzweifeln, wenn das so bliebe.

Das. Genau das. Könnte ich nicht ertragen.

Ich muss doch warten, oder nicht? Bis mehr geht...

Gestern Abend blitzte etwas von meinem alten Ich durch. Daran versuche ich mich festzuhalten. Die schönen Momente versuche ich natürlich trotzdem zu nehmen.

Aber das ist so noch kein Leben. Ich kann ja kaum je raus. Und die veränderte Wahrnehmung zu Hause...

Ich muss hoffen und warten... Ich bin an keinem Punkt, wo ich MIT Entzug leben könnte...

Heute wieder zur Oma. Wie immer, wenn mein Mann nicht da ist.

Ich drück dich auch.


Nachtrag: mal den Faden aufgegriffen zu meiner Angst:

Ich kann kaum was machen, teils entzugsbedingt, teils wegen der Erkrankung, teils, weil mich zu Beginn einfach alles getriggert hat. Ich traue mich nicht mehr. Die Erinnerungen kommen, wie sich das alles angefühlt hat.

Ich warte also. Und wenn es nicht besser wird? NACH dem Entzug? Wenn ein Trauma bleibt? Welches sich genauso schlimm anfühlt wie jetzt der Entzug? Was, wenn ich das alles gar nicht mehr unterscheiden kann... Dann hab ich ja nicht mal die Kraft, zur Therapie zu kommen... Körperlich.

Das meine ich jedes Mal, wenn ich Angst habe, dass was bleibt. Es erfüllt mich mit tiefstem Grauen, dass mein eher unbeschwertes Leben Ende September vorbei gewesen sein soll.
Mir ging es wohl zu gut vorher. :(

Liebe Grüße
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Beitrag von Towanda1 » Sonntag, 13.01.19, 12:34

Liebes Entchen,

Du liest sehr selektiv was man Dir schreibt. Niemand hat geschrieben, daß es so bleibt wie es jetzt ist. Aber nein, es wird nie mehr so werden wie vorher. Es ist wie so oft im Leben, die Erfahrung der AB-Einnahme, des Entzugs nehmen wir mit in unser Leben danach. Es prägt uns - ob positiv oder negativ haben wir selber in der Hand.

Du focusierst Dich sehr stark darauf, daß es nie mehr gut wird, damit behinderst Du Deine Genesung.

LG Towanda
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Re: Quietscheentchen: Kinderwunsch, Escitalopram bereits ausgeschlichen, Absetzsymptomatik

Beitrag von Quietscheentchen » Sonntag, 13.01.19, 13:46

Hallo Towanda,

dabei will ich gar nicht selektieren.

Ich weiß, dass ihr Recht habt. Ich weiß, dass diese Erfahrung prägt. Das wär für mich okay. Solange ich nur wieder leben kann.

Die Angst, die Angst...

Deshalb jammere ich oft so. Werde ich auch gut durch kommen, auch wenn ich mein Verhalten nicht ändern kann im Entzug?

Ich will mich auch nicht drauf konzentrieren, dass es nicht mehr wird. Das macht die Angst.
Ich krieg das nicht gut gehandelt... Das ist mir bewusst.

Ich möchte "einfach nur" auf der anderen Seite heraus kommen, stärker, geprägt, um einige Erfahrungen reicher aber wieder mit Freude und Sinn.

Natürlich macht meine Inakzeptanz es mir schwerer, die Ungewissheit auszuhalten.

Ich weiß, ich bin nicht einfach...

Ich war sehr glücklich vorher. Escargot hat Recht, dem trauere ich hinterher.

Liebe Grüße
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Re: Quietscheentchen: Kinderwunsch, Escitalopram bereits ausgeschlichen, Absetzsymptomatik

Beitrag von Ululu 69 » Sonntag, 13.01.19, 14:11

Hallo Quietscheentchen,

ich denke, es wird nicht so sein, als würdest du eines Tages aus einem Tunnel heraus fahren.
:wink:

Es wird sich nach und nach verbessern, manches wirst du vermutlich gar nicht gleich spüren und höchstwahrscheinlich wird die Heilung auch nicht linear verlaufen.
Es gibt meist für Recht lange Zeit auch schlechtere Phasen.
Das ist zumindest die Erfahrung, die die meisten hier machen oder gemacht haben.

Ich denke, das wird auch passieren, wenn du deine Einstellung zu den Symptomen nicht änderst. Die Symptome sind dem Absetzen geschuldet und nicht psychisch, auch wenn sie sich psychisch äußern.

Du kannst diese Phase allerdings für dich einfacher und deine Tage lebenswerter gestalten, wenn es dir gelingt, etwas gelassener damit umzugehen und du eine gewisse Akzeptanz entwickeln kannst.

LG Ute
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Re: Quietscheentchen: Kinderwunsch, Escitalopram bereits ausgeschlichen, Absetzsymptomatik

Beitrag von Quietscheentchen » Sonntag, 13.01.19, 15:40

Danke Ute! Und auch Towanda und allen!

Ute, das! Was du geschrieben hast. Ich möchte heilen, auch falls ich Akzeptanz nicht schaffen sollte. DAS ist meine Angst.
Und auch noch mal gut zu lesen, dass das entzugsbedingt ist...

Ich habe Momente mit Akzeptanz.

Heute bin ich aufgestanden, hab mich fertig gemacht und bin zu meiner Oma. Wir haben Essen bestellt, gegessen und jetzt ist meine Mama noch da und wir spielen Kniffel.

Meine Wohnung erinnert mich sehr an das Schlimme. Das empfinde ich als Symptom, dass da die Wahrnehmung sich noch nicht genug geändert hat.
Bin ich dort, fühle ich, als würde ich in diese Zustände zurück kehren.

Dann diese Mischung aus nicht können, Angst, Interessenlosigkeit und nichts mit mir anzufangen wissen. Trigger usw...

Mein Mann meint, so wenig mache ich gar nicht. Raus, wenn ich kann, Forum, Oma, Rätsel oder Kniffel. Und dann viel am Handy. Auch Rätsel oder Suchspiele. Ab und an Malbuch. Katzen streicheln und füttern.

Er ist auch der Meinung, mit der Zeit kommt alles wieder.

Ich weiß natürlich, dass es nicht linear verläuft. Bei mir bisher aber schon. Von Anfang an. Wenn man die falsche Aufdosierung weg lässt.
Also es läuft mit Wellen linear. Es wurde nie mehr so schlimm wie am Anfang. Ich hoffe, dass es wegen des Eindosierens so bleibt.
Mir ist aber bekannt, dass nach Monaten bei vielen ein Einbruch kommt.

Gestern Abend kam kurz eine Fröhlichkeit wieder durch. Das ist die richtige Richtung.

Seufz. Da ist immer noch ein Gefühl von Gefahr. Sind das die Stresshormone?

Liebe Grüße
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Re: Quietscheentchen: Kinderwunsch, Escitalopram bereits ausgeschlichen, Absetzsymptomatik

Beitrag von Towanda1 » Sonntag, 13.01.19, 17:35

Quietscheentchen hat geschrieben:
Sonntag, 13.01.19, 15:40

Meine Wohnung erinnert mich sehr an das Schlimme. Das empfinde ich als Symptom, dass da die Wahrnehmung sich noch nicht genug geändert hat.
Bin ich dort, fühle ich, als würde ich in diese Zustände zurück kehren.
Hallo Entchen,

vielleicht kannst Du (oder Dein Mann) in der Wohnung was verändern? Möbel umstellen, neue Vorhänge, neuer Anstrich, neuer Teppich oder irgend etwas anderes?

Ich habe nach der schlimmsten Phase mein Bett umgestellt und neue Bettwäsche gekauft - bei mir war das Bett negativ belastet. Nun liebe ich mein Bett wieder. :D

LG Towanda
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