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KatrinFa: Venlafaxin - ich habe Angst

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KatrinFa
Beiträge: 3
Registriert: 17.07.2018 23:42

KatrinFa: Venlafaxin - ich habe Angst

Beitrag von KatrinFa »

Hallo zusammen,

ich bin gerade völlig verstört und hoffe, ich schreibe nicht zu durcheinander bzw. irgendwie logisch nachvollziehbar...

Seit Mitte Januar bin ich in neurologischer Behandlung wegen mittelgradiger Depression und Erschöpfungszustand. Ich bin seitdem krankgeschrieben.
Seit kurzem habe ich einen Therapieplatz und eine Reha ist angefragt.

Was mir wichtig ist, ist vorwegzunehmen, dass ich einen tollen Neurologen habe, auf den ich mich immer verlassen konnte. Er nimmt sich bei jedem Termin deutlich mehr als eine halbe Stunde Zeit für mich und steht mir auch außerhalb eines Termins für Fragen und Nöte zur Seite...zuletzt sogar an einem Wochenende..
Trotzdem bin ich mir gerade nicht sicher, ob er mich beim Thema absetzen nicht unzureichend bzw. falsch unterstützt...

Ich versuche es mal halbwegs geordnet:

Nachdem ich anfangs Escitalopram versuchte, ohne nennenswerten Erfolg, wurde ich auf Venlafaxin umgestellt (auf meinen eigenen Wunsch, was Gründe hat, die ich gern bei Bedarf erläutern kann). Ich kann gerade nicht genau benennen, seit wann ich das Venlafaxin nehme, aber keinesfalls vor Ende Februar/März. Es wurde von 37,5 zum Einstieg über 75 auf 150 mg gesetzt. Ich kann leider gerade auch nicht sagen, wie lange ich die 150 mg nahm...vielleicht 2 Monate?
Bitte sagt, wenn ich hier genauere Angaben machen muss.
Jedenfalls wollte und will ich es absetzen, es hilft mir nicht und ich habe stark zugenommen (aber auch extremen Appetit entwickelt), was zwar untypisch sein soll, aber bei mir so ist.

Er riet mir das, was irgendwie ja wohl so ziehljcj allen von ärztlicher Seite geraten wurde, nämlich anderthalb Wochen auf 75 zurück und dann nochmal anderthalb auf 37,5 und raus.

Seit Sonntag bin ich nun raus und erlebe meine persönliche Hölle auf Erden...
Schon vorher (und auch vor dem Absetzen) hatte ich mal diese Stromschlag ähnlichen Empfindungen (ich bin leider kein Mensch, der es schafft, Medikamente immer und immer brav zur selben Zeit einzunehmen. Durch das Forum weiß ich jetzt auch mehr zum Thema Halbwertszeit und venlafaxin...), aber seit Sonntag habe ich sie quasi ununterbrochen. Jede kleinste Bewegung und sei es nur die der Augen reicht aus...ich kann die Bewegung meiner Augen regelrecht hören, ich bin völlig angespannt und gereizt und dann wieder ausgehöhlt und leer.
Ich träume viel zu intensiv und leider meist nichts Gutes, im Gegenteil...abstrus ist noch freundlich formuliert, verstörend bis beängstigend trifft es besser...

Gerade vorhin passierte es wieder:

Ich war wohl gerade eingeschlafen bzw.. im Begriff einzuschlafen als sich Realität und Traum mischten...ich wusste quasi, dass ich schlafe und wollte nur raus...ich begann zu schreien, konnte es aber nicht (also ich träumend hörte zumindest nichts), ich wurde immer panischer und versuchte immer wieder zu schreien...was mir dann wohl auch gelang. Auf einmal war ich wach und in dem Moment kam wohl doch ein Schrei über meine Lippen...aber sicher bin ich mir jetzt, knapp eine Stunde später nicht mehr...habe ich geschrien?! Habe ich geträumt?
Ich weiß, es gibt einen Fachbegriff hierfür, aber der will mir gerade nicht einfallen.
Es ist nicht so, dass ich das zuletzt von mir beschriebene nie zuvor erlebt hätte (nicht im
Zusammenhang mit irgendeiner Medikamenteneinnahme), aber es war gerade eben so intensiv und verstörend und...ich hab einfach Riesenangst, dass mein Hirn durch das „verkehrte“ Absetzen irreparabel geschädigt ist, dass nie wieder weg geht und jetzt weiß ich einfach nicht, was ich machen soll!!!
Ob der relativ kurzen Einnahmedauer und drei Tagen ohne, Augen zu und durch (was ich zum Absetzsyndrom hier las, ängstigt mich natürlich zusätzlich) oder auf 37,5 zurück und dann nochmal langsam von vorn (aber wie? Und was, wenn es nicht funktioniert? Was,was,was?
Ihr merkt sicher schon, dass ein gewaltiges Problem bei mir auch das grübeln und Ängste und Unsicherheiten sind)

Puh, ich lese mir jetzt gar nicht alles nochmal durch, sondern schicke es einfach ab. Wenn ich einmal anfange, nochmal drüber zu schrieb, wird das nie was, wie ich mich kenne...

Viele, im Vorfeld schon dankbare, aber auch verängstigt-unsichere und hundemüde (ich würde so gern schlafen, aber nach dem eben habe ich nur Angst gerade...morgen früh komme ich dann wieder nicht raus. Was ich aber seit Wochen schon nicht tue, auch vor dem absetzen) Grüße
Ich habe
Zuletzt geändert von Gwen am 18.07.2018 13:00, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Name im Titel ergänzt zur besseren Übersichtlichkeit im Forum
18.7: 37,5 mg Venlafaxin retardiert
(Nachdem ich über einen Zeitraum von knapp 3 Wochen von 150mg über 75mg und 37,5mg ausgeschlichen habe und daran ob der Entzugssymptome gescheitet bin)
padma
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Re: Venlafaxin - ich habe Angst

Beitrag von padma »

hallo Katrin, :)

willkommen im ADFD.

Als erstes möchte ich dich beruhigen, du hast keinen irreperablen Schaen erlitten. Alles was du beschreibst sind typische Entzugssymptome. Auch dieser Zustand zwischen Schlaf und Wachen gehört mit dazu.

Die Absetzempfehling deines Arztes war viel zu schnell.
Du bist also vor 3 Tagen von 37,5 mg auf 0 gegangen und 2 Wochen davor von 150 mg auf 37,5 mg.
Ich würde jetzt sofort wieder 37,5 mg einnehmen und schauen ob diese Dosis ausreichend ist, um dich zu stabilisieren. Nach einer Stabilisierungsphase von mindestens 6 Wochen dann langsam entsprechend unseren Empfehlungen ausschleichen.

Hier noch unsere Begrüsungsinfos:


Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander.

Dies hier ist jetzt dein persönlicher thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

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liebe Grüsse,
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Fluoxetin nach über 10 jähriger Einnahme zur Schmerztherapie abgesetzt

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KatrinFa
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Re: Venlafaxin - ich habe Angst

Beitrag von KatrinFa »

Hallo Padma,

herzlichen Dank für die lieben Wünsche und die Hilfestellung.

Ich habe um 11h eine 37,5 mg Retard Kapsel eingenommen. Und jetzt warte ich darauf, dass es mir besser geht, denn so wie es mir jetzt geht, stehe ich gefühlt kurz vor einem Nervenzusammenbruch bzw. einem Kollaps.

Ich weiß nicht, ob das wichtig ist, aber ich nehme das Venlafaxin von Heu*nn, das in jeder Kapsel drei Kügelchen enthält (habe mir das mal angeschaut, in der vergangenen Nacht hatte ich ja genug Zeit für alles mögliche...😰)
Müsste ich mir in Hinblick auf die kommenden Reduzierungen das Medikament von einem anderen Hersteller besorgen, der mehr Kügelchen pro Kapsel nutzt? Oder habe ich jetzt ob der kleinteiligen Schritte, wenn ich nach 6 Wochen eine Reduktion versuche, falsche Vorstellungen?

LG Katrin
18.7: 37,5 mg Venlafaxin retardiert
(Nachdem ich über einen Zeitraum von knapp 3 Wochen von 150mg über 75mg und 37,5mg ausgeschlichen habe und daran ob der Entzugssymptome gescheitet bin)
Gwen
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Re: KatrinFa: Venlafaxin - ich habe Angst

Beitrag von Gwen »

Hallo Katrin,
auch von mir herzlich Willkommen hier im Forum!
KatrinFa hat geschrieben: 18.07.2018 12:56 Und jetzt warte ich darauf, dass es mir besser geht, denn so wie es mir jetzt geht, stehe ich gefühlt kurz vor einem Nervenzusammenbruch bzw. einem Kollaps.
Warte Mal nicht zu intensiv auf Besserung. Ich weiß, wenn es einem gerade so schlecht geht, ist das ganz schwer. Aber versuch, Dich ein wenig abzulenken und zu entspannen. Nimm das Venlafaxin jetzt erst einmal ein paar Tage ein, und dann kannst Du entscheiden, inwieweit die Symptomatik sich beruhigt und die Dosis passt.
KatrinFa hat geschrieben: 18.07.2018 12:56 Müsste ich mir in Hinblick auf die kommenden Reduzierungen das Medikament von einem anderen Hersteller besorgen, der mehr Kügelchen pro Kapsel nutzt? Oder habe ich jetzt ob der kleinteiligen Schritte, wenn ich nach 6 Wochen eine Reduktion versuche, falsche Vorstellungen?
Genau, wenn Du nach einer Stabilisierungsphase wieder anfängst zu reduzieren, brauchst Du ein Präparat mit vielen kleinen Kügelchen. Du zählst dann am Besten mehrere Kapseln durch, bildest einen Mittelwert und davon ziehst Du dann 5-10% ab. Diese Anzahl entfernst Du dann und nimmst den Rest wieder in der Kapsel ein.
Bei den Präparaten mit nur 3 Plättchen/Kügelchen sind die Schritte zu groß. Anfangs lohnt es sich wahrscheinlich noch nicht wirklich, aber auf die Dauer kannst Du die überzähligen Kügelchen sammeln und Dir Leerkapseln besorgen.

Viele Grüße Gwen
Diagnose: schwere rezidivierende Depressionen
Escitalopram: 0 mg!!

[spoil]Diagnosen: schwere rezidivierenden Depressionen seit der Kindheit, teilweise mit Angst-/ Panikattacken

Medikamente:
1999 Lorazepam (Bedarf), Opipramol (extreme Müdigkeit), Wechsel zu Paroxetin ca 2005 abgesetzt (selbständig langsam mit Seroxat-Suspension reduziert nach schlechten Erfahrungen beim Kaltenzugsversuch im KKH)

2008/09(?) Rückfall, Citalopram 20mg
irgendwann Wechsel auf Escitalopram 10mg
zwischendurch wg Schwangerschaft auf 2,5mg reduziert, nach der Geburt schwere postpartale Depression. 1 Woche Diazepam im AllgemeinKKH. Dank Beratung von "Schatten und Licht eV" eine Mutter-Kind Station gefunden. Zu Anfang Lorazepam als Bedarf und Escitalopram wieder 10mg.

03/2016 5mg Starke Kopfschmerzen und Müdigkeit
04/2016 6mg Besser. Jedoch seit Monaten erschöpft und müde
17.01.17 5,4mg. Lange Stabilisierungsphase. Es geht mir richtig gut. Viel Bewegung. Deutlich weniger Müdigkeit, viel fitter und ausgeglichener als sonst
09.04.17 3,5mg Übermut -> Kopfschmerzen, müde, Gliederschmerzen...
24.04.17 4mg stabiler! Dann EBV-Infektion - lange Erholungsphase
12.07.17 3,5mg
01.09.17 3,0mg
17.11.17 2,5mg
31.01.18 2,25mg
12.03.18 2,0mg
06.04.18 Omega3 (EPA+DHA=1200mg)
09.04.18 Magnesium 360mg

....
Zwischenschritte fehlen gegen Ende
Seit Ende Mai 2019 auf Null[/spoil]
KatrinFa
Beiträge: 3
Registriert: 17.07.2018 23:42

Re: KatrinFa: Venlafaxin - ich habe Angst

Beitrag von KatrinFa »

Hallo nochmal,

ich wollte mich noch mal melden, um zum einen zu sagen, dass die neuerliche Einnahme von 37,5 mg Venlafaxin ausreichend ist, um mich zu stabilisieren und ich nun erst mal bei dieser Dosis bleibe bevor ich mit dem langsamen Ausschleichen beginne.
Vielen Dank schon einmal bis hierher für die Informationen und Rückmeldungen!

Heute steht für mich an, mit der Einnahme einer neuen Packung zu beginnen, die extra bestellt wurde in der Apotheke, da sie nicht vorrätig war und eben die Retard Version von Hex** sein sollte...jetzt stelle ich gerade beim Einnehmen wollen fest, dass es normale Hartkapseln sind! :(

Zum einen habe ich jetzt die Frage, ob ich die erstmal, unabhängig von dem in ca 4-5 Wochen bei mir beginnenden Ausschleichen nehmen kann oder ob ein Wechsel von der retardierten auf die Hartkapsel Variante nicht zu empfehlen ist?
Und zum anderen eben in Hinblick auf das ausschleichen, ob mir dies mit der Variante ohne Probleme möglich sein wird (Stichwort Wasserlösemethode)?

Herzlichen Dank und einen schönen Tag

KatrinFa
18.7: 37,5 mg Venlafaxin retardiert
(Nachdem ich über einen Zeitraum von knapp 3 Wochen von 150mg über 75mg und 37,5mg ausgeschlichen habe und daran ob der Entzugssymptome gescheitet bin)
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Re: KatrinFa: Venlafaxin - ich habe Angst

Beitrag von Stud_psych »

Hallo Katrin,

welche Bezeichnung steht denn auf der Schachtel des Medikamentes? Da muss auf jeden Fall der Vermerk retard drauf sein.
Wenn es sich nicht um retardierte Tabletten handelt, kann ich dir nur davon abraten, da das Medikament dann eine sehr kurze Halbwertzeit hat. Es flutet schnell in den Körper an und wird wieder schneller abgebaut. Die mittlere Bioverfügbarkeit im Blut ist geringer und führt eher zu Symptomen.
Zu der Wasserlösemethode kann ich dir leider nichts sagen, da kenne ich mich ungenügend mit aus.

LG
Sommer 2012 20mg Citalopram
Herbst 2012 wechsel auf Escitalopram
Winter 2012 wechsel auf Duloxetin 60mg
2015 wechsel auf Venlafaxin 75mg, später aufdosiert auf 150 mg
Februar 2017 150 mg Venlafaxin
Bis Ende März auf 110mg runter
Bis April runter auf 75 mg

Mai- September jede 6-8 Wochen um 3-4 mg reduziert.
Oktober pause
Anfang November auf 42 mg (um 3 mg reduziert).
01.01.18 Reduzierung auf 39 mg
01.4.18 reduziert auf 36 mg
22.5.18 reduziert auf 27 (ausversehen)
23.5.18 aufdosiert auf 33 mg (122 Kügelchen)
28.11.18 reduziert auf 119
17.01.19 reduzierung auf 116
04.03.19 Reduzierung auf 110
Reduzierung jede 6-8 Wochen um 5 %

Seit dez 2020 auf 28 Kügelchen
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Re: KatrinFa: Venlafaxin - ich habe Angst

Beitrag von LinLina »

Hallo Katrin :-)

schau nochmal genau in der Packungsbeilage nach, oder schicke uns die genaue Bezeichnung des Medikaments, dann kann man nochmal nachsehen.

die Kapseln an sich sind nicht retardiert, die Retardierung sollte sich auf den Kügelchen befinden.

Ich weiß daher nicht, ob die Bezeichnung "Hartkapsel" irgendwie ausschließt, dass es sich um das retardierte Präparat handelt.

Liebe Grüße
Lina
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Re: KatrinFa: Venlafaxin - ich habe Angst

Beitrag von KatrinFa »

Hallo und danke,

es steht weder in der Packungsbeilage noch auf der Verpackung ein Hinweis, dass es retardiert ist. Das Medikament heißt Venlafaxin 37,5mg und ist eben von Hexal.
Und ich bin belämmert von der Hitze, fürchte ich. Was ich da habe sind Tabletten und eben nicht, wie ich sie sonst nahm, Kapseln 🤷‍♀️.
Hilft das? Was mich gerade unruhig werden lässt, ist, dass ich jetzt langsam das Medikament mal nehmen müsste, damit ich im Rhythmus bleibe und nicht wieder sonst was durchleben muss...
18.7: 37,5 mg Venlafaxin retardiert
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Re: KatrinFa: Venlafaxin - ich habe Angst

Beitrag von LinLina »

Liebe Katrin :-)

es scheint dann wirklich nicht das retardierte Präparat zu sein, wenn es diese hier sind https://imedikament.de/venlafaxin-hexal ... -tabletten

Ein Wechsel ist eher nicht zu empfehlen. Hast du gar keine mehr von der alten Packung übrig?

Das einzige was mir akut einfällt ist zu versuchen sie zurück zu geben, ich weiß gar nicht ob das zulässig ist dir einfach ein unretardiertes Präparat zu geben :?

Wenn du das Rezept zurück bekommen könntest, ich weiß nicht ob das geht, und sie dir die retard-Variante nicht noch besorgen können, dann evtl. alle Apotheken in der Umgebung abtelefonieren, ob sie das Venlafaxin retard 37,5 mg da haben.

Oder schnell noch zum Arzt gehen und dir ein neues Rezept besorgen, und damit dann zu einer anderen Apotheke.

Wenn es heute gar nicht mehr klappt, dann müsstest du eben kurzfristig diese Variante einnehmen und schnellstmöglich schauen dass du wieder die retardierte Variante bekommst :?

Liebe Grüße
Lina
Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell (seit Sommer 2018) 0,005 mg.

Ich bin zur Zeit nicht im Forum aktiv. Bei Fragen und Bitten an das Team an padma, Ululu69 oder murmeline wenden.

Hinweis: Alle meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerte - meine eigenen, und die anderer Betroffener - und die wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.
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