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Luisamarie: Zopiclon

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Luisamarie
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Luisamarie: Zopiclon

Beitrag von Luisamarie »

Ich nehme seit ca. 15 Jahren 7,5 mg zur Nacht wegen massiver SChlafstörungen und es hat mir gut ohne Nebenwirkungen geholfen . Da ich keine anderen Medikamente vertrage. Nun habe ich seit Wochen viele psychische Probleme und warte auf meine Rhea. Zopiclon wirkt nicht mehr gut.Habe zwischendurch mal tagsüber eine halbe Tablette genommenen weil es mir so schlecht ging, möchte es aber nicht. Überlege ob es stattdessen besser ist abends mit der Medikation auf 10 mg hochzugehen und in der Rhea absetzen, bin so verzweifelt, weil ich nachts kaum noch schlafe. Vielleicht kann mir jemand helfen .
Zuletzt geändert von Gwen am 10.07.2018 08:41, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Name im Titel ergänzt zur besseren Übersichtlichkeit im Forum
Jamie
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Re: Luisamarie: Zopiclon

Beitrag von Jamie »

Hallo Luisamarie :),

nach 15 Jahren Einnahme solltest du dir unbedingt ein Jahr Zeit zum Ausschleichen nehmen.
Das ist eine riesig lange Zeit und dein komplettes Gehirn hat sich umgebaut, um mit dem Wirksstoff zu arbeiten und zu funktionieren.

Jetzt auf die Schnelle einen Versuch zu machen es abzusetzen, und das würde man in der Reha mit dir machen, wäre meines Erachtens zum Scheitern verurteilt.
Es verwundert sowieso, dass du es so lange nehmen konntest ohne in die Toleranz zu kommen und es steigern zu müssen.
Ich war bereits nach 3 Wochen davon abhängig und musste es in der Dosis weiter steigern.
Da hast du richtig "Glück" gehabt.

Was hast du denn in all der Zeit getan, um deinen Schlafproblemen auf die Schliche zu kommen?
Diese Medikamente erzeugen den Schlaf künstlich und überdecken Schlafprobleme; sie können nicht heilen. Es ist essentiell, sich neu mit deiner Schlaflosigkeit zu befassen; zB in einer Therapie. Es ist klar, dass diese immer noch da ist, wenn man nicht an den Ursachen arbeitet.
Sie wird durch Benzos nur zugedeckt.

Wichtig finde ich es für den Anfang, dass du in der Klinik nicht gezwungen wirst das Mittel abzusetzen oder anderes dazu zu nehmen und das würde ich auch nicht zur Disposition bei den Ärzten stellen.
Wenn du dir fest vornimmst danach einen ordentlichen Entzug anzugehen könntest du übergangsweise die Dosis steigern, zB auf die von dir genannten 10mg, dich versuchen zu stabilisieren und dann auszuschleichen. Es macht nicht so einen großen Unterschied, jetzt bei 7,5mg oder 10mg zu starten mit dem Entzug, nur Hauptsache, du machst es irgendwann (bald), denn sonst wirst du immer abhängiger und süchtiger und davor muss man warnen!

Nutze die Zeit in der Reha auch an deinem Schlafthema zu arbeiten, dich mit Enstapnnungsmethoden etc. vertraut zu machen.

Noch einen praktischen Hinweis zum Schluss, wie man Benzos absetzt.
Wir empfehlen 10% weniger alle 1-4 Wochen, Empfindliche nur 5%.
Das ist langsames, schonendes, risikominimierendes Absetzen und gibt dem Körper ausreichend Zeit zu checken, dass es nun langsam weniger WWirkstoff gibt, sodass er sich in Ruhe mit umbauen kann (das Gehirn / ZNS).
Zopiclon ist hervorragend wasserlöslich und damit ist jede Dosierung möglich, z.B auch 9,1mg.

Viele Grüße
willkommen im Forum :)
Jamie
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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


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Luisamarie
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Re: Luisamarie: Zopiclon

Beitrag von Luisamarie »

Hallo Jamie, vielen Dank für deine schnelle Antwort. Ich habe mir nie Gedanken über das Absetzen gemacht, weil es ja immer gut funktionierte und ich musste ja auch nicht die Dosis erhöhen. Es hat auch immer gut geholfen und es gab keine Nebenwirkungen. LG Luisamarie
Gwen
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Re: Luisamarie: Zopiclon

Beitrag von Gwen »

Hallo Luisamarie,

willkommen im ADFD.

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum: Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander.

Dies hier ist jetzt dein persönlicher thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Bitte lies dich aber zunächst in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Benzodiazepinen (zu denen die Z-DRUGS im weiteren Sinne auch gehören) ein. Du findest sie hier: viewtopic.php?f=16&t=12883

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen "Umgang mit dem Entzug" und "Gesundheit". Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: viewtopic.php?f=46&t=15035

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig. Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruss zu beenden.
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Es kann manchmal etwas dauern, bis du eine Antwort auf dein Anliegen bekommst, da alle hier ebenfalls Betroffene sind. Bitte habe etwas Geduld.

Wir wünschen dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüsse
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Re: Luisamarie: Zopiclon

Beitrag von Jamie »

Hallo Luisamarie, :)

hat dir denn nie jemand gesagt, dass diese Mittel abhängig, ja sogar süchtig machen können und im Laufe der Jahre ihre Wirkung verlieren? :(
Man kann sie nicht lebenslang nehmen, sie sind nicht dafür gemacht.
Sie schaden irgendwann mehr als sie nutzen.
Sie führen zu emotionaler Abstumpfung, erhöhen das Krebsrisiko, können hemmende Neuronen dauerhaft zum Absterben bringen und vieles mehr.

Bitte lies dich unbedingt ein, wir haben viele Infos zu Benzos.
Stöbere mal in unserer Benzorubrik.

Ich kann nur warnen das nicht ernst zu nehmen.
Wenn du die Dosis steigerst mag das ein paar Monate gut gehen, dann stehst du wieder vor dem gleichen Problem.
Diese Medikamente können nicht heilen; die Heilung musst du dir erarbeiten, indem du schaust, was bei dir die Schlaflosigkeit (und deine anderen psychischen Probleme) auslöst.

Viele Grüße
Jamie
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Luisamarie
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Re: Luisamarie: Zopiclon

Beitrag von Luisamarie »

Hallo Jamie, ich habe deinen Erfahrungsbericht gelesen und bin schockiert darüber was du alles durchmachen musstest. Bei mir ist es ähnlich, ich reagiere auch auf sämtliche AD und Psychogarmaka mit Unruhe und Zittern. Habe diese ganze Ortur auch durch, kein Arzt versteht das. Das einzige Mittel wovon ich einigermaßen schlafen konnte ist Zopiclon. Im Moment bin ich sehr verzweifelt, die ständige Schlaflosigkeit macht ein mürbe. Leider gibt es kaum gute Therapeuten und die Neurologen verschreiben Psychophamaca. LG Luisamarie
weg

Re: Luisamarie: Zopiclon

Beitrag von weg »

hi luisamarie

willkommen im forum. ich denke hier kannst du viele anregungen und hilfen bekommen.

ich habe wie du stilnox/zolpidem über jahrzehnte eingenommen. ich habe mit der zeit doch verspürt, dass ich gefühlsmässig abflache und mein gleichgewicht fühlte sich auch immer unsicherer an. was mich als bergwanderin langsam besorgte.

ich habe nur jeweils 5 mg am abend genommen und ganz selten ab und zu 10 mg. ich verspürte auch keine toleranz und sonst auch keine andere nebenwirkungen. ich fand es einfach praktisch, so wie auf einen knopf zu drücken und einzuschlafen.

ich begann dann ende februar 2017 mit dem ausschleichen vom zolpidem, das zur gleichen gruppe gehört wie dein zopiclon.

mit dem ausschleichen verspürte ich dann die macht-wirkungen dieses medikamentes. ich hatte extreme muskelverspannungen, zittern, nervenschmerzen vor allem im bauch, meine beine zappelten unkontrolliert im bett, mein kopf fühlte sich wie ein luftballon an der über mich schwebte....

also in meinen entzugssymptomen denke ich versteckten sich die wirkungen vom zolpidem. es wirkt ja muskelentspannend und wohl auch auf alle anderen organe und muskeln.

ich schreibe dir das, um dich anzuregen über dieses medikament nachzudenken. es ist nichts harmloses. und der entzug ist auch kein rosengarten. ich denke, für mich wird er sich schlussendlich lohnen.

seit ende juni 2018 bin ich jetzt auf null. ich habe das zolpidem mit vielen hilfen vom forum ganz langsam in vielen kleinen schritten reduziert. auch bei kleinsten mengen fühlte ich immer die halbwertszeiten. aber ich konnte sie aushalten.

du musst es nur ganz langsam machen und dann wirst auch du erfolg haben.

jetzt auf null ist mein entzug noch nicht fertig. ich habe immer noch heftige verspannungen in der halsmuskulatur, im rücken. die symptome wechseln sich noch. der gewinn für mich ist, dass ich langsam wieder mit meinen gefühlen in kontakt komme, was eine riesige bereicherung für mich ist. mein gleichgewichtssinn hat sich stabilisiert, so dass ich wieder in den bergen herumklettern wage.

ich mache eine ganz strenge schlafhygiene. 22 uhr gehe ich ins bett, 6 uhr stehe ich auf. lege mich den ganzen tag nicht hin. ich laufe oder wandere jeden tag 1 - 5 stunden, so dass mein körper müde wird.

auf diese art, kann ich nun regelmässig 4 stunden pro nacht schlafen. ich bin damit schon recht zufrieden, habe ich doch mehr als ein halbes jahr lang überhaupt nicht schlafen können.

ich habe wähend des ganzen entzuges und auch bis heute nie mehr das bedürfnis verspürt je wieder eine solche tablette zu schlucken. ich denke ich war heftig körperlich abhänging aber nicht süchtig - wenn man das unterscheiden kann.

ich will dich nicht erschrecken mit dem was ich dir hier schreibe - nur ein wenig aufrütteln.

ich hoffe du wagst es dich ganz langsam von diesem medikament zu entziehen.

herzlich
weg
Luisamarie
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Re: Luisamarie: Zopiclon

Beitrag von Luisamarie »

Hallo weg!

Danke für deine Antwort und die vielen Tips zur Schlafhygiene.
Du kannst stolz auf dich sein, den Entzug so gut geschafft zu haben. Ich habe da noch einiges vor mir.
Da ich im Moment in einer seelischen Krise bin ist der Zeitpunkt für mich zum Absetzen ungünstig.Bin gerade dabei eine Dosis zufinden mit der ich zumindestens 2-3 Stunden schlafen kann.
Wie war es bei dir beim Absetzen, hast du viele Schlaflose Nächte gehabt? Ich habe immer richtig Panik davor wieder eine Nacht nicht zu schlafen. Frage mich dann auch, wie bekommt der Körper seinen Schlaf?

Viele liebe Grüße

Luisamarie



Viel
weg

Re: Luisamarie: Zopiclon

Beitrag von weg »

hi Luisamarie

wahrscheinlich ist es eine gute idee mal zu versuchen dich während der reha zu stabilisieren und psychisch wieder ein gleichgewicht zu finden. ich würde mir da keine weitere medikamente mehr verschreiben lassen, falls dir das während der reha vorgeschlagen würde. die medikamente überdecken nur deine schwierigkeiten und sind meiner meinung nach keine nachhaltige lösungen. sie sind höchstens für eine kurze zeit in einer heftigen lebenskrise hilfreich, aber sicher nicht für mehrere monate oder jahre.

so wie es jamie schreibt:
Jamie hat geschrieben: 10.07.2018 08:51 Wichtig finde ich es für den Anfang, dass du in der Klinik nicht gezwungen wirst das Mittel abzusetzen oder anderes dazu zu nehmen und das würde ich auch nicht zur Disposition bei den Ärzten stellen.

Nutze die Zeit in der Reha auch an deinem Schlafthema zu arbeiten, dich mit Enstapnnungsmethoden etc. vertraut zu machen.
ich weiss nicht, ob du in einer therapie bist. psychotherapie könnte für dich hilfreich sein. aber vielleicht machst du ja schon so etwas in dieser richtung.

um mit meinen schlaflosen nächten besser fertig zu werden habe ich den meditationskurs von jon kabath-zinn besucht und praktiziere seither diese methode. google mal danach. im moment finden überall in grösseren ortschaften solche kurse statt.

hier könntest du mal in so eine meditation hereinhören um zu prüfen, ob dir so etwas helfen könnte.
https://zentrum-fuer-achtsamkeit.koeln/ ... itationen/

ich konnte mich dadurch von der fixierung unbedingt schlafen zu müssen lösen. das grössere problem war für mich, dass ich in der nacht begann probleme zu wälzen und in gedankenspiralen geriet. mithilfe von podcasts, computerspielen, audiobüchern habe ich mich ablenken versucht. ich weiss nicht ob du noch arbeiten musst. ich bin pensioniert.

mit der zeit habe ich es immer besser dann geschafft einfach nur noch ganz ruhig entspannt dazuliegen. ich muss dazu wohl sagen, dass ich so ziemlich panikresistent bin (wahrscheinlich erlernt durch anderen erfahrungen).
Luisamarie hat geschrieben: Frage mich dann auch, wie bekommt der Körper seinen Schlaf?
ich hoffe bei mir, dass er sich das mit der zeit wieder selber holt.

du schreibst, dass du keine andere medikamente verträgst. ist das auch mit pflanzlichen mitteln so? ich habe eine zeitlang Valverde-Beruhigungs-Dragées genommen.

stöbere mal im forum es gibt da noch andere vorschläge für planzliche mittel. oder auch hier

viewtopic.php?f=57&t=9278&hilit=schlafprobleme

findest du anregungen und hilfen.

ich weiss nicht, ob dir das etwas hilft. frage doch einfach weiter. gebe dir gerne antworten und auch im forum findest du sehr viele hilfen.

herzlich
weg
Luisamarie
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Re: Luisamarie: Zopiclon

Beitrag von Luisamarie »

Hi weg,

Vielen Dank für die zalhreichen Vorschläge zum Schlafen. Habe mich sehr darüber gefreut. Auch ich habe es schon mal mit der Atemmeditation versucht. Es tut mir sehr gut. Nur zum Einschlafen reicht es noch nicht. Pflanzliche Mittel führen bei mir dazu dass mein Schlaf sehr oberflächlich wird.
Luisamarie
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Re: Luisamarie: Zopiclon

Beitrag von Luisamarie »

Hi weg, 2.Teil der Antwort.
Ich denke es braucht einiges an Zeit da ich das Medikament auch schon sehr lange nehme, leider bekommt man sehr wenig Unterstützung von den Ärzten. Mein Schlaf ist schön seit langem sehr oberflächlich, ob sich das noch ändern wird? Hast du wieder nach dem Absetzen einen tiefen Schlaf?

Liebe Grüße

Annette
Clarissa
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Re: Luisamarie: Zopiclon

Beitrag von Clarissa »

Hallo, Luisamarie.

Ich habe vor 4 Jahren Zolpidem abgesetzt. Sei einem reichlichen Jahr schlafe ich wieder für meine Verhältnisse ausreichend (6 Stunden) und auch tief. Es gibt immer mal wieder eine richtig schlechte Nacht dazwischen, das verkrafte ich.
Ich nehme keinerlei Hilfsmittel für meinen Schlaf, alles, was ich versuchte, half nämlich nichts.
Ich halte ein ziemlich strenges "Schlafhygiene-Regime" ein :wink: .

Also es hat ziemlich gedauert, aber nun ist mein Schlaf wieder so wie vor den Pillen :roll: .

VG von Clarissa
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weg

Re: Luisamarie: Zopiclon

Beitrag von weg »

hi annette,

ich denke es braucht halt sehr viel zeit, bis ich wieder besser schlafen kann. ich setze mich da nicht unter druck - denn je mehr druck ich fürs schlafen mache, umso schwieriger wird das. ich habe schon als kind einen schlechten schlaf gehabt und hoffe natürlich sehr, dass er sich heute noch verbessern wird.
leider bekommt man sehr wenig Unterstützung von den Ärzten.
mich würde interessieren, was du für unterstützung möchtest von den ärzten und auch wie ich/wir dir vom forum weiterhelfen könnte.

freu mich wieder auf deinen bericht.

herzlich
weg
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Re: Luisamarie: Zopiclon

Beitrag von Luisamarie »

Hallo zusammen!

vielen Dank für die Antworten. Ich habe auch nochmal eine Frage zur Toleranzentwicklung von Zopiclon. Ich nehme ja 7,5mg über sehr lange Zeit und in der letzten Zeit wirkt es nicht mehr richtig, d.h. für mich bedeutet dass ich gar nicht mehr schlafen kann, mit dieser Dosierung. Es macht mir ein wenig Angst. Kann es auch sein dass trotzdem noch eine Wirkung da ist.

Liebe Grüße

Luisamarie
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Re: Luisamarie: Zopiclon

Beitrag von Clarissa »

Hallo Luisamarie.

Deine Frage verstehe ich nicht ganz.

Die gewünschte Wirkung des Zopiclon ist bei Dir offensichtlich nicht mehr vorhanden. Du bist in der Toleranz.
Du führst Dir aber weiterhin "Stoff" :wink: zu und weiß der Geier, was der irgendwo und irgendwie noch anstellt in Deinem Körper.
Es ist außerdem typisch für Abhängigkeit, daß das Medikament weiter gebraucht wird, um dem quälenden Entzug zu entgehen, auch wenn es seiner eigentlich angestrebten Wirkung nicht mehr gerecht wird.

VG von Clarissa
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Re: Luisamarie: Zopiclon

Beitrag von Luisamarie »

Hallo Clarissa,

danke für deine Antwort. Da hast du natürlich Recht. Doch im Moment habe ich viele psychische Probleme und wollte eine Rhea machen. Die dauerhafte Schlaflosigkeit macht mich mürbe. Meine Frage ist, ob in den Medikament noch in geschwächter Form ein Wirkstoff ist, der mir beim Schlafen hilft auch wenn ich die volle Wirkung nicht mehr spüre?

Liebe Grüße

Luisamarie
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Re: Luisamarie: Zopiclon

Beitrag von Clarissa »

Hi nochmals, Luisamarie.

Du schreibst oben, Du könntest gar nicht mehr schlafen trotz Zopiclon. Weniger als gar nicht: was soll das sein? Man kann also davon ausgehen, die 7,5 mg führen bei Dir keinen Schlaf mehr herbei.
Trotzdem wirst Du sie nicht einfach absetzen können aufgrund der Abhängigkeit.

VG von Clarissa
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Re: Luisamarie: Zopiclon

Beitrag von Luisamarie »

Hallo Clarissa,

war ein bissl unverständlich von meiner Seite. Die schlaffördende Wirkung ist noch da, allerdings nur 2 Stunden, versuche danach immer auch noch im Bett liegen zu bleiben aber meistens schlafe ich nicht mehr ein.

Liebe Grüße

Luisa
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Re: Luisamarie: Zopiclon

Beitrag von Clarissa »

Hi zurück.

Dann bist Du also nicht komplett schlaflos und das Zopiclon wirkt noch für diese 2 Stunden. Es hat eine relativ kurze Halbwertszeit.

VG Clarissa.
Ululu
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Re: Luisamarie: Zopiclon

Beitrag von Ululu »

Hallo Luisa,

das Zopiclon ist ein Mittel gegen Einschlafschwierigkeiten und hat eine kurze Halbwertzeit.
Dazu kommt natürlich eine Gewöhnung.

LG Ute
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