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Handerda: Hallo an euch - Absetzen von Quetiapin

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Handerda
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Handerda: Hallo an euch - Absetzen von Quetiapin

Beitrag von Handerda »

Hallo zusammen. Ich bin neu hier. Ich brauche eure Hilfe.
Vor 10 Jahren hatte sie eine psychische Störung. Man wusste nicht was das war. Man hat mich als psychotisch eingestuft (wobei die Ärzte nich sicher waren und nur den Verdacht hatten, aber eine Diagnose setzten mussten). Meine Therapeutin hat bei mir nie irgendwas psychotisches gesehen und sie meinte, dass es nicht die Botenstoffe sind sondern ein unverarbeitetes Trauma.
Ich nehme seit etwa 1 1/2 Jahren Quetiapin 50 mg retardiert (Das Medikament wurde wegen einer Depression verschrieben, oder Anpassungstörung oder Vorbeugung vor Psychose. Jeder Arzt sagt etwas anderes) und habe es vor 5 Tagen komplett abgesetzt, da ich das Trauma therapeutisch löse und weg will von dem Medikament. Ich habe nun heftige Symptome wie Erbrechen, Juckreiz, Schlaflosigkeit und Angst.
Der Psychiater hat gemeint ich soll nach 7 Tagen kommen wenn die Symptome nicht besser werden und wenn das der Fall ist, dann müssen wir neu ansetzen weil dann doch was war mit den Botenstoffen (komische Argumentation...nem Alkoholiker sagt man doch auch nicht er soll wieder mit dem Trinken anfangen wenn es ihm nicht besser geht nach ein paar Tagen). Ein anderer hat gemeint ich soll die 50mg mal nehmen und dann mal nicht nehmen.

Da die Symptome stark sind bin ich auf dieses Forum gestoßen und habe nun die Befürchtung, dass das keine gute Idee war mit dem plötzlichen Absetzen auf 0.

Die Frage ist nun was ich in einer solchen Situation machen soll...
Zuletzt geändert von Gwen am 09.07.2018 11:10, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Name im Titel ergänzt zur besseren Übersichtlichkeit im Forum
Ululu
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Re: Hallo an euch - Absetzen von Quetiapin

Beitrag von Ululu »

Hallo Handerda, :)

herzlich willkommen hier im Forum.

Du hast das Quetiapin quasi kalt abgesetzt. Das kann massive Absetzerscheinungen machen, wie du sie im Moment erlebst.

Auch wenn deine Dosis nicht hoch war, hätte man das Medikament ausschleichen müssen und zwar nicht durch tageweise absetzen wie deine Ärzte empfehlen, das hast du ja selbst schon sehr richtig erkannt.

Das Problem für dich ist jetzt, dass das retardiertes Quetiapin für ein langsames Absetzen nicht geeignet ist, weil man es nicht teilen oder in Wasser auflösen kann.

Ich denke nämlich, das es für dich am besten wäre, das Quetiapin wieder einzudosieren und dann langsam abzusetzen. Die Symptome aussitzen zu wollen, ist leider oft keine gute Idee, auch wenn es dir widerstrebt, das Medikament noch einmal einzunehmen.

Zum Absetzen müsstest du auf das unretardierte Quetiapin umsteigen, da es die retardierte Form nicht unter 50 mg gibt. :frust:
Ich würde mir gleich morgen ein Rezept dafür holen und vorerst nach einer Woche auf 0 einen Versuch mit 25 mg starten. Diese Dosis gibt es als Tablette.
Dann würde ich eine Weile abwarten, ob du dich stabilisieren kannst und erst dann weiter langsam ausschleichen.

Ich lasse dir noch unsere Grundsatzinformationen zum Absetzen von Neuroleptika da.

http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=32&t=12884

Ich wünsche dir einen guten Austausch.

LG Ute
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Handerda
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Re: Hallo an euch - Absetzen von Quetiapin

Beitrag von Handerda »

Liebe Ute,

vielen herzlichen Dank für die Nachricht. Ja, leider hat mir mein Psychiater empfohlen direkt auf 0 zu gehen. Zwei Tage später habe ich dieses Forum entdeckt. Jetzt ist mir diese Methode des Ausschleichens (10%) bekannt. Ich habe das auch meinem Arzt gesagt und er hat gesagt ich soll erstmal so weiter machen und nicht auf 25mg gehen.
Vor 9 Jahren habe ich diese Dosis ohne größere Probleme direkt absetzen können.
Die Frage ist ob wenn ich nicht neu ansetze die Absetzsymptome geringer werden mit der Zeit und es "nur" darum geht diese auszuhalten. Oder kann es mich tatsächlich schädigen? Ich habe es ja jetzt schon fast eine Woche ausgehalten, der Juckreiz ist weniger, der Appetit ist besser, Erbrechen tue ich auch nicht mehr. Aber die Schlaflosigkeit ist das Hauptproblem und auch Ängste kommen hoch, die ich aber einigermaßen im Griff habe.

Vielen Dank :wink:
Jamie
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Re: Hallo an euch - Absetzen von Quetiapin

Beitrag von Jamie »

Hallo und willkommen :)

ich kann Ululu :) nur zustimmen.
Das Quetiapin muss wieder rein, aber nicht mit 50mg, das ist nach einem kalten Entzug zu hoch und kann noch mehr ZNS-Reizung verursachen.

Normalerweise soll man die Tabletten nicht teilen, da die Retardierung nicht verletzt werden darf, aber man könnte überlegen, es trotzdem zu tun. Wenn du wirklich nur einen Brösel nehmen würdest, der in etwa 5-10mg entspricht, dann ist es wurscht, ob die Retardierung kaputt ist, da man sich nicht überdosieren kann. Das einzige, was sich verändert, ist das Anfluten - es ist dann schneller verfügbar.

Das ZNS dürfte vermutlich, wenn du Glück hast, rasch auf diese kleine Menge reagieren (positiv).
Also entweder du wartest bis morgen und holst dir dann echt schnell ein neues Rezept über Quetiapin unretardiert oder du probierst es mit einem Eckchen.
So oder so musst du dich bitte mit der Wasserlösemethode befassen, da kannst du auch gleich Spritzen in der Apotheke mitkaufen.

Absetzen Basics: http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=12880
Video Wasserlösemethode: http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=43&t=14698

Grüße
Jamie
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Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


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Re: Hallo an euch - Absetzen von Quetiapin

Beitrag von Arianrhod »

Hallo Handerda,
Handerda hat geschrieben: 10.06.2018 13:06 Die Frage ist ob wenn ich nicht neu ansetze die Absetzsymptome geringer werden mit der Zeit und es "nur" darum geht diese auszuhalten. Oder kann es mich tatsächlich schädigen? Ich habe es ja jetzt schon fast eine Woche ausgehalten, der Juckreiz ist weniger, der Appetit ist besser, Erbrechen tue ich auch nicht mehr. Aber die Schlaflosigkeit ist das Hauptproblem und auch Ängste kommen hoch, die ich aber einigermaßen im Griff habe.
ich kann nur aus eigener Erfahrung berichten. Der Entzug von Psychopharmaka ist nicht mit dem Entzug von Drogen zu vergleichen. Beim Drogenentzug ist es ja wirklich so, dass man eine scheußliche Zeit durchstehen muss, und dann ist man clean und es wird besser.
Der kalte Entzug von Psychopharmaka dauert viel länger und kann ständig neue Symptome machen, also eher keine gute Idee, das auszusitzen.

liebe Grüße Arianrhod
[spoil]2005 mit Burnout und Depression in eine Tagesklinik gekommen.

Zuerst einmonatige Behandlung mit diversen Antidepressiva: Doxepin, Mirtazipin, Sulprid,
hypomane Reaktion
wobei die AD sofort und ohne Ausschleichen von den Ärzten abgesetzt wurden.


Verschiedene Diagnosen: schizoaffektive Psychose, Depression, bipolare Störung, Schizophrenie, dissoziative Identitätsstörung


Erst 2 Jahre Behandlung mit Amisulprid . Zu schnell auf eigene Faust abgesetzt.
Schwere Supersensitivitätspsychose .

Einstellen auf verschiedene Neuroleptika: Haloperidol, Quetiapin, Olanzapin, Risperidon, Paliperidon, Aripiprazol
Außerdem Lorazepam, Promethazin, Chlorprothixen, Melperon, Pipamperon

jahrelang , vieles gleichzeitig und in höchster Dosierung.
u.a. Berentung, 60 kg Gewichtszunahme
seit 2012 Ausschleichen von 800 mg Quetiapin retard innerhalb von 2 Jahren.
Meinen Absetzbericht findet man hier:
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php ... 47#p120447
Seit Januar 2014 keine Neuroleptika mehr.

Ich leide seit 3 Jahren unter Nervenschmerzen, Kribbeln und Lähmungen. Bei mir wurde eine Polyneuropathie diagnostiziert und ein Zusammenhang mit NL vermutet - leider nicht beweisbar.

Außer Neuroleptika habe ich zwischenzeitlich auch Oxycodon ( ein Opioid) und Trimipramin nach zweijähriger Einnahme abgesetzt , die ich wegen chronischer Schmerzen verschrieben bekommen habe.
Pregabalin habe ich am 7.9.2016 endgültig ausgeschlichen.

Die Anzahl meiner Dauermedikamente beträgt gerade "0". :)

Ich weiß mittlerweile 2019 , dass ich Asperger- Autistin bin .
Handerda
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Re: Hallo an euch - Absetzen von Quetiapin

Beitrag von Handerda »

Vielen Dank an euch alle für die Hilfe.

Der Arzt sagte, ich soll abwarten aber ich habe ihm gesagt, dass es besser wäre wenn ich 25 mg nehme. Er hat mir das verschrieben und ich kann jetzt sehr gut schlafen. Und ich habe auch nicht so viele Ängste. Weiß jemand zufällig was man tun könnte, wenn man in der Klinik statt Hilfe eine Verschlechterung wegen einer falschen Diagnose bekommen hat. Statt mich dort zu stärken, hat es bei mir zu enormen Schäden geführt, die ich dann therapeutisch behandeln musste.

Danke und liebe Grüße
yberion45
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Re: Hallo an euch - Absetzen von Quetiapin

Beitrag von yberion45 »

Hey du

I'm Idealfall würde man diese Klinik verklagen, aber oft halten Ärzte zusammen, und du würdest keinen Arzt finden der dir Bescheinigt, dass die Diagnose und die draus resultierende Medikation dich kaputt gemacht haben. Leider halten Ärzte zusammen und wenn man dann noch sieht, dass 80% der Pyschischen Störung ein reine Fragen beantworten und Diagnose kriegen ist, vermute ich mal, daß verklagen nicht den Erfolg bringt den man haben will. Stress dich nicht damit selber, und schau das du diese Medikamente wieder vernünftig ausschleichst. Der Gehirn regeneriert sich wieder von alleine und eine dauerhafte Schädigung ist glaube ich nicht möglich

LG yberion
Februar 2017:Diagnose : zwangsgedanken (post thc und amphetamine Syndrom)

01.05.2017 20mg Fluoxetin Libido Verlust
05.07.2017 Fluoxetin 20 mg und Tolvon 10 mg kalt abgesetzt
20 mg Citalopram libido wieder da, dafür Kopfschmerzen Wahrnehmung beeinträchtigt, je mehr ich mich bewege um so schlimmer NW
20.12.2017 - 5mg:15 mg Citalopram Nw besser, zwei Tage müde
02.02.2018 -5mg: 10 mg keine Symptome kaum Nebenwirkungen keine Gedanken
06.02.2018 mir geht es Super keine Symptome fast keine NW Wohlfühldosis
07.02.2018 Nebenwirkungen wieder da aber abgeschwächt als bei 15 mg sonst ganz gut keine Gedanken

09.02.2018 Mir geht es super, keine Symptome und die Nebenwirkung sind noch da, aber sehr erträglich
17.02.2018 keine Absetz Symptome, Nebenwirkungen sehr schwach
20.02.2018 immer noch keine absetz Symptome, Nebenwirkungen da
01.03.2018 keine Absetz Symptome bekommen seid 3 Tagen sind die Nebenwirkungen gesunken. Ich vermute es liegt daran, dass ich jetzt jeden Tag jogge
05.03.2018 immer noch keine Probleme, aber Nebenwirkungen wieder etwas stärker. Keine Gedanken. Kann kaum abwarten bis zur nächsten Reduktion
23.03.2018 - 5mg: 5 mg mal sehen wie es wird bis jetzt ist nichts, aber auch zu früh
04.04.2018 Noch keine Symptome, mir geht es Super und die Nebenwirkung sind sehr gering. Von meiner Grunderkrankung keine Spur
10.04.2018 Noch keine Symptome. Mir geht es immer noch sehr gut und vom Zwang auch keine Spur. Bin leicht müde, liegt aber vom Wochenende noch, da ich wegen einem Paris Trip kaum geschlafen habe.
05.04.2018 seid heute 0 mg
28.04.2018 folgende Absetz Symptome sind verschwunden:
Übelkeit und Schwindel
Folgende Absetz Symptome habe ich noch:
Augen brennen, komische Wahrnehmung von mir selber und manchmal Kopfschmerzen und Matschig. Jedoch Wellen artig mal besser und mal schlechter.
26.06.2018 immer noch Absetz Symptome, die stündlich ihre Starke ändern aber Alltag tauglich bleibt. Wahrnehmung immer noch gestört. Seid 3 Tagen CBD seid 8 Tagen Mariendistelsamen und L-Tryptophan
31.08.2018: Symptome sehr zurück gegangen, normale Gedanken kommen wieder, Gehirn nur noch leicht betäubt, schwankt etwas
Handerda
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Re: Hallo an euch - Absetzen von Quetiapin

Beitrag von Handerda »

Hi Leute, danke für die Antwort. Ich vermute, dass ich doch an einer Psychose erkrankt bin, nicht so wie das meine Therapeutin meinte...damals in der Klinik war die Diagnose doch ok...da ich jetzt einen Rückfall hatte oder das ist eine Absetzpsychose. Mein Denkablauf ist anders...und viele andere Symptome. Es ist schlimm. Ich nehme seit einer Woche wieder 50 mg...und ich möchte in die Tagesklinik...mal schauen was der Arzt sagt. Eins ist sicher, ich bin nicht adäquat, Ich weiß aber auch, dass ich im Moment eine schwierige Situation habe...und es hängt nicht nur mit den Medis zusammen. Es war alles zu viel zu ertragen. Man muss das therapeutisch behandeln...würdet ihr empfehlen dann mehr zu nehmen? Ich werde das noch natürlich mit dem Arzt besprechen, aber ich wollte auch euch fragen. Hat jemand von Euch Mangel an B12 und D? Ich habe viele Vitamine untersuchen lassen und bei den zwei habe ich einen Mangel...
B12 Mangel kann sich psychotisch auch auswirken...hat jemanden das Aufdosieren von den Vitaminen geholfen?
Gwen
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Re: Handerda: Hallo an euch - Absetzen von Quetiapin

Beitrag von Gwen »

Hallo Handerda,
da wir hier sehr viele Mitglieder haben und es nicht immer möglich ist, den kompletten Thread zu lesen, wäre es sehr wichtig, dass Du eine Signatur mit Deinem Medikamentenverlauf anlegst. Da kann man dann auf einen Blick sehen, was Du wann genommen bzw reduziert hast.

Wie das geht und was drin stehen sollte findest du hier:
viewtopic.php?f=46&t=15035
Viele Grüße Gwen
Diagnose: schwere rezidivierende Depressionen
Escitalopram: 0 mg!!

[spoil]Diagnosen: schwere rezidivierenden Depressionen seit der Kindheit, teilweise mit Angst-/ Panikattacken

Medikamente:
1999 Lorazepam (Bedarf), Opipramol (extreme Müdigkeit), Wechsel zu Paroxetin ca 2005 abgesetzt (selbständig langsam mit Seroxat-Suspension reduziert nach schlechten Erfahrungen beim Kaltenzugsversuch im KKH)

2008/09(?) Rückfall, Citalopram 20mg
irgendwann Wechsel auf Escitalopram 10mg
zwischendurch wg Schwangerschaft auf 2,5mg reduziert, nach der Geburt schwere postpartale Depression. 1 Woche Diazepam im AllgemeinKKH. Dank Beratung von "Schatten und Licht eV" eine Mutter-Kind Station gefunden. Zu Anfang Lorazepam als Bedarf und Escitalopram wieder 10mg.

03/2016 5mg Starke Kopfschmerzen und Müdigkeit
04/2016 6mg Besser. Jedoch seit Monaten erschöpft und müde
17.01.17 5,4mg. Lange Stabilisierungsphase. Es geht mir richtig gut. Viel Bewegung. Deutlich weniger Müdigkeit, viel fitter und ausgeglichener als sonst
09.04.17 3,5mg Übermut -> Kopfschmerzen, müde, Gliederschmerzen...
24.04.17 4mg stabiler! Dann EBV-Infektion - lange Erholungsphase
12.07.17 3,5mg
01.09.17 3,0mg
17.11.17 2,5mg
31.01.18 2,25mg
12.03.18 2,0mg
06.04.18 Omega3 (EPA+DHA=1200mg)
09.04.18 Magnesium 360mg

....
Zwischenschritte fehlen gegen Ende
Seit Ende Mai 2019 auf Null[/spoil]
escargot
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Re: Handerda: Hallo an euch - Absetzen von Quetiapin

Beitrag von escargot »

Hallo Handerda,

mir hat Vitamin B12 etwas geholfen gegen die Negativsymptomatik.

Hatte immer die Ampullen von Vitasprint oder das Granulat in den kleinen Tütchen.

Eine Zeitlang habe ich auch Quetiapin (zusätzlich) genommen gering dosiert. Sollte angeblich gegen die Ängste helfen. Bei mir war es aber wirkungslos und so habe ich es wieder ausgeschlichen.

Liebe Grüße
escargot
12.2020 undefinierte Schizophrenie, Depression, Verhaltensstörung durch Sedativa, komplexe PTBS

Bedarf:
Olanzapin 5-10 mg
Melperon 25-50 mg

Täglich : Olanzapin 15 mg,Tavor zur Nacht 0,5 mg, Risperdidon abends und morgens je 1 mg

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Handerda
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Re: Handerda: Hallo an euch - Absetzen von Quetiapin

Beitrag von Handerda »

Hi hi, danke für Infos...ich bin total KO...ich war in der Tagesklinik und hatte ein Gespräch mit dem Arzt und mit dem Therapeut. Und sie meinen, dass Sie bei mir nichts psychotisches gesehen haben, aber sie werden mich weiter beobachten. Sie haben Verdacht auf eine Dissoziation, dauerhafte oder worübergehende...wegen dem Trauma. Und meinen, dass es sein kann dass ich damals in der Klinik das auch hatte und man mich doch falsch diagnostiziert hat. Auf jeden Fall wird man es weiter untersuchen...ich habe dort von den Vitaminen gesprochen und meine Ärztin informiert sich ganz genau, wie man das behandelt...das ist super, dass B12 da etwas geholfen hat...
Handerda
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Re: Handerda: Hallo an euch - Absetzen von Quetiapin

Beitrag von Handerda »

Hi Leute, ich bin immer noch in der Tagesklinik, die Ärzte wissen nicht was mit mir los ist...sie meinen, ich bin zu klar und zu konzentriert für eine Psychose...Aber mir geht es nicht gut, ich bin durcheinander...ich bin wieder auf 50 mg gekommen. Aber es hilft nicht. Was würdet ihr empfehlen? Kann das sein, dass wegen dem Absetzen das Medikament nicht mehr wirkt? Oder soll ich noch auf 100 kommen um die Wirkung zu spüren?

Die Signatur mit der Medikation zu ergänzen ist für mich derzeit zu viel. Aber kurz: Vor 8 Jahren Verdacht auf Psychose, deswegen 300 mg Quetiapin, 1 Jahr genommen und komplett abgesetzt. Vor 5 Jahren Anpassungsstörung und 200mg Quetiapin angesetzt, Therapie gemacht wegen Depressionen und auf 50 reduziert. Vor einem Monat Versuch es komplett anzusetzen...was dann passiert siehe oben und jetzt Verdacht auf dissoziative Persönlichkeitsstörung.
Rose87
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Re: Handerda: Hallo an euch - Absetzen von Quetiapin

Beitrag von Rose87 »

Hey,

Ich kann nur von meiner Erfahrung reden. Ich hab von 600mg retard seroquel auf 150mg seroquel schnell reduziert.dann Wechsel auf 150mg film Mit ging's erstma ok dann kamen die absetzerscheinungen. Ärtztlich wurde dann auch schnell weiter reduziert bis auf 50mg. Weil es so schlimm wurde wieder hochdosiert auf meine jetztige Dosis 150mg seroquel retard die Wirkung hielt 2 Wochen seid dem hab ich keine Wirkung mehr.

Wobei zu unterscheiden ist Wochen seroquel retard und Film. retard wirkt über den Tag. Nimmst du aber die Film haste du die maximale Wirkung nach 1,5 St bist aber quasi nach 7stwieder auf 0.
Aus meiner Sicht kannst du testen ob es was bringt etwas höher zu gehn und zu schauen. So ne hohe Dosis holst ja nicht.

Was mit hilft um ruhig zu bleiben ist cbd Öl, vlt wäre das auch das für dich.

Gruß
[spoil]Diagnose: shizoide Persönlichkeit, borderline Persönlichkeitsstörung und Disthymia

10.2016 Entgiftung Alkehol eindosierung seroquel retard auf 150mg und Dominal 2x 80mg gegen Schlafstörungen keine Nebenwirkungen.

11.2016 Engiftung Alkehol seroquel erhöht auf 300mg retard und Dominal 2x80mg gegen schlafstörung keine Nebenwirkungen gelegentlicher Missbrauch.

12.2016 - 03.2017 Therapie Alkehol seroquel auf 400mg retard erhöht 2x 80mg Dominal und mitzatapin 45mg gegen schlagstörung. Alles ok bis Übergang letzten Monat seroquel retard selbst auf 600mg gesteigert. Ende Therapie leberwerte gestiegen.

03.2017 -07.2017 Adaption Alkehol
600mg seroquel retard 45mg mirtzatapin 2x 80mg Dominal Missbrauch regelmäßig von seroquel zwichen 600mg - 2000mg ( 2000mg 3x sonst zwichen 800mg - 1200mg regelmäßig ) normale dosis leichter Übergang überdosierung Panik, herzrasen und Kreislauf. Zwangsgedanken gelegentlich. Kaum Erinnerungen weiss nicht wieso Missbrauch

07.2017 10.2017 Nachsorge Einrichtung
Opibramol 150mg gegen Panik 1 Woche dann abgesetzt. Mirtazapin 45mg abgesetzt. 2x Dominal 80mg seroquel retard 600mg gegen Ende 400mg. Gelegentlicher Missbrauch zwichen 600mg - 1000mg seroquel retard. Selten Panik, Übergang, Kreislauf und abgestumpft. Gelegentlich herzrasen.

10.2017 - 12.2017 Nachsorge Einrichtung alkehol
Seroquel reduziert von 400mg auf 150mg retard Dominal reduziert von 2x 80mg auf 1x80mg eigenständig. Ärzte dagegen. Selten Panik, stärker Übergang, abgestumpft, öfter Herzrasen und Bauchschmerzen nach einnahme. Kein Missbrauch mehr.

12.2017 - 03.2018 Nachsorge Einrichtung Alkehol.
Umstieg eigenständig seroquel retard auf Film und Reduzierung 150mg seroquel auf 100mg seroquel Film.
Absetzen Dominal 80mg. Leichter Überhang ansonsten alles super.

01.03.18 - 06.03.18 Reduzierung auf 50mg seroquel Film. Alles ok. Gegen Ende gripppeinfekt ignoriert.

06.03.18 -10.04.18 seroquel Erhöhung auf 125mg Film durch ärtzte. 2x Notaufnahme starke panikattacke. Jeden Tag durchgehen hinzu Schwindel, Übelkeit, bauch weh, Kreislauf und ohnamchsthefügo herzrasen und herzdrücken.
10.04 - 22.04.18 seroquel muss abgesetzt werden in 25mg Schritten alle 4 Tage 100mg Film - 50mg Film seroquel erreicht. Tromiparmin zusätzlich auf 75mg eindosiert. Alles ok.

22.04 01.05 Erhöhung auf 125mg seroquel Film da wieder starke Symptome Panik, herzrasen herzdruck, Schwindel, Ohnmachtsgefühl und Durchfall trimiparmin auf 100mg erhöht.

01.05. -10.05 seroquel Film durchgehen 75mg und trimiparmin 100mg . Leichte Panik herzrasen nach Einnahme druck aufem Herz fast weg, Durchfall jetzt besser. Unruhig jeden Tag Kreislauf auch jeden Tag. Zwangsgedanken zwichen drin.

10.05 - 01.06. Bis 16.05 100mg seroquel retard 100mg trimiparmin zusätzlich gegen zerrung 2x 75mg diclo.
Zustand schlecht jeden Tag Symptome panikattacke, schwächegefühl und Kopfweh. Aber 16.05. Umstieg auf 150 seroquel retard trimiparmin 100mg diclo 2x 75 mg es geht mir leicht besser weniger panikattacken schwächegefühl bleibt hinzu kommen Nacken und kreuzschmerzen. 25.05 reduzierumg trimiparmin um 25mg. 28.05 aufgehört mit diclo. Stimmung manchmal gut machmal schlecht aber besser wie vorher.

28.05 -09.08 es ging mir besser nach wie vor druck auf der Brust. 22.07 trimiparmin reduziert 75mg auf 62,50 mg. Mir ging es besser bis 05.08 dann Bauchweh, Durchfall, Kopfweh wieder mehr Druck in der Brust.

Aktuelle Dosis 150mg seroquel retard 62,50 trimiparmin[/spoil]
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