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Liebe Mitglieder des ADFD-Forums, liebe Interessierte,

Update: wir sind bisher noch nicht zu einer tragfähigen Lösung gekommen und müssen unseren Aufnahmestopp daher leider länger als geplant aufrecht erhalten.

wir mussten uns heute, am 31.03.2019, zu einem gleichermaßen ungewöhnlichen wie einschneidenden Schritt entscheiden.
Wir werden das Forum für ca. 4 Wochen für Neuanmeldungen schließen und damit einen Anmeldestopp verhängen.
Bislang freigeschaltete Mitglieder können das Forum natürlich wie gewohnt nutzen und dort schreiben.

Es tut uns leid für diejenigen, die sich nun gerne anmelden möchten und nicht können, aber aufgrund einer völligen Überlastungssituation sind wir nicht mehr in der Lage noch mehr Mitglieder zu betreuen.
Wir müssen uns in den kommenden Wochen auch überlegen, wie das Forum künftig organisiert werden kann, so dass es fortbestehen kann.
Das Forum wurde in den letzten Wochen geradezu mit Neuanmeldungen geflutet und es ist uns nicht mehr möglich, diese Massen an Anfragen auf Basis unseres ehrenamtlichen Engagements zu bewältigen.

Trotzdem wollen wir keinen von Euch hängen lassen.
Zum einen steht in diesem Forum wirklich alles Relevante, was Ihr wissen müsst, wenn Ihr Eure Psychopharmaka verantwortungsvoll, schonend und nachhaltig absetzen wollt und zum anderen haben wir auch extra noch mal die allerwichtigsten Artikel und Tipps für Euch zusammengestellt.
Nehmt Euren Wunsch, Eure Medikamente auszuschleichen aktiv in die Hand, lest die Infoartikel, wühlt Euch durch die Threads der anderen Betroffenen und erlebt, dass alle im gleichen Boot sitzen, benutzt gerne auch die Suchfunktion... Ihr werdet sehen, so gut wie keine Frage wird unbeantwortet bleiben.

=> Hier sind nochmal häufige Fragen von Neuankömmlingen für Euch beantwortet. <=

Für unsere Bestandsmitglieder und natürlich auch für diejenigen, die an den tiefer gehenden Gründen interessiert sind, weswegen wir den Anmeldestopp verhängt haben, haben wir eine genauere Erklärung verfasst.

Wir danken für Euer Verständnis und erbitten zahlreiches und konstruktives Mitwirken
Das Team des ADFD

gemüsemuffin: kptbs mit Psychosen: Paroxetin, Tavor ausgeschlichen, jetzt Risperidon Ausschleichversuch

Auch für Antiepileptika (z.B. Lyrica/Pregabalin), Stimmungsstabilisierer und Stimulanzien
gemuesemuffin
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Re: gemuesemuffin: Paroxetin ausgeschlichen. Probleme, was auch sonst

Beitrag von gemuesemuffin » Freitag, 05.10.18, 10:20

in welchen schritten würdet ihr das risperidon ausschleichen? bekomme es gerade nicht hin, mich durch die ganzen texte mit den Berechnungen zu lesen- das packt mein Hirn nicht
Diagnose: Komplexe PTBS, ängstlich vermeidende Persönlichkeitsstörung

2011- Venlafaxin 75mg, ca 1 Jahr genommen, von heute auf morgen abgesetzt. 2 Wochen kalter Entzug, danach war es Entzugssymptomtechnisch überstanden.

Medikamentenfrei!

März 2018- 2 Wochen Psychiatrieaufenthalt nach schweren Panikattacken, Flashbacks und Wahnvorstellungen
Medikamente:

Tavor (Bedarf)
Risperidon 3x2mg für 1 Woche für die akuten Wahnvorstellungen, dann ausgeschlichen

Rückfall Zuhause nach dem Psychiatrieaufenthalt
daraufhin wieder zurück in die Klinik

Risperidon wieder höher dosiert auf 3x2mg für ca 1 Woche, zusätzlich Tavor
dann beides noch langsamer ausgeschlichen

Risperidon frei seit ca.
Mai 2018

Paroxetin parallel eingeschlichen aufgrund von Hoffnungslosigkeit, Suizidalität und angeblicher Depression nach den Wahnzuständen und Flashbacks

Paroxetin 4 Wochen lang mit 20mg genommen
starke Nebenwirkungen

nach 4 Wochen ausgeschlichen wie folgt:

16.4.18- 16.5.18 20mg Paroxetin, etliche Nebenwirkungen

16.5.18 15mg, Besserung
23.5.18 10mg, Besserung
30.5.18 5mg, Besserung
6.6.18 0mg, Verschlechterung, starke Entzugssymptome (Grippegefühl, Unruhe, Brain zaps, Tinnitus, Alpträume)
8.6.18 2,5mg, leichte Entzugssymptome
12.7.18 0mg, keine Entzungssymptome


17.7.18 Traumatherapie gestartet, stationär-
starke Verschlechterung ab dem 5.8.18, schlimme Wahnvorstellungen, Psychosen,
Psychiatrie- Traumatherapie abgebrochen

dort Risperidon wieder eindosiert
sowie Tavor
ca 2,5-3mg/Tag 3Wochen lang
1Woche ausgeschlichen auf 0 (ca vom 27.8.18-17.9.18 3mg, 17.9- 26.9.18 auf 0 runterdosiert)

ca 27.8.18 2mg Risperidon (Klinik)

ca 13.9.18 3mg Risperidon (Klinik)
5.10.18 2,75mg
11.10.18 2,625mg
18.10.18 2,5mg
25.10.18 2,25mg
1.11.18 2,125mg
4.11.18 2mg
8.11.18 1,875mg
11.11.18 1,75mg
13.11.18 1,625mg
15.11.18 1,5mg
18.11.18 1,375mg
22.11.18 1,25mg
29.11.18 1,125mg
4.12.18 1mg
6.12.18 0,875mg
13.12.18 0,75mg
19.12.18 0,625mg
27.12.18 0,5mg
21.1.19 0,375mg
1.2.19 0,25mg
14.2.19 0,125mg
25.2.19 0,5mg (1 Tag sicherheitshalber in Klinik) aufdosiert aufgrund von ängsten, konzentrationsproblemen, stress, leichte Psychose anzeichen
27.2.19 0,375mg

3. Psychose
Klinik Seit ca 15.3.19 6mg Risperidon und
Tavor2mg Tag
Diazepam 50mg? Tag
Beides nach ca 2,5 wo kalt abgesetzt
Zuhause seit 30.3.

1.4.19 5mg Risperidon
22.4.19 4,5mg
30.4.19 4mg
30.5.19 3,25mg

Jamie
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Re: gemuesemuffin: Paroxetin ausgeschlichen. Probleme, was auch sonst

Beitrag von Jamie » Freitag, 05.10.18, 10:40

Hallo muffin :)

Eine Bitte. Erinnerst du dich an die Netiquette? Hallo zu Beginn und Gruß am Ende würde sich schön lesen. Ich weiß es geht dir mies und ich mein das auch nicht giftig, deswegen Danke für dein Verständnis :).

Also eigentlich empfehlen wir ja 10% weniger alle 4-6 Wochen und wir können dir das auch ausrechnen, aber du nimmst das Risperidon ja nicht lange.

Ich würde von der Abenddosis was weglassen. 0,25mg weniger wäre mein Vorschlag.
Wenn dir das nicht stimmig erscheint und du unbedingt 0,5mg weglassen willst, dann würde ich dir aber dringend empfehlen wirklich nicht mehr als das abzusetzen und vor allem dann erst einmal etwas abwarten und beobachten.

Alles Gute
Jamie
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Re: gemuesemuffin: Paroxetin ausgeschlichen. Probleme, was auch sonst

Beitrag von gemuesemuffin » Freitag, 05.10.18, 10:51

Hallo Jamie,
danke für deine Antwort. ja, richtig- die nettiquette. hab ich verpeilt- Entschuldigung. Ich bin momentan echt schief im Kopf.
dann gehe ich heute Abend mal 0,25mg runter. und in 4 Wochen die nächsten 0,25mg am Abend.

und dann werde ich demnächst mit meinem freund zusammen Ärzte suchen, die mir mit weiterer Medikation helfen können, die evtl weniger Nebenwirkungen haben.

LG,
Muffin
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2011- Venlafaxin 75mg, ca 1 Jahr genommen, von heute auf morgen abgesetzt. 2 Wochen kalter Entzug, danach war es Entzugssymptomtechnisch überstanden.

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März 2018- 2 Wochen Psychiatrieaufenthalt nach schweren Panikattacken, Flashbacks und Wahnvorstellungen
Medikamente:

Tavor (Bedarf)
Risperidon 3x2mg für 1 Woche für die akuten Wahnvorstellungen, dann ausgeschlichen

Rückfall Zuhause nach dem Psychiatrieaufenthalt
daraufhin wieder zurück in die Klinik

Risperidon wieder höher dosiert auf 3x2mg für ca 1 Woche, zusätzlich Tavor
dann beides noch langsamer ausgeschlichen

Risperidon frei seit ca.
Mai 2018

Paroxetin parallel eingeschlichen aufgrund von Hoffnungslosigkeit, Suizidalität und angeblicher Depression nach den Wahnzuständen und Flashbacks

Paroxetin 4 Wochen lang mit 20mg genommen
starke Nebenwirkungen

nach 4 Wochen ausgeschlichen wie folgt:

16.4.18- 16.5.18 20mg Paroxetin, etliche Nebenwirkungen

16.5.18 15mg, Besserung
23.5.18 10mg, Besserung
30.5.18 5mg, Besserung
6.6.18 0mg, Verschlechterung, starke Entzugssymptome (Grippegefühl, Unruhe, Brain zaps, Tinnitus, Alpträume)
8.6.18 2,5mg, leichte Entzugssymptome
12.7.18 0mg, keine Entzungssymptome


17.7.18 Traumatherapie gestartet, stationär-
starke Verschlechterung ab dem 5.8.18, schlimme Wahnvorstellungen, Psychosen,
Psychiatrie- Traumatherapie abgebrochen

dort Risperidon wieder eindosiert
sowie Tavor
ca 2,5-3mg/Tag 3Wochen lang
1Woche ausgeschlichen auf 0 (ca vom 27.8.18-17.9.18 3mg, 17.9- 26.9.18 auf 0 runterdosiert)

ca 27.8.18 2mg Risperidon (Klinik)

ca 13.9.18 3mg Risperidon (Klinik)
5.10.18 2,75mg
11.10.18 2,625mg
18.10.18 2,5mg
25.10.18 2,25mg
1.11.18 2,125mg
4.11.18 2mg
8.11.18 1,875mg
11.11.18 1,75mg
13.11.18 1,625mg
15.11.18 1,5mg
18.11.18 1,375mg
22.11.18 1,25mg
29.11.18 1,125mg
4.12.18 1mg
6.12.18 0,875mg
13.12.18 0,75mg
19.12.18 0,625mg
27.12.18 0,5mg
21.1.19 0,375mg
1.2.19 0,25mg
14.2.19 0,125mg
25.2.19 0,5mg (1 Tag sicherheitshalber in Klinik) aufdosiert aufgrund von ängsten, konzentrationsproblemen, stress, leichte Psychose anzeichen
27.2.19 0,375mg

3. Psychose
Klinik Seit ca 15.3.19 6mg Risperidon und
Tavor2mg Tag
Diazepam 50mg? Tag
Beides nach ca 2,5 wo kalt abgesetzt
Zuhause seit 30.3.

1.4.19 5mg Risperidon
22.4.19 4,5mg
30.4.19 4mg
30.5.19 3,25mg

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Re: gemuesemuffin: Paroxetin ausgeschlichen. Probleme, was auch sonst

Beitrag von gemuesemuffin » Freitag, 05.10.18, 10:56

Hallo nochmal,

also wenn ich alle 4 Wochen um 0,25mg runtergehe brauche ich zum absetzen ca 1 Jahr.... huch. Ist das richtig???? Sooo langsam????

ca. Plan zum ausschleichen Risperidon:

5.11.18 2,5mg
5.12.18 2,25mg
5.1.19 2mg
5.2.19 1,75mg
5.3.19 1,5mg
5.4.19 1,25mg
5.5.19 1mg
5.6.19 0,75mg
5.7.19 0,5mg
5.8.19 0,25mg
5.9.19 0

LG,
Muffin
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2011- Venlafaxin 75mg, ca 1 Jahr genommen, von heute auf morgen abgesetzt. 2 Wochen kalter Entzug, danach war es Entzugssymptomtechnisch überstanden.

Medikamentenfrei!

März 2018- 2 Wochen Psychiatrieaufenthalt nach schweren Panikattacken, Flashbacks und Wahnvorstellungen
Medikamente:

Tavor (Bedarf)
Risperidon 3x2mg für 1 Woche für die akuten Wahnvorstellungen, dann ausgeschlichen

Rückfall Zuhause nach dem Psychiatrieaufenthalt
daraufhin wieder zurück in die Klinik

Risperidon wieder höher dosiert auf 3x2mg für ca 1 Woche, zusätzlich Tavor
dann beides noch langsamer ausgeschlichen

Risperidon frei seit ca.
Mai 2018

Paroxetin parallel eingeschlichen aufgrund von Hoffnungslosigkeit, Suizidalität und angeblicher Depression nach den Wahnzuständen und Flashbacks

Paroxetin 4 Wochen lang mit 20mg genommen
starke Nebenwirkungen

nach 4 Wochen ausgeschlichen wie folgt:

16.4.18- 16.5.18 20mg Paroxetin, etliche Nebenwirkungen

16.5.18 15mg, Besserung
23.5.18 10mg, Besserung
30.5.18 5mg, Besserung
6.6.18 0mg, Verschlechterung, starke Entzugssymptome (Grippegefühl, Unruhe, Brain zaps, Tinnitus, Alpträume)
8.6.18 2,5mg, leichte Entzugssymptome
12.7.18 0mg, keine Entzungssymptome


17.7.18 Traumatherapie gestartet, stationär-
starke Verschlechterung ab dem 5.8.18, schlimme Wahnvorstellungen, Psychosen,
Psychiatrie- Traumatherapie abgebrochen

dort Risperidon wieder eindosiert
sowie Tavor
ca 2,5-3mg/Tag 3Wochen lang
1Woche ausgeschlichen auf 0 (ca vom 27.8.18-17.9.18 3mg, 17.9- 26.9.18 auf 0 runterdosiert)

ca 27.8.18 2mg Risperidon (Klinik)

ca 13.9.18 3mg Risperidon (Klinik)
5.10.18 2,75mg
11.10.18 2,625mg
18.10.18 2,5mg
25.10.18 2,25mg
1.11.18 2,125mg
4.11.18 2mg
8.11.18 1,875mg
11.11.18 1,75mg
13.11.18 1,625mg
15.11.18 1,5mg
18.11.18 1,375mg
22.11.18 1,25mg
29.11.18 1,125mg
4.12.18 1mg
6.12.18 0,875mg
13.12.18 0,75mg
19.12.18 0,625mg
27.12.18 0,5mg
21.1.19 0,375mg
1.2.19 0,25mg
14.2.19 0,125mg
25.2.19 0,5mg (1 Tag sicherheitshalber in Klinik) aufdosiert aufgrund von ängsten, konzentrationsproblemen, stress, leichte Psychose anzeichen
27.2.19 0,375mg

3. Psychose
Klinik Seit ca 15.3.19 6mg Risperidon und
Tavor2mg Tag
Diazepam 50mg? Tag
Beides nach ca 2,5 wo kalt abgesetzt
Zuhause seit 30.3.

1.4.19 5mg Risperidon
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Re: gemuesemuffin: Paroxetin ausgeschlichen. Probleme, was auch sonst

Beitrag von Towanda » Freitag, 05.10.18, 11:19

gemuesemuffin hat geschrieben:
Freitag, 05.10.18, 10:56
Hallo nochmal,

also wenn ich alle 4 Wochen um 0,25mg runtergehe brauche ich zum absetzen ca 1 Jahr.... huch. Ist das richtig???? Sooo langsam????

ca. Plan zum ausschleichen Risperidon:

5.11.18 2,5mg
5.12.18 2,25mg
5.1.19 2mg
5.2.19 1,75mg
5.3.19 1,5mg
5.4.19 1,25mg
5.5.19 1mg
5.6.19 0,75mg
5.7.19 0,5mg
5.8.19 0,25mg
5.9.19 0
allo Muffin,

nein, Dein Plan stimmt nicht, Du bist mit diesem Plan viel zu schnell unterwegs. Du brauchst länger wie ein Jahr, wenn Du es vorsichtig angehen möchtest. Die 10 % beziehen sich immer auf die zuletzt eingenommene Dosis. Wenn Du z.B. bei 2 mg bist, setzt Du beim nächsten Mal 0,2 mg ab, wenn Du bei 0,5 mg bist, ist der nächste Absetzschritt 0,05 mg. So ist unsere allgemeine Empfehlung.

Jamie schrieb ja, Du könntest es evtl. etwas schneller probieren, da Du es noch nicht so lange nimmst, aber grade im unteren Bereich ist es manchmal dann eben doch schwierig und 50 % Reduzierungen (von 0,5 auf 0,25) sind dann oft zuviel.

Es könnte auch sein, das Dein ZNS noch mit dem schnellen Absetzen von Paroxetin zu tun hat, deshalb wäre ich nun sehr vorsichtig mit der Geschwindigkeit des Absetzens.

LG Towanda
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09.05.19 - 4,20 mg Mirtazapin
05.06.19 - 3,75 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
1 x wöchentlich Ciprofloxacin C30 5 Globuli
1 x wöchentlich Mirtazapin C30 5 Globuli
3 x tgl. Thyreoidea comp. 3 Globuli


Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere mich haben wollen

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Re: gemuesemuffin: Paroxetin ausgeschlichen. Probleme, was auch sonst

Beitrag von padma » Freitag, 05.10.18, 11:57

liebe Muffin, :)

ich denke, bei dir kann man jetzt nicht nach Plan gehen, sondern muss Schritt für Schritt schauen, wie es dir geht.

Erstmal geht es darum, dass du dich auf einer so niedrigen Dosis, wie möglich stabilisieren kannst.

Es jetzt erstmal mit einer Reduktion um 0,25 mg zu versuchen, finde ich einen guten Ansatz.

Kennst du Imaginationsübungen? Die könnten dir jetzt helfen, hier "der sichere Ort" https://www.adfd.org/austausch/viewtopi ... =4&t=14902

liebe Grüsse,
padma
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Re: gemuesemuffin: Paroxetin ausgeschlichen. Probleme, was auch sonst

Beitrag von gemuesemuffin » Freitag, 05.10.18, 12:19

Hallo zusammen,

Danke für den link mit dem sicheren ort. werde ich mir später mal in ruhe durchlesen.

also Towandas Beitrag macht mir angst. 1Jahr lang noch dieses zeug nehmen das halt ich nicht aus. wirklich nicht. ich hätte geplant, weihnachten durch zu sein. vom Gefühl her.
diese Tabletten machen mich fertig.

LG, Muffin
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2011- Venlafaxin 75mg, ca 1 Jahr genommen, von heute auf morgen abgesetzt. 2 Wochen kalter Entzug, danach war es Entzugssymptomtechnisch überstanden.

Medikamentenfrei!

März 2018- 2 Wochen Psychiatrieaufenthalt nach schweren Panikattacken, Flashbacks und Wahnvorstellungen
Medikamente:

Tavor (Bedarf)
Risperidon 3x2mg für 1 Woche für die akuten Wahnvorstellungen, dann ausgeschlichen

Rückfall Zuhause nach dem Psychiatrieaufenthalt
daraufhin wieder zurück in die Klinik

Risperidon wieder höher dosiert auf 3x2mg für ca 1 Woche, zusätzlich Tavor
dann beides noch langsamer ausgeschlichen

Risperidon frei seit ca.
Mai 2018

Paroxetin parallel eingeschlichen aufgrund von Hoffnungslosigkeit, Suizidalität und angeblicher Depression nach den Wahnzuständen und Flashbacks

Paroxetin 4 Wochen lang mit 20mg genommen
starke Nebenwirkungen

nach 4 Wochen ausgeschlichen wie folgt:

16.4.18- 16.5.18 20mg Paroxetin, etliche Nebenwirkungen

16.5.18 15mg, Besserung
23.5.18 10mg, Besserung
30.5.18 5mg, Besserung
6.6.18 0mg, Verschlechterung, starke Entzugssymptome (Grippegefühl, Unruhe, Brain zaps, Tinnitus, Alpträume)
8.6.18 2,5mg, leichte Entzugssymptome
12.7.18 0mg, keine Entzungssymptome


17.7.18 Traumatherapie gestartet, stationär-
starke Verschlechterung ab dem 5.8.18, schlimme Wahnvorstellungen, Psychosen,
Psychiatrie- Traumatherapie abgebrochen

dort Risperidon wieder eindosiert
sowie Tavor
ca 2,5-3mg/Tag 3Wochen lang
1Woche ausgeschlichen auf 0 (ca vom 27.8.18-17.9.18 3mg, 17.9- 26.9.18 auf 0 runterdosiert)

ca 27.8.18 2mg Risperidon (Klinik)

ca 13.9.18 3mg Risperidon (Klinik)
5.10.18 2,75mg
11.10.18 2,625mg
18.10.18 2,5mg
25.10.18 2,25mg
1.11.18 2,125mg
4.11.18 2mg
8.11.18 1,875mg
11.11.18 1,75mg
13.11.18 1,625mg
15.11.18 1,5mg
18.11.18 1,375mg
22.11.18 1,25mg
29.11.18 1,125mg
4.12.18 1mg
6.12.18 0,875mg
13.12.18 0,75mg
19.12.18 0,625mg
27.12.18 0,5mg
21.1.19 0,375mg
1.2.19 0,25mg
14.2.19 0,125mg
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3. Psychose
Klinik Seit ca 15.3.19 6mg Risperidon und
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Diazepam 50mg? Tag
Beides nach ca 2,5 wo kalt abgesetzt
Zuhause seit 30.3.

1.4.19 5mg Risperidon
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Re: gemuesemuffin: Paroxetin ausgeschlichen. Probleme, was auch sonst

Beitrag von Towanda » Freitag, 05.10.18, 13:16

Liebe Muffin,

das tut mir leid, ich wollte Dir keine Angst machen. Da Du aber im Moment alles andere als stabil bist, wollte ich einfach auf die Gefahren des zu schnellen absetzens hinweisen.

Ich habe nochmal nachgelesen, Du schreibst auf der vorherigen Seite, Du hättest in der Klinik für 3 Wochen Tavor bekommen, kannst Du das bitte in Deine Signatur aufnehmen und auch die Dosierung dazuschreiben und wann es wie abgesetzt wurde?

Im letzten halben Jahr gab es bei Dir viele auf und abs in den Medikamenten und den Dosierungen, ich finde, es braucht nun ein wenig Ruhe und Zeit, damit Du Dich erstmal erholen kannst.

LG Towanda
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gemuesemuffin
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Re: gemuesemuffin: Paroxetin ausgeschlichen. Probleme, was auch sonst

Beitrag von gemuesemuffin » Freitag, 05.10.18, 16:29

Hallo Towanda,

ja, richtig, ich habe tavor bekommen. leider weiss ich nicht in welcher Dosis und wie ausgeschlichen wurde. ich schätze es waren so ca 2,5-3mg/Tag 3 Wochen lang und in der letzten wurde ausgeschlichen auf 0.
recht schnell. kann sein, dass ich davon auch so sehr durch den wind bin. ich habe mit tavor keinerlei Erfahrungswerte.

Mit dem Risperidon habe ich entschieden, es nach Gefühl zu machen. ich möchte es nächstes Jahr um diese zeit auf keinen fall mehr nehmen. mir ist aber bewusst, dass ich langsamer ausschleichen muss als zuletzt.

LG, Muffin
Diagnose: Komplexe PTBS, ängstlich vermeidende Persönlichkeitsstörung

2011- Venlafaxin 75mg, ca 1 Jahr genommen, von heute auf morgen abgesetzt. 2 Wochen kalter Entzug, danach war es Entzugssymptomtechnisch überstanden.

Medikamentenfrei!

März 2018- 2 Wochen Psychiatrieaufenthalt nach schweren Panikattacken, Flashbacks und Wahnvorstellungen
Medikamente:

Tavor (Bedarf)
Risperidon 3x2mg für 1 Woche für die akuten Wahnvorstellungen, dann ausgeschlichen

Rückfall Zuhause nach dem Psychiatrieaufenthalt
daraufhin wieder zurück in die Klinik

Risperidon wieder höher dosiert auf 3x2mg für ca 1 Woche, zusätzlich Tavor
dann beides noch langsamer ausgeschlichen

Risperidon frei seit ca.
Mai 2018

Paroxetin parallel eingeschlichen aufgrund von Hoffnungslosigkeit, Suizidalität und angeblicher Depression nach den Wahnzuständen und Flashbacks

Paroxetin 4 Wochen lang mit 20mg genommen
starke Nebenwirkungen

nach 4 Wochen ausgeschlichen wie folgt:

16.4.18- 16.5.18 20mg Paroxetin, etliche Nebenwirkungen

16.5.18 15mg, Besserung
23.5.18 10mg, Besserung
30.5.18 5mg, Besserung
6.6.18 0mg, Verschlechterung, starke Entzugssymptome (Grippegefühl, Unruhe, Brain zaps, Tinnitus, Alpträume)
8.6.18 2,5mg, leichte Entzugssymptome
12.7.18 0mg, keine Entzungssymptome


17.7.18 Traumatherapie gestartet, stationär-
starke Verschlechterung ab dem 5.8.18, schlimme Wahnvorstellungen, Psychosen,
Psychiatrie- Traumatherapie abgebrochen

dort Risperidon wieder eindosiert
sowie Tavor
ca 2,5-3mg/Tag 3Wochen lang
1Woche ausgeschlichen auf 0 (ca vom 27.8.18-17.9.18 3mg, 17.9- 26.9.18 auf 0 runterdosiert)

ca 27.8.18 2mg Risperidon (Klinik)

ca 13.9.18 3mg Risperidon (Klinik)
5.10.18 2,75mg
11.10.18 2,625mg
18.10.18 2,5mg
25.10.18 2,25mg
1.11.18 2,125mg
4.11.18 2mg
8.11.18 1,875mg
11.11.18 1,75mg
13.11.18 1,625mg
15.11.18 1,5mg
18.11.18 1,375mg
22.11.18 1,25mg
29.11.18 1,125mg
4.12.18 1mg
6.12.18 0,875mg
13.12.18 0,75mg
19.12.18 0,625mg
27.12.18 0,5mg
21.1.19 0,375mg
1.2.19 0,25mg
14.2.19 0,125mg
25.2.19 0,5mg (1 Tag sicherheitshalber in Klinik) aufdosiert aufgrund von ängsten, konzentrationsproblemen, stress, leichte Psychose anzeichen
27.2.19 0,375mg

3. Psychose
Klinik Seit ca 15.3.19 6mg Risperidon und
Tavor2mg Tag
Diazepam 50mg? Tag
Beides nach ca 2,5 wo kalt abgesetzt
Zuhause seit 30.3.

1.4.19 5mg Risperidon
22.4.19 4,5mg
30.4.19 4mg
30.5.19 3,25mg

gemuesemuffin
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Re: gemuesemuffin: Paroxetin ausgeschlichen. Probleme, was auch sonst

Beitrag von gemuesemuffin » Samstag, 06.10.18, 16:54

puh, mein Nervensystem ist völlig überlastet. ich bin komplett überfordert. sind das nebenwirkungen oder können das auch Nachwirkungen der Psychosen sein?
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Paroxetin 4 Wochen lang mit 20mg genommen
starke Nebenwirkungen

nach 4 Wochen ausgeschlichen wie folgt:

16.4.18- 16.5.18 20mg Paroxetin, etliche Nebenwirkungen

16.5.18 15mg, Besserung
23.5.18 10mg, Besserung
30.5.18 5mg, Besserung
6.6.18 0mg, Verschlechterung, starke Entzugssymptome (Grippegefühl, Unruhe, Brain zaps, Tinnitus, Alpträume)
8.6.18 2,5mg, leichte Entzugssymptome
12.7.18 0mg, keine Entzungssymptome


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starke Verschlechterung ab dem 5.8.18, schlimme Wahnvorstellungen, Psychosen,
Psychiatrie- Traumatherapie abgebrochen

dort Risperidon wieder eindosiert
sowie Tavor
ca 2,5-3mg/Tag 3Wochen lang
1Woche ausgeschlichen auf 0 (ca vom 27.8.18-17.9.18 3mg, 17.9- 26.9.18 auf 0 runterdosiert)

ca 27.8.18 2mg Risperidon (Klinik)

ca 13.9.18 3mg Risperidon (Klinik)
5.10.18 2,75mg
11.10.18 2,625mg
18.10.18 2,5mg
25.10.18 2,25mg
1.11.18 2,125mg
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13.11.18 1,625mg
15.11.18 1,5mg
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4.12.18 1mg
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Re: gemuesemuffin: Paroxetin ausgeschlichen. Probleme, was auch sonst

Beitrag von padma » Samstag, 06.10.18, 22:58

liebe Muffin, :)

beides ist möglich.
Vermutlich ist es schon auch noch eine Folge der Dekompensation (als Psychose würde ich das nicht unbedingt bezeichnen).

Hat sich seit der Reduktion gestern was geändert?

liebe Grüsse,
padma
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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


ich bin zur Zeit wegen eines gebrochenen Handgelenks eingeschränkt aktiv

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Re: gemuesemuffin: Paroxetin ausgeschlichen. Probleme, was auch sonst

Beitrag von gemuesemuffin » Sonntag, 07.10.18, 13:11

hallo padma,

was ist denn der unterschied zwischen Psychose und dekompensation?

mir geht es sehr schlecht, das liegt aber nicht unbedingt an der Reduktion. hab gestern viel geweint und dadurch geht es mir etwas besser. es ist viel hochgekommen was mit den Tabletten runtergedrückt wird. daher war die Reduktion gut. hab aber überall schmerzen und ein starkes grippegefühl. ich kann nicht wirklich geradeaus gucken und mein gang ist wie betrunken. alles in allem fühle ich mich aber wieder ca 10% mehr wie ich selbst.

lg, muffin
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nach 4 Wochen ausgeschlichen wie folgt:

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16.5.18 15mg, Besserung
23.5.18 10mg, Besserung
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ca 2,5-3mg/Tag 3Wochen lang
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Re: gemuesemuffin: Paroxetin ausgeschlichen. Probleme, was auch sonst

Beitrag von LenaLena » Mittwoch, 10.10.18, 13:23

Hallo Muffin,

gerade gelesen, puh ist das heftig.
Tut mir sehr leid, dass die Therapie dich retraumatisiert hat :( Leider hat mir das meine Traumatherapeutin auch erzählt, vor 2 oder 3 Jahren, dass man bei Trauma niemals Konfrontation oder Wühlen in der Vergangenheit anstreben darf, weil das heftigst nach hinten losgehen kann...
Hast du dich schon ein wenig davon erholen können?

Ich muss aber sagen, auch als ehemalige Paroxetin-Abhängige, dass ich mir während des Lesens von deiner Eindosierung und des viel zu schnelles Absetzens schon gedacht habe, dass du zusammenbrechen wirst :( Ganz unabhängig von der Therapie (ich habe auch keine Ahnung, was von was kommt). Ich habe diese Erfahrung unzählige Male gemacht, auch nach dem Paroxetin mit Escitalopram noch, und man muss die letzten 2-3mg wirklich ENORM langsam absetzen.
Paroxetin ist ein Teufelszeug (sorry für meine Wortwahl), das gibt so starke Entzugseinbrüche ... habe ich selbst erlebt. Wenn man da nicht höchstens 2% reduziert, und das bis weit unter 0,5 mg, endet das leider oft so. Auch Muryell hier im Forum hat das kürzlich so erlebt. Ich leider auch oft. Schlimmste, allerschlimmste Zustände.
Nur hatte ich ab einem gewissen Punkt den Widerwillen, mich je wieder in ärztliche Behandlung zu begeben, weil man immer, immer mit mehr AD rausgeht als man reingegangen ist. Und dann wie du jetzt draufkommt, dass man ewig braucht, und den Mist wieder auszuschleichen.... Mich macht es so wütend, dass es immer dasselbe Prozedere ist, was man liest...

Aber mach das Beste daraus, auch wenn du lange brauchst um auszuschleichen, wichtig ist doch, dass es dir gut geht dabei!! :) Da ist die Länge ja auch schon egal :) Besser gut weg davon als ständig diese "Rückfälle" (Entzug), die wieder bei Medikamenten enden. Das schaffst du!!!
Immer schön langsam und geduldig, damit tust du dir den größten Gefallen :)
gemuesemuffin hat geschrieben:
Sonntag, 07.10.18, 13:11
hab aber überall schmerzen und ein starkes grippegefühl. ich kann nicht wirklich geradeaus gucken und mein gang ist wie betrunken.
Das liest sich aber ganz stark nach Entzugserscheinungen. Kenn ich zur Genüge.
Es könnte sein, dass der Entzug vom Paroxetin noch durchkommt, oder? Und nur leicht vom Risperidon gedeckelt wird?
Ich komme da drauf, weil es bei mir so war - Paroxetin wurde direkt abgesetzt und mit Escitalopram ersetzt. Ich habe den Entzug immer durchgespürt, obwohl ich ständig höher rauf dosiert wurde ...

Ich wünsche dir auf alle Fälle alles, alles Gute! Schleich wirklich langsam aus und lass dir die Zeitspanne egal sein. Nur dein Wohlbefinden und der Zustand deiner Nerven ist wichtig :)
Du kannst das schaffen, da bin ich mir sicher.

LG Lena :)
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Re: gemuesemuffin: Paroxetin ausgeschlichen. Probleme, was auch sonst

Beitrag von gemuesemuffin » Donnerstag, 11.10.18, 10:06

Hallo Lena,

danke für deine Antwort. ich weiss es nicht, ob das vom paroxetin kommt. ich muss sagen, das paroxetin empfand ich auf jeden fall als viel schlimmer als das risperidon. ich bin froh, das ich es los bin. nach dem ausschleichen im Juli hatte ich allerdings keinerlei symptomatik mehr, ausser, dass ich nicht stabil war aber das war ich noch nie wirklich in meinem leben. also alles wie vorher. die traumatherapie war für mich falsch. ich hätte einfach nur stabilisiert werden müssen, alles andere war zu viel.

momentan gehts mir durch die Nebenwirkungen des risperidons ziemlich beschissen. ich merke aber, je weniger, desto besser. ich hab nun 7kg in4 Wochen zugenommen und mein hormonhaushalt ist völlig durcheinander. die Verdauung funktioniert nicht mehr. ich bin am überlegen, das risperidon sehr viel schneller auszuschleichen weil ich die Nebenwirkungen nicht aushalte. der kleine schritt von 3 auf 2,75 tat mir gut und ich halte lieber das grippegefühlt aus, als die Nebenwirkungen. ich merke auch, das ich im kopf klarer werde und klarer träume. ich werde heute wieder 0,25 runter dosieren und dann evtl 2 Wochen warten bis ich den nächsten schritt gehe. ich weiss, das ist sehr schnell, aber anders schaffe ich es gerade nicht. ich zähle die Minuten.

das paroxetin hab ich damals ja nur 4 Wochen genommen.
das risperidon jetzt auch nur 4 wochen. ich hoffe, dass ich dadurch auch schneller ausschleichen kann und mein erbsenhirn auch schneller regeneriert.

lg, muffin
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dann beides noch langsamer ausgeschlichen

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Mai 2018

Paroxetin parallel eingeschlichen aufgrund von Hoffnungslosigkeit, Suizidalität und angeblicher Depression nach den Wahnzuständen und Flashbacks

Paroxetin 4 Wochen lang mit 20mg genommen
starke Nebenwirkungen

nach 4 Wochen ausgeschlichen wie folgt:

16.4.18- 16.5.18 20mg Paroxetin, etliche Nebenwirkungen

16.5.18 15mg, Besserung
23.5.18 10mg, Besserung
30.5.18 5mg, Besserung
6.6.18 0mg, Verschlechterung, starke Entzugssymptome (Grippegefühl, Unruhe, Brain zaps, Tinnitus, Alpträume)
8.6.18 2,5mg, leichte Entzugssymptome
12.7.18 0mg, keine Entzungssymptome


17.7.18 Traumatherapie gestartet, stationär-
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1Woche ausgeschlichen auf 0 (ca vom 27.8.18-17.9.18 3mg, 17.9- 26.9.18 auf 0 runterdosiert)

ca 27.8.18 2mg Risperidon (Klinik)

ca 13.9.18 3mg Risperidon (Klinik)
5.10.18 2,75mg
11.10.18 2,625mg
18.10.18 2,5mg
25.10.18 2,25mg
1.11.18 2,125mg
4.11.18 2mg
8.11.18 1,875mg
11.11.18 1,75mg
13.11.18 1,625mg
15.11.18 1,5mg
18.11.18 1,375mg
22.11.18 1,25mg
29.11.18 1,125mg
4.12.18 1mg
6.12.18 0,875mg
13.12.18 0,75mg
19.12.18 0,625mg
27.12.18 0,5mg
21.1.19 0,375mg
1.2.19 0,25mg
14.2.19 0,125mg
25.2.19 0,5mg (1 Tag sicherheitshalber in Klinik) aufdosiert aufgrund von ängsten, konzentrationsproblemen, stress, leichte Psychose anzeichen
27.2.19 0,375mg

3. Psychose
Klinik Seit ca 15.3.19 6mg Risperidon und
Tavor2mg Tag
Diazepam 50mg? Tag
Beides nach ca 2,5 wo kalt abgesetzt
Zuhause seit 30.3.

1.4.19 5mg Risperidon
22.4.19 4,5mg
30.4.19 4mg
30.5.19 3,25mg

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Re: gemuesemuffin: Paroxetin ausgeschlichen. Probleme, was auch sonst

Beitrag von gemuesemuffin » Donnerstag, 11.10.18, 13:46

ich bin auch mittlerweile der Meinung, das ich paradox auf Medikamente reagiere. sogar normale nem schlagen bei mir paradox an und ich bin hochempfindlich
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ca 27.8.18 2mg Risperidon (Klinik)

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1.2.19 0,25mg
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25.2.19 0,5mg (1 Tag sicherheitshalber in Klinik) aufdosiert aufgrund von ängsten, konzentrationsproblemen, stress, leichte Psychose anzeichen
27.2.19 0,375mg

3. Psychose
Klinik Seit ca 15.3.19 6mg Risperidon und
Tavor2mg Tag
Diazepam 50mg? Tag
Beides nach ca 2,5 wo kalt abgesetzt
Zuhause seit 30.3.

1.4.19 5mg Risperidon
22.4.19 4,5mg
30.4.19 4mg
30.5.19 3,25mg

LenaLena
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Re: gemuesemuffin: Paroxetin ausgeschlichen. Probleme, was auch sonst

Beitrag von LenaLena » Donnerstag, 11.10.18, 13:58

hey Muffin,

Ja, das Paroxetin ist wirklich hart... das sagen echt alle. Dass so was auf dem Markt sein darf, ist mir ein Rätsel.
Hm naja, ich denke schon, dass dein Zusammenbruch vom (zu schnellen) Paroxetin absetzen gewesen sein kann :( (bzw. dass das ein Faktor war, welche noch dazukommen, ist ja immer individuell). Das ist leider sehr sehr typisch fürs Paroxetin... (auch nach 4 Wochen schon, da ist es schon in den Stoffwechsel fest eingebaut!) - diese Zusammenbrüche nach Null, wo die Nerven einfach nur noch durchdrehen. Ich hatte zB auch Wahnvorstellungen und konnte nicht mal mehr aufrecht gehen, nur noch zur Toilette kriechen...

Aber das klingt doch schon gut bei dir!! Die Nebenwirkungen werden ja pro Reduzierung nachlassen ... aber setz dennoch nicht zuu schnell ab.
Klar, du hast es nur 4 Wochen genommen, aber in dem Fall würde ich eher daran denken, dass du ja schon eine kleine Medikamentenvorgeschichte hast, wegen der die Nerven gereizt sind, wie sich bei dir ja doch immer mal gezeigt hat. Und wie du selbst sagst, du bist hochempfindlich ... da würde ich lieber mit doppelter Vorsicht dran gehen!
Du willst ja aus diesem Teufelskreis der Medikamentenfolgen auch raus :)

Ev wäre Microtapering noch eine Möglichkeit für dich? Da reduziert man alle 2 Wochen (statt 4 oder mehr), aber dafür nur 2-5%. Anscheinend bleiben die Symptome bei manchen dann aus oder sind kaum zu merken.

Alles Gute und ich drück dir die Daumen :)
LG Lena
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Zu rasches Reduzieren (5 Monate), danach Entzug/Absetzsyndrom, auf Null seit August 2017

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gemuesemuffin
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Re: gemuesemuffin: Paroxetin ausgeschlichen. Probleme, was auch sonst

Beitrag von gemuesemuffin » Donnerstag, 11.10.18, 14:11

Hi Lena,

ja, stimmt. das mit dem paroxetin kann auch spätrer noch reinhauen. da hab ich tatsächlich gar nicht mehr dran gedacht, aber merkwürdig ist es schon... es ist doch ein AD, warum sollte man dann nach längerer zeit des absetzen psychotisch werden...?

Heute hab ich sehr intensiv geträumt. das war gut. ich bin wachgeworden und wusste auf einmal warum ich so entgleist bin. aber das ist ein Thema für den Therapeuten.
es war einfach zu viel in der traumatherapie- ohne Stabilisierung dafür aber mit ganz viel druck- das konnte nur schiefgehen. die Tabletten tun ihr übriges.

das ist eine sehr gute Idee.... das könnte ich sogar gut machen, indem ich die 0,25 Tabl halbiere, dann gehe ich lieber in 0,125 schritten runter... nur über den abstand bin ich noch am überlegen. momentan tendiere ich wirklich zu wochenweise

LG, Muffin
Diagnose: Komplexe PTBS, ängstlich vermeidende Persönlichkeitsstörung

2011- Venlafaxin 75mg, ca 1 Jahr genommen, von heute auf morgen abgesetzt. 2 Wochen kalter Entzug, danach war es Entzugssymptomtechnisch überstanden.

Medikamentenfrei!

März 2018- 2 Wochen Psychiatrieaufenthalt nach schweren Panikattacken, Flashbacks und Wahnvorstellungen
Medikamente:

Tavor (Bedarf)
Risperidon 3x2mg für 1 Woche für die akuten Wahnvorstellungen, dann ausgeschlichen

Rückfall Zuhause nach dem Psychiatrieaufenthalt
daraufhin wieder zurück in die Klinik

Risperidon wieder höher dosiert auf 3x2mg für ca 1 Woche, zusätzlich Tavor
dann beides noch langsamer ausgeschlichen

Risperidon frei seit ca.
Mai 2018

Paroxetin parallel eingeschlichen aufgrund von Hoffnungslosigkeit, Suizidalität und angeblicher Depression nach den Wahnzuständen und Flashbacks

Paroxetin 4 Wochen lang mit 20mg genommen
starke Nebenwirkungen

nach 4 Wochen ausgeschlichen wie folgt:

16.4.18- 16.5.18 20mg Paroxetin, etliche Nebenwirkungen

16.5.18 15mg, Besserung
23.5.18 10mg, Besserung
30.5.18 5mg, Besserung
6.6.18 0mg, Verschlechterung, starke Entzugssymptome (Grippegefühl, Unruhe, Brain zaps, Tinnitus, Alpträume)
8.6.18 2,5mg, leichte Entzugssymptome
12.7.18 0mg, keine Entzungssymptome


17.7.18 Traumatherapie gestartet, stationär-
starke Verschlechterung ab dem 5.8.18, schlimme Wahnvorstellungen, Psychosen,
Psychiatrie- Traumatherapie abgebrochen

dort Risperidon wieder eindosiert
sowie Tavor
ca 2,5-3mg/Tag 3Wochen lang
1Woche ausgeschlichen auf 0 (ca vom 27.8.18-17.9.18 3mg, 17.9- 26.9.18 auf 0 runterdosiert)

ca 27.8.18 2mg Risperidon (Klinik)

ca 13.9.18 3mg Risperidon (Klinik)
5.10.18 2,75mg
11.10.18 2,625mg
18.10.18 2,5mg
25.10.18 2,25mg
1.11.18 2,125mg
4.11.18 2mg
8.11.18 1,875mg
11.11.18 1,75mg
13.11.18 1,625mg
15.11.18 1,5mg
18.11.18 1,375mg
22.11.18 1,25mg
29.11.18 1,125mg
4.12.18 1mg
6.12.18 0,875mg
13.12.18 0,75mg
19.12.18 0,625mg
27.12.18 0,5mg
21.1.19 0,375mg
1.2.19 0,25mg
14.2.19 0,125mg
25.2.19 0,5mg (1 Tag sicherheitshalber in Klinik) aufdosiert aufgrund von ängsten, konzentrationsproblemen, stress, leichte Psychose anzeichen
27.2.19 0,375mg

3. Psychose
Klinik Seit ca 15.3.19 6mg Risperidon und
Tavor2mg Tag
Diazepam 50mg? Tag
Beides nach ca 2,5 wo kalt abgesetzt
Zuhause seit 30.3.

1.4.19 5mg Risperidon
22.4.19 4,5mg
30.4.19 4mg
30.5.19 3,25mg

gemuesemuffin
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Re: gemuesemuffin: Paroxetin ausgeschlichen. Probleme, was auch sonst

Beitrag von gemuesemuffin » Donnerstag, 11.10.18, 14:22

würde ich wöchentlich um 0,125mg reduzieren wäre ich am 7.3.19 auf 0mg.
damit könnte ich leben. vielleicht.
Diagnose: Komplexe PTBS, ängstlich vermeidende Persönlichkeitsstörung

2011- Venlafaxin 75mg, ca 1 Jahr genommen, von heute auf morgen abgesetzt. 2 Wochen kalter Entzug, danach war es Entzugssymptomtechnisch überstanden.

Medikamentenfrei!

März 2018- 2 Wochen Psychiatrieaufenthalt nach schweren Panikattacken, Flashbacks und Wahnvorstellungen
Medikamente:

Tavor (Bedarf)
Risperidon 3x2mg für 1 Woche für die akuten Wahnvorstellungen, dann ausgeschlichen

Rückfall Zuhause nach dem Psychiatrieaufenthalt
daraufhin wieder zurück in die Klinik

Risperidon wieder höher dosiert auf 3x2mg für ca 1 Woche, zusätzlich Tavor
dann beides noch langsamer ausgeschlichen

Risperidon frei seit ca.
Mai 2018

Paroxetin parallel eingeschlichen aufgrund von Hoffnungslosigkeit, Suizidalität und angeblicher Depression nach den Wahnzuständen und Flashbacks

Paroxetin 4 Wochen lang mit 20mg genommen
starke Nebenwirkungen

nach 4 Wochen ausgeschlichen wie folgt:

16.4.18- 16.5.18 20mg Paroxetin, etliche Nebenwirkungen

16.5.18 15mg, Besserung
23.5.18 10mg, Besserung
30.5.18 5mg, Besserung
6.6.18 0mg, Verschlechterung, starke Entzugssymptome (Grippegefühl, Unruhe, Brain zaps, Tinnitus, Alpträume)
8.6.18 2,5mg, leichte Entzugssymptome
12.7.18 0mg, keine Entzungssymptome


17.7.18 Traumatherapie gestartet, stationär-
starke Verschlechterung ab dem 5.8.18, schlimme Wahnvorstellungen, Psychosen,
Psychiatrie- Traumatherapie abgebrochen

dort Risperidon wieder eindosiert
sowie Tavor
ca 2,5-3mg/Tag 3Wochen lang
1Woche ausgeschlichen auf 0 (ca vom 27.8.18-17.9.18 3mg, 17.9- 26.9.18 auf 0 runterdosiert)

ca 27.8.18 2mg Risperidon (Klinik)

ca 13.9.18 3mg Risperidon (Klinik)
5.10.18 2,75mg
11.10.18 2,625mg
18.10.18 2,5mg
25.10.18 2,25mg
1.11.18 2,125mg
4.11.18 2mg
8.11.18 1,875mg
11.11.18 1,75mg
13.11.18 1,625mg
15.11.18 1,5mg
18.11.18 1,375mg
22.11.18 1,25mg
29.11.18 1,125mg
4.12.18 1mg
6.12.18 0,875mg
13.12.18 0,75mg
19.12.18 0,625mg
27.12.18 0,5mg
21.1.19 0,375mg
1.2.19 0,25mg
14.2.19 0,125mg
25.2.19 0,5mg (1 Tag sicherheitshalber in Klinik) aufdosiert aufgrund von ängsten, konzentrationsproblemen, stress, leichte Psychose anzeichen
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Re: gemuesemuffin: Paroxetin ausgeschlichen. Probleme, was auch sonst

Beitrag von Towanda » Donnerstag, 11.10.18, 14:28

gemuesemuffin hat geschrieben:
Donnerstag, 11.10.18, 14:22
würde ich bwöchentlich um 0,125mg reduzieren wäre ich am 7.3.19 auf 0mg.
damit könnte ich leben. vielleicht.
Hallo Gemüsemuffin,

damit legst Du ein ziemlich flottes Tempo vor - ist die Frage, ob Du dann noch gut leben kannst. Nur so als kleiner Einwand .... :schnecke:
Du hast das ja erst grade durch, wie das wirkt, wenn man zu schnell zu viel will - brauchst Du das gleich nochmal?

LG Towanda
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09.05.19 - 4,20 mg Mirtazapin
05.06.19 - 3,75 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
1 x wöchentlich Ciprofloxacin C30 5 Globuli
1 x wöchentlich Mirtazapin C30 5 Globuli
3 x tgl. Thyreoidea comp. 3 Globuli


Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere mich haben wollen

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Re: gemuesemuffin: Paroxetin ausgeschlichen. Probleme, was auch sonst

Beitrag von gemuesemuffin » Donnerstag, 11.10.18, 14:55

hallo towanda,
natürlich hast du auch recht, towanda. ich bin da auch sehr froh, dass ihr mir dazu ratet.
dennoch- ich schaffe e psychisch nicht.
gut leben geht so auch nicht, absolut nicht. davon bin ich meilenweit entfernt. bis März ist echt schmerzgrenze und selbst da weiss ich nicht wie ich es aushalten soll. es ist noch lange hin bis März. der ursprungsplan war ja bis Dezember.


mir ist gerade auch noch aufgefallen, was ich alles gleichzeitig! gemacht habe bis ich im aug in die Klinik bin:

Traumatherapie
Osteopathie
TCM
Kinesiologie
sowie ca. versch 30Nems (in etwa wie die mikronährstofftherapie nach Kuklinski)
und meine ganz persönliche googletherapie (gar nicht zu empfehlen weil ängste total ansteigen)

zusätzlich hab ich ab und an geraucht und Alkohol getrunken


das war sowas von viel zu viel für das nervensystem.

ich konzentriere mich jetzt ausschließlich aufs ausschleichen des risperidons und gehe wegen rückenproblemen zum osteopathen.
tcm werde ich erst wieder machen, wenn ich mit dem ausschleichen durch bin. ich muss dringend ruhe ins system bringen, damit habt ihr alle sowas von recht!

lg, muffin
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LenaLena
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März 2018- 2 Wochen Psychiatrieaufenthalt nach schweren Panikattacken, Flashbacks und Wahnvorstellungen
Medikamente:

Tavor (Bedarf)
Risperidon 3x2mg für 1 Woche für die akuten Wahnvorstellungen, dann ausgeschlichen

Rückfall Zuhause nach dem Psychiatrieaufenthalt
daraufhin wieder zurück in die Klinik

Risperidon wieder höher dosiert auf 3x2mg für ca 1 Woche, zusätzlich Tavor
dann beides noch langsamer ausgeschlichen

Risperidon frei seit ca.
Mai 2018

Paroxetin parallel eingeschlichen aufgrund von Hoffnungslosigkeit, Suizidalität und angeblicher Depression nach den Wahnzuständen und Flashbacks

Paroxetin 4 Wochen lang mit 20mg genommen
starke Nebenwirkungen

nach 4 Wochen ausgeschlichen wie folgt:

16.4.18- 16.5.18 20mg Paroxetin, etliche Nebenwirkungen

16.5.18 15mg, Besserung
23.5.18 10mg, Besserung
30.5.18 5mg, Besserung
6.6.18 0mg, Verschlechterung, starke Entzugssymptome (Grippegefühl, Unruhe, Brain zaps, Tinnitus, Alpträume)
8.6.18 2,5mg, leichte Entzugssymptome
12.7.18 0mg, keine Entzungssymptome


17.7.18 Traumatherapie gestartet, stationär-
starke Verschlechterung ab dem 5.8.18, schlimme Wahnvorstellungen, Psychosen,
Psychiatrie- Traumatherapie abgebrochen

dort Risperidon wieder eindosiert
sowie Tavor
ca 2,5-3mg/Tag 3Wochen lang
1Woche ausgeschlichen auf 0 (ca vom 27.8.18-17.9.18 3mg, 17.9- 26.9.18 auf 0 runterdosiert)

ca 27.8.18 2mg Risperidon (Klinik)

ca 13.9.18 3mg Risperidon (Klinik)
5.10.18 2,75mg
11.10.18 2,625mg
18.10.18 2,5mg
25.10.18 2,25mg
1.11.18 2,125mg
4.11.18 2mg
8.11.18 1,875mg
11.11.18 1,75mg
13.11.18 1,625mg
15.11.18 1,5mg
18.11.18 1,375mg
22.11.18 1,25mg
29.11.18 1,125mg
4.12.18 1mg
6.12.18 0,875mg
13.12.18 0,75mg
19.12.18 0,625mg
27.12.18 0,5mg
21.1.19 0,375mg
1.2.19 0,25mg
14.2.19 0,125mg
25.2.19 0,5mg (1 Tag sicherheitshalber in Klinik) aufdosiert aufgrund von ängsten, konzentrationsproblemen, stress, leichte Psychose anzeichen
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