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feluma76: Mirtazapin abgesetzt - was hilft?

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feluma76
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Mirtazapin abgesetzt - was hilft?

Beitrag von feluma76 »

Hallo liebe Gruppe,
seit 14 Jahren nehm ich jetzt schon Mirtazapin. Bis vor 2,5 Jahren in einer Dosis von 60mg. Seit 2,5 Jahren schleiche ich in 7,5 mg-Schritten aus und das hat bisher auch gut funktioniert. Jetzt habe ich vor 2 Wochen den letzten Schritt von 7,5 auf 0 gemacht und mir geht's immer schlechter... Ist das normal und wie lange können sich die Absetzsymptome ziehen? Gibt es irgendeine Unterstützung zB pflanzliche Mittel? Ich bin kurz davor, wieder aufzudosieren, aber gleichzeitig will ich unbedingt davon weg und bin froh, dass ich schon 2 Wochen geschafft habe.
Brauche dringend bisschen Mut und ein paar gute Tipps!
Ganz lieben Dank 🙏🏻 🙏🏻 🙏🏻
Seit 2007 Mirtazapin 60 mg
2012 kurze depressive Episode
2013 Absetzen auf 0 mg von heute auf morgen
Nach 14 Tagen wieder zurück auf 60 mg
Seit 06.02.18 Reduzierung auf 52,5 mg
Seit 06.03.18 Reduzierung auf 45 mg
Seit 20.03.18 wieder auf 60 mg
Seit 23.03.18 wieder auf 52,5 mg
Außerdem seit Februar 20 mg Omeprazol tgl. wegen Sodbrennen und Magenbeschwerden
Seit 2018 Reduzierung in 7,5 mg-Schritten, immer ca. alle 4-6 Monate ein Schritt
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Re: Mirtazapin abgesetzt - was hilft?

Beitrag von AntiAD »

Guten Morgen feluma76,

zunächst herzlichen Glückwunsch zu 2 Wochen Standhaftigkeit, Mut und Freiheit vom Medikament.

Die ersten Wochen können recht knackig sein und einen schon manchmal ans Zweifeln bringen. Das ist normal und geh deswegen nicht mit dir ins Gericht.

Ich schreibe jetzt mal aus der Ich Perspektive um dir nicht zu nahe zu treten und um dir vielleicht besser helfen zu können.

Ich setzte Mirtazapin wegen Unverträglichkeit und Nebenwirkungen am 24.08.2020 kalt ab. Ich kämpfe nach wie vor mit dem Entzug und meiner Grunderkrankung. Aber es ist um vieles besser geworden. Gegen die Grunderkrankung hilft nur Therapie und ggf Traumatherapie, je nachdem was du erleben musstest in deinem Leben.

Beim Entzug ist es Akzeptanz, Achtsamkeit und moderate körperliche Bewegung, sowie gesunde Ernährung. In meinem thread habe ich einiges darüber geschrieben. Ich schreibe da aber schonungslos ehrlich auch über die schwierigen Phasen im Entzug.

Ich gönne meinem Zentralen Nervensystem so viel Ruhe wie möglich, damit es sich erholen kann. An Nahrungsergänzungsmitteln nehme ich nur noch Magnesium bei Bedarf. Und einen Vitaminmix falls die Mahlzeiten nicht genügend hergeben. Da ich mich aber größtenteils umfassend ernähre ist das selten der Fall.

Es gab eine Zeit im Entzug als mir beruhigende Tees (DM oder Apotheke), CBD Tropfen, neurexan und lasea etwas Linderung verschafften. Ab und an nehme ich noch eine lasea, den Rest nicht mehr.

Abschließend möchte ich dir viel Kraft wünschen. Du schaffst das! Hast schon 2 Wochen ohne Rückfall gemeistert und das ist groß nach deiner Medikamentenhistorie. Meine Bewunderung dafür hast du.

Leg den Blick auf die positiven Dinge und probiere den Symptomen nicht zu viel Gewicht zu geben. Das Gehirn schreit halt nach seinem gewohnten "Stoff", aber die Rufe werden leiser werden und dann ganz verschwinden.

Alles Gute und viele Grüße

AntiAD
Oktober 2018 Diagnose Burnout, Depression
Seitdem arbeitsunfähig und in Therapie (einzel und Gruppe), durch die Schwächung in der Erschöpfungsdepression und durch die Medikamente "wachwerden" von verdrängten Traumata. Diverse Klinikaufenthalte

Meine Medikamentengeschichte:
Ab 10/2018 7,5 mg Mirtazapin
Ab 12/2018 15 mg Mirtazapin
Ab 3/2019 Schlafprobleme, Herzprobleme
4/2019 Reduziert, nach Rücksprache mit Psychologen auf 7,5
5/2019 auf Null
Unruhe, Herzprobleme, Panikattacken
6/2019 7,5 mg Mirtazapin, nach Rücksprache mit Hausarzt
7/2019 15 mg Mirtazapin
3/2020 auf 7,5 reduziert
4/2020 0
Unruhe, Angst
5/2020 wieder 7,5 und dann 15 mg Mirtazapin
Unverträglichkeitssymptome im Juni 2020, Herzrythmusstörungen, zittrig, schwach
Daraufhin reduziert auf 7,5 mg und als die Brustschmerzen zu heftig wurden am 24.08.2020 abgesetzt.

Andere PP: Escitalopram, Citalopram, Pipamperon,... kurz bzw. versuchsweise

Seitdem (24.08.2020) frei von Medikamenten.

September 2020 das Forum entdeckt und gesehen, dass ich zu viel hin und her gesprungen bin. Die Ärzte und Psychiater hatten mich dahin gehend nicht gewarnt, sondern sprachen von "kleiner Dosis" usw.

Mein thread:
viewtopic.php?t=17803
Annanas
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Re: feluma76: Mirtazapin abgesetzt - was hilft?

Beitrag von Annanas »

Guten Morgen feluma :) -
Kurzinfo: Beiträge wurden zusammengeführt - bitte schreibe hier in deinem Thread weiter, so bleibt der Zusammenhang erhalten.
Titel habe ich aktualisiert,
liebe Grüße von Anna
Vorgeschichte:
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016 (1999 - 2007 Paroxetin 20 mg)
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06.05.21 10 Kügelchen (ca. 3,0 mg)
Mein Thread: viewtopic.php?p=409341#p409341

Hinweis:
Meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und gründen sich auf Erfahrungswerten - meinen eigenen und denen anderer Betroffener sowie den wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.
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Re: feluma76: Mirtazapin abgesetzt - was hilft?

Beitrag von Niemandsland »

Hallo Feluma,

da du damals noch nicht den Begrüßungstext bekommen hast, stelle ich ihn dir jetzt hier rein. Darin findest du sehr viele Informationen zum Entzug und zum schonendem Absetzen. Um dir zu helfen wäre es außerdem recht wichtig, dass du deine Signatur um deine Reduktionsschritte aktualisierst.

Willkommen im ADFD.

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander. Mit der Anmeldung hast du dich für gelebte Selbsthilfe und aktiven Austausch auf der Basis der bereitgestellten Informationen entschieden.

Im Forum ist der Selbsthilfeaspekt zentral. Es ist sehr wichtig, dass du dich bemühst, dir selbstständig die wichtigsten Informationen anzueignen. Wenn du in den nachfolgenden Verlinkungen nicht fündig wirst, benutze bitte auch die Suchfunktion (rechts oben auf der Seite - Lupensymbol).

Bitte beachte, dass im Forum keine medizinischen Ratschläge gegeben werden. Du entscheidest dich selbstverantwortlich, ob du etwas von den Erfahrungen anderer Betroffener umsetzen möchtest.

Auch Teammitglieder sind keine medizinischen oder psychologischen "Berater", "Profis", "Fachleute" oder "Experten"! Wie alle anderen Teilnehmer auch, sind sie selbst Betroffene oder Angehörige und beteiligen sich, soweit es ihre Kräfte zulassen, am Austausch und geben Erfahrungen weiter.

Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva ein: Infoartikel: Ausschleichen von Antidepressiva und Erste Hilfe - Antidepressiva absetzen

Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen Umgang mit dem Entzug und Gesundheit. Eine Übersicht über ausgewählte Themen findest du unter Was finde ich wo im Forum? Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruß zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag klicken.

Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln.

Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe dann etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Dein Thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik Antidepressiva absetzen/ Benzodiazepine absetzen/ Neuroleptika absetzen verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüße

Niemandsland
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Re: feluma76: Mirtazapin abgesetzt - was hilft?

Beitrag von Straycat »

Hallo Feluma,

darf ich fragen, weshalb du so großschrittig absetzt (also in jeweils 7,5mg Schritten)?
Ich vermute der Sprung von 7,5mg auf 0mg war einfach zu groß. Das vertragen sehr viele Betroffene nicht.
Da du erst 2 Wochen auf 0mg bist, wäre eine Wiedereindosierung einer kleinen Menge vielleicht eine Überlegung wert. Ich verstehe gut, dass du das PP endgültig los sein willst, aber ein Entzug kann sich leider auch einige Zeit hinziehen (bei manchen Wochen, bei anderen Monate und in den schlimmsten Fällen Jahre) und es ist meist ratsamer behutsam und kleinschrittig vorzugehen, statt es "über's Knie zu brechen".
Hier findest du unsere FAQ zum Wiedereindosieren: https://www.adfd.org/austausch/viewtopi ... 15#p106315

Alles Liebe,
Cat
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Re: feluma76: Mirtazapin abgesetzt - was hilft?

Beitrag von padma »

hallo Feluma, :)
Jetzt habe ich vor 2 Wochen den letzten Schritt von 7,5 auf 0 gemacht und mir geht's immer schlechter... Ist das normal und wie lange können sich die Absetzsymptome ziehen?
Der Schritt von 7,5 auf 0 mg war viel zu groß. Es ist normal, dass da Absetzsymptome auftreten, auch, dass es sich weiter verschlechtert, ist normal.

Absetzsymptome können nach einem Kaltentzug von 7,5 mg aus, sehr lange anhalten und auch sehr schwerwiegend werden. Ich würde dir daher dringend zu einer Wiedereindosierung einer kleinen Dosis raten. Zwei Wochen nach wird das voraussichtlich noch möglich sein.

Bitte lies dich sorgfältig in die Informationen ein, die Niemandsland :) dir verlinkt hat. Insbesonders auch die zur Wiedereindosierung.

liebe Grüsse,
padma

überschnitten mit Cat :)
Fluoxetin nach über 10 jähriger Einnahme zur Schmerztherapie abgesetzt

Nach Quasi - Kaltentzug Wiedereindosierung und im :schnecke: Tempo ausgeschlichen; seit 1.1.2020 auf 0 :party2:
Absetzverlauf:
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Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




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Re: feluma76: Mirtazapin abgesetzt - was hilft?

Beitrag von feluma76 »

Hallo Ihr Lieben,
vielen Dank für die tollen Rückmeldungen.
Wenn ich wieder eindosieren würde, wieviel mg würdet ihr mir empfehlen? Oder soll ich wieder die 7,5mg nehmen und nach Stabilisierung dann in kleineren Schritten reduzieren?
Vielen Dank für eure tolle Hilfe!
LG Susi
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Nach 14 Tagen wieder zurück auf 60 mg
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Seit 06.03.18 Reduzierung auf 45 mg
Seit 20.03.18 wieder auf 60 mg
Seit 23.03.18 wieder auf 52,5 mg
Außerdem seit Februar 20 mg Omeprazol tgl. wegen Sodbrennen und Magenbeschwerden
Seit 2018 Reduzierung in 7,5 mg-Schritten, immer ca. alle 4-6 Monate ein Schritt
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Re: feluma76: Mirtazapin abgesetzt - was hilft?

Beitrag von Niemandsland »

Hallo Susi,

es wäre sehr wichtig, dass du alle deine Reduktionsschritte in deiner Signatur ergänzt. Mit der Dosis und dem möglichst genauen Datum.
Nur so kann man dir konkrete Dosisvorschläge machen.

Wie du im Begrüßungstext (den bitte auch aufmerksam durchlesen) lesen kannst, empfiehlt das Forum ein Ausschleichen mit Reduktionen von
höchstens 10 % der zuletzt genommenen Dosis alle 4 bis 6 Wochen. Deine Schritte waren sehr wahrscheinlich zu groß, gerade bei langer Einnahmedauer und im unteren Dosisbereich (wo man nochmal extra vorsichtig sein muss). Dieses langsame Absetzen in wirklich kleinen Schritten ist bei sehr vielen unbedingt notwendig, um Absetzsymptome zu minimieren und zu verkürzen. Leider ist dieses Wissen noch nicht bei den Ärzten angekommen, daher empfehlen diese ein viel zu schnelles Ausschleichen mit entsprechenden Konsequenzen für die Betroffenen.

Liebe Grüße

Niemandsland
Zuletzt geändert von Niemandsland am 29.03.2021 16:51, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: feluma76: Mirtazapin abgesetzt - was hilft?

Beitrag von feluma76 »

Hallo!
Ich habe meine Signatur nochmal ergänzt. Leider weiß ich die genauen Daten nicht mehr...
Also sollte ich die 7,5mg wieder nehmen und dann nach der 10%-Methode ausschleichen?
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Re: feluma76: Mirtazapin abgesetzt - was hilft?

Beitrag von Straycat »

Hallo Susi,

Du bist jetzt 2 Wochen auf 0mg.
Ich denke ich würde es an deiner Stelle mit 2-3 mg probieren. Die 2 Wochen auf 0mg hat dein ZNS vermutlich schon begonnen, sich anzupassen. Wenn du jetzt wieder mit 7,5mg eindosierst, kann es sein, dass du es nicht so gut verträgst und du müsstest zusätzlich von einer höheren Ausgangsdosis aus reduzieren.
Deshalb ist es sinnvoll nur einen Teil der letzten Dosis wieder einzunehmen.

Liebe Grüße,
Cat
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Re: feluma76: Mirtazapin abgesetzt - was hilft?

Beitrag von feluma76 »

Liebe Cat,
also nehm ich 3mg mit der Wasserlösemethode?
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Re: feluma76: Mirtazapin abgesetzt - was hilft?

Beitrag von Niemandsland »

Hallo Susi,

die Wasserlösemethode ist sehr gut geeignet für Mirtazapin, Infos wie man diese anwendet findest du im Begrüßungstext.
Es braucht etwa 4 Tage damit eine Dosisänderung im Gehirn ankommt und etwas länger damit sich diese bemerkbar macht.

Gib gerne Rückmeldung wie sich die Symptome in den nächsten Tagen bis Wochen zeigen. Eventuell muss man dann nochmal
schauen und die Dosis noch (leicht!) verändern, das ist individuell verschieden. Der Eindosierung sollte man dennoch etwas Zeit geben zu wirken und
dann danach beurteilen.

Liebe Grüße

Niemandsland
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Re: feluma76: Mirtazapin abgesetzt - was hilft?

Beitrag von feluma76 »

Hallo Ihr Lieben,
nochmal kurz eine Frage... Kann man eine Dosis im Kühlschrank über Nacht aufbewahren, wenn man sie in Wasser aufgelöst hat oder soll man was über ist verwerfen?
Danke für eure Mühe!
LG Susi
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Re: feluma76: Mirtazapin abgesetzt - was hilft?

Beitrag von Straycat »

Hallo Susi,

steht alles in der Anleitung zur Wasserlösmethode ;-)
padma hat geschrieben: 08.07.2018 22:44 [*] wir empfehlen, die Lösung jeweils frisch herzustellen. Ist es erforderlich die Lösung aufzubewahren, so kann sie in einem geschlossenem Gefäss im Kühlschrank 24 Stunden aufbewahrt werden.

Liebe Grüße,
Cat
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Re: feluma76: Mirtazapin abgesetzt - was hilft?

Beitrag von feluma76 »

Hallo Ihr Lieben,
die letzte Nacht war schon etwas besser. Hab 3 mg genommen mit der Wasserlösemethode. Hoffe dass es sich weiter stabilisiert!
Darf ich denn dazu jetzt Passionsblumentee und Passionsblumentropfen nehmen oder beisst sich das?
Vielen Dank für eure Mühe!
LG Susi
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Re: feluma76: Mirtazapin abgesetzt - was hilft?

Beitrag von Straycat »

Hallo Susi,

Passionsblumenpräparate kannst du ausprobieren. Wenn das ZNS gereizt ist, kann es aber sein, dass man manches nicht so gut verträgt wie bisher. Deswegen ist es meist sinnvoll zunächst nur eine kleine Menge anzutesten und zu schauen, ob man es gut verträgt.

Fein, dass die letzte Nacht schon besser war. Jetzt wirst du noch etwas Geduld brauchen, damit du dich weiter stabilisierst. Manchmal kann das etwas dauern. Also nicht gleich verzweifeln, wenn auch mal wieder schlechtere Tage dabei sind :)

Liebe Grüße,
Cat
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Re: feluma76: Mirtazapin abgesetzt - was hilft?

Beitrag von feluma76 »

Hallo Ihr Lieben,
nach 4 Tagen auf 3mg geht's mir leider immer noch ziemlich schlecht. Das Schlafen ist etwas besser, aber die Übelkeit, die Traurigkeit, das Weinen und das Sich-nicht-als-sich-selbst-fühlen etc. ist leider noch nicht wirklich besser... Soll ich trotzdem auf 3 mg bleiben oder vielleicht doch erhöhen? Und wenn ja auf welche Dosis?
Ganz lieben Dank für eure Mühe und Unterstützung!
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Re: feluma76: Mirtazapin abgesetzt - was hilft?

Beitrag von Straycat »

Liebe Susi,

leider dauert es manchmal etwas, bis man eine Stabilisierung erfährt. 4 Tage dauert es idR, bis das Gehirn die neue Dosis überhaupt "registriert". Und auch dann dauert es, bis sich das ZNS wieder einpendelt - insbesondere, wenn es vorher stärker irritiert wurde.
Ich würde der Dosis von 3mg noch 2 Wochen Zeit geben und dann schauen, ob sich deine Symptomatik verändert hat.
Man wünscht sich häufig eine rasche und drastische Besserung und verfällt dann schnell in Aktionismus. Aber beim ZNS gilt nicht der Grundsatz "Mehr hilft mehr". Es braucht einfach einiges an Zeit, bis sich etwas wieder ausbalanciert. Da ist es meist ratsamer, geduldiger zu sein und nicht zu rasch erneut etwas zu ändern.

Alles Liebe,
Cat
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