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dragon4277: Amisulprid absetzen

Beitrag von dragon4277 » Mittwoch, 24.09.14, 1:57

Hallo allerseits.

Ich bin seit 2002 Schizophren. Seit 2004 nehme ich Neurolelptika ein. Von Beruf bin ich Arzt. 2003 mein studium abgeschlossen (ich habs mit der Schizophrenie irgendwie geschaft, einfach zahne zusammengebissen). Meinen Beuf Arzt praktiziere ich nicht mehr. Bin Hartz 4 empfänger.

Zu meiner Odysee.

2002 hatte ich ein prodromal der Schizophrenie das bis 2006 anhielt. 2006 ist die schizophrenie dann völlig ausgebrochen. Obs dieser ausbruch nun durch den entzug oder wircklich die erkrankung war kann ich nicht mehr nachvollziehen.
2003 habe ich dann zum ersten mal einen psychiater aufgesucht. Der mich auf Zyprexa 5-10mg eingestellt hat. Richtig geholfen hat das Zyprexa ja nicht. Whanideen waren noch vorhanden. Zusätzlich kam noch angst hinzu. Und nach einem sehr langen hin und her sagte mir mein psychiater setzt die Zyprexa ab. So nach 2 Monaten hatte ich dann die vollen symptome einer Schizophrenie. Mit allem drum und dran. des war dann 2006. Nach 2006 nahm ich fleissig zyprexa 5mg ein. Ich hatte höllische Angstsymptome unruhe wahnideen. Sonst ging alles. 2009 wechselte ich dann meine Psychiater. Der mich auf Risperidon 2mg eingestellt hat. bis 2011 nahm ich risperidon 2mg ein. Mir gings von tag zu tag schlechter. Ich nahm an gewicht zu wurde depressive. hatte uberall pickel. Körperlich wie psychisch war ich ein wrack. Mehrere absetz versuche von Risperidon scheiterten. 2011 lag ich dann zum ersten mal in einer Klinik. Zunachst wurde versucht auf abylify umzustellen. Was gescheitert ist. Dann wurde auf Seroquel versucht. Ist auch gescheitert. 2013 wechselte ich dann den arzt wieder. Er hatte den Mut die umstellung zu hause zu vollziehen. zumal ich Krankenhäuser nicht austehen kann.2mg Risperidon wurden abgesetzt und 200 mg amisulprid dafür. Die umstellung war die hölle 3 Monate bin ich manisch durch die welt gerannt. Es war ein wechsel zwischen manie und depression und angst und insgesamt der gefühle.
Seit 1 Jahr geht es mir zum ersten mal wircklich gut. Ich merke aber das mit der Zeit die 200mg nicht ausreichen. Also bin seit 6 Monaten auf 300mg. jetzt reichen diese 300mg auch nicht mehr aus. symptome sind angstzustande unruhe panickatacken gereiztheit schlaflosigkeit.

Ich perönlich war immer der meinung die niedrigste dosierung die möglich ist einzunehmen. Merkte allerdings das nach einiger Zeit resistenzen entwickelt werden und die dosierung erhöht werden müssen. Am besten geht es mir wenn ich gar keine NL einneheme. Nur lande ich dann wegen dem entzug in der Psychose (was bei mir schon des öfteren passiert ist.

Ich will jetzt von den 300mg amisulprid runter. Zunächst auf 50mg. Dann später auf gar kein Amisulprid. In welchen schritten sollte ich das machen. Hab schon von 300 auf 200 versucht. kam in heftigen entzug. von 300 auf 250 ging zwar war mir aber immer noch zu heftig. Ich hab leider auch keinen arzt gefunden der mal bereit wäre so einen entzug mitzumachen. Die ärzte sind immer noch der Meinung das man NL einnehmen muss. Das es zur Heilung nie kommen wird. Mir gings über die Jahrehinweg schlecht wegen den Nebenwirkungen der NL und jedesmal stiess ich auf taube ohren. Und muste wegen den NL noch mehr Medis einnehmen.( Ich hab irgendwann fast ne Apotheke im Haus gehabt) Jetzt wirds endlich Zeit mal abzusetzten. Nur wie gehts richtig.
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Re: Amisulprid absetzten

Beitrag von padma » Mittwoch, 24.09.14, 18:32

Hallo Dragon, :)

herzlich willkommen im ADFD.

Da hast du ja leider schon viel Schlimmes erlebt.

Das Problem bei einem solchen Verlauf, wie du ihn beschreibst ist, zwischen Grunderkrankung (bei dir Schizophrenie), Nebenwirkungen und Absetzsymptome zu unterscheiden. Die Symptome können genau die gleichen sein.

Letzlich kannst nur du entscheiden, ob du das Absetzen zum jetzigen Zeitpunkt wagen möchtest.
Seit 1 Jahr geht es mir zum ersten mal wircklich gut. Ich merke aber das mit der Zeit die 200mg nicht ausreichen. Also bin seit 6 Monaten auf 300mg. jetzt reichen diese 300mg auch nicht mehr aus. symptome sind angstzustande unruhe panickatacken gereiztheit schlaflosigkeit.
Es ist möglich, dass diese Symptome Nebenwirkungen von Amisulprid sind. Angst ist eine häufige NW. Oder aber, dass es tatsächlich nicht mehr greift.

Allgemein empfehlen wir in 10 % Schritten alle 4 Wochen abzusetzen. Das muss aber individuell angepasst werden, manche können nur deutlich langsamer absetzen, v.a. im unteren Dosisbereich.

Dir würde ich zu einem sehr langsamen Ausschleichen raten. Du scheinst auf das Absetzen sehr empfindlich zu reagieren (was oft der Fall ist, wenn man viele verschieden Psychopharmakas mit häUfigem Wechsel und/oder zu schnellem Absetzen hatte).

Ich denke, du solltest auf jeden Fall vermeiden, wieder in eine Absetzpsychose zu kommen. Bei einem sehr langsamen Ausschleichen kann man auch besser sehen, woher die Symptome kommen.

10 % wären 30 mg, eine Möglichkeit wäre zunächst 25 mg Schritte zu versuchen. Es gibt 50 mg Tbl. das wäre also machbar.
Sicherer wären noch kleinere Schritte, also 12,5 mg pro Schritt. Ich würde dies bevorzugen.

Etwas Sorge bereitet mir, dass du schreibst, dass im Moment die 300 mg nicht mehr ausreichen. Am besten setzt man von einer stabilen Ausgangsdosis aus ab.

Wenn es vor allem die NW sind, die die Probleme machen, sehe ich allerdings auch keine Alternative als mit dem langsamen Ausschleichen zu beginnen.
Die ärzte sind immer noch der Meinung das man NL einnehmen muss. Das es zur Heilung nie kommen wird.
Dafür gibts keine Belege. Klar jedoch ist, dass eine Langzeiteinnahme von Neuroleptikas zu irreversiblen Schäden führen kann.

Soweit es uns möglich ist unterstützen wir dich gerne.

liebe Grüsse,
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Re: Amisulprid absetzten

Beitrag von dragon4277 » Mittwoch, 24.09.14, 19:59

hallo danke für deine antwort padma.

Ich hatte enorme probleme von risperdal runter zu kommen und auf ein anderes NL zu wechseln. Bis mir das zum glück unter grossen anstregungen geglückt ist.

Mein aktuelles problem ist, das ich heftige kieferschmerzen und muskelschmerzen habe. Die erst seit der einnahme von amisulprid begonnen haben. Nachdem ich von 200 auf 300 gestiegen bin sind diese beschwerden noch stärker geworden. Nehm mitlerweile täglich 2x600mg ibuprofen ein.

Wir ham vor 1 Woche mit einem Muskelrelaxans begonnen. Nahm täglich 3x 750mg ortoton ein. Langsam aber sicher gings mir immer schlechter. Bis eines Abends um 21 jemand an der Tür klingelte. Ich rannte panikartig zur toilette machte alle lichter aus und kauerte mich in der toilette hin. Traute mich dann 3 Tage nicht auf die strasse. Ortoton setzte ich sofort ab. Mitlerweile hat sich die angst ja wieder gelegt. Einen Tag nahm ich gar kein Amisulprid ein den zweiten tag 200mg den dritten Tag 250 und heute wieder 300mg. Ich merke aber das ne grosse unruhe auf mich gekommen ist ne dicke Wut im bauch hab. Bevor es mit dem absetzten losgeht muss ich mich wieder mal stabilisieren.

Ausschleich versuche kenn ich bei mir hauptächlich von risperidon. Ich nahm 2mg ein und habs runter gesetzt auf 1mg total gescheitert. von 2 auf 1.5mg. Und dann ganz aufgegeben.

Ne absetztpsychose hatte ich nur bei Zyprexa. Dabei sagte mir auch noch der Arzt ich solle es absetzten. Ist so ne geringe dosis passier t schon nix. So lief ich verückt durch die gegend und wuste nicht einmal was des Problem war.

Beim ausschleichen sind meine Probleme schlaflosigkeit, innere unruhe (als ob ein risen loch in meinem Bauch wäre der sich einfach nicht schliessen will) Angst agorophobie. Desozialisierung. Angst hab ich aber auch mit den NL nur nehmen sie eine andere Form ein.

Mitlerweile kenn ich die ausschleich symptome ziemlich gut. Wie ich die vermeide ist nur die frage.

Zu Resistenzen. Es gibt mitlerweile zwei nachgewisene resitenzen bei Medikamenten. Die eine heist Insulinresistenz. DIe andere schermzmedikamenten induzierter Kopfschmerz. AUs meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen das irgendwann die NL bei mir nicht mehr so gut wirken wie am anfang und ich auch durch das anraten der ärzte entweder den NL wechseln muss oder aber auf die nächst höhere stufe gehen muss. Ich denk einfach das es zu resistenzen kommt da die rezoptoren dichte erhöht wird (Ein Mensch ist ja leider nicht statisch sondern dynamisch).

Zu deinen Tips wie ich Amisulprid absetzten könnte. Hab mir jetzt sone 50mg Packung gekauft von der Apotheke (Bin ja zum glück arzt :)) So in ein zwei Wochen werd ich dann von 300mg auf 287,5mg reduzieren und hoffen das es klappt. Erfahrungsgemäß dauert es bei mir 3 Monate bis ich mich stabilisiert habe. Zunächst werd ich aber 1 Monat probieren. Wenns nicht klappt drei Monate Hab schon versucht von 300 auf 200 zu gehen totaler miserfolf und von 300 auf 250 klapt auch nicht.

Drückt mir die daumen.
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Re: Amisulprid absetzten

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 24.09.14, 20:47

Hallo dragon,

willkommen im adfd :).

im Psychopharmaka-Bereich nennt man ´Resistenzen´ "poop-out".
Es ist uns bekannt, weil die User berichten, sie müssen ihr AD, NL.. immer höher dosieren, um noch den gleichen Effekt zu haben.
Da ist dann irgendwann das Ende der Fahnenstange erreicht, zumal mehr Dosis irgendwann nicht mehr "mehr Wirkung", sondern nur noch NW bedeutet.

Gruß
Jamie
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Re: Amisulprid absetzten

Beitrag von dragon4277 » Mittwoch, 24.09.14, 21:43

Danke Jamie für den begriff. Hört sich lustig an. Kann ich noch die deutsche übersetzung bekommen.

Ich denk an so einem poop out bin ich angelangt. Anstatt weiter hoch zu dosieren. oder die NL unter schwerster anstrengung zu wechseln. Hab ich mir vorgenommen auszuschleichen. Werd darüber noch mit meinem Psychaiter sprechen ob er das mit macht. Wenn nicht dann auf eigen faust und eurer unterstützung.

Bei risperidon hatte ich ahnliche probleme. Ich merkte das die Nebenwirkungen stärker wurden aber die gewünschte wirkung immer schwächer wurde. Meine psychiaterin damals meinet salop muste mehr einnehmen. Ich weigerte mich, weil es mir grundsatzlich mit dem mehreinnehmen nicht unbedingt besser ging. Und ich auch nicht einsah wie ein drogensüchtiger mehr einzunehmen. Mit den jahren der recherche werden mir die grunde für mein 10 jahriges leiden klar. Aber schon traurig.

Grundsätzlich bin ich ja in der Akuttherapie bei schweren psychischen fällen für psychopharmaka. Aber fur die daurtherapie. definitiv nein.
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Re: Amisulprid absetzten

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 24.09.14, 22:38

Hallo dragon


poop-out

sehr schwer zu übersetzen, in etwa mit: erschöpft aufgeben, ausgepumpt sein.
Im Medikamentenkontext wohl sowas wie: Grenze erreicht.. oder so.
Den Begriff haben wir aus den englischsprachigen Foren übernommen, in denen User die Wirkungslosigkeit nach Dosissteigerung damit bezeichnen.

Gruß
Jamie

PS. natürlich unterstützen wir dich so gut es geht. :)
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Re: Amisulprid absetzten

Beitrag von dragon4277 » Mittwoch, 24.09.14, 22:52

Was hilft bei Unruhe und Angst zuständen. Am besten irgendein pflanzliches mittel. Hab schon mit ablenken und meditation usw versucht. Hilft irgendwie nicht. Irgendwas um die Unruhe herunterzuschrauben. Mit anderen Leuten reden hilft. Aber so um 23 24 uhr wirds auch ziemlich schwierig jemanden zu finden der nicht mehr schläft. :)
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Re: Amisulprid absetzten

Beitrag von fruehling » Mittwoch, 24.09.14, 23:25

Hallo Dragon,
hattest du die Unruhe vor der Einnahme der Medikamente auch schon? Ich habe Bedenken, dass pflanzliche Mittel bei der evtl. medikamentenbedingten Unruhe helfen...
Du nimmst ja leider noch Ibu und Muskelrelaxantien. Wofür?
Lass dir bitte nicht noch mehr andrehen, denn du kannst nachher nicht mehr differenzieren. Da kommt es sicher auch noch zu Wechselwirkungen.
Ich glaube, du wirst viel Zeit einplanen müssen, um deinen Körper langsam zu entwöhnen.
Was hattest du vor der Einnahme für Symptome, außer Wahnideen? Ging es dir mit den Medikamenten besser?
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Begleitung meiner Mutter
12. 2011 Kontrastmittelinduzierte SD-Überfunktion
Symptome;innere Unruhe und Gewichtsabnahme, Hypertonie,Schlafstörungen
03.2012, Behandlung in der Psychiatrie
mit Carbimazol, Cita und Olanzapin
12.2012; SD-Blocker abgesetzt
Plötzlich paradoxe Reaktion auf Cita (Erregtheit,innere Unruhe,Getriebenheit,Angst)
02.2013 Psychiatrie
Alles abgesetzt auf 0 (durchgedreht) es wurden sämtliche Psychopharmaka an ihr ausprobiert
- Verschlimmerung der Symptome, unbeschreiblich!
05.2013
Entlassungsmedikation;Lyrika 600mg, Mirtazapin 45mg
Verschlimmerung,Persönlichkeitsveränderung
Lyrika und Mirtazapin langsam abgesetzt
Starke Besserung aber Stimmungstief
Neurologe schlägt zur Stimmungsaufhellung wieder Citalopram vor:
schlimme Unruhe, Stromschläge, Hitzeströme im Nacken, Angst, sollte Tavor (3 mal 0,5mg)nehmen und weitermachen, nach 6 W. keine Besserung (Tavor auf eigene Faust ausgeschlichen)
07.2013
Diagn.: 4,5cm großer hormonaktiver Schilddrüsenknoten
08.2013 SD-OP
09.2013; Nachuntersuchung der SD
6 Wochen später erneute OP
Medikamente weiter ausgeschlichen, Besserung
11.2013 Citalopram in 14 Tagen abgesetzt,
2 Wochen später schlimme Bewegungsunruhe,Depressionen,Angstzustände,Gewichtsabnahme,Strom,-Hitzeströme im Nacken,Hoffnungslosigkeit
Psychiatrie
fast alle Medikamente wurden wieder eindosiert;
Entlassungsmedikation:
150mg Venlafaxin 1-0-0 (75mg)
10mg Olanzapin 0-0-1 (0!!)
7,5mg Zopiclon zur Nacht (0!!)
1mg Tavor 0,5-0,25-0 (0)
Substitution Diazepam (3,75)
Mirtazapin 15mg 0-0-0-1
Olanzapin Reduktion
11.04. - 1,5
01.05. - 1
01.06. - 1
04.07. -1,25 kontinuierliche Besserung, Antrieb/Freude, aushaltbare Absetzsymptome
01.08. -0,65
13.08. -0,65 Blutdruckanstieg, zwischendurch Anspannung, Weinerlichkeit
01.09. -0,65 verbesserter Schlaf, deutlich bessere Zuckerwerte
29.09. -0,65
zeitgleich wg Unruhe, Blutdruckanstieg, kleinen Magenblutungen
Venlafaxin -12,5
12.10. -12,5
27.10. -12,5
21.11. -12,5
25.05. -12,5
25.06. -12,5
10.08. -12,5
Zopiclon
07.11. -1,9mg, dann alle 4 Wochen 0,9mg reduziert,
seit dem 16.03.auf 0
Blutdruck normalisiert, weniger Unruhe, wirkt am Morgen aber sehr sediert
Olanzapin
06.04.
ca. alle 4-6 Wochen 0,7 mg (Bewegungsunruhe momentan so gut wie weg, Cholesterinwerte top,um fast 100 gesunken)
05.06; -0,6mg und immer etwas weniger
16.06. Olanzapin ade(!!?!!)
Lorazepam
16.07; -0,1mg am Mittag
08.08; -0,15mg
05.09. Substitution Lorazepam/Diazepam
In Tropfen: 3-1-3 (3,5mg)
30.10. Erhöhung wg Entzugssymptome
4-1-3 (4,0mg)
28.11.
4-1-2 (3,5mg)
08.12
3-1-2 (3mg)
18.12
2-1-2 (2,5mg) weinerlich, unruhig, Zunahme von Blepharospasmus
?
2-1-1 (2mg)
Erhöhung
11.01.
2-1-2 (2,5mg)
25.01
Umstellung auf 2,5mg am Morgen
Seit ca. Mai 0mg Diazepam :party2:

dragon4277
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Re: Amisulprid absetzten

Beitrag von dragon4277 » Donnerstag, 25.09.14, 0:43

hallo fruehling.

Oh je da fragste was. Hahahah.

2002 begann es mit einer reinen Paranoia. Ich war damals Praktikant in einer Klinik. Da hat jemand einen fehler begannen und ich habs dann auf mich genommen. Da wurde ich kurzerhand von der Klinik gemobt. Habs dann hoch geschraubt. Und bin dann auf die idee gekommen das mich die klinik zu Hasue abhört. Keine Halluzination kein stimmen hören usw.

Diese Wahnideen hatte ich dann 1jahr. Suchte nach einer Lösung, bin dann beim psychiater gewesen irgendwann, der mir dann 5mg Zyprexa aufschrieb. Die wahnideen waren zwar immer och vorhanden. aber sie waren nicht mehr so stark das ich mein studium abschliessen konnte. Was besser anstatt der Zyprexa 5mg waren, ware eine psychotherapie und viel ruhe damit ich mich stabilisieren konnte. Aber zyprexa war wohl die einfachere Lösung.

Mein studium schloss ich dann ab. Und lief 2 Jahre mit verfolgungswahn durch die welt. Mein arzt meinte immer nimm bissel mehr nimm bissel weniger. Es ging auf und ab. Bis er mir dann sagte setzt es ganz ab. Ich glücklich meinet jetzt gehts aufwärts. Fand auch den Mut ne stelle als arzt anzunhemen. 1 Monat nachdem ich anfing zu arbeiten drehte ich dann ganz durch. Halluzinationen optische akustische. Wahnideen eigentlich die ganze palette was es so an schizophrenie gibt. Es war so ein hin und her. Das plötzliche absetzten war keine gute idee. Aber irgendwie mochte wohl mein psychiater das experimentieren. Danach wuste ich das ich warum auch immer krank war. Also nahm ich 5mg zyprexa ein bis 2009. Mir gings aber nicht besser. Wahnideen blieben. Stress blieb. eigentlich ein elendiges leben.

2009 wechselte ich den Arzt. Sie stellte mich auf Risperidon um 2mg. Das war schön endlich waren die wahnideen weg. Ich war fur ein paar Monate glücklich. Dann fingen aber die Nebenwirkungen an. Ich bekam Pickeln nussgross am ganzen Körper. Ich bekam Luftnot. Konnt kaum 10 schritte laufen. hatte Lungenentzundungen. die 6+ Monate anhielten. Hatte unruhe und Angst. Mir gings von tag zu tag elendig. Und ich zählte alles meiner psychiaterin auf. Sie meinte kommt nicht von risperidon. Ich wog am ende 95kg obwohl ich kaum was gegessen hab. Weil ich wenn ich essen wurde noch mehr wiegen wurde. meine beine konnte ich nicht mehr heben so schwer waren sie. meine muskeln fuhlten sich wie blei an.

Und das schlimmste ich war schwer depressive. Ich lag nur im bett rum starte die decke an. Und dachte und machte gar nix.

2011 lag ich dann zum ersten mal im Krankenhaus. Es war ein schönes krankenhaus das ich mir selber ausgesucht habe und mit viel geschick und geduld auch bekommen habe. Es war nicht im einzugsgebiet meines Ortes, weshalb es ziemlich schwierig war dorthinzukommen. In der Klinik sah ich dann soviele andere menschen die Krank waren das ich ziemlich glücklich über meine eigene bessere Situation war. :) Obwohl die Klinik schön war war sie doch nichts für mich. Ich brauchte rückzugsmöglichkeiten. Und die fand ich in der Klinik nicht. Permanent ist jemand anwesend.

In der Klinik wechselten wir dann von 2mg risperidon auf 10mg abilify. Nach zwei Tagen war ich im Verfolgungswahn. Also nahm ich fortan 2mg risperidon und 5mg abilify und verlies die klinik, halb therapiert auf eigenen wunsch. Nach 2 Monaten ging es mir allerdings elendig. Ich hatte Unruhe und Angstzustände die unerträglich waren.

Also nochmal in die Klinik, diesmal allerdings fur 3 Tage in die geschlossene weil es keine plätzte in der offenen gab. Diese drei tage waren die Hölle. ich hatte höllische Angst das mich einer von den ganz durchgedrehten anfallen würde. Ein paar mal gabs auch streit und man fixierte und setzte jemanden auch zur ruhe. schrecklich.

Hier wurde ich dann auf seroquel prolong umgestellt. weis nimmer welche dosierung des war. Auf jedenfall hat die Packung 600 euro gekostet und ich sagte zu mir tja ich bekomm nicht einmal soviel hartzt 4.

seroquel prolong hat auch nicht geholfen. Meinte meine psychiaterin setzten wir 2mg risperidon ein + seroquel prolong. meint ich ok. Unter seroquel nahm ich noch mehr zu. Mitlerweile mutierte ich zu einem ball. also setzte ich seroquel auf eigene faust ab und nahm nur noch 2mg risperidon ein.

Und des ist das problem. Irgendwie haben abilify und seroquelprolong uberhaupt nicht geholfen. Und risperidon 2mg waren mitlerweile für die psyche zu wenig. depression blieben und mit den nuen medis wurds nur noch schlimmer

2013 wechselte ich dann den arzt wieder. 3 Tage tagesklinik und ich verlies die tagesklinik, weils unertraglich war da gabs uberhaupt gar keine ruckzugsmöglichkeit mehr.

mein arzt meinte dann den wechsel der medis machen wir ambulant.

Also setzten wir 2mg risperidon ab und nahmen 200mg amisulprid.

3 monate ging ich durch die Hölle durch. ein wechsel zwischen hypoManie und depression. Nach 3 Monaten stabilisierte ich mich dann zum glück.

Eine wunderbare Zeit fing an. ich nahm ab. meine körperlichen beschwerden gingen zuruck bis ich kaum noch was davon ubrig hatte. Bis auf die Kieferschmerzen und Muskelbeschwerden hatte ich kaum probleme. 6 Monate gings gut.

nach 6 Monaten merkte ich das die Unruhe wieder kam die Depression starker wurde. Die stimmung sank ich wieder im bett lag und nix machte und mich die ganze Wlet einfach nur generft hat. also nahm ich auf anraten 300mg ein. 1 Monat nahm ich dann 300 mg ein und meinte ok jetzt ists wieder gut runter auf 200mg. von wegen so einfach war das nicht. fur 6 Monate blieb ich dann auf 300mg und jetzt gehts wieder los. mit Unruhe depression angst zustanden unwohlsein usw. Ich weis wenn ich auf 400mg gehen wurde ginge es mir besser. Aber wohin soll das denn fuhren bitte. und mit 300mg wurden die nebenwirkungen auch noch schlimmer.

ibu und muskelrelanzen nehm ich fur die kieferschmerzen und die Muskelschmerzen. Meine muskel sind so angespannt und schmerzhaft seitdem ich amisulprid einneheme.

Meine Eltern kommen aus der Türkei. Ich bin in deutschland geboren und aufgewachsen. Ein pflanzliches Mittel was in der westlichen Welt kaum bekannt ist ist das Schwarzkümmel öl. Ich nahm es 2 mal täglich um meine asthma beschwerden zu lindern.und es hilft gegen asthma definitiv. Als ich dann heute gegoogelt habe las ich das schwarzkümmelöl beruhigend wirkt. Ich fand das intresant. Was diese Unruhe betrifft habe ich mitlerweile einen zeitlichen rhytmus, was sich eigentlich mit der einnahme des schwarzkümmelöls deckt. Vielleicht reim ich mir ja auch zuviel da rein. Aber ich hab jetzt aussernhalb des rhythmus vor 1 Stunde schwarkümmelöl zu mir genommen. Und mir gehts wesentlich besser jetzt.
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Re: Amisulprid absetzten

Beitrag von Clarissa » Donnerstag, 25.09.14, 10:32

Hallo, Dragon: Das ist ja die reinste Horrorgeschichte.

Ging es Dir je stabil besser unter Medikamenten als ohne?

Ich selbst habe NL off label zur Deckelung vom Medikamentenentzug und zur Therapie von Schlafstörungen ca. 3/4 Jahr und in rel. niedriger Dosierung bekommen und war überhaupt nicht mehr ich selbst, ich hatte auch fast alle von Dir beschriebenen NW.

Jetzt bin ich seit 4 Wochen komplett medikamentenfrei und bin/werde wieder eine ganz andere Menschin. Da nahm ich lieber Schlaflosigkeit in Kauf. Und die Absetzerscheinungen, weil ich mir sicher war (auch aufgrund der Erfahrungen anderer user hier im Forum): Das sind Absetzbeschwerden, da will und muß ich durch, das ist NICHT ein Wiederauftreten der Grundkrankheit (Depression) und das wird besser.

Und es wird schrittweise besser! Ich bin kein Zombie mehr. Ich werde nie wieder wie ein Gesunder funktionieren, aber das Leben ist wieder lebenswert.

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leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Kaltabsetzen

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

aktuell im protrahierten Entzug (?) mit sehr unangenehmen, v.a. körperlichen Symptomen

Inzwischen fast 4 Jahre frei von Medikamenten. NR, keinerlei Alkohol und Koffein mehr, weil alles triggert. "Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt.

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Re: Amisulprid absetzten

Beitrag von dragon4277 » Donnerstag, 25.09.14, 13:15

Unter Medikamenten ging es mir bis 2013 nie gut. Es ging immer mehr bergab. Problem war das diese dinge mich massive sediert haben ( vernebelt den verstand) schlafen konnte ich trotzdem nicht. Ich war einfach nur kaputt. Beim wechsel zwischen Risperidon und amisulprid. Wurde mein Verstand zum ersten mal klar seit 10 Jahren.

Besser ging es mir als mein Verstand aufklarte und ich in der lage war meine situation zu versthen und mein Lebensumstand sprich familie und umgebung zu andern. Amisulprid sediert nicht so massive weshalb ich es noch ertragen kann sie einzunehmen. Aber solang es einfach weiter ging wie bisher da hilft auch alles medi nicht. Man funktioniert irgendwie nur noch.

Als mein verstand aufklarte war ich zum ersten mal in der Lage wieder wissen anzuschöpfen. Informationen zu sammeln helfen und geholfen werden. Und ich war wieder teils ich selbst. Und zum glück gibts mitlerweile das internet. Wo man sich selbst aufklären kann. Anstatt auf die info einiger weniger angewisen zu sein.
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Re: Amisulprid absetzten

Beitrag von padma » Donnerstag, 25.09.14, 19:38

Hallo Dragon, :)

das ist wirklich eine schreckliche Geschichte, die du da durchmachen musstest.
Die Psychopharmakas haben dich wohl erst richtig "krank" gemacht. :evil: :evil: :evil:

Gut, dass du die ganze Geschichte jetzt so klar reflektieren und einordnen kannst.

Konntest du diese Auslösesituation im der Klinik aufarbeiten? Evtl. mit Hilfe von Psychotherapie?
So in ein zwei Wochen werd ich dann von 300mg auf 287,5mg reduzieren und hoffen das es klappt. Erfahrungsgemäß dauert es bei mir 3 Monate bis ich mich stabilisiert habe. Zunächst werd ich aber 1 Monat probieren. Wenns nicht klappt drei Monate
Da du erst gerade auf die 300 mg wieder hochgegangen bist, würde ich frühestens in 4 Wochen mit dem Abdosieren beginnen. Zu schneller Dosiswechsel ist enormer Stress für das ZNS. Ansonsten hört sich dein Plan gut an.

Nach so einer Geschichte wirst du wahrscheinlich viel Geduld brauchen. Ich habe aber den Eindruck, dass du auf einem sehr guten Weg bist.

liebe Grüsse,
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Re: Amisulprid absetzten

Beitrag von dragon4277 » Freitag, 26.09.14, 1:43

Ich hab psychotherapie gemacht. Aber der gegenstand der diskussion war immer warum ich denn nicht arbeiten gehen würde. Ich hab mehrmals das thema auf die auslösenden situationen gelenkt aber die therapeuten hatten keine lust darauf. Sie sagte immer ich kann ja meine krankheit nicht wie einen koffer mit mir schleppen.

Ich hab zum glück freunde und bekannte und einen bruder mit dem ich stundenlang reden kann. Aber diese gespräche fingen erst an als mein kopf aufklarte, also mit 2013. Mit meinem Bruder spaziere ich viel und wir diskutieren uber alles. Und mit ihm konnte ich auch die auslösenden siuationen ausdiskutieren. Er ist mein eineiiger zwilling. Ich hab höllische angst das er irgendwann auch durchdreht. Ich geb ihm immer tips wie er aus situationen in denen ich gelandet bin raus kommt. Wir sind sehr engagierte Menschen. Wenn wir ne arbeit anpacken dann muss das zu 100% perfekt sein. Ich tendiere mitlerweile dahin gehend ich sack mein geld ein und gut ist. Uber Jahre hinweg hab ich meinem bruder reingehämmert er soll das gleiche machen.Andere die eine arbeit in 8 stunden fertig bekamen erledigten wir in 1 stunde sehr gut und hetzten uns so durch die welt. Mitlerweile sieht er allerdings auch das es besser ist die arbeit in 8 stunden zu beenden, weil wenn man es in 1 stunde beendet geht man nicht nach hause dann bekommt man 9 weitere arbeiten um die 8+2überstunden stunden zu füllen :)
ich bin mehr egoistisch geworden. Fruher war ich bedacht die rechte anderer Menschen zu wahren. Wobei ich selbst dabei drauf ging. Mitlerweile tendiere ich meine rechte auch zu wahren und irgendwie einen mittelweg zu finden. Das muss sich allerdings noch einspielen.

Ich hab einfach meine einstellung zu den Menschen und dem Leben geändert. Bin weniger sozial und mehr egoistisch. Weil ich einz gelernt habe. Ich habe vielen Menschen geholfen. Als ich allerdings selber auf hilfe angewiesen war sind nur eine handvoll an meiner seite geblieben. und diese menschen schätzte ich sehr. Jetzt wo es mir besser geht kommen die anderen zuruck. aber mehr als einen gruss bekommen sie nicht mehr von mir. Ich habe neue Menschen kennen gelernt aus einem ganz anderen bevölkerungsspektrum. Mit denen ich mich sehr wohl fuhle. Ich fuhl mich zur zeit ziemlich gut in meiner situation. Und es fordert mich aus dieser wohligen situation rauszukommen. Ich könnte für mehr streben (sprich arbeitengeld vrdienen reich werden) aber irgendwie keine lust darauf.

Danke padme für dein tipp werd dann 4 wochen warten
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Re: Amisulprid absetzten

Beitrag von dragon4277 » Donnerstag, 02.10.14, 16:38

So hab ja Ortoton als Muskelrelaxans genommen. Und extreme Unruhe und Angstzustände bekommen. Ortoton dann schnell abgesetzt.

Ich war vor zwei Tagen bei meinem Psychiater er hat mir dann Promethazinhydrochlorid verschrieben. Ist nicht zur dauertherapie. Aber mich intresiert schon ob jemand erfahrung damit hat. Zumalauch steht das man es langsam auschleichen soll. Ich darf bis zu 4x 10 mg einehemn. Bei 3x bin ich ja schon total sediert und mit einmal morgens und einmal abends komm ich gut klar.

Kennt sich jemand mit Promethazin aus. würde gerne eure Erfahrungen hören

Lg Dragon
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Re: Amisulprid absetzten

Beitrag von Jamie » Freitag, 03.10.14, 15:38

Hallo dragon,

PromethazinHCl habe ich auch schon genommen; machte mich etwas benommen, half aber faktisch nicht bei meinen Schlafstörungen.
Ich wurde dusselig, aber schlief nicht ein (und das war eigentlich das Ziel der Einnahme).
Zudem reagiere ich auf die meisten NL atypisch, mit Herzrasen, zittern und Blutdruckabfall; auch beim Atos*l war es so.
Gleiches habe ich auch mit Levomepromazin und Domin*l forte erlebt... seitdem lass ich die Hände davon. (Habe richtig Angst vor diesen Medikamenten mittlerweile, weil mit dem Domin*l hatte ich eine Art Kreislaufkollaps. Ich dachte ich muss sterben :oops: .)


Gruß
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Re: Amisulprid absetzten

Beitrag von Clarissa » Freitag, 03.10.14, 19:27

Hallo, dragon,

ich "durfte" wegen Schlafstörungen Promethazin ausnahmsweise bis 100 mg einnehmen, das habe ich einmal gemacht und einen Kreislaufkollaps bekommen.

Ich schließe mich Jamie voll und ganz an.

Von S*roquel, Z*prexa oder D*minal forte konnte ich zwar ETWAS Schlafen, aber richtiger Schlaf war das nicht und ich habe ähnlich wie Jamie auf die Neuroleptika reagiert - also v.a. quälende Nebenwirkungen.

VG von sleepless
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aktuell im protrahierten Entzug (?) mit sehr unangenehmen, v.a. körperlichen Symptomen

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Re: Amisulprid absetzten

Beitrag von dragon4277 » Samstag, 04.10.14, 22:33

Promethazin wirkt hauptsächlich beruhigend für mich ich hab am anfang 3x10 dann 2x10 und jetzt 1x10 eingenommen. Noch ne woche nehm ichs ein. Danach setzt ichs ab. Ist sowieso nicht als dauertherapie gedacht. Nur gegen die aktuelle angespannte situation in der ich bin wirkt es ziemlich gut. NW hab ich auch aber die sind gering. Aber so 100mg wurd ich ja schon von vornherein verweigern. Ich verhandele auch gerne mit meinem psychiater. Und er macht da auch mit :D
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Re: Amisulprid absetzten

Beitrag von dragon4277 » Freitag, 10.10.14, 21:34

Hallo allerseits.

jetzt baut sich bei mir eine Frage auf.

Ich nehm 300mg amisulprid abends ein zwischen 18 und 22 Uhr je nachdem wann ich grad zeit habe. So ab 16 Uhr fängt bei mir eine Unruhe und rastlosigkeit an. Gedankenkreisen beginnen. Und ich fühl mich total mies.

Ich würde gerne eure erfahrungen dazu einholen. Es kommt mir so vor. Als ob der Spiegel in mir langsam absinkt und ich in den entzug gerate bis sich der spiegel nach der einnahme von amisulprid wieder normalisiert.

Habt ihr lösungswege dafür gefunden. Oder hat das vielleicht einfach nur andere Gründe.
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Re: Amisulprid absetzten

Beitrag von Lisamarie » Samstag, 11.10.14, 11:35

Hallo Dragon, das hört sich für mich wirklich so an als sinkt der Spiegel im Laufe des Tages immer mehr und das dann sogenannte Minientzüge auftreten. Hast du mal versucht das auf zwei mal aufzuteilen, also morgens 150 mg und gegen Abend 150 mg ? Also eine Umverteilung von einmal 300 mg auf zwei mal 150 mg ?
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Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
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dragon4277
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Re: Amisulprid absetzten

Beitrag von dragon4277 » Samstag, 11.10.14, 13:31

Danke Lisamarie ich werds mal umverteilen mal schauen was passiert.
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