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Timo88: Paliperidon / Xeplion absetzen

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Re: Paliperidon / Xepli*n absetzen

Beitrag von Lisamarie » Sonntag, 10.08.14, 10:34

hallo Timo, dafür was sie dir alles eingeflösst haben, bist du jetzt auf einem sehr guten Weg. Mit jedem Gramm oder mg das deinen Körper für immer verlässt wird es dir immer besser gehen, auch wenn es noch ein steiniger Weg werden wird bis du mit allem bei 0 bist, sehe ich das du ein Kämpfer bist und es schaffen wirst.

Und du dann immer mehr deine Gefühlsebene zurück erhalten wirst, je weniger es wird. Also gräm dich nicht, es geht alles in die richtige Richtung und ich finde es klasse wie du kämpfst. Du bist auf einem guten Weg und irgendwann wirst du am Ziel sein.
du bist ein Kämpfer und wirst es schaffen lg Lisamarie
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
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Timo88
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Re: Paliperidon / Xepli*n absetzen

Beitrag von Timo88 » Sonntag, 10.08.14, 11:30

Hallo Lisamarie!

Danke für deine Worte. Man vergisst bei der Trübsinnigkeit manchmal was man schon alles geschafft hat und wie schlecht es einem mit dieser Dröhnung ging. Umso besser, dass es Leute gibt die einen daran erinnern. :)

Kämpfer, *lach* das habe ich schon mal gehört. Wahrscheinlich ist was dran. :sports:
Wir werden es überleben :)

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Timo88
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Re: Paliperidon / Xepli*n absetzen

Beitrag von Timo88 » Mittwoch, 20.08.14, 13:14

Hallo zusammen,

es ist nun eine Woche nach der Reduktion her. Kurzer Statusbericht:

Die ersten Tage nach der Spritze waren super (wie eigentlich fast immer) gut gelaunt, motiviert Dinge zu tun. Das hielt so bis Freitag - Samstag an. Hatte dennoch ein richtig schönes Wochenende was ich bei einem Gruppen-Begegnungsseminar verbracht habe. Die Phasen der "Gesichtssteifigkeit" und Emotionslosigkeit konnte ich mit Meditation weg drücken. :D

Absetzsymptome habe ich keine.

Jetzt geht es mir weder schlecht noch gut. Irgendwie diffus dazwischen. Ich weiß einfach nur nichts mit mir anzufangen und fühle mich allein. Versteht mich nicht falsch ich bin nicht allein, habe Leute doch es fällt mir einfach schwer mal ein paar Stunden nicht von jemandem umgeben zu sein. Wünschte ich könnte meinen Urlaub besser genießen. :wink:
Wir werden es überleben :)

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padma
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Re: Paliperidon / Xepli*n absetzen

Beitrag von padma » Mittwoch, 20.08.14, 16:42

Hallo Timo, :)

dass du keine Absetzsymptome hast ist schon mal sehr gut, "freu".

Die Emotionen werden wieder kommen. Einen Vorgeschmack hast du ja bereits bei dem Gruppenwochenende bekommen. :D Wenn dir Meditation hilft. könntest du vielleicht an einer Meditationsgruppe teilnehmen. Das könnte dich unterstützen.

Und mit dem Urlaub: vielleicht kannst du versuchen Momente davon bewusst wahrzunehmen und zu geniessen. Den ganzen Urlaub zu geniessen gelingt vielleicht noch nicht, doch einige Momente zu geniessen ist wahrscheinlich möglich. Es sind ja oft die kleinen Dinge, an denen man sich erfreuen kann.

In diesem Sinne noch einen schönen Urlaub,
liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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fruehling
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Re: Paliperidon / Xepli*n absetzen

Beitrag von fruehling » Samstag, 06.09.14, 11:37

Hallo Timo,
danke für deinen netten Beitrag.
Wenn ich mir so deinen Verlauf anschaue, erschreckt micht das auch ganz schön.
Lass dich nicht beirren von den Diagnosen. Man kann wirklich schnell zu einem kranken Menschen "gemacht" werden.
Ich hatte mir damals schon mal deinen Verlauf angeschaut und hast von dem Zeitpunkt schon wieder eine Menge geschafft :sports:
Du wirst sehen, dass die guten Momente sich häufen, die, schlechten weniger werden.
Ich wünsche dir Kraft und Durchhaltevermögen. Ich kann mir vorstellen, was du durchmachst.
Begleitung meiner Mutter
12. 2011 Kontrastmittelinduzierte SD-Überfunktion
Symptome;innere Unruhe und Gewichtsabnahme, Hypertonie,Schlafstörungen
03.2012, Behandlung in der Psychiatrie
mit Carbimazol, Cita und Olanzapin
12.2012; SD-Blocker abgesetzt
Plötzlich paradoxe Reaktion auf Cita (Erregtheit,innere Unruhe,Getriebenheit,Angst)
02.2013 Psychiatrie
Alles abgesetzt auf 0 (durchgedreht) es wurden sämtliche Psychopharmaka an ihr ausprobiert
- Verschlimmerung der Symptome, unbeschreiblich!
05.2013
Entlassungsmedikation;Lyrika 600mg, Mirtazapin 45mg
Verschlimmerung,Persönlichkeitsveränderung
Lyrika und Mirtazapin langsam abgesetzt
Starke Besserung aber Stimmungstief
Neurologe schlägt zur Stimmungsaufhellung wieder Citalopram vor:
schlimme Unruhe, Stromschläge, Hitzeströme im Nacken, Angst, sollte Tavor (3 mal 0,5mg)nehmen und weitermachen, nach 6 W. keine Besserung (Tavor auf eigene Faust ausgeschlichen)
07.2013
Diagn.: 4,5cm großer hormonaktiver Schilddrüsenknoten
08.2013 SD-OP
09.2013; Nachuntersuchung der SD
6 Wochen später erneute OP
Medikamente weiter ausgeschlichen, Besserung
11.2013 Citalopram in 14 Tagen abgesetzt,
2 Wochen später schlimme Bewegungsunruhe,Depressionen,Angstzustände,Gewichtsabnahme,Strom,-Hitzeströme im Nacken,Hoffnungslosigkeit
Psychiatrie
fast alle Medikamente wurden wieder eindosiert;
Entlassungsmedikation:
150mg Venlafaxin 1-0-0 (75mg)
10mg Olanzapin 0-0-1 (0!!)
7,5mg Zopiclon zur Nacht (0!!)
1mg Tavor 0,5-0,25-0 (0)
Substitution Diazepam (3,75)
Mirtazapin 15mg 0-0-0-1
Olanzapin Reduktion
11.04. - 1,5
01.05. - 1
01.06. - 1
04.07. -1,25 kontinuierliche Besserung, Antrieb/Freude, aushaltbare Absetzsymptome
01.08. -0,65
13.08. -0,65 Blutdruckanstieg, zwischendurch Anspannung, Weinerlichkeit
01.09. -0,65 verbesserter Schlaf, deutlich bessere Zuckerwerte
29.09. -0,65
zeitgleich wg Unruhe, Blutdruckanstieg, kleinen Magenblutungen
Venlafaxin -12,5
12.10. -12,5
27.10. -12,5
21.11. -12,5
25.05. -12,5
25.06. -12,5
10.08. -12,5
Zopiclon
07.11. -1,9mg, dann alle 4 Wochen 0,9mg reduziert,
seit dem 16.03.auf 0
Blutdruck normalisiert, weniger Unruhe, wirkt am Morgen aber sehr sediert
Olanzapin
06.04.
ca. alle 4-6 Wochen 0,7 mg (Bewegungsunruhe momentan so gut wie weg, Cholesterinwerte top,um fast 100 gesunken)
05.06; -0,6mg und immer etwas weniger
16.06. Olanzapin ade(!!?!!)
Lorazepam
16.07; -0,1mg am Mittag
08.08; -0,15mg
05.09. Substitution Lorazepam/Diazepam
In Tropfen: 3-1-3 (3,5mg)
30.10. Erhöhung wg Entzugssymptome
4-1-3 (4,0mg)
28.11.
4-1-2 (3,5mg)
08.12
3-1-2 (3mg)
18.12
2-1-2 (2,5mg) weinerlich, unruhig, Zunahme von Blepharospasmus
?
2-1-1 (2mg)
Erhöhung
11.01.
2-1-2 (2,5mg)
25.01
Umstellung auf 2,5mg am Morgen
Seit ca. Mai 0mg Diazepam :party2:

Roza
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Re: Paliperidon / Xepli*n absetzen

Beitrag von Roza » Samstag, 06.09.14, 13:15

Hallo Timo,

auch ich möchte dir meine Hochachtung dafür aussprechen, was du schon geschafft hast!! Du gehst echt so konsequent vor. Ich habe daher überhaupt keine Zweifel, dass du in naher Zukunft wieder medikamentenfrei sein wirst!

Das Gefühl, nicht lächeln zu können, kenne ich total gut. Mir ist das vor allem auch im Nachhinein aufgefallen, wie lange ich nicht mehr gelächelt habe, weil ich einfach komplett gedämpft war (und das mit wesentlich weniger Medikamenten als du). Deshalb bin ich zurzeit richtig erstaunt, wie häufig ich plötzlich lächle. Auch bei mir unterliegt das immer noch Schwankungen, aber ich bin guter Hoffnung, dass du und ich bald wieder aus vollem Herzen lachen und lächeln können!

Liebe Grüße :hug:
Roza
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padma
2004 Diagnose Morbus Basedow
2009 nach mehreren Schilddrüsen-Überfunktionen volltändige Entfernung der Schilddrüse durch 2 Radiojodtherapien. Seitdem Hormonsubstitution (aktuelle Dosis: 125 mg L-Thyroxin)

08/2011 ab hier schwere depressive Episode und AD-Einnahme (Versuche mit Mirtazap*n, Citalopr*m und Doxep*n).
07/2012 Einstellung auf 150 mg Venlafaxin retard und 150 mg Quetiapin retard.
06/2013 Erhöhung auf 225 mg Venlafaxin retard und 150 mg Quetiapin retard.

29.01.14 Beginn der Reduktion. Quetiapin von 150 auf 100 mg.
12.03.14 Venlafaxin von 225 auf 150 mg.
30.04.14 Venlafaxin von 150 auf 112,5 mg.
10.05.14 Quetiapin von 100 auf 50 mg.
18.05.14 Venlafaxin von 112,5 auf 75 mg.
24.05.14 Quetiapin abgesetzt, daraufhin massivste Absetzsymptome.
30.05.14 Ab hier 25 mg Quetiapin unretardiert.
03.07.14 Venlafaxin von 75 auf 37,5 mg.
31.07.14 Venlafaxin von 37,5 auf 12,5 mg.
26.08.14 Venlafaxin von 12,5 auf 0 mg.
23.09.14 Quetiapin von 25 auf 12,5 mg.
18.11.14 Quetiapin von 12,5 auf 6,25 mg.
05.12.14 Quetiapin von 6,25 wieder zurück auf 12,5 mg.
01.01.15 Quetiapin von 12,5 auf 6,25 mg.
12.02.15 Quetiapin von 6,25 auf 0 mg.
:)

Timo88
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Re: Paliperidon / Xepli*n absetzen

Beitrag von Timo88 » Sonntag, 07.09.14, 11:30

Danke liebe Roza, Danke liebe Fruehling,

es tut immer wieder gut Rückhalt zu erfahren. :group: In meinem Umfeld versteht kaum jemand warum ich die Tabletten absetzen will. Niemand sieht, dass es mir auf Grund der Tabletten so schlecht geht. Immer heißt es nur, „und was sagt die Ärztin?“
Glaube in keiner anderen Branche herrscht so viel Unwissenheit und Verharmlosung bei der Ärzteschaft wie in der Psychiatrie.

Es ist eine echte Schweinerei was in der westlichen Welt mit psychisch Kranken gemacht wird. Ich meine niemand empfiehlt Leuten mit Problemen Drogen zu nehmen, in der Annahme das dann die Probleme verschwinden, aber wenn sie von Ärzten verordnet werden, dann soll ok sein und urplötzlich die Probleme verschwinden? Das ist paradox! :evil:

Ich wünsche mir die Irren-Offensive der 80er Jahre zurück. Da herrschte richtig Aufstand gegen diese Zustände. Wo ist das geblieben?
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Jamie
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fruehling
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Re: Paliperidon / Xepli*n absetzen

Beitrag von fruehling » Sonntag, 07.09.14, 12:04

Hallo Timo,
besser hätte ich mich diesbezüglich nicht ausdrücken können. Den Vergleich mit den Drogen finde ich gut :)

Ich habe mir abgewöhnt, mit jmd im wahren Leben über die Tabletten und das Absetzen zu reden. Das macht mich immer fertig und innerlich könnte ich platzen :evil:
Obwohl meine Verwandten sie selber vor lauter Verzweifelung am liebsten aus der Klinik geholt hätten, vertrauen die voll auf die Ärzte.
Ich genieße immer nur nach dem Absetzschritt die Komplimente, die meine Mutter bekommt, weil sie aufblüht, lacht und vor allem wieder einen Ausdruck im Gesicht hat. Das ist für mich die Bestätigung :D
Manchmal sage ich als Kommentar;"sie ist ja auch am Tabletten reduzieren."
Sag mal, ich welchem Zeitraum hast du die Lorazepam abgesetzt?
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2 Wochen später schlimme Bewegungsunruhe,Depressionen,Angstzustände,Gewichtsabnahme,Strom,-Hitzeströme im Nacken,Hoffnungslosigkeit
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13.08. -0,65 Blutdruckanstieg, zwischendurch Anspannung, Weinerlichkeit
01.09. -0,65 verbesserter Schlaf, deutlich bessere Zuckerwerte
29.09. -0,65
zeitgleich wg Unruhe, Blutdruckanstieg, kleinen Magenblutungen
Venlafaxin -12,5
12.10. -12,5
27.10. -12,5
21.11. -12,5
25.05. -12,5
25.06. -12,5
10.08. -12,5
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seit dem 16.03.auf 0
Blutdruck normalisiert, weniger Unruhe, wirkt am Morgen aber sehr sediert
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ca. alle 4-6 Wochen 0,7 mg (Bewegungsunruhe momentan so gut wie weg, Cholesterinwerte top,um fast 100 gesunken)
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16.06. Olanzapin ade(!!?!!)
Lorazepam
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05.09. Substitution Lorazepam/Diazepam
In Tropfen: 3-1-3 (3,5mg)
30.10. Erhöhung wg Entzugssymptome
4-1-3 (4,0mg)
28.11.
4-1-2 (3,5mg)
08.12
3-1-2 (3mg)
18.12
2-1-2 (2,5mg) weinerlich, unruhig, Zunahme von Blepharospasmus
?
2-1-1 (2mg)
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11.01.
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Re: Paliperidon / Xepli*n absetzen

Beitrag von Timo88 » Sonntag, 07.09.14, 12:35

Also Lorazepam war das fieseste was es zu reduzieren gab. Hatte die die 0,5 mg Tabletten immer geviertelt und etwas über ein ganzes Jahr lang reduziert. Von ursprünglich 3 mg auf 0. Jedes Krümelchen war die Hölle. Konnte aber in der Tagesklinik beobachten, dass andere die Reduzierung besser vertragen haben als ich. Scheine da sehr sensibel zu sein.

Es freut mich, dass bei deiner Mutter auch mit jeder Reduzierung Besserung in Sicht ist. Jedes Kompliment das sie kriegt ist auch dein wirken. Meinen vollem Respekt! :D
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Jamie
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Re: Paliperidon / Xepli*n absetzen

Beitrag von Jamie » Sonntag, 07.09.14, 12:43

Hallo Timo,

google mal Antipsychiatrie. Das ist die Bewegung von damals.
Allerdings muss man da aufpassen, weil das mittlerweile oft ein Konglomerat aus Antipsychiatrie, Weltverschwörungstheoretikern und anderen Radikalen ist; da muss man wirklich nach etwas Seriösem suchen. Und differenzieren, so wie immer :).


Grüße
Jamie
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Re: Paliperidon / Xepli*n absetzen

Beitrag von fruehling » Montag, 08.09.14, 19:30

Timo88 hat geschrieben: Es freut mich, dass bei deiner Mutter auch mit jeder Reduzierung Besserung in Sicht ist. Jedes Kompliment das sie kriegt ist auch dein wirken. Meinen vollem Respekt! :D
Ich freue mich auch sehr über jeden guten Tag und hoffe, das es so weitergeht. Die Angst steckt mir aber immer im Nacken und ich rechne einige schlechte Tage mit ein, dann ist man nicht so enttäuscht.
Mittlerweile gibt es viele Tage, an denen sie die Alte ist. Da merkt man ihr nichts an, so als ob nie etwas gewesen wäre.

Ich versuche, mich an jeden Tag zu erfreuen, an dem es ihr besser geht und hoffe, dass sie es weiter so verkraftet.
Die ersten Tage sind immer nicht so gut nach der Reduktion, aber dann gehts immer besser...
Alles kein Vergleich zu den Zeiten der hohen Dosen Neuroleptika.

Seltsamerweise ist sogar der Schlaf besser geworden, seitdem sie reduziert.
Auch die Unruhe ist momentan nicht so stark.

Jetzt habe ich den Text noch mal geändert. Er hörte sich nicht so positiv an, wie ich es ausdrücken wollte

Ich wollte jetzt deinen Thread nicht belasten, aber es passt ja gut zu deiner Situation :)
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05.2013
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Verschlimmerung,Persönlichkeitsveränderung
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Starke Besserung aber Stimmungstief
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schlimme Unruhe, Stromschläge, Hitzeströme im Nacken, Angst, sollte Tavor (3 mal 0,5mg)nehmen und weitermachen, nach 6 W. keine Besserung (Tavor auf eigene Faust ausgeschlichen)
07.2013
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2 Wochen später schlimme Bewegungsunruhe,Depressionen,Angstzustände,Gewichtsabnahme,Strom,-Hitzeströme im Nacken,Hoffnungslosigkeit
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fast alle Medikamente wurden wieder eindosiert;
Entlassungsmedikation:
150mg Venlafaxin 1-0-0 (75mg)
10mg Olanzapin 0-0-1 (0!!)
7,5mg Zopiclon zur Nacht (0!!)
1mg Tavor 0,5-0,25-0 (0)
Substitution Diazepam (3,75)
Mirtazapin 15mg 0-0-0-1
Olanzapin Reduktion
11.04. - 1,5
01.05. - 1
01.06. - 1
04.07. -1,25 kontinuierliche Besserung, Antrieb/Freude, aushaltbare Absetzsymptome
01.08. -0,65
13.08. -0,65 Blutdruckanstieg, zwischendurch Anspannung, Weinerlichkeit
01.09. -0,65 verbesserter Schlaf, deutlich bessere Zuckerwerte
29.09. -0,65
zeitgleich wg Unruhe, Blutdruckanstieg, kleinen Magenblutungen
Venlafaxin -12,5
12.10. -12,5
27.10. -12,5
21.11. -12,5
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seit dem 16.03.auf 0
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ca. alle 4-6 Wochen 0,7 mg (Bewegungsunruhe momentan so gut wie weg, Cholesterinwerte top,um fast 100 gesunken)
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08.08; -0,15mg
05.09. Substitution Lorazepam/Diazepam
In Tropfen: 3-1-3 (3,5mg)
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Re: Paliperidon / Xepli*n absetzen

Beitrag von Timo88 » Montag, 08.09.14, 20:03

Jamie1979 hat geschrieben:google mal Antipsychiatrie. Das ist die Bewegung von damals.
Ja, danke habe schon viel darüber gelesen. Mir ist das ganze aber zu Dogmatisch, genau wie du sagst. Medikamente, schlecht, Psychiatrie schlecht. Sind ja so die Kernbotschaften. Ich teile ja die meisten Ansichten, doch die Art und Weise wie die auftreten gefällt mir nicht. Zu undifferenziert. Ein weiterer Schwerpunkt von denen sind Zwangseinweisungen. Auch damit habe ich keine Berührungspunkte. War immer lieb zu meinen Mitmenschen. :D
fruehling hat geschrieben:Seltsamerweise ist sogar der Schlaf besser geworden, seitdem sie reduziert.
Das ging mir auch so, die Medikamente sedieren zwar völlig, aber gut schlafen tut man damit in der Regel nicht. Ist ein sehr unnatürlicher Schlaf.


Morgen habe ich wieder einen Termin bei meiner Psychiaterin. Mal sehen was die zu meinen Plänen sagt, Paliperidon ganz abzusetzen. 8-)
Wir werden es überleben :)

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Roza
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Re: Paliperidon / Xepli*n absetzen

Beitrag von Roza » Montag, 08.09.14, 22:37

Timo88 hat geschrieben:Morgen habe ich wieder einen Termin bei meiner Psychiaterin. Mal sehen was die zu meinen Plänen sagt, Paliperidon ganz abzusetzen. 8-)
Ich drück dir die Daumen!! :group: Berichte dann mal!
2004 Diagnose Morbus Basedow
2009 nach mehreren Schilddrüsen-Überfunktionen volltändige Entfernung der Schilddrüse durch 2 Radiojodtherapien. Seitdem Hormonsubstitution (aktuelle Dosis: 125 mg L-Thyroxin)

08/2011 ab hier schwere depressive Episode und AD-Einnahme (Versuche mit Mirtazap*n, Citalopr*m und Doxep*n).
07/2012 Einstellung auf 150 mg Venlafaxin retard und 150 mg Quetiapin retard.
06/2013 Erhöhung auf 225 mg Venlafaxin retard und 150 mg Quetiapin retard.

29.01.14 Beginn der Reduktion. Quetiapin von 150 auf 100 mg.
12.03.14 Venlafaxin von 225 auf 150 mg.
30.04.14 Venlafaxin von 150 auf 112,5 mg.
10.05.14 Quetiapin von 100 auf 50 mg.
18.05.14 Venlafaxin von 112,5 auf 75 mg.
24.05.14 Quetiapin abgesetzt, daraufhin massivste Absetzsymptome.
30.05.14 Ab hier 25 mg Quetiapin unretardiert.
03.07.14 Venlafaxin von 75 auf 37,5 mg.
31.07.14 Venlafaxin von 37,5 auf 12,5 mg.
26.08.14 Venlafaxin von 12,5 auf 0 mg.
23.09.14 Quetiapin von 25 auf 12,5 mg.
18.11.14 Quetiapin von 12,5 auf 6,25 mg.
05.12.14 Quetiapin von 6,25 wieder zurück auf 12,5 mg.
01.01.15 Quetiapin von 12,5 auf 6,25 mg.
12.02.15 Quetiapin von 6,25 auf 0 mg.
:)

Lisamarie
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Re: Paliperidon / Xepli*n absetzen

Beitrag von Lisamarie » Dienstag, 09.09.14, 10:04

Hallo Timo, ich finde es klasse wie du deinen Weg gehst, Ehrlich, als du hier reinkamst dachte ich puh, das wird schwer, du hast ja leider eins der problematischsten Medikamente die es gibt. Und von deiner Medikamentenliste wird mir schwindelig. Aber du gehst deinen Weg und da kannst du wirklich superstolz auf dich sein.Du hast schon mehr abgesetzt als ich jemals in meinem Leben genommen hab und das machst du wirklich klasse.Hut ab.

weiter so, wenn es einer schafft dann du lg Lisamarie
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
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fruehling
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Re: Paliperidon / Xepli*n absetzen

Beitrag von fruehling » Dienstag, 09.09.14, 22:18

Hallo Timo,
wie wars bei deinem Psychiater?
Begleitung meiner Mutter
12. 2011 Kontrastmittelinduzierte SD-Überfunktion
Symptome;innere Unruhe und Gewichtsabnahme, Hypertonie,Schlafstörungen
03.2012, Behandlung in der Psychiatrie
mit Carbimazol, Cita und Olanzapin
12.2012; SD-Blocker abgesetzt
Plötzlich paradoxe Reaktion auf Cita (Erregtheit,innere Unruhe,Getriebenheit,Angst)
02.2013 Psychiatrie
Alles abgesetzt auf 0 (durchgedreht) es wurden sämtliche Psychopharmaka an ihr ausprobiert
- Verschlimmerung der Symptome, unbeschreiblich!
05.2013
Entlassungsmedikation;Lyrika 600mg, Mirtazapin 45mg
Verschlimmerung,Persönlichkeitsveränderung
Lyrika und Mirtazapin langsam abgesetzt
Starke Besserung aber Stimmungstief
Neurologe schlägt zur Stimmungsaufhellung wieder Citalopram vor:
schlimme Unruhe, Stromschläge, Hitzeströme im Nacken, Angst, sollte Tavor (3 mal 0,5mg)nehmen und weitermachen, nach 6 W. keine Besserung (Tavor auf eigene Faust ausgeschlichen)
07.2013
Diagn.: 4,5cm großer hormonaktiver Schilddrüsenknoten
08.2013 SD-OP
09.2013; Nachuntersuchung der SD
6 Wochen später erneute OP
Medikamente weiter ausgeschlichen, Besserung
11.2013 Citalopram in 14 Tagen abgesetzt,
2 Wochen später schlimme Bewegungsunruhe,Depressionen,Angstzustände,Gewichtsabnahme,Strom,-Hitzeströme im Nacken,Hoffnungslosigkeit
Psychiatrie
fast alle Medikamente wurden wieder eindosiert;
Entlassungsmedikation:
150mg Venlafaxin 1-0-0 (75mg)
10mg Olanzapin 0-0-1 (0!!)
7,5mg Zopiclon zur Nacht (0!!)
1mg Tavor 0,5-0,25-0 (0)
Substitution Diazepam (3,75)
Mirtazapin 15mg 0-0-0-1
Olanzapin Reduktion
11.04. - 1,5
01.05. - 1
01.06. - 1
04.07. -1,25 kontinuierliche Besserung, Antrieb/Freude, aushaltbare Absetzsymptome
01.08. -0,65
13.08. -0,65 Blutdruckanstieg, zwischendurch Anspannung, Weinerlichkeit
01.09. -0,65 verbesserter Schlaf, deutlich bessere Zuckerwerte
29.09. -0,65
zeitgleich wg Unruhe, Blutdruckanstieg, kleinen Magenblutungen
Venlafaxin -12,5
12.10. -12,5
27.10. -12,5
21.11. -12,5
25.05. -12,5
25.06. -12,5
10.08. -12,5
Zopiclon
07.11. -1,9mg, dann alle 4 Wochen 0,9mg reduziert,
seit dem 16.03.auf 0
Blutdruck normalisiert, weniger Unruhe, wirkt am Morgen aber sehr sediert
Olanzapin
06.04.
ca. alle 4-6 Wochen 0,7 mg (Bewegungsunruhe momentan so gut wie weg, Cholesterinwerte top,um fast 100 gesunken)
05.06; -0,6mg und immer etwas weniger
16.06. Olanzapin ade(!!?!!)
Lorazepam
16.07; -0,1mg am Mittag
08.08; -0,15mg
05.09. Substitution Lorazepam/Diazepam
In Tropfen: 3-1-3 (3,5mg)
30.10. Erhöhung wg Entzugssymptome
4-1-3 (4,0mg)
28.11.
4-1-2 (3,5mg)
08.12
3-1-2 (3mg)
18.12
2-1-2 (2,5mg) weinerlich, unruhig, Zunahme von Blepharospasmus
?
2-1-1 (2mg)
Erhöhung
11.01.
2-1-2 (2,5mg)
25.01
Umstellung auf 2,5mg am Morgen
Seit ca. Mai 0mg Diazepam :party2:

Timo88
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Re: Paliperidon / Xepli*n absetzen

Beitrag von Timo88 » Mittwoch, 10.09.14, 18:57

Hallo meine Lieben,

ich hatte gestern meinen Termin bei meiner Psychiaterin. Lief eigentlich ganz gut. Sie unterstützt mich. Auch beim ganz Absetzen. Sie meinte, sie könne mich ja nicht zwingen Paliperidon weiter zu nehmen. Sie hat auch nicht versucht mich zu überreden es weiter zu nehmen :) Wir werden weiter langsam vorgehen.

Gestern gab‘s auch gleich die nächste Reduktion der Spritze. 25 mg. Minimal Dosis. Auf Tabletten wollte sie mich nicht umstellen da sie meinte, dass Inv*ga die Kasse nicht zahlen würde. Ist mir gleich. Hauptsache Absetzen. :D

Stimmung ist gut. Bin ganz gut gelaunt, dass ich jetzt so wenig habe.

Ganz lieben Dank an Euch und den Zuspruch sowie die Unterstützung.
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Re: Paliperidon / Xepli*n absetzen

Beitrag von Timo88 » Sonntag, 12.10.14, 20:15

Und schon sind wieder 4 Wochen seit meinem letzten Eintrag vergangen.
Davon waren 1,5 Wochen gut, in denen ich mich frei, aktiv und unbeschwert gefühlt habe. Selbst meine Interessen kamen wieder zurück. Wie vor der Medikamenteneinnahme. Führe das drauf zurück, dass ich mit inneren Bildern gearbeitet habe und mich mit Selbsthypnose in Trance versetzt habe.
Ein gutes Zeichen das es vorwärts geht.
Doch auch dieser Zustand war mal wieder nicht von Dauer. Inzwischen bin ich wieder matt und antriebslos. :(
... Die Medikamente sind wohl noch zu stark...

Am Dienstag gab es meine letzte Spritze mit Paliperidon / Xepli*n. :D
Nun dauert es noch 4 Monate bis das Zeug aus dem Körper ist und nicht mehr nachweisbar ist.

Ohne meine Fähigkeit Probleme und Missstände aussitzen zu können wäre ich warscheinlich schon verzweifelt.
Wir werden es überleben :)

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fruehling
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Re: Paliperidon / Xepli*n absetzen

Beitrag von fruehling » Sonntag, 12.10.14, 20:49

Hey Timo,
du machst das super :sports:
Lass dich nicht beirren, wenn du mal eine schlechte Phase hast. Die gehört dazu...
Begleitung meiner Mutter
12. 2011 Kontrastmittelinduzierte SD-Überfunktion
Symptome;innere Unruhe und Gewichtsabnahme, Hypertonie,Schlafstörungen
03.2012, Behandlung in der Psychiatrie
mit Carbimazol, Cita und Olanzapin
12.2012; SD-Blocker abgesetzt
Plötzlich paradoxe Reaktion auf Cita (Erregtheit,innere Unruhe,Getriebenheit,Angst)
02.2013 Psychiatrie
Alles abgesetzt auf 0 (durchgedreht) es wurden sämtliche Psychopharmaka an ihr ausprobiert
- Verschlimmerung der Symptome, unbeschreiblich!
05.2013
Entlassungsmedikation;Lyrika 600mg, Mirtazapin 45mg
Verschlimmerung,Persönlichkeitsveränderung
Lyrika und Mirtazapin langsam abgesetzt
Starke Besserung aber Stimmungstief
Neurologe schlägt zur Stimmungsaufhellung wieder Citalopram vor:
schlimme Unruhe, Stromschläge, Hitzeströme im Nacken, Angst, sollte Tavor (3 mal 0,5mg)nehmen und weitermachen, nach 6 W. keine Besserung (Tavor auf eigene Faust ausgeschlichen)
07.2013
Diagn.: 4,5cm großer hormonaktiver Schilddrüsenknoten
08.2013 SD-OP
09.2013; Nachuntersuchung der SD
6 Wochen später erneute OP
Medikamente weiter ausgeschlichen, Besserung
11.2013 Citalopram in 14 Tagen abgesetzt,
2 Wochen später schlimme Bewegungsunruhe,Depressionen,Angstzustände,Gewichtsabnahme,Strom,-Hitzeströme im Nacken,Hoffnungslosigkeit
Psychiatrie
fast alle Medikamente wurden wieder eindosiert;
Entlassungsmedikation:
150mg Venlafaxin 1-0-0 (75mg)
10mg Olanzapin 0-0-1 (0!!)
7,5mg Zopiclon zur Nacht (0!!)
1mg Tavor 0,5-0,25-0 (0)
Substitution Diazepam (3,75)
Mirtazapin 15mg 0-0-0-1
Olanzapin Reduktion
11.04. - 1,5
01.05. - 1
01.06. - 1
04.07. -1,25 kontinuierliche Besserung, Antrieb/Freude, aushaltbare Absetzsymptome
01.08. -0,65
13.08. -0,65 Blutdruckanstieg, zwischendurch Anspannung, Weinerlichkeit
01.09. -0,65 verbesserter Schlaf, deutlich bessere Zuckerwerte
29.09. -0,65
zeitgleich wg Unruhe, Blutdruckanstieg, kleinen Magenblutungen
Venlafaxin -12,5
12.10. -12,5
27.10. -12,5
21.11. -12,5
25.05. -12,5
25.06. -12,5
10.08. -12,5
Zopiclon
07.11. -1,9mg, dann alle 4 Wochen 0,9mg reduziert,
seit dem 16.03.auf 0
Blutdruck normalisiert, weniger Unruhe, wirkt am Morgen aber sehr sediert
Olanzapin
06.04.
ca. alle 4-6 Wochen 0,7 mg (Bewegungsunruhe momentan so gut wie weg, Cholesterinwerte top,um fast 100 gesunken)
05.06; -0,6mg und immer etwas weniger
16.06. Olanzapin ade(!!?!!)
Lorazepam
16.07; -0,1mg am Mittag
08.08; -0,15mg
05.09. Substitution Lorazepam/Diazepam
In Tropfen: 3-1-3 (3,5mg)
30.10. Erhöhung wg Entzugssymptome
4-1-3 (4,0mg)
28.11.
4-1-2 (3,5mg)
08.12
3-1-2 (3mg)
18.12
2-1-2 (2,5mg) weinerlich, unruhig, Zunahme von Blepharospasmus
?
2-1-1 (2mg)
Erhöhung
11.01.
2-1-2 (2,5mg)
25.01
Umstellung auf 2,5mg am Morgen
Seit ca. Mai 0mg Diazepam :party2:

Timo88
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Re: Paliperidon / Xepli*n absetzen

Beitrag von Timo88 » Samstag, 06.12.14, 21:55

Es ist so weit. Ich habe Paliperidon erfolgreich abgesetzt. :D Ich sollte eine Party geben. :o
Ich bin jetzt schon einen Monat ohne und es geht mir deutlich besser. Keine Stimmungsschwankungen mehr. Durchgeboxt sozusagen :sports:

Bin zwar immer noch nicht ganz der Alte, aber das kommt bestimmt auch noch. Leider hab ich während des Absetzens nochmal rasant zugenommen. 6-8 kg.
Aber was solls .Ich lebe definitiv so gesünder ohne dieses Hammermedikament.

Werde nochmal berichten wenn ich zu 100% wiederhergestellt bin. Ansonsten werde ich wie anfangs auch weiter still mitlesen.
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Oliver
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Lisamarie
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Re: Paliperidon / Xepli*n absetzen

Beitrag von Lisamarie » Samstag, 06.12.14, 22:08

Hallo Timo, ja du solltest wirklich eine Party für dich geben, die hast du dir wahrlich verdient. Herzlichen Glückwunsch, tolle Leistung. :party: :party: :party:
Lg Petra
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
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