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Black: Amisulprid (heil und unheil zugleich)

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Re: Black: Amisulprid (heil und unheil zugleich)

Beitrag von annemika » Sonntag, 24.06.18, 15:18

Hallo Black,
Habe deinen Thread gelesen und möchte dir meine Erfahrungen zum Prolaktin schildern. Ich selbst nehme Sulpirid, 25 mg und habe momentan wieder stärkere Entzugssymptome. Mein Prolaktinwert bewegt sich zwischen 150 und 180. Die Werte stiegen sogar je stärker ich reduzierte. Ein Prolaktinom wurde durch ein MRT ausgeschlossen. Was die Depression betrifft: stimmt, seit ich das Sulpirid nehme, bzw. Beim Reduzieren traten auch bei mir starke depressive Symptome auf. Hatte vorher nie Depressionen. Lg Annemika
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Signatur
Ende August 2012: ausgeprägte Schwäche nach Studiumsende, Hausarzt vermutet Burnout, Einnahmebeginn 100 mg Sulpirid
Anfang September 2012: symptomfrei
Weihnachten 2012: Reduktion auf 50 mg Sulpirid
Ostern 2013: 25 mg Sulpirid
Ende April 2013: Sulpirid abgesetzt, 5 Tage später erstmalig starke depressive Symptome
Anfang Mai 2013: 50 mg Sulpirid, nach zwei Stunden symptomfrei
Juli 2013: 25 mg Sulpirid, kurze Zeit später erneut depressive Symptome
Juli 2013: 75 mg Sulpirid, erst dann symptomfrei
ab Herbst 2013: erneute Reduzierung des Sulpirid
Mitte Februar 2014: 25 mg Sulpirid, kurze Zeit später starke depressive Symptome, starke Schwäche
Februar 2014: 200 mg Sulpirid, depressive Symptome weiterhin
März 2014: erstmalige Konsultierung eines Psychiaters
März 2014: 75 mg Venlafaxin, 100 mg Sulpirid, sehr schlechtes Allgemeinbefinden
April 2014: 150 mg Venlafaxin, 50 mg Sulpirid, sehr schlechtes Allgemeinbefinden, 10 Tage Krankenstand
Mail 2014: 150 mg Venlafaxin, 25 mg Sulpirid, langsame Besserung des Allgemeinbefindens
Anfang Juni 2014: 150 mg Venlafaxin, 0 mg Sulpirid
Anfang Juni 2014: erneut starke Schwäche, kann nur mehr liegen
Anfang Juni 2014: 200 mg Sulpirid, Symptome verschwinden, 150 mg Venlafaxin
Sommer 2014: Reduktion und Absetzen von Venlafaxin (auf eigene Faust)
Sommer 2015: Reduktion des Sulpirids auf 50 mg ohne Probleme, neuer Psychiater
Sommer 2016: Versuch der Reduktion des Sulpirids auf 25 mg, depressive Symptome
März 2017: Psychiater verschreibt Elontril (Bupropion) 75 mg + 50 mg Sulpirid
Juli 2017: Elontril 150 mg, Reduktion des Sulpirids auf 25 mg, nervöse Unruhe, Atembeschwerden, Schwäche, Stimmungsschwankungen, Schwindel
August 2017: Elontril 150 mg, Sulprid 25 mg, weiterhin Absetzsymtpme
14. August 2017: Elontril 150 mg, Erhöhung Sulpirid wieder auf 50 mg nach schlimmen Absetzsymptomen (große Unruhe, Verkrampfung, Atembeschwerden, Herzklopfen etc.).
16. August 2017: Weglassen von Elontril, Sulpirid 50 mg, Unruhe weicht
Ende August 2017: 50 mg Sulpirid, wieder stabil
Anfang November 2017: erneutes Reduzieren, ca. 40 mg Sulpirid (schneide mit dem Messer nach Augenmaß weg, da die Tablette sehr klein ist)
Mitte November 2017: ca. 40 mg Sulpirid, leichte Absetzsymptome (Nervosiät, Stimmungsschwankungen)
Mitte Dezember 2017: ca. 35 mg Sulpirid, einigermaßen stabil,
Weihnachten 2017: ca. 30 mg Sulpirid, stärkere Absetzsymptome (wie oben)
Weihnachten 2017: wieder aufdosiert auf ca. 35 mg Sulpirid,
Ende Jänner 2018: ca. 35 mg Sulpirid, immer wieder Absetzsymptome (Herzprobleme, Schwindel, depressive Verstimmungen, Schwäche, Unruhe, starke Migräne), dazwischen auch gute Tage
Mitte Februar 2018: 25 mg Sulpirid, eine Woche starke Absetzsymptome (Schwäche in den Beinen, Kopfdruck, Niedergeschlagenheit, schlechter Schlaf, sehr starke Migräne), ein paar gute Tage anschließend
7.03.2018 Beginn mit MIgräneprophylaxe: Valproinsäure (Antiepilepikum) 300 mg, 25 mg Sulpirid
15.03.2018 Valproinsäure (Antiepileptikum) 450 mg; Sulpirid 25 mg, anfänglich weniger Migräne
15.06.2018 Valproinsäure 150 mg; Sulpirid 25 mg, große innere Unruhe durch Reduzieren von Valproinsäure, gelegentlich Benzos
25.06.2018 Valproisäure abgesetzt, weiterhin 25mg Sulpirid, trinke Passionsblumentee 22.07.2018 22.5 mg Sulpirid mit der Wasserlösmethode, Metaprolol 25mg (Betablocker) gegen Migräne und Herzbeschwerden

Black
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Re: Black: Amisulprid (heil und unheil zugleich)

Beitrag von Black » Sonntag, 24.06.18, 17:25

Hallo annemika :)

Ich kam mir schon blöd vor, weil ich dachte dass ich alleine da stehe mit dem Prolaktin Problem.

Bin gerade mal 25 morgens und 25 abends runter und es schlägt schon auf die Nerven. Hatte 2 Wochen Kopfschmerzen und zum teil Ängste, flashbacks.
Jetzt geht's wieder.

Ich habe auch bei 3 Ärzten Rat geholt, einschließlich hier im Forum. Prolaktin - Hemmer sind nicht von Vorteil weil sie Halluzinationen usw hervorrufen können.

Mein Arzt meinte:"... gegen ihren Prolaktin wert kann man nichts tun, weil es die eigentliche Wirkung vom Amisulprid beeinträchtigt."
Ich habe aber trotzdem nicht aufgegeben und mir ein natürliches Mittel dagegen besorgt. Zinkorat habe ich 5 Tage genommen, bevor ich bei mir feststellen musste, das ich langsam aber sicher instabil wurde.
Musste es abbrechen.

Ich drücke dir und allen die am absetzen sind die Daumen!

Liebe Grüße Andi
Pyschose mit 18 Jahren
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Seit 2010 erfolgreich auf Amisulprid umgestellt
2015 Prolaktin Werte zu hoch, immernoch unbehandelt

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Seit 2011 Amisulprid 2x 450 = 900 mg täglich
23 Mai 100 mg Amisulprid abgesetzt
3 Jahre Abilify 5 mg - Seit dem 23. Mai 2018 abgesetzt

Seit Juni ?? zurück zur 900mg Amisulprid und 5mg Abilify
Pantoprazol 40 mg
Lorazepam 4 x 0,5
Seroquel 75 mg zum schlafen

Ungefähr seit Anfang Juni 25 mg morgens und abends 25 mg weniger Solian. Wochenlang Kopfschmerzen.
Akineton eingenommen seit Anfang Juni.

Probleme mit Alkohol seit Februar 2018

Black
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Re: Black: Amisulprid (heil und unheil zugleich)

Beitrag von Black » Samstag, 30.06.18, 20:44

Hallo zusammen :)

Um ehrlich zu sein bin ich 50 von 900 mg Amisulprid runter seit 4 Wochen. Die Depris waren einfach nicht mehr auszuhalten. Ich hatte 3 Wochen Kopfschmerzen nach der Reduzierung. Ich merke jetzt das ich etwas mehr wahrnehme. Die Ängste waren anfangs mehr oder weniger heftig. Habe zusätzlich meine Ernährung umgestellt. Jetzt gibt's nur noch Salate und Proteine. 1x die Woche gibt's ne 40cm Pizza :D die schaffe ich natürlich nicht aufeinmal. Kein Schokolade, keine Brownies <3 und sonst auch kaum Zucker.
Merke derweil das es mir gut bekommt.
Ich würde gerne diese (von Ärzten) angepriesene Sauerkraut Diät machen. Soll angeblich super entgiften und den Körper in Schwung bringen. Naja mal sehen.

Gleichzeitig habe ich mit Akineton (Biperiden) angefangen. Das gibt mir etwas mehr Power und lässt mich nicht so steif dastehen.

Ansonsten war dies mein Lagebericht und ich wünsche euch einen schönen Abend :)

Grüße Andi
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Re: Black: Amisulprid (heil und unheil zugleich)

Beitrag von padma » Montag, 02.07.18, 18:43

hallo Black, :)

deine Signatur ist etwas unübersichtlich. Könntest du bitte noch reinschreiben, wann im Juni du wieder auf 900 mg Amisulprid bist? Und besser auch nicht "alte Dosis" sondern die konkrete Dosisangabe. Und auch die letzt Reduktion plus Datum.
Ich würde gerne diese (von Ärzten) angepriesene Sauerkraut Diät machen. Soll angeblich super entgiften und den Körper in Schwung bringen. Naja mal sehen.
Entgiftung während des Entzuges ist nicht so gut, da sie den Körper zunächst belastet. Sauerkraut kann deine Verdauung sehr in Schwung bringen :wink: , und dann ist möglicherweise nicht mehr gewährleistet, ob du auch den gesamten Wirkstoff aufnimmst.
Gleichzeitig habe ich mit Akineton (Biperiden) angefangen. Das gibt mir etwas mehr Power und lässt mich nicht so steif dastehen.
Die Steifheit ist eine NW der NL. Akineton ist auch nicht so klasse und keine längerfristige Lösung. Ich denke, es ist wirklich wichtig, dass du schrittweise, langsam! die NL reduzierst

liebe Grüsse,
padma
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Re: Black: Amisulprid (heil und unheil zugleich)

Beitrag von Black » Sonntag, 15.07.18, 0:18

padma hat geschrieben:
Montag, 02.07.18, 18:43
hallo Black, :)

deine Signatur ist etwas unübersichtlich. Könntest du bitte noch reinschreiben, wann im Juni du wieder auf 900 mg Amisulprid bist? Und besser auch nicht "alte Dosis" sondern die konkrete Dosisangabe. Und auch die letzt Reduktion plus Datum.

Hallo padma
Habe ich so gut ich konnte. :)
padma hat geschrieben:
Montag, 02.07.18, 18:43
Entgiftung während des Entzuges ist nicht so gut, da sie den Körper zunächst belastet. Sauerkraut kann deine Verdauung sehr in Schwung bringen :wink: , und dann ist möglicherweise nicht mehr gewährleistet, ob du auch den gesamten Wirkstoff aufnimmst.

Ja da ist was wahres dran.
padma hat geschrieben:
Montag, 02.07.18, 18:43
Die Steifheit ist eine NW der NL. Akineton ist auch nicht so klasse und keine längerfristige Lösung. Ich denke, es ist wirklich wichtig, dass du schrittweise, langsam! die NL reduzierst
Das Akineton ist nicht für dauer gedacht. Ich werde es in 3 bis 4 Monaten absetzen.

Ich bin jetzt das zweite mal am Alk Entzug dran.
Bin bei Tag #3. Ich nutze wie bei Suchtkliniken üblich Tavor. Natürlich weiß ich auch, das man mit dem Feuer spielt, aber nach 5 Tagen setze ich es langsam wieder auf meine ursprüngliche Dosis.

Silvester hatte ich getrunken und dabei Musik gehört und war wie so oft mein eigener Gast. Trank ein paar Bier und fühlte mich irgendwie in die Kindheit zurückversetzt.

Dann im neuen Jahr 2018 wollte ich dieses Gefühl und diesen Moment wieder erreichen. Ende Februar legte ich dann richtig los. 3,5,7 und 10 Dosen habe ich getrunken als wäre es nicht's. Habe es täglich mit den Medikamenten gemischt, was außerordentlich dumm sowie gefährlich ist. Dann merke ich seit den letzten 3 Monaten wie meine Arme einschlafen und die Beine fühlten sich an wie verprügelt. Es kam raus das ich zu wenig D3 , Magnesium und B12 hatte.
Der Magenschoner tut schon wenig Vitamine durchlassen und dann noch der Alk :frust:

Jetzt nehme ich seit einer Weile D3 Wochendepot, Magnesium und B12. Es geht so langsam wieder besser.

Nach dem Alk Entzug muss ich standhalten und nicht schon wieder zum Getränkemarkt gehen. :)

Liebe Grüße Andi
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Re: Black: Amisulprid (heil und unheil zugleich)

Beitrag von Black » Sonntag, 15.07.18, 22:53

Hallo zusammen.
Das ganze Tavor was ich zurzeit wegen dem Alk-Entzug nehme macht mich unendlich depressiv.
Normalerweise nehme ich 2 mg am Tag verteilt und jetzt sind es 4mg. Ich muss es noch morgen nehmen und danach wieder auf 2 mg herunter setzen. Das ist meist nicht so schwierig, weil ich es erst 5 Tage in höheren Dosen genommen habe.

Ich hoffe nur das sich diese elende Depression wieder legt.

Grüße Andi
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Re: Black: Amisulprid (heil und unheil zugleich)

Beitrag von padma » Montag, 16.07.18, 13:25

hallo Andi, :)

gut, dass du deinen Alkoholkonsum wieder stoppst :D . Eine Alkoholabhängigkeit zusätzlich zu deinen Medikamenten wäre wirklich fatal.
Wäre vielleicht die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe für dich hilfreich, damit du abstinent bleibst?

4 mg Tavor ist natürlich auch eine Hausnummer. :shock:
Ich drücke dir die Daumen, dass du ohne Entzugsprobleme wieder auf die 2 mg kannst

Nochmal zu deiner Signatur, Vorschlag:
seit Anfang Juni 2018: Amisulprid 2 x tgl je 425 mg; weiterhin Abilify 5 mg, Lorazepam 4 x tgl 0,5 mg,
Akineton ... mg
von .... bis Lorazepam 4 mg tgl. wegen Alkoholentzug, dann wieder 2 mg tgl.

liebe Grüsse,
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Re: Black: Amisulprid (heil und unheil zugleich)

Beitrag von Black » Dienstag, 17.07.18, 23:53

Hallo padma

Ich bin zurzeit etwas überfordert mit meiner Signatur aber das werde ich die Tage in Ordnung bringen.

Heute war Tag 6 der Alkohol Abstinenz und somit wollte ich wohl zu schnell vom Tavor runter.

Das ging bis 15Uhr noch gut, doch dann hat es mich von Minute zu Minute zermürbt. Ich wurde richtig müde und hatte seelische "schmerzen" . Migräne hat auch nicht lange auf sich warten lassen und meine Ohren pfiffen Alarm Signale (tinitus). Trotzdem habe ich bis 18Uhr gewartet weil ich stur bin :D
Dann direkt 1mg Tavor und nach 15 Minuten wurde es besser.
Mein Fehler war, es nicht langsam abgesetzt zu haben.
Tavor ist der letze Dreck wenn man es auf Dauer nimmt. :evil:

Morgen gehe ich die Sache schlauer an!

Gruß Andi
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Re: Black: Amisulprid (heil und unheil zugleich)

Beitrag von padma » Mittwoch, 18.07.18, 17:07

hallo Andi, :)

ich denke auch schrittweise zu reduzieren wäre besser.
Wenn du mit 3 mg klar kommst ist das schon mal gut. Dann vielleicht nach 2 Tagen auf 2,5 mg und dann auf 2 mg.

Werden evtl. etwas unschöne Tage, aber ich würde es versuchen, bevor du dich an die höhere Dosis wirklich gewöhnst.

liebe Grüsse,
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Re: Black: Amisulprid (heil und unheil zugleich)

Beitrag von Black » Donnerstag, 19.07.18, 22:56

Hi padma :)

Ich bin erstmal froh das ich hier Ansprechpartner wie dich habe. :)

Ich denke der Alk Entzug war zuviel für mich, weswegen ich es nicht hinbekomme weiter vom Tavor runter zu gehen. Ich bin gerade bei 3mg (vorher 4mg)
Ich bin so gestresst davon das ich am liebsten 2 Monate gar nichts mehr ändern will.
Heute habe ich meine Pyschiaterin angerufen, konnte leider nur die Arzthelferin erreichen. Sie hat mir etwas die Devisen gelesen und gemeint ich solle Montag nochmal anrufen und mit der Ärztin alles klar stellen.


Mein alter Arzt war cool und flexibel, der ist schon seit Jahren in Rente. Die neue Ärztin reagiert allergisch darauf wenn der Patient (ohne Absprache) etwas ändert an der Medikation. Klar verstehe ich das schon, aber ich fühle mich bei solch Situationen, wie mit der Kneifzange bearbeitet. :D

Ich musste einen Alleingang machen, die Gefahr war zu groß in die Suchtklinik eingewiesen zu werden.
Wenn ich das nicht ernst meinen würde, hätte ich schon längst wieder angefangen zu trinken. Bin seit einer Woche Abstinent.

Mein Plan ist das Tavor nächste Woche zu bekommen und der Ärztin versichern das ich es nicht weiter hochdosieren werde und am Abbau arbeite.
Danach erstmal langsam und mit bedacht.

Wenn ich spüre das ich wieder was kann, besorge ich mir die Feinwaage und dosiere erstmal das Tavor runter.

Bald steht der Umzug in eine neue Wohnung an und das wird schon viel Zeit und Kraft kosten. Sei's drum wenn ich dann endlich eine eigene Wohnung habe. :party2:


Liebe Grüße Andi
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Re: Black: Amisulprid (heil und unheil zugleich)

Beitrag von dragon4277 » Montag, 23.07.18, 3:29

Hallo lieber andi,

Zunächst einmal es ist sehr schwierig sich von den Medikamenten zu trennen.

Die Medikamente verlieren über die Jahre ihre Wirkung und man muss dann immer wieder die Dosierung erhöhen um dann eine Wirkung zu erreichen. Leider hast du eine ganze Menge angesammelt bis jetzt.

Dein Alkohol problem ist halt jetzt der nächste Schritt, dieser erhöhung um ein gesamtbild zusammenzufassen.

Manche Menschen erleben keinen Absetzsymptomtik. Manche rleben heftigen entzug.

Wichtig ist das du dir ersatz therapie für deinen entzug besorgst.

Beim reduzieren von Amisulprid haben mir geholfen.

Lavendelöl (Lassea) gegen Angst

Baldrian tabletten gegen agitiertheit (unruhe)

Antihistaminika gegen erkältungssymptomatik

ASS gegen Fieber und Schmerzen

Omega 3 weil die neuronen neu formiert werden und man mehr hirnfutter braucht. Hilft gegen die benommenheit

Vitamine hilft gegen die Erschöpfung

Magnesium hilft gegen Muskelschmerzen.

Dir sollte allerdingsbewust sein das all diese Mittel auch abhängig machen. Da du schon in Sucht gefahr bist. Solltest du sehr vorsichtig mit all diesen mitteln umgehen. Länger als 4 Wochen solltest du diese mittel nicht anwenden.

Der typische Verlauf bei Entzug ist das man in den ersten drei Wochen nichts spürt. Nach der dritten Woche gehts dann los. Das steigert sich dann bis ins unerträgliche in 2 Wochen danach flaut es über die nächsten 6 wochen langsam ab. Insgesamt dauert ein entzug also mindestens drei Monate.

Viel einfacher ist es wenn man eine reduktion vornimmt wo man am Körper und geist gar nichts merkt.

Manchmal findet man diese dosierung nicht. Oder man ist zu ungeduldig oder man muss schnell runter kommen weil die nebenwirkungen unerträglich werden..

Auf jeden Fall wünsche ich dir viel erfolg bei deiner schweren aufgabe.

LG dragon
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Black
2003 Diagnose reine Paranoia
- Zyprexa 5-10mg
J01/2005 Zyprexa abgesetzt auf anraten des Docs ohne auschleichen rückfall+ verschlimmerung ->
03/2005 Diagnose Schizophrenie
-Zyprexa 5mg
2009 Zyprexa 5mg abgesetzt neu Risperdal 2mg ->(schwere Depressionen)
03/2011 Risperdal abgesetzt 15mg abilify -> Entzug
04/2011 wieder Risperdal 2mg
03/2012 Risperdal 2mg Seroquel Prolong 600mg (noch schwerere Depression gewichtzunahme)
09/2012 kalter Entzug von Risperdal und Seroquel Prolong (hat 3 Monate gedauert) mit unterstützung von Amisulprid 200mg
10/2013 Amisulprid 300mg
10/2014 amisulprid 200mg
11/2015 amisulprid 150mg
06/2016 Pantoprazol von 40mg auf 20mg
04/2017 Pantoprazol 0mg
04/2017 amisulprid 200mg um Absetztpsychose bei Pantoprazol absetzung zu verhindern bald wieder auf 150mg
04/2018 nach langem hin und her und mehrfachen entzugserscheinungen
Pantoprazol 40mg und Amisulprid 150mg (muss mich sehr lange von dieser odyssee erholen)

Flummi
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Re: Black: Amisulprid (heil und unheil zugleich)

Beitrag von Flummi » Donnerstag, 02.08.18, 13:35

Hallo Andi,

wenn Du das Gefühl hast, es ist das Prolaktin, dann kann da was dran sein. Dennoch habe ich eine andere Erfahrung gemacht und wollte sie nicht vorenthalten. Bei Amisulprid hatte ich hohe Prolaktinwerte und keine Depression. Abilify senkt manchmal die Prolaktinwerte, hat mir aber öfters Depressionen gegeben.

Viele Grüße,
Claudia
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Black
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Re: Black: Amisulprid (heil und unheil zugleich)

Beitrag von Black » Montag, 06.08.18, 23:12

Hallo miteinander :)

Heute war ein sch... :censored: Tag.
Ich bin mittlerweile von 4 auf 2,5 mg Tavor runter.
Musste heute einkaufen und war viel angespannter als sonst. Als ich wieder daheim war, hatte ich seltsame Gefühle. Angst als würde gleich eine Bombe explodieren.
Traurig darüber, dass das Haustier meines besten Freundes, am Wochende gestorben ist und er natürlich völlig depri war, weil er auch alleine lebt. Heute wurde dann der Kater einer guten Freundin eingeschläfert, nach wochenlangem Kampf. Sie hat mir ständig bilder von ihm geschickt, selbst nach dem er schon Tod war. Das hat mich alles ziemlich fertig gemacht. :cry:
Trotz allem lasse ich meine Freunde nicht im Stich und versuche ihnen Kraft zu geben.

Als ich Abends und Nachts jeweils 1mg Tavor genommen habe, konnte ich besser schlafen und war locker drauf.
Letzte Woche , wo es mal wieder über 30Grad hatte, nahm ich die Abend Tavor und nach 60Minuten war mein Puls sehr niedrig und ich fiel kurz in Ohnmacht. Da war mir klar, das es nicht mehr so weiter gehen kann.

Die Wetterlage erschwert zusätzlich den Entzug, ohne Frage. Letztes Jahr als ich runterdosiert hatte, war ich viel hartnäckiger. Jetzt kommt öfters der Punkt wo ich mir sage, ach komm schon nimm die sch... Tavor und gut ist :frust:

Morgen werden es über 35 Grad und in einer Dachwohnung wie meiner, steigt es nochmal um mehrere Grad an. Ich hoffe standhaft zu bleiben und nicht Mehr zu nehmen.


Danke euch beiden @Flummi & @dragon :)
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Risperdal, Zyprexa, Zopiclon

Seit 2010 erfolgreich auf Amisulprid umgestellt
2015 Prolaktin Werte zu hoch, immernoch unbehandelt

Medikamenten-Plan:
Seit 2011 Amisulprid 2x 450 = 900 mg täglich
23 Mai 100 mg Amisulprid abgesetzt
3 Jahre Abilify 5 mg - Seit dem 23. Mai 2018 abgesetzt

Seit Juni ?? zurück zur 900mg Amisulprid und 5mg Abilify
Pantoprazol 40 mg
Lorazepam 4 x 0,5
Seroquel 75 mg zum schlafen

Ungefähr seit Anfang Juni 25 mg morgens und abends 25 mg weniger Solian. Wochenlang Kopfschmerzen.
Akineton eingenommen seit Anfang Juni.

Probleme mit Alkohol seit Februar 2018

padma
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Re: Black: Amisulprid (heil und unheil zugleich)

Beitrag von padma » Mittwoch, 08.08.18, 21:58

hallo Andi, :)

mich nimmt es auch immer sehr mit, wenn ein Haustier von jemanden stirbt. Ich finde es schön, dass du deinen Freunden in dieser schweren Stuation beistehst.

Gut, dass du es runter auf 2,5 mg Tavor geschafft hast. Bleib dran, du kannst das schaffen, auch wenn es nicht leicht ist.

liebe Grüsse,
padma
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LinLinaUlulu 69Black
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

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