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Re: Neurokognition und Neuroleptika (Paliperidon)

Beitrag von robotnik » Donnerstag, 07.06.18, 17:36

Besten Dank Arian für deine Hilfe!

Leider ist Risperidon keine Alternative, da dies bei mir zu hohe Prolaktin-Werte produziert hat. Habe es zu Beginn in der Akutphase ein paar Wochen erhalten, bis die Blutwerte bekannt wurden. Dann wurde ich auf Paliperidon umgestellt.

Vermutlich werde ich auf Null gehen müssen, weis nicht wieviel Sinn es noch ergibt, das Präparat bei dieser Dosis zu wechseln. Auch vertrage ich es ganz gut.

Beste Grüße
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März 2017: begonnen mit 4 mg Risperidon
April 2017: Wechsel des Antipsychotikums von Risperidon zu 12 mg Paliperidon: wegen erhöhter Prolaktinwerte
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Juni 2017: Erhöhung Sertralin auf 150-200 mg - keine Wirkung(niedirger Medikamentenspiegel)
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Re: Minussymptomatik oder Nebenwirkungen der Neuroleptika (Paliperidon)

Beitrag von Arianrhod » Freitag, 08.06.18, 17:03

Hallo Robotnik,

ich habe jetzt folgende Information gefunden. Paliperidon gibt es auch 1,5 mg.
https://medikamio.com/de-de/medikamente ... letten/pil

das heisst, du brauchst nicht alternierend absetzen, sondern kannst erstmal den nächsten Schritt tun.
(ich wusste nicht, dass diese Dosierung existiert, vielleicht wird sie auch gar nicht vertrieben, da müsste ein Apotheker /eine Apothekerin drauf schauen).

liebe Grüße Arian
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Re: Neurokognition und Neuroleptika (Paliperidon)

Beitrag von robotnik » Freitag, 08.06.18, 21:15

Hallo Arian,

leider gibt es nur 3,6 und 9 mg laut Auskunft des Herstellers. Habe vor ein paar Monaten angefragt. Die 1,5 mg sind vom Markt genommen bzw. werden nicht mehr vertrieben.

Trotzdem danke für deinen Input!

Vermutlich werde ich direkt auf 0 gehen. Werde noch abwarten was der Facharzt sagt.

Beste Grüße
robotnik
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Re: Minussymptomatik oder Nebenwirkungen der Neuroleptika (Paliperidon)

Beitrag von padma » Samstag, 09.06.18, 11:04

hallo Robotnik, :)

Paliperidon hat eine Halbwertszeit von 23 Stunden. Wenn ein Teilen nicht möglich ist, wäre eine zweitägige Einnahme vielleicht eine Option.

Es ist nicht optimal wegen der Spiegelschwankungen, möglicherweise würdest du damit zurecht kommen.

Von 3 mg direkt auf 0 ist eben auch riskant. Du hast quasi nur die Wahl zwischen Pest und Cholera.

Vielleicht käme es auf einen Versuch an. Wirklich einen Rat geben, kann ich leider nicht.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Neurokognition und Neuroleptika (Paliperidon)

Beitrag von Arianrhod » Samstag, 09.06.18, 17:47

Hallo Robotnik,
robotnik hat geschrieben:
Freitag, 08.06.18, 21:15
Hallo Arian,

leider gibt es nur 3,6 und 9 mg laut Auskunft des Herstellers. Habe vor ein paar Monaten angefragt. Die 1,5 mg sind vom Markt genommen bzw. werden nicht mehr vertrieben.
Das tut mir Leid - was für eine :frust: :evil:

In folgenden Ländern ist die 1.5 mg noch erhältlich: Groß Britannien, (ich habe nochmals ins spanische Medikamentenverzeichnis geschaut, die haben da eine recht gute Seite, die so ziemlich alle Dosierungen weltweit angibt https://www.vademecum.es/equivalencia-l ... 5ax13-gb_1)

liebe Grüße Arianrhod
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Re: Neurokognition und Neuroleptika (Paliperidon)

Beitrag von robotnik » Dienstag, 12.06.18, 19:02

Danke padma und arian für eure Beiträge,

laut Auskunft des Herstellers gibt es weltweit 1,5 mg nicht mehr. Leider.

Werde abwarten was der Arzt sagt und möglicherweise trotzdem das Risiko wagen, direkt auf Null zu gehen. Denke es macht keinen Sinn das Präparat nun zu wechseln?! Ich weis es auch nicht.

Beste Grüße
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Re: Minussymptomatik oder Nebenwirkungen der Neuroleptika (Paliperidon)

Beitrag von padma » Mittwoch, 13.06.18, 13:56

hallo Robotnik, :)

ich würde wohl auch riskieren dann eben direkt auf 0 zu gehen.
Wie lange bist du auf 3 mg?
Bitte erstelle noch eine Signatur, zumindest mit deinen Reduktionsschritten.


liebe Grüsse,
padma
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Re: Minussymptomatik oder Nebenwirkungen der Neuroleptika (Paliperidon)

Beitrag von robotnik » Mittwoch, 13.06.18, 21:24

hallo padma,

bin seit 2-3 Monaten auf 3 mg. Habe leider keine Funktion gefunden für die Signaturerstellung.

Letztes Monat habe ich von 30 auf 15 mg Mirtazapin reduziert und letzte Woche von 100 auf 50 mg Sertralin.
Habe vor, diese zwei Medikamente auszuschleichen, da ich seit längerer Zeit frei von depressiven Symptomen bin.

Weist du wo man sich noch Information einholen kann, bezüglich des Absetzens? Ich weis nicht wie riskant es ist das Invega direkt auf Null zu reduzieren. (Mein Arzt ist auch ekein Experte was das Absetzen betrifft. Insbesondere kennt er das Präparat Invega nur ganz wenig bis gar nicht)

Beste Grüße
robotnik
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Re: Minussymptomatik oder Nebenwirkungen der Neuroleptika (Paliperidon)

Beitrag von Arianrhod » Donnerstag, 14.06.18, 16:00

Hallo Robotnik
robotnik hat geschrieben:
Mittwoch, 13.06.18, 21:24
Habe leider keine Funktion gefunden für die Signaturerstellung.
guckst du hier:
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 35#p245590

liebe Grüße Arian
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Re: Minussymptomatik oder Nebenwirkungen der Neuroleptika (Paliperidon)

Beitrag von padma » Donnerstag, 14.06.18, 19:17

hallo Robotnik, :)

danke für die Signatur. :D
Letztes Monat habe ich von 30 auf 15 mg Mirtazapin reduziert und letzte Woche von 100 auf 50 mg Sertralin.
Du gehst sehr schnell vor. Ich würde wirklich langsamer reduzieren.Undere Emfehlung ist ja 10 % der letzten Dosis alle 4 - 6 Wochen. Nach diesen beiden grossen Reduktionen, würde ich jetzt 2 Monate nichts weiter reduzieren.
Weist du wo man sich noch Information einholen kann, bezüglich des Absetzens? Ich weis nicht wie riskant es ist das Invega direkt auf Null zu reduzieren.
Du kannst natürlich beim Hersteller nachfragen, allerdings glaube ich kaum, dass du eine hilfreiche Antwort bekommen würdest. Probieren würde ich es trotzdem.

Wie riskant es bei dir ist, kann vermutlich niemand sagen. Es gibt ja nur die 2 Möglichkeiten, es direkt wegzulassen, oder es nur jeden zweiten Tag einzunehmen und dann wegzulassen (jeden dritten, vierten etc. würde ich nicht machen, da dass das ZNS doch sehr reizen würde)

Wir haben hier, soviel ich weiss, keine Erfahrungen dazu.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Minussymptomatik oder Nebenwirkungen der Neuroleptika (Paliperidon)

Beitrag von robotnik » Samstag, 23.06.18, 19:09

Hallo,

danke für deinen Beitrag padma. Da hast du wohl recht: Ich reduziere relativ schnell, doch habe ich bisher keine Probleme damit gehabt.

Weis hier jemanad wie es mit der antipsychotischen Wirkung aussieht: Habe vor kurzem einen Bluttest machen lassen wo folgendes ersichtlich ist:

Paliperidon-Spiegel: 10,5 ng/ ml Referenzbereich liegt zwischen 20 und 60 ng/ml

Da ich außerhalb des Referenzbereichs liege, würde mich interessieren wie hoch die Rezeptorblockade ist. Kennt wer eine Umrechnung dazu? Oder kann man was bzgl. antipsychotischer Wirkung sagen anhand des Blutspiegels?

Besten Dank
Viele Grüße
robotnik
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Re: Robotnik: Kognition und Neuroleptika(Paliperidon)

Beitrag von robotnik » Sonntag, 16.09.18, 15:04

Hallo liebe Forum-Mitglieder,

schon eine Zeit her, das ich mir gemeldet habe. Zurzeit fühle ich mich sehr ausgeglichen mit den 3 mg Paliperidon. Doch möchte ich gerne absetzen oder das Präparat wechseln, vor allem deshalb weil beim Studium kaum was weiter geht.

Es gibt viele Studien die aufzeigen, dass Neuroleptika die Kognition eher verbessern. Wenig findet man wenns um die Nachteile der Wirkungsweise dieser Medikamente geht.
Mein Problem ist, dass ich einfach nichts mehr denke. Mich interessieren keine Zusammenhänge mehr. Das Leben ist sehr monoton geworden, aber ausgeglichen. Das muss ich schon sagen.

Kennt wer das Gefühl eingeschränkt im Denken zu sein? Oder gibt es jemanden der ein bestimmtes Atypikum empfehlen kann, wo er/sie die Erfahrung gemacht hat, dass Kognition, insbesondere die Denkleistung, nicht eingeschränkt ist?

Besten Dank für jeden Tipp und jede Anmerkung

Grüße
robotnik
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Re: Robotnik: Minussymptomatik oder Nebenwirkungen der Neuroleptika (Paliperidon)

Beitrag von wiesengelb » Montag, 17.09.18, 7:01

Lieber robotnik
Von Aripripazol sagt man, es verbessere die Kognition signifikant.
Bei meinem Sohn war es aber eher umgekehrt. Es hat ihn müde und desinteressiert gemacht.
Mit Paliperidon (Tabletten) wurde es besser.
Warum die Medikamente bei jedem so anders wirken ist mit ein Rätsel.
Aber würdest du auf deinem Endspurt tatsächlich noch umsteigen wollen?

Liebe Grüsse
Wiesengelb
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November 17 akute Psychose vorwiegend wahnhaft ohne Schizophrenie (vermutlich durch Cannabis)
1.12.17 bis 23.3.18 Klinik. 2 Wochen akut, dann Reha

Medikamente
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6.1.18 bis 31.1.18 20mg Olanzapin
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13.2.18 bis 19.2.18 10mg Olanzapin
20.2.18 bis 26.2.18 7,5mg Olanzapin

Keine Absezsymptome, Besserung der allgemeinen Befindlichkeit unter der Reduzierung
26.2.18 bis 23.3.18 wird Olanzpin ausgeschlichen und Aripiprazol eingeschlichen

23.3.18 bis 29.5.18 10mg Aripiprazol. Grosse Müdigkeit, deshalb ab
30.5.18 7,5mg Aripiprazol
Aripripazol wird ausgeschlichen

ab 5.6.18 6mg Paliperidon
ab 7.8.18 3mg Paliperidon

Aktuelle Medikation: 3mg Paliperidon

Katja
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Re: Robotnik: Kognition und Neuroleptika(Paliperidon)

Beitrag von Katja » Montag, 17.09.18, 20:45

robotnik hat geschrieben:
Sonntag, 16.09.18, 15:04
Mein Problem ist, dass ich einfach nichts mehr denke. Mich interessieren keine Zusammenhänge mehr. Das Leben ist sehr monoton geworden, aber ausgeglichen. Das muss ich schon sagen.

Kennt wer das Gefühl eingeschränkt im Denken zu sein? Oder gibt es jemanden der ein bestimmtes Atypikum empfehlen kann, wo er/sie die Erfahrung gemacht hat, dass Kognition, insbesondere die Denkleistung, nicht eingeschränkt ist?
Hallo Robotnik,

ja, ich habe mich auch sehr eingeschränkt im Denken gefühlt mit meinen Psychopharmaka Amisulprid, Olanzapin und Sertralin. Wobei ich denke, dass es hauptsächlich Negativsymptomatik aufgrund meiner akuten Psychose war und nun mit der Zeit besser geworden ist. Wie durch ein Wunder habe ich ja trotzdem meine Promotion geschafft. Am stärksten fällt mir aber der Unterschied bei der Spracharmut auf: Da fühle ich mich in Gesprächen besonders leer und ideenlos. Die Spracharmut ist nun aber so gut wie weg. Ich habe Amisulprid und Sertralin abgesetzt, nehme noch eine relativ geringe Dosis von 2,5mg Olanzapin.

Wenn man sich nicht zu gefährdet für eine neue Psychose fühlt, würde ich sagen, auf jeden Fall langsam Schritt für Schritt alles reduzieren.

Viele Grüße
Katja
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Re: Robotnik: Kognition und Neuroleptika(Paliperidon)

Beitrag von robotnik » Dienstag, 18.09.18, 15:21

Danke für eure Beiträge Wiesengelb und Katja!

Mein Plan ist es schon, das Neuroleptikum abzusetzen, dies wäre der nächste Schritt, da keine niedrigere Dosis als 3 mg am Markt existiert. Habe Ende Oktober einen Termin bei meinem "neuen" Facharzt. Der letzte meinte, ich solle bis März/April 2019 den "Rückfallschutz" einnehmen. (das wären dann in Summe 2 Jahre Neuroleptikaeinnahme)

Mir wäre es schon lieber, einen Arzt als Begleiter und Unterstützer zu haben. Gegen ärztlichen Rat abzusetzen birgt doch eine zusätzliche Unsicherheit in sich. Doch sehe ich auch keinen Nutzen dahinter anstatt 1,5 Jahre, 2 Jahre das Neuroleptikum einzunehmen.

Warum ich hier Frage ob es ein Atypikum gibt stelle, welches die Kognition nicht verschlechtert, ist aus konservativen Gründen. Möglicherweise werde ich angewiesen sein, Neuroleptika einzunehmen. Doch ist die Hoffnung groß, dass ich ohne dieses hochpotente Zeug auskomme.

Wie gesagt, mein größter Wunsch ist es zur alten Leistungsfähigkeit zurückzukehren. Würde gerne was Interessantes in Zukunft machen. Was mir zur Zeit, mit der jetzigen Medikation, unmöglich erscheint.

Vermutlich ist es auch sehr naiv formuliert zu Fragen welches Neuroleptikum der Kognition, insbesondere der Denkleistung, nicht schadet. Wie wiesengelb sagt, jedes Präparat wirkt vermutlich bei jedem unterschiedlich.

Mein jetziger Facharzt, den ich nächstes Monat wechsle meinte, bei dieser geringen Dosis sei eine Einschränkung der Kognition auszuschließen. Ich habe aber die Hoffnung, dass das vernetzte Denken wieder zurückkehrt und die jetzige Situation neuroleptikainduziert ist. "Hope will never die" :)

Schön dass du deine Promotion geschafft hast, Katja. Gratulation dazu!! Was ich mich erninnern kann war es in einem naturwissenschaftlichen Bereich, oder? Ich habe auch mal den Wunsch gehabt den PhD in VWL zu machen, doch ist es aus jetziger Sicht sogar ziemlich schwer bis unrealistisch den Master abzuschließen.

Wiesengelb, was hat der Facharzt zum Absetzen von Invega gesagt? Du hast ja gemeint, was ich mich erinnern kann, das er vorgeschlagen hat, zuerst jeden 2. Tag die Medikation einzunehmen und erst danach abzusetzen? Laut deiner Signatur nimmt dein Sohn auch noch ein zweites Neuroleptikum?

Liebe Grüße
robotnik
März 2017 erste Psychose mit Wahn und starker Ich-Bezogenheit- ca. 2 Wochen stationärer Aufenthalt in der Psychiatrie
April 2017 Tagesklinik
Mai 2017 zweiter stationärer Aufenthalt in der Psychiatrie: schwere postpsychotische Depression
Juni-Sept 2017 teilstationärer Aufenthalt Psychiatrie

Medikation:
März 2017: begonnen mit 4 mg Risperidon
April 2017: Wechsel des Antipsychotikums von Risperidon zu 12 mg Paliperidon: wegen erhöhter Prolaktinwerte
Mai 2017: Paliperidon(12 mg)/Dominal(80 mg)/Trittico(150 mg)/Akineton(4 mg)/Sertralin(100 mg)/Atarax(25 mg) bei Bedarf
Juni 2017: Erhöhung Sertralin auf 150-200 mg - keine Wirkung(niedirger Medikamentenspiegel)
Juli 2017: zusätzlich Duloxetin (60 mg) - Absetzen Trittico
August 2017: Absetzen Dominal
September 2017: Absetzen Akineton
Oktober 2017: Umstellung von Duloxetin auf Mirtazapin(30 mg) - Reduktion Setralin von 200/150 auf 100 mg
Dezember 2017: Aktuelle Medikation: Sertralin(100 mg)/Mirtazapin(30 mg)/Paliperidon(12 mg)
Dezember 2017: Reduktion Paliperidon von 12 auf 9 mg
Februar 2018: Reduktion Paliperidon von 9 auf 6 mg
März 2018: Reduktion Paliperidon von 6 auf 3 mg
Mai 2018: Reduktion Mirtazapin von 30 auf 15 mg
Juni 2018: Reduktion Sertralin von 100 auf 50 mg
Juli 2018: Reduktion Mirtazapin von 15 auf 7,5 mg
August 2018: Absetzen Mirtazapin von 7,5 auf 0 mg
September 2018: Reduktion Sertralin von 50 auf 25 mg
September 2018: Absetzen Paliperidon von 3 auf 0 mg
Oktober 2018: Absetzen Sertralin von 25 auf 0 mg

Aktuelle Medikation: 0

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Re: Robotnik: Minussymptomatik oder Nebenwirkungen der Neuroleptika (Paliperidon)

Beitrag von wiesengelb » Dienstag, 18.09.18, 17:42

Lieber robotnik

Mein Sohn nimmt "nur" 3mg Paliperidon.
Die anderen NL wurden ausgeschlichen. Olanzapin wegen Gewicht und Aripripazol wegen Müdigkeit.
Ich denke, dass die Wissenschaft noch sehr im Dunkeln tappt, was die Hirnfunktionen anbelangt. Dieses Gebiet ist dermassen komplex. Die Ärzte versuchen sich auf Studien zu verlassen, aber es gibt einfach ALLES.
Ich würde, wenn ich dich wäre, darauf vertrauen, dass deine Kognition wieder vorhanden sein wird, auch wenn wissenschaftlich gesehen die 3mg keine Einschränkung sind.
(Wissenschaftlich gesehen könnte man ja auch schneller absetzen und das funktioniert aber auch nur bei ca 60%).
Und ich würde darauf bestehen, dass du nicht länger als 1,5 Jahre die Medikamente nehmen musst.

Ja bei meinem Sohn ist vorgesehen jeden 2. Tag 3mg und dann jeden 3.Tag , danach auf Null.
Da es retardierte Tabletten sind könnte das klappen.

Vertraue darauf, dass alles gut kommt.
Gute Gedanken geben Kraft und unterstützen den Heilungsprozess.

Liebe Grüsse
Wiesengelb
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Medikamente
2.12.17 bis 27.12.17 30mg Olanzapin
28.12.17 bis 5.1.18 25 mg Olanzapin
6.1.18 bis 31.1.18 20mg Olanzapin
1.2.18 bis 6.2.18 15mg Olanzapin
7.2.18 bis 12.2.18 12,5mg Olanzapin
13.2.18 bis 19.2.18 10mg Olanzapin
20.2.18 bis 26.2.18 7,5mg Olanzapin

Keine Absezsymptome, Besserung der allgemeinen Befindlichkeit unter der Reduzierung
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Lucifer
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Re: Robotnik: Minussymptomatik oder Nebenwirkungen der Neuroleptika (Paliperidon)

Beitrag von Lucifer » Dienstag, 25.09.18, 17:23

Hallo robotnik

Ich habe zwar kein Invega genommen, aber die Depot-Form von Paliperidon "Xeplion". Das ist mittlerweile fast 4 Monate her und ich bin immer noch im Denken und kognitiv eingeschränkt. Diese Einschränkung im Denken haben sehr viele, die Paliperidon hatten. Das liegt wahrscheinlich daran, dass es Serotonin blockiert, das für die geistige Leistungsfähigkeit entscheidend ist. Ich gehe davon aus, dass dein Denken nach dem Absetzen wieder zurückkommt, es mag aber wahrscheinlich eine Weile dauern, bis sich das Gehirn wieder umgebaut hat und wieder ganz normal Serotonin und Dopamin produzieren kann.

Ich würde auch schon eher absetzen als das halbe Jahr abwarten. Schlussendlich ist es nicht gesagt, dass die Chance auf einen Rückfall kleiner ist, wenn man die NL länger eingenommen hat. Ich bin der Meinung, dass man mit NL die Psychose nur unterdrückt und sie unterschwellig immer noch schlummert, weswegen es bei vielen auch wieder zurückkommt. Ich denke man sollte die Psychose von selbst abklingen lassen, solange man nicht selbst- oder fremdgefährdend ist. Und wenn man einen starken Geist und Willen hat, dass weiß man ja auch während der Psychose was real ist und was nicht und kann es als distanzierter Beobachter wahrnehmen. Wir haben auch eine völlig falsche Vorstellung über das was Realität bedeutet. Die Realität hat viele Ebenen, dazu gehören auch die feinstofflichen Ebenen, die man während einer Psychose intensiv wahrnimmt. Es ist nicht gesagt, dass das Einbildung ist. Wenn man das ganze ernst nimmt und darauf eingeht, dann wendet sich die Psychose meist zum Guten. Aber man muss bereit sein zu akzeptieren, dass es mehr als nur unsere 3-Dimensionale Realität gibt und in Kommunikation damit geht. So wie ein Kind, das etwas neues entdeckt und es ganz neugierig und furchtlos betrachtet. Aber das ist nur meine Meinung, jeder muss selbst lernen damit umzugehen. Aber ständig sein Gehirn mit NL zu bombardieren, macht die Sache auch nicht besser. Man beschränkt nur das Bewusstsein auf ein Minimum, sodass es nicht mehr wahrnehmbar ist, es findet aber weiterhin statt ohne dass man es bemerkt.

Damit will ich dir sagen: Traue dich auf Null zu gehen und ändere deine Haltung zu der Psychose. Somit behältst du die Macht über alles und wirst nicht davon überwältigt. Es wäre nämlich auch mal schön zu lesen, dass jemand eine Psychose auch ohne NL durchsteht und welche Erfahrungen er/sie damit macht. Das würde vielleicht auch einige beruhigen. Ich jedenfalls werde nie wieder dieses Gift einnehmen. Ich finde es schön, dass es bei dir weniger Probleme macht als bei mir und du sogar noch ein Studium machen kannst. Ich wünsche dir weiterhin gutes Gelingen und schreibe mich ruhig an falls sich was anbahnen sollte. Ich denke ich kann dich da gut mit Worten wieder runterholen ohne, dass du in Panik gerätst. Ich hoffe es geht mir bald auch besser und ich kann mit einem klaren Verstand über das Ganze berichten.

Und: ich wäre dir sehr dankbar wenn du weiterhin über dich berichtest wie das mit dem Absetzen verläuft und ob deine kognitiven Fähigkeiten wieder zurückkommen. Das würde mir sehr viel bedeutet und gibt bestimmt auch vielen anderen Hoffnung.

Liebe Grüße
Lucifer
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Katja
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Re: Robotnik: Minussymptomatik oder Nebenwirkungen der Neuroleptika (Paliperidon)

Beitrag von Katja » Dienstag, 02.10.18, 18:54

Hallo Robotnik,

danke noch für die Glückwünsche! Ja, es war etwas Naturwissenschaftliches und ich bin heilfroh, dass es vorbei ist. Ich hab mich so oft blöd gefühlt und mit den Krankheitsphasen zwischendrin waren es echt ziemliche Leidensjahre. Aber auch ohne Krankheit würde ich fast jedem, der nicht unbedingt Professor werden will und super gut ist, von einer Promotion abraten. Ich bekomme jetzt im Job sogar dasselbe wie jemand mit Master, weil ich keine "relevante Berufserfahrung" habe.
Das selbstmotivierte Lernen im Studium kann aber sicher auch genauso schlauchen.
Wie lange brauchst du denn mindestens noch? Drücke dir die Daumen, dass du es schaffst.

Aber gib dir echt viel Zeit noch zum Gesundwerden/Negativsymptomeloswerden. Eine Psychose ist Schwerstarbeit fürs Gehirn und darum dauert das solange bis es wieder besser wird.
Jetzt, wo die Promotion vorbei ist, ich einen Job habe und ich die Medikamente größtenteils abgesetzt habe, fühle ich mich echt fast wieder normal. Nur mein Selbstvertrauen hat stark gelitten die letzten Jahre und ist immer noch nicht besonders gut.

Viele Grüße
Katja
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Re: Robotnik: Minussymptomatik oder Nebenwirkungen der Neuroleptika (Paliperidon)

Beitrag von robotnik » Donnerstag, 29.11.18, 12:36

Hallo liebe Mitglieder,

bir mir ist es nun seit ca. 9 Wochen so, dass ich das Neuroleptikum abgesetzt habe. Mir geht es seitdem besser. Habe das Gefühl, dass das Interesse im Allgemeinen gestiegen ist. Bin motivierter, lese viel mehr, kann mich langsam für das begeistern was mir vor der Psychose auch Spaß gemacht hat. Schlafprobleme gibt es keine - der Schlaf ist sehr gut - nun reichen 8 h/Nacht - mit der Medikation waren es vielmehr

Bin sehr optimistisch - verbringe viel Zeit in der Bibliothek - gehe zu Vorträgen - bin weiterhin sehr ausgeglichen - die Neuroleptika-Therapie hat mir sehr geholfen mich zu erholen - ich fühle mich viel besser als vor der psychose

doch möchte ich die Erfahrung mit euch teilen - hört auf euch und euer gefühl - weniger auf die ärzte - sie haben oft ein verzerrtes bild - außerdem gibt es immer wieder statistische ausreißer- somit sind die erfahrungen der ärzte, wesentlich für die Gestaltung weiterer Therapien, nicht treffsicher

natürlich ist es wichtig mit den fachärzten zu kooperieren - und versuchen deren ratschläge erst zu nehmen- doch ich habe gegen ärztlichen rat abgesetzt - hatte das gefühl, es sei die bessere lösung

Das Antidepressivum habe ich vor ca. 5 Wochen abgesetzt - keine Probleme dabei

freue mich über weiteren austausch
alles gute

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Medikation:
März 2017: begonnen mit 4 mg Risperidon
April 2017: Wechsel des Antipsychotikums von Risperidon zu 12 mg Paliperidon: wegen erhöhter Prolaktinwerte
Mai 2017: Paliperidon(12 mg)/Dominal(80 mg)/Trittico(150 mg)/Akineton(4 mg)/Sertralin(100 mg)/Atarax(25 mg) bei Bedarf
Juni 2017: Erhöhung Sertralin auf 150-200 mg - keine Wirkung(niedirger Medikamentenspiegel)
Juli 2017: zusätzlich Duloxetin (60 mg) - Absetzen Trittico
August 2017: Absetzen Dominal
September 2017: Absetzen Akineton
Oktober 2017: Umstellung von Duloxetin auf Mirtazapin(30 mg) - Reduktion Setralin von 200/150 auf 100 mg
Dezember 2017: Aktuelle Medikation: Sertralin(100 mg)/Mirtazapin(30 mg)/Paliperidon(12 mg)
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Februar 2018: Reduktion Paliperidon von 9 auf 6 mg
März 2018: Reduktion Paliperidon von 6 auf 3 mg
Mai 2018: Reduktion Mirtazapin von 30 auf 15 mg
Juni 2018: Reduktion Sertralin von 100 auf 50 mg
Juli 2018: Reduktion Mirtazapin von 15 auf 7,5 mg
August 2018: Absetzen Mirtazapin von 7,5 auf 0 mg
September 2018: Reduktion Sertralin von 50 auf 25 mg
September 2018: Absetzen Paliperidon von 3 auf 0 mg
Oktober 2018: Absetzen Sertralin von 25 auf 0 mg

Aktuelle Medikation: 0

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Re: Robotnik: Minussymptomatik oder Nebenwirkungen der Neuroleptika (Paliperidon)

Beitrag von wiesengelb » Freitag, 30.11.18, 6:18

Herzlichen Dank, robotnik für deinen Bericht!
Du wirst vielen hier im Forum damit Mut machen.
Es ist auch der Beweis, dass es nicht immer Absetzprobleme geben muss.
Ich wünsche dir von Herzen alles Gute!
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2.12.17 bis 27.12.17 30mg Olanzapin
28.12.17 bis 5.1.18 25 mg Olanzapin
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