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annemika: Sulpirid absetzen

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annemika: Sulpirid absetzen

Beitrag von annemika » Dienstag, 01.08.17, 14:20

Liebe Community,
ich bin neu hier auf dem Forum, bin allerdings seit einiger Zeit eine stille Mitleserin. Ich möchte endlich erfolgreich mein Neuroleptikum (Wirkstoff: Sulpirid 50 mg; Markenname: Dobren) absetzen, das ich jetzt seit 5 Jahren einnehme. Vielleicht kann mir der eine oder andere, der ebenso Bekanntschaft mit diesem, meines Erachtens, süchtigmachenden Medikament machte, Tipps geben?

Kurz zu meiner Geschichte: Ich habe im Juni 2012 erfolgreich mein Studium der Philosophie abgeschlossen, das ich berufsbegleitend mit Kind und Kegel absolvierte. Anschließend war ich total geschlaucht und "fiel sozusagen in ein Loch". Zwar unendlich erleichtert, dass alles hinter mir lag, fehlte mir mein Studium nun doch sehr. Im August 2012 - es war ein punktuelles Ereignis - überkam mich plötzlich eine ungewöhnliche und hartnäckige Schwäche, die sich auch nach einigen Tagen nicht besserte. Ich nahm Vitamine, doch nichts half. Ein befreundeter Hausarzt attestierte mir ein Burnout und verschrieb mir ein Neuroleptikum (Sulpirid) und meinte, ich solle das ein paar Monate nehmen und dann ausschleichen. Punkt.

Ich wusste sehr wohl, dass es sich um ein Psychopharmakon handelte, doch war ich unter Druck, da ich bald wieder meine Arbeit aufnehmen musste. Also nahm ich die Hälfte der verschriebenen Dosis (100 mg) und fühlte mich gleich am nächsten Tag schon besser. Tags darauf waren alle Symptome wie weggeblasen und ich konnte meine Arbeit als Grundschullehrerin wieder aufnehmen. Innerhalb von 4 Monaten halbierte ich auf 50 mg, später auf 25 mg (indem ich die Tablette zerschnitt), zuguterletzt nahm ich nur mehr jeden 2. Tag 25 mg. Im April 2013 setzte ich es dann endgültig ab. Fünf Tage spürte ich nichts, dann überfiel mich eine schlimme Depression. Ich hatte zwar nie in meinem Leben (und ich bin jetzt über 40) eine Depression, doch ich wusste sofort, dass dies nun eine war. Einige Tage hielt ich tapfer stand, obwohl ich nur mehr am Weinen war, mir übel war und einen großen Druck auf dem Kopf verspürte.

Mein Hausarzt meinte, dass sich jetzt eben eine Depression dazugesellt hätte. Nach einer Woche habe ich es nicht mehr ausgehalten und ich nahm wieder 100 mg des Sulpirids. Nach zwei Stunden waren alle Symptome wie weggeblasen und mir ging es gut. Schon damals erinnerte mich das alles an ein Suchtverhalten. Doch man sagte mir, dass Antidepressiva und Neuroleptika nicht süchtig machen. Ich habe dann erneut probiert zu reduzieren, was allerdings nur bis zu einem bestimmten Punkt ging (50 mg), dann war die Depression wieder da. Erst 2014 suchte ich einen Psychiater auf, der meinte, ich müsste unbedingt auf ein Antidepressivum umsteigen, um von dem Neuroleptika loszukommen.

Ich bekam Venlafaxin, gleichzeitig sollte ich innerhalb kurzer Zeit das Sulpirid absetzen. Das war meine schlimmste Zeit. Das Absetzen ging viel zu schnell und das Venlafaxin federte leider überhaupt nichts ab. Als ich dann im Juni 2014 das Sulpirid absetzte, ging es mir wieder total schlecht, meine Schwäche war wieder da, nur noch viel ausgeprägter. Ich war zornig auf den Psychiater, der nur meinte, ich solle vom Venlafaxin die doppelte Menge nehmen; ich nahm dann in Eigenregie wieder das Sulpirid, dieses Mal 200 mg und alle Symptome waren wieder im Nu verflogen.

Das Venlafaxin habe ich innerhalb 2 Monaten ohne größere Probleme abgesetzt und ich suchte mir einen neuen Psychiater. Im Sommer 2015 schaffte ich es das Sulpirid auf 50 mg zu reduzieren, doch seit damals scheitern alle weiteren Absetzversuche. Mein neuer Psychiater spornte mich nun an, doch ein anderes Psychopharmakon zu probieren, ein Antidepressivum (Wirkstoff: Buproprion; Markenname: Elontril), das ähnlich wie das Sulpirid auf das Dopamin wirkt, in der Hoffnung, dass mir dieses Mal das Absetzen gelingt.

Seit März nehme ich nun zusätzlich zum Sulpirid 150 mg Elontril. Seit zwei Wochen (Mitte Juli) bin ich nun wieder am Reduzieren. Ich bin jetzt bei 25 mg (von den ursprünglich 50 mg) angelangt und weiss nicht ob ich weiter machen soll? Es geht mir nicht immer gut, doch da ich Ferien habe, ist es recht gut auszuhalten. Was ist, wenn ich bei 12,5 mg angelangt bin, Teilen funktioniert dann nicht mehr. Soll ich jeden 2. Tag eine Dosis nehmen? Aufgrund der vielen gescheiterten Absetzversuche bin ich natürlich sehr ängstlich. Danke, dass ich meine Geschichte hier niederschreiben durfte. Ich bin überzeugt, dass ich abhängig bin und ich weiss nicht, ob ich jemals von dem Neuroleptikum loskomme.
Zuletzt geändert von Gwen am Samstag, 23.06.18, 10:38, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Name im Titel ergänzt zur besseren Übersichtlichkeit im Forum
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Ende August 2012: ausgeprägte Schwäche nach Studiumsende, Hausarzt vermutet Burnout, Einnahmebeginn 100 mg Sulpirid
Anfang September 2012: symptomfrei
Weihnachten 2012: Reduktion auf 50 mg Sulpirid
Ostern 2013: 25 mg Sulpirid
Ende April 2013: Sulpirid abgesetzt, 5 Tage später erstmalig starke depressive Symptome
Anfang Mai 2013: 50 mg Sulpirid, nach zwei Stunden symptomfrei
Juli 2013: 25 mg Sulpirid, kurze Zeit später erneut depressive Symptome
Juli 2013: 75 mg Sulpirid, erst dann symptomfrei
ab Herbst 2013: erneute Reduzierung des Sulpirid
Mitte Februar 2014: 25 mg Sulpirid, kurze Zeit später starke depressive Symptome, starke Schwäche
Februar 2014: 200 mg Sulpirid, depressive Symptome weiterhin
März 2014: erstmalige Konsultierung eines Psychiaters
März 2014: 75 mg Venlafaxin, 100 mg Sulpirid, sehr schlechtes Allgemeinbefinden
April 2014: 150 mg Venlafaxin, 50 mg Sulpirid, sehr schlechtes Allgemeinbefinden, 10 Tage Krankenstand
Mail 2014: 150 mg Venlafaxin, 25 mg Sulpirid, langsame Besserung des Allgemeinbefindens
Anfang Juni 2014: 150 mg Venlafaxin, 0 mg Sulpirid
Anfang Juni 2014: erneut starke Schwäche, kann nur mehr liegen
Anfang Juni 2014: 200 mg Sulpirid, Symptome verschwinden, 150 mg Venlafaxin
Sommer 2014: Reduktion und Absetzen von Venlafaxin (auf eigene Faust)
Sommer 2015: Reduktion des Sulpirids auf 50 mg ohne Probleme, neuer Psychiater
Sommer 2016: Versuch der Reduktion des Sulpirids auf 25 mg, depressive Symptome
März 2017: Psychiater verschreibt Elontril (Bupropion) 75 mg + 50 mg Sulpirid
Juli 2017: Elontril 150 mg, Reduktion des Sulpirids auf 25 mg, nervöse Unruhe, Atembeschwerden, Schwäche, Stimmungsschwankungen, Schwindel
August 2017: Elontril 150 mg, Sulprid 25 mg, weiterhin Absetzsymtpme
14. August 2017: Elontril 150 mg, Erhöhung Sulpirid wieder auf 50 mg nach schlimmen Absetzsymptomen (große Unruhe, Verkrampfung, Atembeschwerden, Herzklopfen etc.).
16. August 2017: Weglassen von Elontril, Sulpirid 50 mg, Unruhe weicht
Ende August 2017: 50 mg Sulpirid, wieder stabil
Anfang November 2017: erneutes Reduzieren, ca. 40 mg Sulpirid (schneide mit dem Messer nach Augenmaß weg, da die Tablette sehr klein ist)
Mitte November 2017: ca. 40 mg Sulpirid, leichte Absetzsymptome (Nervosiät, Stimmungsschwankungen)
Mitte Dezember 2017: ca. 35 mg Sulpirid, einigermaßen stabil,
Weihnachten 2017: ca. 30 mg Sulpirid, stärkere Absetzsymptome (wie oben)
Weihnachten 2017: wieder aufdosiert auf ca. 35 mg Sulpirid,
Ende Jänner 2018: ca. 35 mg Sulpirid, immer wieder Absetzsymptome (Herzprobleme, Schwindel, depressive Verstimmungen, Schwäche, Unruhe, starke Migräne), dazwischen auch gute Tage
Mitte Februar 2018: 25 mg Sulpirid, eine Woche starke Absetzsymptome (Schwäche in den Beinen, Kopfdruck, Niedergeschlagenheit, schlechter Schlaf, sehr starke Migräne), ein paar gute Tage anschließend
7.03.2018 Beginn mit MIgräneprophylaxe: Valproinsäure (Antiepilepikum) 300 mg, 25 mg Sulpirid
15.03.2018 Valproinsäure (Antiepileptikum) 450 mg; Sulpirid 25 mg, anfänglich weniger Migräne
15.06.2018 Valproinsäure 150 mg; Sulpirid 25 mg, große innere Unruhe durch Reduzieren von Valproinsäure, gelegentlich Benzos
25.06.2018 Valproisäure abgesetzt, weiterhin 25mg Sulpirid, trinke Passionsblumentee 22.07.2018 22.5 mg Sulpirid mit der Wasserlösmethode, Metaprolol 25mg (Betablocker) gegen Migräne und Herzbeschwerden

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Re: Sulpirid absetzen

Beitrag von Jamie » Dienstag, 01.08.17, 19:04

Hallo annemika,

willkommen im Forum :).

Hier kann es mit Antworten immer etwas dauern, da alle Beteiligten mehr oder weniger selbst gesundheitliche Probleme haben. Darum wollte ich dich um etwas Geduld bitten :).

Schau dich gerne mal etwas um hier, zB in den Threads der anderen oder zB in unseren Absetzinfos.
Du bekommst in den nächsten Tagen noch mehr Feedback.

Erste Hilfe Neuroleptika absetzen: viewtopic.php?f=32&t=12884
DGSP Broschüre NL absetzen: viewtopic.php?f=32&t=8997

Grüße
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Re: Sulpirid absetzen

Beitrag von Katharina » Dienstag, 01.08.17, 22:43

Liebe Annemika!

Immer wieder: die Ärzte geben neues, mehrere, andere.
Ein Trauerspiel.

Ich habe das Elontril ( bupropion ) reduziert in kleinsten Schritten.
Ich fragte den Arzt ob ich es teilen könne was man nicht darf das Gefahr besteht dass das Medikament sofort all seinen Wirkstoff auf einmal frei gibt.

Ich kam in größeren Absetzschritten nicht klar und versuchte es, bei mir ging es gut.

Ich glaube ich habe es sogar geviertelt.

Habe keine Sorge, Du wirst präzisere Antworten erhalten und einen gehbaren Weg für
Dich finden,
und unterwegs wirst Du je nach Befinden immer neue Überlegungen bekommen.

Schlafe gut, herzlich, Katharina
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Re: Sulpirid absetzen

Beitrag von Arianrhod » Mittwoch, 02.08.17, 15:39

Hallo Annemica,

Sulpirid ist auch unter den Neuroleptika von sehr unsauberer Wirkung, verwandt mit Amisulprid. Es wirkt irgendwie antipsychotisch und irgendwie antidepressiv; Bei Elontril ist umstritten, ob es überhaupt auf Dopamin wirkt.
Die Depression hat sich nicht "dazugesellt" (zu was bitte? Hast du überhaupt eine Diagnose?) sondern ist eine Absetz-Depression.
An deiner Stelle würde ich es doch noch einmal versuchen, dass Sulpirid zu reduzieren - aber extrem langsam. Das Medikament ist als Saft erhältlich, http://www.onmeda.de/Medikament/Dogmati ... erung.html 10 ml sind 50 mg. Du könntest mit einer Spritze mit Feindosierung quasi tropfenweise runterdosieren.

liebe Grüße Arianrhod
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Re: Sulpirid absetzen

Beitrag von padma » Mittwoch, 02.08.17, 17:49

hallo Annemika, :)

auch von mir willkommen.

Das ist wieder mal ein Trauerspiel, du warst verständlicherweise erschöpft und hast "dagegen" ein NL erhalten :frust: und bist so in diesen Schlammassel geraten.
Seit März nehme ich nun zusätzlich zum Sulpirid 150 mg Elontril.
Das würde ich als erstes absetzen, da du es noch nicht lange nimmst. Da man es, wie Katharina :) schon geschrieben hat, nicht teilen darf, kannst du es nur direkt weglassen. Allerdings sollten 4 - 6 Wochen
Abstand zu deiner letzten Sulpiridreduktion sein.
Soll ich jeden 2. Tag eine Dosis nehmen?
Nein, bitte nicht, das ist einer der schlimmsten Absetzfehler den man machen kann. Das ZNS ist auf eine gleichmässige Dosis angewiesen.
Aufgrund der vielen gescheiterten Absetzversuche bin ich natürlich sehr ängstlich.
Es ist leider so, dass je mehr Absetzversuche man hinter sich hat, das ZNS umso empfindlicher reagiert. Bei den Benzos nennt sich das kindling Effekt. Es ist daher ganz wichtig, sehr langsam auszuschleichen. :schnecke:

Könntest du bitte noch eine Signatur mit deinen bisherigen Absetzschritten erstellen.
Ich bin überzeugt, dass ich abhängig bin und ich weiss nicht, ob ich jemals von dem Neuroleptikum loskomme.
Auch wenn viele Ärzte das bestreiten, NL und AD machen körperlich abhängig. Ich bin da zuversichtlich, dass du davon weg kommen wirst, vorausgesetzt du bringst die nötige Geduld mit.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Sulpirid absetzen

Beitrag von annemika » Donnerstag, 03.08.17, 17:15

Danke für eure Antworten,
ihr macht mir Mut, dass ich es doch schaffe, noch einmal von dem Neuroleptikum wegzukommen. Ich bin heute auch überzeugt, dass ich vor 5 Jahren so eine Art totale Erschöpfung hatte, die ich mit Sulpirid sofort in den Griff bekommen habe. Ich kann mich genau erinnern, dass ich zu Beginn keine Gefühle der Niedergeschlagenheit etc., also depressive Gefühle hatte, ich war ja überglücklich mein Studium abgeschlossen zu haben. Erst als ich das erste Mal das Sulpirid absetzte, also 8 Monate später, bekam ich eine Depression. Wahrscheinlich war das wirklich eine Absetzdepression. Doch laut meinem Hausarzt und auch meinem Psychiater bin ich seitdem schwer depressiv. Ich, die ich nie in meinem Leben davor jemals depressive Zustände hatte. Es ist auch so, solange ich brav mein Medi schlucke, geht es mir gut, kaum reduziere ich, kommen diese depressiven Symptome, die kaum auszuhalten sind.

Mein Psychiater glaubt, dass ich mein ganzes restliches Leben Psychopharmaka schlucken muss und rät mir nur von dem Neuroleptikum loszukommen, da Antidepressivas besser geeignet wären, um Depressionen zu bekämpfen, deshalb jetzt zusätzlich das Elontril. Wenn das Elontril wirklich helfen würde, dann hätte ich jetzt keine Absetzsymptome. Doch die habe ich, da ich seit zwei Wochen das Sulpirid reduziere. Bin aktuell bei 25 mg angelangt.

Ich weiss, dass es in Deutschland das Sulpirid (Dogmatil) in flüssiger Form gibt, das wäre ja ideal. Doch ich bekomme das bei uns in Italien nicht, deshalb bin ich auf den Tablettenzerschneider angewiesen, der allerdings nicht mehr genau arbeitet. Ich könnte es aber mit der "Auflösemethode", wie ihr sie in eurem Forum beschreibt, probieren.

Ihr schreibt übrigens auch, dass ich das Elontril nicht teilen darf, doch ich zerkaue das immer, weil ich keine Tabletten schlucke. Jetzt schaue ich mal. Ich bin allerdings unter zeitlichem Druck, da ich am 1. September wieder zu arbeiten beginne und als Lehrperson muss man einfach stabil sein, sonst schafft man die Klasse nicht ;)
Danke und liebe Grüße aus dem Süden
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Ende August 2012: ausgeprägte Schwäche nach Studiumsende, Hausarzt vermutet Burnout, Einnahmebeginn 100 mg Sulpirid
Anfang September 2012: symptomfrei
Weihnachten 2012: Reduktion auf 50 mg Sulpirid
Ostern 2013: 25 mg Sulpirid
Ende April 2013: Sulpirid abgesetzt, 5 Tage später erstmalig starke depressive Symptome
Anfang Mai 2013: 50 mg Sulpirid, nach zwei Stunden symptomfrei
Juli 2013: 25 mg Sulpirid, kurze Zeit später erneut depressive Symptome
Juli 2013: 75 mg Sulpirid, erst dann symptomfrei
ab Herbst 2013: erneute Reduzierung des Sulpirid
Mitte Februar 2014: 25 mg Sulpirid, kurze Zeit später starke depressive Symptome, starke Schwäche
Februar 2014: 200 mg Sulpirid, depressive Symptome weiterhin
März 2014: erstmalige Konsultierung eines Psychiaters
März 2014: 75 mg Venlafaxin, 100 mg Sulpirid, sehr schlechtes Allgemeinbefinden
April 2014: 150 mg Venlafaxin, 50 mg Sulpirid, sehr schlechtes Allgemeinbefinden, 10 Tage Krankenstand
Mail 2014: 150 mg Venlafaxin, 25 mg Sulpirid, langsame Besserung des Allgemeinbefindens
Anfang Juni 2014: 150 mg Venlafaxin, 0 mg Sulpirid
Anfang Juni 2014: erneut starke Schwäche, kann nur mehr liegen
Anfang Juni 2014: 200 mg Sulpirid, Symptome verschwinden, 150 mg Venlafaxin
Sommer 2014: Reduktion und Absetzen von Venlafaxin (auf eigene Faust)
Sommer 2015: Reduktion des Sulpirids auf 50 mg ohne Probleme, neuer Psychiater
Sommer 2016: Versuch der Reduktion des Sulpirids auf 25 mg, depressive Symptome
März 2017: Psychiater verschreibt Elontril (Bupropion) 75 mg + 50 mg Sulpirid
Juli 2017: Elontril 150 mg, Reduktion des Sulpirids auf 25 mg, nervöse Unruhe, Atembeschwerden, Schwäche, Stimmungsschwankungen, Schwindel
August 2017: Elontril 150 mg, Sulprid 25 mg, weiterhin Absetzsymtpme
14. August 2017: Elontril 150 mg, Erhöhung Sulpirid wieder auf 50 mg nach schlimmen Absetzsymptomen (große Unruhe, Verkrampfung, Atembeschwerden, Herzklopfen etc.).
16. August 2017: Weglassen von Elontril, Sulpirid 50 mg, Unruhe weicht
Ende August 2017: 50 mg Sulpirid, wieder stabil
Anfang November 2017: erneutes Reduzieren, ca. 40 mg Sulpirid (schneide mit dem Messer nach Augenmaß weg, da die Tablette sehr klein ist)
Mitte November 2017: ca. 40 mg Sulpirid, leichte Absetzsymptome (Nervosiät, Stimmungsschwankungen)
Mitte Dezember 2017: ca. 35 mg Sulpirid, einigermaßen stabil,
Weihnachten 2017: ca. 30 mg Sulpirid, stärkere Absetzsymptome (wie oben)
Weihnachten 2017: wieder aufdosiert auf ca. 35 mg Sulpirid,
Ende Jänner 2018: ca. 35 mg Sulpirid, immer wieder Absetzsymptome (Herzprobleme, Schwindel, depressive Verstimmungen, Schwäche, Unruhe, starke Migräne), dazwischen auch gute Tage
Mitte Februar 2018: 25 mg Sulpirid, eine Woche starke Absetzsymptome (Schwäche in den Beinen, Kopfdruck, Niedergeschlagenheit, schlechter Schlaf, sehr starke Migräne), ein paar gute Tage anschließend
7.03.2018 Beginn mit MIgräneprophylaxe: Valproinsäure (Antiepilepikum) 300 mg, 25 mg Sulpirid
15.03.2018 Valproinsäure (Antiepileptikum) 450 mg; Sulpirid 25 mg, anfänglich weniger Migräne
15.06.2018 Valproinsäure 150 mg; Sulpirid 25 mg, große innere Unruhe durch Reduzieren von Valproinsäure, gelegentlich Benzos
25.06.2018 Valproisäure abgesetzt, weiterhin 25mg Sulpirid, trinke Passionsblumentee 22.07.2018 22.5 mg Sulpirid mit der Wasserlösmethode, Metaprolol 25mg (Betablocker) gegen Migräne und Herzbeschwerden

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Re: Sulpirid absetzen

Beitrag von padma » Donnerstag, 03.08.17, 18:22

hallo Annemika, :)
Erst als ich das erste Mal das Sulpirid absetzte, also 8 Monate später, bekam ich eine Depression. Wahrscheinlich war das wirklich eine Absetzdepression.
Ja, davon ist auszugehen
Ich könnte es aber mit der "Auflösemethode", wie ihr sie in eurem Forum beschreibt, probieren.
Ja, dazu würde ich dann auch raten.
Mein Psychiater glaubt, dass ich mein ganzes restliches Leben Psychopharmaka schlucken muss und rät mir nur von dem Neuroleptikum loszukommen, da Antidepressivas besser geeignet wären, um Depressionen zu bekämpfen,
Das behaupten Psychiater gerne, dabei gibt es dafür keinerlei Belege. Auch die Wirksamkeit von AD gegen Depressionen ist minimal.
Ihr schreibt übrigens auch, dass ich das Elontril nicht teilen darf, doch ich zerkaue das immer, weil ich keine Tabletten schlucke.
Da hast du Glück, dass du das verkraftest :shock: . Durch Teilen oder Zerkauen wird die Retardierung zerstört und der Wirkstoff wird zu schnell in zu grosser Menge aufgenommen.
Wenn du bisher zerkaut hast,und keine Probleme damit hattest, denke ich, dass du es auch teilen kannst, und vielleicht in 25% Schritten absetzen, falls du das verträgst. Aber, zulässig ist das eigentlich nicht.
Jetzt schaue ich mal. Ich bin allerdings unter zeitlichem Druck, da ich am 1. September wieder zu arbeiten beginne und als Lehrperson muss man einfach stabil sein, sonst schafft man die Klasse nicht ;)
Zeitlicher Druck beim Absetzen ist ganz schlecht. Der Weg ist so langsam auszuschleichen, dass du stabil bleibst.

liebe Grüsse,
padma
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Absetzverlauf:
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1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


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Wer hat schon erfolgreich Sulpirid absetzen können?

Beitrag von annemika » Sonntag, 06.08.17, 23:15

Liebe Community,
nachdem ich bereits über mich und meiner Absetzproblematik (Sulpirid) berichtet habe, möchte ich gerne mal die Frage stellen, ob jemand von euch bereits erfolgreich das Sulpirid absetzen hat können? Ich habe in den letzten Tagen vieler eurer Berichte gelesen, doch konnte ich niemand ausfindig machen, der Sulpirid absetzen konnte. Ich las von vielen Absetzversuchen, von Abhängigkeiten, die von Ärzten geleugnet werden und von den Absetzsymptomen wie Depression etc. Das alles demotiviert mich sehr und ich frage mich, ob ich jemals von diesem Medikament loskomme. ):
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Ende August 2012: ausgeprägte Schwäche nach Studiumsende, Hausarzt vermutet Burnout, Einnahmebeginn 100 mg Sulpirid
Anfang September 2012: symptomfrei
Weihnachten 2012: Reduktion auf 50 mg Sulpirid
Ostern 2013: 25 mg Sulpirid
Ende April 2013: Sulpirid abgesetzt, 5 Tage später erstmalig starke depressive Symptome
Anfang Mai 2013: 50 mg Sulpirid, nach zwei Stunden symptomfrei
Juli 2013: 25 mg Sulpirid, kurze Zeit später erneut depressive Symptome
Juli 2013: 75 mg Sulpirid, erst dann symptomfrei
ab Herbst 2013: erneute Reduzierung des Sulpirid
Mitte Februar 2014: 25 mg Sulpirid, kurze Zeit später starke depressive Symptome, starke Schwäche
Februar 2014: 200 mg Sulpirid, depressive Symptome weiterhin
März 2014: erstmalige Konsultierung eines Psychiaters
März 2014: 75 mg Venlafaxin, 100 mg Sulpirid, sehr schlechtes Allgemeinbefinden
April 2014: 150 mg Venlafaxin, 50 mg Sulpirid, sehr schlechtes Allgemeinbefinden, 10 Tage Krankenstand
Mail 2014: 150 mg Venlafaxin, 25 mg Sulpirid, langsame Besserung des Allgemeinbefindens
Anfang Juni 2014: 150 mg Venlafaxin, 0 mg Sulpirid
Anfang Juni 2014: erneut starke Schwäche, kann nur mehr liegen
Anfang Juni 2014: 200 mg Sulpirid, Symptome verschwinden, 150 mg Venlafaxin
Sommer 2014: Reduktion und Absetzen von Venlafaxin (auf eigene Faust)
Sommer 2015: Reduktion des Sulpirids auf 50 mg ohne Probleme, neuer Psychiater
Sommer 2016: Versuch der Reduktion des Sulpirids auf 25 mg, depressive Symptome
März 2017: Psychiater verschreibt Elontril (Bupropion) 75 mg + 50 mg Sulpirid
Juli 2017: Elontril 150 mg, Reduktion des Sulpirids auf 25 mg, nervöse Unruhe, Atembeschwerden, Schwäche, Stimmungsschwankungen, Schwindel
August 2017: Elontril 150 mg, Sulprid 25 mg, weiterhin Absetzsymtpme
14. August 2017: Elontril 150 mg, Erhöhung Sulpirid wieder auf 50 mg nach schlimmen Absetzsymptomen (große Unruhe, Verkrampfung, Atembeschwerden, Herzklopfen etc.).
16. August 2017: Weglassen von Elontril, Sulpirid 50 mg, Unruhe weicht
Ende August 2017: 50 mg Sulpirid, wieder stabil
Anfang November 2017: erneutes Reduzieren, ca. 40 mg Sulpirid (schneide mit dem Messer nach Augenmaß weg, da die Tablette sehr klein ist)
Mitte November 2017: ca. 40 mg Sulpirid, leichte Absetzsymptome (Nervosiät, Stimmungsschwankungen)
Mitte Dezember 2017: ca. 35 mg Sulpirid, einigermaßen stabil,
Weihnachten 2017: ca. 30 mg Sulpirid, stärkere Absetzsymptome (wie oben)
Weihnachten 2017: wieder aufdosiert auf ca. 35 mg Sulpirid,
Ende Jänner 2018: ca. 35 mg Sulpirid, immer wieder Absetzsymptome (Herzprobleme, Schwindel, depressive Verstimmungen, Schwäche, Unruhe, starke Migräne), dazwischen auch gute Tage
Mitte Februar 2018: 25 mg Sulpirid, eine Woche starke Absetzsymptome (Schwäche in den Beinen, Kopfdruck, Niedergeschlagenheit, schlechter Schlaf, sehr starke Migräne), ein paar gute Tage anschließend
7.03.2018 Beginn mit MIgräneprophylaxe: Valproinsäure (Antiepilepikum) 300 mg, 25 mg Sulpirid
15.03.2018 Valproinsäure (Antiepileptikum) 450 mg; Sulpirid 25 mg, anfänglich weniger Migräne
15.06.2018 Valproinsäure 150 mg; Sulpirid 25 mg, große innere Unruhe durch Reduzieren von Valproinsäure, gelegentlich Benzos
25.06.2018 Valproisäure abgesetzt, weiterhin 25mg Sulpirid, trinke Passionsblumentee 22.07.2018 22.5 mg Sulpirid mit der Wasserlösmethode, Metaprolol 25mg (Betablocker) gegen Migräne und Herzbeschwerden

Jamie
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Re: Sulpirid absetzen

Beitrag von Jamie » Montag, 07.08.17, 11:25

Hallo Annemika,

man kann alles erfolgreich absetzen :group:

Auch wenn du bislang keinen Erfolgsbericht über Sulpirid gelesen hast, heißt das dennoch nicht, dass es nicht möglich ist.

Das Problem in einem Forum ist, dass Viele sich anmelden - in einer akuten Krise oder wenn eben der Leidensdruck groß ist und man im Internet zu suchen beginnt - die Leute dann aber nicht regelmäßig schreiben.

Die User bleiben weg, wenn es ihnen besser geht, und wir wissen dann nicht, was aus ihnen geworden ist.
Es steht zu vermuten, dass auch hier bereits einige von ihrem Sulpirid weggekommen sind, ohne dass wir es wissen.
Wir bitten zwar alle nach Möglichkeit immer mal wieder reinzuschauen und uns upzudaten, aber nicht jeder macht das und zwingen kann man keinen ;).

Zudem, und das scheint eine Besonderheit im NL-Bereich zu sein, scheinen gerade Menschen mit NL-Problematik nicht sonderlich motiviert zu sein, wirklich richtig intensiv hier einzusteigen.
Bei den AD und Benzos berichten viele viel engmaschiger und genauer über ihr Absetzen und ihr Befinden.
Ein Großteil der NL-Menschen hier loggt sich sporadisch ein, erfragt etwas Konkretes und verschwindet dann wieder für einige Zeit.
Ist einfach eine Beobachtung, die ich hier seit 2013 mache :).
Das schreibe ich auch völlig neutral und ohne Vorwurf. Es ist einfach so.

Vielleicht magst du ja unser Sulpirid-Absetz-Pionier werden, der hier regelmäßig berichtet? :)

Grüße
Jamie
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Re: Sulpirid absetzen

Beitrag von Arianrhod » Montag, 07.08.17, 19:22

Hallo Annemika,

könnte daran liegen, dass es nicht (mehr!!!) allzu häufig verordnet wird ( Auskunft meines Psychiaters 2005, als sein Chef bei mir auf Sulpirid umsteigen wollte. )
Amisulprid ist die Analog-Substanz, darüber gibt es hier sehr viele Erfahrungen.
Analog-Substanzen werden unter anderem entwickelt, wenn der Patentschutz eines Medikamentes abläuft, Amisulpirid ist eng verwandt mit Sulprid und diesem sehr ähnlich in Wirkungen und Nebenwirkungen.

liebe Grüße Arianrhod
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Re: Wer hat schon erfolgreich Sulpirid absetzen können?

Beitrag von albertine » Montag, 07.08.17, 19:46

Hallo annemika,

ich habe Sulpirid ca. 1 Jahr lang genommen und konnte es gut absetzen.

Bekommen habe ich es, weil es mir durch meinem damaligen Benzo-Konsum immer schlechter ging. Mit dem Sulpirid ging es mir allerdings noch viel schlechter. Steht auch alles in meiner Signatur. Jedenfalls bin ich fast daran gestorben.

Ich war dann in einem normalen Krankenhaus, und mir wurden 200mg auf einen Schlag abgesetzt, zusätzlich zur Benzo-Reduktion. Mir ging es grottenschlecht. Aber nach 3 Wochen ging es bergauf.

Als ich dann die Benzos vollständig entzogen hatte, habe ich die restlichen 200mg Sulpirid ausgeschlichen, alle 4 Wochen 50mg. An irgendwelche schlimmen Symptome kann ich mich nicht erinnern. Ich war damals so froh, dass ich die Benzos los war und noch lebte. Diese Freude hat wohl alles überdeckt.

Grüße von Margot
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1976 angefangen mit Adumbran
1977 ging es weiter mit Lexotanil und Praxiten
irgendwann gab es dann nur noch Lexotanil bis zu 7 Tabletten pro Tag
1997 - 400mg Sulpirid - es ging mir immer schlechter - bin körperlich immer schwächer geworden, konnte letztendlich nicht mehr laufen und nichts mehr essen, lag nur noch im Bett - die Aussage meines jetzigen Psychiaters: "Sulpirid wirkt so" :frust:
musste dann weil ja nichts mehr ging ins Krankenhaus, lag 8 Wochen auf der Station für innere Medizin, Sulpirid wurde sofort auf 200 mg reduziert, Lexotanil in diesen 8 Wochen von 42 mg auf 3 mg - war hart, abes es ging, die letzten 3 mg Lexotanil in 1,5 er Schritten zuhause abgesetzt, ging prima, das restliche Sulpirid nach einigen Monaten auch ausgeschlichen, ging auch gut
2002 ging es los mit Diazepam, und ziemlich schnell hing ich wieder in der Suchtfalle
2009 kam eine heftige Depression hinzu
Dez. 2010 - Apr. 2011 war ich in der Psychiatrie zum Diazepam-Entzug
entlassen mit Amitriptylinoxid 210 mg
ein neues , viiiiiel besseres Leben begann :)
es folgten 2,5 Jahre Therapie bei einer Suchtberatung, Einzelgespräche und Gruppe
das AD wurde inzwischen reduziert auf 90 mg
ab 22.3. 2014 - 82,5 mg
ab 11.5 - 75 mg
bin jetzt bei 60 mg u. werde die Dosis jetzt erstmal beibehalten solange ich in der Therapie meine traumatische Kindheit verarbeite, vertrage es gut, keinerlei Nebenwirkungen
ab 10.7.2015 - 52,5 mg Amitriptylinoxid
ab 15.2.2016 - 45 mg
10.5.2016 - 37,5 mg
19.6.2016 - 30 mg
28.9.2017 - 22,5 mg
1.1.2018 - 15 mg

2014 Traumatherapie begonnen - nach einigen Monaten abgebochen, war mit der Therapeutin nicht zufrieden

März 2015 neue Therapie begonnen bei einer sehr engagierten Therapeutin + gehe weiterhin zu einer Selbsthilfegruppe

mein Leben ist lebenswert :)

mein Ziel: NIE WIEDER BENZOS!!!

WER KÄMPFT, KANN VERLIEREN, WER NICHT KÄMPFT, HAT SCHON VERLOREN!

Wer vom Leben nicht lernt, dem erteilt es seine Lektionen!

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Re: Sulpirid absetzen

Beitrag von annemika » Dienstag, 08.08.17, 21:32

Danke für eure Antworten!

Ich reduziere derzeit seit Mitte Juli - wie beschrieben - die ursprünglich 50 mg Sulpirid und bin jetzt bei 25 mg angelangt. Und jetzt beginnt mein Körper wieder mit den unmöglichsten Symptomen zu reagieren. Einige Tage fühle ich mich gut, dann kommt ein Tag, wo ich niedergeschlagen bin, manchmal fühle ich mich einfach nur kraftlos und kurzatmig, manchmal bin ich schrecklich nervös oder unruhig, manchmal wird mir alles zuviel - oder so wie heute, ich mache eine Bergtour und auf dem Rückweg wird mir dann schlecht, ich bekomme Brechreiz, mein Herz beginnt zu rasen und ich muss mich - zu Hause angekommen - niederlegen, so als würde ich unter Höhenkrankheit leiden. Ich kann mich erinnern, das hatte ich letzten Sommer (als ich ebenfalls reduzierte) auch alles und zuguterletzt habe ich wieder erhöht und die 50mg zu mir genommen. Zumindest schlafe ich gut :)

Ich weiss schon, dass Sulpirid ein altes Medikament ist, das schon lange auf dem Markt ist und gerade deshalb verstehen meine Psychiater nicht, warum es mir mein Hausarzt verschrieben hat, wo doch Antidepressiva viel "besser" gewesen wären. Man hat mir auch ANgst gemacht, ich könnte ein Prolaktinom bekommen oder parkinsonähnliche Symptome. Deshalb sollte ich auf das Antidepressivum umsteigen. Doch auch dieses - habe ich erlebt - kann mir den Umstieg nicht erleichtern. Ich schaffe es einfach nicht - bisjetzt zumindest - davon loszukommen, ohne die schrecklichsten Zustände durchzustehen. Ich gebe nicht auf, doch die Hoffnung, es zu schaffen, wird natürlich mit jedem fehlgeschlagenen Versuch veringert.
Signatur
Ende August 2012: ausgeprägte Schwäche nach Studiumsende, Hausarzt vermutet Burnout, Einnahmebeginn 100 mg Sulpirid
Anfang September 2012: symptomfrei
Weihnachten 2012: Reduktion auf 50 mg Sulpirid
Ostern 2013: 25 mg Sulpirid
Ende April 2013: Sulpirid abgesetzt, 5 Tage später erstmalig starke depressive Symptome
Anfang Mai 2013: 50 mg Sulpirid, nach zwei Stunden symptomfrei
Juli 2013: 25 mg Sulpirid, kurze Zeit später erneut depressive Symptome
Juli 2013: 75 mg Sulpirid, erst dann symptomfrei
ab Herbst 2013: erneute Reduzierung des Sulpirid
Mitte Februar 2014: 25 mg Sulpirid, kurze Zeit später starke depressive Symptome, starke Schwäche
Februar 2014: 200 mg Sulpirid, depressive Symptome weiterhin
März 2014: erstmalige Konsultierung eines Psychiaters
März 2014: 75 mg Venlafaxin, 100 mg Sulpirid, sehr schlechtes Allgemeinbefinden
April 2014: 150 mg Venlafaxin, 50 mg Sulpirid, sehr schlechtes Allgemeinbefinden, 10 Tage Krankenstand
Mail 2014: 150 mg Venlafaxin, 25 mg Sulpirid, langsame Besserung des Allgemeinbefindens
Anfang Juni 2014: 150 mg Venlafaxin, 0 mg Sulpirid
Anfang Juni 2014: erneut starke Schwäche, kann nur mehr liegen
Anfang Juni 2014: 200 mg Sulpirid, Symptome verschwinden, 150 mg Venlafaxin
Sommer 2014: Reduktion und Absetzen von Venlafaxin (auf eigene Faust)
Sommer 2015: Reduktion des Sulpirids auf 50 mg ohne Probleme, neuer Psychiater
Sommer 2016: Versuch der Reduktion des Sulpirids auf 25 mg, depressive Symptome
März 2017: Psychiater verschreibt Elontril (Bupropion) 75 mg + 50 mg Sulpirid
Juli 2017: Elontril 150 mg, Reduktion des Sulpirids auf 25 mg, nervöse Unruhe, Atembeschwerden, Schwäche, Stimmungsschwankungen, Schwindel
August 2017: Elontril 150 mg, Sulprid 25 mg, weiterhin Absetzsymtpme
14. August 2017: Elontril 150 mg, Erhöhung Sulpirid wieder auf 50 mg nach schlimmen Absetzsymptomen (große Unruhe, Verkrampfung, Atembeschwerden, Herzklopfen etc.).
16. August 2017: Weglassen von Elontril, Sulpirid 50 mg, Unruhe weicht
Ende August 2017: 50 mg Sulpirid, wieder stabil
Anfang November 2017: erneutes Reduzieren, ca. 40 mg Sulpirid (schneide mit dem Messer nach Augenmaß weg, da die Tablette sehr klein ist)
Mitte November 2017: ca. 40 mg Sulpirid, leichte Absetzsymptome (Nervosiät, Stimmungsschwankungen)
Mitte Dezember 2017: ca. 35 mg Sulpirid, einigermaßen stabil,
Weihnachten 2017: ca. 30 mg Sulpirid, stärkere Absetzsymptome (wie oben)
Weihnachten 2017: wieder aufdosiert auf ca. 35 mg Sulpirid,
Ende Jänner 2018: ca. 35 mg Sulpirid, immer wieder Absetzsymptome (Herzprobleme, Schwindel, depressive Verstimmungen, Schwäche, Unruhe, starke Migräne), dazwischen auch gute Tage
Mitte Februar 2018: 25 mg Sulpirid, eine Woche starke Absetzsymptome (Schwäche in den Beinen, Kopfdruck, Niedergeschlagenheit, schlechter Schlaf, sehr starke Migräne), ein paar gute Tage anschließend
7.03.2018 Beginn mit MIgräneprophylaxe: Valproinsäure (Antiepilepikum) 300 mg, 25 mg Sulpirid
15.03.2018 Valproinsäure (Antiepileptikum) 450 mg; Sulpirid 25 mg, anfänglich weniger Migräne
15.06.2018 Valproinsäure 150 mg; Sulpirid 25 mg, große innere Unruhe durch Reduzieren von Valproinsäure, gelegentlich Benzos
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Re: Sulpirid absetzen

Beitrag von padma » Mittwoch, 09.08.17, 10:29

hallo Annemika, :)

kannst du bitte eine Signatur erstellen, wie genau du reduziert hast (mit Daten)?
Ohne Signatur können wir dich nicht wirklich unterstützen.

Deine Entzugssymptome zeigen, dass du zu schnell reduziert hast. Ich denke, du solltest nochmal etwas höher gehen, um dich zu stabilisieren.
Und dann nach einer Stabilisierungsphase so langsam reduzieren, dass keine so starken Entzugssymptome auftreten.
Deshalb sollte ich auf das Antidepressivum umsteigen. Doch auch dieses - habe ich erlebt - kann mir den Umstieg nicht erleichtern.
Das hast du richtig erkannt. Ein AD erleichtert nicht den Entzug eines NL, sondern schafft zusätzliche Probleme.
Hast du schon eine Entscheidung bzg. Bupropion getroffen?

liebe Grüsse,
padma
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Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


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Re: Sulpirid absetzen

Beitrag von annemika » Mittwoch, 09.08.17, 12:37

Signatur

Mitte August 2012: plötzliche Schwäche, die trotz Vitaminzufuhr nicht besser wird, gerade Studium abgeschlossen
Ende August 2012: Mein Hausarzt glaubt, ich habe ein Burnout und verschreibt mir Dobren (Sulpirid 200mg), ich nehme allerdings nur 100 mg Sulpirid zu mit.
Anfang September 2012: Alle SYmptome der Schwäche verschwunden
Weihnachten 2012: Ich reduziere auf 50 mg des Sulpirids
Oster 2013: Ich reduziere auf 25 mg des Sulpirids
Ende April 2013: Ich setze das Sulpirid ab
Anfang Mai 2013 (nach ca. 5 Tagen): starke Depression (zum 1. Mal in meinem Leben, keine Vorgeschichte)
Mitte Mai 2013: ich halte es nicht mehr aus und nehme wieder 50 mg Sulpirid und innerhalb von 2 Stunden ist die Depression verschwunden
Juli 2013: erneute Reduktion des Sulpirid, ich reagiere wieder mit depressiven Symptomen und muss dieses Mal auf 75 mg erhöhen, da eine geringere Dosis nicht mehr greift
Ab September 2013: ganz langsame Redukion des 75 mg Sulpirid
Februar 2014: ich nehme noch 25 mg Sulpird; eine Erschöpfung aufgrund eines äußeren Ereignisses überkommt mich, wieder verspüre die Niedergeschlagenheit etc. und ich muss wieder erhöhen, dieses Mal auf 200mg, doch die depressive Symptomatik und die Schwäche lassen sich nicht vertreiben.
März 2014: erster Besuch beim Psychiater im Krankenhaus, er verschreibt mir zusätzlich noch ein Venlafaxin, das Sulpirid soll ich um die Hälfte reduzieren: Also nehme ich ab dem selben Tag 75 mg Venlafaxin, 100 mg Sulpirid,
Von Mitte Februar bis Mai 2014: mir geht's sehr schlecht, das Venlafaxin hat Nebenwirkungen und das Sulpirid wurde zu schnell reduziert.
Ende Mai 2014: leichte Besserung, Psychiater drängt mich die restliche Menge des Sulpirids, inzwischen nur noch 25 mg, abzusetzen, das Venlafaxin würde mich stützen, doch nein, mich überfällt wieder die ursprüngiche Schwäche, doch dieses Mal sehr ausgeprägt.Ich kann nur noch liegen.
Anfang Juni 2014: Ich nehme wieder 200 mg Sulpirid und fühle mich gleich besser, auch wenn es nun drei Wochen dauert, bis die ursprüngliche Stärke wiederkommt.
Sommer 2014: Ich schleiche das Venlafaxin ohne größere Anstrengungen aus und suche mir einen neuen Psychiater. Vom Sulpirid nehme ich weiterhin 200 mg.
Sommer 2015: Ich entferne alle Amalganfüllungen und reduziere ohne Probleme von 200 mg auf 50 mg des Sulpirids.
Sommer 2016: Ich reduziere auf 25 mg Sulpirid und verspüre nach einiger Zeit wieder die Schwäche, dieses Mal kommt eine schreckliche Nervosiät und Unruhe dazu (neu).
Ende August 2016: Ich erhöhe wieder auf 50 mg Sulpirid, bald geht es wieder besser.
Ende März 2017: Mein neuer Psychiater verschreibt mir zusätzlich Elontril (Bupropion), das soll als Stütze für einen weiteren Absetzversuch dienen.
Seit Ende März 2017: 50 mg Sulpirid und 75 mg Elontril
Seit MItte Juli 2017: langsames Reduzieren des Sulpirids
Seit Anfang August 2017: 25 mg Sulpirid und 75 Elontril
ich habe gute Tage und nicht gute Tage (Übelkeit, kann nicht mehr auf Berge steigen, reagiere wie einer, der Höhenkrankheit hat, Nervosität, Niedergeschlagenheit). Bei schrecklicher Unruhe nehme ich ein paar Tropen Benzos (N-Tropfen). Den Rest sitze ich aus.
Signatur
Ende August 2012: ausgeprägte Schwäche nach Studiumsende, Hausarzt vermutet Burnout, Einnahmebeginn 100 mg Sulpirid
Anfang September 2012: symptomfrei
Weihnachten 2012: Reduktion auf 50 mg Sulpirid
Ostern 2013: 25 mg Sulpirid
Ende April 2013: Sulpirid abgesetzt, 5 Tage später erstmalig starke depressive Symptome
Anfang Mai 2013: 50 mg Sulpirid, nach zwei Stunden symptomfrei
Juli 2013: 25 mg Sulpirid, kurze Zeit später erneut depressive Symptome
Juli 2013: 75 mg Sulpirid, erst dann symptomfrei
ab Herbst 2013: erneute Reduzierung des Sulpirid
Mitte Februar 2014: 25 mg Sulpirid, kurze Zeit später starke depressive Symptome, starke Schwäche
Februar 2014: 200 mg Sulpirid, depressive Symptome weiterhin
März 2014: erstmalige Konsultierung eines Psychiaters
März 2014: 75 mg Venlafaxin, 100 mg Sulpirid, sehr schlechtes Allgemeinbefinden
April 2014: 150 mg Venlafaxin, 50 mg Sulpirid, sehr schlechtes Allgemeinbefinden, 10 Tage Krankenstand
Mail 2014: 150 mg Venlafaxin, 25 mg Sulpirid, langsame Besserung des Allgemeinbefindens
Anfang Juni 2014: 150 mg Venlafaxin, 0 mg Sulpirid
Anfang Juni 2014: erneut starke Schwäche, kann nur mehr liegen
Anfang Juni 2014: 200 mg Sulpirid, Symptome verschwinden, 150 mg Venlafaxin
Sommer 2014: Reduktion und Absetzen von Venlafaxin (auf eigene Faust)
Sommer 2015: Reduktion des Sulpirids auf 50 mg ohne Probleme, neuer Psychiater
Sommer 2016: Versuch der Reduktion des Sulpirids auf 25 mg, depressive Symptome
März 2017: Psychiater verschreibt Elontril (Bupropion) 75 mg + 50 mg Sulpirid
Juli 2017: Elontril 150 mg, Reduktion des Sulpirids auf 25 mg, nervöse Unruhe, Atembeschwerden, Schwäche, Stimmungsschwankungen, Schwindel
August 2017: Elontril 150 mg, Sulprid 25 mg, weiterhin Absetzsymtpme
14. August 2017: Elontril 150 mg, Erhöhung Sulpirid wieder auf 50 mg nach schlimmen Absetzsymptomen (große Unruhe, Verkrampfung, Atembeschwerden, Herzklopfen etc.).
16. August 2017: Weglassen von Elontril, Sulpirid 50 mg, Unruhe weicht
Ende August 2017: 50 mg Sulpirid, wieder stabil
Anfang November 2017: erneutes Reduzieren, ca. 40 mg Sulpirid (schneide mit dem Messer nach Augenmaß weg, da die Tablette sehr klein ist)
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15.03.2018 Valproinsäure (Antiepileptikum) 450 mg; Sulpirid 25 mg, anfänglich weniger Migräne
15.06.2018 Valproinsäure 150 mg; Sulpirid 25 mg, große innere Unruhe durch Reduzieren von Valproinsäure, gelegentlich Benzos
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Re: Sulpirid absetzen

Beitrag von padma » Donnerstag, 10.08.17, 18:48

hallo Annemika, :)

danke dir für die Übersicht.

Eine Signatur ist das, was unten an jeden Beitrag automatisch angehängt wird. Du clickst dafür auf deinen Benutzername oben rechts, dann Persönlicher Bereich - Profil - Signatur ändern. Da kannst du dann deinen Verlauf reinschreiben.

Da die Zeichenzahl begrenzt ist, sollte das in Stichworten erfolgen, also z.B.:

Ende August 2012: Hausarzt vermutet Burnout, Einnahmebeginn 100 mg Sulpirid
Anfang September 2012: symptomfrei
Weihnachten 2012: Reduktion auf 50 mg Sulpirid
Ostern 2013: 25 mg Sulpirid
Ende April 2013: Sulpirid abgesetzt, 5 Tage später erstmalig starke Depression

Meinst du, du schaffst das?
Bei schrecklicher Unruhe nehme ich ein paar Tropen Benzos (N-Tropfen).
Was genau nimmst du? Und wie oft?

liebe Grüsse,
padma
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Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


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Re: Sulpirid absetzen

Beitrag von annemika » Freitag, 11.08.17, 23:06

Hallo Padma,
jetzt endlich habe ich es geschafft, die Signatur zu erstellen ;)
Bezüglich der EN-Tropfen, die ich im Notfall bei starker nervöser Unruhe nehme, sind das Tranquilizer. Wie gesagt, ich nehme sie nur im äußersten Notfall, sonst würde ich manchmal "ausflippen". Ich weiss, dass man dabei leicht abhängig werden kann und das möchte ich natürlich auf keinem Fall, schließlich genügt mir eine Abhängigkeit.
Ich versuche jetzt einmal die 25 mg Sulpirid zu halten und hoffe, dass die Absetzsymptome langsam verschwinden. Leider sind alle dagegen, dass ich versuche abzusetzen, da sie wissen, dass es mir dann immer schlecht geht....
Soll ich anschließend versuchen das Elontril abzusetzen, oder soll ich weitere Absetzschritte beim Sulpirid wagen?
Danke für eure tollen Feedbacks :)
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Anfang September 2012: symptomfrei
Weihnachten 2012: Reduktion auf 50 mg Sulpirid
Ostern 2013: 25 mg Sulpirid
Ende April 2013: Sulpirid abgesetzt, 5 Tage später erstmalig starke depressive Symptome
Anfang Mai 2013: 50 mg Sulpirid, nach zwei Stunden symptomfrei
Juli 2013: 25 mg Sulpirid, kurze Zeit später erneut depressive Symptome
Juli 2013: 75 mg Sulpirid, erst dann symptomfrei
ab Herbst 2013: erneute Reduzierung des Sulpirid
Mitte Februar 2014: 25 mg Sulpirid, kurze Zeit später starke depressive Symptome, starke Schwäche
Februar 2014: 200 mg Sulpirid, depressive Symptome weiterhin
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März 2014: 75 mg Venlafaxin, 100 mg Sulpirid, sehr schlechtes Allgemeinbefinden
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Anfang Juni 2014: erneut starke Schwäche, kann nur mehr liegen
Anfang Juni 2014: 200 mg Sulpirid, Symptome verschwinden, 150 mg Venlafaxin
Sommer 2014: Reduktion und Absetzen von Venlafaxin (auf eigene Faust)
Sommer 2015: Reduktion des Sulpirids auf 50 mg ohne Probleme, neuer Psychiater
Sommer 2016: Versuch der Reduktion des Sulpirids auf 25 mg, depressive Symptome
März 2017: Psychiater verschreibt Elontril (Bupropion) 75 mg + 50 mg Sulpirid
Juli 2017: Elontril 150 mg, Reduktion des Sulpirids auf 25 mg, nervöse Unruhe, Atembeschwerden, Schwäche, Stimmungsschwankungen, Schwindel
August 2017: Elontril 150 mg, Sulprid 25 mg, weiterhin Absetzsymtpme
14. August 2017: Elontril 150 mg, Erhöhung Sulpirid wieder auf 50 mg nach schlimmen Absetzsymptomen (große Unruhe, Verkrampfung, Atembeschwerden, Herzklopfen etc.).
16. August 2017: Weglassen von Elontril, Sulpirid 50 mg, Unruhe weicht
Ende August 2017: 50 mg Sulpirid, wieder stabil
Anfang November 2017: erneutes Reduzieren, ca. 40 mg Sulpirid (schneide mit dem Messer nach Augenmaß weg, da die Tablette sehr klein ist)
Mitte November 2017: ca. 40 mg Sulpirid, leichte Absetzsymptome (Nervosiät, Stimmungsschwankungen)
Mitte Dezember 2017: ca. 35 mg Sulpirid, einigermaßen stabil,
Weihnachten 2017: ca. 30 mg Sulpirid, stärkere Absetzsymptome (wie oben)
Weihnachten 2017: wieder aufdosiert auf ca. 35 mg Sulpirid,
Ende Jänner 2018: ca. 35 mg Sulpirid, immer wieder Absetzsymptome (Herzprobleme, Schwindel, depressive Verstimmungen, Schwäche, Unruhe, starke Migräne), dazwischen auch gute Tage
Mitte Februar 2018: 25 mg Sulpirid, eine Woche starke Absetzsymptome (Schwäche in den Beinen, Kopfdruck, Niedergeschlagenheit, schlechter Schlaf, sehr starke Migräne), ein paar gute Tage anschließend
7.03.2018 Beginn mit MIgräneprophylaxe: Valproinsäure (Antiepilepikum) 300 mg, 25 mg Sulpirid
15.03.2018 Valproinsäure (Antiepileptikum) 450 mg; Sulpirid 25 mg, anfänglich weniger Migräne
15.06.2018 Valproinsäure 150 mg; Sulpirid 25 mg, große innere Unruhe durch Reduzieren von Valproinsäure, gelegentlich Benzos
25.06.2018 Valproisäure abgesetzt, weiterhin 25mg Sulpirid, trinke Passionsblumentee 22.07.2018 22.5 mg Sulpirid mit der Wasserlösmethode, Metaprolol 25mg (Betablocker) gegen Migräne und Herzbeschwerden

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Re: Sulpirid absetzen

Beitrag von padma » Samstag, 12.08.17, 22:39

hallo Annemika, :)

danke dir für die Signatur, so ist sie sehr gut und übersichtlich :D
Könntest du bei den weiteren Schritten, dann bitte immer das genaue Datum shreiben?
Ich versuche jetzt einmal die 25 mg Sulpirid zu halten und hoffe, dass die Absetzsymptome langsam verschwinden.
Ja, bleib dabei, bis du dich stabilisiert hast.
Leider sind alle dagegen, dass ich versuche abzusetzen, da sie wissen, dass es mir dann immer schlecht geht....
Ich würde die nächsten Schritte dann wirklich deutlich kleiner nehmen, am besten nur 2,5 mg weniger. Dann sollten die Symptome deutlich milder ausfallen.
Soll ich anschließend versuchen das Elontril abzusetzen, oder soll ich weitere Absetzschritte beim Sulpirid wagen?
Elontril ist ja eher pushend, daher würde es Sinn machen, als nächstes Elontril rauszunehmen. Leider darf man es nicht teilen.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Sulpirid absetzen

Beitrag von annemika » Sonntag, 13.08.17, 17:33

Hallo,
Bin leider seit einigen Tagen furchtbar nervös und angespannt, dass mir schon mein Brustkorb weh tut... gleichzeitig total schwach... Diese Angespanntheit ist leider kaum auszuhalten, hab gerade einige Beruhigungstropfen genommen (EN- Tropfen), wenn das so weitergeht, werde ich wohl abbrechen müssen! Bin total deprimiert :( Soll ich probieren das Elontril wegzulassen, wenn das zusätzlich pusht? Danke
Signatur
Ende August 2012: ausgeprägte Schwäche nach Studiumsende, Hausarzt vermutet Burnout, Einnahmebeginn 100 mg Sulpirid
Anfang September 2012: symptomfrei
Weihnachten 2012: Reduktion auf 50 mg Sulpirid
Ostern 2013: 25 mg Sulpirid
Ende April 2013: Sulpirid abgesetzt, 5 Tage später erstmalig starke depressive Symptome
Anfang Mai 2013: 50 mg Sulpirid, nach zwei Stunden symptomfrei
Juli 2013: 25 mg Sulpirid, kurze Zeit später erneut depressive Symptome
Juli 2013: 75 mg Sulpirid, erst dann symptomfrei
ab Herbst 2013: erneute Reduzierung des Sulpirid
Mitte Februar 2014: 25 mg Sulpirid, kurze Zeit später starke depressive Symptome, starke Schwäche
Februar 2014: 200 mg Sulpirid, depressive Symptome weiterhin
März 2014: erstmalige Konsultierung eines Psychiaters
März 2014: 75 mg Venlafaxin, 100 mg Sulpirid, sehr schlechtes Allgemeinbefinden
April 2014: 150 mg Venlafaxin, 50 mg Sulpirid, sehr schlechtes Allgemeinbefinden, 10 Tage Krankenstand
Mail 2014: 150 mg Venlafaxin, 25 mg Sulpirid, langsame Besserung des Allgemeinbefindens
Anfang Juni 2014: 150 mg Venlafaxin, 0 mg Sulpirid
Anfang Juni 2014: erneut starke Schwäche, kann nur mehr liegen
Anfang Juni 2014: 200 mg Sulpirid, Symptome verschwinden, 150 mg Venlafaxin
Sommer 2014: Reduktion und Absetzen von Venlafaxin (auf eigene Faust)
Sommer 2015: Reduktion des Sulpirids auf 50 mg ohne Probleme, neuer Psychiater
Sommer 2016: Versuch der Reduktion des Sulpirids auf 25 mg, depressive Symptome
März 2017: Psychiater verschreibt Elontril (Bupropion) 75 mg + 50 mg Sulpirid
Juli 2017: Elontril 150 mg, Reduktion des Sulpirids auf 25 mg, nervöse Unruhe, Atembeschwerden, Schwäche, Stimmungsschwankungen, Schwindel
August 2017: Elontril 150 mg, Sulprid 25 mg, weiterhin Absetzsymtpme
14. August 2017: Elontril 150 mg, Erhöhung Sulpirid wieder auf 50 mg nach schlimmen Absetzsymptomen (große Unruhe, Verkrampfung, Atembeschwerden, Herzklopfen etc.).
16. August 2017: Weglassen von Elontril, Sulpirid 50 mg, Unruhe weicht
Ende August 2017: 50 mg Sulpirid, wieder stabil
Anfang November 2017: erneutes Reduzieren, ca. 40 mg Sulpirid (schneide mit dem Messer nach Augenmaß weg, da die Tablette sehr klein ist)
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Weihnachten 2017: ca. 30 mg Sulpirid, stärkere Absetzsymptome (wie oben)
Weihnachten 2017: wieder aufdosiert auf ca. 35 mg Sulpirid,
Ende Jänner 2018: ca. 35 mg Sulpirid, immer wieder Absetzsymptome (Herzprobleme, Schwindel, depressive Verstimmungen, Schwäche, Unruhe, starke Migräne), dazwischen auch gute Tage
Mitte Februar 2018: 25 mg Sulpirid, eine Woche starke Absetzsymptome (Schwäche in den Beinen, Kopfdruck, Niedergeschlagenheit, schlechter Schlaf, sehr starke Migräne), ein paar gute Tage anschließend
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Re: Sulpirid absetzen

Beitrag von Jamie » Sonntag, 13.08.17, 17:43

Hallo Annemika,

es wäre sinnvoller das Sulpirid aufzudosieren, z.B. auf 30mg oder 35mg und zu schauen, ob sich deine Symptome bessern.
Das Benzodiazepin ist keine Lösung, sonst bist du in 2 Wochen abhängig.
Bitte schraube jetzt auch nicht am Elontril herum; bitte auf keinen Fall an zwei Dingen gleichzeitig etwas ändern, sonst weiß kein Mensch was davon "schuld" ist, wenn es dir schlechter gehen sollte.

Eine Reduktion von 50mg auf 25mg ist auch viel zu groß gewesen, das entspricht ja 50% weniger!
Manchmal geht so etwas gut, aber oft genug auch eben nicht.

Das wären meine Eindrücke dazu.

Gute Besserung :hug:
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Re: Sulpirid absetzen

Beitrag von annemika » Sonntag, 13.08.17, 20:55

Danke Jamie,
ja, werde wohl aufdosieren müssen. Bin so angespannt in der Herzgegend und das macht mir angst. Bin sauer auf meinem Psychiater (der ja eine Koriphäe sein soll), der meinte mit Hilfe des Elontrils würde ich das Neuroleptikum sicher absetzen können. Leider war dem nicht so und ich habe jetzt zwei Medis hängen. Ich habe noch knapp drei Wochen Urlaub und dann muss ich wieder in Ordnung sein. Ich bin einfach nur total traurig :( Werde mir aus Deutschland den Dogmatil Saft bestellen (falls das geht) und dann damit langsam reduzieren. Falls das auch nicht klappt, werde ich das Neuroleptikum wohl ein Leben lang nehmen müssen :frust:
Danke
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März 2017: Psychiater verschreibt Elontril (Bupropion) 75 mg + 50 mg Sulpirid
Juli 2017: Elontril 150 mg, Reduktion des Sulpirids auf 25 mg, nervöse Unruhe, Atembeschwerden, Schwäche, Stimmungsschwankungen, Schwindel
August 2017: Elontril 150 mg, Sulprid 25 mg, weiterhin Absetzsymtpme
14. August 2017: Elontril 150 mg, Erhöhung Sulpirid wieder auf 50 mg nach schlimmen Absetzsymptomen (große Unruhe, Verkrampfung, Atembeschwerden, Herzklopfen etc.).
16. August 2017: Weglassen von Elontril, Sulpirid 50 mg, Unruhe weicht
Ende August 2017: 50 mg Sulpirid, wieder stabil
Anfang November 2017: erneutes Reduzieren, ca. 40 mg Sulpirid (schneide mit dem Messer nach Augenmaß weg, da die Tablette sehr klein ist)
Mitte November 2017: ca. 40 mg Sulpirid, leichte Absetzsymptome (Nervosiät, Stimmungsschwankungen)
Mitte Dezember 2017: ca. 35 mg Sulpirid, einigermaßen stabil,
Weihnachten 2017: ca. 30 mg Sulpirid, stärkere Absetzsymptome (wie oben)
Weihnachten 2017: wieder aufdosiert auf ca. 35 mg Sulpirid,
Ende Jänner 2018: ca. 35 mg Sulpirid, immer wieder Absetzsymptome (Herzprobleme, Schwindel, depressive Verstimmungen, Schwäche, Unruhe, starke Migräne), dazwischen auch gute Tage
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