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Galatea: Lyrica zu schnell abgesetzt - wieder beginnen?

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Galatea: Lyrica zu schnell abgesetzt - wieder beginnen?

Beitrag von Galatea » Dienstag, 13.09.16, 13:30

Hallo zusammen,

ich bin sehr froh, dieses Forum gefunden zu haben (und wünschte, ich hätte mich schon früher informiert). Ich habe gegen Schmerzen in der HWS Lyrica eingenommen, die Höchstdosis waren zwischenzeitlich 100-100, die ich aber nicht mehr gut vertragen habe. Mein vorheriger Neurologe meinte leider, dass das Absetzen kein Problem wäre und ich habe somit nach anfänglicher Reduktion (bis 75-50) dann alles auf einmal abgesetzt. Die Reduktion war halbwegs problemlos, nachträglich kann ich aber wohl meine seltsamen Nervenschmerzen im Fuß damit erklären, die nun besser ind.

In den ersten drei Tagen nach dem völligen Absetzen hatte ich wahnsinnige nächtliche Schweißattacken - das war aber noch auszuhalten und ich dachte, was soll's, da muss ich durch. Einige Tage später fing dann ein starkes inneres Vibrieren an und irgendwie das Gefühl durchzudrehen (was ich anfänglich wegen des verspäteten Einsetzens gar nicht mit dem Lyrica in Verbindung gebracht habe). Ich habe immer noch durchgehalten, in der Meinung, das wird jetzt eben 1-2 Wochen andauern und dann bin ich das Zeugs los.

Mittlerweile sind es 2,5 Monate und ich spüre immer noch diese Unruhe. Vor allem beim Einschlafen beginnt (gerade wenn ich so richtig zur Ruhe komme) ein inneres Vibrieren im Hals-Brust-Bereich, das mich fast verrückt macht. Ich greife ab und zu frei verkäuflichen Schlafmitteln und selten (weil höllisch Respekt davor) zu Alprazolam oder Zoldem. Ich bin ständig übermüdet und fürchte mich schon jeden Tag vor dem Schlafengehen.

Die neurologische Untersuchung ist nicht weiter auffällig, Schilddrüse (auch wenn Hashimoto-Verdacht wegen hohen Antikörpern) in der Funktion normal. Auch keine Angststörung oder Depression (außer zwischendurch Down-Phasen, weil die Schmerzen nun wieder stärker sind)

Der neue Neurologe (der immerhin zugesteht, dass Lyrica Absetzproblematiken macht) meint, wieder anfangen würde er nicht, weil ich sonst die Einschleich- und die Absatzsymptome gleichzeitig haben würde nach der langen Zeit.

Habt ihr irgendeinen Rat für mich? Kennt das jemand?

Vielleicht ausprobieren, ob es mit einer geringen Lyrica-Dosierung weggeht und dann ganz langsam ausschleichen? Kann es überhaupt noch vom Lyrica kommen oder hat sich das vielleicht in mein Nervensystem eingeschlichen, obwohl das Zeug schon aus meinem Körper draußen ist? Bin wirklich verzweifelt und drehe am Rad :(

Herzliche Grüße
Galatea
Zuletzt geändert von Gwen am Montag, 25.06.18, 19:19, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Name im Titel ergänzt zur besseren Übersichtlichkeit im Forum
Symptome: Bandscheibenvorfall in der HWS April 2015, seitdem anhaltende Schmerzen und Berührungempfindlichkeit, die sich kein Arzt mit der ursprünglichen Diagnose erklären kann. Keine Operation, diverse stationäre Aufenthalte mit Infiltrationen.

Medikation 1. Versuch: Diverse NSAR und Muskelrelaxantien (wenig Erfolg, nur noch sporadisch)
Medikation 2. Versuch: Tramadol (wenig Erfolg und allergische Reaktion, abgesetzt)
Medikation 3. Versuch: Hydromorphon (wenig Erfolg und nach 2 Monaten abgesetzt)
Medikation 4. Versuch: Lyrica (Pregabalin), 7 Monate lang, Höchstdosierung 100-100 (abgesetzt wegen Nebenwirkungen)

Absatzverlauf Lyrica:
April 2016: 75-75
Mai 2016: 75-50
Ende Juni 2016: ganz abgesetzt, viel zu schnell, I know now :(

Anfangs starkes Schwitzen, Nervenschmerzen, das Gefühl verrückt zu werden, totale Unruhe und inneres Vibrieren (wie ein Schnurren), das mich nicht schlafen lässt und umso stärker wird, je müder ich bin. Letzteres verfolgt mich bis heute.

15.9.2016 Mit 3 mg morgens und abends wieder begonnen (Wasserlösmethode)
18.9.2016 Auf 6-6 gesteigert
21.9.2016 Auf 8-8 gesteigert (endlich kleine Besserung)
28.9.2016 Auf 10-10 gesteigert

11.10.2016: Reduktion auf 9-9
21.10.2016: Reduktion auf 8-9
31.10.2016: Reduktion auf 8-8 (soweit so gut)

4.11.2016: Plötzlich wieder Zittern, Unruhe, wird immer stärker
9.11.2016: Gesteigert auf 9-9
16.11.2016: Gesteigert auf 10-10
22.11.2016: Gesteigert auf 12-12 (nix, nada, keine Besserung)

Bis Februar 2017 dann sehr langsam wieder runtergesetzt. Nebenwirkungen noch ca. 8 Monate länger andauernd.

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Re: Lyrica zu schnell abgesetzt - wieder beginnen?

Beitrag von padma » Dienstag, 13.09.16, 13:53

hallo Galatea, :)

willkommen im ADFD.

Dein Neurologe hat dich leider wirklich sehr schlecht beraten :frust: . Lyrica hätte sehr langsam ausgeschlichen werden müssen. Du hast praktisch einen Kaltentzug gemacht, :shock: daher ist es nicht erstaunlich, dass du jetzt unter Absetzsymptomen leidest

Empfindungen des Vibrierens werden häufig beschrieben, (die Absetzsymptomen sind bei allen Psychopharmaka im Wesentlichen die selben).
Diese Einträge hat unsere Suchfunktion dazu http://www.adfd.org/austausch/search.ph ... =Vibrieren
Die neurologische Untersuchung ist nicht weiter auffällig, Schilddrüse (auch wenn Hashimoto-Verdacht wegen hohen Antikörpern) in der Funktion normal.
Wurde der Hashimotoverdacht über eine Sonographie abgeklärt? Und wurde auch fT3 und fT4 überprüft? Der TSH ist alleine nicht aussagekräftig.
meint, wieder anfangen würde er nicht, weil ich sonst die Einschleich- und die Absatzsymptome gleichzeitig haben würde nach der langen Zeit.
Nach 2,5 Monaten ist eine Wiedereindosierung immerr so eine Sache. Es kann sein, dass es nicht mehr greift oder nicht mehr vertragen wird. Daher unbedingt mit einer absoluten Minidosis austesten und wenn dann, sehr niedrig wiedereindosieren.

Auch wenn Ärzte das nicht glauben, die Eindosierung einer Minimaldosis von wenigen mg kann Entlastung bringen.
Ich denke, es wäre einen Versuch wert.

Arianrhod :) hat mithilfe von Lyrica Lösung gerade erfolgreich ausgeschlichen, lies dir mal ihren thread durch
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 32&t=11219

Ich denke, sie wird dir hier auch noch antworten.

liebe Grüsse,
padma
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seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

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Absetzverlauf:
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1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


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Re: Lyrica zu schnell abgesetzt - wieder beginnen?

Beitrag von Annanas » Dienstag, 13.09.16, 14:06

Hallo Galatea :) , herzlich willkommen im ADFD!
Galatea hat geschrieben:Ich habe gegen Schmerzen in der HWS Lyrica eingenommen, die Höchstdosis waren zwischenzeitlich 100-100, die ich aber nicht mehr gut vertragen habe. Mein vorheriger Neurologe meinte leider, dass das Absetzen kein Problem wäre und ich habe somit nach anfänglicher Reduktion (bis 75-50) dann alles auf einmal abgesetzt.
Leider haben wir hier die Erfahrung machen müssen, daß die meisten Ärzte von Absetzsymptomen nichts wissen (wollen).
Das Absetzen verlief viel zu schnell und in zu großen Schritten.

Wie lange hast du Lyrica genommen??
Könntest du bitte eine Signatur erstellen (rechts oben auf Nickname, persönl Bereich, Profil, Signatur ändern) und dort
die Medikamenteinnahme bzw das Absetzen in mg sowie den Zeitraum dokumentieren?! Dankeschön, dann haben
wir gleich alles im Blick.
Galatea hat geschrieben:Mittlerweile sind es 2,5 Monate und ich spüre immer noch diese Unruhe. Vor allem beim Einschlafen beginnt (gerade wenn ich so richtig zur Ruhe komme) ein inneres Vibrieren im Hals-Brust-Bereich, das mich fast verrückt macht. Ich greife ab und zu frei verkäuflichen Schlafmitteln und selten (weil höllisch Respekt davor) zu Alprazolam oder Zoldem. Ich bin ständig übermüdet und fürchte mich schon jeden Tag vor dem Schlafengehen.
Ja, das sind noch typische Absetzsymptome u. die genannten Medikamente sind wirklich keine Alternative, da sie abhängig machen.

Was kannst du jetzt tun?
Es ist schwierig, jetzt zu raten - mittlerweile sind 10 Wochen vergangen.
Evtl könntest du versuchen, eine Minimenge wieder einzudosieren - es gibt Lyrica/Pregabalin auch in Tropfenform: Lösung der Firma Pfizer.
diese Tropfen werden mit einer Spritze aufgezogen (1ml enthält 20 mg Pregabalin).

Du bräuchtest dann allerdings eine Spritze mit einer feineren Skalierung, denn wenn du wieder eindosieren willst, würde ich
nur mit 1 - 2 mg Lyrica einsteigen u. dann schauen, wie es dir damit geht.
Beim Tierarzt gibt es z.B. Spritzen, die 100 Unterteilungen für 1 ml haben.

Das fürs Erste von mir, lG von Anna

HIer ist nochmal eine Info zum Medikament:
https://www.gelbe-liste.de/medikamente/ ... nformation

PS: überschnitten mit Padma :)
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Vorgeschichte:
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
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28.01.2018 30. Red. 1 mg auf 6 mg - wegen starker Beschwerden am 02.02. auf 6,3 mg aufdosiert
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Re: Lyrica zu schnell abgesetzt - wieder beginnen?

Beitrag von Galatea » Dienstag, 13.09.16, 15:42

Hallo Padma,

vielen Dank für die rasche Antwort.
Empfindungen des Vibrierens werden häufig beschrieben, (die Absetzsymptomen sind bei allen Psychopharmaka im Wesentlichen die selben).
Diese Einträge hat unsere Suchfunktion dazu http://www.adfd.org/austausch/search.ph ... =Vibrieren
Ja, ich habe einiges dazu gelesen, aber nirgends so richtig gefunden, dass es soooo lange andauern kann :(
Wurde der Hashimotoverdacht über eine Sonographie abgeklärt? Und wurde auch fT3 und fT4 überprüft? Der TSH ist alleine nicht aussagekräftig.
Ja, fT3 und fT4 sind im Normalbereich (fT3 gerade noch, eher niedrig). Daher die Empfehlung, dass ich die Schilddrüse trotz erhöhten Antikörpern derzeit nicht behandeln muss. Sonographie ist unauffällig, außer dass die Schilddrüse klein ist, wurde nichts gefunden.
Auch wenn Ärzte das nicht glauben, die Eindosierung einer Minimaldosis von wenigen mg kann Entlastung bringen.
Ich denke, es wäre einen Versuch wert.
Dass es diese Tropfen gibt, habe ich auch erst hier im Forum erfahren, zwei Ärzte haben mir bereits gesagt, dass es nur Kapseln 25 mg gibt. Ich werde den Neurologen beim nächsten Besuch darauf ansprechen. Ich habe jetzt noch zur Sicherheit eine kardiologische Untersuchung - wobei ich nicht davon ausgehe, dass mein Herz die Ursache des Übels ist :)

Viele Grüße
Galatea
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Symptome: Bandscheibenvorfall in der HWS April 2015, seitdem anhaltende Schmerzen und Berührungempfindlichkeit, die sich kein Arzt mit der ursprünglichen Diagnose erklären kann. Keine Operation, diverse stationäre Aufenthalte mit Infiltrationen.

Medikation 1. Versuch: Diverse NSAR und Muskelrelaxantien (wenig Erfolg, nur noch sporadisch)
Medikation 2. Versuch: Tramadol (wenig Erfolg und allergische Reaktion, abgesetzt)
Medikation 3. Versuch: Hydromorphon (wenig Erfolg und nach 2 Monaten abgesetzt)
Medikation 4. Versuch: Lyrica (Pregabalin), 7 Monate lang, Höchstdosierung 100-100 (abgesetzt wegen Nebenwirkungen)

Absatzverlauf Lyrica:
April 2016: 75-75
Mai 2016: 75-50
Ende Juni 2016: ganz abgesetzt, viel zu schnell, I know now :(

Anfangs starkes Schwitzen, Nervenschmerzen, das Gefühl verrückt zu werden, totale Unruhe und inneres Vibrieren (wie ein Schnurren), das mich nicht schlafen lässt und umso stärker wird, je müder ich bin. Letzteres verfolgt mich bis heute.

15.9.2016 Mit 3 mg morgens und abends wieder begonnen (Wasserlösmethode)
18.9.2016 Auf 6-6 gesteigert
21.9.2016 Auf 8-8 gesteigert (endlich kleine Besserung)
28.9.2016 Auf 10-10 gesteigert

11.10.2016: Reduktion auf 9-9
21.10.2016: Reduktion auf 8-9
31.10.2016: Reduktion auf 8-8 (soweit so gut)

4.11.2016: Plötzlich wieder Zittern, Unruhe, wird immer stärker
9.11.2016: Gesteigert auf 9-9
16.11.2016: Gesteigert auf 10-10
22.11.2016: Gesteigert auf 12-12 (nix, nada, keine Besserung)

Bis Februar 2017 dann sehr langsam wieder runtergesetzt. Nebenwirkungen noch ca. 8 Monate länger andauernd.

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Re: Lyrica zu schnell abgesetzt - wieder beginnen?

Beitrag von Galatea » Dienstag, 13.09.16, 16:10

Hallo Anna,
Wie lange hast du Lyrica genommen??
Könntest du bitte eine Signatur erstellen (rechts oben auf Nickname, persönl Bereich, Profil, Signatur ändern) und dort
die Medikamenteinnahme bzw das Absetzen in mg sowie den Zeitraum dokumentieren?! Dankeschön, dann haben
wir gleich alles im Blick.
Ich dachte eigentlich, dass die Signatur mittlerweile eingestellt ist, falls das jetzt wieder nicht klappt, hier nochmal zur Übersicht:

Symptome: Bandscheibenvorfall in der HWS April 2015, seitdem anhaltende Schmerzen und Berührungempfindlichkeit, die sich kein Arzt mit der ursprünglichen Diagnose erklären kann. Keine Operation, diverse stationäre Aufenthalte mit Infiltrationen.

Medikation 1. Versuch: Diverse NSAR und Muskelrelaxantien (wenig Erfolg, nur noch sporadisch)
Medikation 2. Versuch: Tramadol (wenig Erfolg und allergische Reaktion, abgesetzt)
Medikation 3. Versuch: Hydromorphon (wenig Erfolg und nach 2 Monaten abgesetzt)
Medikation 4. Versuch: Lyrica (Pregabalin), 7 Monate lang, Höchstdosierung 100-100 (abgesetzt wegen Nebenwirkungen)

Absatzverlauf Lyrica:
April 2016: 75-75
Mai 2016: 75-50
Ende Juni 2016: ganz abgesetzt, viel zu schnell, I know now :(
Evtl könntest du versuchen, eine Minimenge wieder einzudosieren - es gibt Lyrica/Pregabalin auch in Tropfenform: Lösung der Firma Pfizer.
diese Tropfen werden mit einer Spritze aufgezogen (1ml enthält 20 mg Pregabalin).
Das scheint wirklich eine gute Lösung zu sein - ich versuche mal, mir die Tropfen verschreiben zu lassen.

Liebe Grüße
Galatea
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Medikation 1. Versuch: Diverse NSAR und Muskelrelaxantien (wenig Erfolg, nur noch sporadisch)
Medikation 2. Versuch: Tramadol (wenig Erfolg und allergische Reaktion, abgesetzt)
Medikation 3. Versuch: Hydromorphon (wenig Erfolg und nach 2 Monaten abgesetzt)
Medikation 4. Versuch: Lyrica (Pregabalin), 7 Monate lang, Höchstdosierung 100-100 (abgesetzt wegen Nebenwirkungen)

Absatzverlauf Lyrica:
April 2016: 75-75
Mai 2016: 75-50
Ende Juni 2016: ganz abgesetzt, viel zu schnell, I know now :(

Anfangs starkes Schwitzen, Nervenschmerzen, das Gefühl verrückt zu werden, totale Unruhe und inneres Vibrieren (wie ein Schnurren), das mich nicht schlafen lässt und umso stärker wird, je müder ich bin. Letzteres verfolgt mich bis heute.

15.9.2016 Mit 3 mg morgens und abends wieder begonnen (Wasserlösmethode)
18.9.2016 Auf 6-6 gesteigert
21.9.2016 Auf 8-8 gesteigert (endlich kleine Besserung)
28.9.2016 Auf 10-10 gesteigert

11.10.2016: Reduktion auf 9-9
21.10.2016: Reduktion auf 8-9
31.10.2016: Reduktion auf 8-8 (soweit so gut)

4.11.2016: Plötzlich wieder Zittern, Unruhe, wird immer stärker
9.11.2016: Gesteigert auf 9-9
16.11.2016: Gesteigert auf 10-10
22.11.2016: Gesteigert auf 12-12 (nix, nada, keine Besserung)

Bis Februar 2017 dann sehr langsam wieder runtergesetzt. Nebenwirkungen noch ca. 8 Monate länger andauernd.

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Re: Lyrica zu schnell abgesetzt - wieder beginnen?

Beitrag von Galatea » Donnerstag, 15.09.16, 10:20

Hallo zusammen,

mein Hausarzt kann mir die Lösung nicht verschreiben, weil es in Österreich offensichtlich nicht zugelassen ist und sie es im Arzneimittel-Index nicht findet. Nun muss ich also doch wieder auf einen Termin beim Neurologen warten (wobei ich nicht weiß, ob er es mir dann verschreiben kann und es aus Deutschland bestellt wird). Hmpf, nächste Woche bin ich auf Urlaub und ich hatte so gehofft, dass ich es dort in Ruhe einmal ausprobieren kann.

Hat die Lösung irgendjemand vielleicht in Österreich schon verschrieben bekommen?

Ansonsten würde ich ihn bitten, mir die 25 mg Kapseln so zu verordnen, dass sie in der Apotheke auf kleinere Kapseln aufgeteilt werden.

Bin gestern Nacht mit Mühe auf 2-3 Stunden Schlaf gekommen, weil ich vor Unruhe und innerem Vibrieren mal wieder nicht einschlafen konnte.
Evtl könntest du versuchen, eine Minimenge wieder einzudosieren - es gibt Lyrica/Pregabalin auch in Tropfenform: Lösung der Firma Pfizer.
diese Tropfen werden mit einer Spritze aufgezogen (1ml enthält 20 mg Pregabalin).
Falls ich die Lösung bekomme, wie genau würdet ihr vorgehen? 1-2 ml am Anfang und jeden Tag etwas steigern, bis die Symptome erstmal weg sind? Falls Kapseln: 5 mg-Schritte? Viel kleiner wird es wohl nicht aus den 25 mg Kapseln abgefüllt werden.

Liebe Grüße
Galatea
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Medikation 1. Versuch: Diverse NSAR und Muskelrelaxantien (wenig Erfolg, nur noch sporadisch)
Medikation 2. Versuch: Tramadol (wenig Erfolg und allergische Reaktion, abgesetzt)
Medikation 3. Versuch: Hydromorphon (wenig Erfolg und nach 2 Monaten abgesetzt)
Medikation 4. Versuch: Lyrica (Pregabalin), 7 Monate lang, Höchstdosierung 100-100 (abgesetzt wegen Nebenwirkungen)

Absatzverlauf Lyrica:
April 2016: 75-75
Mai 2016: 75-50
Ende Juni 2016: ganz abgesetzt, viel zu schnell, I know now :(

Anfangs starkes Schwitzen, Nervenschmerzen, das Gefühl verrückt zu werden, totale Unruhe und inneres Vibrieren (wie ein Schnurren), das mich nicht schlafen lässt und umso stärker wird, je müder ich bin. Letzteres verfolgt mich bis heute.

15.9.2016 Mit 3 mg morgens und abends wieder begonnen (Wasserlösmethode)
18.9.2016 Auf 6-6 gesteigert
21.9.2016 Auf 8-8 gesteigert (endlich kleine Besserung)
28.9.2016 Auf 10-10 gesteigert

11.10.2016: Reduktion auf 9-9
21.10.2016: Reduktion auf 8-9
31.10.2016: Reduktion auf 8-8 (soweit so gut)

4.11.2016: Plötzlich wieder Zittern, Unruhe, wird immer stärker
9.11.2016: Gesteigert auf 9-9
16.11.2016: Gesteigert auf 10-10
22.11.2016: Gesteigert auf 12-12 (nix, nada, keine Besserung)

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Re: Lyrica zu schnell abgesetzt - wieder beginnen?

Beitrag von Murmeline » Donnerstag, 15.09.16, 10:29

Hallo Galatea,

das ist natürlich Mist :( Ich hoffe, mit dem Facharzt zusammen findet sich eine Lösung. Mir fällt niemand ein, der hier im Forum schon berichtet hat, ob das klappt mit einem Import.
Ansonsten würde ich ihn bitten, mir die 25 mg Kapseln so zu verordnen, dass sie in der Apotheke auf kleinere Kapseln aufgeteilt werden.
Das ist auch eine Möglichkeit.
Bin gestern Nacht mit Mühe auf 2-3 Stunden Schlaf gekommen, weil ich vor Unruhe und innerem Vibrieren mal wieder nicht einschlafen konnte.
Oje, das ist so anstrengend, wenn es mit dem Schlaf nicht klappt. Hast Du es mal mit was pflanzlichem vorsichtig versucht, zum Einnehmen oder mit entsprechenden Tees?
Falls ich die Lösung bekomme, wie genau würdet ihr vorgehen? 1-2 ml am Anfang und jeden Tag etwas steigern, bis die Symptome erstmal weg sind?
Jeden Tag steigern würde ich nicht machen. Einige Tage sollte man sich die Entwicklung durch einen Schritt schon anschauen. meistens setzt auch die Wirkung eher etwas zeitverzögert ein.

Grüße, Murmeline
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Re: Lyrica zu schnell abgesetzt - wieder beginnen?

Beitrag von Galatea » Donnerstag, 15.09.16, 10:55

Oje, das ist so anstrengend, wenn es mit dem Schlaf nicht klappt. Hast Du es mal mit was pflanzlichem vorsichtig versucht, zum Einnehmen oder mit entsprechenden Tees?
Ich habe es mit hochdosierter Passionsblume versucht (die macht mich zwar etwas chilliger, hilft aber nicht so sehr bei Einschlafen). GABA habe ich auch getestet - es verstärkt erst die Symptome etwas, danach hilft es aber ein wenig und macht mich müde, ich kann aber auch nicht sagen, dass ich konsistent davon besser schlafen würde. Meine Hausärztin hat mir nun Circadin 2mg aufgeschrieben (Melatonin), das werde ich jetzt noch ausprobieren. Bin aber auch für andere Tipps gerne zu haben.

Ich bin immer noch so hin- und hergerissen zwischen "das muss doch auch irgendwann wieder aufhören" und der Angst, dass es sich irgendwie in meinem Körper festsetzt und nicht mehr wegzukriegen ist.

Ich war immer ein sehr sportlicher und aktiver Mensch und seit diesem Bandscheibenvorfall, den Schmerzen und jetzt auch noch diesem Lyrica-Mist fühle ich mich nicht mehr als ich selbst. Als hätte man mir mein Leben irgendwie "weggenommen". Und ich bereue auch, mich auf das Lyrica eingelassen zu haben - es hat zwar die Berührungsempfindlichkeit etwas gemildert, aber du Erfolge waren nicht wirklich durchschlagend. Außerdem könnte ich mir in den A... beißen, dass ich nicht schon viel früher recherchiert habe und mich auf die Aussage der Neurologin verlassen habe, dass sie noch nie von irgendwelchen Problem beim Absetzen gehört hat :frust:

Liebe Grüße
Galatea
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Absatzverlauf Lyrica:
April 2016: 75-75
Mai 2016: 75-50
Ende Juni 2016: ganz abgesetzt, viel zu schnell, I know now :(

Anfangs starkes Schwitzen, Nervenschmerzen, das Gefühl verrückt zu werden, totale Unruhe und inneres Vibrieren (wie ein Schnurren), das mich nicht schlafen lässt und umso stärker wird, je müder ich bin. Letzteres verfolgt mich bis heute.

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11.10.2016: Reduktion auf 9-9
21.10.2016: Reduktion auf 8-9
31.10.2016: Reduktion auf 8-8 (soweit so gut)

4.11.2016: Plötzlich wieder Zittern, Unruhe, wird immer stärker
9.11.2016: Gesteigert auf 9-9
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Re: Lyrica zu schnell abgesetzt - wieder beginnen?

Beitrag von Murmeline » Donnerstag, 15.09.16, 11:08

Hallo Galatea,

ich höre immer wieder von Ärzten, die noch nie so "sensibel" Patienten hatten mit Absetzproblemen... das kann ja auch alles sein, wichtig ist aber, dass der Arzt ergebnisoofen zuhört und Dich ernstnimmt.

In den Fachinformationen fürÄrzte zu Lyrica, die Deine Ärztin ja eigentlich kennen müsste, steht:
Nach Absetzen einer Kurzzeit- oder Langzeittherapie von Pregabalin wurden bei einigen Patienten Entzugssymptome beobachtet. Die folgenden Ereignisse wurden berichtet: Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Übelkeit, Angst, Durchfall, Grippesymptome ,Nervosität, Depressionen, Schmerzen, Konvulsionen, Hyperhidrose und Benommenheit, den Eindruck von physischer Abhängigkeit erweckend. Der Patient sollte zu Beginn der Behandlung hierüber informiert werden.
http://www.fachinfo.de/pdf/008546

Letztes hat ja wohl nicht geklappt, diese Erfahrung teilst du leider mit vielen anderen ADFDlern.

Melatonin-Erfahrungen findest Du über die Suche:
http://www.adfd.org/austausch/search.ph ... =Melatonin+

Unabhängige (also nicht pharmafinanzierte Quellen) wie das Arznei-Telegramm informieren so:
http://www.arznei-telegramm.de/html/200 ... 45_01.html

Hier sind Fachinformationen: http://www.ema.europa.eu/docs/de_DE/doc ... 026811.pdf

Interessant finde ich ab Seite 8 die Infos zu den Zulassungsstudien - die meisten Studien dauerten 3 Wochen, nur eine ging über 6 Monate.

Auch Melatonin sollte nach einer vorübergehenden Einnahme ausgeschlichen werden.

Grüße, Murmeline
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

Galatea
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Re: Lyrica zu schnell abgesetzt - wieder beginnen?

Beitrag von Galatea » Donnerstag, 15.09.16, 12:13

So, bis ich darauf warte, dass ich vielleicht irgendwann zu den Tropfen komme, habe ich jetzt einfach mal nach der Wasserlösmethode ca. 2 mg abgewogen und mir einverleibt. Werde das jetzt für einige Tage morgens und abends machen. Ich bin gespannt, ob es irgendeine Besserung bringt.
Symptome: Bandscheibenvorfall in der HWS April 2015, seitdem anhaltende Schmerzen und Berührungempfindlichkeit, die sich kein Arzt mit der ursprünglichen Diagnose erklären kann. Keine Operation, diverse stationäre Aufenthalte mit Infiltrationen.

Medikation 1. Versuch: Diverse NSAR und Muskelrelaxantien (wenig Erfolg, nur noch sporadisch)
Medikation 2. Versuch: Tramadol (wenig Erfolg und allergische Reaktion, abgesetzt)
Medikation 3. Versuch: Hydromorphon (wenig Erfolg und nach 2 Monaten abgesetzt)
Medikation 4. Versuch: Lyrica (Pregabalin), 7 Monate lang, Höchstdosierung 100-100 (abgesetzt wegen Nebenwirkungen)

Absatzverlauf Lyrica:
April 2016: 75-75
Mai 2016: 75-50
Ende Juni 2016: ganz abgesetzt, viel zu schnell, I know now :(

Anfangs starkes Schwitzen, Nervenschmerzen, das Gefühl verrückt zu werden, totale Unruhe und inneres Vibrieren (wie ein Schnurren), das mich nicht schlafen lässt und umso stärker wird, je müder ich bin. Letzteres verfolgt mich bis heute.

15.9.2016 Mit 3 mg morgens und abends wieder begonnen (Wasserlösmethode)
18.9.2016 Auf 6-6 gesteigert
21.9.2016 Auf 8-8 gesteigert (endlich kleine Besserung)
28.9.2016 Auf 10-10 gesteigert

11.10.2016: Reduktion auf 9-9
21.10.2016: Reduktion auf 8-9
31.10.2016: Reduktion auf 8-8 (soweit so gut)

4.11.2016: Plötzlich wieder Zittern, Unruhe, wird immer stärker
9.11.2016: Gesteigert auf 9-9
16.11.2016: Gesteigert auf 10-10
22.11.2016: Gesteigert auf 12-12 (nix, nada, keine Besserung)

Bis Februar 2017 dann sehr langsam wieder runtergesetzt. Nebenwirkungen noch ca. 8 Monate länger andauernd.

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Re: Lyrica zu schnell abgesetzt - wieder beginnen?

Beitrag von padma » Donnerstag, 15.09.16, 19:22

hallo Galatea, :)

die Wasserlösemethode ist auch recht genau, hast du die entsprechenden Sptitzen?
Gerade bei den kleinen Dosierungen ist es sehr wichtig, jeden Tag die exakt gleiche Menge zunehmen.
Falls Kapseln: 5 mg-Schritte? Viel kleiner wird es wohl nicht aus den 25 mg Kapseln abgefüllt werden.
Das wären zu grosse Schritte. Die Apotheke kann schon deutlich kleinere Mengen herstellen. Möglich ist ansonsten auch noch eine Feinwaage. Aber wie gesagt, wenn du mit der Waeerlösemethode zurecht kommst, würde ich dabei bleiben

Ich würde jetzt 2 Wochen auf der Dosis bleiben und dann entscheiden, ob es reicht, oder du noch etwas höher musst.

liebe Grüsse,
padma
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Absetzverlauf:
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1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


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Re: Lyrica zu schnell abgesetzt - wieder beginnen?

Beitrag von Galatea » Donnerstag, 15.09.16, 22:37

die Wasserlösemethode ist auch recht genau, hast du die entsprechenden Sptitzen?
Gerade bei den kleinen Dosierungen ist es sehr wichtig, jeden Tag die exakt gleiche Menge zunehmen.
Ja, ich habe 1 ml-Spritzen mit einer 10er-Unterteilung. Habe 5 ml genommen, darin eine 25er Kapsel aufgelöst und nach Dreisatz die Menge berechnet und gut geschüttelt wieder aufgezogen. Bin aber gerade draufgekommen, dass ich auf 3 und nicht auf 2 ml gerechnet habe, aber ich denke, ich belasse es mal dabei.

Würde die selbe Lösung für morgens und abends verwenden und untertags zugedeckt im Kühlschrank lassen (am nächsten Tag eine neue).

Irgendwie kann ich mir gar nicht vorstellen, dass so eine Mini-Menge was macht, aber ich bin jetzt endlich mal guter Dinge, weil ich das irgendwie angehe und nicht nur vor mit hinbibbere in der Hoffnung, es verschwindet irgendwann. Danke euch :)

Liebe Grüße
Galatea
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15.9.2016 Mit 3 mg morgens und abends wieder begonnen (Wasserlösmethode)
18.9.2016 Auf 6-6 gesteigert
21.9.2016 Auf 8-8 gesteigert (endlich kleine Besserung)
28.9.2016 Auf 10-10 gesteigert

11.10.2016: Reduktion auf 9-9
21.10.2016: Reduktion auf 8-9
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9.11.2016: Gesteigert auf 9-9
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Re: Lyrica zu schnell abgesetzt - wieder beginnen?

Beitrag von padma » Freitag, 16.09.16, 14:08

hallo Galatea, :)

ich würde die Kapsel in 10 ml auflösen (so mache ich es). 5 ml ist zum Lösen recht wenig und bei 10 ml hast du es auch mit dem Rechnen einfacher. :o
Besorg dir am besten noch eine 10 ml Spritze.
Würde die selbe Lösung für morgens und abends verwenden und untertags zugedeckt im Kühlschrank lassen (am nächsten Tag eine neue).
Ja, das müsste gehen.

Ich drücke dir die Daumen, dass es greift.

liebe Grüsse,
padma
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1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


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Re: Lyrica zu schnell abgesetzt - wieder beginnen?

Beitrag von Galatea » Montag, 26.09.16, 11:20

Hallo meine Lieben,

dank eurer tollen Tipps habe ich nun begonnen wieder eine kleine Menge Lyrica (Wasserlösmethode) zu nehmen. Ich habe jetzt auf 8 mg morgens und abends gesteigert (meine letzte Dosis vor dem kalten Entzug war gesamt 125 mg). Die noch niedrigeren Dosen haben gar keinen Unterschied gemacht, daher bin ich etwas schneller hoch und die letzten Tage dabei geblieben.

So... leichte Besserung. Das ganz starke Vibrieren in Ruhelage hat merklich nachgelassen, ich kann auch wieder etwas besser schlafen. Hurra!

Insgesamt ist die Unruhe aber noch vorhanden, ich spüre noch dieses "flattrig" sein, Ruhepuls ist deutlich höher als sonst. Die Frage ist nun: Warte ich weiter ab oder soll ich noch etwas steigern?

Meine Versuche, Lyrica-Lösung verschrieben zu bekommen waren leider völlig fruchtlos. Es ist in Österreich nicht erhältlich (meine Neurologin behauptet überhaupt: Sowas gibt es gar nicht *grml* - vielleicht sollte sie mal die Google-Suche bemühen, statt immer nur in ihrem Index zu blättern?). Ich könnte es zwar über den Umweg eines befreundeten Apothekers in Deutschland bestellen, müsste dann aber satte EUR 300,- dafür bezahlen. Somit bleibe ich wohl erstmal bei der Wasserlösmethode, obwohl ich die recht mühsam finde, weil ich oft beruflich auf Reisen bin.

Herzliche Grüße
Galatea
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15.9.2016 Mit 3 mg morgens und abends wieder begonnen (Wasserlösmethode)
18.9.2016 Auf 6-6 gesteigert
21.9.2016 Auf 8-8 gesteigert (endlich kleine Besserung)
28.9.2016 Auf 10-10 gesteigert

11.10.2016: Reduktion auf 9-9
21.10.2016: Reduktion auf 8-9
31.10.2016: Reduktion auf 8-8 (soweit so gut)

4.11.2016: Plötzlich wieder Zittern, Unruhe, wird immer stärker
9.11.2016: Gesteigert auf 9-9
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Re: Lyrica zu schnell abgesetzt - wieder beginnen?

Beitrag von Annanas » Montag, 26.09.16, 11:40

Hallo Galatea :) ,
Galatea hat geschrieben:So... leichte Besserung. Das ganz starke Vibrieren in Ruhelage hat merklich nachgelassen, ich kann auch wieder etwas besser schlafen. Hurra!
Ich freue mich für dich, daß das Eindosieren schon etwas Erleichterung gebracht hat - manchmal gibt es eben keinen
anderen Weg :cry: !
Galatea hat geschrieben:Insgesamt ist die Unruhe aber noch vorhanden, ich spüre noch dieses "flattrig" sein, Ruhepuls ist deutlich höher als sonst. Die Frage ist nun: Warte ich weiter ab oder soll ich noch etwas steigern?
Du bist jetzt erst 3 Tage auf dieser Dosis - ich würde noch etwas warten, evtl bis zum Ende dieser Woche.
Nur, wenn sich dein Befinden eher verschlechtern sollte, würde ich noch etwas höher gehen - aber vllt reicht diese
Dosis jetzt wirklich schon zum Stabilisieren aus.
Galatea hat geschrieben:Meine Versuche, Lyrica-Lösung verschrieben zu bekommen waren leider völlig fruchtlos. Es ist in Österreich nicht erhältlich (meine Neurologin behauptet überhaupt: Sowas gibt es gar nicht *grml* - vielleicht sollte sie mal die Google-Suche bemühen, statt immer nur in ihrem Index zu blättern?).
Kann ich mir gar nicht vorstellen, daß es die in Österreich nicht geben soll - vllt unter dem Namen Pregabalin-Lösung - hat sie da mal
nachgeschaut?
Ist dann ein Generikum, aber das wäre ja egal!

Liebe Grüße von Anna
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
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28.01.2018 30. Red. 1 mg auf 6 mg - wegen starker Beschwerden am 02.02. auf 6,3 mg aufdosiert
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Re: Lyrica zu schnell abgesetzt - wieder beginnen?

Beitrag von Jamie » Montag, 26.09.16, 11:42

Hallo Galatea,

also erst mal gut zu hören, dass du dich einen Tick stabilisieren konntest :).
Lote für dich eine Dosis aus, die dir stimmig erscheint, aber lass Ungeduld nicht dein Handeln leiten.
Gib dir ein paar Tage und wenn du dann merkst, der Körper braucht mehr und das Bauchgefühl sagt auch "gib mir mehr", dann geh ein wenig höher.
Das wäre mein Tipp zum Vorgehen.

Wegen des Lyricas in Flüssigform. Das ist ja doof, dass es das in Österreich nicht gibt :( . Aber 300€ Zuzahlung? Das ist ja krass.
Mehr als Grundpreis (185€), Mehrwertsteuer, Importgebühr und Versandkosten dürften da doch nicht zusammenkommen, oder? Also max. 250€ hätte ich von meinem Gefühl gesagt.. na ja, ist dann von den 300€ doch nicht so weit entfernt... :? puuuhhh.

Zum Reisen. Vielleicht kannst du mal daheim in aller Ruhe einen Versuch machen.
Löse doch mal eine gewisse Menge Wirkstoff, wie er für eine Reise zum Ergänzen nötig wäre, in 50ml abgekochtem und noch lauwarmen (nicht heißer als lauwarm) Wasser auf. Dann besorgst du dir in der Apotheke eine 100ml Braunglausflasche und käufst dir ein Fläschchen Klosterfrau Melissengeist oder Alkohol 70% Hetterich (Ethanol ist trinkbar, auch wenn draußen was Anderes drauf steht) zB das hier: https://www.docmorris.de/alkohol-70-vv- ... GwodX8gDRA und ergänzt damit auf 100ml.
Dann hast du auf jeden Fall eine Konservierung; eine Lösung muss 20-25% Ethanol enthalten, um konserviert zu sein.

Und dann beobachtest du mal eine Woche (kühl, dunkel lagern), was damit passiert, ob es ausflockt, wie sich der Geruch verändert etc.
Wenn das gut aussieht, könntest du es testweise selbst mal benutzen (daheim) und falls der Versuch positiv ausfällt, dir für Reisen künftig eine solche Lösung im Fläschchen vorbereiten und es dann benutzen; aber bitte nur zum Ergänzen, sonst bist du sturzbesoffen :roll: .

Ich kann nicht versprechen, dass das klappt - schlimmstenfalls bist du 15-20€ los und es hat nicht funktioniert - aber es wäre allemal preiswerter als 300€ für den Import.

Grüße
Jamie

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Re: Lyrica zu schnell abgesetzt - wieder beginnen?

Beitrag von Galatea » Montag, 26.09.16, 12:36

Kann ich mir gar nicht vorstellen, daß es die in Österreich nicht geben soll - vllt unter dem Namen Pregabalin-Lösung - hat sie da mal
nachgeschaut?
Ja, habe beides checken lassen (auch von einem anderen Arzt) - in Österreich nicht zugelassen. Und bisher hab ich niemanden gefunden, der es mir so verschreiben kann, dass es meine Kasse bei einem Import bezahlt. Aber ich muss mir ohnehin einen neuen Neurologen suchen und werde den dann nochmals darauf ansprechen :)
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Absatzverlauf Lyrica:
April 2016: 75-75
Mai 2016: 75-50
Ende Juni 2016: ganz abgesetzt, viel zu schnell, I know now :(

Anfangs starkes Schwitzen, Nervenschmerzen, das Gefühl verrückt zu werden, totale Unruhe und inneres Vibrieren (wie ein Schnurren), das mich nicht schlafen lässt und umso stärker wird, je müder ich bin. Letzteres verfolgt mich bis heute.

15.9.2016 Mit 3 mg morgens und abends wieder begonnen (Wasserlösmethode)
18.9.2016 Auf 6-6 gesteigert
21.9.2016 Auf 8-8 gesteigert (endlich kleine Besserung)
28.9.2016 Auf 10-10 gesteigert

11.10.2016: Reduktion auf 9-9
21.10.2016: Reduktion auf 8-9
31.10.2016: Reduktion auf 8-8 (soweit so gut)

4.11.2016: Plötzlich wieder Zittern, Unruhe, wird immer stärker
9.11.2016: Gesteigert auf 9-9
16.11.2016: Gesteigert auf 10-10
22.11.2016: Gesteigert auf 12-12 (nix, nada, keine Besserung)

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Re: Lyrica zu schnell abgesetzt - wieder beginnen?

Beitrag von Galatea » Dienstag, 04.10.16, 16:11

Verstehe jemand einmal die Ärzte... nachdem mir jetzt drei Ärzte hintereinander versichert haben, Lyr*ca wäre nicht als Lösung in Österreich erhältlich, hat mir nun mein neuer Neurologe ein Rezept geschickt mit dem Hinweis, dass er mir das ganz normal verschreiben kann. :frust:

Mal schauen, was jetzt der Apotheker dazu sagt :))

Er schrieb allerdings auch, dass man die Kapseln nicht auflösen soll (so wie ich das jetzt im letzten Monat gemacht habe). Hat jemand eine Idee, warum er davon abrät?

Liebe Grüße
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Absatzverlauf Lyrica:
April 2016: 75-75
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15.9.2016 Mit 3 mg morgens und abends wieder begonnen (Wasserlösmethode)
18.9.2016 Auf 6-6 gesteigert
21.9.2016 Auf 8-8 gesteigert (endlich kleine Besserung)
28.9.2016 Auf 10-10 gesteigert

11.10.2016: Reduktion auf 9-9
21.10.2016: Reduktion auf 8-9
31.10.2016: Reduktion auf 8-8 (soweit so gut)

4.11.2016: Plötzlich wieder Zittern, Unruhe, wird immer stärker
9.11.2016: Gesteigert auf 9-9
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Re: Lyrica zu schnell abgesetzt - wieder beginnen?

Beitrag von Galatea » Montag, 21.11.16, 12:09

Hallo zusammen,

dank Forum und ein bisschen Hartnäckigkeit (samt Bewilligung meiner Kasse in Österreich) habe ich nun doch Lyrica-Lösung verschrieben bekommen, das hat das Handling doch sehr erleichtert. Allerdings drehe ich gerade wirklich am Rad :(

Mit der Steigerung auf 10-10 mg morgens und abends hat sich das innere Vibrieren endlich etwas gelegt und ich konnte wieder schlafen. Auch die Reduktion bis 8-8 hat dann problemlos funktioniert.

10 Tage später hat das Zittern wieder begonnen und mittlerweile ist es in Ruhe (vor allem kurz vor dem Einschlafen, wenn ich eigentlich völlig entspannt bin) wieder sehr stark. Es setzt dann immer mal wieder für 1-2 Sekunden aus, dann ist es ganz still und setzt dann wieder ein (gerade darauf kann ich mich am wenigsten einstellen).

Neuerliche Steigerung auf 10-10 (was vorher ja gut geholfen hat) bringt keinen Unterschied. Ich bin mittlerweile völlig verzweifelt und habe Angst, dass sich das Zeug einfach in meinem Nervensystem eingenistet hat, dass es sich irgendwie verselbständigt hat und auf Kleinkram reagiert. Es war auffällig, dass das Zittern am Ende meines Urlaubes wieder angefangen hat (dort habe ich allerdings auch etwas reduziert).

Ich habe eigentlich keinen besonderen Stress ansonsten, weder in der Arbeit (außer dem üblichen Kram, der ist aber nicht wilder als sonst) noch privat, mir geht es psychisch recht gut, wenn man mal davon absieht, dass ich mich schon vor jedem Einschlafen fürchte und völlig übermüdet bin.

Hat noch jemand einen Rat für mich?

Ich kann natürlich wieder eine normale Kapseldosis mit 25-25 probieren, aber ich habe es schon so satt wieder hochzugehen. Ich bereue wirklich, das jemals genommen zu haben, mittlerweile kämpfe ich fast schon länger mit dem Entzug als mit der Einnahme.

Alles Liebe
Galatea
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15.9.2016 Mit 3 mg morgens und abends wieder begonnen (Wasserlösmethode)
18.9.2016 Auf 6-6 gesteigert
21.9.2016 Auf 8-8 gesteigert (endlich kleine Besserung)
28.9.2016 Auf 10-10 gesteigert

11.10.2016: Reduktion auf 9-9
21.10.2016: Reduktion auf 8-9
31.10.2016: Reduktion auf 8-8 (soweit so gut)

4.11.2016: Plötzlich wieder Zittern, Unruhe, wird immer stärker
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Re: Lyrica zu schnell abgesetzt - wieder beginnen?

Beitrag von padma » Montag, 21.11.16, 18:43

hallo Galatea, :)

ich denke, dass du zu schnell runter bist, daher erneut die Symptome. Lyrica kann sehr heikel beim Absetzen sein. :frust:
Neuerliche Steigerung auf 10-10 (was vorher ja gut geholfen hat) bringt keinen Unterschied.
Das kann jetzt leider dauern, da dein ZNS mittlerweile sehr irritiert ist. Auch Hochdosieren ist zunächst Stress für das ZNS.
Ich habe eigentlich keinen besonderen Stress ansonsten, weder in der Arbeit (außer dem üblichen Kram, der ist aber nicht wilder als sonst) noch privat, mir geht es psychisch recht gut, wenn man mal davon absieht, dass ich mich schon vor jedem Einschlafen fürchte und völlig übermüdet bin.
Das spricht dafür, dass es wirklich Entzugssymptome sind.
Ich kann natürlich wieder eine normale Kapseldosis mit 25-25 probieren, aber ich habe es schon so satt wieder hochzugehen.
Bitte nicht :shock: . Solche starken Erhöhungen können einem gereizten ZNS wirklich den Rest geben.

Ich würde jetzt auf den 10 - 10 bleiben, bis du dich stabilisiert hast. Und dann ganz langsam runtergehen, zunächst nur 1 mg alle 6 Wochen. :schnecke:

Gut, dass du die Lösung bekommen hast :D

liebe Grüsse,
padma
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JamieGalateaMurmeline
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
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