ZUR ABWECHSLUNG MAL ETWAS TOLLES ZUM BERICHTEN!
Verfasst: 04.10.2004 11:24
Ich bin nun seit mehreren Wochen beim Absetzen des Citalopram.
Ich habe in dieser Zeit oft in diesem Forum nach Hilfe und Wissen gesucht und auch bekommen.
Während des Cipramils und während des Entzugs, bekamen Worte wie Depression, Leere, Nichts, und Tod
neue Bedeutungen für mich. Es waren keine hohlen Phrasen sondern greifbare Sinneszustände. Es war und ist eine quälende Zeit.
Doch an dieser Stelle möchte ich auch mal Mut machen und nicht lamentieren.
Gestern war seit 6 Monaten der erste Tag an dem ich mich wie ,,früher" gefühlt habe. Gut gelaunt zuversichtlich
und voller Energie.
Seltsam aber es war als hätte ich das letzte halbe Jahr nicht gelebt oder bewusst erlebt, aller Kummer war wie vergessen.
Es war wie das Erwachen aus einem finsteren langen Alptraum, von dem ich nun überzeugt bin, dass er von Citalopram verursacht wurde.
Heute gehts mit auch gut. Ich weiss noch nicht ob ich überm Berg bin und um ehrlich zu sein rechne ich sogar mit Rückfällen und weiteren
quälenden Entzugserscheinungen, aber dieser kurze Urlaub von den Erscheinungen ist kraftspendend und beweist einmal mehr für mich:
wahsinn, aber es gibt Medikamente, die Dir helfen sollen und trotzdem alles noch mal schlimmer machen.
Ich war am Anfang skeptisch als ich gelesen habe, dass mein Kummer von SSRIs stammen kann, oft war ich in Versuchung anstatt weiter
durchzuhalten und zu reduzieren, einfach wieder 20 mg einzunehmen und fertig. Und doch habe ich durchgehalten und erkenne, dass ich 6 scheiß
Monate nicht ich selbst war, sondern ein Schatten meiner Selbst (wenn überhaupt), ohne es zu merken wurde ich gesteuert von etwas Unsagbaren.
Ich spüre wie mein Verstand, meine Seele und all meine Emotionen gefesselt und vergewaltigt wurden von diesem Unsagbaren, das ich gerne das SCHWARZE NICHTS nennen möchte.
Es gibt also Hoffnung und Zuvericht, dass ich wieder der Alte werde, ganz ohne SSRI und anderen Chemiemüll. Ich bin auf dem Besten Wege,
zwischen mir und meiner entgültigen Genesung liegen noch 2,5 mg Citalopram und diesmal habe ich wirklich Bammel weiterzureduzieren, denn
mit diesen 2,5 mg fühle ich mich einfach wieder ,,normal" -> einfach ein tolles Gefühl. Was ist ,,normal" zu fühlen ? Beispiel:
Wahnsinn: meine Freundin sagte mir dass Sie mal wieder alleine weggehen will, Frauenabend. Da bekam ich ein Gefühl von Eifersucht und es passte mir nicht.
Ich hätte jubeln & heulen können, denn ich kann wieder Gefühle wahrnehmen; auch wenns Eifersucht war, so wars doch ein Gefühl und das Gegenteil von dieser
lähmenden ,,SCHWARZEN" Gleichgültigkeit! Versteht Ihr das, wie schön es ist die normale Bandbreite der alltäglichen Gefühle wieder Wahrnehmen zu können???
Ich habe seit Monaten nicht mehr weinen können, so abgestumpft war ich.
Ich kann also Jeder und Jedem, die gerade entziehen Mut zusprechen. Es kann dauern, es kann ein Alptraum sein, aber es geht irgendwie vorbei, bei dem Einen scheißlangsam, beim anderen über Nacht (wie bei mir ???), aber: es geht vorbei
. Es ist wie als hätte man in meinem Kopf wieder den guten alten Porsche Motor angeschmissen der vorher auch drinnen war, und jetzt schnurrt und arbeitet
der Motor wieder ... die Geschwindigkeitsdrosselung ist quasi wieder weg.
In dem Sinne drücke ich allen und auch mir die Daumen, dass unser Alptraum bald ein (entgültiges) Ende findet.
Ich habe von Oliver mal ein wahren Satz gelesen ,, ich brauche SSRI ungefähr so wie ein Loch im Kopf " - ich kann ihm nur zustimmen, denn SSRIs machen bei so manchem
Löcher im Kopf ... und in der Seele.
Sven
Ich habe in dieser Zeit oft in diesem Forum nach Hilfe und Wissen gesucht und auch bekommen.
Während des Cipramils und während des Entzugs, bekamen Worte wie Depression, Leere, Nichts, und Tod
neue Bedeutungen für mich. Es waren keine hohlen Phrasen sondern greifbare Sinneszustände. Es war und ist eine quälende Zeit.
Doch an dieser Stelle möchte ich auch mal Mut machen und nicht lamentieren.
Gestern war seit 6 Monaten der erste Tag an dem ich mich wie ,,früher" gefühlt habe. Gut gelaunt zuversichtlich
und voller Energie.
Es war wie das Erwachen aus einem finsteren langen Alptraum, von dem ich nun überzeugt bin, dass er von Citalopram verursacht wurde.
Heute gehts mit auch gut. Ich weiss noch nicht ob ich überm Berg bin und um ehrlich zu sein rechne ich sogar mit Rückfällen und weiteren
quälenden Entzugserscheinungen, aber dieser kurze Urlaub von den Erscheinungen ist kraftspendend und beweist einmal mehr für mich:
wahsinn, aber es gibt Medikamente, die Dir helfen sollen und trotzdem alles noch mal schlimmer machen.
Ich war am Anfang skeptisch als ich gelesen habe, dass mein Kummer von SSRIs stammen kann, oft war ich in Versuchung anstatt weiter
durchzuhalten und zu reduzieren, einfach wieder 20 mg einzunehmen und fertig. Und doch habe ich durchgehalten und erkenne, dass ich 6 scheiß
Monate nicht ich selbst war, sondern ein Schatten meiner Selbst (wenn überhaupt), ohne es zu merken wurde ich gesteuert von etwas Unsagbaren.
Ich spüre wie mein Verstand, meine Seele und all meine Emotionen gefesselt und vergewaltigt wurden von diesem Unsagbaren, das ich gerne das SCHWARZE NICHTS nennen möchte.
Es gibt also Hoffnung und Zuvericht, dass ich wieder der Alte werde, ganz ohne SSRI und anderen Chemiemüll. Ich bin auf dem Besten Wege,
zwischen mir und meiner entgültigen Genesung liegen noch 2,5 mg Citalopram und diesmal habe ich wirklich Bammel weiterzureduzieren, denn
mit diesen 2,5 mg fühle ich mich einfach wieder ,,normal" -> einfach ein tolles Gefühl. Was ist ,,normal" zu fühlen ? Beispiel:
Wahnsinn: meine Freundin sagte mir dass Sie mal wieder alleine weggehen will, Frauenabend. Da bekam ich ein Gefühl von Eifersucht und es passte mir nicht.
Ich hätte jubeln & heulen können, denn ich kann wieder Gefühle wahrnehmen; auch wenns Eifersucht war, so wars doch ein Gefühl und das Gegenteil von dieser
lähmenden ,,SCHWARZEN" Gleichgültigkeit! Versteht Ihr das, wie schön es ist die normale Bandbreite der alltäglichen Gefühle wieder Wahrnehmen zu können???
Ich habe seit Monaten nicht mehr weinen können, so abgestumpft war ich.
Ich kann also Jeder und Jedem, die gerade entziehen Mut zusprechen. Es kann dauern, es kann ein Alptraum sein, aber es geht irgendwie vorbei, bei dem Einen scheißlangsam, beim anderen über Nacht (wie bei mir ???), aber: es geht vorbei
der Motor wieder ... die Geschwindigkeitsdrosselung ist quasi wieder weg.
In dem Sinne drücke ich allen und auch mir die Daumen, dass unser Alptraum bald ein (entgültiges) Ende findet.
Ich habe von Oliver mal ein wahren Satz gelesen ,, ich brauche SSRI ungefähr so wie ein Loch im Kopf " - ich kann ihm nur zustimmen, denn SSRIs machen bei so manchem
Löcher im Kopf ... und in der Seele.
Sven