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Trevilor bei Angst wenn SSRI unruhig machen ???

Verfasst: 30.09.2004 15:33
von Stefan25
Hallo zusammen,

ich habe schon seit 6 Jahren ne Angststörung die mal 3 Jahre recht gut mit Seroxat behandelt wurde. Als ich es dann absetzte naja leider half es dann nichts mehr als ich es wieder einnahm. Das heißt genau es macht total unruhig und nervös direkt nach Einnahme. Das gleiche trat auch bei Cipramil und bei Cipralex auf. Ich habe diese auch ausreichend lange genommen. Beide ca 3 Monate. Nun meine Frage ob jemand so etwas in der Art schon mal erlebt hat und dann mit Trevilor wieder gut gefahren ist. Ich habe eben total viel Angst das es beim Trevilor wieder so ne krasse Angsverstärkung in den ersten Tagen gibt. Das kann ich nur sehr schwer aushalten. Ich nehme aktuell 30 mg Remergil die aber nur sehr bedingt helfen leider. Würde mich über Tipps freuen.

MfG


Stefan

Verfasst: 30.09.2004 16:52
von Oliver
Hallo Stefan.

Ich hatte Dich an anderer Stelle schon mal gefragt, wie Du zu folgender Ansicht gelangt bist:
Stefan hat geschrieben: ein Medikament benötige ich unbedingt sonst hat mein Leben null Qualität
Das würde mich immer noch interessieren, denkst Du das deshalb weil Dir ein SSRI mal eine gewisse Zeit lang geholfen hat, oder liegen dieser Ansicht irgendwelche theoretischen Gedanken zugrunde? eine tragfähige wissenschaftliche Grundlage für Deine Hoffnung in diese Medikamente gibt es nämlich nicht (siehe z.B. hier: http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?t=712 ).

Zu deiner Frage eine etwas allgemeinere Antwort: Wir haben dieses Forum eingerichtet, um Menschen mit schlechten Erfahrungen eine Plattform zu bieten. Hier schreiben und lesen also hauptsächlich Leute, die von einem SSRI o.Ä.abhängig geworden sind und Schwierigkeiten beim Absetzen haben, oder die unter schweren Nebenwirkungen leiden. Fragen im Stile von "Welches AD könnte ich denn mal als nächstes probieren" sind hier deshalb eher fehl am Platze. Für Derartiges gibt es ja auch schon mehr als genug andere Foren.

Mein Tip wäre also, dass Du Deine Aufmerksamkeit von den Medikamenten weg und hin zu anderen Methoden, mit Deinen Ängsten umzugehen, richtest. Weitere Lektüre zum Thema, warum Psychopharmaka im Großteil aller Fälle bis heute nicht so wirklich der Bringer sind findest Du hier: http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?t=850

Alles Gute
Oliver

Verfasst: 01.10.2004 12:17
von Stipe
Probier eben bisschen aus. Z.b. Amitriptilyn ist nich schlecht.

Trevilor

Verfasst: 01.10.2004 20:22
von Stefan25
Hallo Oliver,

also da ich dir damals schon nicht geantwortet habe wird das wohl seinen Grund haben. Ich würde auch an Deiner Stelle eher vorsichtig mit Ferndiagnosen sein denn du kennst mich absolut nicht. Ich werde schon wissen wiso ich so etwas behaupte.

Ich respektiere das dies wohl ein Forum für Leute ist die von dem Zeug wegkommen wollen und werde keine Fragen mehr diesbezüglich stellen. Aaaaaaaaaaaaber aufhören mit Ferndiagnosen.

MfG

Stefan

Verfasst: 01.10.2004 21:41
von Oliver
Hallo Stefan.

Ich habe keine Diagnose gestellt, ich habe Dich gefragt, warum Du der Meinung bist, auf jeden Fall Medikamente und wohl speziell SSRI zu brauchen. Ich beschäftige mich intensiv mit dem Thema warum überhaupt irgendwer auf die Idee kommen könnte SSRI zu brauchen, weil es dafür nunmal absolut keine wissenschaftliche Grundlage gibt (weder eine theoretisch e noch eine empirische)... Die einzigen Menschen die ich kenne, die SSRI wirklich brauchen sind die Menschen, die davon abhängig geworden sind und nicht mehr davon loskommen.
Du scheinst Dich von meiner Frage irgendwie persönlich angegriffen zu fühlen - das tut mir leid und war nicht intendiert, macht mich aber natürlich umso neugieriger :) Mich interessiert es halt wirklich auf welchem Wege Menschen zu solchen Ansichten kommen ... ich war ja auch mal der Ansicht, dass ich wohl SSRI brauche um wieder ein lebenswertes Leben führen zu können (und ich erzähle dir auch gern aufgrund welcher Informationen ich das dachte, wenn es Dich interessiert) - mittlerweile hat sich für mich herausgestellt, dass ich SSRI so nötig brauche wie ein Loch im Kopf.
Stefan hat geschrieben: Ich werde schon wissen wiso ich so etwas behaupte.
Ja genau! Deshalb habe ich ja gefragt :). Ich würde gerne wissen, aufgrund welcher Informationen/Ansichten/Erfahrungen Du das behauptest. Aus Interesse. Natürlich hast Du Deine Gründe ... aber warum fühlst Du Dich angegriffen, wenn jemand wissen will, was das für Gründe sind? Ach ja, und welche Diagnose soll ich Dir bitteschön gestellt haben?

Alles Gute
Oliver

Verfasst: 01.10.2004 21:44
von Stipe
Lass ihn doch einfach seinen Weg gehen.

Verfasst: 02.10.2004 19:05
von Candy
Hallo Stefan,

wenn du schon im Vorfeld befürchtest, dass Trevilor dich nervös, bzw. unruhig machen könnte in den ersten Tagen, dann kann ich dir davon nur abraten.
Zum Einen ist es nun mal eine der Nebenwirkungen (ähnlich wie bei SSRIs), zum Anderen gehört es ganz klar zu den antriebssteigernden ADs. In meinem Fall war das angezeigt, weil mich meine Depression "total lahmgelegt" hatte, aber ob das bei dir auch angezeigt ist, ist eher fraglich.
Ich finde, du solltest Oliver's Rat nicht als Kritik werten, sondern dich wirklich mal mit Alternativen zu ADs befassen.
So, wie ich deinem Bericht entnehmen konnte, nimmst du die ja schon mindestens 3 Jahre. Ich meine, es bleibt ja jedem selbst überlassen, aber ich möchte nicht über Jahre auf ADs angewiesen sein, und sobald ich mich einigermassen stabil genug dafür fühle, werde ich es auf jeden Fall ohne diese Chemie probieren.
Ich halte es in Hinblick auf Paroxetin sowieso für großes Glück, daß ich da ohne Absetzprobleme wieder raus gekommen bin, dafür hat es bei mir aber andere Nebenwirkungen gehabt, die schreckliche Ausmaße angenommen haben.
Werte Oliver`s Antwort nicht als Kritik, sondern als das, was sie ist: ein gut gemeinter Rat!

Viele Grüße, Candy