Nebenwirkung und Absetzen von Citalopram - Story & Frage
Verfasst: 15.09.2004 08:43
Hallo in die Runde.
Ich habe ein paar Fragen zu Citalopram.
Ich leide seit meiner Kindheit an Zwangsgedanken und Angstzuständen, die meist auftauchen wenn ich Stress habe oder eine schwierige Phase in meinem Leben habe.
Bis dato sind sie immer wieder nach ca. 3 Monaten von alleine verschwunden, manchmal war 3 Jahre lang ,,Ruhe" und ich führte ein super Leben.
Vor 3 Jahren habe ich einen Fehler gemacht, ich habe zu Silvester in Bierlaune eine Joint geraucht und habe nach 1er Stunde die heftigsten Zwangsgedanken meines Lebens bekommen,
ich konnte die Gedanken faktisch angreifen, so dick waren die in meinem Kopf. Es war so schlimm, dass ich das erste mal in meinem Leben Depersonalisierte (Dissoziierte).
Das ist ein Gefühl, als sei alles unecht wie in einem Film oder aber Traum, man kommst sich selbst fremd vor, es würde zu lange dauern um es genau zu beschreiben.
Es ist letztlich ein Schutzmechanismus des Geistes, wenn man zu viel Angst hat, wenn man im Krieg ist und was schlimmes erlebt, oder wenn z.b. eine Frau vergewaltigt wird.
Dämlicherweise kann man das auch bekommen, wenn man ,,kifft", da reicht auch einmal kiffen, wie ich leidvoll erfahren musste.
Nun zum eigentlichen Problem:
Als ich Anfang des Jahres eine leichte gehirnerschütterung hatte, wars mal wieder soweit, ich hatte Angst das was ernstes passiert ist und ich nun womöglich mein Leben lang
Kopfweh und Schwindel und komische Laune habe (allesamt Symptome, die eine Gehirnerschütterung eben mal mit sich bringen). Und nach einer Woche kam wieder die
dämliche Depersonalisation, alles war wie im Film. Natürlich ist das beängstigend und nervend, doch eigentlich wusste ich dass es nach 3 Monaten wieder von selbst verschwindet.Diesmal wollte ich nicht warten.
Ich bin zu einen Psychiater und erzählte im alles. Ihm was sofort klar: ich hatte ne Depression, Gesprächsttherapien seien unnütz bei mir, da hilft nur noch eins, ein SSRI, dass eh null
Nebenwirkungen hat ... von wegen. Ich nahm das Zeug ein, erst 10 mg, dann 20 mg. Die erste Woche war ich aufgedreht und hatte Angst, in der zweiten Woche hatte ich keine Gefühle mehr, war zu Tode depremiert
und verspürte eine Leere wie ich sie mit Worten nicht beschreiben kann, es war das schwarze Loch, dass ich vorher nie kannte oder hatte. Sicher hatte ich oft in meinem Leben mit Angst zu kämpfen
und mit der doofen Depersonalisation (DP), aber richtig zu tode depremiert war ich nie, ich konnte immernoch arbeiten gehen und mit Kumpels oder der Freundin Spaß haben. Das ganze ging dann nach 3 Wochen weg, wie ich es geschafft habe kann ich nicht sagen, die Angst wurde mit der Zeit etwas schwächer, die DP blieb, was ich meinem Psychiater mitteilte. Dem war klar: erhöhe mal auf 30 mg oder besser noch 40 mg.
Keine Angst alles wird gut! Ich folgte seinem Rat und erhöhte. mit dem Effekt, dass ich wieder depressiv wurde und keine Lust mehr auf gar nichts hatte. Alles wurde schlimmer, denn neben der DP
hatte ich nun mit Gefühlsverlust zu kämpfen und mit einem absoluten ,,LIbidoverlust" ich hatte keine Lust mehr auf meine bildhübsche Freundin. Die machte sich Gedanken ob ich sie noch liebe usw.
Fazit: mir gings so dreckig wie noch nie im leben, mein Psychiater war nun entgültig überzeugt, ich war endogen depressiv und sollte mich einweisen lassen! Klasse ich war nun als hoffnungsloser Fall
abgestempelt! Da war ich strikt dagegen, zumal ich noch arbeiten konnte. Ich las durch Zufall im Internet, dass SSRI auch Depressionen auslösen können oder gegenteilig wirken bei manchen...
Ich entschloss mich langsam abzusetzen... von 30 auf 25, dann auf 20 dann auf 15 und dann 12,5 dann 11,25, etc. nun bin ich bei 7,5 mg.
Mir geht es langsam besser und meine Gefühle inklusive Libido kommen ganz ganz langsam wieder, ebenfalls wird die DP schwächer.
Nun meine Fragen:
1) Kann ein SSRI die Sache schlimemr machen und sogar Depressionen auslösen?
2) Das SSRI hat wie der Joint meine Zwangsgedanken und Angst erst verstärkt, beides scheint also Serotonin zu erhöhen, sind SSRI nur eine Art Droge?
3) Während des Absetzens, gerade dann wenn ich das SSRI erhöht oder eine Stufe reduziert habe, stellte ich folgende Symprome fest, die nach ein paar Tagen
verschwinden oder abschwächen, und die ich so vorher niemals nie hatte: ein seltsamer Schwindel, als wenn ich beim Kopfdrehen nen Schlag auf den Kopf bekomme und gleich hinfalle,
Gefühlsschwankungen bis hin zu depressiver Leere, starke Zappeligkeit, Angetriebensein aber ich kann den Antrieb nicht kanalisieren, leicht zu reitzen, ärgerliche Stimmung,
Zwangsgedanken an den Tod und an Selbstmord, was besonderst belastend ist, da ich nicht daran denken will und von Suizid null halte, vor allem weil ich mein Leben selbst mir DP und
der Zwangsstörung eigentlich liebe, irgendwas zwingt mich dazu an diese Thematik zu denken, es ist kein Plan und kein Impuls, nur der Impuls darüber nachzudenken, ähnlich einem Zwangsgedanken.
4) Was glaubt Ihr, ob das Gehirn sich vielleicht selbst reparieren kann bei Angst und Depression und es deshalb auf SSRI und Konsorten keine Lust hat und sich wehrt?
5) Wieso glaubt mir kein Arzt? Ich beteuere nochmal, ich war vor dem SSRI nie depressiv, ich hatte ,,nur Angst"! Ich bin überzeugt, das SSRI hats verursacht!
6) Wenn ich abgesetzt habe und mal wieder Zwangsgedanken habe, kann ich da mal Johanniskraut testen, oder ist das auch so wie ein SSRI, was einige Mediziner behaupten.
7) Ich bin kein Arzt, aber was ist wenn Depressionen, Zwänge, Ängste, Panik, Depersonalisierung alles ,,Messages" vom Gehirn sind, langsamer zu tun, etwas im Leben zu verändern, zur Ruhe zu kommen
vielleicht sogar eine Art Schutz darstellen sollen, die wir nicht verstehen und mit Gewalt mit SSRI und TZA aus unseren Hirnen rauskämpfen, was unserem Ich, Gehirn oder was auch immer einer
Vergewaltigung gleich kommt? Seit Jahrtausenden quälen uns Angst und Melancholie, was ist wenn das zu Leben eben dazugehört, würden wir Liebe, Euphorie, Glück, bekämfen?
Wissen wir erst nicht richtig das Glück und die Liebe und das normale Leben zu schätzen, wenn wir wissen, dass es Angst und Kummer gibt ?
Die Bandbreite zwischen Depression und dem Glück der Liebe und dem tiefen Hass macht uns erst zudem was wir sind, Menschen.
Für meine Begriffe entmenschlichen die Psychomedis uns zu einem guten Teil, jedenfalls einige die sie nicht vertragen...
Bis bald,
Sven
Ich habe ein paar Fragen zu Citalopram.
Ich leide seit meiner Kindheit an Zwangsgedanken und Angstzuständen, die meist auftauchen wenn ich Stress habe oder eine schwierige Phase in meinem Leben habe.
Bis dato sind sie immer wieder nach ca. 3 Monaten von alleine verschwunden, manchmal war 3 Jahre lang ,,Ruhe" und ich führte ein super Leben.
Vor 3 Jahren habe ich einen Fehler gemacht, ich habe zu Silvester in Bierlaune eine Joint geraucht und habe nach 1er Stunde die heftigsten Zwangsgedanken meines Lebens bekommen,
ich konnte die Gedanken faktisch angreifen, so dick waren die in meinem Kopf. Es war so schlimm, dass ich das erste mal in meinem Leben Depersonalisierte (Dissoziierte).
Das ist ein Gefühl, als sei alles unecht wie in einem Film oder aber Traum, man kommst sich selbst fremd vor, es würde zu lange dauern um es genau zu beschreiben.
Es ist letztlich ein Schutzmechanismus des Geistes, wenn man zu viel Angst hat, wenn man im Krieg ist und was schlimmes erlebt, oder wenn z.b. eine Frau vergewaltigt wird.
Dämlicherweise kann man das auch bekommen, wenn man ,,kifft", da reicht auch einmal kiffen, wie ich leidvoll erfahren musste.
Nun zum eigentlichen Problem:
Als ich Anfang des Jahres eine leichte gehirnerschütterung hatte, wars mal wieder soweit, ich hatte Angst das was ernstes passiert ist und ich nun womöglich mein Leben lang
Kopfweh und Schwindel und komische Laune habe (allesamt Symptome, die eine Gehirnerschütterung eben mal mit sich bringen). Und nach einer Woche kam wieder die
dämliche Depersonalisation, alles war wie im Film. Natürlich ist das beängstigend und nervend, doch eigentlich wusste ich dass es nach 3 Monaten wieder von selbst verschwindet.Diesmal wollte ich nicht warten.
Ich bin zu einen Psychiater und erzählte im alles. Ihm was sofort klar: ich hatte ne Depression, Gesprächsttherapien seien unnütz bei mir, da hilft nur noch eins, ein SSRI, dass eh null
Nebenwirkungen hat ... von wegen. Ich nahm das Zeug ein, erst 10 mg, dann 20 mg. Die erste Woche war ich aufgedreht und hatte Angst, in der zweiten Woche hatte ich keine Gefühle mehr, war zu Tode depremiert
und verspürte eine Leere wie ich sie mit Worten nicht beschreiben kann, es war das schwarze Loch, dass ich vorher nie kannte oder hatte. Sicher hatte ich oft in meinem Leben mit Angst zu kämpfen
und mit der doofen Depersonalisation (DP), aber richtig zu tode depremiert war ich nie, ich konnte immernoch arbeiten gehen und mit Kumpels oder der Freundin Spaß haben. Das ganze ging dann nach 3 Wochen weg, wie ich es geschafft habe kann ich nicht sagen, die Angst wurde mit der Zeit etwas schwächer, die DP blieb, was ich meinem Psychiater mitteilte. Dem war klar: erhöhe mal auf 30 mg oder besser noch 40 mg.
Keine Angst alles wird gut! Ich folgte seinem Rat und erhöhte. mit dem Effekt, dass ich wieder depressiv wurde und keine Lust mehr auf gar nichts hatte. Alles wurde schlimmer, denn neben der DP
hatte ich nun mit Gefühlsverlust zu kämpfen und mit einem absoluten ,,LIbidoverlust" ich hatte keine Lust mehr auf meine bildhübsche Freundin. Die machte sich Gedanken ob ich sie noch liebe usw.
Fazit: mir gings so dreckig wie noch nie im leben, mein Psychiater war nun entgültig überzeugt, ich war endogen depressiv und sollte mich einweisen lassen! Klasse ich war nun als hoffnungsloser Fall
abgestempelt! Da war ich strikt dagegen, zumal ich noch arbeiten konnte. Ich las durch Zufall im Internet, dass SSRI auch Depressionen auslösen können oder gegenteilig wirken bei manchen...
Ich entschloss mich langsam abzusetzen... von 30 auf 25, dann auf 20 dann auf 15 und dann 12,5 dann 11,25, etc. nun bin ich bei 7,5 mg.
Mir geht es langsam besser und meine Gefühle inklusive Libido kommen ganz ganz langsam wieder, ebenfalls wird die DP schwächer.
Nun meine Fragen:
1) Kann ein SSRI die Sache schlimemr machen und sogar Depressionen auslösen?
2) Das SSRI hat wie der Joint meine Zwangsgedanken und Angst erst verstärkt, beides scheint also Serotonin zu erhöhen, sind SSRI nur eine Art Droge?
3) Während des Absetzens, gerade dann wenn ich das SSRI erhöht oder eine Stufe reduziert habe, stellte ich folgende Symprome fest, die nach ein paar Tagen
verschwinden oder abschwächen, und die ich so vorher niemals nie hatte: ein seltsamer Schwindel, als wenn ich beim Kopfdrehen nen Schlag auf den Kopf bekomme und gleich hinfalle,
Gefühlsschwankungen bis hin zu depressiver Leere, starke Zappeligkeit, Angetriebensein aber ich kann den Antrieb nicht kanalisieren, leicht zu reitzen, ärgerliche Stimmung,
Zwangsgedanken an den Tod und an Selbstmord, was besonderst belastend ist, da ich nicht daran denken will und von Suizid null halte, vor allem weil ich mein Leben selbst mir DP und
der Zwangsstörung eigentlich liebe, irgendwas zwingt mich dazu an diese Thematik zu denken, es ist kein Plan und kein Impuls, nur der Impuls darüber nachzudenken, ähnlich einem Zwangsgedanken.
4) Was glaubt Ihr, ob das Gehirn sich vielleicht selbst reparieren kann bei Angst und Depression und es deshalb auf SSRI und Konsorten keine Lust hat und sich wehrt?
5) Wieso glaubt mir kein Arzt? Ich beteuere nochmal, ich war vor dem SSRI nie depressiv, ich hatte ,,nur Angst"! Ich bin überzeugt, das SSRI hats verursacht!
6) Wenn ich abgesetzt habe und mal wieder Zwangsgedanken habe, kann ich da mal Johanniskraut testen, oder ist das auch so wie ein SSRI, was einige Mediziner behaupten.
7) Ich bin kein Arzt, aber was ist wenn Depressionen, Zwänge, Ängste, Panik, Depersonalisierung alles ,,Messages" vom Gehirn sind, langsamer zu tun, etwas im Leben zu verändern, zur Ruhe zu kommen
vielleicht sogar eine Art Schutz darstellen sollen, die wir nicht verstehen und mit Gewalt mit SSRI und TZA aus unseren Hirnen rauskämpfen, was unserem Ich, Gehirn oder was auch immer einer
Vergewaltigung gleich kommt? Seit Jahrtausenden quälen uns Angst und Melancholie, was ist wenn das zu Leben eben dazugehört, würden wir Liebe, Euphorie, Glück, bekämfen?
Wissen wir erst nicht richtig das Glück und die Liebe und das normale Leben zu schätzen, wenn wir wissen, dass es Angst und Kummer gibt ?
Die Bandbreite zwischen Depression und dem Glück der Liebe und dem tiefen Hass macht uns erst zudem was wir sind, Menschen.
Für meine Begriffe entmenschlichen die Psychomedis uns zu einem guten Teil, jedenfalls einige die sie nicht vertragen...
Bis bald,
Sven