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Paroxetin absetzen nach 4 Wochen

Verfasst: 27.08.2004 23:49
von Lui76
Hi,

ich habe jetzt Paroxetin 4 Wochen genommen(2 Wochen 10 mg und 2 weitere Wochen 20 mg). Ich hab jetzt wegen Ortswechsel den Psychiater gewechselt, der meinte, für meine Symthomatik wäre ein ganz anderes Medikament angebracht. Ich hatte ehrlich gesagt vom Paroxetin auch garkeine Wirkung verspürt bisher.
Auf jeden Fall habe ich ab heute Paroxetin abgesetzt und das neue Medikament angefangen.
Da ich aber immer von Absetzsymtomen gelesen habe, wollte ich nachfragen, ob man nach 4 Wochen und der angegebenen Menge auch schon Absetzsymptome bekommt oder ist die Einnahmezeit noch viel zu kurz?

Spätestens morgen...schluck...müsste ich ja was ansonsten bemerken.

Verfasst: 28.08.2004 00:51
von Oliver
Hallo.

Du kannst auch schon nach 4 Wochen Absetzsymptome haben. Es ist immer besser, das Medikament auszuschleichen. Ich habe Paroxetin auch nur etwas über 2 Wochen genommen und ich hatte Absetzsymptome. Ich hatte aber auch schwere Nebenwirkungen während der Einnhame und ich glaube da besteht ein Zusammenhang ... wenn Du während der 4 Wochen keine Nebenwirkungen hattest, wirst Du wohl auch keine oder kaum Absetzsymptome haben.

Warum gehst Du nicht einfach auf Nummer sicher und schleichst es aus?

Alles Gute
Oliver

Ausschleichen

Verfasst: 28.08.2004 03:54
von Lui76
Hi Oliver,

Ich hatte vorher mit einem anderen Psychiater gesprochen, der sich quasi als Experte in Sachen Medikamenten bezeichnete. Er sagte nach 4 Wochen hat man noch keine Absetzsymptome.
Ich bin mir unsicher, ob ich gleichzeitig Paroxetin weiter nehmen soll, um es langsam auszuschleichen während ich bereits das andere Medikament anfange. Mein jetziger Psychiater, der auch Arzt ist und einen sehr guten Ruf hat, meinte es wäre auch nicht nötig.

Ich hatte eigentlich kaum Nebenwirkungen noch irgendwelche Wirkungen bisher von Paroxetin verspürt, aber bin etwas durch das was ich über Paroxetin im Netz lese verunsichert.
Ich seh mal was passiert und nehme notfalls falls es starke Nebenwirkungen gibt, doch wieder Paroxetin und versuch es dann langsam auszuschleichen.
Würd mich freuen wenn auch andre berichten können welche Erfahrungen sie haben.
Grüsse
Lui

Verfasst: 28.08.2004 08:46
von Uschi
Hallo Lui, erstmal herzlich willkommen auch von mir hier im Forum
:)
Ich hatte vorher mit einem anderen Psychiater gesprochen, der sich quasi als Experte in Sachen Medikamenten bezeichnete. Er sagte nach 4 Wochen hat man noch keine Absetzsymptome.
wenn ich das lese muß ich sagen , dieser Arzt hat keine Ahnung. Es wird geleugnet , was das Zeug hält. Man kann sehr wohl auch nach 4 Wochen schon Absetzsymptome haben! Wohl gesagt man kann, muß aber nicht!
Ich würde Dir raten, nimm das neue Medikament und warte mal ab. Wenn Du doch noch Symptome bekommst kannst Du immer noch das Paroxetin langsam ausschleichen.
Und lass Dich auch nicht verrückt machen, :roll: es kann ja sehr gut sein dass Du ohne Probleme absetzen kannst. Mancher kann das ja anscheinend, und es ist sicher etwas dran, wenn man am Anfang starke Nebenwirkungen hat , hat man auch eher starke Absetzsymptome. Bei mir war das auch so.

alles Gute für Dich Uschi

Tag 2

Verfasst: 28.08.2004 17:07
von Lui76
Hmm, heute ist der zweite Tag wo ich Paroxetin abgesetzt habe. Bisher scheint noch alles normal:keine Elektroschocks von denen man öfters liest.
Ich hoffe, dass es auch die nächsten Tage keine Nebenwirkungen gibt und bin dann letztendlich froh, dass ich es dann nicht weiter nehmen muss, wenn ich so einiges darüber lese. Ausserdem stimmt das mit den Sexualstörungen, die nicht gerade prickelnd sind. Das war so eigentlich die einzige Nebenwirkung, die ich hatte. Wenn ich das Gefühl gehabt hätte, dass es mir besser ging, ok, aber es wirkte so rein garnicht, selbst nach 4 Wochen.
Auf jeden Fall hat das neue Medikament weit weniger Nebenwirkungen und ist sogar für Kinder zugelassen. Allerdings ist es kein Antidepressiva. Mein neuer Psychiater hat wenigstens zuerst alle Möglichen physischen Tests(Blutbild, Tomographie u.s.w) durchgeführt, um zu sehen, dass nichts organisches vorliegt. Dann nach mehreren Gesprächen hat er erst die Diagnoses der Medikamente zusammengestellt im Zusammenhang mit einer Langzeitpsychotherapie, die er mit mir durchführen will.
Der Arzt, der mir Paroxetin verschrieben hatte, hat mir die Medikamente nach einer halben Stunde Gespräch aufgeschrieben und mir dann einen Termin 2 Wochen später gegeben.
Dazu muss man sagen, dass ich in Süd Amerika wohne. Eins muss man aber schon behaupten. Alle Psychiater lassen sich sehr viel Zeit mit einem und geben einem alle ihre Handy Nummer und Privat Nummer und sagen, man kann sie jederzeit anrufen. Deutsche Ärzte scheinen, was man so liest, ständig in Urlaub zu sein.
Meine Erfahrung damals in Köln, war auch nicht so toll mit Deutschen Ärzten. Mit meinem jetztigen Psychiater habe ich beim letzten Termin bestimmt zwei Stunden gequatscht.

Ich berichte, ob ich jetzt die Tage noch Nebenwirkungen bekomme :cry:

Vielen Dank für Eure Antworten.

Lui

immer noch nichts

Verfasst: 28.08.2004 23:42
von Lui76
Bisher habe ich immer noch keine Nebenwirkungen, nach 2 1/2 Tagen abruptes Absetzen von Paroxetin. Wenn man im Internet liest, hat man das Gefühl, dass JEDER durch die Hölle geht und zurück, was dazu führt, dass man jeden Moment mit einem Einbruch rechnet :shock:

Weiss einer nach wievielen Tagen des Absetzens normalerweise Nebenwirkungen auftreten und nach wie vielen Tagen ohne Nebenwirkungen man auch wahrscheinlich keine mehr bekommt??

Tut mir Leid für die vielen Fragen, aber wenn man im Netz surft, inklusiv in diesm Forum, fühlt man sich wie eine tickende Zeitbombe nach dem Absetzen von Paroxetin, die nur darauf wartet zu explodieren :?

Ihr müsst zugeben, was man im Netz über Paroxetin liesst, klingt schlimmer als wenn man LSD, Extacy, Crack und Heroin auf einmal nimmt :P

Re: immer noch nichts

Verfasst: 29.08.2004 10:24
von CloneX
Lui76 hat geschrieben: Ihr müsst zugeben, was man im Netz über Paroxetin liesst, klingt schlimmer als wenn man LSD, Extacy, Crack und Heroin auf einmal nimmt :P
Wenn man Pech hat ist es das wahrscheinlich auch.

Aber immer daran denken, dass vor allem die Leute mit Problemen im Internet posten. Von den "Erfolgreichen" hörst du wenig. Und nach vier Wochen solltest du dir keine all zu großen Sorgen machen, wenn du nicht gerade einer der Pechvögel bist.

Verfasst: 29.08.2004 11:39
von Oliver
Hallo Lui76.

Was ist das für ein anderes Medikament das Du nimmst? Ich kann nicht ganz nachvollziehen, warum Du lieber Angst hast, anstatt einfach auf Nummer Sicher zu gehen und Paroxetin über einen Zeitraum von zwei bis drei Wochen auszuschleichen ... Niemand wird dich hier beruhigen können, weil die meisten hier schlechte Erfahrungen gemacht haben. Wenn Du nichts Negatives über Paroxetin lesen willst, solltest du entweder den Computer auslassen oder Dir nur die Webseite von Glaxo SmthKline anschauen - da ist die Welt noch in Ordnung ;). CloneX hat Recht - die Leute, die keine Probleme hatten, schreiben meist nicht in Foren.

Alles Gute
Oliver

Tag 3

Verfasst: 29.08.2004 17:32
von Lui76
Hi Oliver,

der Grund warum ich es nicht langsam ausschleiche hat verschiedene Gründe: erstens sagten mir ALLE Psychiater, plus ein befreundete Arzt und Chirug, der kein Geld nimmt für seine Konsultation und sich sehr gut mit Medikamenten auskennt, dass man nach 4 Wochen keine Probleme haben sollte. Dann wollte ich nicht einen Medikamenten Cocktail riskieren, wo ich nicht weiss was dabei herraus kommt und zum Schluss dachte ich, wenn ich Paroxetin noch 2 Monate ausschleiche, habe ich es statt 4 Wochen 12 Wochen im System.
Normal hätte ich auf die Meinung der Ärzte ganz einfach vertraut, aber das was man über Paroxetin und die Absetzsmptome im Netz liest, reicht dafür dass JEDER einen Horror kriegen muss.

Mein Hauptanliegen in diesem Forum war es zu erfahren, ob andere auch nach einer kurzen Einnahme von 4 Wochen die beschriebenen Absetzsymptome bekommen, um immer noch zu überlegen, ob ich es besser ausschleiche.

Mein Problem ist, dass ich immer gesund gelebt habe, jahrelang intensiv Schwimm-und Radtraining mache und bis auf Aspirin, noch nie vorher ein Medikament genommen habe und somit Null Erfahrungen habe. Ich bin kein Freund von Medikamenten, aber denke in viele Fällen muss es einfach sein. Viele schreien auf bei Psychopharmika, aber pfeifen sich dann irgendwelche illegale Drogen rein, die man in irgendwelchen Kellern zusammengepantscht hat. Ehrlich gesagt, wird auf Ärzte immer eingedroschen, aber meine Probleme sind durch sogenannte Alternative Medizin enstanden. Ich leide seit Jahren unter eine Angststörung, die ich aber soweit unter Kontrolle hatte, dass ich völlig problemlos damit leben konnte. Meine Probleme fingen an als mich Ayurvedische Ärzte überzeugen wollten, dass man mit Meditation und Ohrakupunktur alle Ängste vollständig beseitigen kann. Nach der super Alternativbehandlung von Leuten, dessen Hauptanliegen es ist Kohle zu scheffeln, ging es mir 10 mal beschissener, so dass ich jetzt auf Medikation und eine Langzeittherapie greifen muss.

Meine Schwester und eine sehr gute Freundin hatten mit einer extremen Angsstörung zu tun und sind jeweils durch Antidepressiva wieder wohl auf.
In meinem Fall scheint Antidepressiva aber nicht angebracht zu sein und bin eigentlich froh kein Paroxetin nehmen zu müssen und denke, man sollte nur auf Medikamente greifen, wenn man keine andere Lösung findet. Aber, wie gesagt, ich halte Medikamente für wesentlich ungefährlicher als die meisten Alternativmedizin von Esoterikfuzzis.

Naja, Nebenwirkungen(ausser, dass meine sexuelles Empfinden wie normal ist :lol: ) habe ich bisher immer noch nicht und hoffe das bleibt so.

Danke für die Unterstützung
Lui

Verfasst: 29.08.2004 23:43
von Oliver
Hallo Lui76.
wenn ich Paroxetin noch 2 Monate ausschleiche, habe ich es statt 4 Wochen 12 Wochen im System.
2-3 Wochen würden wohl ausreichen.

Was ist es denn nun für ein Medikament, dass Du stattdessen verschrieben bekommen hast?

Oliver

anderes Medikament

Verfasst: 30.08.2004 00:21
von Lui76
Hi Oliver,

da ich bisher noch nach 3 1/2 Tagen nach der Absetzung keine Nebenwirkungen verspüre, hoffe ich, dass sich die Sache erledigt hat mit Paroxetin...(bet).
Ich gebe zu, dass ich absichtlich Deine Frage nach dem neuen Medikament ignoriere, da ich keine eventuellen Horrorstories über dieses Medikament hören möchte und hoffe Du hast Verständnis. Es ist zwar eine gewisse Ignoranz aber ich will erstmal auf das neue Medikament vertrauen. Ich hab auch noch nichts negatives darüber im Netz gelesen im Gegensatz zu diversen Antidepressivas, hauptsächlich Paroxetin.
Bisher habe ich auch noch keine Nebenwirkungen verspürt.

Als ich behauptet habe, dass ich von Paroxetin keine Nebenwirkungen hatte, muss ich allerdings sagen, dass ich die ersten drei Tage Durchfall hatte und zwischendurch kurze Perioden(stundenweise) extremer Depressivität, wo ich verstehen konnte, dass Depressive oft an Selbstmord denken. Da ich sonst nie depressiv war, hat mich das erschrocken, da ich solche Gefühle nie kannte. Allerdings gingen die wieder weg. Ich hatte auch zwischendurch, dass Gefühl als würde man den Verstand verlieren, wobei ich in beiden Fällen nicht wusste, ob es vom Paroxetin kam.
Auf jeden Fall sind die Nebenwirkungen, die bei meinem neuen Medikament aufgelistet sind wesentlich geringer und selbst hatte ich noch keine.

Grüsse,
Lui

Verfasst: 30.08.2004 18:38
von Hannes Wien
Hi Lui76!
Also gegen Angst helfen ja eingentlich nur die SSRI AD und die Benzo´s solltest du Alprzolam oder Diazepam (oder ein anders Benzo) verschieben bekommen haben würde ich die Finger davon lassen, sie machen schon nach kurzer Einnahme (3 Wochen) abhängig! :shock:

Ich bin nach 22 Monate nach dem Entzug noch iimmer nicht ganz symptomfrei.:evil:
Ich hab die Benzos übrigens nur zum Schlafen bekommen.

Liebe Grüsse
Hannes

Clonazepam

Verfasst: 30.08.2004 21:18
von Lui76
Hannes Wien hat geschrieben:Hi Lui76!
Also gegen Angst helfen ja eingentlich nur die SSRI AD und die Benzo´s solltest du Alprzolam oder Diazepam (oder ein anders Benzo) verschieben bekommen haben würde ich die Finger davon lassen, sie machen schon nach kurzer Einnahme (3 Wochen) abhängig! :shock:

Ich bin nach 22 Monate nach dem Entzug noch iimmer nicht ganz symptomfrei.:evil:
Ich hab die Benzos übrigens nur zum Schlafen bekommen.

Liebe Grüsse
Hannes
Hi Hannes,

ich glaube es gibt eine ganze Reihe Medikamente mehr, die gegen Angst helfen. Es kommt auch immer individuell darauf an, was Du für Probleme hast.
Ich bekomme zusätzlich zu meinem eigentlichen Medikament vorübergehend Clonazepam verschrieben, was sehr gut wirkt und auch angeblich abhängig macht.

Meine Schwester hatter vor einem Jahr wegen Panikattacken, die sie immer Nachts bekam, Sertraline und 1 mg Clonazepam verschrieben bekommen, was sie vor dem Schlafengehen nehmen sollte. Sie hat Clonazepam über 1 Jahr genommen und dann einfach abgesetzt OHNE Nebenwirkungen.
Jeder ist verschieden. Oliver, hier im Forum, hatte nach zwei Wochen Paroxetin Nebenwirkungen. Ich habe, trotz abruptes Absetzen nach 4 Wochen Paroxetin, nicht die gerinngsten Nebenwirkungen verspürt.

Ein anderer Psychiater meinte für meinen Zustand wäre besser, statt Paroxetin, ein Medikament zu nehmen, was unter anderem auch für Schizophrenie und Psychosen eingesetzt wird, obwohl er betonte, ich sei weder psychotisch noch Schizophren, aber das Medikament hilft auch bei anderen Sachen.

Ich hab das nicht genommen, da mein jetztiger Psychiater, der mit mir eine Langzeittherapie machen wird, mir ein ganz anderes Medikament aufgeschrieben hat. Er sagte jeder Psychiater hat seine eigene Behandlungsmethode und es ist schwer zu sagen wer Recht hat.

Ich vertraue erstmal meinem Psychiater, da er 40 Jahre Erfahrungen hat, gleichzeitig Arzt ist und Internationale Vorträge in der ganzen Welt hält. Er wurde mir von einem sehr anerkannten Chirug als einer der besten empfohlen. Das musst nichts heissen, aber wenn man überhaupt kein Vertrauen mehr hat, muss man wohl alleine mit der Krankheit klarkommen.

Mal sehen, ob mein Medikament wirkt, wobei die Therapie sicherlich den besseren Nutzen bringt langsfristig gesehen.

Grüsse
Lui

Verfasst: 30.08.2004 22:44
von Hannes Wien
Hi Lui76!
also warum du keine Entzugserscheinungen vom Paroxetin hast liegt klar auf der Hand Clonazepam 1mg = 20 mg Diazepam also nicht eine Dosis die gerade niedrig ist.
Die Benzos machen immer abhägig nach 3-6 Wochen http://www.benzo.org.uk/ . Deine Schwester hat Sertralin genommen und das sicher länger als die Benzos wahrscheindlich 8-12 Monate sonnst hätte sie sicher furchtbare Ängste und erst recht Panikattacken bekommen.
Die SSRI AD sind die einzigen die Benzo Ängste gegen 0 reduzieren.

Gerade in in Amerika herrscht die Meinung das Clonazepam nicht so leicht abhängig macht stimmt nicht es wirkt genau so auf den Neurotransmitter GABA. Quelle http://www.benzo.org.uk/manual/bzcha01.htm


Liebe Grüsse
Hannes

Was ist die Alternative??

Verfasst: 31.08.2004 03:47
von Lui76
Hi Hannes,

es ist natürlich so eine Sache. OK, man kann grundsätzlich ALLE Medikamente ablehnen, da man bei JEDEM Medikament wahrscheinlich irgendwelche Horrorstories auspacken kann.
Aber je nachdem welche psychischen Probleme man hat, sind die Symptome dieser Krankheit auch nicht prickelnd und führen eventuell dazu, dass man jahrelang sich unnötig quält.

Was ist dann die Alternative?? Ich habe eine Freundin, dessen Angstzustände extrem waren über Jahre und sie sich regelrecht gegen Medikamente gewehrt hat. Jetzt nimmt sie Prozac und kann wieder glücklich leben und arbeiten und vor allem ihre Therapie machen, wovor sie vorher garnicht mehr in der Lage war. Davor war ihre einzige Alternative Selbstmord. Sie sagt zu Leuten, die Medikamente ablehnen, sie sollen mal in der Lage stecken und dann ihre Meinung bilden.

Ich will hier nichts runter spielen, aber ich muss irgendwo auch meinen Arzt vertrauen. Ich frage nochmal, was ist sonst die Alternative?? Soll ich jede Therapie ablehnen und ewig mit meinen Problemen leben??

Viele Grüsse,
Lui

Verfasst: 31.08.2004 12:35
von Oliver
es ist natürlich so eine Sache. OK, man kann grundsätzlich ALLE Medikamente ablehnen, da man bei JEDEM Medikament wahrscheinlich irgendwelche Horrorstories auspacken kann.
Ich glaube, Du versuchst hauptsächlich dich selbst zu überzeugen, wenn Du diese Sachen schreibst. Psychopharmaka sind schon was anderes als Aspirin ...Wenn Du Deinem Arzt und den Medikamenten wirklich vertrauen würdest, würdest Du Dir glaube ich nicht die Mühe machen hier zu schreiben. Wenn Du schon alles andere probieret hast, um mit Deinen Ängsten klar zu kommen ist es aber doch auch einen Versuch wert das medikamentös zu behandeln, und um so besser ist es, wenn Du um die Risiken der Medikamente weißt. Allerdings wirken alle diese Medikamente nur symptomatisch - können einem also höchstens eine Pause verschaffen, aber Du machst ja parallel eine Therapie.

Alles Gute
Oliver

Verfasst: 31.08.2004 16:28
von Lui76
Oliver hat geschrieben:
Ich glaube, Du versuchst hauptsächlich dich selbst zu überzeugen, wenn Du diese Sachen schreibst. Psychopharmaka sind schon was anderes als Aspirin ...Wenn Du Deinem Arzt und den Medikamenten wirklich vertrauen würdest, würdest Du Dir glaube ich nicht die Mühe machen hier zu schreiben. Wenn Du schon alles andere probieret hast, um mit Deinen Ängsten klar zu kommen ist es aber doch auch einen Versuch wert das medikamentös zu behandeln, und um so besser ist es, wenn Du um die Risiken der Medikamente weißt. Allerdings wirken alle diese Medikamente nur symptomatisch - können einem also höchstens eine Pause verschaffen, aber Du machst ja parallel eine Therapie.
Hi Oliver,

ich habe hier ursprunglich geschrieben, um zu fragen ob es Leute gibt, die nach einer kurzen Einnahme von Paroxetin bereits Absetzsymptome hatten, um abzuwiegen, ob ich das Medikament ausschleichen soll oder nicht. Da ich vorher nie Medikamente zu mir nahm, war es natürlich, dass ich mich per Internet vor der Einnahme von Paroxetin informiere. Natürlich stösst man da auf Seiten, wo reinste Horrorszenarios geschildert werden, die mehr Nebenwirkungen erzeugen als das Medikament selbst und man selbst bei dem grössten Vertrauen zu seinem Arzt seine Bedenken bekommt, gerade bei Angststörungen.

Ich bin mir auch über die Risiken aller Medikamente bewusst und wünschte es geht auch ohne, da ich vorher noch nicht mal Aspirin genommen habe. Hannes hatte mir nur von bestimmten Medikamenten abgeraten, was bedeuten würde, dass ich die Medikamentiöse Therapie meines Therapeuten ablehnen müsste.

Trotzdem nutzen mir die Tipps und bin auch dankbar dafür, da ich meinen Arzt darauf hin die eine oder andere Frage stellen kann und nicht völlig BLIND meinen Arzt vertraue.

Viele Grüsse
Lui