Seite 1 von 1
"dranbleiben"oder schon wieder resignieren....
Verfasst: 30.07.2004 19:36
von Jade
manchmal weiss ich auch nicht,warum ich mir den stress mit dem reduzieren überhaupt noch mache.eigentlich nur wegen den sch..

sexuellen nebenwirkungen.und ich finde es erstaunlich,dass mein körper auf jeden absetzversuch anders reagiert.hatte ich es von feb-mai fast problemlos geschafft ,auf sogar 0,2 ml zu reduzieren....Hab dann ja wieder erhöht,weil die ängste wieder kamen .und kurzzeitig war ich wieder bei den alt vertrauten 20 mg.nun das ganze von vorne......bis 15 mg gings problemlos....doch nun fangen schon bei 12,5 mg die ängste an.besonders morgens.seit 5 tagen wurschtel ich mich übern tag,mal gehts gut,aber morgens ists ein graus.und nun......?geduld haben...?wohl oder übel...oder???aber warum gehts diesmal nicht so locker.....?ich will doch nur erstmal bei 10mg ankommen und dann will ich ja auch erstmal ruhe geben....!!!!!!!!!!!!!!!!!!
da kriegt man doch den totalen zorn,wenn gerade die angst mal weg ist.
liebe grüsse von der echt traurig,zornig,hilflosen jade
Verfasst: 30.07.2004 23:11
von Stipe
Da muss man sich entscheiden. Entweder man nimmt die sexuellen Nebenwirkungen in Kauf oder die Ängste. Man kann nich alles im Leben haben.
Kannst ja auch stationär Entzug machen.
Verfasst: 31.07.2004 08:49
von Uschi
Hallo Jade,
bitte versteh mich nicht falsch, aber Du setzt glaube ich Deine Hoffnung zu sehr auf die Medikamente.
Die Medikamente werden Deine Ängste auf Dauer nicht heilen.
Vielleicht solltest Du Deine Ängste einfach mal akzeptieren, und nicht immer versuchen Sie mit Medikamenten wegzudrücken. Das funktioniert auf Dauer nicht. Ich habe das in den ersten Jahren meiner Angsterkrankung auch so gemacht. Es geht mir erst besser seit ich mich den Ängsten gestellt habe und es akzeptiert hab. Hört sich vielleicht jetzt etwas überheblich an, aber so ist die Realität.
lieben Gruß an Dich Uschi
Verfasst: 31.07.2004 08:59
von karin
es ist erstaunlich auf welche ziele manche hinarbeiten - "keine sexuellen nebenwirkungen mehr haben". mein ziel war vollkommen gesund werden.
ich habe mein ziel schon fast erreicht.
kann nur immer wieder die notwendigkeit von regelmäßiger körperlicher bewegung betonen.
lg,
karin
Verfasst: 31.07.2004 11:25
von Jade
Liebe Karin,
da siehst du mal,wie bescheiden ich geworden bin....fernsehn,(fr)essen...
natürlich möchte ich auch gesund werden.....bzw-was ist gesund????sein leben so gestalten zu können,dass man für sich sagen kann es ist schön und gut-und klar sich annehmen können.
Liebe uschi,
es fällt mir einfach schwer,mich annehmen zu können mit diesen ängsten.
ich gebe zu,ich denke da wirklich so ganz simpel und vertraue inzwischen wirklich zusehr auf dieses schei...paroxetin.ich will einfach die beste lösung für mich-angstfrei und keine nebenwirkungen.
inzwischen überlege ich,ob ich vielleicht meinem neurologen vorschlagen sollte,ob ich nicht paroxetin mit remergil kombinieren kann.paroxetin dann langsam auf unter 10 mg dosieren und minimal remergil nehmen????
ich weiss ich stosse jetzt hier sicher auf unverständniss....
aber habt ihr nicht alle mal phasen,wo man einfach nur noch seine ruhe will,aufstehen wie viele andere,ohne ängste,ohne angst vor der angst....
also ,nicht aufregen über mich-denn das tu ich selbst schon genug
liebe grüsse
jade
Verfasst: 31.07.2004 13:59
von Uschi
Hallo Jade,
ich kann Dich schon gut verstehen, mir gings ja genauso.
Vor was hast Du eigentlich Angst? Ist es einfach Angst vor allem oder vor was bestimmten?
Ich würde Dir so gerne helfen! Ich reg mich nicht auf über Dich, ich weiss wie schwer es ist. Es war auch für mich ein langer und nicht leichter Weg. Aber es war halt das einzige was mir geholfen hat.
Du mußt da ja auch nichts überstürzen, einfach mit kleinen Schritten anfangen, Dich Deiner Angst zu stellen. Selbst wenn Du am Anfang Medikamente zur Unterstüzung nimmst, mußt Du weiter an Dir arbeiten. Du wirst dann sehen, dass Deine Ängste mit der Zeit immer kleiner werden und vielleicht sogar verschwinden.
Wenn Du Dich jedoch für die Medikamente entscheidest, mußt Du halt auch die Nebenwirkungen in Kauf nehmen. Es hat halt alles seine Vor und Nachtteile. Du mußt das entweder akzeptieren, was dann heißt sich mit den sexuellen Schwierigkeiten zu arangieren oder dich ohne Medikamente zu akzeptieren. Mit allen Ängsten und Depressionen!
Vielleicht würde es Dir auch helfen, einfach mal zu versuchen etwas Abstand von der Absetzerei zu gewinnen. Bleib doch erst mal bei einer Dosis bei der Du Dich noch wohl fühlst und arbeite z. B an Deiner Fitness!
Zu körperlicher Betätigung kann ich Dir auch nur raten. Es wirkt bei mir auch manchmal Wunder, wenn ich mich mal nicht so fühle. Raus in die Natur und einfach mal für ne Stunde kräftig marschieren.
Es gibt da Studien die nachweisen, dass nichts so effektiv gegen Depressionen und Ängste wirkt, wir regelmäßige Bewegung. Auf jeden Fall besser als sämtliche Medikamente.
lieben Gruß an Dich Uschi
Verfasst: 31.07.2004 14:51
von Jade
Liebe Uschi,
ja,vor was hab ich eigentlich angst??wenn ich diese absetzsymptome habe,dann hab ich vor nichts bestimmtem angst.eher so eine erträgliche bis unerträgliche unruhe.wie vor einer prüfung.....Und dann ist da gar keine prüfung.schon seltsam....sehr seltsam.aber das kann einen ganz närrisch machen.
würde mich gerne bewegen....hab aber gerade nen bandscheibenvorfall....dank meines tollen jobs als krankenschwester.
ich versuch jetzt mal gelassen bei meinen ca 5 mg morgens und 8 mg abends zu bleiben......und bestell mir hafer stroh(soll u.a gegen sexuelle nebenwirkungen helfen),auch bei depressionen....etc.
ganz lieber gruss an dich
jade
Verfasst: 31.07.2004 16:55
von karin
hallo jade,
ich habe mich 7 jahre um meine schwerstkranke schwester gekümmert. vor 2 jahren war ich selbst am ende meiner kräfte, vollkommen ausgesaugt, war ständig nervös/gereizt und auf einem sehr hohen stressniveau. viele lange monate konnte ich dann absolut nichts mehr tun, nicht einmal fernsehen. vor lauter angst konnte ich nicht studieren, nicht arbeiten, war nicht mehr belastbar.
denke, dass hinter deiner angst aufgrund deiner pflegerischen tätigkeit bereits ein vollkommenes "ausgebrannt sein" steckt.
glaub mir, beginne dich viel in der natur zu bewegen und ausdauersport (!in der gruppe!) zu machen. die angst wird weniger werden und man stößt wieder auf neue kraftquellen.
schwimmen beispielsweise ist gut für die wirbelsäule, stärkt den rücken und entspannt sehr.
verlass dich bitte nicht auf die medikamente, denn sie bringen nicht immer die hilfe, die man sich von ihnen erwartet.
was auch gut sein kann sind selbsthilfegruppen. war bei einer angehörigenrunde, die mir sehr sehr viel kraft gegeben hat.
in wien gibt es noch den TRIALOG. menschen mit erfahrung in psychischen krisen, angehörige und professionelle helfer diskutieren hier probleme rund um psychische krisen und den umgang damit.
vor solchen angeboten sollte man sich nicht verschließen. denke, dass es in deiner umgebung auch veranstaltungen von dieser art geben wird.
lg,
karin