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Angst-u.Panikstörung/Depression (TOLLES FORUM HIER!!!)

Verfasst: 03.01.2012 05:48
von NoHopeNoSun
Hi an alle,

leide seit etwa 10 jahren an einer angststörung mit panikattacken...das ganze begann mit dem verlust meines vaters, welchen ich am anfang eigentlich dachte, dem umständen entsprechend gut zu verkraften - bis ich nach ca. 2 jahren (2002) eines tages im sommerurlaub ohne grund und aus heiterem himmel heulattacken, appepitlosigkeit und atembeschwerden bekam! ich war so unendlich traurig...das war sehr schlimm für mich, weil alles in ordnung war - dachte ich zumindest, ohne zu wissen, was mein unterbewusstsein so denkt und fühlt...zum glück war meine familie bei mir...gingen natürlich sofort zum arzt, der die üblichen untersuchungen machte (blut, urin, ekg etc.) und uns sagte, dass es psychisch bedingt sei...eine spritze bekam ich glaube auch...kurz danach wollte ich wieder zurück nach deutschland, weil ich mich hier irgendwie besser aufgehoben fühlte...ich ging hier natürlich sofort zum neurologen und bekam paroxetin (20mg) verschrieben...es ging mir wirklich sehr schlecht...ich lag 1 monat lang durchgängig im bett und stand lediglich auf, um auf klo zu gehen...das laufen fiel mir so schwer, fühlte mich wie 100...das herz pochte so schnell nach 2 schritten...aß kaum, trank kaum...nahm ca. 8 kilo ab...

PAROXETIN:
aber: nachdem paroxetin anfing zu wirken, ging's bergauf...ich war wie neu geboren...jedoch verstand ich das ganze nach wie vor nicht...hatte bis dato keine erfahrung mit depressionen, panikattacken etc. Von dem zeitpunkt an begann ich zu erforschen, was ich genau habe und woher das kommt...habe 2 verhaltenstherapien gemacht, die gingen aber nicht sehr lang...bei dem ersten therapieversuch meinte meine therapeutin nach paar monaten, ich wisse so sehr darüber bescheid, dass ich mich selbst therapieren könne und stark genug sei...und abgebrochen...die zweite therapie wollte ich abbrechen, weil ich das gefühl hatte, dass sie wirklich nix bringt, denn über den angstkreis, den sogenannten teufelskreis und dass unsere gedanken oftmals dazu führen und wie wir damit umgehen, damit die panikattacke verschwindet - das alles wusste ich bereits! konnte leider nix dazu gewinnen...das leben ging trotzdem weiter, auch ganz gut soweit...weniger ängste, mehr mut, weniger sorgen...ich habe in der zeit begonnen zu studieren...zwischenzeitlich einige versuche gestartet, das medi abzusetzen...gescheitert, denn wieder heulattacken, appetitlosigkeit, angstzustände, isolierung etc. Das konnte ich mir alles aber damals nicht leisten, weil ich studiert und gearbeitet habe...somit nahm ich paroxetin noch bis zum ende meines studiums (2008) und dachte, danach ist pause, danach ist die zeit gekommen, um von dem medi loszukommen, egal wie lange es dauert und was es so mit sich bringt...im september 2008 habe ich paroxetin abgesetzt, besser gesagt bis dahin gekonnt ausgeschlichen - habe nämlich wirklich sehr viel info in den jahren gesammelt und wusste UNBEDINGT AUSSCHLEICHEN...trotz ausschleichen: es war die hölle...schwindel, übelkeit, schwäche, heulattacken, depression, hoffnungslosigkeit, schwarzmalerei, antriebslosigkeit, bin nicht rausgegangen, hab niemanden getroffen usw. Aber es wurde besser immer besser...im dezember war ich so stolz, es 3 monate ohne paroxetin geschafft zu haben...bis mein bruder ende dezember leider verstarb :((

AMITRIPTYLIN:
und das ganze begann wieder von vorne...mit verlusten kann ich überhaupt nicht, null umgehen...es haut mich - im wahrsten sinne des wortes - um...dieses mal bekam ich AMITRIPTYLIN verschrieben, in tropfenform, 20 tropfen um runterzukommen, keine panikattacken zu erleiden etc...erfuhr erst später, dass es oftmals auch zur schmerztherapie verschrieben wird...seitdem geht es mir so lala...ich erlitt ab und an kleine attacken, meist wenn's stressig wurde, ich mich beeilen musste, ich aufgeregt war oder zuviel verantwortung hatte...es wirkte jedoch nicht wie paroxetin - eine konstante grundangst vor vielem blieb...ich unternahm weniger, wurde eher häuslich, musste aber weniger heulen und meine gefühle waren so stumpf...konnte zumindest arbeiten gehen und das bedeutet schon viel für mich...der erste versuch, auch dieses medi abzusetzen, war im april letzten jahres, nach meiner weiterbildung...ich suche mir bewusst immer zeiträume aus, in denen ich mich gehen lassen kann, wenns denn sein muss...wo ich keinen druck verspüre, funktionieren zu müssen...bin auch noch ledig und wohne zusammen mit meiner mutter, die mir sehr entgegen kommt...natürlich auch wieder ausgeschlichen...von 20 auf 18, dann 15, dann 12 usw...weshalb ich die tropfenform von AD's besser finde...man kann die dosis echt in minischritten verringern...diesmal ging es nur 6 wochen...im gegensatz zu PAROXETIN hatte ich kaum körperliche symptome...keine übelkeit, wenig schwindel etc. Nur mein appetit ging stark zurück, heulattacken begannen, lustlosigkeit - kurzum: mit mir war wieder nix anzufangen...aber das hätte ich alles noch ausgehalten, wenn da nicht die blöden PANIKATTACKEN wären :( die waren manchmal teilweise so schlimm, ich konnte nicht ruhig bleiben...hatte das gefühl zu ersticken...so unangenehm, dass ich in dem moment jedes körperliche leiden vorziehen würde! mein freund tat mir immer so leid, weil er mir nicht wirklich helfen konnte...er hat schon soviel mitgemacht mit mir...ich ging stundenlang draußen spazieren, wenn eine attacke kam, um runter zu kommen...um erschöpft zu sein und müde zu werden, damit ich schlafen konnte, um die panikattacke zu "überleben"...das wurde zum ende hin so unerträglich, dass ich wieder zu meinem neurologen ging und der mir sagte, wenns mir nicht gut geht, sollte ich die tropfen wieder einnehmen...toll! war wieder alles umsonst, dachte ich mir...nehme AMITRIPTYLIN wieder seit mitte mai 2011 :( seit september 2011 jedoch leide ich an starkem schwindel...so plötzlich...war beim hno, beim orthopäden, endokrinologen,hausarzt...blutbild, manuelle therapie, gleichgewichtsanalyse, mrt vom kopf, schilddrüse - alles in ordnung...könnte es vielleicht an den tropfen liegen, dachte ich mir...und testete: 1 tag nicht genommen, schwindel wenig bis gar nicht...nächsten tag wieder genommen, schwindel...weniger tropfen genommen, weniger schwindel usw. Ich werde die woche wieder zu meinem neurologen gehen...

jetzt meine fragen an euch bzw. an dich RUNDI:
Ich habe vorher bereits erwähnt, dass ich in den jahren viel an erfahrung und wissen bzgl. dieses thema gesammelt habe....jedoch fehlt mir oft und immer noch die hoffnung, dass alles irgendwann gut wird...sollte ich es mit dem absetzen jetzt wieder versuchen ODER sollte mir mein neurologe ein anderes medikament verschreiben? werde ich JEMALS ohne medi auf den beinen sein??? das kann mir natürlich keiner wirklich beantworten, aber ich würde mich freuen, wenn sich leute mit ähnlichen problemen dazu äußern würden...wie werde ich diese panikattacken mit natürlichen mitteln los? habe angefangen mit muskelrelaxation nach jacobson, aber das ist noch sehr frisch...bin momentan arbeitslos, aber versuche in bewegung zu bleiben, auch wenn es mir nicht besonders gut geht...mein freund und ich wollen bald heiraten...und wieder kommen ängste in mir auf: was wenn ich von dem medi nicht weg komme...mein freund tut mir leid, weil er auch darunter leidet, da ich kaum was unternehmen möchte und meist zuhause bin mit ihm...was ist mit dem kinderwunsch...wenn ich es nicht schaffe, die AD abzusetzen, kann ich auch nicht schwanger werden...was wenn ich sie absetze und während der SS panikattacken bekomme...was wenn die schwangerschaft total schlecht verläuft...der stress nach der geburt, die schlaflosigkeit, die verantwortung, werde ich das alles überhaupt packen??? diese ganzen fragen erschweren mir das leben und fressen all meine hoffnung, leider...vielleicht können mir schwangere user oder mütter mit ähnlichen problemen, von sich erzählen...und wie sie das alles erlebt bzw. empfunden haben....vielleicht macht mir das etwas mut...jetzt schon, VIELEN DANK FÜR DIE ANTWORTEN...

LG, NoHopeNoSun

Re: Angst-u.Panikstörung/Depression (TOLLES FORUM HIER!!!)

Verfasst: 03.01.2012 09:43
von Das-kleine-Runde
Liebe NoHopeNoSun :) ,

herzlich Willkommen! :)

Ich würde mir nicht so große Sorgen machen, ohne AD nicht zurecht zu kommen, die wenigsten Betroffenen, die sich die Mühe machen, alternative Angebote auszuschöpfen, sind langfristig auf AD angwiesen. :)
...habe 2 verhaltenstherapien gemacht,
VT ist ein guter Ansatz, wenn man so beeinträchtigt ist, daß der Alltag nicht mehr zu bewältigen ist und um die stärksten Einschränkungen, die die Symptome verursachen abzubauen.
Du schreibst, daß Du mit Verlusten nicht zurecht kommst und dadurch ein Tief ausgelöst wird, da wäre eine Therapie, die auch tiefenpsychologisch orientiert ist, jedenfalls nicht einseitig nur im Hier-und-jetzt ansetzt, wesentlich hilfreicher, um herauszufinden, weshalb Du dermaßen von Angst überflutet wirst und das allmählich aufzulösen.

Ich finde es traurig, daß Du in den langen Jahren, die Du die Beschwerden mit Dir rumschleppst von niemand darauf hingewiesen worden bist, das hätte Dir vielleicht einen großen Umweg und viele Tabletten erspart.
Auch wenn man AD verträgt und sie wirken, wie sie sollen, werden damit immer nur die Beschwerden gedeckelt,aber es kommt zu keiner Heilung, leider greift VT ebenfalls oft zu kurz.

Ich habe in der Hinsicht ähnliche Erfahrungen gemacht wie Du und hatte mich manchmal fast damit abgefunden, eine bestimmte Grundangst nicht mehr los zu werden und bin jetzt sehr froh, daß ich solange weiter nach einem empathischen Therapeuten gesucht habe, der nicht mit Alltagstauglichkeit das Therapieziel erfüllt gesehen hat, denn ich bin inzwischen die meiste Zeit frei von meinen ehemals treuen Begleitern. :)

Wichtig ist, daß Du solange weitersuchst, bis Du passende Unterstützung findest und Dich nicht entmutigen läßt von Rückschlägen oder unfreundlichen Einschätzungen auf Deinem Weg. Mir wurde in Vorgesprächen bei diversen Therapeuten von "gesund und nicht therapiebedürftig" bis "so schwer beeinträchtigt, daß es den ambulanten Rahmen sprengt" alles nachgesagt, da ist es wichtig, genau zu wissen, was man sucht und sich nicht einreden zu lassen.

Ebenfalls hilfreich um Ängste zu erforschen, kann Meditation sein, dazu habe ich hier ein wenig erzählt: http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=4&t=6084 und
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 344#p49344

Wenn Du Dich in die Literatur zum Thema Psychotherapie einließt, bekommst Du schnell einen Überblick über die verschiedenen Ansätze und was Dir entspricht.
Evtl. wäre auch Focusing ein Ansatz, der weiterhilft.
Mir persönlich haben die Bücher von Alice Miller sehr viel Mut gemacht, meinen Weg zu gehen. Eine Hilfe bei der Therapeutensuche kann "Kompaß für die Seele" von Tilmann Moser sein.

Zu Amitriptylin - welches Flüssigpräparat verwendest Du und wieviel mg nimmst Du momentan ein?
Amitriptylin veursacht häufig NW im Herz-Kreislaufsytem, es wirkt dämpfend auf diverse Neurotaransmittersysteme.
Opipramol wirkt etwas weniger beeinträchtigend, das wäre evtl. für´s Erste eine Alternative.

Abhängig davon, wie häufig Panikattacken auftreten, wäre es auch eine Möglichkeit, nur ein Bedarfsbenzo zu benutzen und die Dauermedikaion zu beenden.
Benzos haben zwar ihr Abhängigkeitspotential, aber entgegen der Berichte im Benzo-Unterforum gibt es Betroffene, die damit verantwortungsvoll umgehen können, wenn die Ängste nicht dauernd auftreten und man sich therapeutsich damit auseinadersetzt.

Ich hoffe, ich habe Dir etwas Mut gemacht, Deinen Weg weiter zu gehen. :)

Alles Liebe
Rundi :hug:

Re: Angst-u.Panikstörung/Depression (TOLLES FORUM HIER!!!)

Verfasst: 04.01.2012 21:20
von NoHopeNoSun
NoHopeNoSun hat geschrieben:Liebe kleine runde :)

zuerst möchte ich mich herzlich bei dir bedanken, dass du so schnell auf meinen beitrag geantwortet hast...aber auch dafür, dass du hier jedem mit rat und tat bei seite stehst und dir die zeit nimmst, den menschen hier weiterzuhelfen wo du kannst und ihnen mut zu machen! Schicke dir deswegen von herzen ganz viel positive energie :)
und bin jetzt sehr froh, daß ich solange weiter nach einem empathischen Therapeuten gesucht habe, der nicht mit Alltagstauglichkeit das Therapieziel erfüllt gesehen hat, denn ich bin inzwischen die meiste Zeit frei von meinen ehemals treuen Begleitern. :)
Wie schön...genau danach suche ich auch...nach einem therapeuten, bei dem ich gut aufgehoben bin und ich das gefühl habe, diese therapie bringt mir was...es wird alles besser...habe jetzt eine therapeutin gefunden, die gestalttherapie macht...habe mir bisschen was dazu durchgelesen und es hört sich sehr interessant an...hast du vielleicht schon erfahrung damit gemacht?
Ebenfalls hilfreich um Ängste zu erforschen, kann Meditation sein
Das werde ich mir genauer ansehen, danke. Vielleicht sollte ich einen yoga kurs besuchen, denn von alleine werde ich zuhause bestimmt nicht dran bleiben.
Wenn Du Dich in die Literatur zum Thema Psychotherapie einließt, bekommst Du schnell einen Überblick über die verschiedenen Ansätze und was Dir entspricht.
Auch da werde ich mich mal umschauen, was ich da so finde. Interessieren würde mich mehr ein gutes buch über angststörungen...kannst du mir da vielleicht eins empfehlen?
Evtl. wäre auch Focusing ein Ansatz, der weiterhilft.
Was genau ist das?

Zu Amitriptylin - welches Flüssigpräparat verwendest Du und wieviel mg nimmst Du momentan ein?
Amitriptylin - neuraxpharm 40mg, also 20 tropfen habe ich höchstens genommen...die letzten wochen 10-15, und seit 5 tagen 0, weil ich unbedingt den druck im kopf und den schwindel loswerden wollte.
Abhängig davon, wie häufig Panikattacken auftreten, wäre es auch eine Möglichkeit, nur ein Bedarfsbenzo zu benutzen und die Dauermedikaion zu beenden.
Genau das war auch meine überlegung. Ich hatte gegen flugangst lorazepam von meinem neurologen verschrieben bekommen, das ich erst 2 mal bisher (vor den flügen) eingenommen habe...ich war so relaxt, das war echt super dieses gelassene gefühl...obwohl ich nicht benommen war, einfach nur cool und stand über den dingen...wünschte ich könnte auch ohne einem benzo so cool im leben stehen :( man hat es einfach nicht im griff leider...ich zumindest nicht...das kommt so unkontrolliert :( aber die niedergeschlagenheit wird mir trotzdem zu schaffen machen, denn eine leichte depri und traurigkeit werde ich bestimmt haben...
Ich hoffe, ich habe Dir etwas Mut gemacht, Deinen Weg weiter zu gehen. :)
Und ob...nochmals vielen vielen dank....

Auch dir alles liebe
NoHopeNoSun :hug:

Re: Angst-u.Panikstörung/Depression (TOLLES FORUM HIER!!!)

Verfasst: 05.01.2012 11:29
von Das-kleine-Runde
Liebe NoHopeNoSun :) ,

danke für Deine lieben Worte. :D
...habe jetzt eine therapeutin gefunden, die gestalttherapie macht...habe mir bisschen was dazu durchgelesen und es hört sich sehr interessant an...hast du vielleicht schon erfahrung damit gemacht?
Ja, ich kenne Gestalttherapie.
Zwei meiner Therapeuten (insgesamt waren es drei verschiedene, die mich begleitet haben mit meherern Jahren Abstand), hatten Techniken der Gestalttherapie integriert. Ich persönlich mag es sehr, wenn ein Therapeut verschiedene Ansätze kennt und daraus das Passende für den Klienten vorstellt.

Ich würde nachfragen, ob die Therapeutin auch etwas in die Vergangeheit sieht und sie ein wenig erklären lassen, welche Gedanken hinter ihrem persönlichen Ansatz stehen. Das muß sich für Dich hilfreich und passend anfühlen.
Wenn Gestalttherapie sehr eng interpretiert wird, bleibt das Geschehen evtl. etwas sehr an der Oberfläche.
Das werde ich mir genauer ansehen, danke. Vielleicht sollte ich einen yoga kurs besuchen, denn von alleine werde ich zuhause bestimmt nicht dran bleiben.
Yoga ist eine gute Sache, die auch den Körper einbezieht.
Interessieren würde mich mehr ein gutes buch über angststörungen...kannst du mir da vielleicht eins empfehlen?
Spontan fällt mir nichts ein. :oops: Das liegt vermutlich daran, daß ich mit überall etwas rausgepickt habe und letztendlich die unterschiedlichen Beschwerden ähnliche seelische Wurzeln in der eigenen Vergangeheit haben.

Meiner Erfahrung nach sind unsere Ängste/Hilflosigkeit/Depression Gefühlsmuster aus unserer frühen Vergangeheit, die in Situationen seelischer Überforderung entstanden sind, weil wir damals keine Möglichkeit hatten, die Situation sinnvoll zu bewältigen. Jetzt sind sie eine Belastung für uns, weil wir teils wieder in diese jetzt unangemessenen Reaktionen hineingeraten, wenn wir ein triggerndes Erlebnis haben, ohne jetzt einen realen Grund für die entsprechenden Gefühle zu erleben.
Mir persönlich ging es ab dem Zeitpunkt besser, als ich begonnen hatte, in der Therapie einige Schlüsselsituationen aufzudecken und mich gefühlsmäßig noch einmal auf die Situation einlassen konnte.
Meiner Erfahrung nach legen sich daraufhin diverse Symptome.

Focusing ist eine körpertherapeutische Technik, die einem bisher nicht wahrgenommene Reaktionen verdeutlicht, indem man in entspannten Zustand in den Körper hineinhorcht und den Impulsen nicht-wertend Raum gibt.
Der Wiki-Artikel ist zwar nicht die beste Beschreibung, gibt aber einen kleinen EInblick: http://de.wikipedia.org/wiki/Focusing
Wenn Dich das Thema anspricht, würde ich mir evtl. ein Übungsbuch zum Thema kaufen und experiementieren.
Oft gibt es auch Einführungskurse an der Volkshochschule.
Amitriptylin - neuraxpharm 40mg, also 20 tropfen habe ich höchstens genommen...die letzten wochen 10-15, und seit 5 tagen 0, weil ich unbedingt den druck im kopf und den schwindel loswerden wollte.


Das war eine recht geringe Dosis, hattest Du Beschwerden durch das Weglassen?

So wie Du die Benzo-Wirkung beschreibst, erlebt man sie, wenn keine Gewöhnung stattgefunden hat und man das Mittel so sparsam einsetzt, wie es gedacht ist.

Ich dücke Dir fest die Daumen, daß Du ohne Dauermedikation Deinen Weg gehst.

Alles Liebe
Rundi :hug:

Re: Angst-u.Panikstörung/Depression (TOLLES FORUM HIER!!!)

Verfasst: 09.01.2012 10:19
von Das-kleine-Runde