Mirtazapin ~ a living hell
Verfasst: 08.10.2011 17:36
Hallo ihr Lieben,
dank diesem Forum weiß ich nun endlich was los ist...
Kurz zu mir:
Nachdem man mir im April 2010 den kompletten Dickdarm entfernt hat und ich vorübergehend ein Stoma hatte, wurde mir im August 2010 mit der Diagnose "Anpassungsstörung mit depressiver Reaktion" das Teufelszeug Mirtazapin verschrieben. Symptome waren damals, Niedergeschlagenheit, extreme Schwäche, Appetitlosigkeit und vielleicht kleine Schlafstörungen...
Gleichzeitig wurde mir mein Stoma im August 2010 zurück verlegt, so dass ich wieder "normal" auf den Topf konnte. Ein genialer Chirurg hat mir nämlich aus einem Stückchen Dünndarm ein Rektumersatz (J-Pouch) gebastelt.
So nun zum eigentlichen Problem:
Ab April 2011 ging es mir wieder richtig gut, ich hatte mich von allen OPs gut erholt, war zurück im Job alles lief bestens. Also wollte ich vom Mirtazapin weg, da ich das Gefühl hatte, es lähmt mich und schränkt mich ein.
Von 30mg auf 15mg. Ich dachte, alles läuft prima. Dann aber eine "Magen-Darm-Gripp" die wahrscheinlich keine war sondern Absetzerscheinungen. Von diesem Tag an ging es nur noch Berg ab. Die Symptome einer Magen-Darm-Grippe ließen nicht wirklich nach. Auch nicht nach zwei Wochen. Also, ab ins Krankenhaus zur Darmspiegelung mit Verdacht auf Entzündung des Pouches. Und tatsächlich zeigten sich leichte Entzündungen, die nicht weiter tragisch waren, aber mit Antibiotika behandelt werden sollten. In den darauf folgenden Wochen und Monaten versuchte man 6 verschieden Antibiotika aus, da ich keines vertragen hatte. Im Juli hatte ich die Schnauze voll und hab mich geweigert weitere Antibiotika zu nehmen. Daraufhin hat man mir dann eine kleine Dosis Cortison für die Entzündung verschrieben.
1 Woche später gings schon wieder ganz gut, was auch gut war, denn wir wollten in den Sommerurlaub. Im Urlaub hat sich mein Zustand noch weiter gebessert, so dass ich beschlossen habe die letzten 15mg Mirtazapin voll wegzulassen. Nach 7 Tagen ging es dann los. Schwindel, Kreislaufprobleme, Schläfrigkeit, Unkonzentriertheit, Übelkeit und Magendrücken.
Ok, dachte ich mir, vielleicht hat das was mit dem Absetzten des Mirtazapins zu tun. Also wieder 15mg Mirtazapin jeden Abend eingeworfen. Aber leider ohne große Besserung. Daraufhin bekam ich dann wegen den Magenbeschwerden eine Magenspiegelung. Verdacht auf Hilcobacter Pylori -> Antibiotika
Nach zwei Tagen Antibiotika (Amoxicillin + Clarithromyzin) ging es mir so gut wie schon ewig nicht mehr. Hatte schon gedacht, dass ich es geschafft habe und es nur an dem blöden Helicobater lag.
Doch dann ging es erst richtig los. 5 Tage nach dem ich mit der Antibiotika-Therapie fertig war, dachte ich, ich muss sterben. Grippeartige Symptome, Nachtschweiß, Schläfrigkeit...
Was war geschehen? Die Antibiotikatherapie bestand aus zwei verschiedenen ABs, Amoxicillin und Clarithromycin. Und das Clarithromycin ist bekannt, dass es den Wirkspiegel des Mirtazapins erhöht. So hatte ich während der Einnahme ein höheren Mirtazapin-Spiegel wie seit her und nach der Antibiotika-Therapie bekam ich dann Absetzsymptome vom feinsten ohne dass ich die 15mg Mirtazapin verändert habe.
Nachdem ich die letzten Wochen durch die Hölle ging, beschloss ich vor einer Woche wieder auf 30mg Mirtazapin zu gehen. Aber leider scheint das Zeugs nicht mehr so richtig wirken zu wollen. Ich scheue mich auf 45mg zu gehen denn ich will weg von diesem Teufelszeugs.
Was ich so bisher gelesen habe, scheint der Schlüssel zum Erfolg die "Zeit" zu sein. So bleibt mir nichts anderes übrig als abzuwarten. Es fällt mir verdammt schwer, denn ich bin schon 4 Wochen wegen dem Sch... krank geschrieben.
Mein Hauptproblem ist die Kraftlosigkeit und der Appetitmangel. Wenn jemand einen Tipp hat, wie ich dagegen angehen kann, lasst es mich wissen.
Ansonsten bin ich erst mal drauf und dran die 30mg Mirtzapin weiter zu nehmen.
~ keep on fighting ~
dank diesem Forum weiß ich nun endlich was los ist...
Kurz zu mir:
Nachdem man mir im April 2010 den kompletten Dickdarm entfernt hat und ich vorübergehend ein Stoma hatte, wurde mir im August 2010 mit der Diagnose "Anpassungsstörung mit depressiver Reaktion" das Teufelszeug Mirtazapin verschrieben. Symptome waren damals, Niedergeschlagenheit, extreme Schwäche, Appetitlosigkeit und vielleicht kleine Schlafstörungen...
Gleichzeitig wurde mir mein Stoma im August 2010 zurück verlegt, so dass ich wieder "normal" auf den Topf konnte. Ein genialer Chirurg hat mir nämlich aus einem Stückchen Dünndarm ein Rektumersatz (J-Pouch) gebastelt.
So nun zum eigentlichen Problem:
Ab April 2011 ging es mir wieder richtig gut, ich hatte mich von allen OPs gut erholt, war zurück im Job alles lief bestens. Also wollte ich vom Mirtazapin weg, da ich das Gefühl hatte, es lähmt mich und schränkt mich ein.
Von 30mg auf 15mg. Ich dachte, alles läuft prima. Dann aber eine "Magen-Darm-Gripp" die wahrscheinlich keine war sondern Absetzerscheinungen. Von diesem Tag an ging es nur noch Berg ab. Die Symptome einer Magen-Darm-Grippe ließen nicht wirklich nach. Auch nicht nach zwei Wochen. Also, ab ins Krankenhaus zur Darmspiegelung mit Verdacht auf Entzündung des Pouches. Und tatsächlich zeigten sich leichte Entzündungen, die nicht weiter tragisch waren, aber mit Antibiotika behandelt werden sollten. In den darauf folgenden Wochen und Monaten versuchte man 6 verschieden Antibiotika aus, da ich keines vertragen hatte. Im Juli hatte ich die Schnauze voll und hab mich geweigert weitere Antibiotika zu nehmen. Daraufhin hat man mir dann eine kleine Dosis Cortison für die Entzündung verschrieben.
1 Woche später gings schon wieder ganz gut, was auch gut war, denn wir wollten in den Sommerurlaub. Im Urlaub hat sich mein Zustand noch weiter gebessert, so dass ich beschlossen habe die letzten 15mg Mirtazapin voll wegzulassen. Nach 7 Tagen ging es dann los. Schwindel, Kreislaufprobleme, Schläfrigkeit, Unkonzentriertheit, Übelkeit und Magendrücken.
Ok, dachte ich mir, vielleicht hat das was mit dem Absetzten des Mirtazapins zu tun. Also wieder 15mg Mirtazapin jeden Abend eingeworfen. Aber leider ohne große Besserung. Daraufhin bekam ich dann wegen den Magenbeschwerden eine Magenspiegelung. Verdacht auf Hilcobacter Pylori -> Antibiotika
Nach zwei Tagen Antibiotika (Amoxicillin + Clarithromyzin) ging es mir so gut wie schon ewig nicht mehr. Hatte schon gedacht, dass ich es geschafft habe und es nur an dem blöden Helicobater lag.
Doch dann ging es erst richtig los. 5 Tage nach dem ich mit der Antibiotika-Therapie fertig war, dachte ich, ich muss sterben. Grippeartige Symptome, Nachtschweiß, Schläfrigkeit...
Was war geschehen? Die Antibiotikatherapie bestand aus zwei verschiedenen ABs, Amoxicillin und Clarithromycin. Und das Clarithromycin ist bekannt, dass es den Wirkspiegel des Mirtazapins erhöht. So hatte ich während der Einnahme ein höheren Mirtazapin-Spiegel wie seit her und nach der Antibiotika-Therapie bekam ich dann Absetzsymptome vom feinsten ohne dass ich die 15mg Mirtazapin verändert habe.
Nachdem ich die letzten Wochen durch die Hölle ging, beschloss ich vor einer Woche wieder auf 30mg Mirtazapin zu gehen. Aber leider scheint das Zeugs nicht mehr so richtig wirken zu wollen. Ich scheue mich auf 45mg zu gehen denn ich will weg von diesem Teufelszeugs.
Was ich so bisher gelesen habe, scheint der Schlüssel zum Erfolg die "Zeit" zu sein. So bleibt mir nichts anderes übrig als abzuwarten. Es fällt mir verdammt schwer, denn ich bin schon 4 Wochen wegen dem Sch... krank geschrieben.
Mein Hauptproblem ist die Kraftlosigkeit und der Appetitmangel. Wenn jemand einen Tipp hat, wie ich dagegen angehen kann, lasst es mich wissen.
Ansonsten bin ich erst mal drauf und dran die 30mg Mirtzapin weiter zu nehmen.
~ keep on fighting ~