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Thombran

Verfasst: 11.06.2004 20:33
von AliBaba
Hallo zusammen,

da bei mir auf Grund längerer Aussetzer Citalopram nicht mehr anschlag, habe ich von meinem Hausarzt Thombran verschrieben bekommen. Ich soll mit einer Hammerdosis von 300 mg/Tag in die erste Woche gehen und danach auf 200 mg/Tag reduzieren.

Seit heute habe ich 5 Tage Einnahme hinter mir und die bisherige Wirkung war nicht vielversprechend. Die einzige Wirkung bestand aus Müdigkeit und die war extrem. Ich gehe mal davon aus, dass dies für die ersten Tage normal ist, die Wirkung soll ja erst nach 1 - 3 Wochen eintreten und nach ein paar Tagen die erwünschte Wirkung eintritt.

Im Internet findet man tausend Berichte über Citalopram und Paroxiten, aber nichts über Thombran, scheint wohl nicht so verbreitet zu sein. Deshalb würde ich mich freuen, wenn einige von euch, die es eingenommen haben, mir über ihre Erfahrungen schreiben.

Viele Grüsse
Alex

Verfasst: 11.06.2004 20:55
von Adri
Ich selber kenne das Medikament nicht, aber wieso musst du gleich mit 300 mg angefangen :shock: und es dann wieder runter dosieren das versteht ich nicht, normal muss man doch jedes Antidepressiva langsam einschleichen sehr komisch.


Gruß

Adrian

Verfasst: 14.06.2004 14:35
von AliBaba
Hi Adri,

mein Serotoninspiegel war angeblich durch das Citalopram schon hoch genug um mit dieser starken Dosis anzufangen. Pustekuchen, denn die Dosis war absolut zu hoch. Momentan habe ich auf 100mg reduziert und damit geht es schon besser, obwohl ich immer noch viel zu müde bin. Na ja, die erste Woche habe ich jetzt überstanden, schlimmer kann es ja nicht mehr werden :wink: .

Gruss
Alex

P.S. Auch in diesem Forum scheint Thombran nicht verbreitet :(

Verfasst: 15.06.2004 12:10
von Jade
hallo,
ich habe auch 2 wochen lang thombran genommen.ich wollte paroxetin absetzen und dachte erst es klappt,wenn ich auf fluoxetin umsteige.da fluoxetin so eine lange halbwertzeit hat und sich besser ausschleichen lässt.als das leider nicht klappte hab ich zu thombran gewechselt.ich wollte vor allem weg vom paroxetin und ein medikament ohn sexuelle nebenwirkungen.
ich habe damals mit 50 mg begonnen.aber da war ich schon wie im nebel.und dann nach einer weiteren woche mit 75 mg fühlte ich mich auch nicht besser.
um ehrlich zu sein-ich hab für mich gedacht:nee das ist nix.
wünsche dir aber alles gute

lieber gruss
jade

Verfasst: 16.06.2004 00:01
von Linda
... mein Serotoninspiegel war angeblich durch das Citalopram schon hoch genug ...
Hat der behandelnde Arzt/Therapeut Dir die Methode erklärt, mit der man den Serotoninspiegel messen kann? Wenn nicht, könntest Du ihn vielleicht fragen.

Würde mich seeeehr überraschen, wenn er Dir eine Antwort geben könnte ...

LG

Linda

Verfasst: 16.06.2004 10:45
von AliBaba
@ Jade

Gut mal was über Erfahrungen zu lesen. Wenn du mit 50mg schon so m Ende warst, dann kannst du dir bestimmt vorstellen wie das bei 300mg!! aussieht. Ich weiss auch nicht was mein Arzt sich dabei gedacht hat :? . Mittlerweile bin ich bei 50mg angelangt und werde morgen auf 100mg erhöhen. Es geht mir bis jetzt nur schlecht mit dem Medikament, keine Spur der Besserung. Am meisten stört mich die Müdigkeit, die mir den ganzen Tag versaut. Weiterhin bleib ich auch von den anderen Nebenwirkungen nicht verschont (Magen-Darm, Kopfschmerzen etc.). Trotzdem werde ich noch eine Weile ausharren und auf Besserung hoffen :roll: , mein Arzt sieht das genauso.

@Linda

Mein Arzt hat das so angenommen, weil ich vorher eben Citalopram genommen habe. Ich erklär mir das ganz simpel, dass durch die Einnahme von Citalopram der Serotoninspiegel steigt und auch eine Weile so anhält, man spricht ja auch vom erreichen des steady-state. Da es, vor der ersten Einnahme von Thombran, so ausgesehen hat, dass ich 5 Wochen Citalopram genommen habe und es vor 24 Stunden das letzte Mal eingenommen hatte, kann ich mir einen hohen Serotoninspiegel gut vorstellen. Allerdings habe ich auch keine Ahnung wie das messbar ist. Trotz alle dem war die Dosis absolut zu hoch.

Gruss
Alex

Verfasst: 16.06.2004 15:27
von Oliver
Hallo.
Allerdings habe ich auch keine Ahnung wie das messbar ist.
Es ist nicht messbar (nur bei Leichen). Das sind alles nur Annahmen und schön klingende Erklärungen, um Medikamente unter die Leute zu bringen deren Risiko/Nutzen Faktor meines Erachtens eine so breite Verschreibungsbasis nicht rechtfertigt.

Oliver

Verfasst: 16.06.2004 19:10
von AliBaba
Hallo Leute,

ich fühle mich so scheisse mit dem Medikament ( ich könnte heulen). WANN WIRKT DIESE SCHEISSE ENDLICH? sry
Kann das sein, dass ich nach meinem abrupten absetzen von Citalopram 20mg auf 0mg derzeit unter den Absetzsymptomen leide?????? Ich habe es aber nur 5 Wochen genommen, das reicht wahrscheinlich noch nicht aus, oder??

Frustrierte Grüsse
Alex

Verfasst: 16.06.2004 19:16
von Oliver
Hallo Alex

Ich habe nach etwas mehr als zwei Wochen Probleme beim Absetzen von Paroxetin bekommen. Die Studien die Healy mit Paroxetin gemacht hat, habe auch zum Ergebnis gehabt, dass nach wenigen Wochen schon Absetzprobleme auftreten können.

Alles Gute
Oliver

Verfasst: 16.06.2004 19:20
von AliBaba
Hi Oliver,

aha, also dann wirds wohl so sein, obwohl Citalopram doch bestimmt weniger schlimm ist als Paroxetin oder??
Die Absetzprobleme beschränken sich aber doch auf ein kleinen Zeitraum und werden nach 5 Wochen Einnahme nicht zu diesen grossen Problemen wie sie hier so oft im Forum geschlidert sind werden?? (ahhhhhhhhh) Das kann doch noch nicht ausreichend, das wäre viel zu ungerecht.

Gruss
Alex

Verfasst: 16.06.2004 20:08
von Oliver
Hallo Alex

Citalopram ist genauso ein SSRI wie Paroxetin. Paroxetin hat den schlechtesten Ruf, was Absetzprobleme angeht, aber ich würde generell niemandem, niemals empfehlen ein SSRI schlagartig abzusetzn oder von jetzt auf gleich auf ein anderes umzustellen, weil man bei diesen Medikamenten halt schwer vorhersagen kann was passiert. Jeder reagiert halt anders.

Ich hoffe, dass es Dir bald besser geht. Versuch Dich nicht verrückt zu machen ... ist leicht gesagt, aber das ist das Einzige was ich Dir jetzt raten kann.

Alles Gute
Oliver

Verfasst: 17.06.2004 22:44
von AliBaba
Hi ihr Lieben,

gehört es auch zu den Absetzproblemen, dass man starke Aggressionen kriegt? Ich reg mich total schnell auf und habe heftig aggressive Gedanken dabei. Keine Frage, meine grosse Selbstunzufriedenheit spielt dabei eine grosse Rolle, aber das gehört wohl auch dazu :( .

Gruss
Alex

P.S.
Boah ich bin sowas von fertig!!!!

Verfasst: 18.06.2004 00:18
von Hannes Wien
hi alex!
Thombran heisst in österreich trittico ist extrem sedierend wird sehr oft zum schlafen verschieben.
als ad naja wirkt net so wirklich nimm also nur 150 mg bevor du schlafen gehst.

und ..... ssri´s und andere pulver können nicht deine probleme lösen ....
die musst du lösen nicht eine tabl. schlucken

wenn es dir wirklich sehr schlecht geht (ssri entzug) dann nimm max.!!! 10 tage ein benzo wie alprazolam

baldige besserung
hannes

Verfasst: 18.06.2004 12:43
von AliBaba
Hallo Hannes,

glaub mir, wenn ich ohne die ADs auskommen würde, würde ich es sofort tun. Aber es geht nunmal nicht ohne, jedenfalls momentan nicht. Ich steck zu tief in der Scheisse und da komm ich ohne Hilfe nicht raus. Hab es ja schon ein paar mal versucht. Hoffe aber stark durch zeitweilige medikamentöse Behandlung und Therapie wieder auf den richtigen Weg zu finden und dann ohne Medikamente natürlich.

Mein Arzt meint, dass die stimmungsaufhellende Wirkung erst nach ein paar Wochen einsetzt, die sedierende aber schon sofort. Nach der Eingewöhnungsphase erhoffe ich mir schon eine deutlich Besserung und nicht nur ein besseres Einschlafen. Nach meinem Arzt soll das ein ganz gutes SSRI sein, nur nicht so verbreitet.

Zu den Benzos, da versuche ich ohne auszukommen. Nur wenn es gar nicht mehr geht muss es wohl sein.

Gruss
Alex

Verfasst: 18.06.2004 13:39
von karin
wenn es dir nicht wirklich elendiglich schlecht geht, würde ich auf trittico verzichten. bin mit trittico vollkommen abgestürzt.

wenn du kannst, mach sport, hilft 100 mal besser.

lg,
karin

Verfasst: 18.06.2004 13:53
von AliBaba
Hallo Karin,

mir geht es mega beschissen mit dem Zeug! Aber ich will noch ne Weile abwarten um dann zu entscheiden.

Wie lange hast du Thombran denn eingenommen?

Viele Grüsse
Alex

P.S. Sport kannst du fast vergessen momentan, dafür bin ich viel zu müde :(

Verfasst: 18.06.2004 15:53
von karin
habe trittico 3-4 monate (sommer 2003) genommen. wäre fast krepiert damit. "beschissen" ist noch ein guter ausdruck. war immer stark benommen, müde, extremste kopfschmerzen, eingeschränkte reaktionsfähigkeit, kein appetit und und und. diese beschwerden haben sich auch nach 4 monaten nicht gebessert.

das positive an trittico: man kann mehr tun, ist aber in der reaktion sehr langsam.

als ich nach einem arztwechsel im jänner 2004 trittico mit gladem kombiniert habe, gings mir ein bißchen besser.
an arbeiten-gehen-können konnte ich im märz 2004 noch immer nicht denken.

lg,
karin

Verfasst: 19.06.2004 20:07
von AliBaba
Hallo zusammen,

es ist echt kaum zum aushalten. Ich leide unter extrem starken Depressionen, lange halte ich das nicht mehr aus. Thombran kann ich nur abends nehemen, weil es so müde macht und nachdem ich aufstehe spüre ich keine Wirkung mehr.

Meinen momentanen Zustand würde ich so beschreiben, dass ich mich total unwohl fühle, unheimlich greizt bin und bestimmt durch permanenete schlechte, hoffnungslose Gedanken. Kurz gesagt ich bin psychisch total fertig. Dabei bin auch noch kaum in der Lage mir selbst zu helfen, ich sehe einfach nur SCHWARZ!!

Gruss von einem wirklichen fertigen
Alex

Verfasst: 19.06.2004 20:43
von karin
mit trittico allein bin ich auch schwerst depressiv geworden. man kann sich - wie du schreibst - selbst kaum mehr helfen. wenn dir dein arzt nichts besseres anbieten kann, wechsle ihn. musste ich nach qualvollen monaten auch.

mit einem ssri kombiniert kann trittico den antrieb steigen (man kann mehr tun) und der zustand wird wieder aushaltbar.

lg und viel durchhaltevermögen,
karin

Verfasst: 21.06.2004 12:49
von AliBaba
Hallo Karin,

hat sich in deiner Zeit, in der du nur Thombran eingenommen hast, denn nichts verbessert? War es kontinuirlich schlecht oder ist nach einer gewissen Zeit Besserung eingetreten? Woraus bestand die Besserung, wenn ja?

Ich frage das deshalb, weil ich stark mit dem Gedanken spiele Thombran wieder abzusetzen. Ausser mich total zu plätten, macht es eigentlich nichts(2 Wochen Einnahmezeit). Das ist echt zum Haare ausreissen, weil ich viel zu tun habe und zu nichts in der Lage bin. Einkäufe fallen mir schon schwer zu machen und vom Vorlesungen besuchen ganz zu schweigen. Also länger kann das so wirklich nicht weiter gehen.

Wäre bei Antwort dankbar.

Gruss
Alex