Meine Geschichte (Mirtazapin/Valdoxan)
Verfasst: 04.09.2010 10:38
Liebe Forengemeinde,
ich muss mich unbedingt mit jemandem austauschen der ähnliche Erfahrungen hat. Ich verliere mich sonst völlig in meinen Ängsten.
1993 Aponal für 4 Monate
2008 Mirtazapin 15mg 2 Monate 7,5mg 2 Monate, dann abgesetzt und hoch dosiert Johanniskraut genommen.
seit Mai 2009 Mirtazapin zunächst 15mg, dann aber gleich wieder auf 7,5mg, seit März 2010 15 mg.
Ich neige in Lebensveränderungsphasen extrem unter depressiven Gefühlen, alles wirkt sinnlos, das Neue nicht in Sicht, das Gefühl dass die Trennungsschmerzen nie aufhören und ichs ned und niemals schaffen werd. Kann dann nicht mehr essen, nicht mehr schlafen usw.
2008 hat mich von heute auf morgen mein Fruend verlassen (nach 7 Jahren Beziehung); ich dachte ich sterbe. Wir sind uns dann im Rühjahr 2009 wieder etwas näher gekommen. Mir ging es dann überhaupt nicht gut damit. Ich ertrug das Zusammensein nicht mehr wirklich und das frühere Verlassenwerden hatte ich glaub auch nicht verarbeitet. Außerdem wollte er nach wie vor eine Freundschaft und keine Beziehung. Allein meine Trennungsphantasien haben mich richtig depressiv werden lassen. Hinzu kamen irrationale Schuldgefühle ihm gegenüber. Andererseits wusste ich vom Verstand her, dass ich eigentlich weg muss. Dass mir das nicht gut tut.
Das war ein innerlicher Kampf immer, kaum auszuhalten. Deswegen habe ich dann Mirtazapin wieder genommen. Freitag vor einer Woche hatten wir uns so unterhalten, da ists aus mir herausgeplatzt. Dass ich keine Beziehung mehr möchte mit ihm usw. Für ihn war das ja kein Problem, er sagte, es sei ihm nur wichtig, dass wir uns weiterhin so gut verstehen wie bisher. Und ich wusste ich muss vollständig aus dem Kontakt raus, sosnt schaff ich das nie.
Wir haben dann noch ein paar mal miteinander gesprochen. Seit Mittwoch geht gar nix mehr bei mir. Ich kann ihn nciht mehr sehen, mein Trennungsschmerz ist kaum zu bewältigen. Und das obwohl ich weiß dass es keinen Sinn mehr hat. Hinzu kommt, dass er direkt in der Nachbarschaft wohnt.
Wir haben einfach unseren Alltag miteinander gestaltet. Aber ich hatte jetzt über ein Jahr lang das Gefühl, dass wenn ich mich nicht entgültig trennen werde, dass ich mich dann völlig hoffnungslos fühlen werde.
Seit Monatg dieser Woche habe ich dann Mirtazapin auf 30 mg erhöht. Anraten der Psychiaterin. Dann sollte ich ab Mittwoch auf die volle Dosis (45mg) gehen. Das habe ich zwei Tage gemacht und habe jeweils nach der Einnahme ganz extreme Beschwerden bekommen. Wie eine muskuläre Unruhe oder Anspannung. Besonders im Kopf/Nacken/Armbereich.
Ich geriet völlig in Panik. Einerseits Angst, dass ich das Medi absetzen muss und allein nich mit dem Schmerz zurecht komme und andererseits völlige Panik, dass die Einnahme mir gesundheitlich schwer schaden könnte.
Habe dann bei der Psychiaterin angerufen und bekam Seroquel 25mg, sollte ich aufdosieren bis 50mg. Da hats mich dann umgehaun erstmal. Achja, Mirtazapin mit 15 mg weiter nehmen.
Vor lauter Sorge habe ich dann in der Ambulanz des nächsten psychaitrien Krankenhauses einen Termin gemacht und bin dort hin. Der Arzt meinte nun, dass das bestimmt Nebenwirkungen vom Mirtazapin waren und ichs gleich wieder runterdosieren soll auf 15 mg und zusätzlich soll ich Valdoxan 25mg nehmen.
Wenn es mir zunehmend besser gehe und ich die schlafanstoßende Wirkung von Mirtazapin nicht mehr brauche, dann könne ich auch auf 7,5 mg und dann ganz absetzen. Von Seroquel soll ich die Finger lassen. Das hat mich zunächst beruhigt.
Abends hatte ich dann noch ein gutes Gespräch mit meiner therapeutin. Es ging ums Loslassen können usw. Ich kam mit einem relativ neutralen Gefühl zuhause an, konnte fernsehen und bin gut eingeschlafen. Um 3 Urh morgens dann aufgewacht, mir gings auch nach wie vor neutral und das hat mich dann plötzlich furchtbar beunruhigt.
Ich dachte dann daran, dass diese Verflachung von den Medikamenten kommt und ich vll. nie mehr richtig fühlen kann usw. Die Ängste gingen dann soweit, dass ich dachte, dass wenn mir irgendwann eh alles egal ist, dann kann es ja bis zum Äußersten gehen. Hatte Angst, dass sich bei mir Suidzigedanken auftun oder dass ich manisch werden könnte. War ganz furchtbar.
So ein neutrales Gefühl macht mir mehr Angst als alles andere. Wobei ja dieses Gefühl auch daher kommen kann, dass ich mich endlich entschieden haben zu gehen. Und es war ja shcon über ein Jahr oder mehrere Jahre unerträglich.
Ich kenne mich nicht mehr aus. Habe das Gefühl zu sterben, sehe kein Lichtblick mehr, hab Angst in eine Klinik zu müssen. Weiterhin nciht essen und nciht trinken zu können.
Boah fühlt sich das scheiße an, wenn ich das so sagen darf.
Viele Grüße
Ilsebilse
ich muss mich unbedingt mit jemandem austauschen der ähnliche Erfahrungen hat. Ich verliere mich sonst völlig in meinen Ängsten.
1993 Aponal für 4 Monate
2008 Mirtazapin 15mg 2 Monate 7,5mg 2 Monate, dann abgesetzt und hoch dosiert Johanniskraut genommen.
seit Mai 2009 Mirtazapin zunächst 15mg, dann aber gleich wieder auf 7,5mg, seit März 2010 15 mg.
Ich neige in Lebensveränderungsphasen extrem unter depressiven Gefühlen, alles wirkt sinnlos, das Neue nicht in Sicht, das Gefühl dass die Trennungsschmerzen nie aufhören und ichs ned und niemals schaffen werd. Kann dann nicht mehr essen, nicht mehr schlafen usw.
2008 hat mich von heute auf morgen mein Fruend verlassen (nach 7 Jahren Beziehung); ich dachte ich sterbe. Wir sind uns dann im Rühjahr 2009 wieder etwas näher gekommen. Mir ging es dann überhaupt nicht gut damit. Ich ertrug das Zusammensein nicht mehr wirklich und das frühere Verlassenwerden hatte ich glaub auch nicht verarbeitet. Außerdem wollte er nach wie vor eine Freundschaft und keine Beziehung. Allein meine Trennungsphantasien haben mich richtig depressiv werden lassen. Hinzu kamen irrationale Schuldgefühle ihm gegenüber. Andererseits wusste ich vom Verstand her, dass ich eigentlich weg muss. Dass mir das nicht gut tut.
Das war ein innerlicher Kampf immer, kaum auszuhalten. Deswegen habe ich dann Mirtazapin wieder genommen. Freitag vor einer Woche hatten wir uns so unterhalten, da ists aus mir herausgeplatzt. Dass ich keine Beziehung mehr möchte mit ihm usw. Für ihn war das ja kein Problem, er sagte, es sei ihm nur wichtig, dass wir uns weiterhin so gut verstehen wie bisher. Und ich wusste ich muss vollständig aus dem Kontakt raus, sosnt schaff ich das nie.
Wir haben dann noch ein paar mal miteinander gesprochen. Seit Mittwoch geht gar nix mehr bei mir. Ich kann ihn nciht mehr sehen, mein Trennungsschmerz ist kaum zu bewältigen. Und das obwohl ich weiß dass es keinen Sinn mehr hat. Hinzu kommt, dass er direkt in der Nachbarschaft wohnt.
Wir haben einfach unseren Alltag miteinander gestaltet. Aber ich hatte jetzt über ein Jahr lang das Gefühl, dass wenn ich mich nicht entgültig trennen werde, dass ich mich dann völlig hoffnungslos fühlen werde.
Seit Monatg dieser Woche habe ich dann Mirtazapin auf 30 mg erhöht. Anraten der Psychiaterin. Dann sollte ich ab Mittwoch auf die volle Dosis (45mg) gehen. Das habe ich zwei Tage gemacht und habe jeweils nach der Einnahme ganz extreme Beschwerden bekommen. Wie eine muskuläre Unruhe oder Anspannung. Besonders im Kopf/Nacken/Armbereich.
Ich geriet völlig in Panik. Einerseits Angst, dass ich das Medi absetzen muss und allein nich mit dem Schmerz zurecht komme und andererseits völlige Panik, dass die Einnahme mir gesundheitlich schwer schaden könnte.
Habe dann bei der Psychiaterin angerufen und bekam Seroquel 25mg, sollte ich aufdosieren bis 50mg. Da hats mich dann umgehaun erstmal. Achja, Mirtazapin mit 15 mg weiter nehmen.
Vor lauter Sorge habe ich dann in der Ambulanz des nächsten psychaitrien Krankenhauses einen Termin gemacht und bin dort hin. Der Arzt meinte nun, dass das bestimmt Nebenwirkungen vom Mirtazapin waren und ichs gleich wieder runterdosieren soll auf 15 mg und zusätzlich soll ich Valdoxan 25mg nehmen.
Wenn es mir zunehmend besser gehe und ich die schlafanstoßende Wirkung von Mirtazapin nicht mehr brauche, dann könne ich auch auf 7,5 mg und dann ganz absetzen. Von Seroquel soll ich die Finger lassen. Das hat mich zunächst beruhigt.
Abends hatte ich dann noch ein gutes Gespräch mit meiner therapeutin. Es ging ums Loslassen können usw. Ich kam mit einem relativ neutralen Gefühl zuhause an, konnte fernsehen und bin gut eingeschlafen. Um 3 Urh morgens dann aufgewacht, mir gings auch nach wie vor neutral und das hat mich dann plötzlich furchtbar beunruhigt.
Ich dachte dann daran, dass diese Verflachung von den Medikamenten kommt und ich vll. nie mehr richtig fühlen kann usw. Die Ängste gingen dann soweit, dass ich dachte, dass wenn mir irgendwann eh alles egal ist, dann kann es ja bis zum Äußersten gehen. Hatte Angst, dass sich bei mir Suidzigedanken auftun oder dass ich manisch werden könnte. War ganz furchtbar.
So ein neutrales Gefühl macht mir mehr Angst als alles andere. Wobei ja dieses Gefühl auch daher kommen kann, dass ich mich endlich entschieden haben zu gehen. Und es war ja shcon über ein Jahr oder mehrere Jahre unerträglich.
Ich kenne mich nicht mehr aus. Habe das Gefühl zu sterben, sehe kein Lichtblick mehr, hab Angst in eine Klinik zu müssen. Weiterhin nciht essen und nciht trinken zu können.
Boah fühlt sich das scheiße an, wenn ich das so sagen darf.
Viele Grüße
Ilsebilse